Wettbewerb der Elternhäuser

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  • Ich kann ja nur für mich sprechen, ohne zu wissen, ob man die Situationen vergleichen kann oder sollte. Vielleicht aber einfach mal als Denkanstoß:


    Beide Kinder hier haben einen ausgeprägten eigenen Willen und machen vieles von dem, was ich mir von ihnen wünsche oder von ihnen erwarte, nicht. Tag für Tag. Aber da die Alltagssorge bei mir liegt, ist es auch in meiner Verantwortung, mich um die Kinder zu kümmern und sie zu erziehen. Was während der Zeit, die die Kinder bei ihrer Mutter sind oder mit ihr telefonieren, geschieht, ist nicht meine Angelegenheit und ich halte mich da komplett raus. Klar frage ich die Kinder manchmal, weil ich Anteil nehmen möchte auch an ihrem Leben bei und mit ihrer Mutter, aber das mache ich ja auch sonst.


    Ich bin überzeugt, dass das hier wesentlich dazu beigetragen hat, dass sich die Wogen geglättet haben und einigermaßen Ruhe eingekehrt ist. Würde ich regelmäßig gucken, was möglicherweise bei der KM anders läuft, als ich das für gut heiße, dann wären die Kinder bis heute gefangen in einem Gewissenskonflikt. Es liegt an mir und meinem Verhalten, diesen so weit wie möglich aufzulösen und die Kinder zu entlasten von Spannungen zwischen uns Eltern.


    Vielleicht magst Du, Vollbio, mal darüber nachdenken?

    A smile a day sweeps the sorrows away

  • Wie alt ist denn dein Sohn? Mit fällt beim Querlesen auf, dass es für mich nicht zusammenpasst mit einem Kind diese analysierenden Gespräche zu führen, dem ich aber noch beim Zähne putzen helfen muss. Überforderst du dein Kind da nicht. Ich denke dein Verhalten dem Kind gegenüber ist nicht altersgerecht.


    Und ja, in der Pubertät wirst du mit deinem Verhalten nicht weit kommen und daran schier verzweifeln in allem einen Grund und Schuldigen zu suchen.

  • Ich hab mich gerade gefragt ob du zuviel verlangst. Denn das Kind ist klein, er Spiel noch mit Duplo und du musst beim Zähneputzen helfen. Auf der anderen Seite verlangst du in der Bockphase eine Analyse von dem Kind, das bekommt nicht mal mein Pubertier hin.


    Auch die Situation mit dem Garten finde ich unglücklich. Der Junge zieht sich zurück und will Ruhe. Doch die Schwester kommt hinter. Es gibt Streit sie geht rein, soweit so normal. Warum zwingst du die Kinder dann in eine Eskalation? Wäre es nicht zielführender gewesen ihr zu sagen bitte lass deinen Bruder kurz den Raum um sich zu beruhigen. Und dem Jungen zu sagen ich weiß du brauchst deine Ruhe aber deine Schwester möchte auch in den Garten. Du hast noch 10 Minuten für dich, dann kommt sie raus. Wenn dich das dann stört musst du rein gehen.

  • Ich möchte eure Meinung und wenn möglich gute Ideen erfragen, wie ich die verfahrene Situation mit unseren Kindern auflösen kann. Beide Kinder weigern sich vermehrt zu folgen. Insbesondere der Sohn stellt unsere Geduld oftmals auf die Probe. Dadurch kommt es immer öfter auch zu direkten Streitereien zwischen meiner Frau und mir und zu Spannungen zwischen den Kindern und ihr.


    Die Tochter ist jetzt seit ca. 2 Monaten in psychotherapeutischer Behandlung bei Frau KiJu-Psy-in. In meinem letzten Elterngespräch sagte ich sinngemäß zu ihr, „Ich kenne meine Kinder nicht mehr wieder.“ Darauf Frau KiJu-Psy-in, genau das gleiche hat die Kindsmutter im Elterngespräch ihr auch gesagt. Fazit: Die Kinder rebellieren. Sie rebellieren gegen das vom FG verhängte RM. Woher ich das weiß?


    Vor ca. einem Jahr habe ich dem Sohn die Uhrzeit beigebracht, mit allen „5 vor halb“ und „Viertel 3“ usw. Den Erfolg fährt er jetzt ein. Sie nehmen zur Zeit die Uhrzeit in der Klasse durch und er ist der Klassenprimus. Das macht ihn mächtig stolz, und er sieht auch, dass er diesen Erfolg meiner Hilfe UND SEINEM MIR FOLGEN zu verdanken hat.

    Vor den Osterferien haben sie das Einmaleins durchgenommen und sie hätten bis nach den Ferien das Einmaleins lernen sollen. Ich habe ihm wieder Hilfestellung gegeben, mit ihm zusammen "Lehrer Schmidt" auf YT angeschaut, Lernkärtchen gebastelt, aber er nimmt einfach nichts mehr an. Und er ist auch nicht bereit, alleine irgend etwas dafür zu tun. Er blockiert voll. Ich habe ihn deshalb gestern wieder einmal gefragt, warum er denn nicht mehr folgt. Warum er nicht wieder zu den Klassenbesten gehören möchte. Dann kam die Antwort: Er möchte wieder dass die Mamawoche am Dienstag beginnt und nicht erst am Donnerstag.


    Ich habe ihn auch nach den Gründen gefragt, ob es denn nur wegen des Tablet bei der Mama ist. Und da kam wieder NEIN.


    Ich hatte ihn vor ca. 2 Monaten schon einmal danach gefragt, weshalb er denn gerne mehr bei der Mama sein möchte. Das erste Mal nannte er als Grund, dass er wenn er bei der Mama ist, auch bei Freunden übernachten darf. Darauf habe ich ihm gesagt, dass er das doch von mir aus genauso gerne darf. Ich habe mit ihm durchgesprochen, wen er gerne besuchen würde, bei wem er übernachten wollte, usw. Ich habe ihm sogar gesagt, ok, Sohn, dann mach diese Woche mit dem besten Freund etwas aus. Aber er hat nichts ausgemacht, das war also wohl ein vorgeschobener Grund.


    Heute meine Frage wieder, weshalb möchtest du mehr bei der Mama sein. „Weil ich da den anderen besten Freund treffen kann“, auch hier habe ich gesagt, dass er seinen Freund doch genauso gerne von hier aus besuchen darf oder dass er den anderen besten Freund einladen soll, und wieder, darauf wollte oder konnte er sich nicht einlassen.


    Meine Überzeugung ist, dass die beiden Kinder weiterhin mitten im Konflikt stehen. Die Anordnung des FG hat nicht zu ihrer Beruhigung geführt. Die Mutter strömt aus allen Poren aus, dass dies jetzt eine ungerechte Lösung ist und die Kinder spüren das und folgen dem, wollen Gerechtigkeit. Und so lange diese ungerechte RM-Lösung besteht, weigert sich mein Sohn erfolgreich zu sein. Vielleicht so etwas ähnliches wie ein Hungestreik.


    Ich bin jetzt mal mit dem Sohn das Thema durchgegangen. Wenn am Dienstag die Mamawoche beginnt, müsste sie ihn zur Ergo begleiten und Mittwochs beide Kinder zu den Psychotherapie-Sitzungen. Ob sie das tun würde? Sohn und Tochter sind überzeugt, dass ja. Auch wenn Sohn auch sagt, dass während der vergangenen 3 Jahre sie ihn nur etwa 3 oder 4 mal dorthin begleitet hat.


    Ich habe mal laut vor mich hin gedacht: Mal angenommen das Gericht akzeptiert es, dass wir uns über seine Anordnung hinwegsetzen, und wir würden es für eine gewisse Dauer testweise ausprobieren. Eigentlich könnte da nichts Schlimmes bei rauskommen, oder sehe ich das falsch?


    Mein Plan:

    Bei unserem nächsten Gespräch beim ASD biete ich der Mutter an, dass sie die Kinder auch mehr Zeit haben kann, dass sie hierfür beim JC ihre temporäre Bedarfgsgemeinschaft anmeldet und dann für diese Tage den Regelsatz von dort erhält. Ich habe gelesen, Kinder 6 – 13 erhalten 309 EUR/Monat, dann wären eigentlich keine weiteren Diskussionen nötig.


    Ganz egal wie dieses Experiment ausgehen sollte, würde ich aber nicht zustimmen, den Hauptwohnsitz oder den Kindergeldbezug abändern zu lassen, denn da willich nicht wieder in Abhängigkeit von ihr geraten. Da ich aber ganz sicher bin, dass es der Mutter entscheidend um diese beiden Punkte (Hauptwohnsitz=Kindergeldbezug) geht, bin ich fast sicher, dass sie das Experiment gar nicht zulassen wird. Denn es würde für sie nur Mehraufwand, und für mich aber keinen Schaden bedeuten. Also kein adäquates Mittel um ihren Rachedurst zu stillen. Aber es könnte den Kindern helfen, sich aus der jetzigen, für sie unlösbaren Konfliktlage zu befreien. Es könnte ihnen dazu helfen, dass sie erkennen, vielleicht nicht rational, aber gefühlsmäßig, dass es der Mutter nicht erstrangig um sie, sondern um ihren finanziellen Vorteil geht.


    Im gemeinsamen Gespräch beim ASD haben wir Eltern die abwehrende Haltung der Kinder zum RM bereits angesprochen. Frau ASD-Beraterin hatte sich die Kinder während der Osterferien zu sich eingeladen, und ihnen noch einmal, "von Amts wegen" die Endgültigkeit dieser Regelung (durchs Gericht und nicht durch den Papa) verständlich gemacht, aber offensichtlich ohne Erfolg.


    Es muss etwas passieren, denn die Kinder haben sich verfestigt. Sie kommen Sonntags nur mit gesenktem Haupt zu uns nach Hause. Deshalb meine Anfrage hier. Ich möchte mir klar werden darüber, bevor ich ins Gespräch mit dem ASD und mit der Mutter gehe, ob das ein gangbarer Weg ist. Vor allem auch, was das FG darüber denkt, wenn wir Eltern über deren Entscheidung hinwegsetzen. Wenn wir damit auch sagen, dass die Lösung des FG nicht funktioniert hat:


    "Für das Gericht ist es derzeit am wichtigsten, die Kinder aus dieser Drucksituation zu holen. In der Hoffnung, dass es bereits eine Erleichterung für die Kinder darstellt, wenn der Schwerpunkt mehr bei einem Elternteil liegt, hat das Gericht das bisher praktizierte Wechselmodell aufgehoben."

    Ach die Liebe hat's so eilig, nur die Feindschaft wird nie langweilig ... (Rio Reiser)

    2 Mal editiert, zuletzt von Vollbio ()

  • Danke, Ratte, du hast den Punkt benannt, der mir auch schwer aufgestoßen ist. Hallo, Vollbio, ich hab viel bei dir mitgelesen bislang, hier mein Senf: Lass doch mal locker! Lass deinen Sohn doch mal mittelmäßig sein in der Schule, so what. Lass doch mal zu, dass einfach nicht alles kontrollierbar ist (it takes one to know one, ich weiß, wovon ich spreche). Kinder 'folgen' nicht, wenn es dir nur ums Folgen geht und gar nicht um darunterliegende Bedürfnisse (deine UND ihre). "Folgen" an sich ist doch eine leere Kategorie. Nimm dich doch mal zurück, besprich nichts, nada, niente von deinen Überlegungen mit deinen Kindern, besprich es hier und mit deiner Frau und anderen Erwachsenen. Nimm die Bedürfnisse deiner Kinder wahr, egal, ob du sie gut findest oder nicht. Sag "Ja, du vermisst Mama, das ist ok." oder was auch immer. Deine Kinder sehen die Welt und euer Leben mit eigenen Augen, lass diese Sicht zu, gleichberechtigt neben deiner Sicht.

    Und übrigens nehme ich hier wahr, dass du total darum bemüht bist, dass es deinen Kindern gut geht, dass sie sich gut entwickeln und dass euer Familienleben im großen Patchwork gelingt. Du machst dir eine Menge Gedanken. Du willst da ganz viel, vielleicht darfst du auch einfach mal weniger wollen und mehr lassen.

  • Ehrlich gesagt fällt mir da nichts vernünftiges mehr ein. Eure Situation ist einfach zu verfahren. Solange du und die KM nicht lernt euch selber zurückzunehmen, den Blick einzig und alleine auf die Kinder zu richten und nicht mehr alle Erfolge sich selber und alle Mißerfolge oder Probleme dem anderen Eltern verantwortlich zuzuschieben wird keiner aus dieser Spirale rauskommen.


    Ich halte auch den Versuch eines erneuten Wechselmodells (und dann im Gegensatz zum Gerichtsbeschluß) für nicht zielführend. Ja der Sohn (und auch die Tocher) hat dann, wie gewünscht, mehr Mamazeit. Aber löst es die dahinterstehende Problematik?


    Ihr beide wollte das WM nicht mehr, jeder hat vor Gericht für sich gekämpft, aber eben nicht für die Kinder. Es war klar, dass es zu einem RM kommen wird, fraglich war eben nur bei welchem Elternteil.


    Wenn deine Kinder nun äußern würden, dass sie statt dem WM komplett zur Mutter wechseln wollen, wie würdest du reagieren? Würdest du sie ziehen lassen? Und wenn nein, warum nicht? Diese Frage könnte aber durchaus auf dich zukommen, wenn du nun das WM wieder einführst und die Kinder dann doch lieber ganz bei der Mutter bleiben möchten. Dann hilft auch nicht der Verweis auf das Urteil, denn darüber hast du dich ja dann bereits hinweggesetzt.

    Das Problem muss anders gelöst werden. Und da setzt es dann ebe nwieder am Anfang an. Die KM kannst du nicht ändern, du kannst nur dein Verhalten und deine Haltung ihr/ihren Handlungen ggü. verändern.


    Nimm den Druck raus. Bewerte weder für dich, noch für die Kinder Was welcehr Etlernteil besonders gut geleistet oder eben nicht geleistet hat. Diskutiere nicht mit ihnen, ob beim WM Mama sie wirklich zu den Therapien oder sonstwohin bringen wird (schon gar nicht mit dem Verweis, dass sie das ja bisher auch nciht auf die Reihe gekriegt hat). Das ist zuviel für ihre kleinen Schultern.


    Entwickle lieber Ideen, wie es in Zukunft eben anders werden kann. Statt gleich den Versuch des WM, versuche doch mal die KM einzubinden. Biete ihr an, dass sie alle 2 Wochen (von mir aus auch alle 4 Wochen) die Therapiefahrten übernimmt und den Nachmittag dann ab Schule bis Abendessen mit dem/den Kindern verbringen kann (eben wenn sie diese auch zu ihren Terminen bringt). Seht und besprecht beim ASD wie das in nächster Zeit funktioniert und schaut schrittweise, wie es weitergehen kann.


    Aber wenn sich nichts ändert, vor allem auch deine Erwartungshaltung, wie die Kinder zu funktionieren haben, dann wirst du in den nächsten Jahren auch diese Kinder verlieren und du riskierst sschon jetzt deine Ehe und damit auch den Kontakt zu deinem jüngsten Kind.


    P.S.: Wenn du deinem Sohn sagst, dass er im Uhrlesen in der Klasse so gut war, weil DU mit ihm so sehr geübt hast, dann wundert es micht nicht, dass er nu ndas 1x1 nicht mit dir üben will oder komplett zumacht.Er möchte, dass du auf ihn stolz bist, weil er in der Schule das so geschafft hat, er möchte nicht hören ,dass er das nur schafft, weil du mit ihm übst. Eichtig ist, er hat das geschafft, der Weg dorthin ist egal. In der Schule hat er sein Erlerntes abrufen können, nicht du bist an der Tafel gestanden ;-)

  • Ratte

    Deine Beiträge sind mir wertvoll. Und ich bin dankbar, dass du, mir noch immer Rückmeldung gibst.

    Aber!

    Nein, es geht mir hier überhaupt nicht darum, herauszustellen, ob ich etwas gut gemacht habe. Ich wollte nur deutlich machen, dass er eine supergute Auffassungsgabe hat, und dass werauchimmerdaswar er mit dessen Hilfe und seinem Einlassendarauf einen tollen Erfolg feiern kann.

    Um den Werauchimmerdaswar ging es mir überhaupt nicht.


    Absprechen tue ich der KM ihre Zuneigung zu den Kindern nicht. Es ist lediglich ihre Priorisierung, die sie u. a. in unseren gemeinsamen Erziehungsberatungs-Gesprächen beim ASD nennt. Dort drehen sich ihre Anliegen ausschließlich um Geld.


    Besten Dank für deine Einschätzung bzgl. des FG.


    Urtica

    Danke dir, ich stimme dir auch zu.

    Mir fällt auf, dass ich in meinem Beitrag nicht stark genug erwähnt habe, dass der Druck auf die Kinder, in Bezug auf Folgen/Gehorchen nicht ursprünglich von mir kommt. Das ist viel mehr meine Frau, die Sorge hat, dass sich unsere süße kleine Tochter diese Verhaltensweisen abschauen und nachmachen wird.

    Ich bin ja nicht nur Vater dieser beiden Kinder, sondern auch unserer gemeinsamen Tochter. Und ich will verhindern, dass meine Frau irgendwann ihre beiden Koffer packt.

    Ach die Liebe hat's so eilig, nur die Feindschaft wird nie langweilig ... (Rio Reiser)

  • Mir fällt auf, dass ich in meinem Beitrag nicht stark genug erwähnt habe, dass der Druck auf die Kinder, in Bezug auf Folgen/Gehorchen nicht ursprünglich von mir kommt. Das ist viel mehr meine Frau, die Sorge hat, dass sich unsere süße kleine Tochter diese Verhaltensweisen abschauen und nachmachen wird.

    Ich bin ja nicht nur Vater dieser beiden Kinder, sondern auch unserer gemeinsamen Tochter. Und ich will verhindern, dass meine Frau irgendwann ihre beiden Koffer packt.

    Hm. Kann ich nachvollziehen. Nur auf der einen Seite möchtest du deine Kinder vor den Unzulänglichkeiten ihrer Mutter schützen, auf der anderen Seite gibst du sie den Anforderungen ihrer Stiefmutter preis.

    Heute ist es das "gehorchen" Was ist es morgen? Wird euer gemeinsames Kind dann auch mit dieser Strenge erzogen, wenn es älter ist? Ich sehe das als ungute Tendenz. Patchwork ist immer schwierig. Nur sobald die ersten Tendenzen da sind die Stiefkinder "wegzubeissen" wird es mehr als schwierig. Dann fühlen sich die Kinder schnell nicht mehr wohl, weil sie sich als Störfaktor erleben oder, wenn manchmal auch nur gefühlt, das andere Kind bevorzugt wird.

  • rainbowfish

    Volle Zustimmung zu deinem Beitrag.

    Und sehr gute Idee, der Mutter zusätzliche Nachmittage anzubieten.

    Aber wie soll ich ihr gegenüber das begründen? Meine Befürchtung wäre, dass sie den Mittwoch Nachmittag mit den Fahrten zur Therapie als "Schwarzen Peter" und nicht als Qualitytime bewertet. Tatsächlich habe ich die Therapietermine mit Absicht auf den gleichen Tag gelegt. So "muss" ich einerseits jeweils eine Stunde auf Kind 1 warten, "darf" aber während dieser Zeit exklusive Zeit mit Kind 2 verbringen. So kommt es, daß der Mittwoch für uns drei ein besonderer Tag geworden ist.

    Ach die Liebe hat's so eilig, nur die Feindschaft wird nie langweilig ... (Rio Reiser)

  • Vollbio du meinst folgen im Sinn von gehorchen, oder?


    Auch wenn du dich nicht bewusst "loben" wolltest, Lies dir den Abschnitt über die Schulleistungen noch einmal durch. Eigentlich reicht der Halbsatz

    Zitat

    und er sieht auch, dass er diesen Erfolg meiner Hilfe UND SEINEM MIR FOLGEN zu verdanken hat.

    Ist da irgendwo ein "Toll hat er das gemacht, er hat sich richtig reingehängt"? Nein, nirgends. Da hätte ich auch keinen Bock mehr, was zu machen, wenn andere für meine Leistungen die Lorbeeren einstreichen wollen.


    Viel von dem, was du beschreibst, würde ich nicht dem geänderten Familienmodell zuschreiben, sondern einem Kind, das groß wird, sich ausprobiert, Grenzen testet und versucht, sich selbst zu finden. Dafür braucht es starke Vorbilder, die Ruhe und ein "Egal was du tust, ich bin dein sicherer Hafen" ausstrahlen. Und zumindest aus dem, woran du uns hier teilhaben lässt, geht das für mich nicht hervor. Da wird eher herumgeeiert, gefühlt alle paar Monate ein neues Modell ausprobiert. Der Junge sucht seinen Platz.

  • :/ können Dir Deine Kinder folgen?

    Ich nehme mal bewusst Deine Wortwahl auf und lasse die Mutter außen vor.


    Können Kinder ihren Eltern folgen, wenn diese sie eigentlich vor sich herschieben?

    Sollten Kinder ihrem Vater folgen, wenn dieser seinen Weg geht?

    Müssten Kinder in der Situation Deiner Kinder nicht alles tun, nur bitte nicht einem Elternteil folgen?

    In der Konsequenz würden sie doch dann stetig hin und her gehen....


    Vielleicht kannst du die KJP mal fragen, welches Verhalten und in welchem Umfang du ertragen musst, damit Deine Kinder emotionalisierter Fuß fassen können und (über-)leben.


    vg von overtherainbow

  • @alle, ihr helft mir, aber darum geht es nicht, ihr helft mit euren Rückmeldungen, mich selbst kritischer zu sehen, und meine Handlungsweisegegenübermeinen beiden zu verbessern. Kritik gefällt mir natürlich nicht auf Anhieb, aber es ist angekommen.

    faith du hast es auf den Punkt gebracht, "Ist da irgendwo ein "Toll hat er das gemacht, er hat sich richtig reingehängt"? Nein, nirgends. "


    Innerlich fühle ich mich schon etwas verzweifelt. Wenn ich meiner Frau gegenüber die Kinder in Schutz nehme, für Verständnis werbe, führt das zu Streit, und das vor den Kindern, was noch blöder ist.

    Ich hatte vor ein paar Tagen ihr gesagt, dass ich verzweifelt bin, über die Blockade meiner beiden Kinder und dass ich den ASD um Hilfe bitten möchte. Ich hatte überlegt, ob nicht eine SPFH eine hilfreiche Lösung wäre, aber da hat sie sofort abgewehrt. Ich fühle mich hier manchmal zwischen allen Stühlen.

    Ach die Liebe hat's so eilig, nur die Feindschaft wird nie langweilig ... (Rio Reiser)

  • Vollbio, ganz ehrlich... wenn ich mir eure Situation zu Hause so in meinem Kopf vorstelle, dann sehe ich eine *möglicherweise* egozentrische KM, die den Kindern schadet - auch wenn die das vielleicht noch nicht erkennen - keine Ahnung, kann ich nicht beurteilen, ich kenne die KM ja nicht. Aber dazu sehe ich einen Helikopterpapa, der beim kleinsten Anzeichen von irgendwas in einem Anfall von Aktionismus anfängt, wild herum zu interpretieren/assoziieren und auf Basis dieser Gedankenkonstrukte dann erzieht und therapiert. Das mag jetzt eine stark überzeichnete Darstellung sein, aber wenn dem auch nur ansatzweise so ist, wundert es mich nicht im geringsten, wenn die Kids da an ihre Grenzen stoßen und rebellieren.


    Versuch es doch bitte mal mehr mit Beobachten + Zuhören und weniger mit Reden. Und nimm um Himmels Willen den Druck raus bei deinen Unterhaltungen mit den Kindern! Welches Kind, egal in welchem Alter, möchte denn bitte regelmäßig die Diskussion "Warum gehorchst du nicht?" führen? Welches Kind setzt sich da auf den Hosenboden und betreibt Psychoanalyse an sich selbst, nachdem ihm gerade Kritik vor die Füße geklatscht wurde, die es nicht mag und mit der es vielleicht emotional auch noch gar nicht richtig umgehen kann? Welches Kind möchte dann auch noch gesagt bekommen "Willst du denn nicht zu den Klassenbesten gehören?", wenn sich das (gerade in Kombi mit "Warum gehorchst du nicht?") vermutlich anfühlt wie "Du bist nicht gut genug für meinen Geschmack"? Selbstverständlich will der Bursche da lieber wieder mehr zur KM... oder zu Freunden... wenn die ihm so was nicht vorsetzen. Und ich vermute mal, dass es den anderen Kids ähnlich geht, wenn du mit denen auch so redest wie mit deinem Sohn. Also schalt doch bitte mal einen Gang runter und konzentrier dich darauf, deinen Kids zu Hause eine entspannte, liebevolle und gemütliche Atmosphäre zu bieten, in der sie einfach machen und Kinder sein dürfen. Diese ständige Psychoanalyse, Diskutiererei und Konzentration auf die Situation mit der KM lässt euch doch offensichtlich alle total auf dem Zahnfleisch gehen und nimmt euch regelrecht die Luft zum Durchatmen. Es wird bald Sommer, die Pandemie ist hoffentlich bald vorbei... macht Pläne für Grillparties, Ausflüge, Urlaub, Parties, Kino,... was auch immer die Kids gern tun würden. Macht's euch schön und lasst das Thema KM doch einfach mal ruhen.

    "No one can make you feel inferior without your consent" Eleanor Roosevelt

  • Druck erzeugt gegen Druck!!!!!

    Dein Kind wird älter, hat seine eigene Meinung , rebelliert wenn ihm was nicht passt oder er was nicht will!
    Und ehrlich das ist gut so! Was meinst du was in der Pubertät auf dich zukommt????!!!!


    Dazu ist Corona, glaubst du das geht spurlos an jemanden vorbei, Kinder dürfen nicht in die Schule, Freunde treffen geht nicht usw

    Dazu ständig das überbieten wer ist der bessere Elternteil?! Das Gerichtsverfahren, neues Geschwisterchen, usw usw und dann ein Vater der jedes Wort auf die Goldwaage legt, unbedingt will das Kind Vorreiter in der Klasse wird - durch sein rein drücken von Uhrzeit, Mathe ... ja er ist klug aber lass doch mal das Kind Kind sein und atmen lassen

    Die meisten Menschen sind so glücklich, wie sie es sich selbst vorgenommen haben.
    Abraham Lincoln

  • Die Kinder werden einfach älter und damit wächst die Gegenwehr - ich mag mir gerade gar nicht vostellen wie das in der Pubertät laufen soll.

    Dazu noch Patchwork - das ist nicht Harmonie pur! Da ist viel Zündstoff drin die nächsten 15-20 Jahre.

    Was meinst du wie lustig das wird, wenn der Bengel dir über den Kopf gewachsen ist und die Haustür knallt - nur weil er den Müll runterbringen sollte?


    Warum fragst du die Kinder ständig nach ihren Gefühlen ? Warum müssen sie sich nach jedem nicht glücklichen Blick/Gedanken mit der Eltern-Situation auseinandersetzen?


    Du willst doch nicht ernsthaft mit deiner Ex das Urteil aufweichen? Wieviele Jahre wollt ihr noch um jede Stunde/Cent streiten?


    Zieh das dochmal durch und versucht Normalität in den Alltag zu bekommen.

    Der Stundenplan in der Schule gilt auch - auch wenn es den Kids ab 9 Uhr besser passen würde und lieber mehr Sport und weniger 2. Fremdsprache -

    das Leben ist kein Ponyhof.


    Gewisse Dinge brauchen Routine und sollten nicht ständig hinterfragt werden - wie sollen sich die Kids an den zustand gewöhnen, wenn er immer wieder diskutiert wird.

  • Mir kam gerade noch ein Gedanke... Du hast in deinem ersten Beitrag hier etwas von deiner Sorge geschrieben, dass es bei der KM keine pädagogisch motivierte Erziehung gebe, sondern ungezügelten Konsum und einen Mangel an Regeln.


    Ich lese da folgendes heraus: Du bist der Ansicht, dass die KM sich primär um sich kümmert (egozentrisch, narzistisch,...?) und mehr Interesse an Geld als an ihren Kindern hat. Diesen von dir empfundenen Mangel an Liebe und Erziehung versuchst du zu kompensieren, indem du zu Hause klare Regeln aufstellst und deren Einhaltung forderst. Du versuchst, klare Strukturen zu schaffen und eine pädagogisch wertvolle Erziehung zu realisieren, damit aus deinen Kindern mal was wird und damit sie im Leben gut zurecht kommen. Richtig?


    Hier der Fehler, den du in meinen Augen dabei machst: Du konzentrierst dich zu sehr auf die Gefahren, die sich durch einen Mangel an Erziehung ergeben können, weil du dich davor verständlicherweise fürchtest. Meiner Meinung nach ist die primäre Aufgabe von Eltern, ihre Kinder zu lieben. Erziehen kommt da erst an zweiter Stelle, weil sich zumindest eine passable Erziehung meistens zwangsläufig aus dem "Kind lieben" ergibt. Überleg mal, was aus einem Kind wird, das sich erzogen, aber nicht geliebt fühlt... und was aus einem Kind wird, dass sich geliebt, aber nicht erzogen fühlt. Was wäre wohl schlimmer?


    Damit will ich nicht sagen, dass du deine Kinder nicht genug liebst. Ich bin im Gegenteil der festen Überzeugung, dass du das tust! Aber kommunizierst du auch täglich Liebe an deine Kinder? Oder kommunizierst du primär Erziehung? D.h. spüren deine Kinder das, was du für sie empfindest, oder spüren sie primär das, was du von ihnen verlangst?

    "No one can make you feel inferior without your consent" Eleanor Roosevelt

  • Vollbio, es ist ihre Mama, sie lieben sie und vermissen sie.


    Da kommt deine Frau einfach nicht ran, egal was sie macht und tut. Ich bin auch Next und die KM meiner Bonusjungs kümmert sich kein Stück. Trotzdem lieben sie ihre Mutter mehr als mich, auch wenn ich quasi die Mutterrolle einnehme seit der eine 2 und der andere 3 Jahre alt ist. Inzwischen sind sie 15 und 14, ihre Mutter lieben sie, trotz das sie nicht da ist.


    Du hast zweimal entschieden mit dieser Frau Kinder zu haben. Du kanntest ihren Charakter, ergo musst du da durch. Und irgendwie kristallisiert sich ganz deutlich bei euch raus, weder Sohn noch Tochter, sehen ihre Mutter so wie du. Für sie ist sie nicht die Katastrophe wie für dich.


    Hör auf mit Ex zu wetteifern und sei konsequent in deiner Erziehung. Ich glaub du lässt viel zu viel durchgehen, aus Angst sie rebellieren.


    Und aus meiner eigenen Erfahrung, nimm nicht nur die Schule als Nonplusultra, unsere 4 Jungs mussten von Anfang an zu Hause mit heran.


    Gerade hat der 14jährige alle Betten frisch bezogen und der 15jährige kocht für uns Mittagessen, ich bin etwas raus, da ich massiv zu lernen habe.


    Du bist ein guter Vater! Du musst nur sicherer werden und akzeptieren das du nie 100% Perfektion erreichen wirst. Das geht einfach nicht. Und auch mal ein Brüller überleben Kinder. 8)

    Es ist besser,
    ein eckiges Etwas zu sein,
    als ein rundes Nichts.

  • Mal so n bisschen aus der Distanz betrachtet: Du rackerst dich ganz schön ab, damit das Familienleben für alle funzt und gut ist, damit deine Frau glücklich ist, damit die Kinder sich gut entwickeln, damit Harmonie wächst - auch mit deiner großen Tochter samt Enkelkind. Du steckst ganz viel Energie in so eine Art "Harmonieoptimierung", scheint mir. Ganz viel Metaebene und Problemwälzung auch mit den Kindern, viel pädagogische Überlegung hier und viel - nicht wirklich für dich verarbeiteter (?) - Brass auf die KM dort.

    Lass mal die Pädagogik weg (sag ich als Pädagogin *g*), lass deine Frau auch mal Verantwortung tragen für euch als Gesamtfamilie, nicht nur für euer gemeinsames Kind - ob diese Beziehung mit Patchwork gut gelingt, liegt nicht nur an dir und deinen Kindern! Bleib beim RM und diskutier das nicht mit deinen Kindern, aber/und nimm ihre Gefühle und Bedürfnisse ernst. Bei der KM läuft es anders, auch das ist so.

    Nimm deine eigenen Bedürfnisse übrigens auch wahr und ernst.

    Deine Kinder haben auch professionelle Hilfe, ne? Hast du auch (außer dem Forum hier) ne externe Stelle, wo es mal nur um dich geht, deine Familiengeschichte(n), deine Sorgen, Verantwortung, Gefühle...?

    Und, ich schließe mich hier einigen an und wiederhole: Lass ma locker! Geht mal Eis essen und macht mal n netten Wanderausflug im Kindertempo oder so was. Und nimm du dir auch mal regelmäßig Zeit nur für dich, einfach zum Nixtun und Nixmüssen.