Wettbewerb der Elternhäuser

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Das AE-Team wünscht euch ein schönes neues fröhliches Jahr 2021 und viel Gesundheit :)
  • Unser WM wurde vor ca. einem halben Jahr vom FG kassiert; seither leben die Kinder im RM bei mir und sind pro 14-Tage-Zeitraum insgesamt 4 Tage bei der KM. Beide Kinder ärgern sich darüber, dass es kein WM mehr gibt, sie wünschen sich das WM zurück. In unserem letzten gemeinsamen Elterngespräch schlug die ASD-Beraterin vor, die Kinder zu sich einzuladen, und mit ihnen dieses Thema zu klären, dass das nicht KM oder KV so entschieden haben, sondern das FG und dass diese Entscheidung nicht zur Disposition steht. Da dieser Termin mitten in der Mamazeit stattfand und ich die Kinder fast 3 Wochen nicht sehe, habe ich heute beim ASD nachgefragt, wie das Gespräch verlaufen ist und wie die Kinder es aufgenommen haben.

    Sie sind nach wie vor mit der Regelung unzufrieden. Die beiden genannten Gründe waren, dass der Papa strenger als die Mama ist und dass sie bei der Mama jeder sein eigenes Tablet haben.

    Zu Anfang unseres RM habe ich vom Sohn gehört, dass er wenn er 12 ist, sein Wunsch vom FG gehört werden wird.

    Für mich wirkt das bedrohlich, denn ich befürchte, dass die KM die Unzufriedenheit der Kinder am köcheln halten wird, damit sie, wenn sie dann 12 sind, die Kinder zu sich umziehen kann.

    Bedrohlich deshalb, weil durch die FG-Regelung eigentlich eine Befriedung/Beruhigung der Situation hätte eintreten sollen; so aber, so ist meine Befürchtung, sind die kommenden 4 1/2 Jahre womöglich davon geprägt, dass die Kinder bei der KM ohne pädagogisch motivierte Erziehung und mit kaum begrenztem Konsum elektronischer Medien aufwachsen.


    Ich muss mir heute schon eingestehen, dass ich meine beiden Kinder nicht ganz stringent und vorbildlich erzogen habe. Immer die Angst, sie könnten sonst lieber zur Mama wollen und wissend, dass sie ohnehin durch uns beide hochkonflikthaften Elternteile schlimm genug belastet wurden und sind, dass ich oft die Fünfe habe gerade sein lassen. Natürlich sehe ich heute das Resultat, wenn es ums Hören, Folgen, Vertrauen geht. Da wünschte ich mir allzuoft, dass ich in der Vergangenheit stringenter gehandelt hätte.


    Aber was mache ich jetzt?

    Beiden Kindern hier auch ihre eigenen Tablets vor die Füße legen, sie ohne Korrektur, ohne Grenzen, einfach machen lassen? Das kann es doch nicht sein.

    Vielleicht spreche ich dieses Thema gerade in unserem nächsten Elterngespräch beim ASD an.

    Aber wie kann ich bei einem 7-/8-/.../12-jährigen Kind das Bewußtsein sich entwickeln lassen, dass die "Kirschen in Mamas Garten" zwar verlockend und kinderleicht zu ernten sind, dass ihr eigener Kirschbaum in ihrem eigenen Garten, auf Dauer aber weit mehr Frucht tragen und sie insgesamt glücklich machen wird. Nur dass dieser, ihr eigener Kirschbaum jetzt erst mal auch Arbeit, Pflege, Mühe und Entbehrung kostet.

    Ach die Liebe hat's so eilig, nur die Feindschaft wird nie langweilig ... (Rio Reiser)

  • Mamas Haus Mamas Regeln, Papas Haus Papas Regeln. Ist bei uns auch so und völlig normal.


    Dass Eltern trotzdem an einem Strang ziehen und nicht statt dessen an den Kindern herum zerren ist schon eine andere Hausnummer. Dazu bedarf es in erster Linie WOLLEN mit der Konsequenz das andere Elternteil als ebenbürtig zu respektieren.


    Jede Woche eine neue Baustelle aufzumachen ist genau die richtige Methode das nicht hinzubekommen. Die Folgen: siehe oben.

  • Mit 12 ticken die Kids ganz anderes und unberechenbar.


    Nimm deinen Fokus von Tablet und Regeln zu Liebe, Geborgenheit und ein offenes Ohr.


    Eine stabiles Beziehung wird wahrscheinlich mehr wiegen wie die Kirschen in Mutters Garten.


    Allerdings kann man es sich in dem Alter auch mit Kleinigkeiten verscherzen.


    Du solltest die nächsten 4 Jahre aber nicht aus Angst handeln. Ob es nur Regeln und Tablet ist, oder doch eine Sehnsucht zur Mutter, die sie nicht benennen können oder mögen.


    Den Ansatz den Kindern das Urteil vom Familiengericht erklären zu wollen, kann ich verstehen-allerdings finde ich das irgendwie auch to much für die Kids und wirft in den Köpfen noch viel mehr Gedanken und Gefühle auf.


    Nutz die Jahre mit den Kids und genieß diese - was mit 12 passiert steht in den Sternen.


    Vielleicht wiegt in dem Alter auch ein cooler Kumpel von gegenüber mehr als die versorgenden Elternteile- oder die bessere Buslinie in die Stadt.

  • Wenn die Kids irgendwann zur Mutter ziehen wollen, wirst Du ihre Entscheidung nicht ändern können. Das Thema wird wohl in der Hochzeit der Pubertät immer mal wieder aufploppen...


    Was Du aber bis dahin getan haben kannst, eine vernünftige Grundlage schaffen, Werte vermitteln, da sein und verlässlich sein.

    Genießt das Hier und Jetzt gemeinsam. Die Zukunft kennen wir nicht, und das ist auch gut so.

    :sonneWenn's nicht regnen würde, würden wir gar nicht merken, wenn die Sonne scheint! :sonne

  • Du kannst nur das vermitteln was dir selbst wichtig ist.
    Sei für die Kinder da, nimm sie so an wie sie gerade sind und das mit ganzen Herzen. Schaff Euch schöne gemeinsame Rituale und Erlebnisse und damit Erinnerungen. Das bleibt im Herzen.
    Das Tablett ist bald Müll.

  • Ich glaube nicht mal, dass viele Freiheiten und keine Regeln zwingend dazu führen, dass ein Kind dort lieber ist.

    Regeln und Strukturen geben Sicherheit. Auch wenn es für die Kinder eine Zeit lang spannend sein wird, über sich selbst bestimmen zu können, kann ich mir vorstellen, dass es sie langfristig überfordert und sie sich auch damit nicht wohlfühlen.

    Letztlich können Regeln und Strukturen den Kindern auch vermitteln, dass man sich um sie kümmert. Das sie gesehen und geliebt werden. Wichtig ist da neben den ganzen Regeln und Strukturen aber natürlich auch, dass man den Kindern auch zeigt, dass man sie liebt und respektiert und auf Augenhöhe ist. (Womit ich jetzt nicht sagen will, dass du das nicht tust. Das kann ich gar nicht beurteilen.)


    Letztlich kannst du das Verhalten der Mutter nicht verändern. Du kannst aber für dich schauen, dass du der bestmögliche Vater bist, der du sein kannst. Und auch wenn die Kinder dann irgendwann mal entscheiden sollten, dass sie lieber zur Mutter wollen, heißt das nicht, dass du versagt hast. Es ist ja auch kein Wettbewerb, wer der bessere ET ist. Mach du für dich und deine Kinder das Beste aus der Situation. Zeig ihnen, dass du sie liebst und hilf ihnen, starke, selbstbewusste und glückliche Persönlichkeiten zu werden.

  • Vollbio, Dein Bedürfnis, alles möglichst bis ins kleinste planen und kontrollieren zu wollen, um zu verhindern, dass eintritt, was Du nicht nochmal ertragen möchtest, kann ich nachvollziehen. Funktioniert aber nicht.

    Wie hier jetzt schon mehrfach geschrieben wurde - mach bitte keinen Wettstreit daraus, sondern sei der bestmögliche Vater, der Du sein kannst. Ohne den Anspruch, irgendwie mit der Mutter gleichziehen oder sie toppen zu müssen.


    Mich wundert dieses "Papa ist strenger als Mama" ein bisschen, in Anbetracht der früheren Schläge-Vorwürfe. Ist das ganz vom Tisch? Das wäre ja mal etwas Gutes...

    LG
    CoCo



    Halt mich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht, und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt.


    ~ Khalil Gibran ~





  • Denke auch - man sollte keinen Wettbewerb darauf machen und sicherlich nicht Tablet´s & Co kaufen damit die Kinder bei Dir zufriedener sind - dann fehlt ihnen was anderes.

    Du bist eben der Papa und die Mama ist auf der anderen Seite.

    Deine Kinder waren es so gewohnt und tun sich schwer die Situation so zu verstehen.

    Es ist ja auch ständig irgendwas bei Euch los.

    Vielleicht verstehst du jetzt - Kinder brauchen beide Elternteile, beide machen Fehler, beide haben ihre Sichtweisen - aber genau das brauchen Kinder, perfekte Eltern gibt es nicht - und jedes Elternteil denkt er macht es richtig.

    Die meisten Menschen sind so glücklich, wie sie es sich selbst vorgenommen haben.
    Abraham Lincoln

  • Gestern kam es zu einer Eskalation, die ICH so interpretiere, dass sie in diesen Gesprächsfaden gehört, dass sie Ausdruck des von der KM weiter am Köcheln gehaltenen Konflikts ist. Ihr Hass auf mich lässt de Kinder nicht zur Ruhe kommen.


    Begonnen hat das Ganze damit, dass ich dem Sohns sagte, dass er etwas tun sollte und er tat es nicht. Ich setzte mich zu ihm, in Ruhe und fragte ihn, was los sei, warum er nicht folgt.

    Schweigen.

    Ich blieb lange bei ihm sitzen, ich hoffte, dass er irgendwann einmal sein Schweigen aufgibt, den Mund aufmacht und erzählt, was ihn ärgert/ hindert/ bedrückt.

    Nichts kam, weiter Schweigen.


    Jetzt kommt sicher wahrscheinlich mein Fehler, ich habe ihm gesagt, dass ich es nicht akzeptieren kann, dass er weder folgt, noch sagt, weshalb er nicht folgt. Ich sagte ihm, dass ich mir zumindest wünsche, von ihm zu hören, weshalb er sich weigert seinen Auftrag auszuführen.


    Nach sehr langem Schweigen habe ich dann zu ihm gesagt, dass es so nicht geht. Er kann sich hier in der Familie nicht nur darum kümmern, dass seine Wünsche erfüllt werden. Ich erwarte, dass er die Wünsche anderer, in dem Fall meinen Wunsch, seinen Auftrag auszuführen, alternativ, seine Hindernisse zu benennen, ebenfalls ernst nimmt.


    Nachdem auch das nichts brachte, sprach ich zum Abschluss aus, dass, wenn er sich so beharrlich weigert, wir dann am Abend nicht seine Lieblingssendung hören werden.


    Am Nachmittag war ich mit allen 3 Kindern draußen, wir hatten Spaß, wobei meine beiden Älteren immer wieder zwischen Wetteifern/Beleidigtsein und Zusammenspielen hin- und herswitchten. Plötzlich poppte der Alarm an meinem Handy auf, in 10 Minuten beginnt die Lieblingssendung, worauf der Sohn sofort nach Hause wollte. Ich sagte ihm, dass es heute die Sendung nicht gibt, das hatte ich ihm Vormittags schon gesagt gehabt. Darauf ist er einfach abgehauen, nach Hause gefahren und hat sich vors Radio gesetzt und die Sendung gehört. Als ich dann schließlich mit meinen beiden Töchtern zu Hause war, schaltete ich das Radio aus und begann das Essen aufzutragen, während er beleidigt hoch in sein Zimmer stapfte.


    Seine Schwester ging dann, als alles vorbereitet war zu ihm, sagte, dass wir jetzt essen, und sie kam zurück mit der Meldung, dass er nicht mit isst. Wir fingen an zu essen, und wenig später kam er runter, setzte sich zu uns an den Tisch und begann zu essen. Die Anspannung war trotzdem für alle zu spüren, für fast alle, unsere Kleine war fröhlich wie immer. Ich sagte etwas nichts Bedeutendes, eher Belangloses, um die Anspannung zu brechen worauf der Sohn zu mir sagte, "Halt den Mund ".


    Das veränderte die Situation. Meine Frau duldete das nicht, verlangte von ihm eine Entschuldigung. Ich wollte der Sache nicht so viel Aufmerksamkeit geben, sagte, dass das nicht geht, aber dass wir jetzt weiter essen und uns nicht am Tisch zanken. Ich versuchte meine Frau dann in Englisch zu besänftigen und gleichzeitig vor allem seiner Schwester die Sorge zu nehmen, dass jetzt gleich etwas Schlimmes passieren könnte.


    Am Ende verzog sich der Sohn nach dem Essen in den Garten. Seine Schwester folgte ihm ein paar Minuten später - kam aber gleich drauf wieder rein, weil er ihr verboten hatte, in den Garten zu kommen. Ich ermutigte sie, trotzdem rauszugehen, wenn sie Lust drauf hat, aber sie hatte Angst, dass er sie schlagen würde. Endlich ging sie doch nochmal raus, und tatsächlich fuchtelte er mit einem Brett rum, so, dass wir alle sehen mussten, wie er sie bedrohte.


    Darauf bin ich raus, habe klargestellt, dass er niemanden zu bedrohen hat, und auch dass ich es nicht zulasse, dass jemand meine Tochter bedroht. Ich packte ihn, entgegen seiner Gegenwehr rein ins Haus, und schickte ihn hoch in sein Zimmer mit den Worten, dass er sich schämen sollte.


    Dann kam das Zubettgehritual, beginnend mit der Zahnpflege. Ich sprach ihn in seinem Zimmer an, wenn er möchte, dass ich seine Zähne putze, dass er dann jetzt kommen muss. Knurrend ging das. Dann, wenn er mit Vorgelesen haben möchte, dass er sich erst fertigmachen müsste, nochmal murrend ging auch das. Am Ende lagen wir, meine 3 Kinder und ich auf dem Bett, er ganz eng an mich geschmiegt, und haben mit einigen Gutenachtgeschichten den Tag doch noch harmonisch zum Abschluss gebracht.


    Warum schreibe ich diese lange Geschichte hier auf?

    Es ist mitten in der Nacht. Es belastet mich zu spüren, dass der Junge mir nicht mehr vertraut ist. Wie ein Bruch in unserer Beziehung eingetreten scheint. Und ich hatte diesen Beitrag damit begonnen, dass ich diesen Bruch ursächlich darauf zurückführe, dass die Kinder, weiterhin in der Zerrissenheit gehalten werden von der Mutter.


    Wir hatten vor einer Woche ein gemeinsames Gespräch beim ASD. Unter anderem berichtete de JA-Dame von ihrem Gespräch mit den Kindern. Von den Gründen, weshalb sie gerne das WM wieder hätten. Für mich neu war, dass der Sohn das auch deshalb wünschte, weil er, wenn er bei der Mama ist, bei anderen Kindern schlafen darf.


    Deshalb fragte ich den Jungen, warum er mir das nicht sagte, dass er gerne auch mal woanders übernachten möchte. Dass ich ihm das doch erlauben würde. Er nannte mir dann sofort seinen besten Kumpel aus der Klasse, und ich ermutigte ihn, mit ihm was auszumachen. Im Chat nach der Unterrichtsstunde geht das ja problemlos. Bis heute hat er nichts dahingehend gemacht.

    Also, was ist es jetzt? Will er gerne auswärts übernachten oder will er Gründe haben, warum er das WM wiederhaben möchte(n soll)?

    Ach die Liebe hat's so eilig, nur die Feindschaft wird nie langweilig ... (Rio Reiser)

  • Mir ist noch nicht klar, warum der beschriebene Konflikt etwas mit der KM zu tun haben soll.

    Grundsätzlich finde ich es nicht ungewöhnlich, dass ein Kind sich auch mal widersetzt und nicht das tut, was es soll. Auch, dass er nicht über die Gründe sprechen möchte, würde ich jetzt nicht zu hoch hängen.

    Vielleicht hatte er einfach nur einen schlechten Tag.

  • Für mich hat das nichts mit Konkurenz der Elternhäuser zu tun.

    Ein ganz normaler Streit zwischen Papa und einem bockigem Sohn.


    Deshalb fragte ich den Jungen, warum er mir das nicht sagte, dass er gerne auch mal woanders übernachten möchte. Dass ich ihm das doch erlauben würde. Er nannte mir dann sofort seinen besten Kumpel aus der Klasse, und ich ermutigte ihn, mit ihm was auszumachen. Im Chat nach der Unterrichtsstunde geht das ja problemlos. Bis heute hat er nichts dahingehend gemacht.

    Also, was ist es jetzt? Will er gerne auswärts übernachten oder will er Gründe haben, warum er das WM wiederhaben möchte(n soll)?

    Gib ihm vielleicht mehr Zeit etwas auszumachen...wir haben Corona, da ist Übernachten vielleicht schwierig.

    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Vollbio, kann nur zustimmen - was hat die Mutter denn damit zu tun?

    Dein Kind hat seinen eigenen Willen und es gibt gute und nicht so gute Tage ... hat das Verbot die Lieblingssendung irgendwas mit der Angelegenheit zu tun? Nur weil er es nicht sagen will was los ist?! Das Kind sollte begreifen warum das Verbot erfolgt ist aber diese beiden Dinge haben doch nichts damit zu tun.

    In der Pubertät kannst Du täglich mehr solche Anfragen hier stellen, da ist es ganz normal das die Kids nicht kooperativ sind - das gehört zum groß werden dazu - aber hat nichts mit der "bösen" Mama zu tun.


    Dazu kommt es ist seit einem Jahr Corona ... für ALLE ist das nicht leicht, wie auch?!

    vielleicht solltest Du anfangen nicht alles auf die Goldwaage zu legen was gesagt getan und gemacht wird ... das ist das Leben einfach

    Die meisten Menschen sind so glücklich, wie sie es sich selbst vorgenommen haben.
    Abraham Lincoln

  • Claudi123 , TinaG , Lena_1977 , SilentGwen , Emma21

    Euch zu allererst meinen Dank, jetzt keine Gegenrede sondern nur einige zusätzliche Gedanken.

    Ich kann nicht sagen, dass ein direkter Zusammenhang zwischen einer gewissen Entfremdung der Kinder und dem im Januar 2020 von der KM gestarteten Verfahren besteht.

    Aber genau in dieser Zeit begann diese Distanz der Kinder.

    Mir fällt es besonders krass auf, wenn ich Videos betrachte. Meine relatv unbeschwerten Kinder von vor dem Verfahren und vor Corona verglichen mit heute, sind nur noch , meist auch nur in besonderer Umgebung, z. B. bei Wanderungen wieder voll die Alten. Aber im normalen Alltag, haben sie sich spürbar verschlossen, überlegen sich manchmal fast jedes Wort, das sie sagen. Der Junge zieht sich ganz häufig in sein Zimmer zurück, spielt Duplo und Schleichtiere.

    Und letzte Nacht war nicht meine erste Schlaflose, in der ich mich hin und her wälzte, weil ein mich verstörendes Verhalten meiner Kinder mich beunruhigte. Nur letzte Nacht habe ich das hierher getragen, weil ich mit jemandem darüber sprechen muss - und mit meiner Frau, als Mitglied der Familie und selbst Akteurin und Betroffene, nur begrenzt einen offenen Austausch über "Meine Kinder - unsere Tochter" fhren kann.

    Dass ich hier anscheinend der einzige bin, der immer wieder Probleme hat und hierher trägt, macht mich natürlich auch selbst nachdenklich. Aber was wäre denn die Alternative?

    Ach die Liebe hat's so eilig, nur die Feindschaft wird nie langweilig ... (Rio Reiser)

  • Naja... ich kann den Sohn verstehen, wer will denn ständig zwei jüngere Schwestern um sich haben???


    Ich hab mir früher oft vorgestellt wie ich eins meiner Geschwister an die Wand nagele, um einfach mal Ruhe zu haben. :saint::saint::saint:

    Es ist besser,
    ein eckiges Etwas zu sein,
    als ein rundes Nichts.

  • Das kommt mit der zeit auch so - das man als Kind seine Ruhe haben will - was sitzt meine mittlerweile in ihrem Zimmer und will ihre Ruhe haben.

    Vielleicht sollte man auch nicht in jedes Verhalten/Art was rein interpretieren, wo vielleicht gar nichts dahinter steckt außer mal seine Ruhe haben wollen.

    Will ich auch mal haben - Du nicht?!

    Die meisten Menschen sind so glücklich, wie sie es sich selbst vorgenommen haben.
    Abraham Lincoln

  • Das der Sohn nicht macht was du möchtest ist normal.
    Und das er nicht sprechen möchte auch und je länger du neben ihm sitzt und drängst umso mehr macht er zu. Vielleicht kannst du nächstes mal die Hand reichen und anbieten, dass er später erzählen kann, kann nicht muss. Nicht bestrafen, dass er etwas nicht mit dir teilen will oder kann. Einfach da sein. Das heißt nicht neben ihm sitzen bleiben, ansprechbar sein.



    Davon abgesehen, bist Du sicher nicht der einzige der Probleme hat und diese hier bespricht.

  • Wir hatten vor einer Woche ein gemeinsames Gespräch beim ASD. Unter anderem berichtete de JA-Dame von ihrem Gespräch mit den Kindern. Von den Gründen, weshalb sie gerne das WM wieder hätten. Für mich neu war, dass der Sohn das auch deshalb wünschte, weil er, wenn er bei der Mama ist, bei anderen Kindern schlafen darf.


    Deshalb fragte ich den Jungen, warum er mir das nicht sagte, dass er gerne auch mal woanders übernachten möchte.

    Hältst Du das für zuträglich, den Kindern zu vermitteln, dass alles, was sie bei JA-Gesprächen sagen, 1:1 an Euch weitergetragen wird? Anstatt mit einem Vorwurf (warum sagst Du nicht...) auf Deinen Sohn zuzugehen, hättest Du auch ein bisschen warten können und dann mal in ein Gespräch einfließen lassen, ob er nicht mal bei einem Freund übernachten möchte, oder so ähnlich.


    Und klar, ist das jetzt wegen Corona alles schwieriger. Und das geht an den Kindern auch nicht völlig spurlos vorüber.

    LG
    CoCo



    Halt mich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht, und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt.


    ~ Khalil Gibran ~





  • Ich finde es problematisch, dass du immer erst einmal den Fehler bei der KM suchst. Die Kinder sind doch die meiste Zeit bei dir.

    Die Kinder haben viel mitgemacht. Corona und die Schulschließungen, die Verminderung sozialer Kontakte, dass macht was mit den Kindern.

    Ein Gerichtsverfahren und eine Änderung der Wohnsituation -in eurem Fall von WM zu RM- auch das geht nicht spurlos an den Kindern vorbei.

    Vielleicht hattest du die Erwartungshaltung, dass alles gut wird, wenn das WM abgeschafft ist und wurdest nun möglicherweise enttäuscht, weil es weiterhin nicht problemlos läuft.

    Du könntest den Konflikt nochmal für dich durchgehen und überlegen, an welchen Stellen du anders hättest handeln können. War es bspw. nötig, dass dein Sohn auf dem Spielplatz durch ein Handysignal an die Sendung erinnert wird, die er nicht hören darf? Hätte man den Konflikt von vornherein vermeiden können, indem man mit dem Sohn eine spätere Ausführung der Aufgabe vereinbart? Ist dieser Konflikt tatsächlich so gravierend, dass er so lange nachhallt, oder kann man es einfach "Schwamm drüber" legen und das Thema abhaken?