Beiträge von Kaj

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    Also eins kann ich mit Sicherheit sagen: Früher in der DDR haben wir wesentlich ruhiger gelebt. Und ein Gefühl von Unfreiheit hatte ich persönlich da nie.

    Dass die Mauer weg ist, finde ich trotzdem gut.

    Das klingt sehr überheblich.

    Das mag dir so vorkommen, aber über 100 LuL teambuildest du nicht. Außerdem sind wir erwachsen und professionell genug, um auf sachlicher Ebene mit durchaus schwierigen KollegInnen untereinander umzugehen.

    Und meine Arbeit braucht mir auch kein Sozialpädagoge zu erklären, wobei ich immer dankbar bin für die andere Perspektive. Was ich daraus mache, bleibt allerdings mir überlassen und hängt immer auch mit der jeweiligen Lehrerpersönlichkeit und den (zeitlichen) Möglichkeiten zusammen.


    Und wer sich hinstellt und in romantischen Worten die Idee eines Schulhundes erläutert und dies mit den Worten „und wenn der Hund nicht funktioniert, ist sichergestellt, dass ich ihn zurückgeben kann“ hinstellt, trifft leider nicht mein Verständnis von Hundehaltung und Tierschutz.

    Viele Schulsozialpädagogen, nicht alle!, kommen frisch von der Uni, vollgestopft mit Theorien und Ideen und den (möglichen) Problemen der Kinder. Da braucht es einige Zeit, bis sie ihre Balance finden. Manche finden sie auch nie. Wir haben auch so ein ambitioniertes Mädchen an der Schule, die kackfrech erstmal alle Lehrer duzt und uns - ja, auch uns! - teambuilden will. 8| Wir haben sie dann ein bisschen „erzogen“ („Ich bin Frau XY, wie darf ich SIE ansprechen?“; der Rest wurde einfach nicht mitgemacht).


    Wenn du Bedarf hast, rede mit der Frau. Wenn nicht, atme es weg und bestärke dein Kind, solche Termine abzulehnen oder im Gespräch entsprechend deutlich zu werden.


    Ich hab bei Problemen mit meinen Jungs immer lieber mit älteren KollegInnen gesprochen, deren Jungs schon erwachsen waren.

    Ich muss sagen, daß ich lieber ältere Kollegen bevorzuge. Da ist häufig die Arbeitsmoral noch anders gelagert. Klar, gibt Ausnahmen. Nur meine Erfahrungswerte, also kein Aufreger. ;) Bei sonstiger gleicher Qualifikation würde ich 50 plus einfach eher " wählen". Letztendlich entscheiden kann ich das zwar nicht, aber abstimmen.

    Ich erlebe das bei uns ähnlich. 40+ kommt nicht ständig mit work-life-balance rüber bei gleichzeitiger Karrieregeilheit. Es gibt natürlich Ausnahmen in jeder Altersgruppe.

    Ich rechne das, wie ich will.


    Zitat

    Und je nachdem, ob die eigene Kinder für sich selbst oder man dafür ins Minus geht.... Bildungsbürger*innen Kinder sind sehr teuer, was Infrastruktur angeht.

    ???

    weil ich Leute wie meine Schwiegereltern (die es aber ja eigentlich gar nicht geben kann)

    Aber die sind doch nicht der überwiegende Teil der Hilfenbezieher. A****löcher und Schmarotzer gibt es in jeder gesellschaftlichen Schicht. Es sind ja nicht nur Leute, die nicht arbeiten wollen, die sich auf der Leistung anderer ausruhen und sogar Karriere machen.

    Ich habe es schonmal irgendwo geschrieben und ich wiederhole mich gern: Ich glaube, dass sich niemand Leistungsunfähigkeit und Bedürftigkeit aussucht.


    Natürlich gibt es einige wenige (in Relation zur großen Masse der Unterstützten), die es sich in der sozialen Hängematte bequem gemacht haben. Vermutlich aber haben die meisten dieser Leute anfangs wirklich versucht zu arbeiten und nicht dauerhaft abhängig zu sein. Aber wenn du immer wieder eine vor den Bug kriegst und das Licht im Tunnel der auf dich zurasende Zug ist, gehst du irgendwann nicht mehr weiter. Menschen, die trotzig in die Kamera schimpfen, die „da oben“ (die Behörde) können sie mal und sie würden nicht arbeiten gehen, sind eigentlich abgehängt und voller Hoffnungslosigkeit. Vermutlich haben sie nie Wertschätzung und Anerkennung erlebt. Und das spricht nicht gerade für unsere Gesellschaft.


    Ich setze große Hoffnung in ein verpflichtendes soziales Jahr für alle Jugendlichen, denn gerade solche aus schwierigen Verhältnissen hätten so ganz sicher die Chance zu erleben, dass sich Arbeit lohnt.


    Die Ausgaben für die soziale Unterstützung sind übrigens weit niedriger als andere Ausgaben.

    guckst du hier


    und hier


    „durchgängig besser“ und „problemlos“ sind ja schicke Schlagworte. Aber ja, die Heizenergieversorgung in Island passt da hin. :saint:

    Aber mal ehrlich: Die Briten haben irgendwann in den späten 70ern oder frühen 80ern ihre Bahn privatisiert. Man konnte zuschauen, wie die Zuverlässigkeit und Qualität bei steigenden Preisen schlechter wurde. Was macht D in den 90ern? Die Bahn privatisieren. Das Ergebnis haben wir heute täglich in den Nachrichten. Währenddessen haben bspw. die baltischen Staaten und die Schweiz konsequent den Schienenverkehr vor allem auch für Gütertransporte ausgebaut.

    Frankreichs TGV ist z.B. zwischen Lyon und Paris schneller unterwegs als man das je mit dem Auto wäre. Bei uns dürfen IC(E)s auf vielen Strecken gar nicht schnell fahren, weil es die Schienen nicht hergeben. Also fährt man mit dem Auto.

    Der japanische Shinkansen hat eigene eingezäunte Gleise. Den bremst kein Nahverkehrszug aus. Der kommt nur mal zu spät, wenn die Erde bebt.

    Warum geht sowas nicht in D? Weil man Autos verkaufen will, etwas Urdeutsches. Weil Lobbyismus die Regierung steuert. Weil man sich nichts traut. Es läuft ja alles. In der Statistik stehen wir doch gar nicht so weit hinten. Yeah! Weiterfeiern! 🎉🍾🎉

    Zitat

    Dagegen ist die Energieversorgung im Vergleich gut aufgestellt, befürchte ich. Jedenfalls besser und mit besserer Infrastruktur als die meisten anderen europäischen Länder. In die USA will ich da gar nicht gucken ...

    Warum guckt man immer dorthin, wo es schlechter läuft? Um sich dann geil zu fühlen und arrogant die eigene Schulter klopfen zu können? Wo läuft es denn besser und was machen die anders? Was könnten wir davon genauso oder ähnlich gut machen? Was kann man lernen? Das müssen die entscheidenden Fragen sein, die Antworten brauchen!