Beiträge von campusmami

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    Familienbesuch ist Familienbesuch und eher kein Urlaub 8o. Ich spreche aus leidvoller Erfahrung und kann verstehen, dass man da mit 13 ggf. wenig Lust drauf hat. Ich selbst würde auf keinen Fall mitfahren... So war doch ein Goodie der Trennung die Schwiegereltern "los zu werden". Nicht im Traum würde ich eine Woche meines Urlaubs opfern, um einem ex-familienbesuch zu machen. Meine Kids ermutige ich aber trotzdem dazu. Und bisher machen sie das gerne oder zumindest ohne großes Theater. Wenn ich das als Urlaub lablen würde, bekäme ich wahrscheinlich mehr Widerstand :D. Urlaub für meine Kids heißt Pool und w-lan... Bei den Schwiegis gibt's nicht mal zuverlässig Strom... Geiles Wetter, Landschaft, Abenteuer ist in deren Urlaubsdefinition (noch) nicht enthalten8o.

    Die Schließzeiten der Kita sind mutmaßlich innerhalb der Schulferien nur eben weniger... Also größere Flexibilität, sofern man keine schulpflichtigen Kinder hat. Die hat KM2 meines Wissens nicht. Ist sie nicht auch Studentin? Vielleicht ist ein anderer, verständlicher Grund, dass sie die Regelung mit der Vorlesungs vs. Vorlesungsfreien Zeit synchronisieren möchte.


    Vollbio frag sie doch mal nach dem Grund. Das wäre der erste Schritt zu einer guten Lösung ;).

    CoCo , das mag in BLs so sein, wo die Ferien an einem Freitag beginnen, hier ist der offizielle erste Ferientag definitiv ein Donnerstag.


    Ich glaube auch nicht, das Kitas 12-14 Wochen geschlossen haben=O... obwohl in D wundert mich fast nix mehr:/. Ich habe ja auch einen anderen ET mit Migrationshintergrund, der traditionell 4-5 Wochen über Weihnachten (Trockenzeit... also auch besonders nett) in die Heimat geflogen ist, der hätte auch nicht verstanden, warum er die Kinder 3 Wochen im Sommer nehmen soll (Wo die Kita nur 3 Wochen geschlossen war) und im Winter nur/oder überhaupt 7 Tage. Also stand da nur zur Debatte, ob die Kinder mitfliegen oder er nicht zur Verfügung steht... das haben wir auch nie mit anderen Ferien verrechnet. Mir war immer nur wichtig, dass Arbeit und Schließzeiten abgedeckt waren, ob ich Urlaub genommen habe, Ex die Betreuung übernommen hat oder wir eine andere Lösung gefunden haben, war mir Wumpe.

    ja von etwas mehr als einem Wochenende.

    Nein. Hier ist Mittwoch der letzte Schultag und Donnerstag der erste Ferientag... die Kinder befinden sich nicht bis Montag im luftleeren Raum:D.


    Wenn ich den von dir zitierten Satz nochmal lese und mich in die Mutter eines Kleinkindes hinein versetze, wäre für mich der logischste Ablehnungsgrund (der steht da nämlich nicht), dass das Kind keine Schulferien hat und ich deshalb eine Regelung anhand der Schulferien für mich nicht logisch finden würde.

    Das ist echt schräg...


    vielleicht schreibt dein Sohn einen Zweizeiler: "Liebster Herr Vater, ich gehe noch immer zur Schule. Datum, Unterschrift" und schickt das alle zwei Monate, vielleicht fällt dann auf, dass es absurd ist:/?! Oder er entbindet das Sekretariat von der dessen Schweigepflicht (sofern es die gibt... ich kenne mich da nicht aus), dann kann der Vater das selbst mit der Schule abkaspern und die sich ggf. wehren.

    Daher nicht am letzten Schultag nach Schulschluss, sondern laut amtlicher Bekanntmachung am ersten Werktag der Folgewoche.

    Ich nehme an, dass dies der Grund Ihrer Ablehnung ist.

    Hä??? Ich habe es jetzt dreimal gelesen, um zu verstehen, was gemeint ist... Meine Fresse das ist ein Wochenende, das kann doch nicht jede Ferien zum Drama werden. Zumal Kinder, die noch nicht Schulpflichtig sind, gar keine Ferien haben (KM2 s Kind ist doch noch klein, oder?):/8o. Kann man das nicht flexibel zu Gunsten aller handhaben? Ich glaube auch nicht, dass es viele Menschen gibt, die deshalb ein Gericht bemühen und eine entsprechende Erfahrung haben. Die Niedersachsen sind sowieso raus, da beginnen die Ferien am Donnerstag:D. Ich habe mich schon immer gefragt, wem das nutzen könnte, aber für deine beschriebene Überlegung wäre es eine gute strukturelle Veränderung... Hast du mal drüber nachgedacht, in eine BL zu ziehen wo die Ferien unter der Woche beginnen und enden?

    Ok, bleiben wir gerne beim Ableiten aus den Zahlen.


    Ein Beispiel aus dem Eingangspost. Die Prozentzahl ist völlig verwässert. Es macht doch beim Geldverdienen einen riesigen Unterschied ob ein zweites Elternteil einspringt wenn das Kind krank ist oder ob man wirklich alleinerziehend ist. Tatsächlich ist der prozentuale Anteil der auf sich alleine gestellten Erziehenden mit Bedarf an staatlichen Leistungen also noch wesentlich höher. Ist das nicht wichtig?

    Mhm, macht das wirklich einen statistischen Unterschied? Die, die einen solchen anderen ET haben, haben bessere Chancen auf eigene existenzsichernde Erwerbsarbeit... keine Frage, aber gucken muss man doch auf die, denen es nicht gelingt. Ich würde auch behaupten ein Backup/ eine Unterstützungsstruktur reicht, ohne dass das der andere ET sein muss. Meine Karriere hat meine Großmutter gerettet, die ein bis zwei mal die Woche hier zur Kinderanimation aufgelaufen ist, bei Bedarf auch öfter... Später hat mein AG den Randzeitenbabysitter bezahlt.


    Die "krank-Tage" sind by the Way ein Witz... und mehr Mythos und Ausrede, denn ein realistisches Problem. Eine reguläre, verlässliche, flächendeckende Betreuung, die eine Vollzeitarbeit ermöglichen würde, wäre mutmaßlich der größere Schritt.

    Wenn man Statistiken aufstellt, dann sollten die auch stimmen.

    Und es nun mal Fakt dass nicht jeder der Steuerklasse 2 hat automatisch "alleinerziehend" ist.

    Die Statistik "stimmt" schon... eine andere Frage ist, was man daraus ableiten kann oder möchte. Was man steuerrechtlich unter "alleinerziehend" versteht ist ja recht eindeutig... die Bannbreite wer da was leistet oder sich selbst als "alleinerziehend" versteht, riesig und wird nicht erfasst, das wäre auch richtig teuer und würde uns alle nerven *lach*.

    Das ändert aber nichts daran dass ich meine Kinder nicht als alleinerzogen in irgendwelchen halbgaren Statistiken mitgezählt werden sehen möchte nur weil die Mutter Steuerklasse 2 hat. Wir erziehen gemeinsam, in jeder Beziehung. Klar klappt das nicht bei 80% der getrennten Eltern, aber bei ganz deutlich mehr als 0%.

    Wie alleine, gemeinsam oder mit der Unterstützung von Dritten "erzogen" wird, wird ja auch bei Kindern, die im gleichen Haushalt wie beide Elternteile leben statistisch nicht erfasst. Ich kann schon verstehen, dass man eine statistische Schublade, als ungerechtfertigt empfindet... ob man sich darüber aufregen muss, weiß ich nicht. Schubladen werden ja erst fies, wenn sie den eigenen Alltag tangieren und ggf. zu selbst-erfüllenden Prophezeiungen werden.

    Wenn ich mich hier selbst so lese, merke ich auch dass das langsam einfach unpassend ist. (Jetzt schäme ich mich ein bisschen, weil hier ja auch schon mal diskutiert wurde ob man im Schlafanzug frühstücken darf ^^ )

    Ob das unpassend ist, entscheidest du... ich glaube da muss man sich locker machen. Und es ist immer nur eine Phase, die vorbeigeht und die man auch wieder vergisst. Ich kann mich beispielsweise, an Situationen erinnern, wo ich Mini beim Duschen im MaxiCosi im Bad hatte, damit Maxi 2,5 Jahre älter ihn nicht tötet. Ob das immer so war, und wie lang diese Phase angedauert hat, vermag ich gar nicht mehr zu sagen. Ich bin mir aber relativ sicher, dass ich nicht jeden Tag geduscht habe und auch dass ich wenn die Kinder schliefen geduscht habe und dass beide Kids mich sehr lange gerne unter der Dusche "unterhalten" haben von Blockflötenkonzerten bis zu Ich zeigt dir jetzt, dass ich Purzelbäume auf engstem Raum machen kann, war da alles dabei...8o

    upps,...das wird sicher wieder jeder anders empfinden, aber 600 Euro für ein Kind sind eine Menge Geld für mich,..

    Echt? Ich glaube, dass es knapp ist... wobei ich freie Infrastruktur (keine Kita-Kosten, Ferienbetreuung und Lehrmittelfreiheit schon eingepreist hatte).

    Momentan liegt das Existenzminimum (durch die Hartz 4 Sätze definiert, und eindeutig als zu gering eingeschätzt) bei Kindern bis 5 Jahren bei 285 Euro, bei Kindern bis 13 Jahren bei 311 und bei Kindern bis 17 Jahre bei 376 Euro, hinzu kämen der Miet-/Wohnkostenanteil und das Bildungspaket...

    vielleicht sollten da mal Studies und Professoren ein Augenmerk drauf legen und Lösungsmöglichkeiten usw . suchen,.. ^^

    Das gibt´s ... heißt Kindergrundsicherung, steht im Koalitionsvertrag und jetzt kann man nur hoffen, dass die Politik das so umsetzt, wie die Wissenschaft es gemeint hat:/.

    Uhi, das Modell ist verlockend, aber sozial schwierig. Wenn man Kinder mit prozentualer Steuerermäßigung koppelt, profitieren ja die am meisten, die am meisten verdienen. Stell dir mal vor, der Staat subventioniert dann Spitzenverdiener*innen-Kinder am meisten - geht gar nicht! Das sind auch die, die es eigentlich alleine wuppen könnten... Dann lieber ein auskömmliches Kindergeld/Kindergrundsicherung und der Kinderfreibetrag und Ehegattensplitting werden gestrichen, dafür übernimmt der Staat noch Rentenversicherungsbeiträge für das Kindergeld ...

    Ich finde auch wir müssen davon weg, dass Menschen für Kinder irgendwas mühsam beantragen und sich komplett nackt machen müssen... Wenn alle ersten Kinder beispielsweise 600 Euro bekämen, das zweite Kind und jedes weiter Kind bekäme etwas weniger (k.A. ob das hinkommt, das müsste vielleicht genau berechnet und jährlich angeglichen werden).

    Also zu erst einmal... vieles ist eine Mischung aus Gewohnheit und Optimierung und Kompromissen. Letztendlich musst du dir auch eingestehen, dass du nur 100% hast, du kannst also nicht 100% in den Job, 100% in die Kinder und 100% in den Haushalt investieren... funktioniert nicht. Ich kann am einfachsten am Haushalt kürzen... meine Kids sind ja schon groß, aber auch bei mir kann man am Zustand der Wohnung den Wochentag ablesen 8):D.


    Ich habe mich bei deiner Beschreibung als erstes gefragt, warum du um 17.45 Uhr duschen gehst? Das ist mitten am Tag, und bedeutet einmal mehr aus und anziehen. Warum das nicht auf morgens oder abends schieben? Und ein bisschen Haushalt kann man auch mit den Kids machen, sonst denken die irgendwann, sie hätten selbst-reinigende Schuhe oder ähnliches... Wäsche aufhängen, Socken puzzlen, Spülmaschine ein und ausräumen, sauen, einkaufen etc. ging mit meinen Kids als sie klein waren immer ganz gut und ist ja auch eine Form von gemeinsamer Interaktion auch aufräumen müssen sie irgendwann lernen. Ich glaube die Idee, wenn die Kids zu Hause sind, nur noch zu spielen, geht nicht auf.


    Ich habe mit einem kleinen Kind studiert... Vorteil war die relative hohe Zeitliche Flexibilität, das hieß aber auch, dass ich viel in den Abend/die Nacht geschoben habe... das könnte ich heute wahrscheinlich in diesem Umfang auch nicht mehr. Wobei im ersten Corona-Lockdown war es wieder ähnlich, da bin ich um 4 Uhr aufgestanden um alles, wobei ich mein Hirn wirklich anstrengen musste, schon vor dem Homeschooling erledigt zu haben:/.

    Naja, eigentlich könnte man ja auch sagen, wenn es nur 3 Jahre sind, könnte man auch sagen, wir hauen Steuerklasse 3 raus, kostet ja nix. Ich werde nie vergessen wie fassungslos meine Kollegin auf ihre Gehaltsabrechnung verwiesen hat, nachdem ihr Mann gestorben war. Ich glaube es gibt wirklich wenig, was die Ungerechtigkeit des Ehegattensplittings deutlicher macht. Sie meinte jetzt mache ich den gleichen Schice alleine und darf zur Belohnung dieser Leistung 400 Euro mehr Steuern pro Monat bezahlen, dabei habe die Situation wirklich nicht ausgesucht.

    Bei mir kompensiert der Steuerklassenwechsel auch ziemlich genau den weggefallenen UVG... Schon skurril.

    Schauen wir mal, wie das mit der Kindergrundsicherung ungesetzt wird... Man kann nur hoffen, dass da ein Systemwechsel stattfindet, der auch die Unterhaltsdebatten entschärft und Wechselmodelle fördern könnte.

    Kaj, ich würde tatsächlich drüber nachdenken, aber ich habe schon Steuerklasse 3 und war entsetzt, als ich mein erstes Netto gesehen habe.


    Ich glaube, das kannst du eher hoffen, dass beim BAföG noch mal nachgelegt wird... das Reförmchen jetzt rettet uns nicht.

    Ich wusste gar nicht, dass Steuerklasse 2 bleibt, wenn die Kids studieren... von Erziehen, ob allein oder zu zweit, kann ja dann keine Rede mehr sein. Logisch ist da vieles nicht... ich dachte Steuerklasse 2 endet mit dem 18. Geburtstag, das ist nicht so?

    Ich muss mal was positives sagen... Da sitzen gerade fünf 16 jährige Kerle um den Grill und reden total wertschätzend über ihre Eltern:love:.

    Der Oberbabo hat gerade gesagt, dass seine Mama heute Abend Spargelröllchen macht:D und ihm aber eine Portion vorbereitet, die der morgen nur noch kurz gratinieren muss...

    Ich kann mich wirklich nicht erinnern, dass ich je irgendwas bzw. irgendwas nettes in solchen Konstellationen über meine Eltern gesagt hätte.

    Eine Frage der Generation oder des Geschlechts:/?

    Homeoffice und Teenie-Ferien vertragen sich nicht. Jetzt habe ich schon 3 Mal gebeten leise zu fluchen, oder ein weniger nervenaufreibendes Spiel zu zocken8o.

    Gestern war ich in weiser Voraussicht im Büro, weil Montag schon so scheußlich war. Als ich nach Hause kam bekomme ich ein: "Mama, wo warst du so lange??" an den Kopf geschmissen. Ich komme nicht umhin mich zu fragen was an: "Ich kann so nicht arbeiten, ich gehe morgen ins Büro" so missverständlich ist. Sagt mein Kind: "Ach, das meintest du tatsächlich so, wie du es gesagt hast"8o8o. Jetzt habe ich gesagt, dass ich bei der nächsten Kleinigkeit das Lankabel mit einer Schere durchtrenne und dass ich das tatsächlich auch so meine8).

    Na ja, das so ein Feldzuggang nicht immer ein Spaziergang ist, ist ja eine Erfahrung, die zur Forschung dazu gehört. Und dass ein Forum mal ins OT rutscht, scheint auch eine gewisse Gesetzmäßigkeit.


    Ich finde es ganz spannend, dass die Verwaltungswissenschaften solchen Themen widmet. Um auch mal etwas positives zu sagen:).


    Was auch ganz klar herausgearbeitet wurden ist, dass AEs eine sehr heterogene Gruppe sind (vom akademischen Hochadel bis zum gemeinen Fußvolk alles dabei).


    Was man hier auch finden kann, ist dass für viele alleinerziehende "Einsamkeit" nicht unbedingt das primäre Problem ist, oder aber dass es mit einem entsprechenden Tabu belegt ist. Sich das mal genauer anzuschauen, ist ja sehr außerhalb von dem, was ich mir unter Verwaltungswissenschaften vorstelle.


    An die Themenstarter*innen: habt ihr einen Leitfaden oder macht ihr narrative Interviews? Ich bin leider raus... weil nicht mehr AE (im steuerrechtlichen Sinne), aber ich drücke euch die Daumen, dass sich jemand findet.