Beiträge von Volleybap

Die Registrierung ist wieder eröffnet! Wir begrüßen euch recht herzlich bei uns im Forum!

    Weil die Pubertisten irgendwann keine Lust mehr haben auf den Wechsel und die damit verbundene Fremdbestimmung. Auf das oft fehlende richtige Beheimatetsein. Die immer am falschen Ort befindlichen privaten Dinge, die erschwerten Sozialkontakte durch das WM. Da steigen viele Teenager früher oder später aus.

    Aktuell haben wir ja noch einen zweiten Thread laufen, in dem es um das Wechselmodell geht (Threadstarter Vollbio).

    Das Wechselmodell ist für die Eltern deutlich anspruchsvoller als der Standard Betreuungselternteil - Umgangs Elternteil. Persönlich kenne ich deutlich mehr gescheiterte WM-Versuche als gelungene.

    Ansonsten endet manches WM, wenn die Kids pubertieren... egal, wie gut es zwischen den Eltern klappt.

    Der Sohn hat ja anscheinend eine klare Vorstellung und geht weiter - mit kurzer Wartefrist - durch seine Schulausbildung. Damit ist die rechtliche Situation eigentlich klar: Die Eltern sind nach Leistungsfähigkeit barunterhaltsverpflichtet (also auch nix mit Teilzahlungen an die Mutter.).

    Ob Schüler-Bafög möglich wäre, müsste man ausloten.


    Ob man hingeht und sagt: Vielleicht habe ich Glück und kann mich aus meiner rechtlichen wie ethischen Verantwortung herausstehlen und warte, bis ich zur Zahlung aufgefordert oder verurteilt werde, muss jeder für sich selbst entscheiden. "Sozialverträglich" wäre das nicht. Klassischerweise sucht man in einer solchen Situation das Gespräch mit allen Beteiligten und guckt nach Lösungsmöglichkeiten. Und trifft Vereinbarungen, die für die Zukunft des Jungen hilfreich sind und möglichst von allen Erwachsenen mitgetragen werden und mit denen der Sohn einigermaßen zufrieden ist. Da kann es viele "Konstrukte" geben ganz unterschiedlicher Art. Wichtig ist aber, habe ich immer wieder erfahren, gut zuzuhören, was die Kids und der Ex-Partner sagen und dann gemeinsam zu entwickeln, was möglich wäre.

    Letztlich steht man bis mindestens 25 in der finanziellen Verantwortung, wenn das Kind keine Einnahmen hat. Selbst wenn es "nix" macht, bin ich zwar auf der einen Seite nicht mehr unterhaltspflichtig. Auf der anderen Seite kann aber im Falle eines Falles mein Einkommen geprüft werden, ob ich nicht - bei höheren Freibeträgen - doch in der Verantwortung stehe und für die staatliche Unterstützung gerade stehen kann und muss.

    Ohne Zweifel wird diese Situation sowohl den Knaben als auch dich höchst stark emotional bewegen. Und diese emotionale "Belastung" von dir wird ihn belasten und umgekehrt seine dich. Ob positive oder negative Emotionen stärker sind oder sich ausgleichen, das weiß man nicht.


    Manchmal wird in solchen Situationen ein begleitender Umgang empfohlen. Möglichst nicht nur durch wen, der einfach da ist, sondern durch einen Sozialpädagogen, der die Situation als Mediator begleitet. Dafür muss aber überall und von allen Seiten die Bereitschaft bestehen und eine Fachkraft verfügbar sein.


    Nach eurer Geschichte zu sagen, man guckt mal, was da so passiert und wird schon gut gehen, wäre blauäugig. Zumal ja der Vater anscheinend nicht vorsichtig anfragt, ob und wie man das in die Wege leiten könnte, wenn denn der Sohn zu einer Begegnung bereit wäre,

    Andererseits bestand ja mäßiger Kontakt und es ist auch vom Kind derzeit Kontakt - ein Wiedersehen - gewünscht. Es liegt letztlich sehr viel am Vater, wie er die Sache gestalten würde, wie er vorsichtig die Annäherung durchführen will und ob er bereit ist, der sich entwickelnden Situation angemessen zu reagieren - in der Situation.


    Das könnte im Vorfeld angesprochen und diskutiert werden.


    Wahrscheinlich könntest du ein Treffen auch verweigern. Ex müsste dagegen klagen und noch Recht bekommen. Darum geht es aber nicht. Irgendwann wird euer Sohn nachfragen und mit dem Vater aktiv in Kontakt treten. Spätestens in der Pubertät. Da als "Verhindererin" dazustehen (für Pubertisten gibt es nur schwarz oder weiß), würde euer Verhältnis nicht zwingend stärken.


    Heißt eigentlich: Du müsstest dir deinem Kind zuliebe gedanken machen, wie der Umgang bestmöglich für Kind und Ex und damit auch für dich gestaltet werden könnte. Je besser das gelingt, desto weniger wird der Sohn belastet.

    Rentenversicherung ist dran und will die EU Rente vermeiden, nach Aktenlage könnte meine Mutter mit Hilfsmitteln und Assistenzkraft durchaus noch Vollzeit arbeiten gehen.

    Tja, der Betriebsarzt war not amused über diese halbgare Idee. Der schreibt jetzt mit Hilfe der Atteste und eigener Erfahrung/ Untersuchung eine gepfefferte Antwort. WENN ein Betriebsarzt gemäß der BG Regeln schreibt, dass mit den Einschränkungen diese Mitarbeiterin noch nicht einmal einen Bildschirm Arbeitsplatz ausführen kann, kann sich die Rentenversicherung nicht darüber hinwegsetzen.

    Guckt Euch sicherheitshalber noch einmal die Funktion des Betriebsarztes an. Üblicherweise ist er beratend tätig für den Unternehmer. Und soll, wenn ich alles richtig verstehe, sich um die Wiedereingliederung einer Rehabilitandin - deiner Mutter - kümmern. Da kommt er - wes Brot ich ess, des Lied ich sing - zu der Einschätzung: Deine Mutter kann nicht zurück auf den Arbeitsplatz. Für den AG hat das Vorteile: Eine nicht mehr ganz so leistungsfähige, ältere, demotivierte Arbeitskraft mit hohen Begleitkosten wie Hilfsmitteln und Assistenzkraft, die der AG zumindest teilweise zu leisten hat, wird verrentet. Das ist wesentlich einfacher und schneller, als eine Kündigung auszusprechen.

    Objektiv gesehen kann es aber sein, dass der AG genau das vorbereitet mit dem Betriebsarzt. Zur Kostenminimierung. Da muss deine Mutter aufpassen, nicht durch den Rost zu fallen: Nicht frühverrentet zu werden, aber auch nicht mehr beim AG antreten. Da wäre sie dann für die letzten drei Jahre des Berufslebens plötzlich "draußen".


    Das ist eine ganz problematische Gratwanderung, weil man dem AG eigentlich sagen muss: Ich will arbeiten (sonst kann er halt mal einfacher, im Falle deiner Mutter mit Schwerbehinderung etwas weniger einfach kündigen) und der Rentenversicherung: "Ich kann (gerade) nicht arbeiten. Das geht nicht."


    Klar zu sehen: Das passt irgendwie und irgendwo nicht so recht zusammen. Da ohne Blessuren durchzukommen, ist nicht einfach.

    Nur grundsätzlich: Der Betriebsarzt ist nicht zwingend euer Freund. Er hat in bestimmten Bereichen gleiche Interessen wie Deine Mutter. In anderen Bereichen sicherlich nicht.

    Umgang ist grundsätzlich dazu da, dass Umgangselternteil und Kind am jeweiligen Leben des anderen teilnehmen. Dazu kann gehören, dass das Kind mitkommt, wenn der Umgangselternteil einen Sporttermin hat oder aber mit befreundeten Familien auf den Rummel geht oder was auch immer. Und umgekehrt, dass der Umgangselternteil, wo irgend möglich, Termine des Kindes mit wahrnimmt und auch mal beim Sport am Spielfeldrand steht oder zum Geburtstag bringt oder holt. Um "mit dem anderen leben zu können", gehört die Wahrnehmung und Erfahrung des Umfelds einfach dazu.

    Dazu gehört aber auch, dass sich - altersgemäß - Elternteil und Kind absprechen und dabei die jeweils berechtigten Bedürfnisse des anderen ernst nehmen.

    Dabei müssen Kompromisse geschlossen werden wie hier im Beispiel ganz eindeutig.


    Und genau so habe ich mit guter Erfahrung dass meiner Ex und dem jeweiligen Kind gesteckt: Das müsst ihr (mit 11 ist Kind deutlich alt genug dazu) untereinander so klären, dass am Ende beide zufrieden sind und die Lösung akzeptieren können. So, dass hinterher niemand mehr nöhlt und so Sachen dir gegenüber nicht mehr thematisiert werden.


    Kann das der vater nicht bzw. trifft hier eine Entscheidung über das Selbstbestimmungsrecht eines Vorpubertierenden hinweg, liegt die Eskalöationsstufe deutlich vor einem: "Zum Papa will ich nicht mehr."

    Und das dann nicht wegen des einen Termins, sondern weil das Desinteresse des Vaters und seine mangelnde Problemlösungskompetenz deutlich kommuniziert wurde.

    Das ist jetzt nichts Neues. Geschützt vor den Augen von Nichtmitgliedern sind bewusst nur einige wenige Bereiche gewesen, was wir vom Team ja auch immer wieder sagen(wenn jemand mit Klarnamen in den Texten arbeitet usw., die zu einer einfachen Identifizierung führen könnten oder zum einfachen Auffindung über Google und Co.)


    Mir fehlt noch der Zugriff auf den persönlichen Bereich, in dem die Einstellungen vorgenommen werden können. Und ich sehe, dass zb noh niemand anderes seinen Avatar händisch wieder hochgeladen hat ...


    Aber eigentlich erst einmal vielen Dank an Techniker und Admin. So ein Update ist immer zeitaufwändig und eine absolute Gratwanderung. Gerade wenn man das nicht "jeden Tag" macht. Und wie immer wird vieles händisch nachgearbeitet werden müssen ...

    Der Schulwechsel wird gern als Rettungsanker gesehen. Aber gerade vom Gymnasium auf Realschule ist das nicht immer kompatibel. Und zwar vor allem für "stinkfaule" Gymnasiasten. Realschüler müssen nicht selten einen gleichen, wenn nicht gar höheren "Paukaufwand" betreiben. Wäre die mangelnde Bereitschaft oder Faehigkeit das Problem, kommt man vom Regen in die Traufe.

    Ist das Gym eine intellektuelle Überforderung, sieht es anders aus.


    So viel man sonst sicher sagen kann, für solche Probleme ist das Gesamtschulkonzept mit A,B und C-Kursen bei uns hier schon hilfreich, Übergänge möglich zu machen.


    Ich rate also, sehr genau hinzugucken, was die eigentliche, vielleicht tiefliegende Ursache für die schlechten Noten ist.

    Nun ist es so, dass Klassenfahrten regelmäßig in bestimmten Jahrgängen stattfinden und auch langfristig angekündigt sind. Die Klassenfahrtskosten sind deshalb absehbar, vorhersehbar und normalerweise ansparbar. Da bin ich als Betreuungselternteil in der Pflicht.

    Natürlich kann man den unterhaltspflichtigen Elternteil um einen Zuschuss bitten. Aber eigentlich zahlt er schon dafür mit dem Unterhalt - nach seiner Leistungsfähigkeit.

    Ist er gar "Mangelfall" und damit bis an den Rand des Mindestbedarfs gedrückt, wirkt eine auch noch so freundlich verpackte Zahlungsaufforderung schon schräg. Beschäftigt hat sich Deine Ex mit Deiner finanziellen Situation wohl nicht - oder es geht ihr sonst wo vorbei ...


    Hier würde ich auf zweierlei verweisen: 1. zahlst du nach deinem besten Vermögen den Kindesunterhalt, aus dem Klassenfahrten halt mit bestritten werden müssen. Du finanziert die Fahrt also bereits mit (und kannst das auch bei Bedarf den Kids sagen)

    2. Wenn es finanziell nicht nur bei dir durch hohe Unterhaltszahlungen für eure gemeinsamen Kids eng ist, sondern auch bei der Mutter, gibt es einige Moeglichkeiten, Zuschüsse zu bekommen. Das müsste die Mutter in Bewegung setzen und beantragen. Wird das abgelehnt, steht die Mutter nicht ganz so blank da, wie sie den Anschein erweckt. Wird es genehmigt, ist alles gut ...


    Man muss lernen, den moralischen Zwang nicht ueberhand nehmen zu lassen. Du brauchst, was du in der Theorie bereits verinnerlicht hast, Geld für den regelmäßigen Umgang. Da bittet du die Mutter auch nicht um Unterstützung.

    Ich habe zwar auch vor allem schräge Richter kennen gelernt, aber doch auf die Gesamtheit gesehen kompetente Mitarbeiter des Jugendamtes erlebt und auch vor Gericht zumindest aus meiner Sicht meist objektive Urteile (und sei es in der Revision) bekommen. Insofern sehe ich einen Umgangs- oder gar Sorgerechtsstreit bei weitem nicht so negativ wie Agrippa, der deutlich andere Erfahrungen gemacht hat.

    Ohne Wechselmodell stünden für ihn ca. 800 Euro zu zahlender Unterhalt im Raum (2 Kinder unter sechs Jahre? Dann 812 Euro in Stufe 3 bis Einkommen bis 2700 Euro netto, 850 Euro bei Netto-Einkommen bis 3100 Euro, also Stufe 4 der DüTa, zuzüglich hälftiges Kigeld.)

    Setzt man bei dir für die 1700 Euro Nettoeinkommen die Bedarfskontrollgrenze an, also 1400 Euro, dann wärst du mit 300 Euro dabei (zuzügl. hälftiges Kigeld.

    Nun gibt es beim Wechselmodell noch keine ganz durchgesetzte Regel. Aber wenn es euch um einen fairen Ausgleich gehen würde, ist bei der Pi x Daumen-Berechnung zu sehen, dass auf seiner Seite rund 500 Euro Vorteil stehen. Davon die Hälfte für die hälftige Monatsbetreuungszeit durch dich als Ausgleich zu zahlen, wäre eine gewisse Verhandlungsgrundlage. Du kämst damit icl. Kigeld auf ca. 2350, er auf 2550, von denen ihr beide alles bestreiten müsstet. Zu klären ist da auch, wie ihr die Anschaffungen für die Kids finanzieren wollt.

    Auf die 34 Std. kommen jetzt bereits die Pflichthausaufgaben drauf und die Mathenachhilfe. Dann ist man bereits in einem Grenzbereich. Der Denkansatz müsste zuerst über Motivation, Erfolgserlebnis oder Wunschzielerreichung laufen. "Du setzt weitere vier / sechs Std. pro Woche für die Schule ein", macht mir als Elternteil erst einmal einen schlanken Fuss. Aber ob es ergebnisträchtig ist, ist die andere Seite.

    Frage wäre, wo man den Junior packen kann. Native Speaker-Niveau in Englisch? Vielleicht Erdkundematerial in Englisch anbieten.

    Lateinvokabeln ist stupides Pauken, das aber gut kontrolliert werden kann. Gibt es Chancen der simplen Bestechung ala: Bestimmter Vokabelsatz erfolgreich gelernt gibt eine Kinokarte ...

    Das ist ggfls. unpaedagogisch usw. , aber es muss ja nur kurzfristig erfolgreich sein.

    Gut wäre, dem Nachwuchs mehrere Lernalternativen zur Auswahl anzubieten, damit zwischen denen ausgewählt werden kann. Damit hab ich jedenfalls recht gute Erfahrung gemacht.

    Wie oft im Leben sollte man dann diese grundlegenden Entscheidungen treffen und dokumentieren (lassen)? Zum ersten Mal mit 14/16 beim ersten Perso? Und umaendern, wenn ich in die USA jette oder in Spanien urlaube, weil dort eine andere Definition von Tod existiert?

    Wie bekomme ich grundlegende Lebensveraenderungen aktualisiert, wenn ich es nicht mal schaffe, meine Wohnsitzänderung ueberall dokumentieren zu lassen? Habe ich mit 60 dieselbe Meinung wie damals mit 16? Wie kann ich sicher sein, dass eine x Jahre alte Verfügung heute noch dem Willen der Person entspricht, die im Wlan- und Smartphone-Zeitalter gross geworden ist - Dinge, die "heute" keiner mehr kennt.


    Will ich in Datenbanken drinstecken und der Rettungssanitäter bekommt beim Einsatz an meiner Unfallstelle im Computer angezeigt: Organspender/kein Organspender?


    Bin ich zu einer Zwangserklaerung verpflichtet, folgt der Rattenschwanz der Aktualisierung. Bin ich freiwillig unterwegs, kann ich nach meinem Zeitfenster entscheiden. Letzteres ist mir persönlich wesentlich lieber.

    Oh doch. Das gemeinsame Sorgerecht ist schon gut und wichtig. So hat der KiA zB die Pflicht, dir auf Anfrage Gesundheitsauskunft zu geben. Und genau das machst du gerade ...

    Und gut, dass der Doc sagt, euer Kind soll nicht beim Gespräch dabei sein. Ein Zeichen, dass er mit Kontroversen rechnet. Er muss das Thema also mit der Mutter durchgesprochen haben. Ich würde das erst einmal positiv sehen.

    Sponge, viele Politiker und manches Mitglied der Ethikkommission in Deutschland ist noch erschrocken und geprägt von den Ereignissen wie Menschenversuche, der Euthanasie etc., die es hier in der NS-Zeit gegeben hat. Das wurde, unbestritten, auch in andere Länder getragen. Aber doch nicht breit von den Menschen dort unterstützt und durchgeführt! Das waren die Deutschen. Und deshalb schrecken hier viele "Kinder und Enkel" davor zurück, auch nur in die Nähe dieser Grenze zu kommen, die niemals mehr ueberschritten werden sollte, war man sich nach 1945 einig.


    Allerdings scheint die jetzige Regelung in D anders zu sein als ehemals in Belgien. Wer sich nicht als Organspender identifizieren lässt, überträgt die Verantwortung nicht auf die Hinterbliebenen. Die werden nicht mit einem Entscheidungszwang belastet. Und das ist gut so.


    Was jedoch die Menge der Organspenden in D deutlich erhöhen würde, wäre die Bereitschaft von deutlich mehr Kliniken, in der Praxis aktiv tätig zu werden. Da könnte man erheblich mehr Organspenden durchführen als derzeit.


    Bereit zur Spende in D sind derzeit 33 Prozent der Bürger, hat eine gestern veröffentlichte repräsentative Umfrage ergeben. Ich hätte das höher eingeschätzt.