Beiträge von musicafides

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    ich muss feststellen, ich bin immer noch am verteidigen

    Das sehe ich auch so. Du schreibst und schreibst und schreibst mit dem Bedürfnis, Dich anderen gegenüber zu verteidigen - nur warum eigentlich? Was bringt Dir das, was bringt anderen das, was bringt das vor allem auch Deinen Kindern und Deiner Familie? Ganz ehrlich: wenn ich gerade in einer Situation wäre, wo mir meine Familie auseinanderfällt, würde ich mich auf ganz andere Dinge konzentrieren, als hier (nach meiner Auffassung: zu viel) zu schreiben.


    Warum nicht einfach das mitnehmen, was Dir nützlich erscheint - und das, was Du nicht hilfreich oder nützlich findest, zur Kenntnis nehmen? Ich verstehe ja (und kenne das von mir selbst), dass man in schwierigen Zeiten das Bedürfnis hat, sich Rat zu holen, aber ein Forum wie dieses kann, will und soll kein Ersatz sein für die dringende Hilfe, die Du selbst benötigst, um Deine unguten Verhaltensmuster zu überwinden, in denen Du geradezu gefangen scheinst und mit denen Du Deinen Kindern, Deiner Frau und Dir selbst schadest.

    Ich habe für Anfang August auch einen Notarstermin vereinbart, damit wir entweder einen Ehevertrag oder ein Wohnrecht für mich im Haus, oder evtl. mein Nutz- und Nießbrauchrecht für das Haus ins Grundbuch eintragen lassen.

    Ganz ehrlich: warum sollte sich Deine Noch-Frau jetzt noch auf so etwas wie einen Ehevertrag einlassen? Mir fällt kein Grund dazu ein, gerade wenn es für Euch - und danch sieht es ja nun aus, wie Du ja auch einräumst - keine gemeinsame Zukunft mehr gibt. Was ist, wenn Deine Noch.Frau nicht nur einen eigenen Willen hat, sondern sich auch noch traut, dafür einzutreten?

    einen deutlichen Verdacht, den zwingend ein Fachmann verifizieren und therapieren müsste.

    dazu gehört aber die Einsicht, tatsächlich HIlfe zu benötigen und sich professionell Hilfe zu holen. Sonst bleibt es beim Schönreden und Glorifizieren.

    Und ich möchte eine solche Partnerschaft auf (vermeintlicher) Augenhöhe (ich würde es eher Gleichgültigkeit nennen)

    Das ist eine ganz andere Auffassung von "Augenhöhe", als ich sie habe. Sie ist, so habe ich den Eindruck, geprägt von Deinen eigenen Erfahrungen - und daher ein sehr spezielles Verständnis. Für mich hat Augenhöhe sehr viel zu tun mit gegenseitigem Respekt, gegenseitiger Anteilnahme und ja, Interesse am Gegenüber - was ihn als Mensch ausmacht und - gegenseitiger Annahme.


    Mein Eindruck: Deine Erfahrungen aus der eigenen Vergangenheit, gepaart mit dem Drang, das rational zu erfassen (an sich nicht schlecht, aber die Gedanken scheinen sich im Kreis zu drehen) führen dazu, dass Du Dir selbst im Weg stehst. Ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber das klingt für mich nach einem sehr belasteten Leben. Da würde ich Dir viel mehr Leichtigkeit und Optimismus wünschen, als ich das gerade von Dir wahrnehme.


    Ob da wirklich "alles gut" ist?

    aber möchte man einen Partner, der sich "eigentlich" trennen will, der kommt und geht wann er oder sie will

    Ich wohl eher nicht. Aber dann sollte man auch konsequent sein und einen Schlussstrich ziehen oder zumindest versuchen, herauszufinden, was man eigentlich will. Wenn man an der Ehe oder Partnerschaft festhalten möchte, dann muss man sich auch etwas Mühe geben, um für gute Stimmung zu sorgen.

    Naja, ich habe mir schon erlaubt zu fragen ob ihre Verabredung nicht so geklappt hat, warum sie heute schon hier ist.

    Merkst Du etwas? Statt Dich über sie oder mit ihr zu freuen, schon wieder eine Frage mit negativem Hintergrund. Da würde ich mich dann auch fragen, ob mein Partner der richtige für mich ist, wenn unterschwellig Vorwürfe, Argwohn oder negative Ausstrahlung im Vordergrund stehen.


    Aber natürlich mögen ganz andere Gründe eine Rolle gespielt haben für ihre Reaktion. Das mag ich nicht ausschließen.

    Heutzutage (oder in meinem "Alter"?) ist es extrem wichtig, auf den eigenen Beinen zu stehen

    Das ist für mich keine Frage des Alters, sondern eine der Emanzipation, und der (persönlichen) Freiheit. Wenn ich in der Lage bin, alleine zu leben, dann "brauche" ich keinen Partner, um zu (über)leben. Und das sind nach meiner Überzeugung die besten Voraussetzungen für eine Partnerschaft auf Augenhöhe.

    Aber ich denke, es wäre ihr auch möglich gewesen, konstruktiver mit unserer Beziehung umzugehen

    Das kannst Du ja gerne denken, aber vielleicht fängst Du besser erst einmal bei Dir an, zu sehen, was Du hättest anders, besser machen können? Manchmal habe ich den Eindruck, dass Du vor allem den Splitter im Auge der Frau siehst, aber nicht den Balken in Deinem eigenen. Vielleicht erinnerst Du Dich - wenn Du mal die ganzen von Dir begonnenen Threads hier Revue passieren lässt - an die vielen Hinweise, welche Du von wohlmeinenden anderen Usern hier bekommen hast, die Du nach eigener Aussage auch als hilfreich empfunden hast. Hat das irgendeine substanzielle Auswirkung auf Dein Verhalten gehabt? Das wirst du am besten wissen. Ich habe den Eindruck: nein.

    über ein Lob hätte sie sich von dir bestimmt total gefreut.

    Vollbio : kann es sein, dass Dir ein Danke, ein Ausdruck der Wertschätzung manchmal schwer über die Lippen kommt? Dass Du eher das siehst, was aus Deiner Sicht nicht gut ist? Dass Deine Frau sich von Dir einfach nicht gesehen, nicht wahrgenommen fühlt - und zwar als Partnerin?

    Nein, schön ist das nicht, und ich verstehe das Gefühl, so irgendwie (aus Deiner Sicht) ersetzt zu werden. Als wäre man ein Gegenstand, welcher eben mal ausgetauscht wird, weil er kaputtgegangen ist.


    Für Deine Tochter ist es vielleicht "ihre" Normalität. Es ist einfach so, wie es ist. Du wirst das Verhalten Deiner Ex nicht ändern können, auch wenn es Dir gehörig gegen den Strich geht.


    Du mußt die Ex nicht mögen, und auch ihre Next nicht. Schwierig würde es dann, wenn Deine Tochter sich da nicht wohl fühlt. Das Beste, was Du Deiner Tochter tun kannst, ist, ihr eine gute Mutter zu sein. Und dazu gehört auch, die Ex in allen Belangen loszulassen, auch was die Gestaltung ihrer Partnerschaften angeht. Vielleicht kann sie einfach nicht alleine sein? Ihr Problem, wie eigentlich fast alles andere auch. Jeder Gedanke ist vermutlich einer zuviel. Das ist es nicht (mehr) wert.

    Ich frage mich nur ob ich den Kinder es irgendwann mal erzählen soll was ihr Vater gemacht hat.

    Ich würde es ihnen schon erzählen ... Du kennst Deine Kinder gut genug, um abschätzen zu können, wie sie das aufnehmen werden. Ich bin sicher, Du wirst die richtigen Worte dafür finden. Nur Mut! Wenn es Dir hilft, kannst Du ja jemanden Deines Vertrauens hinzuziehen, den auch die Kinder gut kennen.

    Besser fände ich ein Forum für Gleichgesinnte. Also solche, die das gleiche Hobby oder Gesinnung haben. Alleinerziehend zu sein würde ich persönlich eher nicht zu meinen Hobbies zählen. Für eine Gesinnung halte ich es aber auch nicht

    kann mich nur glücklich schätzen, dass er mich liebt und das mitmacht.

    es ist aber schön, dass Du das so siehst und wahrnimmst ... und schön, dass er so für Dich da ist. Andererseits gut, dass Du Dir selbst Hilfe suchst. Vielleicht stärken Euch ja diese schwierigen Zeiten.


    Ich wünsche Dir ganz viel Achtsamkeit mit Dir selbst.

    Der Depriausbruch deckt sich mit Wechseljahren und bei meiner Prädisposition ist die hormonelle Schieflage dafür verantwortlich.

    Das klingt nachvollziehbar. Dann hoffe ich mal, dass es auch so funktioniert, wie von Dir erhofft. Daumen sind gedrückt!

    Aber das muss ja die Software erstmal hergeben und das glaube ich eher nicht...

    Eher keine Glaubensfrage, sondern sicher problemlos festzustellen, ob die Forensoftware dazu in der Lage ist. Wäre ja sicher nicht der erste Thread, welcher mit der Zeit recht lang wird. Und wenn das so nicht funktioniert, kann man ja Alternativen ausprobieren. Einen Thread zu schließen und beim neuen Thread einen Permalink einzufügen ist immer manueller Aufwand. Ich würde in jedem Fall versuchen, die Dinge soweit wie möglich zu automatisieren.

    Einfacher wäre es vielleicht sie zu schließen und dann einen Neuen Thread mit z.B. "Dinge, die gut sind..... Vol.2" zu starten

    Ja, das stimmt. Allerdings hätten wir dann ganz fix ungefähr 50 Threads bei den Dingen, die gut sind. Oder anderen Dauerthreads.