Beiträge von Volleybap

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    Ich befürchte, das Finanzamt hat alles nach Standard gemacht: Es hat über ein Jahr gewartet, bis es eine verfestigte Lebensgemeinschaft vermutet und Dich nicht mehr als AE definiert. Diese zwölf Monate sind in der Finanzrechtsprechung ziemlich verfestigt. Dass es jetzt 18 Monate waren - nun gut. Glük für Dich.

    Hinzu kommt, dass Du in Deinem Posting es ja genau beschreibst: Du bist mit Deiner Freundin zusammengezogen. Und Freundin wird hier ja anscheinend als Synonym für Partnerin genutzt.


    Mit dem FinAmt würde ich so kommunizieren, wie es von denen im Schreiben an Dich vorgeschlagen wird. Wenn Du nur Auskunft geben sollst, dann ist sicherlich die schriftliche Kommunikation gemeint. Ein persönlicher Gesprächstermin wäre schon außergewöhnlich. In Coronazeiten ist das eigentlich ziemlich unter den Tisch gefallen. Schau mal, ob auf dem Schreiben vom FinAmt überhaupt ein Kontakt - Telefon - zum Sachbearbeiter steht. Dann könntest Du das einmal durchspielen.

    Rechne aber auch noch einmal durch, ob diese Sache für Dich überhaupt relevant ist. Ich habe es jetzt nicht genau im Kopf, aber der Betreuungsfreibetrag dürfte ca. 1300 Euro ausmachen. Um diese Summe würde sich Dein Bruttoeinkommen verringern in der steuerlichen Betrachtung. Wenn Du den Spitzensteuersatz von 45% - sind es jetzt, glaube ich - bezahlst, dann sprechen wir über rund 60 Euro im Monat oder weniger. Zahlst Du weniger Steuersatz, wird es schnell weniger. Das könnte man vielleicht schnell einspielen, wenn Ihr zukünftig gemeinsamer kocht, euch bevorratet, die Wäsche in eine Waschmaschine packt etc.


    Du hast an vielen Fronten zu kämpfen, wie Deinem Posting zu entnehmen ist. Ob es sich wirklich an dieser Stelle lohnt, solltest Du gut überlegen. Oder rechtzeitig aufgeben, wenn der Sachbearbeiter - egal wie Du ihn kontaktest - nicht auf Deine Argumente eingehen will. Der Sachbearbeiter kann Dir übrigens genau ausrechnen und sagen, um welche Summe es geht. Das wäre ja vielleicht ein guter Gesprächsbeginn.

    Hm. Schulden, die in der Ehezeit aufgenommen worden sind vor der Trennung, werden üblicherweise bei der Feststellung des sogenannten "bereinigten Nettoeinkommens" berücksichtigt. Später aufgenommene Kredite - da ist das schon anders.


    Wenn jetzt die beistandschaft sagt, es soll endlich der Titel unterschrieben werden, dann scheint sie gar nicht mehr über die Höhe des Unterhalts verhandeln zu wollen. Denn da muss ja ein Betrag reingeschrieben sein.

    Lieber Bennie,


    ich bin ja gern lernbereit und grundsätzlich neugierig. Wenn Du also für Celin hilfreiches Wissen hast, das sie in ihrer Situation unterstützt: Immer heraus damit.

    Allerdings ist davon deinem Posting hier im Thread noch nichts zu entnehmen. Die von Dir gestellten Fragen sind von Celin längst vorher im Thread beantwortet worden. Die von Dir gezogenen Rückschlüsse sind von Celin vorher entweder als bestehende Fakten geschrieben worden oder aber sie hat Fakten genannt, die sich mit Deinen Aussagen nicht verbinden lassen.

    Hier wäre es sicherlich gut, Du würdest die Startpostings und die weiteren Infos einfach einmal lesen und nicht wild und spekulativ irgendetwas im Thread absondern. Das würde auch verhindern, dass Du - wir hier - Threadstarterin oder Threadstarter - Begriffsstutzigkeit unterstellst oder - in anderen Worten - Dinge nicht richtig einordnen zu können. Wenn man so User hier im Forum angeht (allein der Ton ist schon fragwürdig), sollten dahinter auch Fakten stecken.

    Aber gut, so hat das wenigstens zur Belustigung mancher Foristen beigetragen.


    Diskutiert wurde im Thread übrigens ein Verwaltungsverfahren. Da Du es kritisierst: Was ist falsch an dem Rat an die Threadstarterin, eine Beistandschaft einzurichten? Und den Unterhaltsvorschuss sofort wieder zu beantragen, wenn keine Zahlung erfolgt?

    Das sind eher weniger juristische Dinge. Damit kommen wir auch zum Pseudojuristen, mit dem ich Dich angeblich tituliert hätte. Das stimmt so allerdings nicht. Du bist in einem anderen Thread aufgefordert worden, pseudojuristische Diskussionen, die Du threadsprengend am Thema des Threadstarters vorbei angefangen hast, zu unterlassen. Sei versichert: Das Wort Jurist - auch in der Verbindung Pseudojurist - würde ich in Zusammenhang mit Deiner Person sicherlich nicht in den Mund nehmen.

    Ex hat schon das Recht, eine Gegenrechnung aufzustellen. Das ist dann zwischen Anwalt und Beistandschaft ein Fingerhakeln, was dabei heraus kommt. Von dem, was Du beschreibst, scheint nicht gar so viel "haltbar" von der Anwaltsseite. Eine Pauschale für Fahrtkosten ist normal. Die geht vom Nettoeinkommen runter. Das Auto dann aber zum zweiten Mal abzusetzen - darüber kann man deutlich streiten. (Zumal ja das Auto bereits verkauft wurde.Der erzielte Wert sollte zur Tilgung der Schulden eingesetzt werden ...)

    In die Düsseldorfer Tabelle, die von der Beistandschaft zur Berechnung des Unterhalts sicherlich als Grundlage genommen wird, sind Umgangskosten bereits eingearbeitet. Standard ist: Wochenende alle 14 Tage, hälftig sämtliche Schulferien. Und wenn dann noch ein paar Tage darüber hinausgehen, dann ist das eigentlich keine Grundlage, den Unterhalt herabzusetzen.


    Wenn Ex jetzt mindestens zehn Monate gebraucht hat, um eine Gegenrechnung aufzustellen, dann ist das schon bezeichnend. Ihr seid 350 Euro auseinander - ggfls. muss er das nachzahlen oder mindestens einen Teil davon.

    Und wie sieht das aus, wenn sie die Stunden reduziert? Wenn das Kind bei ihm bliebe und sie Unterhaltspflichtige würde, dürfte sie nicht reduzieren , oder?
    vorausgesetzt er macht den KUH geltend.

    Meine Ex durfte damals mit gerichtlicher Billigung in Teilzeit gehen, um neben dem 14tägigen Wochenendumgang ein Kind zum Fußballtraining zu begleiten.

    Gleichzeitig wurde mir auferlegt, dass ich mit drei Kids alleinerziehend keine Arbeitszeitverkürzung vornehmen dürfe, um die bisherige finanzielle Versorgung der Kids weiter auf gleichem Niveau aufrecht zu erhalten. Hinzu kam, dass ich der Co-Trainer der Fußballmannschaft war und - als der Trainer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr konnte - das Training alleine weiterführen "durfte", damit die Mutter den Trainingskontakt mit dem einen Kind hatte.

    Will sagen: Es gibt die schrägsten Variationsmöglichkeiten, wenn erst einmal Gerichte in Absprachen hineinentscheiden.

    Beim "alten Standard" - Mutter hat Kind, Vater Umgang und Unterhaltspflicht - ist eigentlich alles ziemlich ausgeurteilt und es gibt recht eingefahrene Strukturen (zB, dass die Arbeitszeit nicht auf Kosten der Unterhaltshöhe verringert werden darf). Geht es aber in den Bereich Wechselmodell oder gar alleinerziehender Vater, gibt es "alles". Leicht gemacht wird es AE-Vätern nicht ...

    Ob die Mutter Fakten schafft oder gerade "zurück auf den Boden" kommt, weiß ich nicht. Deren eigener Anwalt scheint ja schon deutlich gesagt zu haben: Bis zur Scheidung steht Trennungsunterhalt an, den die Mutter zu leisten hat.


    Und die "Mitnahme" des Kindes steht jetzt deutlich im Rahmen eines Wechselmodells im Raume. (Mutmaßlich mit den bereits diskutierten Variationsmöglichkeiten, wo das Kind gemeldet ist ... Da würde übrigens zuerst Kindesunterhalt an Wolfi fließen und erst Trennungsunterhalt, wenn die Mutter genug verdient).

    Dass die Mutter die Situation so offen kommuniziert, halte ich für einen ersten Vertrauensschritt. "Klappe halten und Wolfi nicht auf ,dumme Gedanken' bringen" - Trennungsunterhalt, Wechselmodell etc., wäre die "härtere Gangart".

    Hier ist eindeutig viel in Bewegung, aber irgendwie im Gespräch. Das ist wesentlich besser als der Versuch, vollendete Tatsachen zu schaffen.

    Da hier der Aufenthalt des Kindes vom Augenblick der Trennung an streitig ist/sein wird nach derzeitigem Stand, verfestigt sich juristisch gesehen gar nichts. Da also keine Angst.

    Hat die Beistandschaft den Titel erwirkt, dann besteht das Recht auf Unterhalt auch bei Nichtzahlung. Beim Unterhaltspflichtigen entstehen Unterhaltsschulden.

    Zahlt der Unterhaltspflichtige nicht, kann ich sofort Unterhaltsvorschuss beantragen. Besteht eine Beistandschaft, ist dies der notwendige Nachweis, dass der Unterhaltspflichtige zur Zahlung aufgefordert worden ist.

    Unterhaltsvorschuss gibt es bis zu einem Monat rückwirkend nach Beantragung. (Unterhalt - durch Beistandschaft oder Anwalt - ab dem Monat, in dem der Unterhaltspflichtige zur Zahlung aufgefordert worden ist.)

    Man sollte also immer zeitnah aktiv werden, sonst verbrennt man Geld.

    Hatte die Unterhaltsvorschusskasse das Gerichtsverfahren angestrebt?

    Und du hast nie, auch nicht über eine Beistandschaft oder einen Anwalt Unterhalt eingefordert? (Eigentlich muss man das tun vor Beantragung Unterhalts Vorschuss).


    Anwalt besser oder Beistandschaft? Der Gesetzgeber hat die Beistandschaft eingerichtet als "Königsweg". Beistandschaft darf und kann (auch von der Ausbildung), was ein Anwalt in dem Bereich machen darf. Und kann darüber hinaus den sog. " Titel", eine juristische Urkunde, erstellen. Darin verpflichtet sich der Unterhaltspflichtige zur Zahlung. Damit kann ein Gerichtsvollzieher sofort pfänden.

    Ein Anwalt kann das nicht, sondern müsste uebers Gericht gehen.

    Unterhaltsberechnung ist keine Kunst, sondern in der Regel eine Frage des Computerprogramms und der Beischaffung der Unterlagen.

    Die Beistandschaft macht oft nur das Thema. Ist also hochspezialisiert.

    Sicher gibt es besonders gute Beistandschaften und Anwaelte - und halt auch andere. Vorteil Beistandschaft: Die bleibt am Ball/beauftragt, bis Kind volljährig ist. Kontrolliert alle zwei Jahre das Einkommen, Veränderungen beim Kigeld etc. Ein Anwalt muss einzeln beauftragt werden.

    Die Beistandschaft wird sich drum kümmern, ob der Vater (mehr) Unterhalt leisten kann. Das ist billiger als über einen Anwalt zu gehen.


    Und ob du jetzt bei der UV- Kasse Widerspruch einlegst oder bei fehlender Zahlung sofort wieder neu beantragt, ist gehüpft wie gesprungen.

    In aller Eile: 1. Beistandschaft einrichten.

    2. Ist am 30.9. kein Unterhalt auf deinem Konto, sofort am 1. 10. erneut Unterhaltsvorschuss beantragen.

    Fuer Wolfi macht es keinen Sinn, auf ABR zu klagen, also zu beantragen, dass die Mutter es abgenommen bekommt.

    Er braucht es in seiner Position ja nur anzuwenden und kann rechtlich den Umzug der Tochter blockieren. Sein Veto einlegen, nicht zustimmen klingt noch besser.

    Er reagiert dann nur. Eskalieren bis hin zur Klage müsste die Mutter.

    Alles Eltern kann man völlig frei alles machen, entscheiden, regeln.


    Erst wenn man sich uneins ist, wird es schwierig. Schaltet man Dritte ein, also das Gericht, dann entscheiden auch Dritte. Und kein Richter guckt intensiv auf irgendwelche Feinheiten. Sondern da wird in grossen Maßstab Vorgängen.


    Wenn Trennungseltern dazu in der Lage sind, sich einvernehmlich zu trennen und Dinge selbst zu klären, dann fahren sie gut. Es ist aber ungeheuer schwer, in emotionalen Situationen rücksichtsvoll zu sein und tragfähige Sachentscheidungen zu treffen.

    Das stimmt nicht. Ich bin auch privat versichert, meine Kinder sind über mich versichert und leben bei mir und die Kosten dafür trage ich alleine. Das hier hälftig der Vater was zur PKV dazu zahlen muss, war nie Thema.

    Soweit ich weiß muss das Kind aber auch nicht zwingend über die Person versichert sein, bei der es lebt.

    Privat geht immer in jeglicher Konstellation ...


    Dass die Zuzahlung nie Thema war, liegt vielleicht daran, dass Du es nie zum Thema gemacht hast ... Der grundsätzliche Rechtsanspruch besteht.

    Womit wi

    Genau deshalb wäre ich mir auch nicht so sicher, ob eine Klärung des ABRs nicht Öl ins Feuer gießen würde...

    Wenn beide das wohl des Kindes im Blick und ein Konsens bestünde, dass ausser der Trennung der Eltern möglichst alles fürs Kind bestehen bliebe, ergeben sich ganz automatisch so einige Win-win-Situation.

    Womit wir wieder am Anfang wären. Wenn die Mutter - ehemüde - auszieht und sich eine Zweitwohnung nimmt, kräht kein Hahn. Betreuung muss halt organisiert werden. Millionenfach in Coronazeiten passiert. Wird kein Paradies, muesste aber inkl. Grosseltern moeglich sein.

    Soll jedoch die Tochter mitziehen, muss die auf einmal eine Entscheidung treffen. Sofort ist Geld im Spiel. Sorgerecht. Der Rattenschwanz wird länger und länger...

    Ja, kurz. Meine Frau mein, wenn sie das ABR bekommt hat sie keine weiteren Koste in der Krankenkasse.

    Wenn ich sie nehme müsse sie zusätzlich privat versichert werden, wei ich das auch bin. Dann kann es sein, daß sie die Kosten zur Hälfte mit tragen muß.


    LG Jens

    Da kann es sogar sein, dass sie zum Unterhalt die vollen Krankenkassenkosten zu übernehmen hat ...


    Wenn man der Mutter vertrauen kann, spart der Vorschlag Geld, dass dann allen zur Verfügung steht.

    Kann man ihr nicht trauen, dann ist wohnen bei Muttern Übertragung von Macht und ermöglicht, dass Tochter "verloren geht" für den Vater.

    Übel: in so Trennungssituationen steckt so viel Emotionalität, dass Überzeugungen von heute und entsprechende Absprachen morgen nicht mehr gelten.

    "Brexitsituationen" sind bei Familientrennungen quasi immer irgendwie dabei.