Namensänderung bei Scheidung

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  • Hallo!

    Hat hier jemand seinen Geburtsnamen nach der Scheidung wieder angenommen? Unter welchen Voraussetzungen ist das möglich? Was macht eine Namensänderung mit der Psyche der Kinder?

    Ich würde eigentlich gerne meinen Geburtsnamen nach der Scheidung wieder annehmen, aber da die Kinder ja den Namen ihres Vaters behalten werden, bin ich mir nicht sicher, was das mit den Kindern macht, wenn ich, als ihre Mutter, einen anderen Namen annehme als sie.

    Ich habe die Befürchtung, dass eine Namensänderung für die Kinder als eine Art Zurückweisung empfunden werden könnte, zumal das Verhältnis von mir zum Vater sehr schlecht ist und auch die Kinder ihn nicht besonders positiv sehen.


    Wie seht ihr das? Mache ich mir zu viele Gedanken?

  • Ich denke, dass Kinder da oft leichter damit umgehen als Erwachsene. Die Mutter meiner Kinder hat meinen Namen nach der Scheidung behalten, weil sie (vermute ich mal) nicht anders als ihre Kinder heißen wollte. Absolut verständlich für mich.


    Wie alt sind die Kinder? Siehst Du die Möglichkeit, ihnen das kindgerecht zu erklären? Wenn die Beziehung der Kinder zu Dir gut ist, sollte eine Namensänderung für die Kinder eher unwichtig sein (meine Vermutung).


    Ich denke, es ist gut, sich darüber Gedanken zu machen. Das sind sicherlich nicht zu viele.


    Darf ich nachfragen: warum sehen die Kinder ihren Vater nicht besonders positiv?


    Voraussetzung dafür, den ursprünglichen Nachnamen wieder anzunehmen, ist eine rechtskräftige Scheidung. Guck mal dort, da ist das ganz gut zusammengestellt: https://www.scheidung.org/namensaenderung/

    A smile a day sweeps the sorrows away

    Einmal editiert, zuletzt von musicafides () aus folgendem Grund: Ergänzung der Voraussetzung für Namensänderung (Verweis). Wäre ja auch eine Idee für einen Leitfaden hier. Gibt es den alten Leitfaden noch irgendwo, oder ist das verloren?

  • Meine Bonussöhne haben schon sooft gesagt, dass sie lieber den Namen ihres Vaters tragen möchten. Sie leben dauerhaft bei uns und die Mutter kümmert sich nicht.


    Sie identifizieren sich nicht mit Mutters Namen, auf Grund mangelnder Bindung zu ihr.


    Bei uns steht demnächst an, zu recherchieren ob und wie es zu einer Namensänderung kommen kann.


    Den Jungs ist es wichtig wie Papa und Familie zu heißen.

    Es ist besser,
    ein eckiges Etwas zu sein,
    als ein rundes Nichts.

  • Ich heiße anders als der Junior und im Alltag ist das manchmal echt unpraktisch...

    Wie hier, mein Mann wird grundsätzlich mit dem Namen der Kindsmutter angesprochen.


    Ja natürlich sollt man drüberstehen, es nervt ihn trotzdem und ich verstehe ihn.

    Es ist besser,
    ein eckiges Etwas zu sein,
    als ein rundes Nichts.

  • Hallo Tini,


    ich habe damals nach der Scheidung meinen Mädchennamen wieder angenommen. Das hat mich damals 25€ gekostet, was es mir aber auch wert war. Ich habe mir sowieso geschworen den Mädchennamen nicht mehr herzugeben, dazu ist er mir zu wichtig. Mein Sohn heißt wie sein Vater und es ist ok, er ist es gewöhnt, von daher...

    Du kannst Deinen Mädchennamen wieder annehmen, wenn es Dir wichtig ist. Ich denke, wenn die Kinder klein sind, ist es ihnen ja sowieso egal wie die Mama heißt und sie wachsen damit auf. ;)



    Liebe Grüße Sonnenschein12 :)

    "Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag" (Charlie Chaplin)

  • Volleybaps sind ja eine Patchwork-Familie. Meine Ex hat ihren Familiennamen angenommen, aus dem Doppelnamen "Volleybap" gestrichen. Wollte mit meinem Einverständnis ihren Namen auch den Kindern geben. Fand ich blöd, weil die bei mir lebten. Hat das versucht, wegen besonderer Härte einzuklagen. Das war für die Kinder Banane, weil sie da in die Auseinandersetzung mit reingezogen wurden.


    Bei der Patchwork-Heirat haben wir überlegt, ob Frau Volleybap den Namen ihrer Kinder behält. Was nach dem Namensrecht möglich gewesen wäre. Dito der Doppelname. Also Frau Basketbap -Volleybap. Oder umgekehrt: Herr Volleybap-Basketbap.

    Frau Volleybap hat sich für den Namen Volleybap entschieden. Die Kinder hieißen weiter Basketbap. Bis heute ist das dem einen Kind ziemlich schnuppe. Es hat sich lange am Telefon mit Volleybap gemeldet. Da musste es nix erklären. Und der leibliche Vater rief eh nie an ...

    Für das andere Kind ist es ungeheuer wichtig bis heute, den Namen Basketbap zu tragen. Wird es mit Volleybap - was passieren kann - angeredt, reagiert es nicht. Oder nur sehr genervt.

    Und es war klar, dass auf unserem Türschild Basketbap und Volleybap steht. Was immer mal wieder dazu führt, dass ich als Herr Basketbap angeredet werde, weil der Besucher Frau Volleybap kennt und dann kann - man ist ja bauernschlau - unter Berücksichtigung des Türschildes der zugehörige Mann dann nur der Herr Basketbap sein.

    Je nach Phase ist das dann für die Kinder aber auch schwierig gewesen und nicht immer lustig.

    In der Schule, bei Behörden, beim Arzt oder sonstwo ist es aber hier in der Stadt völlig wumpe, dass hier in der Patchworkfamilie (bis zu) drei unterschiedliche Nachnamen auftauchen. Da stört sich niemand dran. Und gibt man einen kleinen Hinweis, funktioniert das anschließend sofort. Die Leute sind das gewohnt. Und trotz der unterschiedlichen Namen bekomme ich häufiger zu hören: "Ach, das ist ein Bonuskind und nicht das leibliche?", als die Nachfrage: "Sind Sie der leibliche Vater?"


    Zusammenfassend: Die Kids sind also bisher mit dieser Namensregelung gut und ziemlich unbelastet gefahren.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Ich habe mich dafür entschieden, dass ich, solange das Kind nicht volljährig ist, den gleichen Nachnamen wie sie tragen werde. Weil es (wenn vielleicht auch nur in meiner Einbildung) leichter ist in der Schule, bei Behörden, an der Grenze etc, wenn ich genauso heiße, wie meine Tochter. An ihrem 18ten Geburtstag werde ich aber sofort die Namensänderung beantragen und damit endlich das letzte Band zu meiner Exfamilie kappen.

    Man sitzt insgesamt viel zu wenig am Meer...

  • Ich habe damals nach der Scheidung meinen Mädchennamen wieder angenommen. A) wollte ich vom Gefühl her nicht mehr wie mein Ex-Mann heißen, B) war das für mich ein Abschluss. Meine Kinder waren zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr ganz klein, so dass ich sie gefragt habe, ob es sie stören würde. Beide verneinten.


    Ich denke heute (beide sind volljährig), dass es für die beiden auch tatsächlich kein Problem war. Blöd waren allerdings zb Behördengänge und Arztbesuche. Da musste ich dann des öfteren erklären, warum ich anders heiße. Aber bereut habe ich den Namenswechsel nicht.

    Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, leben aber muss man es vorwärts.:strahlen

    (frei nach Sören Kieerkegard)

  • Ich habe auch den Namen meines Ex behalten, weil ich nicht anders heißen wollte als die Kinder, weil mir meine Schwiegereltern näher standen als meine eigenen und weil mein Mädchenname unglaublich oft falsch geschrieben wurde.


    Jetzt sind Schwiegis beide tot und die Kinder volljährig, da bin ich mal ins Nachdenken gekommen. Wenn ich mir überlege, was DAS jetzt für einen Aufwand bedeuten würde - JEDES offizielle Dokument müßte geändert werden, Banken, Versicherungen, Autozulassung, jedes Kundenkonto, das ich irgendwo habe.... Namensänderung geht ja normal nur mit Nachweis und Dokument.... nee, das ist es mir nicht wert. Also heiße ich weiter, wie mein Ex, obwohl ich mit dem nichts mehr zu tun haben will...

  • Namensänderung geht ja normal nur mit Nachweis und Dokument.... nee, das ist es mir nicht wert. Also heiße ich weiter, wie mein Ex, obwohl ich mit dem nichts mehr zu tun haben will...

    Ich finde es sehr interessant, welche unterschiedlichen Meinungen es dazu gibt, und sie sind für mich alle gut verständlich und nachvollziehbar. Auch wenn ich (als Mann) dieses Problem nicht hatte oder habe: vielleicht ist ja die Haltung dazu abhängig von der persönlichen Identität, was man mit seinem Ursprungsname bzw. dem Namen des / der Ex verbindet. Vielleicht sieht man das direkt nach einer Trennung auch anders, als wenn man nach einer gewissen Zeit abschließen und sich neu orientieren konnte. Aber ich glaube, es ist auf jeden Fall auch ein klarer Schnitt, wenn man sich vom Namen des Ehepartners löst - wenn denn auch die innerliche, emotionale Trennung vollzogen hat. Ob es einem hilft, den Namen des Ehepartners abzulegen? Ich bin mir da nicht so sicher.

    A smile a day sweeps the sorrows away

  • Musica, ich glaube, das ist eine Einzelfallentscheidung. Ich stehe halt meiner Herkunftsfamilie nicht sehr nahe, meine Schwiegis waren - auch nach der Trennung von ihrem "ungeratenen Sohn ;-)" quasi meine Ersatzeltern.... meine Kinder hätten direkt nach der Trennung gern meinen Mädchennamen gehabt, weil sie ihrem Vater so gram waren, aber das ging ja nicht.


    Inzwischen ist die Sache so lange her, dass es mir eigentlich wurscht ist. Wie gesagt, kurz nach dem Tod meiner Schwiegies, die letztes Jahr kurz hintereinander gestorben sind, hab ich mal drüber nachgedacht. Aber der Aufstand ist mir zu groß und ich finde meinen Mädchennamen auch nicht schön. Bin grad umgezogen und die Adressänderungen überall zu veranlassen reichen mir grad...

  • Ich habe noch den Doppelnamen. Kinder Namen vom Ex. Im Alltag höre ich je nach Umfeld auf drei verschiedene Nachnamen. Das ist manchmal ganz praktisch.
    Wenn ich meinen Führerschein tauschen muss, weil der rosa Schein nicht mehr gilt, denke ich nochmal sehr sehr ernsthaft nach nur noch meinen Namen zu haben. Dann sind die Kids groß genug.

  • Ich habe auch noch den Nachnamen von Ex. Behalten habe ich ihn weil ich so heissen wollte wie unser Kind. Mein alter und mein neuer Nachname sind beide kurz und werden oft falsch geschrieben.

    Da mein Nachname ursprünglich aus einer anderen Gegend kommt, wird er hier in Bayern immer falsch ausgesprochen. Inzwischen korrigiere ich das nicht mehr, da ich mich an die falsche Aussprache gewöhnt habe, keine Lust habe ihn immer wieder zu berichtigen und zu guter Letzt haben Kind und ich nun unseren ganz eigenen Nachnamen :)


    Inzwischen hat KV den Nachnamen seiner neuen Frau angenommen.


    Ich werde meinen Nachnamen nicht mehr ändern. Menschen die mich schon lange kennen, reden mich eh noch mit meinem alten Nachnamen an und ich höre natürlich auch weiterhin auf diesen Namen. ;)

    Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten!

  • Vielen Dank für die vielen konstruktiven Rückmeldungen.

    Die Idee, meinen Geburtsnamen wieder anzunehmen resultiert daraus, dass ich alle möglichen "Bande" zum Ex und dessen Familie kappen möchte. Zum anderen ist im März mein Vater verstorben und ich habe das Gefühl, ihm wieder näher zu sein, wenn ich seinen Namen wieder trage.

    Auf der anderen Seite stehen meine Kinder, die sehr unter der Situation leiden, da ihr Vater sich nicht vernünftig um sie kümmert. Und ich habe die Sorge, dass eine Änderung meines Namens ein Schlag ins Gesicht für sie sein könnte. Aber dazu sollte ich vielleicht mit den Kindern über das Thema sprechen.

    Und ich weiß auch gar nicht, ob ich anders heißen möchte als meine Kinder.

  • ich habe die Sorge, dass eine Änderung meines Namens ein Schlag ins Gesicht für sie sein könnte. Aber dazu sollte ich vielleicht mit den Kindern über das Thema sprechen.

    Ja, das halte ich für eine gute Idee. Nur so wirst Du erfahren, wie sie darauf reagieren. Wie alt sind denn die Kinder? Vielleicht stellt sich ja heraus, dass ihnen das total egal ist - aber vielleicht auch etwas völlig anderes. Nur Mut!

    Und ich weiß auch gar nicht, ob ich anders heißen möchte als meine Kinder.

    Was würde das denn in Dir auslösen, anders zu heißen als Deine Kinder? Wie würde sich das für Dich anfühlen, was wäre das für Dich mehr als nur unterschiedliche Nachnamen? Hast Du Menschen in Deinem Umfeld, mit denen Du darüber sprechen kannst und die Dich gut kennen? Wir können zwar hier im Forum unsere Meinungen dazu austauschen, aber da es - wie cappucino15 schrieb - eine Einzelfallentscheidung ist, ist das vielleicht auch nur begrenzt hilfreich für Deinen zu treffenden Entschluss.

    A smile a day sweeps the sorrows away

  • Ich habe nach der Scheidung auch wieder meinen Geburtsnamen angenommen.

    Es hat mich 25 Euro Gebühr gekostet und nochmal 20 Euro für die änderung im Führerschein.

    Das ist es mir wert gewesen.

    Junior ist schon gross und mit Ex und seiner Familie habe ich keinen Kontakt mehr.Ausserdem war die Scheidung nicht gerade schön und für mich ist die Namensänderung mit Inhalt damit abzuschliessen.

    Es war für mich die richtige Entscheidung

    und heute würde ich meinen Geburtsnamen auch nicht mehr ablegen wollen.

  • Was würde das denn in Dir auslösen, anders zu heißen als Deine Kinder? Wie würde sich das für Dich anfühlen, was wäre das für Dich mehr als nur unterschiedliche Nachnamen? Hast Du Menschen in Deinem Umfeld, mit denen Du darüber sprechen kannst und die Dich gut kennen? Wir können zwar hier im Forum unsere Meinungen dazu austauschen, aber da es - wie cappucino15 schrieb - eine Einzelfallentscheidung ist, ist das vielleicht auch nur begrenzt hilfreich für Deinen zu treffenden Entschluss.

    Ja, ich habe Menschen in meinem Umfeld, mit denen ich über das Thema sprechen kann und werde.

    Hier im Forum wollte ich die Meinungen zum Thema erfahren, da ich in meinem Umfeld niemanden habe, der seinen Namen geändert hat.

    Es fühlt sich ein wenig wie eine Differenzierung von meinen Kindern an, wenn ich mich aktiv darum bemühe, einen anderen Namen anzunehmen als sie.

    Momentan tendiere ich also eher dazu es nicht zu machen, zumal meine Tochter kürzlich sagte, dass wir eh keine richtige Familie mehr sind, da ihr Vater nicht mehr bei uns wohnt.