Beiträge von Urtica

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    Homöopathie hat nix mit Phytomedizin zu tun, Homöopathie ist wie beten und dran glauben, isso. Da hilft mein Baldriantee besser, da sind nämlich dann noch Wirkstoffe drin. Was Pflanzliches kann übrigens auch ne Keule sein, und ich preise die Möglichkeit, L-Thyroxin chemisch herstellen zu können.

    Und von meiner Ärztin fühle ich mich schlicht nicht wirklich ernstgenommen.


    Ich kümmere mich um K1 und die Orga seiner stationären Behandlung, während ich krankgeschrieben bin, so sieht es gerade aus.

    Jedes Telefonat strengt mich an. Ja, K2 ist versorgt, aber meine Ruhe ist weg.


    Mir fehlt hier gerade noch, dass du sagst, ich solle mich mal nicht so haben. Sorry, ohne hörbare Betonung ist Lesen oft missverständlich.


    Ich verspreche mir von einer Kur, die ich noch nie hatte btw, eine echte Auszeit vom Alltag plus professionelle Unterstützung plus Austausch mit Anderen. Echte Auszeit heißt halt genau das, was du auch beschreibst - ohne die Alltagsverantwortlichkeiten. Geht auch ohne Schwimmen, ich bin eher 'Frau Wanderschuh'.

    (Am allerliebsten hätt ich ne Mutter-Kur, ganz allein, aber das ist nicht zu bewerkstelligen mit K2.)


    Und meine Selbstfürsorge ist im Arsch, ja, ich habe aber auch einfach mal das Bedürfnis nach Loslassen und Durchhängen dürfen.

    Meistens will ich zu viel zu schnell und will alles unter Kontrolle haben, und ich frag selten um Hilfe, und vielleicht erwarte ich dann zu viel, WENN ich mal frage. Wir werden sehen.
    Irgendwie mal gedanklich abschalten kann ich wahrscheinlich erst, wenn ich die 1200 km mit Kind zur Klinik und zurück hinter mir hab.

    Bei der Beantragung einer Kur ist das Müttergenesungswerk sehr hilfreich.

    Da wäre dann auch der ein oder andere Hinweis für deine Ärztin. Ganz klar formuliert wird auch, dass bei Mutter-Kind-Kuren ambulant nicht vor stationär gilt.

    Vielleicht magst du dich dort mal durchklicken, tut auch der Seele gut zu erkennen, dass "Durchhalten" keine Option ist und auch nicht nötig ist.

    Da hab ich schon geschaut, ja. Deshalb hab ich mich auch so geärgert über das wenig aktive Helfen der Ärztin. Aber gut, meine Grundfunktionen sind ja noch da, weshalb sollte sie also mir zugestehen, was sie selbst nicht kriegt? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt:saint:

    Ja, gemein.


    Nächste Woche kann K1 in die weit entfernte Klinik, da muss (böses Wort...) ich dann fahren wg. der Papiere und weil der KV1 sich darauf zurückzieht, dass er keinen Urlaubstag beantragen könne.

    Gut, ich stell mich dann mal drauf ein, dass ich K2 greinend auf dem Rücksitz mitschleppe, weil KV2 in Quarantäne ist, und übe mich im gewohnten Zweckoptimismus.


    Jaja, Frau Urtica, denken Sie an Ihre Großmütter im Krieg und danach und wie gut Sie es heute haben, gell? Und dann halten Sie gefälligst aufopferungsvoll durch für Ihre Kinder


    Die deutsche Mutter soll übrigens nur wegen der Kinder gesund sein, nicht um ihrer selbst Willen - dass das Bild ziemlich tief sitzt in unserer Gesellschaft, leider immer noch, merk ich immer an diesen beiläufigen Sätzen relativ Unbeteiligter : "Ja, wichtig, dass du wieder zurechtkommst, wegen der Kinder." "Ist ja auch alles viel, v.a. für die Kinder."

    Ich glaube tatsächlich, dass das auch ein Anerkennungsproblem ist, aber das ist wieder n anderes Thema...

    Ah, ja, Hypothyreose hab ich auch, da fahr ich auch gerade unter "Vollmast-Takelung" auf 150 mygramm, so hoch war das noch nie.

    Bin Angestellte, hab sogar schon bei meiner KV nachgeguckt, die brauchen nur ne Verordnung ohne Antrag.


    Ich ärger mich, weil ich wegen Wohnortwechsel vor nem Jahr die Ärztin gewechselt habe, dass es jetzt fußläufig ist. Ich mach mir n 2. Termin und red nochmal ausführlich, ich merke, dass mit der Krankschreibung die Belastungserschöpfung gerade voll durchbricht, da geht nur das, was halt unbedingt muss: Einkauf, Kind zur Kita und zurück, Minimalreinigung Haushalt und Mensch ;-), Nahrungsaufnahme. Schon ein Telefonat und die Orga für die Klinik von K1 stressen mich.

    Zz. kann sich auch tatsächlich keiner ums K2 kümmern außer der Kita und mir, weil der KV in Quarantäne ist für 2 Wochen. Hätte in n Partner, würde ich wahrscheinlich nix mehr gebacken kriegen, weil ich nicht unbedingt müsste.


    So! Auf in den Abendwahnsinn!

    Ich muss hier mal motzen und 'ranten', irgendwie werde ich das Problem auch lösen:

    Ich bin gut 2 Wochen 'arbeitsunfähig' mit der üblichen Anpassungsstörung, soweit so gut und hilfreich und nötig. Meine Schilderung meiner Lage, meiner Symptome und Schwierigkeiten hat meine Ärztin aufgenommen. Meine Bitte/Idee, dass mir eine (MuKi)Kur als Auszeit plus Therapie guttun und helfen könne, hat sie, so hab ich das wahrgenommen, ignoriert. Hat mir aber ein Beruhigungsmittel vorgeschlagen, das homöopathisch ist (wusste ich nicht, hab ich jetzt mal gegoogelt). Ich bin sarkastisch begeistert und fassungslos! Ich hab n Burnout und meine Ärztin empfiehlt mir frei verkäufliche Unwirksamkeit (Das diskutier ich hier nicht, das ist ne wissenschaftliche Tatsache, dass Homöopathie nicht über Placeboeffekt hinaus wirkt, ich glaube weder an Gebete noch an Neur*xan).


    Sarkasmus an: Da war ich wieder zu gefasst und zu rational und zu lösungsorientiert als Patientin, hab ich wieder nicht geheult und geschrien, sondern nur gesagt, dass ich das zu Hause täte und wieso ich es täte. (Sarkasmus ist meine Schwimmhilfe.)


    Sehr geil, ich hab keine Kraft mehr, kann aber jetzt noch mit meiner Hausärztin kämpfen, dass ich zumindest nach P. 24 i.V.m. P. 23 Abs. 1 SGB V mal ne Verordnung bekomme? Was soll das? Um mich rum kriegen ständig Leute MuKiKuren oder Reha mit Begleitkind etc. und ja, die können auch noch aufrecht stehen. Da werd ich echt neidisch bis unfair sauer und frag mich, was ich im Guten oder Bösen anstellen muss, dass mir mal jemand sagt: Hier, bitte sehr, Hilfe für dich! Brauchste, gell!


    Das ist wahrscheinlich der Preis dafür, immer noch irgendwie aufstehen zu können - weil das so tief verankert ist, dieses "Durchhalten", hat ja auch sein Gutes, aber macht halt keinen so hilfsbedürftigen Eindruck vermutlich...


    Seufz, musste das nur mal aufschreiben. Und vielleicht schreib ich das meiner Hausärztin auch mal auf.
    Morgen telefoniere ich hier mal Psychotherapeuten ab, will ich eh und womöglich kann da mal einer meine Ärztin aufs Pferd setzen.

    oh das ist lieb von Arbeitgeber.

    Kannst du es dir finanziell leisten?


    Manchmal ist einfach alles zuviel. Grad Tod, das reist einen voll raus.

    Ich versuch, mittelfristig wieder auf 30 Wochenstunden runter zu gehen, das geht dann, das finanzielle Polster bleibt kleiner, aber das mentale vermutlich größer.


    Ja, Trauer dauert und kommt vielleicht nicht mehr so oft zu Besuch wie in den ersten Wochen und Monaten, aber sie kommt immer wieder.

    Kannst du eine Haushaltshilfe beantragen?

    Das ist tatsächlich was, wo ich bissi eigen bin, das mag ich nicht, da bin ich aber auch weitgehend gelassen, die 80 qm sind schnell gemacht, K2 isst in der Krippe Mittag, K1 und ich kommen mit einfachen Gerichten und auch mal mit Käsebroten plus Salat gut zurande, Bügelverzicht übe ich seit Jahren 😅. Der Aufwand hält sich in Grenzen.


    Belastend ist für mich eher Arbeit und Erziehung plus die familiären Sonderextras Trauerarbeit, Hilfen für verbleibenden Elternteil und Haushaltsauflösung und Abschied vom Elternhaus, weil Verkauf.


    Ich hab aber angenehme Rückendeckung von meinem Vorgesetzten, der sich sehr nett gemeldet hat, ich solle mir keine Sorgen machen, ruhig Stunden reduzieren und Arbeitsfelder einschränken und mir erstmal die Zeit nehmen, die es braucht.


    Und nun schau ich mal und fahre runter.

    Jetzt habe ich Kinder und jetzt muss und will ich für sie da sein.

    Das habe ich mir immer vor Augen gehalten...

    Ich denke, ich verstehe deinen Ansatz, der funktioniert bei mir selbst leider nicht.


    Das "Müssen" ist z.B. etwas, was bei mir ein Burn-out-Treiber ist. Und da ist es egal, auf was es sich bezieht. Und selbst das Wollen ist mir im Moment abhanden gekommen. Mit dem Müssen von diesem und jenem hab ich mich hierherbugsiert, wo es nicht mehr so weitergeht. Auch mit dem Dasein-müssen für meine Kinder, mit dem Starksein-müssen für meine Kinder, mit dem irgendwas sein und tun müssen für meine Kinder.

    Da stampft jetzt die antiautoritäre Rebellin in mir sofort in die entgegengesetzte Richtung, wenn ich ihr sag, dass sie was will und sogar muss.


    Was mir im Augenblick hilft ist: Nichts muss außer den Grundbedürfnissen und allem, was irgendwie guttut. Und es geht auch nichts Anderes mehr.


    Ich bin selbst am Wochenende nach den Aufwachen (viel zu früh Aufgeweckt-werden...) weinend zusammengeklappt und habe gezählt, wieviel Stunden ich jetzt mit meiner Verantwortung fürs Kleinkind durchhalten muss, bis ich wieder ins Bett kann und der Schlaf mich vom Durchhalten- und Dasein-müssen befreit. Und dann laufe ich wie neben mir durch den Tag und versuche all das zu tun, was ich sonst auch tue. Aber es geht nicht mehr. Und alle Freude ist weg.


    Ich schreie das K2 an, obwohl ich es nicht will und NIE so sein wollte, obwohl es mir leid tut, obwohl ich doch weiß, wie das wehtut und wie schlimm das ist. Und gleichzeitig habe ich keinerlei Energie mehr, irgendwie geduldig zu erziehen. Meine Nerven liegen blank und leider zu nah beieinander, so dass sie ständig kurzschließen.


    Und selbst eigentlich erholsame Wochenenden reichen nicht mehr. Seufz.


    Danke für eure hilfreichen Worte, Unterstützung und Gedanken!

    Mein Vorgesetzter ist informiert, dass ich n Burnout vermute, Kollegin und Einsatzstelle auch in knapper Form, dass ich krank bin, Arzttermin ist morgen. Auch am WE konnte ich nicht zur Ruhe kommen oder mal abschalten oder richtig schlafen. Ich konnte das beim Arbeiten viel zu lange gut verstecken, haben nur meine Kinder und Verwandte abgekriegt, meine Überlastung... "Muss nur noch kurz die Welt retten..." geht schlagartig über in miesen, abwertenden Zynismus, die Mitte ist weg, die Geduld und Gelassenheit flöten, meine Kinder leiden und ich bin nur noch am Rande mit enormer Anstrengung in der Lage, ihnen Liebe und Erziehung und Wohlwollen und Wertschätzung und Fürsorge zu schenken. Ich will nur noch Ruhe und Schlaf und nichts mehr. Schluss, Finito, rien ne va plus. Höchste Zeit für Hilfe. Ich werde das lernen, das mit dem helfen lassen, das mit dem Abschalten und Seinlassen. Ich will das lernen.

    Vielen Dank euch Schreiber*innen!

    Yeah, immerhin bin ich heute erst kurz vor Feierabend heulend und motzend zusammengebrochen und meine lieben (echt, meine lieben, feinen, besorgten, mitfühlenden) Kolleg*innen haben mir klar gesagt, dass ich dringend meine Ansprüche auf low level setzen muss. Ja, ich merk das, bislang bin ich nur privat abgekackt;) Im Ernst, als pädagogisch Arbeitende hab ich eigentlich bislang ne gute Abgrenzung gehabt, die geht flöten und das ist schlecht und ein Gefahrzeichen mit Martinshorn sozusagen.


    Ich geh in mich dieses WE und in die Natur und dann sehe ich am Montag, ob ich mich in der Lage fühle zu arbeiten oder ob ich den kurzem Weg zur Ärztin wähle.


    Gut ist heute:

    Meine Kollegen und Kolleginnen, da darf ich sein wie ich bin.

    Mein K1 darf bald in die Klinik weit weg, freut sich und ich freu mich mit und kann planen.

    Der Kuchen heute war lecker.

    Das WE ist unverplant und frei für regnerische - und damit möglichst begegnungsarme - Spaziergänge und Erkundungen.


    Der Thread darf übrigens gern von Anderen mit ähnlichem Paket mitgenutzt werden.

    Je weniger ich mich hier melde, desto besser meine Lage, so schätze ich mich ein.

    Na, ich gucke schon und berichte, versuche aber, es für mich möglichst 'pflichtfrei' zu gestalten, um Druck rauszunehmen.


    Ich wünsche euch einen entspannten Abend und ein erholsames WE bzw. stressarmes Arbeiten, so ihr arbeiten müsst an Sa/So.


    Brenn(n)essel

    Mu Kind Kur geht mit Erschöpfungssyndrom, mit Anpassungsstörung, mit Schlafstörung... das muss deine Ärztin wirklich besser können.


    Hast du überlegt, Teilzeit zu arbeiten? So was wie 80%, einen Tag frei, K2 aber weiter in die Kita schicken. Ich hatte das mal mit einem Mittwoch, das ergab dann sozusagen zwei kurze Wochen von jeweils nur zwei Arbeitstagen in Folge. es geht nicht darum weniger zu arbeiten (ich liebe meine Arbeit auch sehr), sondern darum einen Freiraum für sich zu schaffen.

    Ja, mit der MuKiKur schau ich mal bei der hiesigen Beratungsstelle, dass ich meiner Ärztin was an Futter geben kann.


    Vollzeit ist jetzt temporär aufgestockt von einer Dreiviertelstelle, ich finde es schon ganz gut, weil es mir ein Plus an finanziellem Polster bringt und ich mal endlich wieder was für einen Urlaub sparen kann und nicht nur für die Kinder und für Alltagskram.

    Ich merke, dass ich eher an meiner Einstellung arbeiten muss, also an der Gelassenheit im Umgang mit den Unwägbarkeiten, das ist tatsächlich nicht so einfach für mich, ich hab gern die Kontrolle.;)

    So, auf in den letzten Wochentag!

    Meine Fragen oder Bitten kommen später, hier mal halbwegs ausführlich meine Situation:


    Ich bin ständig am Limit und zu oft darüber. Ich flippe aus, weil Kleinigkeiten schiefgehen, ich schrei rum, ich weine noch vor dem ersten Frühstückstee, ich schaffe viel, aber nie alles, was ich will, bei jedem Termin für mich denke ich zuerst: "Und wo lässt du K2 (knapp 2 Jahre)? Wenn du das nicht sicher hast, kannstest knicken."

    Was sind die Kleinigkeiten? K1 (14 J.) hat Haushaltsaufgäbchen nicht erledigt, Müll steht in der Küche, SpüMa ist ungeleert, sowas. K2 schmeißt mit Absicht zum wiederholten Mal Geschirr zu Bruch oder Besteck vom Tisch.

    Die "Großigkeiten" sind ja eh schon bestimmend: VZ-Arbeit, VZ-Krippe, Wechselzeit-Schule, K1 und sein psychisches Paket, K2 mit eher langsamer Entwicklung, laufende Scheidung von KV2, schmerzende Trauer über den Tod meines einen Elternteils letzten Spätsommer, dranhängende Orga für verbliebenen Elternteil und Haus usw.

    Seit der Geburt 2 Nächte ohne Kind, nach der Beerdigung und davor mal irgendwann, ansonsten maximal 5h 'Freiheit' für mich ohne jede Verpflichtung ab und zu, KV übernimmt mal 1 bis 2 Nachmittage pro Woche (nach der Krippe und halber Samstag), außer er hat selbst zu tun (sein Haushalt, seine Kirche, äh, danke).


    Die Anfrage zu Info wegen MuKiKur letzten Winter beschied meine Hausärztin erst mal mit der Frage nach diversen körperlichen Einschränkungen, die hab ich so nicht (ja, aus dem Rücken kann ich evtl. was basteln), die hat mein Kind so nicht. Und die Warnung, dass pandemiebedingt oft nicht mal das Klinikgelände verlassen werden dürfe. Tja, dann erstmal nicht.


    Ich habe eine Tendenz zur Selbstüberlastung, das weiß ich. Hohe Ansprüche an meine Arbeitsleistung, vor der 2. Schwangerschaft immer eher 150% als mal 90%, nach Wiedereinstieg (tw. mit Kind im office und home office) wird mir viel zeitlicher Spielraum gelassen, weil meine qualitative Leistung gesehen wird, ich kann das aber für mich schlecht annehmen und nutzen. Ich sehe nur, was ich alles NICHT schaffe. Und habe immer Angst, dass ich meine sichere Stelle doch noch verliere, wenn ich mich länger krankschreiben lasse. Ich arbeite gern, meine Arbeit stresst mich weniger als mein Privatleben...


    Ja, es geht immer was schief, weiß ich, ja, Menschen sind keine Maschinen, aber trotzdem wünsche ich mir einfach mal einen Tag, an dem alles funzt, eine Woche ohne extra Termin, eine Woche ohne vergessene Abmachung, einen Tag, an dem K1 die Bitte von morgens mittags noch umsetzt.


    Ich fühl mich wie Majestix, als seine depperten Schildträger ihn fallen lassen und er da liegt und sagt "Manchmal bin ich müde, soooo müde."


    Ich hab mir vorgenommen, für mich das zu machen, was ich beruflich mit einem Begleiteten mache: täglich 3 Sachen aufschreiben, die gut waren. Mal sehen, ob ich das schaffe;)


    Wie geht ihr mit euren Belastungen und Ansprüchen um? Wo kann ich mir was abgucken? Was seh ich bei mir nicht? Kann man Gelassenheit üben? Wie komm ich aus dem Selbstmitleid raus? Ist es Selbstmitleid? Usw.

    Ich danke euch:)

    wir beide sind damit aufgewachsen das Mutter kümmern. Das passt. Würde nie auf die Idee kommen dass er eine frische Windel macht. Es wirklich um besuchen. Typische Papa Dinge. Bisschen spielen usw . Wenn er hier mag er das auch gerne.


    Wir ware ca 15 Jahre zusammen.

    Liebe Hopefull, Danke für deine Antwort. Wenn ich diese knappen Sätze mit eurem Elternverhalten zusammenbringe, würde ich fast sagen: Passt doch. Sein Job ist so wie ihr beide das in euren Familien gelernt habt, gar nicht der des direkten Kümmerers. Um mal bisschen fies zu sein: In solchen Arbeitsteilungen wäre der Vater aber schon fürs Geld verantwortlich, oder? Selbst da hältst du ihn raus und entlässt ihn aus der Verantwortung. Wir soll er sie dann lernen zu übernehmen?

    Und für "bisschen spielen" soll er dann öfter vorbeikommen? Aus seiner Perspektive braucht er das vermutlich nicht - du kümmerst dich ja mütterlich-aufopfernd um alles und verzichtest großmütig auf seinen väterlich-finanziellen Beitrag (weil er den zz. nicht selbst leisten kann) UND die Eintragung als Vater, da kann er doch weiter den Onkel spielen.


    Ich denke, du musst da wirklich ans Eingemachte ran und schauen, wie eure Rollenbilder sind und ob die Aufgaben aktuell so verteilt sind, dass da überhaupt eine Änderung möglich ist. Wie oben schon geschrieben, ist das m.E. keine Frage der Organisation, die mit ein paar Tipps zu ändern wäre.

    Ihr habt eure Positionen nicht klar und eure Elternebene scheint mir zu stark vermischt mit der Expartnerebene.


    Mal so herum: Er ist offziell nicht eingetragen, er hat ggü. dem Staat und dem Recht keine väterliche Pflicht anerkannt. Du erwartest das von ihm auch nicht, sondern willst das auch nicht (ich kann das nicht ganz nachvollziehen, außer es wäre ein nichtdeutsches Recht mit im Spiel, das dich und euer Kind potentiell schlechterstellen könnte). Er besucht euch so selten und eure Tochter hat keine Priorität für ihn.

    Und weshalb willst du ihn dann enger "binden", ohne ihn in die Pflicht zu nehmen? Wirklich als Vater für eure Tochter? Oder weil DU ihn nicht loslassen kannst?


    Wenn du deine eigene Schwester oder beste Freundin wärst, was würdest du ihr sagen?

    Habt ihr einen Betriebsrat? Klassische Frage für diesen.

    Ich habe auch meinen Grundvertrag in TZ, dazu kommen befristete Zusatzvereinbarungen für festgelegte Zeiträume, wenn ich geplant für längere Zeit mehr Wochenstunden arbeite. Wir haben einen BR, Gold wert, ehrlich, weil Verträge und Vereinbarungen zur Mehrarbeit eben immer dort durch müssen und gecheckt werden.

    Liebe Hopefull,


    hängst DU noch am Expartner, in welcher emotionalen Beziehung auch immer?

    Wie lange wart ihr Partner/ in einer Paarbeziehung?

    Hast du bei ihm schon mal klar und deutlich gesagt, was du von ihm als Vater erwartest? Wie gehst du emotional damit um, dass er nicht den engen Umgang mit eurem Kind pflegt, den du dir wünschst?

    Welche Pläne hat er für seine Zukunft? Kommt euer Kind darin irgendwie vor?

    Du schreibst, dass du seine Familie wg. der Sprache eh nicht verstehen könntest. Ist dein Expartner in einer Familie aufgewachsen, in der sich die Mutter (und nur sie bzw. andere Frauen) um Säuglinge und Kleinkinder kümmern und Väter erst dann ins Spiel kommen, wenn es schon Richtung Schule geht? Gibt es also aufgrund eurer unterschiedlichen Sozialisation hier Konflikte bzw. einfach Differenzen in der Interpretation der Situation? Wenn es so sein könnte, verbalisiert ihr das?


    Viele Fragen... ich wünsch dir jedenfalls weiterhin und immer noch, dass du für dich ein klareres Standing findest, unabhängig vom Handeln und Nichthandeln des KV. Schwer isses.

    BET hat es doch so vorgeschlagen, somit scheint es für sie ok zu sein

    Zur Klärung meines Verständnisses: Ich gehöre zu den Menschen, die tatsächlich etwas mehr Planungsvorlauf brauchen, auch, weil der Umgang des KV tw. zeitlich so liegt, dass ich da arbeite, da brauche ich mehr als 4 Stunden Vorlauf.


    Ich finde Absagen 4 Stunden vorher nicht i.O., sofern da nicht ein triftiger Grund wie Krankheit vorliegt. Ich plane doch meine Zeiten _ohne_ Kind/Kinder für Dinge, die ich eben nur ohne sie tun kann. Und da erwarte ich vom KV, dass er Absprachen einhält.


    Spontanbesuche sind auch bei mir möglich, wenn es denn passt.

    Aber nicht die Regel, ich ändere meine abgestimmte Planung nicht zwingend, weil der KV spontan hereinschneien will.


    Aber gut, so verschieden sind wir Menschen halt.


    Für mich verstärkte dieses 4-Stunden-Ding einfach meinen Eindruck, dass Hopefull da eine großzügige Laissez-faire-Haltung ggü. dem KV einnimmt, die schwer mit dem Wunsch nach mehr Bindung und häufigerem und verbindlichen Kontakt fürs Kind vereinbar ist. Jetzt beim Niederschreiben fällt es mir auf:

    Verbindlichkeit?

    4 Stunden vorher? Na, das nenne ich "auf Abruf". Sei mir nicht bös, ich habe den Eindruck, dass deine eigene Beziehung zu deinem Expartner ein deutliches Machtgefälle zu deinen Ungunsten aufweist, und dass es viel eher um diese Beziehung geht als um euer Kind. Was ist da ungelöst?


    Warum du das selbst so haben möchtest, warum du auf Unterhalt und Vaterschaftsanerkennung verzichtest und zugleich für die sporadischen Pflichtbesuche dich so anbiederst (4 Stunden vorher zu- oder absagen?), da solltest du mal hinschauen, finde ich. Alles andere an 'Tipps' läuft doch nur darauf hinaus, dass du bittest und bettelst und dich hübsch klein und konfliktausweichend und gefügig verhältst.

    Welchen Nutzen ziehst du daraus? Du, nicht euer Kind?


    Wie immer: Fragen für dich, nicht unbedingt fürs Forum. :)

    Danke für deine Antwort. Ich glaube, nach dem, was du über das Verhalten des KV schreibst, ist deine Anstrengung vergebene Liebesmüh. Du möchtest ihn mehr einbinden, er entzieht sich, du erklärst und bittest, seine Tochter scheint ihm trotzdem nicht wichtig genug zu sein, er zeigt dir den Vogel.


    Tipps nützen nichts, wenn der andere Elternteil nicht mitmacht. Die guten Ideen hast du ja selbst schon. Und trotzdem spielt der KV nicht mit, sondern spielt sein eigenes Spiel (bei dem du mitspielst...).


    Versuch, emotional unabhängig vom KV eine zuverlässige Mutter für euer Kind zu sein, finanziell unabhängig bist du ja schon.

    Wenn der Vater nicht will, kannst du nichts machen, vergeude deine Kraft nicht in einem Kampf, den du verlierst, nutze sie dort, wo du wirklich was ändern kannst.


    Eine Frage hab ich doch noch: Die Besuchstermine, wer macht die aus? Fragst du, wann er kommt? Oder sagt er von sich aus, wann er kommen will?

    Liebe Hopefull,

    du hast Recht, deine Frage bezog sich nicht auf Unterhalt sondern auf Umgang. Wir haben einiges in Kombination überlegt und dazu geschrieben, zumindest von meiner Seite auch, weil meine Erfahrung ist, dass wir das als Eltern oft gar nicht so strikt emotional trennen können und weil even auch sachlich oft verschiedene Faktoren miteinander verknüpft sind.


    Dann man nur zum Umgang noch was: Derzeit sind die Besuche so selten und so kurz, dass das eher wie Besuche eines Onkels erscheint, zumindest eben in dem jungen Alter. M.E. lässt sich so keine Vater-Kind-Bindung aufbauen, bevor hier Missverständnisse kommen: Muss ja auch nicht. Du schreibst ja oben, dass ihr ihn nicht braucht (finanziell) und als Vater eingetragen werden soll er auch nicht,

    er ist also aus dee Verantwortung fein raus.


    Was erhoffst du dir von dem seltenen Umgang? Was erhoffst du dir vom Vater? Und was soll dieses Forum leisten? Also, wünschst du dir so Handbuchtipps: Erhöhe den Umgang auf alle 3 Wochen, Papa soll eine Audiodatei besingen etc. Und das ganze bei einem Vater, der nach außen, so sagst du, den stolzen Erzeuger mimt, aber Besuche zugunsten von Kumpels absagt?


    Mein Eindruck ist, dass das das Problem nicht löst.

    Du schreibst, dass du Sorge bzw. das Gefühl hast, dass er dann ganz weg ist, wenn du "Druck" machst.

    Also, mein Senf dazu: Auf Zuverlässigkeit und Verantwortungsübernahme zu bestehen halte ich nicht für Druck machen. Du verlangst doch nichts Unmögliches von ihm.


    Und der 2. Punkt, den anitadr schon bemerkt hat: Dein Kind ist wertvoll - und du auch. Mach dich nicht klein.


    Was ist deine Angst hinter diesem Gefühl, das er dann weg sein könnte? Ist die hilfreich?