Beiträge von Urtica

    [...] Und dass ich fürchte, dass die Tochter und die KM es schaffen, uns auseinanderzubringen. Wir wollen das beide nicht. Aber wir sehen uns kaum noch, weil eine der beiden garantiert dazwischenfunkt. Er ist darüber übrigens genauso wenig begeistert wie ich - aber er sieht in dem ganzen Schlamassel zwischen Kindern, Haushalt, Arbeit, weiteren häuslichen Verpflichtungen auch kaum Möglichkeiten, etwas zu ändern.


    Immerhin - es tut gut, das mal "loszuwerden"...

    Genau da seh ich den Punkt, an dem ihr ansetzen könnt/müsst/dürft, du und LG.

    Sich getrieben fühlen, nur noch zu reagieren statt zu agieren, Verantwortung evtl. mit Schuldgefühlen vermengen, weil man als Elternteil nicht verhindern konnte, dass das eigene Kind erkrankt oder eine Störung entwickelt... darauf basierend dann zuviel ertragen, mitgehen, zulassen.

    Nähkästchen, vielleicht findet sich LG darin partiell wieder: K1 hat "was", was genau, ist immer noch nicht endgültig diagnostiziert, aber sie trägt ein Päckle. Ich hab lange zuviel ertragen oder drüber weggeschaut und war nicht voll in meiner Mutter-Verantwortung [inkl. Standhaftigkeit auch im Widerstand und Grenzenziehen], hatte Schuldgefühle, weil ich sie nicht genug vor den Auswirkungen der toxischen Beziehung und dem toxischen Verhalten des KV beschützt hatte usw. und war auch tw. noch zu sehr mit meinen eigenen Verletzungen befasst, um stabil zu sein. Im eigenen Zusammenbruch (mittelgrad. Depr, Anpassungsstörung, Burn-Out) hat mir dann mehr als alles eine Freundin geholfen, die immer wieder sinngemäß sagte: Du bist nicht schuldig, du machst nichts wieder gut, wenn du laissez-faire handelst, du musst nicht alles tun und zulassen und aushalten, um von deinem Kind geliebt zu werden.


    Dein LG muss nicht alles aushalten, um geliebt zu werden, er muss nicht 24/7 Probleme lösen, die KM und Tochter aufwerfen, um verantwortlich zu handeln.


    Ganz praktisch: Mit JA und WG und Therapeut NOCHMAL und ggf. schriftlich festhalten, dass Absprachen und auch kurzfristige Änderungen grundsätzlich und immer, auch für Pipifax, zwischen den Erwachsenen laufen.


    Wertschätzung und Respekt für Tochter: ja! Alles glauben und machen: bestimmt nicht!

    Agieren statt reagieren. LG (und du) seid nicht die Feuerwehr der Familie! Ihr dürft durchatmen, euch besprechen, abwarten, mit allen Beteiligten die Lage klären, bevor ihr handelt.


    Sag deinem LG ganz liebe Grüße (it takes one to know one ;)) - er wird von seinen Töchtern (er hat ja nicht nur die eine!) geliebt und geschätzt, weil und wenn er für sich selbst einsteht in Konflikten und auch mal "Nö" sagt.

    Das ist eine Menge emotionale Last, die ihr tragt, du und LG - zusätzlich zur elterlichen Verantwortung, die dein LG sowieso schon schultert.


    Ich zitiere mal, woran ich besonder hängengeblieben bin:

    "Das Problem ist, dass die KM den Vater (LG) als "Versager" hinstellt, der "Kinder in die Welt setzt und sich dann nicht kümmert", was von der Tochter dann übernommen und ausgesprochen wird. Das solche Aussagen des eigenen Kindes weh tun, vor allem, weil man immer hilft, da ist und unterstützt, sollte nachvollziehbar sein. Stichwort "Macht"."


    Mit diesen Verletzungen umzugehen bzw. die Aussagen für sich so einzuordnen, dass sie weniger verletzen (bzw. die Wunden schneller heilen und weniger tief gehen), das finde ich ganz wichtig. Das dauert und es klappt nicht immer gleich gut, je nach eigener Lebenslage und emotionalen Anspannung, das weiß ich aus eigener Erfahrung mit dem KV1, seiner psychischen Erkrankung und P-Störung und seinen verbalen Rundumschlägen und Angriffen.


    Langer Atem und die Vergewisserung zwischen dir und LG bzw. auch zwischen LG und pädagogischen und therapeutischen Fachkräfte beim JA und in der WG können da vielleicht helfen. Einfach für das Selbstbild als Elternteil, dass man gar nicht so grauenvoll ist, wie es einem vorgeworfen wird. Solche Vorwürfe verletzen UND sie verunsichern ja auch.

    Wichtig ist auch eine Einordnung, dass bestimmte Handlungen und Äußerungen Teil des Störungsbildes sind und (noch) nicht bewusst verändert werden können.

    Dazu noch zusätzlich eine Rückkoppelung mit der WG etc. auch bei scheinbar akuten "Notfällen", damit die KM (und die Tochter) nicht euch gegen die WG ausspielen kann/können.


    Und was ich wirklich gut finde, ist, dass ihr eure Grenzen z.B. für den Urlaub klar zieht. Eure Stabilität könnt ihr ja nur erhalten, wenn ihr mit euren Kräften so umgeht, dass sie bleiben. Hat dein LG zusätzliche psychologische Beratung als Vater/Angehöriger? Und wenn ja, hilft die Beratung?


    Puh, ich drück euch und wünsch euch gute Kraft!

    Danke, dass du das hierhin verlegt hast und nochmal etwas dazu schreibst. Die Resignation, dass du ihr nicht helfen kannst, ist ja durchaus eine realistische Einschätzung, die du auch ganz ohne Wertung so treffen kannst, das nimmt vielleicht auch inneren Druck von dir selbst. Borderline ist eine schwerwiegende Persönlichkeitsstörung (man mag den Begriff nicht mögen, aber es ist der fachliche), die kann man nicht einfach heilen, leider. Ich kann völlig verstehen, dass du nicht einfach auf ihr Wort vertrauen kannst bzw. willst. Womöglich hilft es, wenn du deinen eigenen Fokus gar nicht so sehr auf "wahr oder nicht wahr" bei ihr legst, sondern auf "stabile, klare und transparente Aussagen und Handlungen" bei dir, dann bleibst du mit deiner Verantwortung bei dir selbst - und primär einmal für deine eigene Stabilität und die deiner Partnerschaft. Solche Klarheit macht dann womöglich sogar langfristig auch was mit der Tochter. Das könnte beinhalten, gar nicht groß auf stories einzugehen, eher gegenwärtiges gemeinsames Tun in den Mittelpunkt stellen oder so.

    Und ich glaube, sehr wichtig sabei ist und bleibt, dass du und dein Partner gut und ehrlich miteinander darüber reden könnt und ihre eure Belastungsgrenze(n) achtet.

    Passdeutsche, Biodeutsche...?


    Traue nur einer Statistik die Du selbst gefälscht hast.

    Kleiner Ariernachweis gefällig?


    Als ob patriarchale Strukturen und Gewalt bis zur Tötung bei Müllers, Meiers und Schmidts nicht vorkämen. [Schön wär's, dann wär eine gute Bekannte von mir nämlich noch am Leben.]


    Und dass es in manchen migrantischen Sozialstrukturen noch deutlich andere Machtverhältnisse [und Ehr-Konstrukte] gibt, sehe ich auch - damit und daran müssen wir als Gesellschaft arbeiten, machen ja auch wiederum viele Bio- und Passdeutsche und Migrant*innen.

    Natürlich darfst du fragen, CoCo . In Kombination mit deinen Beiträgen zur vermeintlichen Wokeness, die alles mögliche einschränken würde, und dem Nachsatz zum AfD-(Wähler)-Bashing hatte ich deine erste Frage allerdings eher als Vorwurf der Übertreibung gelesen denn als eine interessierte Nachfrage. Aber sei's drum.

    Vielleicht darf Vollbio sich auch einfach mal so eingeschränkt und sein Kind potentiell bedroht sehen, wie es manche im anderen Faden hier empfinden, wenn eine Empfehlung zum Nichtspielen eines Liedes ausgesprochen wird.


    Als Mensch mit PoC im engsten Familien- und Freundeskreis und mit Hijab tragenden Freundinnen kann ich dazu sagen: Wie anders und i.d.R. unfreundlicher, herabschauender sind die Blicke und Ansprachen und Kommunikationen, wenn wir zusammen unterwegs sind. Das macht was mit einem.

    Danke dir, Oma2025 !


    Beim SPZ sind wir schon seit knapp 3 Jahren, zz. noch mit Heilpädagogik. In öffentlichen Bereichen wie Kita, Kirche, Arztbesuche etc. ist er sehr regelkonform und "nicht ausflippend". [Das ist auch das, was mich an mich erinnert. Ich war als Kind auch draußen super angepasst und hatte ab und zu zu Hause Wutanfälle bei emotionaler Überforderung.] Ich denke, zz. ist es eine Kombi aus verschiedenen Hintergründen. Er kann mir gegenüber loslassen und Gefühle zeigen, die er woanders - sozial erwünscht - nicht so zeigt. Dazu kommt das Austesten von Grenzen, das ist auch in der Kita jetzt neu Thema. Und die oben genannte räumliche und damit auch handlungsmäßige Einschränkung hier in der Großstadt kommt für ein Landkind mit Waldkita und viel Spielraum (im wahrsten Wortsinn) noch dazu.


    Mehr Sorge machte mir dieses - bislang einmalige - "Reinsteigern" mit anscheinend veränderter Wahrnehmung. Und, wie oben gesagt, meinen Umgang / unseren elterlichen Umgang damit müssen wir finden / anpassen / prüfen und so weiter.


    Also, danke dir nochmal für deine hilfreichen Hinweise und Ideen!

    Ich hol meinen Faden wieder mal vor, aus gegebenem Anlass, seufz!

    Kind 2 ist ein Jahr älter und ein Jahr stärker und lauter, zum Sommer wird er eingeschult und dann 7.

    In letzter Zeit wütet er wieder mehr, fast ausschließlich mir gegenüber und leider auch oft Sachen gegenüber, die nicht seine sind. Danach schläft er erschöpft ein.

    Zz. sind wir auf Familienbesuch und Urlaub bei Papas Familie. Natürlich strengt ihn das auch an, denn in der Stadt hier (eine der größten Metropolregionen der Welt) kann er sich bei weitem nicht so frei und spontan viel bewegen wie zu Hause in der kleinen deutschen Kleinstadt. Aber mich machen seine sich häufenden Ausbrüche emotional fertig. Ich schaffe es, nicht miteinzustimmen ins Ausflippen, aber ich muss ihn teilweise körperlich stark begrenzen, also umklammern wie bei einem Ringkampf, damit hier nicht die Wohnung der Großeltern binnen weniger Minuten in Schutt liegt und ich mit maximal ein paar Kratzspuren davonkomme. Ich kann ihn nicht wüten lassen oder nur daneben stehen, dann schlägt, tritt, kratzt und beißt er und zerstört und wirft Dinge (Türenknallen ist das geringste...)


    Puh, es sind ja wirklich immer nur wenige Minuten, dann ist es vorbei, aber die machen mich fertig.


    Gestern hat er sich so reingedreht, dass er (nachdem er mich angespuckt hat und ich mit ihm deshalb vom Wohnzimmer ins Schlafzimmer gewechselt bin, um zu klären, dass diese Grenze nicht übertreten werden darf (bäh, wirklich), fast 15 Minuten lang mich weinend angeschrien hat "Du hast mich nicht lieb!" und im Zimmer um mich herumkreiste, bis ich ihn mit einer Tierhandpuppe gedanklich wieder einfangen konnte, alles andere - ruhig sitzen, ruhig und wenig sprechen, da bleiben, nicht aufdrängen, nur anbieten - half nichts.

    Er sagte danach, er hätte mich ganz anders gesehen als sonst, ich hätte nicht so ausgesehen wie immer, deshalb hätte er so Angst gehabt. [Ängste sind eh ein Thema, Angst, dass Papa stirbt, Angst, dass seine Schwester stirbt...]

    Er war dann selbst ganz erleichtert, da wieder rauszukommen. Aber, hey, ich hab gezittert und hatte solche Sorge und Angst um ihn!

    Schwierig, das dem Papa zu berichten, bei ihm passiert das in dem Ausmaß nicht. Was das für uns drei heißt, müssen wir noch genauer rausfinden.


    Ich weiß, dass er da einfach dann zuviel hat, zuviel Reiz, zuviel Müssen und Benehmen und Zusammenreißen, aber ich muss neu rausfinden, was der letzte Trigger ist bzw. wann der naht (heute und gestern völlig aus dem eben noch gutgelaunten Spiel heraus, das macht es nicht leichter) um kurz davor die Reißleine zu ziehen.

    Zur Psychologin im SPZ gehen wir eh nochmal zur Elternberatung.

    Und falls jemand Tipps hier hat, immer gern. Gern v.a. auch Tipps für mich als Elternteil, damit emotional gut umzugehen, es trifft mich arg, wenn mein Kind mich körperlich angeht und beschimpft, das krieg ich nicht immer gut abgeschüttelt.

    Ich verstehe deinen Gedankengang, Oma2025 . Und wie du ja schreibst, gibt diese Falschbeschuldigungen auch jetzt schon - mit allen Konsequenzen, die sie nach sich ziehen können. M.E. ist das kein Argument gegen die Gesetzesänderung, sondern nur ein Argument gegen die geplanten Kürzungen bei der Kinder- und Jugendhilfe und im sozialen Sektor insgesamt (Dazu könnten wir dann im Politikfaden diskutieren.).


    Ich habe damals außer der Scheidung keine weiteren Schritte vor dem Familiengericht unternommen, weil ich keine Aussicht sah, ggü. dem Kindsvater der Großen durchzukommen - zu hoch die Hürden. Mit einen Gesetz, das psychische Gewalt ausdrücklich erwähnt, hätte ich das vermutlich anders gehandhabt.


    Umgekehrt kenne ich auch Fälle von Falschbeschuldigungen, die tw. traumatisierende Folgen für Kinder und beschuldigten Elternteil hatten - und diese Folgen konnten erst 20 Jahre später behutsam aufgearbeitet werden.


    Langer Rede kurzer Sinn: Eine sinnvolle Gesetzesänderung muss nicht nur in der Judikative, sondern zunächst mal in der Exekutive gut umgesetzt und kontrolliert werden können - mit genügend Personal und Zeit. Trotzdem kann es ein gutes Gesetz sein.

    Eine Kerze für einen jungen Mann, der vor dem Krieg in der Ukraine mit seiner Familie hierher floh und hier an einer Krankheit starb. Wir geben uns Mühe, deinen Eltern und Geschwistern zu helfen - versprochen.

    JayCee Freu dich auf die Zeit in eineinhalb Jahren 😉 Meine Große hat jetzt nach langem, inneren Ringen ihren Vater auf allen Kanälen blockiert. Wir haben uns, als sie 18 wurde, entschieden, ohne seinen Unterhalt klarzukommen, weil wir beide keine Energie mehr hatten und haben für die Auseinandersetzung mit ihm. Jetzt, eineinhalb Jahre später, waren wir zuletzt bei der Polizei, um seine verbalen und schriftlichen Beleidigungs- und Drohtiraden seiner Tochter gegenüber wenigsten einmal "zur Akte zu geben". Und nu is Ruh im Karton, er könnte uns natürlich noch Briefe schreiben oder uns mit seinen Blicken durchbohren, falls er uns begegnet, aber keine Mails, SMS oder Messenger-Nachrichten mehr. Ein geradezu befremdlich befreiendes Gefühl.


    Ich drück euch die Daumen!

    Ich bin hier auch wieder weg.

    Wir probieren es ernsthaft neu und wieder, der liebe Herr Ex und ich, ganz schön und ganz anders als früher und in unserer höchst individuellen, transkulturellen Melange aus "beste Freunde", "altes Ehepaar", "jung Verliebte" (ziemlich mittelalt-jung...😆); und diesmal vertraut und vertrauend auch die ganz tiefen Verletzlichkeitend und Ängste zeigend und besprechend. Puh, gerade diese schwierigen Konflikt- und Angstthemen ehrlich miteinander zu besprechen und uns gegenseitig zu verstehen und Sorgen nehmen zu können, tut wirklich gut - und ich bin zuversichtlich und vorsichtig optimistisch.


    Und der Rest gehört ja dann auch nicht in diesen Faden.

    Ah... vom Schicksal gebeutelte Adoleszente, die in emotionaler Überreaktion uns ratlos bis angepisst stehenlassen - aus dem Nichts. Kenn ich von meiner Großen (19) auch so. Und bei allem Verstehen und Verständnis bringt mich wenig so auf die Palme. Ich wünsch dir gute emotionale Standhaftigkeit, nicht jeden Schuldschuh müssen wir Eltern uns anziehen und v.a. kein ewiges "mea culpa" beten ob unserer Unperfektheit und Fehlerhaftigkeit. [Letztere können wir auch besser mit Freund*innen diskutieren als mit unseren Kindern.]

    Und atmen nicht vergessen - ich wünsch dir genug Kraft, davon immer genug für dich selbst, das ist ja wie mit den Sauerstoffmasken im Flugzeug...

    Bei mir hat es gut 6 Jahre gedauert, bis ich wieder halbwegs Sport für mich allein machen kann. Sport mit Kind hat bei uns nicht funktioniert. Wenn ich laufen will, dann will ich nicht gleichzeitig auf ein Kind mit Rad oder Laufrad aufpassen (inkl. Stop-and-Go) etc. Dafür toben wir dann zusammen und machen Wettrennen "Rad gegen Mama" und wandern oder spielen Federball etc.

    Jetzt kann ich unregelmäßig wieder laufen und ich mach einfach jeden Abend mein Mini-Workout, meistens einige Sets Kniebeugen und Liegestütz plus Dehnung plus ein übern andern Tag ein paar Schläge, Blocks und Tritte aus tiefem Stand, die aus meinem früheren Kampfkunst-Leben noch in Fleisch und Blut sind. Ich merke alle paar Tage ne Steigerung, das ist schon motivierend - und der Rumpf dankt es mir mit schmerzfreier Haltung.

    Also, wenig machen ist immer noch besser als nix machen. Und mach dir keinen Kopf - die Zeit kommt wieder!

    Hallo Sockenbuegler, K1 und ich, wir sind durch ähnlichen Mist gewatet wie ihr (andere Diagnose bei KV). Der Manipulator wirft allen anderen Manipulation vor, der Säufer den anderen Alkoholmissbrauch...


    Ich habe damals vieles zu nachgiebig und konfliktscheu (manchmal ängstlich, verunsichert, "nicht mehr könnend"...) versucht, freundlich zu lösen, von K1 wegzuhalten. War auch nicht die Lösung, hat sie nur noch mehr verunsichert.

    Als sie älter war, habe ich klarer gesprochen, so konnte sie auch klarer sprechen. Rückblickend hätte ich das schon früher machen sollen, nichts beschönigen, nichts "deckeln". Inzwischen ist sie volljährig und der Kontakt zum KV beschränkt sich auf wenige kurze Treffen im Jahr - sie ist nicht drüber weg, sie hat ihre psychischen Verletzungen und es war und ist Therapie hilfreich, aber sie hat ein eigenes Standing und sie ist grundehrlich mit ihrem Vater und ich bin beeindruckt, wie empathisch sie dabei dennoch ist und wie sehr sie bei sich bleiben kann in ihren Aussagen, und darf sich bei mir und Freund*innen auskotzen und ausweinen. [Aktuell arbeitet er zum x-ten Mal an einer paranoiden Psychose, seine Compliance hinsichtlich Medikation und Therapie ist quasi nicht existent, die "Zwangseinweisung" ist sozusagen nur eine Frage der Zeit, er wird nicht freiwillig in die Klinik gehen, never did that...]


    Ich finde: Du machst das wirklich wirklich gut! Sei aufrichtig mit deiner Tochter, so dass deine Aussagen und dein Tun mit deinen Gefühlen übereinstimmen. Ich glaube, das ist das wichtigste, dass sie dich als ehrliche Haut, als sichere Bank, als zuverlässig wahrnimmt.

    Zu Postings und Äußerungen deiner Ex ggü. Dritten: Meine Erfahrung ist, dass Dritte meist sehr gut einordnen können, was glaubhaft ist und was nicht, einfach, weil sie euch kennen.


    Es dauert ein paar Jahre, bis man selbst sich wieder traut, aber es wird besser!

    Unser 🥷 wird von K1 grundsätzlich fürs Erwärmen und Aufbacken der Teenager-Fertigfraße (Pizza, Kühltheken-Gedöns) genutzt, die nicht wie Asianudeln einfach mit heißem Wasser übergossen werden. [Ich atme immer tief durch und erinnere mich an mein erstes Semester vor gefühlt 100 Jahren, danach war ich dann geheilt von Fertiggerichten.]


    Meine liebe Freundin und Nachbarin hat mir jetzt ein Vegan/Vegetarisch-Kochbuch für den Airfryer geschenkt. Wirklich coole Sachen drin, da freu ich mich auf neue Kombinationen - wobei ich die Tartes und Quiches klassisch im Ofen machen werde - der leider keine Umluft hat, nur Ober- und Unterhitze, sein Backtempo lässt sich umschreiben mit "Alter Mann ist kein D-Zug!", aber es wird alles gut von Kuchen bis Auflauf.

    Ich zieh die Frage nach Airfryer-Erfahrungen und -Tipps mal hier rüber und eröffne.

    Im Herbst hab ich mir eine Ninja Foodimax zugelegt, 2 getrennte Fächer, diverse Funktionen, Beschichtung PTFE.


    Grundsätzlich: Ich hab sonst in meiner Küche keine besonderen Extrageräte, kein Thermomix, keine Mikrowelle, nur eine elektrische Kaffeemühle, die meine French Press ergänzt und eine selten genutzte 80er-Jahre-Bosch-Küchenmaschine von Oma, die fast ausschließlich fürs Gemüseraspeln eingesetzt wird, wenn die Masse für die Handreibe zu mühsam ist.


    Die Airfryer hab ich jetzt bei Freund*innen begutachtet und immer nachgefragt. Alle topp zufrieden, sogar Leute mit ähnlich karg ausgestatteten Küchen wie meiner.


    Und jetzt kommt die Werbung: Ich find das Teil super. Schnell, praktisch, sauber, fettarm, lecker. Besonders gut find ich es bei selbstgemachten Pommes Frites, Süßkartoffeln, veganen und fleischigen Frikadellen, Maiskolben (die sind echt wie vom Grill), alles "Ofengemüse" - und zum schnellen Aufwärmen. Fleisch am Stück hab ich noch nicht getestet, das gibt es bei uns einfach selten.

    Ich mag es, wenn ich nicht ständig in der Pfanne wenden muss, sondern das Essen nebenbei gart. Also bin ich jetzt Heißluftfriteusenfan.

    Durch 2 Fächer kann ich auch entweder große Mengen oder verschiedene Sachen zubereiten. Das mag ich.


    Bei den verschiedenen Geräten muss man dann wohl für sich gucken, was am besten passt und gefällt.

    Da kann ich doch hier mal den Faden kurz mit Tränen und Kopfschütteln füllen: Und plötzlich erwischt mich der Liebeskummer. Mein Kopf ist ja immer total gut, alles wegzurationalisieren und ich kann mir die Kontrolle über mich selbst vorgaukeln. Und dann schafft es eine gaaanz kurze (und schöne und geheime, die will ich nicht missen) friends+ Liaison mit meinem Ex, über den ich doch gefühlsmäßig schon längst weg zu sein glaubte in all den Jahren, in denen er noch nicht über mich hinwegkam - also, diese paar Tage schaffen es, die ganze nicht gesehene Trauer über unser damaliges Scheitern und den Verlust der Möglichkeiten hochzubringen und mich mich wieder ein bisschen verlieben zu lassen - unglücklich, logisch! Und selbstverständlich weiß mein Hirn, woran wir scheiterten und dass wir da immer weiter dran scheitern würden, weil wir da beide keinen so großen Kompromiss machen können. Aber plötzlich tut es weh und raubt mir Schlaf und Appetit.

    [Und wenn ich überlege, wie er damals gelitten hat, dann ist es auch nur fair, das Leid zu teilen, sozusagen.] Nee, an Karma und Schicksal glaube ich nicht. Aber daran, dass es gut ist, dass die Trauer noch kam und das Lernen daraus für mich und für mein Leben, auch wenn es so schmerzt. Selbst das geht hier gerade gleichzeitig. Macht es nicht einfacher, dass er ein wirklicher Freund ist inzwischen und dass wir das auch bleiben wollen - auf die lange Sicht seh ich das auch wirklich so, ich hab ihn einfach auch furchtbar gern als Mensch.

    Hab ich aber auch nicht mit gerechnet bei mir, sondern hatte eher Sorge, dass er gefühlsmäßig rein- und abstürzt. Na, Urtica, haste dir selbst ein Bein gestellt, wurde auch mal Zeit, dass ich mich mehr mit diesen Gefühlen auseinandersetze, ich alte Erwachsene bin doch bislang aus jeder Beziehung meist so raus, dass ich nicht verletzt wurde (wahrscheinlich bin ich auch schon so rein...), time to grow up and learn how to suffer. Seufz. Musste das nur mal aufschreiben.