Beiträge von Urtica

Die Registrierung ist wieder eröffnet! Wir begrüßen euch recht herzlich bei uns im Forum!

    Zum 1. Punkt: Deine Entschuldigungen und Erklärungen lösen hier bei manchen von uns Empörung aus (bei anderen Seufzen oder was weiß ich), weil wir hier ein Muster erkennen und dich darauf hinweisen, dass du genau DARAN arbeiten musst: Du erkennst die Bedürfnisse deiner Kinder und Frau nicht, sondern agierst aktionistisch und rechtfertigst dich, du fragst hier nach, du bekommst Rat, du entschuldigst dich (pro forma?). Dann kommt das nächste Problem und der nächste Konflikt und das Muster läuft ab.

    Hol dir Hilfe für: Bedürfnisse erkennen (eigene und die Anderer), also wirklich ran ans Eingemachte, und für das klare Bekenntnis zur elterlichen Verantwortung. Ich drück euch die Daumen, dass ihr es schafft, irgendwie irgendwann zufriedene Leben zu führen - wie auch immer eure Konstellationen dann sind.

    Guten Morgen, Vollbio!

    Möglichst kurz, was mir auffällt und mich irritiert, mindestens an diesem letzten Beitrag:

    Du beschreibst ausführlich(st) und detailreich Abläufe und Handlungen und stellst es so dar, dass du der Held der Story bist - du löst die Probleme und alles ist in Butter.


    Öhöm, und vorher kommst du hier ins Forum, nachdem du einen Bock geschossen hast und holst dir Rat und Tipps für, sorry, elterliche und zwischenmenschliche Selbstverständlichkeiten wie Fehler eingestehen, um Entschuldigung bitten, sich um seine Kinder kümmern und da sein, völlig wurscht, wer gerade offiziell die Aufsichtspflicht hat. Dann kommst du ins Handeln und beschreibst es hier so erzählerisch ausschweifend, als wolltest du Applaus.


    1. Ich finde es toll und richtig und wichtig, dass du hier um Rat und Hilfe fragst, das ist ja der Sinn des Forums und das brauchen wir alle.

    2. Es ist schön, wenn du die Krankenhausgeschichte (für dich) gut lösen konntest und die Kinder wohlbehalten wieder zu Hause sind.

    3. Über deine verschiedenen Stränge hinweg fehlt mir beim Lesen eine Einsicht auf Metaebene, die du von einem aufs andere Problem überträgst. Ist das so oder scheint das nur so? Es scheint als fiele es dir schwer, zwischenmenschliche, emotionale, psychosoziale (whatsoever) Themen in ihren Zusammenhängen zu erfassen, andererseits nimmst du einzelne Momente und Situationen sehr detailliert wahr und beschreibst sie fotografisch. Das ist nicht, wirklich nicht, als Vorwurf gemeint.

    Du wirkst unsicher in deinen Entscheidungen und zugleich scheinst du schnell aktiv zu werden. Das halte ich für die wichtigste Baustelle.

    Nimm nur das an, was dir stimmig erscheint - Forenlesen kann trügerisch sein. 😉

    Jetzt war es doch lang statt kurz...

    Update: K1 ist zurück zu Hause, wir haben einige Baustellen, bei denen wir weiter Schutt abtragen und neue gute Fundamente sichern können. Wir werden den bisherigen Therapeuten als Helfer brauchen und wollen und haben eine systemische Familientherapie empfohlen bekommen.

    Und ganz abgesehen von alldem: Ich habe mich sooo gefreut, mein Kind wieder umarmen zu können!😍


    Das Medikament scheint zu wirken, vielleicht hilft auch meine freundliche Wirkerwartung mit 😉, auf jeden Fall bin ich gelassener und positiver gestimmt ohne anders zu sein als ich bin. Ich flippe einfach nicht mehr sofort aus, sondern gehe ruhiger an die täglichen Herausforderungen ran.

    Die kommende Woche steht das einzige therapeutische Erstgespräch an, das ich ergattern konnte, ich drück mir die Daumen, dass die Chemie stimmt.


    Bzgl. Arbeitswiedereinstieg werde ich mich mit BR und Personalabteilung beraten, wie ich das möglichst so mache, dass ich stabil reinkomme, natürlich auch mit den direkten Kolleg*innen. Erst einmal steht dann noch Urlaub zu Hause an, weil die Kita zu hat.


    Die Krankheit und damit das aktuelle Leben von KV1 wirft dunkle Schatten auf unser Kind und auch auf mich, hier brauchen wir echt guten therapeutischen Rat und lebbare Strategien.


    KV2 kümmert sich immer "besser", die Beziehung zwischen ihm und K2 ist deutlich stabiler als noch vor 6 Monaten. Das freut mich echt, weil ich sehe, wie gut es K2 tut. Und ja, es entlastet mich auch, weil ich absehbar nicht mehr jede Nacht zuständig sein werde, sondern dann irgendwann auch mal regelmäßig einen wirklich freien Abend haben werde - Luxus!


    So, genug erzählt für die letzten und nächsten Wochen😅

    5. Hör auf deine Frau ;-)

    Und nimm den Fokus weg von den für dich negativen Sachen und guck auf die positiven.

    Hat dein Sohn den Abend mit dem Kumpel genossen? Ja? Dann freu dich mit ihm. Schlag ihm vor, dass ihr mal gaaanz lang auf bleibt und eine Nachtwanderung macht oder im Garten übernachtet oder sonst irgendwas, was deinem Kind gefällt.


    Ich sage das als Mutter eines stromernden Kindes. K1 hat öfters die abendliche Dorfglocke angeblich nicht gehört und manchmal hatte ich echt Angst, wenn es deutlich später wurde. Aber K1 hat nie Mist gebaut und sich nie in wirkliche Gefahren begeben. Mit den Kumpels war es halt schön draußen. Wir haben dann flexiblere Regeln gefunden als starre Heimkommzeiten.


    Lieber Vollbio, guck auf diesen Abend mit den Augen deines Kindes. Lass das pädagogische Konzept weg und sag nichts; hör zu, was dein Sohnvilleicht erzählen mag . Sei stolz, dass er das so selbstständig gut macht.

    Das, was Coco hier schrieb, finde ich ungeheuer wichtig:


    Diese "anderen Kulturkreise" sind deshalb erwähnenswert, weil es so aussieht, als stünde eine Absicht hinter. Welche auch immer das ist. Mehr Abhängigkeit von Dir, damit sie nicht so schnell weglaufen können, vielleicht. Wobei ich Dir da gar keine böse Absicht unterstellen möchte. Aber es wäre wirklich höchste Zeit für Dich, da mit professioneller Unterstützung mal ganz genau hinzugucken, wo das alles so herkommt...

    Ich würde da gern ergänzen: Relevant ist, dass da ein Muster ist, mir erscheint es so, dass du Partnerinnen nicht auf Augenhöhe suchst, da ist ein Machtgefälle. Das Bikulturelle ist bei dir damit verbunden, dass deine Partnerinnen sich schlicht in der Gesellschaft, in der sie jetzt leben, nicht so automatisch auskennen wie du, sprachlich und kulturell. Und dazu kommt, dass du, so wie sich vieles liest, anscheinend gern bestimmen möchtest, wie es wo langgeht.

    Nicht gut, da musst du ran!

    Die von Coco benannte Absicht ist, wie so oft bei uns Menschen, vermutlich gar nicht deine bewusste, sondern eine unbewusste.

    Ich spreche da übrigens aus "Erfahrung"; ich kenne selbst dieses Partnerschaftsmuster von mir, es ist kein wirklich gutes und stabiles, es pusht nur kurz das Ego vor dem zwangsläufigen Scheitern, weil man eben viel zu unterschiedlich ist und dabei nicht ebenbürtig.


    Und im ganz Praktischen kannst du anfangen zu üben bei der anstehenden Trennung: Sei auf Augenhöhe mit deiner Frau, nicht gönnerhaft.


    (Zu euren Kindern, diesen wie jenen: Seid ehrlich, aber lasst sie aus den Details raus!)

    Schreiben hilft und ich nutze das hier weiter dafür. Falls ein*e Mod den Faden lieber in einen anderen Bereich schieben will, nur zu.


    Das Medikament beginnt zu wirken und hilft mir auf angenehme Weise, entspannter mit den täglichen Problemen klarzukommen. Da freue ich mich tatsächlich drüber. Und ich bin jetzt etwa eine Woche nicht mehr ausgeflippt, yeah!


    K1 hat in der Klinik noch viel zu tun, und ich hoffe sehr, dass ich es jetzt schaffe, ihm eine bessere Stütze zu sein.


    Der Vater von K1 ist leider gerade völlig weg in seiner eigenen Realität, seine Krankheit ist wohl endgültig chronifiziert und die Prognosen bei dieser Form der psychischen Persönlichkeitstörung sind schlecht - das Krankheitsbild umfasst ja gerade die fehlende Einsicht und mangelnde Therapiemotivation. Ich mag das nicht zu detailliert benennen.


    Ich bin weniger wütend als sehr traurig. Traurig, weil mein K1 quasi keinen Vater (mehr) hat, es gibt ihn zum Angucken, aber er ist zu gefangen in sich, um seine Aufgaben wirklich wahrzunehmen (natürlich würde er das bestreiten, aber es ist so). Traurig, weil die realistische Chance auf eine bessere, stabilere Beziehung für beide gegen Null tendiert. Traurig, weil ich befürchte, dass sein Leben sich immer mehr und immer rasanter zu einer Tragödie auswächst und mir nur die Aufgabe bleibt, unser gemeinsames Kind so gut ich kann vor den Auswirkungen zu schützen und es zu stützen in seinem eigenen Umgang mit dieser schweren Last.

    Ich bin sogar traurig um seiner selbst willen, was mich selbst erstaunt nach allem, was ich mit ihm Schlechtes erlebt habe. Ich merke aber, dass ich ihm nie wirklich Böses gewünscht habe (kurze Jähzornsmomente ausgenommen...), sondern immer, dass er sein Glück findet. Es bedrückt mich, dass er so schwer krank ist, dass dieses Glück nicht erreichbar scheint.

    Zugleich fühle ich mich einen Schritt weiter in der Reflektion unserer Beziehung, die ja schon fast 8 Jahre beendet ist. Er war meine große Liebe, er war nicht nur seine Krankheit, ich war schwer co-abhängig, als sie immer mehr durchkam mit immer einem neuen Schritt. Die Belastung nach der Trennung war immens. Ich muss da ran, das ist noch nicht alles gut verdaut und es gibt immer Narben, die aufreißen.

    Ich hoffe darauf, dass ich eine Therapie finde, in der ich das gut bearbeiten kann, und damit auch an die letzte Beziehung, die aus anderen Gründen gescheitert ist.


    Immerhin habe ich meine Rolle als Mutter klarer als noch vor wenigen Wochen - die Mutterrolle ist für mich auch so problembeladen, seufz.

    Und weniger Ansprüche an mich - und oft unausgesprochen an meine Kinder! - haben und stellen, das übe ich.

    Ich update mal hier, denke aber fast, dass der Thread vielleicht langfristig in die "Gesundheit" gehört, k.A., ui, das wurde viel, ich wollte es einfach mal aufschreiben, ich suche gerade nicht nach gutem Rat oder so, ich wollte hier nur weiterschreiben nach einem Monat Pause, es muss sich keiner gedrängt fühlen zu antworten, will ich damit sagen.


    Bin weiter arbeitsunfähig mit Bescheinigung, es geht mir nicht besser, auch nicht in der inzwischen 6. Woche AU. Meine Hausärztin hat mir ein Antidepressivum verordnet, mit dem ich morgen beginne, ich habe einen Heidenrespekt vor neurologisch wirksamen Medikamenten und hoffe einerseits, dass es wirkt, und habe andererseits Angst vor Nebenwirkungen.

    Bei einer Therapeutin habe ich Ende Juli zumindest ein Erstgespräch, die übrigen hier aufm Land erreichbaren (so ne gute Handvoll) haben auf Mails und AB-Nachrichten bis auf eine nicht geantwortet, puh... Ich werde jetzt noch einen Termin bei der örtlichen neurologisch-paychiatrischen Praxis machen, einen der dortigen Ärzte hat mir eine Bekannte empfohlen. Mu-Ki-Kur hat meine Hausärztin nicht mehr angesprochen und ich habe den Eindruck, das ich da quasi taktisch vorgehen muss, indem ich es möglichst nicht selbst erwähne, sondern schön die problembeladene Patientin bin, nichts selbst überlege, zumindest habe ich heute klar angesprochen, dass ich weiß, dass man mir meine Belastung oft nicht so anmerkt und wenigstens kurz erzählen können, wie ich mich wahrnehme.


    Ach, ich bin einfach im Eimer, es ist Sommer und schön und Eiswetter und ich gehe spazieren und weine dabei, ich fahre Auto und weine, ich habe keine Kraft zum Erziehen und, ja, ich kann duschen und putzen und K2 zur Kita bringen und dabei lächeln und scherzen und einkaufen und dabei lächeln und freundlich sein und halbwegs aufräumen und dabei weinen und kochen und dabei weinen. Ich vergesse von 3 Dingen 2 direkt zu tun, beim Tun von Ding 2 vergesse ich Ding 3, ich bin langsam in meinem Tun, mein Magen und Darm sind nervös, ich kann das hier schreiben und dabei weinen. Ich bin aggressiv gegenüber meinem K2, ich will so nicht sein, ich will nicht schreien oder es hart anpacken, ich laufe fluchend und weinend durch meine Wohnung, ich bitte um Verzeihung, ich kümmere mich. Wenn ich kleine Wanderungen mache, will ich einfach weitergehen, immer weiter, weggehen, einfach nur gehen, nicht denken, nicht an morgen und gestern, nicht an heute, nichts, nur gehen.

    Ich kann seit mehr als einem Jahr keine Bücher mehr lesen, die ungelesenen und angelesenen Bücher stapeln sich, ich kann nicht durchhalten, nichts fesselt mich, nichts, und ich habe früher quasi Marathons gelesen.


    Ich kriege meinen Alltag hin, ja, ich treffe mich sogar mit Freundinnen und Verwandten und freue mich daran, aber überall trage ich meine schwarze Wolke mit, die sich über mir vor die Sonne des unbeschwerten Gutfühlens schiebt.


    Ich habe das Gefühl zu versagen, nicht zu genügen; schuldig fühle ich mich, kann meinen Kindern keine starke, wegweisende Mutter sein, kann nicht konsequent erziehen, habe keine Kraft dazu, habe das doch mal studiert, das ist doch auch mein Beruf, verdammt, das müsste ich doch können - aber den schaffe ich ja auch nicht gerade, den Beruf; einen Partner hätte ich gern, einen klugen und netten auf ähnlicher Wellenlänge, aber wer würde mich schon (jetzt) als Partnerin wollen, - psychisch derangiert, und hart am Limit, wie ich bin - wo soll der denn herkommen? Ausm Hut gezaubert? Ich muss doch erst mal meine gescheiterten Ehen beackern und meine irritierend blöde Partnerwahl bislang.

    Und die Arbeit? Ich habe Angst, dass ich meine Kraft nicht mehr finde. Ich will mich nicht mehr überstehend und überlebend durch jeden Tag schleppen. Und ich würde mir trotzdem gern mal ein wirkliches Durchhängen, Abhängen, Ausklinken wünschen, in der Hoffnung, dass das helfen könnte.


    So, genug für heute und Danke fürs Lesen, wenn ihr bis hierhin durchgehalten habt.🙂

    Ich würde gern Volleybaps Hinweise ergänzen um: Sprich in Gesprächen mit dem JA oder einer Beratungsstelle usw. auch deine Ängste und Befürchtungen quasi auf der Metaebene an, also sei aufrichtig und benenne deine Gefühle.

    Das klärt noch kein Problem und keinen Konflikt, aber es führt, mit etwas Sensibilität seitens der 'Professionellen' dazu, dass alle Seiten aufrichtig sein können, was letztlich die Basis ist, damit solche Familienkonflikte auch gelöst werden können.


    Was die Problematik an sich angeht: Puh, moderierende Hilfe durch eine emotional unbeteiligte Außenseite, die aber sehr wohl parteilich für die Kinder eintritt halte ich für sinnvoll.

    Auf der einen Seite wird mehrfach betont, daß das RM weder die Idee von Vollbio war, noch das es mit all seinen Herausforderungen wirklich immer gewünscht ist.

    Gleichzeitig wäre es „gerecht“, wenn die Kinder die restlichen Pfingstferien beim Vater bleiben? :/

    :thumbup:

    Über diese Art von Gerechtigkeits verständnis hat die Menschheit schon viel geschrieben: König Salomons weises Urteil, Brechts Kaukasischer Kreidekreis und selbst F. von Schirach hat dazu ein Essay verfasst.


    Lieber Vollbio, wechsle mal den Blickwinkel und stell fest, dass Kinder ein Anrecht auf Eltern haben, aber Eltern nicht immer ein Anrecht auf ihre Kinder.

    'Gerecht' wäre, was gut ist für eure Kinder unter der Bedingung, dass dieses Gute den Eltern nicht schadet, fordern darf es sie.

    Du streitest um Minuten, Stunden, Tage, hier mehr haben, da weniger abgeben - dabei ist das Problem doch gar nicht bei euren Kindern oder bei irgendeiner objektivierbaren Wahrheit.

    Das Problem ist, so scheint es, dass die Eltern dieser Kinder ihren Rosenkrieg auch nach der Scheidung weiterführen wollen*, koste es die nächste Paarbeziehung und alle Kinder.

    *wollen ist schon richtig hier, versteckt sich aber gern hinter scheinbarem müssen, weil...

    Hör doch auf mit deinem Rechthabenwollen und der Rechtfertigung - lieber durchatmen, Familienberatung aufsuchen, nachdenken, nachfühlen, Änderung zulassen auch bei dir selbst. Ach so, niemand muss perfekt sein, Fehler sind das Leben, um Verzeihung bitten bricht auch gestandenen Männern keinen Zacken aus der Krone, im Gegenteil.

    Im Bereich unseres Kreis-JA läuft es so: Ein Stundenkontingent wird für einen Zeitraum (3 oder 6 Monate) gewährt, 'wir' als Träger rechnen halbstundengenau mit dem JA ab, führen hierfür i.d.R. eine Unterschriftenliste mit den Klienten, die vorgelegt wird. Dadurch sind die Stunden pro Woche flexibel. Sie verfallen erst, wenn das Kontingent im Zeitraum nicht ausgeschöpft wird. Ob das JA zusätzlich im Rahmen des Kontingents Stunden für Dokumentation, Vor- und Nachbereitung gewährt, hängt vom JA ab, manchmal knappst man als Träger dann 'eigenmächtig' was ab bzw. schlägt was auf, z.B. von 4 h 20-30 Minuten, was nicht viel ist für das oben Genannte (und meist ist es ein offenes Geheimnis, über das man aber nicht redet ;-)

    Fachleistungsstunden sind oft spitz auf Knopf kalkuliert, leider.


    Frag deine SPFH einfach mal genauer. Möchtest du mehr Stunden? Oder z.B. auch mal einen längeren Termin.


    Edit: Und in regelmäßigen HPG (Hilfeplangesprächen) werden Ziele und Schritte definiert und auch der Termin fürs nächste HPG zur Überprüfung.

    Doch, die Nutella-Nummer muss ich auch nochmal ansprechen: 8|:cursing: Was spielst du für fiese Spiele mit deinem Sohn? Was sind das für manipulative Machtspielchen? Und, nein, deine Kinder sind eben nicht dafür verantwortlich, sondern die Eltern der Kinder und, bedingt, auch andere Erwachsene um sie herum.

    Du erwartest Verlässlichkeit und Aufrichtigkeit von deinen Kindern, oder? Dann sei ihnen darin ein Vorbild.

    Sei verlässlich, auch und gerade wenn sie sich schräg verhalten, sei aufrichtig und authentisch und gib auch mal was vor.

    Ich verstehe gut, dass du lieber verhandeln willst, aber zur Elternverantwortung gehört auch mal, sich klar und transparent durchzusetzen und dafür geradezustehen.


    Ein "Ich hasse dich" darf man sich m.E. auch schlicht mal verbitten, genauso ein "HdF". Und dann macht ihr, nach Abkühlung, was Schönes zusammen und thematisiert das nicht sofort.


    Ich verstehe gut, dass du es gern hättest, wenn die Welt nach deiner Pfeife tanzte und alles harmonisch und wunderbar wäre. Ernsthaft, ich versteh das, ich hätte das selbst gern oft und weil ich damit aber nicht gut vorankomme, hol ich mir Hilfe. Und ich versteh auch, dass man sich die Kinder manchmal "wegwünscht", einfach weil die ganze Verantwortung so belastet.


    Oh, und nur weil deine Frau keine SPFH will, gibt es keine?

    Geht es doch mal niederschwellig an mit Migrationsberatung* in Kombi mit Familienberatung, mit etwas Glück, sitzen beide beim selben Sozialträger und kooperieren.

    (*In meinem Bundesland und Kreis berät die Migrationsberatung für Erwachsene auch schon mal mit bei solchen Themen, einfach, weil da auch interkulturelle Kompetenz gefragt ist.) Oder du lässt dich halt mal allein beraten.


    Du schreibst hier oft sehr detailreich, obwohl das m.E. nicht nötig wäre. Schaffst du es, 10 Schritte zurückzutreten und dir eure Familienlage distanzierter anzusehen?

    Es geht nicht nur um kleine Tipps, die helfen mal, aber wichtiger scheint mir, dass du deine ganz eigene Haltung überprüfst und den Verantwortungsrucksack mit möglichst geradem Rücken trägst, dann klappt es auch mit dem Vorangehen als Beispiel besser.

    Hallo Uschi,

    mir gefällt deine Vorstellung und mir gefällt dein Nick - es wird Zeit, dass Menschen ihre Töchter wieder Ursula nennen, in der Generation meiner Mama wimmelt es noch von ihnen.

    LG Urtica

    Lieber Vollbio,

    Beobachtung: Auch hier im Forum kommst du aus deinem Muster nicht raus. Du beschreibst, was alles die anderen tun und was passiert und stellst dich in so eine Außenposition samt "Ihr hattet recht."


    Ich möchte die Fragen und Gedanken @cappuccino15 unterstreichen, lass die mal an dich ran.

    Es gab von Insterburg und Co. mal ne Nummer, bei der Vater als autoritärer Patriarch immer brüllte "LIEBE DEINEN NÄCHSTEN!" oder so ähnlich. Nein, du bist kein fieser Patriarch, aber du kannst deine Kinder und deine Frau nicht durch "Befehle" zwingen, als Familie zu funktionieren. Du kannst auch dich selbst nicht zwingen btw.

    Eine interkulturell sensible und geschulte SPFH, am besten ein Team, wäre genau richtig, auch für deine Frau, plus Übersetzer, der auch kulturell vermitteln kann. Ihr braucht die SPFH, ich wiederhole mich, ich weiß.
    Als gebranntes Kind mit meiner grandios in den Sand gesetzten bikulturellen Ehe drück ich euch die Daumen, dass ihr die Kurve kriegt, mindestens als Eltern.


    Und dir persönlich geb ich mal die Frage mit, die eine Freundin mir als Aufgabe gestellt hat: Warum suchst du dir (immer) Partner, mit denen die Beziehung quasi zwangsläufig scheitern muss*? Was ist dein geheimes Muster? Und muss das so?

    Ich habe den Eindruck, dass ihr in eurem verzweigten (und verzwickten) Familiensystem so in Rollenmustern und Verhaltensschienen festgefahren seid, dass dir die Reflektion und der Rat im Forum zwar für die Rückschau bedingt hilft, aber der nächste Konflikt wieder mit alteingeübtem Verhalten versucht wird zu lösen.

    Zur Treppenaktion: Hast du deinen Sohn um Verzeihung gebeten für deinen gewaltsamen Übergriff - ganz ohne Rechtfertigung? Könnte Türen öffnen.

    Wäre das grundsätzlich mal eine Übung für dich: Dein Verhalten NICHT rechtfertigen, sondern zu deiner ganz eigenen Verantwortung stehen, im Guten wie im Schlechten? Es hilft, kann ich dir sagen😉.


    Es erscheint mir oft so, dass du schnelle Handlungslösungen suchst, damit die anderen Familienmitglieder "funktionieren", so funktioniert aber Familienleben nicht.


    Könnt ihr in der Familie von all dem Tun und Machen und Regeln hier - Kontrolle da, der ASD als Damoklesschwert und Drohkulisse, die böse Mutter... mal absehen und einfach nur auf das Sein gucken, auf das "Wann geht es mir gut?" - für euch alle?

    Wann geht es dir gut? Wann deiner Frau? Wann deinen Töchtern? Wann deinem Sohn?


    Ernsthaft, eine gute SPFH (ggf. 2 Leute, das geht nämlich auch, jemand für die Kinder und jemand für euch Eltern) oder alternativ eine intensive Familientherapie/-Beratung halte ich für hilfreich für euch.


    Genießt einfach den Urlaub, und du: Lass mal deine Kinder sein wie sie sind und hab sie lieb.

    Remo H. Largo und Monika Czernin: Jugendjahre

    Das finde ich immer noch gut, klar aufgebaut und fundiert. Aber ich bin auch Largo-Fan sozusagen. Nicht so viel Ratgeber, eher Zustandsbeschreibung.


    Gekauft hab ich mir auch Lisa Damour: Wenn Töchter erwachsen werden. Aber da hab ich kaum reingeschaut.


    Am hilfreichsten ist mir tatsächlich eine ältere Freundin, die weniger guckt, was die Pubertät mit meinem Kind macht, als eher, was die mit mir als Mutter macht und wie ich da meine Handlungsoptionen erweitern kann.

    Recht haben ist das Eine, sich in der Situation gut ums Kind kümmern das Andere.

    Versuch mal, deine Kinder aus dem Rechthaben rauszuhalten, das kannst du allein aushandeln, hier oder mit der Ex oder beim Bier mit nem Freund. In der Situation geht es nicht darum, sondern um dein Kind und dessen Hunger. Punkt. Und dann gilt: Sei da! Sei wenigstens DU da, wenn deine Ex das schon nicht schafft. Die Wut lässt du dann woanders raus. Ach, Mensch, ich versteh dich schon gut und ich kenn solche Situationen (anders, aber das Prinzip ist gleich). Ja, mensch schafft es nicht immer, richtig zu handeln, aber lern draus. Bei der nächsten solchen Lage: Gib dem Kind direkt Essen und Wechselsachen mit und so... um seinetwillen.