Beiträge von campusmami

    Kaj KI kann inzwischen tatsächlich schon effektiv herausfiltern, was jemand nicht kann... Und welche Folgewirkungen daraus entstehen *duckweg* .


    Kannst du Mal ein Beispiel für die historische Sprachentwicklung und den Spracherwerb geben? Mir ist nicht klar, inwiefern das zur Fehlerursachenforschung nützlich ist.


    Das mit dem Vorbereiten wissenschaftlichen Arbeiten sollte man ersatzlos streichen. Ich bekomme da regelmäßig akute Schmerzen und die Unis fangen so oder so wieder bei Null an.

    Es gibt zumindest in Nordrhein-Westfalen diverse Praktika und Möglichkeiten, den Schulbetrieb bereits VOR dem zweiten Staatsexamen (oder wie auch immer das heute heißt) kennenzulernen und sich selbst zu erproben.

    Ich habe mich gerade gefragt, ob du das Ernst meinst ... Nach dem 2. Staatsexamen wäre ja noch absurder... Da hat man ja schon ein paar Jahre Uni hinter sich. Eigentlich müssten die Leute vor dem Studium in die Schule und nicht nach 4. Mathescheinen, deren Wissen sie während ihrer Lehrkräfttätigkeit nicht brauchen, in die Schulen. Nicht, um da Unterricht zu machen, sondern um zu prüfen, ob sie einen Zugang zu Kindern haben.


    Es gibt ja Untersuchen, bei denen Studienabbrecher*innen gefragt werden, warum sie ihr Studium abbrechen. Und das sind im Lehramt tatsächlich unwahrscheinlich häufig die fachlichen Anforderungen und die anderen Erwartungen. Ich glaube, dass das System genau die Menschen aussiebt, die eigentlich richtig gut sein könnten.

    Ich glaube schon, dass Wohlfühlen und Schule als Lebensort zu verstehen einen entscheidenden Einfluss auf Lernerfolg hat... Dabei geht es sicherlich nicht nur um Toiletten. Und Geld ist in unserer Gesellschaft tatsächlich auch ein Zeichen von Wertschätzung. Und das diese zu fehlen scheint, springt einen in diesem Thread ja förmlich an.

    Keine Frage, ich gebe dir völlig Recht, dass man mit Geld nicht alles rocken kann... Aber ich halte die anderen Begarrungskräfte tatsächlich schwerer zu überwinden, als den Mangel an finanziellen Ressourcen.


    Ich habe ja Kinder auf zwei verschiedenen Schulen und finde immer wieder krass, wie unterschiedlich Prioritäten und Selbstverständnis sich auf Ausstattung, Lernqualität und auch Output Auswirkungen.

    Die eine Schule ist übrigens deutlich besser im Einwerben von Förderprogrammen und anderen Drittmitteln...

    Na ja, der Sanierungsstau ist schon beachtlich... ob man sich den Föderalismus gönnen muss, sei mal dahin gestellt... Ich glaube nicht, dass wir den inkl. seines Verwaltungsapparates loswerden. Schule ist übrigens ein Musterbeispiel, wie sich Systeme reproduzieren und Beharrungskräfte wirken können.

    Jannne ich habe mit keinen Wort erwähnt, dass alles so easy ist und sich die Lehrkräfte lediglich anstellen. Ich habe gesagt, dass das Beamtentum solche Tendenzen systemisch fördert und es wenig zielgerichtetes Feedback gibt, falls das Ziel des Systems "guter Unterricht" wäre. Eine Dritte These, die ich aufstellen würde ist, dass es an Universitäten wenig so homogen zusammengesetzte Studiengänge gibt, wie das Lehramt. Da könnte man sich ja schon fragen, wie kommt das? Und was kann man tun, damit sich das ändert, sofern man das denn ändern möchte.


    Und nein die*der einzelne*r Lehrer*in kann das System nicht ändern. Und es gibt in meiner ganz subjektiven Erfahrung deutlich mehr engagierte Lehrkräfte, als Menschen, die völlig ungeeignet für den Beruf sind.


    Unbestritten ist auch, dass zu wenig Geld ins Bildungssystem fließt.

    Ich glaube schon, dass SuS auch in jüngeren Jahren konkrete Fragen zum Unterricht beantworten können. Und auch Oberstufenschüler*innen würde man in einer Evaluation nicht fragen, ob die geforderten Inhalte zeitgerecht vermittelt wurden. "Zeitgerechtigkeit" würde ich tatsächlich anders ermitteln, sofern das überhaupt relevant sein sollte.

    Kaj bei Lehrevaluationen müsste man die Betroffenen sprich die SuS fragen. Ich denke, wir sind uns einig, dass die Qualität des Unterrichts das eigentliche Qualitätskriterium für Lehrkräfte sein müsste. Oder bewertest du deine SuS danach, wie schnell sie auf Mails antworten, oder wie groß ihr Kinderzimmer ist?

    Es gibt halt auch sehr wenig andere Berufe, womit jede*r Erfahrungen gemacht hat. Und die Wahrscheinlichkeit, dass man in der eigenen und/oder in der Schulkarriere der eigenen Kindern auf verschiedenen Pappnasen trifft, ist halt nicht gering. Ich glaube nicht, dass die Anzahl der Menschen, die diesen Job eher nicht machen sollten viel größer ist als in anderen Berufen, erhöht wird sie aber schon sein, denn es gibt Strukturen, die genau das fördern. Dazu zählt ganz sicher die Verbeamtung... So können sich Menschen in sicheren Beschäftigungsverhältnissen häufig besser entfalten, weil soziale Sorgen wegfallen, trotzdem bleibt halt ein Rest, der es sich hübsch ruhig macht. Die Kriterien, wie es zur Verbeamtung kommt, sind auch absurd. Und ich glaube, dass sehr wenig andere Berufe gibt, wo Leistung so wenig systematisch evaluiert wird, wie in der Schule. Dadurch entsteht möglicherweise auch ein falsches Bild, dass sich reproduziert. Eltern und SuS verlieren in der Regel sehr wenig Worte für guten Unterricht, Fehlverhalten von Lehrkräften wird aber gerne ausführlich diskutiert und breitgetreten.

    Dann soll er sie bitte in seinem Zimmer härten und nicht in meinem Schrank,wo andere Menschen wühlen ohne sich dabei Gedanken um unverschlossene Gummibärchentüten zu machen 8o^^.

    Ich muss echt immer wieder schmunzeln, wenn ich den Vorratsschrank aufräume... Während Kind 2 schon kapiert hat, dass eine verschunde Schokolade weniger auffällt als eine Angefangene, ist Kind 1 (fast volljährig) nicht in der Lage eine Tüte Gummibärchen so zu öffnen, dass man sie wiederverschließen könnte 8o, oder sich daran zu erinnern, dass es da noch ein angefanges Tütchen geben könnten8).

    Kaj aber wer nur aus Selbstverwirklichung Teilzeit arbeitet, sucht sich möglicherweise eine andere Selbstverwirklichungsmöglichkeit statt dann Vollzeit zu arbeiten^^?

    Als Elternteil ist mir tatsächlich lieber, das jemand weniger arbeitet und dann relaxter mit den Kids umgeht, als eine ungewollte Vollzeit. Gerade mit Schulkindern ist das ja nicht so einfach... Hier fällt ständig die Nachmittagsbetreuung aus, und selbst die "verlässliche Grundschule" hat ihren Namen nicht mehr verdient.

    Ich bin mir gar nicht so sicher, ob Schüler*innen einfach ausziehen können und dann BAföG beziehen. Da braucht es eine Begründung, wie zu weiter Schulweg und das wird zumindest bei allgemeinbildenen Schulen schwer zu begründen sein.


    Ich würde meinem Kind auch was husten... Wer mit 18 ausziehen möchte, muss das auch irgendwie finanzieren, Studium ist was anderes.

    Aber erwarte nicht zuviel, wenn ich das richtig geblickt habe liegt der Höchstsatz für eine zweijährige schulische Ausbildung bei 262 Euro 8o.

    Eigentlich ist das ein Skandal, wenn man junge Menschen für Pflegeberufe gewinnen möchte:/ . zur Sicherheit, kannst du dich bei dem für euch zuständigen Bafög-Amt beraten lassen.

    Ich habe gerade noch Mal nachgeschaut: Freibeträge sind aktuell für dich 1650 Euro plus für das zweite Kind 705 Euro. Die Mietkosten scheinen auf den ersten Blick also keine Rolle zu spielen.

    Aber UVG plus Kindergeld ist mehr als der BAföG Höchstsatz, wenn man noch zu Hause lebt. Ich denke, dass es daran scheitert.

    Wenn der Rechner nö sagt, ist dein Einkommen zu hoch, oder die abzugsfähigen Ausgaben zu gering. Die Schulform scheint ja prinzipiell förderfähig, sonst würden die Mitschüler*innen auch kein Bafög bekommen.

    Erste Frage: wie kann es sein, dass du keine Wohnkosten hast? Zweite Frage: hast du Mal ohne UVG getestet? Das würde ja wegfallen, wenn deine Tochter volljährig wird. Ich kenne mich ganz speziell mit Schüler-Bafög nicht so gut aus, aber könnte mir vorstellen, dass der UVG und das Kindergeld für den Ausbildungsbedarf kostendeckend bewertet wird, wenn man noch zu Hause wohnt und kein Schulgeld bezahlt.

    Otterson , nicht wirklich. Es kommt halt immer darauf an, wie schwer das mit dem Job ist. Da zumindest ich in dieser Sache deutlich weniger kompromissbereit wäre, als bei der Wohnung, und es mir erstmal wichtig wäre die Situation zu verlassen, würde ich tatsächlich mit der Wohnung anfangen. Aber, ich schließe nicht aus, dass das bei dir oder auch bei kringel völlig anders ist. Letztlich ließe sich aber auch jede andere Entscheidung korrigieren. Insofern hat Volleybap recht, dass die Reihenfolge egal ist.

    Okay, wenn sich gerade dein Lebensdreieck (Wohnung, Arbeitsort und im Sommer auch noch Kita) neu sortiert, ist es schwierig eine für alle Eventualitäten optimale Lösung zu finden. Vielleicht ist das auch gar nicht möglich, oder wichtig. Wenn du erst mal die eigene Wohnung hast und frei atmen kannst, fügt sich vielleicht mehr als du denkst, auch wenn du ggf. in ein paar Monaten nochmal umziehen musst, weil es finanziell oder von den Wegen her nicht stimmig ist.

    Sprich: ich würde mit der Wohnung anfangen... Selbst wenn du da eine falsche Entscheidung triffst, wäre die am einfachsten zu korrigieren.