[...] Und dass ich fürchte, dass die Tochter und die KM es schaffen, uns auseinanderzubringen. Wir wollen das beide nicht. Aber wir sehen uns kaum noch, weil eine der beiden garantiert dazwischenfunkt. Er ist darüber übrigens genauso wenig begeistert wie ich - aber er sieht in dem ganzen Schlamassel zwischen Kindern, Haushalt, Arbeit, weiteren häuslichen Verpflichtungen auch kaum Möglichkeiten, etwas zu ändern.
Immerhin - es tut gut, das mal "loszuwerden"...
Genau da seh ich den Punkt, an dem ihr ansetzen könnt/müsst/dürft, du und LG.
Sich getrieben fühlen, nur noch zu reagieren statt zu agieren, Verantwortung evtl. mit Schuldgefühlen vermengen, weil man als Elternteil nicht verhindern konnte, dass das eigene Kind erkrankt oder eine Störung entwickelt... darauf basierend dann zuviel ertragen, mitgehen, zulassen.
Nähkästchen, vielleicht findet sich LG darin partiell wieder: K1 hat "was", was genau, ist immer noch nicht endgültig diagnostiziert, aber sie trägt ein Päckle. Ich hab lange zuviel ertragen oder drüber weggeschaut und war nicht voll in meiner Mutter-Verantwortung [inkl. Standhaftigkeit auch im Widerstand und Grenzenziehen], hatte Schuldgefühle, weil ich sie nicht genug vor den Auswirkungen der toxischen Beziehung und dem toxischen Verhalten des KV beschützt hatte usw. und war auch tw. noch zu sehr mit meinen eigenen Verletzungen befasst, um stabil zu sein. Im eigenen Zusammenbruch (mittelgrad. Depr, Anpassungsstörung, Burn-Out) hat mir dann mehr als alles eine Freundin geholfen, die immer wieder sinngemäß sagte: Du bist nicht schuldig, du machst nichts wieder gut, wenn du laissez-faire handelst, du musst nicht alles tun und zulassen und aushalten, um von deinem Kind geliebt zu werden.
Dein LG muss nicht alles aushalten, um geliebt zu werden, er muss nicht 24/7 Probleme lösen, die KM und Tochter aufwerfen, um verantwortlich zu handeln.
Ganz praktisch: Mit JA und WG und Therapeut NOCHMAL und ggf. schriftlich festhalten, dass Absprachen und auch kurzfristige Änderungen grundsätzlich und immer, auch für Pipifax, zwischen den Erwachsenen laufen.
Wertschätzung und Respekt für Tochter: ja! Alles glauben und machen: bestimmt nicht!
Agieren statt reagieren. LG (und du) seid nicht die Feuerwehr der Familie! Ihr dürft durchatmen, euch besprechen, abwarten, mit allen Beteiligten die Lage klären, bevor ihr handelt.
Sag deinem LG ganz liebe Grüße (it takes one to know one ;)) - er wird von seinen Töchtern (er hat ja nicht nur die eine!) geliebt und geschätzt, weil und wenn er für sich selbst einsteht in Konflikten und auch mal "Nö" sagt.