Beiträge von Volleybap

    Es wird ja noch besser. Wer die Bafögrückzahlung auf einmal leistet, kann bis zu 1/3 erlassen bekommen von den 10.000 Euro ...


    Andererseits gibt es aber auch eine Vermögensgrenze. - Man sollte sich das auf jeden Fall näher angucken.

    Grundsätzlich gut, dass Ex eine einvernehmliche Regelung anstrebt. Kurios jedoch, was er für Zahlen und Berechnungen ansetzt und dich dabei über den Tisch ziehen will. Und wesentliche andere Dinge gar nicht anspricht (falls ihr die nicht schon geklärt habt).

    Von außen wirkt das wie eine Mischung "psychologischer Kriegsführung." Druckaufbau im finanziellen Bereich und gleichzeitiges appellieren, sich "wohlzuverhalten", weil Sachauseinandersetzung Streit wäre und damit "böse".

    Kann es sein, dass er noch ziemlich gut weiß, wie er dich packen kann?

    Bafög muss der Studierenden beantragen. Von den Eltern muss ein Einkommensnachweis beigebracht werden oder der Antrag auf elternunabhängiges Bafög gestellt werden. Beim gewerblichen Einkommen der Eltern für das BAföG 2024 gilt das Einkommen von 2022. Diese Unterlagen liegen in der Regel vor. (Steuerbescheid u.a.). Bafög wird nicht so heiß gestrickt wie andere Sozialgelder. Da dürfen Unterlagen "älter" sein.

    Achte auch hier auf die Formulierungen. Du willst ihm keinen Wind aus den Segeln nehmen oder "besser" sein. Sondern es ist bereits jetzt so, dass du zu deinem Jahresurlaub noch 28 Tage Sonderurlaub einsetzen musstest, um die Kinderbetreuung sicherstellen zu können. (Was ja eigentlich ein Unding ist bei einem Wechsel-Modell, bei dem die elterliche Zusammenarbeit funktionieren sollte ...)


    Will sagen: Es ist hilfreich, die Sachstände aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und dann zu entscheiden, wie man das formuliert für JA, Beistand, Gericht, Ex, ...

    Wenn sich etwas grundlegend ändert - Kind bricht Schule ab und geht in Ausbildung - bist du eh verpflichtet zu melden. Aber der Sachbearbeitende kann , darf und soll natürlich davon ausgehen, dass Schule bis zum Abschluss läuft. Genau das passiert also hier. Schule ist wohl für mehrere Kids abgeschlossen. Deshalb wird der Bescheid befristet. Weil erkennbar ist, dass ab dem 1. August bei den Kids etwas anders ist. (Vorausgesetzt werden bestandene Prüfungen). Da wird verlangt, dass Du den Nachweis führst. Je schneller du das geregelt bekommst, desto besser.


    Bei dir wird dem Augenschein nach, hat der Sachbearbeitende entschieden, keine grundsätzliche Änderung der Lebensumstände erfolgen. Deshalb wirst du nicht als Grund für die Befristung angeführt.

    Darüber würde ich mich nicht ärgern. Ärgern würde ich mich, wenn die von Dir einen Nachweis verlangt hätten, dass du ab 1. August weiter Rentenanspruch hast u.ä. ... Macht der Sachbearbeitende aber nicht. Also eigentlich alles gut.

    Was ausgezahlt ist, ist ausgezahlt. Aber bei Unklarheiten können Behörden noch nicht ausgezahltes Geld zurückhalten. Deshalb: Besser warten, bis das geld auf dem Konto ist.


    Und ja: Es müssen immer wieder neue Anträge gestellt werden.


    Was in den Widerspruch rein sollte, hatte ich oben bereits geschrieben: Der Verweise auf die zugeschickten unterlagen.

    Hiermit lege ich Widerspruch ein gegen den Bescheid vom


    Grund: Die von Ihrem Haus angeforderten Unterlagen, zugesendet am XX, namentlich (auflisten), sind in die Berechnung nicht mit eingeflossen.

    Da sich erkennbar die der Auszahlung zugrunde liegenden Begebenheiten ändern, ist eine Befristung nicht nur möglich, sondern eigentlich zwingend.

    Bekanntgabe des Bescheids ist Datum plus drei Tage. Also 10.6. 2024. Sobald du das Geld hast, solltest du umgehend den Widerspruch abschicken.

    Sofort den nächsten Wohngeldantrag für die Zeit ab 1.8. stellen.

    Du solltest darstellen, was die Kids nach Schuljahrsende machen.


    Zum jetzigen Bescheid gucken, wie lange du Zeit zum Widerspruch hast. Möglichst damit warten, bis das Geld eingetroffen ist (damit durch den Widerspruch nicht die Geldzahlung ausgesetzt wird). Aber schon alles perfekt zum Abschicken vorbereiten.

    Mit dem Widerspruch solltest du eine Kopie der Daten des E-Mails schicken, in dem die Annahme der Mieterhöhung mitgeteilt wurde.

    Zwischenzeitlich schauen, ob sich erschließt, weshalb du weniger Wohngeld bekommst.

    Der Bundestag hat soeben die geplante Bafoeg-Erhöhung für Studierende beschlossen. Die Höchstförderung incl. KV und PV beträgt jetzt 992,- Euro ab dem Wintersemester 2024.

    Der Grundbedarf steigt von 452,- Euro auf 475,- Euro. Die Wohnpauschale steigt von 360,- Euro auf 380,- Euro. (also 855 Euro für über die Eltern versicherte außerhalb wohnende Studis)

    Die Wohnpauschale für Wohnung bei Eltern bleibt bei 59,- Euro.

    Grundsätzlich erfolgt eine Erhöhung der Bedarfsätze um 5%.


    Ansonsten:

    Neu gibt es eine Studierstarthilfe. Studierende unter 25, die vor Studium Bürgergeld beziehen oder deren Eltern Kinderzuschlag bekommen und so (knapp) kein Bürgergeld, erhalten einmalig 1000,- Euro.


    Neu ist ein Flexibilitätssemester. Über die Förderhöchstdauer kann auf Antrag ein semester mehr gefördert wqerden, um den Bachelor oden den Master abzuschließen.


    Studienfachwechsel. Der ist ohne Bafoeg-Verlust zukünftig bis Anfang 5. Semester möglich.


    Einkommen Eltern: 5% höherer Freibetrag


    Eigenes Einkommen: Ohne Bafoegkürzung bis zur Minijobgrenze von 556,- Euro möglich.


    Erhöhung Zuschüsse Kranken- und Pflegeversicherung (oben bereits eingepreist)


    Schuldenobergrenze gedeckelt bei 10.000 Euro.


    Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/20/118/2011815.pdf

    Volleybap ja, wie wäre wohl gut 😅


    Dann werde ich wohl das noch nicht beim Jugendamt anschneiden das Thema, sondern mir den Trumpf aufheben 🤔

    Vorbereitet solltest Du beim JA-Gespräch schon sein. Gerichtsverhandlungen haben ihre eigene Dynamik und einen Verhandlungsführer (den Richter), der nicht zwingend Rücksicht auf die Befindlichkeiten und Anliegen der Prozessbeteiligten legt, sondern vorwärts kommen will. Da kann es gut sein, dass manche dir wichtigen Themenbereiche überhaupt nicht angeschnitten werden. Oder andere Themenbereiche elendig lang ausgewalzt werden, obwohl sie für dich und ggfls. auch den Vater nur Nebensache sind. (Ich hatte mal in einer Verhandlung fast eine halbe Stunde "Diskussion" darüber, ob ein Kind das gewünschte Fahrrad zum Geburtstag oder zu Weihnachten - wenige Tage auseinander - bekommen sollte. Eigentlich war es wie bei Dir eine ABR-Verhandlung ...)


    Insofern ist ein JA-Gespräch schon wichtig, um manche Dinge überhaupt ansprechen zu können. Du solltest also vorbereitet sein, eine Liste dabei haben (dringender Tipp: Habe eine Papierliste dabei, die du vor der Nase hast. Man ist in so Gesprächen so emotionalisiert, dass man oft die eine oder andere Sache schlicht vergisst. Und: Auf so ein Blatt zu gucken, hilft bei der Konzentration. Ich habe oft neben den Punkten mir auch noch einen Zuspruch, einen Motivationsspruch aufgeschrieben und immer in ein oder zwei Sätzen das hauptziel, das ich erreichen will. Damit man, um an meinem Beispiel zu bleiben, nicht glorreich"gewonnen" hat in der Fahrraddiskussion und das ABR - die Hauptangelegenheit - verliert ...) Aufpassen: Ex sollte nicht "spinksen" können, also deine Liste lesen können.


    Aber auch beim Jugendamt musst du in der jetzigen Situation nicht der Diskussionsführer sein. Aber schon Dinge sagen können wie: "Ich merke, dass die Kinder eine Beheimatung, eine Sicherheit brauchen derzeit. Der Konflikt der Eltern überträgt sich bemerkbar auf die Kinder. Und es ist ja erst für sie der Anfang."


    Du kennst den Ex. Und seine Art zu reden, zu diskutieren. Überlege dir also, wie er wohl Dinge einbringen wird. Und habe ein Gegenargument bereits vorbereitet. Und immer gut: Wenn er in der Diskussion das JA auf seine Seite zieht oder dich unter Druck setzt. Habe eine Plan für einen Nebenkampfplatz, ein Randthema, das du unverdächtig einbringen kannst. Um Luft zu holen. Durchzuatmen.


    Ansonsten: Vorsicht vor der Eigendynamik solcher Gespräche. Falls es zu Absprachen und Vereinbarungen kommen sollte und du bist dir nicht 100prozentig sicher, dann sage: Ich muss dadrüber erst einmal in Ruhe nachdenken. Das ist jetzt zu viel für mich. Zu viele neue Gedanken/Idee (was auch immer). Du hast das Recht dazu ...

    Das ist doch die gelegenheit, in der Verhandlung ganz schräg von der seite einzuwerfen: Lieber Vater, wie hast du dir denn dies gedacht?

    Und dann: Und wie hast du dir das gedacht? Hast du einen guten Vorschlag? Mir fällt da nichts ein ...

    Okay. Beim Umgangsverfahren - besprich es aber mit Deinem Anwalt, was er meint - würde ich mich erst einmal "fragend" stellen: Ich weiß nicht, wie der vater sich das gedacht hat bzw. wie seine Ideen in der Praxis funktionieren sollen. ...

    Du solltest nicht gleich mit Vorschlägen kommen. Oder Du sagst: Naja, ich hoffe, der Vater holt die Kinder alle 14 fürs Wochenende und nimmt sie in der Hälfte der Ferien. Falls die Belastung durch die lange Fahrt an den Wochenende nicht zu blastend wird ...


    Wichtig wäre mir an deiner Stelle, dass im einen Verfahren nicht schon Ergebnisse des anderen Verfahrens als Grundlage vorweggenommen werden. Das passiert manchmal. Oder wie es im Sprichwort heißt, dass das Fell nicht schon verteilt wird, bevor der Tiger erlegt ist ...

    Nachfrage: Das FamGericht hat ohne Antrag/Klage von Dir/dem Vater/Jugendamt/Beistand eigenständig ein Umgangsverfahren eröffnet?

    Klaus Töpfer. Der ehemalige Umweltminister und spätere Direktor des UN-Umweltprogramms hat in hohem Maße dazu beigetragen, das Thema Umwelt bewusst zu machen und ins praktische Handeln der Menschen zu integrieren. Ich habe ihn sehr geschätzt.

    Was meinst Du mit "komplizierte juristische Umwege"? (Ich finde eine Klage schon relativ kompliziert)

    "Vorher" wurde, verkürzt ausgedrückt, das Wechselmodell nicht anerkannt. Bei Trennungseltern war das Kind selbst bei hälftiger Betreuung einem Elternteil zugeordnet. Der andere Elternteil hätte erst einmal eine Vertretungsberechtigung einklagen müssen, bevor er dann eine Unterhaltsklärung hätte herbeiführen können.

    Zur Offenlegung seines Einkommens ist der Unterhaltspflichtige verpflichtet. Er muss das aktuelle Gehalt sowie den letzten Steuerbescheid vorlegen (als Abngestellter, als Selbstständiger die Steuerbescheide der letzten drei Jahre).

    Die Unterlagen anzufordern würde die Beistandschaft machen, kannst Du aber auch.


    Wenn was abgerechnet werden soll, muss er das nachweisen und begründen. Das kannst Du zur Not hier im Forum abfragen, ob ein Kredit anrechenbar ist oder Fahrtkosten etc.