Club der Einsamen Herzen

  • Wieso muss/sollte man denn überhaupt Kompromisse eingehen?


    das begegnet mir hier immer wieder 🤷🏼‍♀️

    Gute Frage....


    Seine eigene Bedürfnisse und die des anderen sind ja nicht immer gleich.

    Da die Beziehung in Gleichgewicht zu halten ist echt schwierig.

    Da ist es gut, wenn man ein gemeinsames aussen Ziel hat und gemeinsame Werte 🤷‍♀️

  • Es kann doch auch schön und bereichernd sein, Kompromisse einzugehen, Dinge zu tun die dem/der Partner*in gefallen, die mir vielleicht schwer fallen oder bisher fremd waren.

    Es ja nun nicht so, daß ich jede "Macke" die mir die Zeit geschenkt hat zum ich-sein brauche ;)


    vg von overtherainbow

  • Seine eigene Bedürfnisse und die des anderen sind ja nicht immer gleich.

    Egal ob im Beruflichen oder im Privaten, es geht überall dort, wo ich mit anderen Menschen aufeinandertreffe, um Kompromisse. Vielleicht nicht so, dass sie für mich im Vordergrund stehen, sondern dass meine eigene Lebenshaltung die Bereitschaft zu Kompromissen einschließt. Denn andere Menschen (und gerade solche, die ich schätze), sind für mich und mein Leben immer eine Bereicherung, weil sie mir Mut machen, meine eigene Komfortzone zu verlassen und ab und zu auch Dinge zu tun, die ich alleine nicht unternommen hätte.


    Gute Kompromisse erweitern die eigene Perspektive - die Summe ist mehr als die beiden Anteile.

    A smile a day sweeps the sorrows away

  • Habt Ihr eigentlich auch im Auge was Ihr so mitbringen würdet in eine Partnerschaft? Ich meine jetzt nicht nur den dicken Hintern und die Halbglatze. Da sehe ich hier und da doch erheblichen Bedarf an Kompromissbereitschaft beim Gegenüber. 8o

  • Meine Erkenntnis der - sagen wir mal - letzten 6 Jahre bis heute bzw. aktuell:


    Ich möchte nicht mehr...

    - in wesentlichen Fakten (vorhandene Kinder, finanzielle Lage etc) angelogen werden,

    - die Schuld für letztendlich das Versagen des anderen / Dinge, die der andere in den Sand gesetzt / verbockt hat, zugeschoben bekommen

    - vermeintlich "gerettet" werden - ich kann mich sehr gut auch selbst aus der Scheisse ziehen, sofern ich dort überhaupt gelandet bin 🙄

    - den anderen "retten müssen", sprich: in die Rolle des "Helfers" rutschen oder gedrängt werden, Verantwortung für die Belange des anderen übernehmen zu "müssen" bzw. übertragen zu bekommen 🙄.


    Ich möchte bzw wollte (bewusst Vergangenheit) einfach "nur" ich selbst sein dürfen. Ich war aber immer irgendwie "falsch".


    In Freundschaften kann ich das - dieses "ich selbst sein". In Beziehungen offensichtlich nicht oder auch nicht mehr. Das zu akzeptieren ist für mich echt "harte" Arbeit an mir selbst, weil da ganz grundlegende Einstellungen und Haltungen über den Jordan gehen 🥴😓😉. Wertschätzung, Respekt, Loyalität, füreinander einstehen, füreinander "da" sein, wenn der andere einen "braucht" (und umgekehrt), Verlässlichkeit, Vertrauen, Liebe etc.


    Von daher - was biete ich? Nichts. Ich mag einfach nicht mehr, zumindest aktuell. Ich finde mein Leben jetzt und hier so, wie es ist, richtig schön und in der Regel auch entspannt - zumindest im Vergleich zu den letzten plusminus 6 Jahren. Und ganz gruselig waren die letzten 3 Jahre. Die muss ich, wie gesagt, erst mal verdauen und da kann mir auch niemand helfen.

  • Kompromisse und Bedürfnisse sind für mich ein Unterschied. Auch Neues zu entdecken fällt bei mir nicht unter Kompromiss.


    Ich war mir sicher, keine Kompromisse in einer Partnerschaft mehr eingehen zu wollen. Wozu auch? Dann wäre ich lieber alleine geblieben.

    Glücklicherweise habe ich jemanden, der sich nicht nach Kompromiss für mich anfühlt. Auch ich hätte für niemanden ein Kompromiss sein wollen,


    Da ich ja unter der Haube bin, lasse ich euch Singles aber wieder diesen Thread 👋

  • Habt Ihr eigentlich auch im Auge was Ihr so mitbringen würdet in eine Partnerschaft? Ich meine jetzt nicht nur den dicken Hintern und die Halbglatze. Da sehe ich hier und da doch erheblichen Bedarf an Kompromissbereitschaft beim Gegenüber. 8o

    Ich bin eine wandelnde, nicht abstellbare Autokorrektur. :D Leb damit!


    :P

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    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Ich war mir sicher, keine Kompromisse in einer Partnerschaft mehr eingehen zu wollen. Wozu auch? Dann wäre ich lieber alleine geblieben.

    Glücklicherweise habe ich jemanden, der sich nicht nach Kompromiss für mich anfühlt.

    Für mich zwei verschiedene Dinge. Über ersteres habe ich ja schon geschrieben - das ganze Leben besteht aus Kompromissen. Jemand, bei dem Du zu jedem Zeitpunkt das tun kannst, was Du möchtest, der stellt seine Wünsche und Ansprüche Dir zuliebe zurück - und das kann auf Dauer nicht gutgehen. (Ich spreche hier nicht von Deinem Partner, weil ich den nicht kenne. Aber ich denke auch dort, dass Du irgendwann mal wieder mit Kompromissen zu tun haben wirst.). Das zweite: natürlich würde ich keine Partnerin wollen, die sich für mich wie ein Kompromiss anfühlt. Aber eine Partnerin, die - genau wie ich auch - weiß, dass jeder Mensch seine Ecken und Kanten, seine Eigenheiten und Bedürfnisse und sonstigen Eigenschaften hat, die ihn zu einem besonderen Menschen machen. Und mit einer solchen Gesinnung fühlen sich Kompromisse dann auch anders an, nämlich als ein Aufeinander zugehen. Weil es beide tun aus Liebe zum Partner.

    A smile a day sweeps the sorrows away

  • Habt Ihr eigentlich auch im Auge was Ihr so mitbringen würdet in eine Partnerschaft? Ich meine jetzt nicht nur den dicken Hintern und die Halbglatze. Da sehe ich hier und da doch erheblichen Bedarf an Kompromissbereitschaft beim Gegenüber. 8o

    Haben wir, deswegen wollen die meisten auch keine feste Beziehung. Weil eben das was man selbst mitbringt und das was der potentielle Partner mitbringen kann einen großen Haufen Stress erzeugen könnte. 🤣🤣🤣

  • Ich glaube gar nicht, dass man im Alter weniger kompromissbereit wird, man weiß halt nur genauer, was man braucht und was eben nicht8).

    Und das ganze wird eigentlich noch entschärft, weil Situation, die einem mit 20 schlaflose Nächte bereitet haben, lösen nur noch ein kurzes Schulterzucken aus8).

    LG Campusmami



    Sonne muss von Innen scheinen :sonne


    Das Leben findet draußen statt :rainbow: .

  • Ich war mir sicher, keine Kompromisse in einer Partnerschaft mehr eingehen zu wollen. Wozu auch? Dann wäre ich lieber alleine geblieben.

    Glücklicherweise habe ich jemanden, der sich nicht nach Kompromiss für mich anfühlt. Auch ich hätte für niemanden ein Kompromiss sein wollen,


    Da ich ja unter der Haube bin, lasse ich euch Singles aber wieder diesen Thread


    Och, ich finde das ganz schön, hier zu lesen, dass das möglich ist.

    LG
    CoCo




    Vegan bedeutet, dass man Tierquälerei, Welthunger, Umweltzerstörung und Pandemien nicht nur zwischen den Mahlzeiten sch.eiße findet.

  • Ich möchte bzw wollte (bewusst Vergangenheit) einfach "nur" ich selbst sein dürfen. Ich war aber immer irgendwie "falsch".


    In Freundschaften kann ich das - dieses "ich selbst sein". In Beziehungen offensichtlich nicht oder auch nicht mehr.

    Das ist tatsächlich für mich elementar und noch vorgeordnet vor Charaktereigenschaften oder Weltanschauungen, die der potentielle Partner mitbringen muss.

    Aber das ist nichts, was der Partner "erfüllen" könnte, das ist mein eigenes Thema, das ich in den Griff bekommen möchte. Ich bin so eine krasse "Gefallen-Wollerin", dass ich mich erstmal um 180 Grad verbiege und sich dann neue Hobbies, Gewohnheiten und Lebenseinstellungen in einer Beziehung verankert haben, bis ich überhaupt gemerkt habe, dass ich sie eigentlich doof finde. :D


    Sehe ich aber wie gesagt komplett als mein Thema, es in Zukunft eventuell aushalten zu können, jemanden auch wieder aus meinem Leben gehen zu lassen, wenn ich merke, dass wir nicht passen, wenn ich so bin, wie ich bin.

    Through judging, we seperate. Through understanding, we grow.
    - Doe Zantamata -

  • "Falsch sein"...


    Ich habe - und das wird mir immer wieder auch bestätigt - eine sehr selbstbewusste, souveräne "Außenwirkung". Man merkt mir in der Regel nicht wirklich an, wie es mir geht, weil ich mich dann in die "innere Emigration" zurückziehe und vollkommen klar - auch eine "Maske" trage. Humor ist, wenn man trotzdem lacht.


    Aber ich "durfte" auch nie zeigen, wenn es mir nicht gut ging. Es war eine völlig neue "Erfahrung", dass ich "öffentlich" geweint habe, als der Wohnwagen um die Ecke bog, wegfuhr und ich dann eben NICHT zu hören bekam "Stell dich nicht so an, reiß dich zusammen", sondern ich ganz einfach in den Arm genommen wurde. Und das Gefühl hatte, ich DARF jetzt auch traurig sein und weinen, eben WEIL der Verkauf mir tierisch weh getan hat. Das war für mich etwas absolut Neues.


    Das Womo war zu dem Zeitpunkt kein "Ersatz", im Gegenteil, es war eine reine Kopfentscheidung, nicht das Womo, sondern den Wohnwagen zu verkaufen. Und ich bin mir nach wie vor nicht sicher, ob ich es dauerhaft behalte. Da hängen noch zu viele "Giftsätze" dran. Anfangs "konnte" ich es ja kaum betreten, weil mich die Erinnerungen so überfahren haben. Das geht mittlerweile - mit zunehmendem Abstand.


    Sprich: "stark sein", "Stärke zeigen", nicht "rumjammern" war bei mir und familiär bedingt immer Programm. Ich habe - kein Scherz - rund 20 Jahre nicht oder kaum geweint, konnte es nicht. Das ist heute anders. Ich kann es wieder und das ist auch in Ordnung, wenn auch manchmal lästig 😅🥴😉.

  • Ich habe - kein Scherz - rund 20 Jahre nicht oder kaum geweint, konnte es nicht. Das ist heute anders. Ich kann es wieder und das ist auch in Ordnung, wenn auch manchmal lästig 😅🥴😉.

    „Hachiko“ schauen. Ich heule da immer.

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