Beiträge von Volleybap

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    Da du den Freibetrag noch nie für dich reklamiert hast, musstKannst du ihn eigentlich auch nicht an ihn zurück übertragen. So kannst du das aber auch schreiben: "Obwohl du keinen Unterhalt leistet, habe ich bisher den mir zustehenden Kinderfreitrag bei fehlender Unterhaltsleitung steuerlich nicht geltend gemacht. Es liegt weiter an dir, diesen steuerlich für dich geltend zu machen. "


    So du das so willst ...

    Du kannst in der Konstellation eigentlich alles gleich machen und es wird sich nichts bei dir ändern. Natürlich hast du das Recht auf Steuerklasse 2, Ex hat Umgang.

    Ansonsten gilt das weiter oben gesagte.

    Ach, unser für die Anzeige der Geburtstagstermine verantwortliche Forenelfe ist im Moment im Elfenoffice, befürchte ich.


    Fatherfigure, Dir ein gelingendes neues Lebensjahr mit gutem und viel Kontakt zu den Kids, stillschweigenden Behörden, einem gesicherten Arbeitsplatz und dann damit alle guten Voraussetzungen zu einem ruhigen und zufriedenen Leben mit viel Spaß und Gesundheit.

    Welcome und ein gutes Einlesen hier im Forum.


    Sich hier ab und zu den Frust von der Seele schreiben zu können, ist zumindest bei mir hilfreich gewesen: Jetzt sind die Kids groß, sie und ich haben überlebt. ...

    Kannst du mir evtl. noch sagen wie es aus der Erfahrung heraus gehandhabt wird, wenn bei der Zugewinnauflistung (Version 3) plötzlich das Anfangsvermögen um eine horrense Bargeld summe erweitert wird, sodass theoretisch kein Zugewinn erwirtschaftet wurde - eidesstattlich versichert mit Zeugen - hat sowas tatsächlich Erfolg?

    Das Gericht prüft die Unterlagen auf Glaubhaftigkeit. Gelder, die nicht über Bankauszüge nachgewiesen werden können, sind schwierig. Alles, was über die 200 Euro Bargeld in der Brieftasche rausgehen, müssen gut belegt sein. Geschieht das durch eidesstattliche Versicherung von Zeugen, ist das ein gangbarer Weg. Denn die kommen ja ggfls. für mehrere Jahre in den Knast, sollten sie hier eine Falschaussage tätigen. Da solltest Du mit deinem Anwalt sprechen, wie auf diese Sache eingegangen werden sollte. Es sollen schon, so hört man, in Familienrechtsverfahren eidesstattliche Versicherungen noch in der Verhandlung zurückgezogen worden sein, nachdem der Richter eine Bewertung der Glaubhaftigkeit abgegeben hat und den Hinweis, hier zwingend die Staatsanwaltschaft einschalten zu müssen ...

    ich denke, es geht eher darum, dass das KUG statt 60 dann 67 % sind, wenn mit Kind.

    Das könnte gut sein. Da muss er aber mutmaßlich tatsächlich anders den Nachweis führen, Vater zu sein ... Nur kämpfen muss er schon um jeden Cent, wenn das Vollgehalt bereits nicht ausreicht für den Mindestunterhalt und auch nicht Mangelunterhalt.

    Jeder Elternteil bekommt grundsätzlich nur ein halbes Kind als Freibetrag eingetragen. Das volle Kind nur unter den genannten Umständen. UVG ist ein Vorschuss und kommt rechtlich als Minderleistung vom anderen Elternteil. M.W. besteht die Formel der 75% noch. Wird aber seit dem erhöhten UVG in den meisten Konstellationen nicht unterschritten. Weiß aber gerade niht auswendig, ob es einen eigenen Paragrafen gibt, der Kinderfreibetragsübertragung ausschließt bei Unterhaltsvorschuss.

    Wenn Ex allerdings bisher nicht leistungsfähig war, wird er wohl bei Kurzarbeitergeld keine steuermindernde Freibeträge so ansetzen können, dass da Geld für ihn rausspringt. Insofern ist die ganze Aktion eher für die Tonne.

    Leider stehen Deine Chancen nicht gut. Ich habe hier mal in aller Kürze ein paar Fakten genannt, wie es "üblicherweise" ist:

    Jeder Elternteil hat pro Kind Anspruch auf 0,5 Kinderfreibetrag. (Der wird also eigentlich standartmäßig geteilt.)

    Den vollen Kinderfreibetrag (1.0 pro Kind) kann man sich eintragen lassen oder beim Jahresausgleich beantragen, wenn es keinen zweiten Elternteil (mehr) gibt oder der andere Elternteil nicht seiner Unterhaltsverpflichtung nachkommt (75% des Mindestunterhalts leistet, war der Satz, glaube ich).


    Wenn du zuletzt den vollen Kinderfreibetrag - 1,0 pro Kind - bekommen hast, dann müsste es dazu eigentlich einen begründeten Antrag gegeben haben.

    Der Vater wäre aber berechtigt, das abzuändern, wenn die Pflichtvoraussetzungen bestehen - spätestens bei seinem Lohnsteuerjahresausgleich.

    In die Unterhaltszahlungsberechnung des Vaters hier fließt übrigens mit ein, dass er den halben Kinderfreibetrag anerkannt bekommt. Dir geht rein rechnerisch eigentlich nichts verloren (allerdings hast du vielleicht zuletzt "zu viel" Geld bekommen.)

    Unterhaltsvorschuss ist eine ganz andere Baustelle. Wir hatten zuletzt über Beistandschaft und Unterhalt diskutiert. Aber gut.


    Und nochmals: Wenn das Finanzamt Steuerschulden holt, dann haben die einen Rechtsanspruch. Können direkt abkassieren. Fühlt sich wer ungerecht behandelt, muss er vorher gegen den Bescheid angehen, notfalls klagen. Das ist also genau umgekehrt.

    Sowohl Beistandschaft als auch die andere Abteilung Unterhaltsvorschuss müssen den Rechtsanspruch auf Geld erst einklagen. Unterhaltsvorshuss wird in der Masse geleistet, wenn der Unterhaltspflichtige nicht leistungsfähig ist.

    Wäre er leistungsfähig, wäre es für den anderen Elternteil problemlos, Unterhalt einzuklagen.

    Die Gruppe der Zahlungsverweigerer - also die, die wirklich zahlen können vom vorhandenen Einkommen her und das nicht tun - ist klein.

    Wenn du dir sicher bist, deine Ex muss eindeutig zahlen, ist der Gerichtsweg sehr unpoblematisch. Anwalt suchen. Klagen auf Auskunft. Steuererklärung zugrunde legen. Klage auf Unterhalt. Titel bekommen. Gerichtsvollzieher losschicken. Das Einkommen einziehen.

    Es hakt aber in der egel daran, dass die angeblichen Fakten eben oft nicht so klar sind. Jedenfalls in den Augen der Gerichte.


    Die Beistandschaften vom JA sind nicht durchgängig die Schnarchnasen.

    Verletzumg der Unterhaltspflicht ist eine Straftat. Dafür bekommt Ex Knast. Aber du kein Geld.

    Steuerbetrug ist eine Straftat. Dafür bekommt der Steuerbetrueger Knast, aber das Finanzamt kein Geld.

    Um Geld zu bekommen, muss man vor Gericht einen Anspruch auf Geld einklagen. Das macht das Finamt. Das kannst du machen. Kein Unterschied.



    Mit der Strafanzeige auf Unterhaltspflichtverletzung kann man Druck machen oder seine Rache an Ex stillen. Aber Geld spielt das nicht ein. Kommt Ex in dem Knast, ist es sogar die ganz falsche Taktik gewesen. JAs machen das nicht. Und das ist eher ein Zeichen von Können und nicht von Schlappheit.

    Richter sind aber auch nicht blöde. Schräge Gutachten, die sofort von den Streiteltern zerlegt werden, helfen denen nicht. Da sucht man sich einen anderen Gutachter. Und einigermaßen begabte Richter wissen sehr genau, wo sie qualifizierte Gutachter finden.


    Man kann sich übrigens über den jeweiligen Gutachter vorab schlau machen und einen Ablehnungsantrag stellen, wenn man den für schlecht hält.

    Säuerlich reagieren natürlich immer die, denen das Gutachten Probleme nachweist. Das passiert bei einem Großteil der kritisierten Gutachten. Völlig falsch und deplaziert sind wenige. Wenn da der Richter jedoch mitzieht, kippt man in diesen Ausnahmefällen das Gutachten in der Revision vor dem OLG. Ist das Gutahten so eindeutig schlecht, wird das in jedem Fall gelingen. Beim OLG sitzen andere und mehrere Richter. Dass alle shräg und schlecht sind, ist unwahrscheinlich ...


    Ein guter Gutachter jedoch kann ausgesprochen hilfreich sein, wenn er beim Ex-Partner wirklich genau die Problematik herausarbeitet und bei einem selbst schlechte Handlungsmuster, die man abstellen sollte. Das kann fürs Kind auch gut sein. (Da kriegt man aber billiger über die Krankenkasse, sag ich mal hemdsärmelig ... )

    Je nach Einkommen gibt es die Möglichkeit der sog. Verfahrenskostenhilfe. Das deutsche Rechtssystem verschließt niemandem den Rechtsweg.


    Nun ist jedes Familienverfahren letztlich ein Zeichen dafür, dass zwei, die mal miteinander konnten, das jetzt nicht mehr können. Und mindestens einer nicht einmal zugunsten der Kinder bereit ist, Abstriche zu machen. Wer da im Recht ist, ist nicht immer offensichtlich. Da holt sich der Richter dann Fachkompetenz dazu. Aber dadurch entstehen nun natürlich Kosten.


    Im Familienrecht ist es so, dass es keinen "Sieger" und "Verlierer" gibt (offiziell). Darum gibt es kein "Urteil" wie in einem Strafverfahren, sondern einen "Beschluss". Und die Kosten werden grundsätzlich geteilt (jeder zahlt seinen Anwalt selbst, alle weiteren Verfahrenskosten jeweils hälftig). Nur in besonderen Fällen und auf (stattgegebenem) Antrag wird das vom Gericht anders entschieden.

    Ein gerichtlicher Antrag auf Wechselmodell - ohne Anwalt gestellt - kostet als Verfahrenskosten vielleicht 500 Euro, die sich die Eltern teilen (müssen).


    Wird aber durch Anträge das (alleinige) Sorgerecht beantragt und das Gericht zieht einen Gutachter hinzu, es werden Anwälte beauftragt, ein Verfahrenspfleger eingesetzt - dann stehen auf einmal hohe vierstellige Kosten oder halt auch niedrige fünfstellige Kosten im Raum.


    In einem ersten Verfahren wird ueblicherweise noch kein Gutachter vom Gericht bestellt. Sind aber die Eltern so streitig unterwegs, es tut sich kein Kompromiss auf und beide Eltern sind in der Lage, das/die Kinder zu versorgen, wird vom Gericht gern ein Gutachter hinzugezogen.

    Teststreifen, das sind zwei oder drei verschiedene Ebenen. Zum einen ist das Jugendamt ein ziemlich harmloser Forderungsvertreter, wenn die nach so langer Zeit nicht juristisch vorgehen.

    Das wäre Ebene eins: Kindesunterhalt.

    Ebene zwei ist der Trennungsunterhalt. Der läuft eher basarmaessig über Verhandlung, im streitigen Fall halt über Anwalt und Gericht. Das lässt Raum offen, Kindesunterhalt gegen Trennungsunterhalt zu setzen. Gibt es zwar keine offizielle Rechtsgrundlage für. Aber verweigert Ex die Arbeitsaufnahme, steht halt die (erfolgreiche) Klage im Raum... Da wird dann häufig ein Vergleich geschlossen. Wie ich oben geschrieben habe: die Anwälte lassen dann die gegenseitigen Forderungen zumindest teilweise fallen.

    Beim Threadstarter, wo es ja schon auf der anwaltlichen Ebene läuft, ist das der Denkansatz und eine mögliche Argumentationslinie.