Beiträge von musicafides

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    Hm . die Begründung vom KV er könnte aber keine Beziehung zu dem Kind aufbauen, wenn das Kind nicht seinen Nachnamen trägt und die für mich heftigen Reaktionen darauf , finde ich aber auch merkwürdig.

    Schon merkwürdig - erst versucht er, die TS zu einer Abtreibung zu bewegen, als wäre ein werdendes Kind ein Ding, was man so mal eben wegmachen sollte, wenn es nicht passt - und dann möchte er eine Beziehung zu einem solch "unerwünschten Ding" aufbauen? Und das soll am Namen hängen? Ich habe den Eindruck, da geht es dem Erzeuger eher um andere Dinge, über die ich aber hier weder mutmaßen möchte noch muss ... und nachdenken schon gleich gar nicht.

    ... ich wünsche mir dass das Kind eine Beziehung zu ihrem Vater. Ich will nur verhindern, dass es in Zukunft zu unnötigen Streitigkeiten kommt, weil wir uns auf nichts einigen können.

    Hast Du Dir schon einmal überlegt, dass Eure Streitigkeiten das Potenzial haben, zu verhindern, dass er eine vernünftige Beziehung zum gemeinsamen Kind entwickeln wird? Und da geht es nicht darum, wer am jeweiligen Streit Schuld hat oder angefangen hat damit - es kann durchaus hilfreich sein, für Absprachen die Hilfe von Dritten in Anspruch zu nehmen, die eher neutral sind, als Ihr als Eltern es nun mal sein könnt.

    Da ich num merke, dass der KV sich stur stellt und auch nicht mehr mit sich reden lässt und schon ohne meine Einwilligung einen Termin zur Vaterschaftsanerkennung beim Jugendamt gemacht hat, frage ich mich ob es überhaupt vorteilhaft wäre ihm die Vaterschaft zu gewähren bzw. mich überhaupt auf den Streit mit ihm einzulassen.

    Ich finde schon die Formulierung "Vaterschaft zu gewähren" abwegig. Entweder, man ist der Vater, dann sollte man auch dazu stehen und die Vaterschaft anerkennen lassen. Wenn der Vater sich um das gemeinsame Kind kümmern will, was spricht denn tatsächlich dagegen, das Sorgerecht gemeinsam auszuüben? Andererseits hast Du natürlich recht: wenn Ihr nicht miteinander verheiratet seid, dann liegt das Sorgerecht alleine bei Dir. Bei den Angelegenheiten des täglichen Lebens kann der Kindesvater sich so einbringen, wie er das möchte und es ihm seine zeitlichen Ressourcen erlauben.


    Meiner Meinung nach solltest Du trennen zwischen Vaterschaftsanerkennung und Sorgerecht. Ob er die Vaterschaft anerkennen möchte oder nicht, hängt meiner Meinung nach von ihm ab. Was hast Du Deiner Meinung nach damit zu tun (unter der Voraussetzung natürlich, dass er tatsächlich der Vater des Kindes ist)?


    Edit: rainbowfish war schneller ...

    Momentan tendiere ich also eher dazu es nicht zu machen, zumal meine Tochter kürzlich sagte, dass wir eh keine richtige Familie mehr sind, da ihr Vater nicht mehr bei uns wohnt.

    Da ihr Vater ja nie mehr bei Euch wohnen wird, welche Rolle spielt dann Dein Nachname für ihre Wahrnehmung? Oder anders gefragt: welchen Einfluss hätte denn eine Änderung Deines Namens auf die Bindung zwischen Deiner Tochter und Dir?

    ich habe die Sorge, dass eine Änderung meines Namens ein Schlag ins Gesicht für sie sein könnte. Aber dazu sollte ich vielleicht mit den Kindern über das Thema sprechen.

    Ja, das halte ich für eine gute Idee. Nur so wirst Du erfahren, wie sie darauf reagieren. Wie alt sind denn die Kinder? Vielleicht stellt sich ja heraus, dass ihnen das total egal ist - aber vielleicht auch etwas völlig anderes. Nur Mut!

    Und ich weiß auch gar nicht, ob ich anders heißen möchte als meine Kinder.

    Was würde das denn in Dir auslösen, anders zu heißen als Deine Kinder? Wie würde sich das für Dich anfühlen, was wäre das für Dich mehr als nur unterschiedliche Nachnamen? Hast Du Menschen in Deinem Umfeld, mit denen Du darüber sprechen kannst und die Dich gut kennen? Wir können zwar hier im Forum unsere Meinungen dazu austauschen, aber da es - wie cappucino15 schrieb - eine Einzelfallentscheidung ist, ist das vielleicht auch nur begrenzt hilfreich für Deinen zu treffenden Entschluss.

    Namensänderung geht ja normal nur mit Nachweis und Dokument.... nee, das ist es mir nicht wert. Also heiße ich weiter, wie mein Ex, obwohl ich mit dem nichts mehr zu tun haben will...

    Ich finde es sehr interessant, welche unterschiedlichen Meinungen es dazu gibt, und sie sind für mich alle gut verständlich und nachvollziehbar. Auch wenn ich (als Mann) dieses Problem nicht hatte oder habe: vielleicht ist ja die Haltung dazu abhängig von der persönlichen Identität, was man mit seinem Ursprungsname bzw. dem Namen des / der Ex verbindet. Vielleicht sieht man das direkt nach einer Trennung auch anders, als wenn man nach einer gewissen Zeit abschließen und sich neu orientieren konnte. Aber ich glaube, es ist auf jeden Fall auch ein klarer Schnitt, wenn man sich vom Namen des Ehepartners löst - wenn denn auch die innerliche, emotionale Trennung vollzogen hat. Ob es einem hilft, den Namen des Ehepartners abzulegen? Ich bin mir da nicht so sicher.

    Ich denke, dass Kinder da oft leichter damit umgehen als Erwachsene. Die Mutter meiner Kinder hat meinen Namen nach der Scheidung behalten, weil sie (vermute ich mal) nicht anders als ihre Kinder heißen wollte. Absolut verständlich für mich.


    Wie alt sind die Kinder? Siehst Du die Möglichkeit, ihnen das kindgerecht zu erklären? Wenn die Beziehung der Kinder zu Dir gut ist, sollte eine Namensänderung für die Kinder eher unwichtig sein (meine Vermutung).


    Ich denke, es ist gut, sich darüber Gedanken zu machen. Das sind sicherlich nicht zu viele.


    Darf ich nachfragen: warum sehen die Kinder ihren Vater nicht besonders positiv?


    Voraussetzung dafür, den ursprünglichen Nachnamen wieder anzunehmen, ist eine rechtskräftige Scheidung. Guck mal dort, da ist das ganz gut zusammengestellt: https://www.scheidung.org/namensaenderung/

    Ich mag gerne Musik aus der Romantik. Eine neuere Entdeckung (wenn es um Klaviermusik geht), sind die Werke des russischen Komponisten Anton Arensky, gerne mag ich auch Werke von Joseph Rheinberger. Bekannteres sind vielleicht von Schumann die Zyklen Album für die Jugend und Kinderszenen.


    Ich gebe zu, dass ich ein Fan von sinfonischen Dichtungen bin. Oben wurde ja schon die Moldau erwähnt aus dem Zyklus "Mein Vaterland", und wenn es mal ordentlich Wumms sein soll, dann sind "Die Planeten" von Gustav Holst auch mal wieder schön.

    Ich finde diesen Artikel auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums ganz hilfreich: https://www.bundesgesundheitsm…/patientenverfuegung.html


    Auch das Thema Vorsorgevollmacht scheint mir in diesem Zusammenhang relevant zu sein: https://www.familienratgeber.d…hte/vorsorgevollmacht.php


    Interessant im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ist die Frage, welche Auswirkungen es hat, wenn Ärzte anhand nicht ausreichend vorrätiger Intensivbetten Entscheidungen über Leben und Tod treffen müssen. Dazu gibt es nach mehreren Berichten in den Medien ein Papier von sieben medizinischen Fachgesellschaften, nach demdie medizinische Diagnose und der Patientenwille für die Weiterbehandlung entscheidend sind. Eine Intensivtherapie sei dann nicht angezeigt

    • wenn der Sterbeprozess unaufhaltsam begonnen habe,
    • wenn die Therapie aussichtslos sei oder
    • wenn das Überleben nur bei dauerhaftem Aufenthalt auf der Intensivstation gesichert werden könne.

    Schließlich muss es erlaubt sein, zu fragen, ob Todkranken tatsächlich Therapien zugemutet werden sollten, die ihnen wenig nutzen, weil sie ihre Überlebenschance unter menschenwürdigen Bedingungen nicht wesentlich verbessern.

    Und da Angehörige ggf. wichtige Entscheidungen treffen müssen, werden sie natürlich über Risiken und Chancen informiert. Letzten Endes müssen alle Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft werden, solange keine Patientenverfügung diesbezüglich einschränkt.

    Das ist mir schon klar, so ganz im Allgemeinen. Mir ist nur nicht klar, was sich hinter der Aussage "hoffen von Stunde zu Stunde" verbirgt. Meine Vorstellung, was die Aufklärung der Angehörigen angeht, ist eine andere als das "Prinzip Hoffnung".


    Ich hoffe und wünsche der TS auf jeden Fall, dass sie die Unterstützung - auch im echten Leben - findet, welche ihr guttut, um wieder zuversichtlich nach vorne blicken zu können.

    Also ich mag mich jetzt hier total unbeliebt machen aber darf ich fragen ob es Vollmachten oder Verfügungen gibt? Ich möchte Niemanden angreifen aber Maximaltherapie ist nicht immer das was sich vielleicht der Patient wünschen würde.


    Bitte steinigt mich nicht.

    Das ist ein durchaus valider Gedanke. In der Tat: nur eine Verfügung des Patienten, so diese tatsächlich von ihm unterschrieben wurde, kann Klarheit dafür geben, was sein Wille zum Zeitpunkt war, da er diese Verfügung verfasst hat. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Es gibt zwar - nach dem, was ich hier gelesen habe - einige Indizien dafür, dass der Patient seinen Unfall willentlich herbeigeführt haben könnte, aber es sind eben Mutmaßungen.


    Ich frage mich eher, ob die behandelnden Ärzte denn mit den Angehörigen (also auch der TS) gesprochen haben, um sie aufzuklären, welche Chancen und Risiken mit dieser Therapie verbunden sind.

    Verwarnungen, so habe ich an offizieller Stelle gelesen, werden öffentlich gemacht, die letzte verfällt nach jeweils 6 Monaten. Hat sich daran etwas geändert? Warum steht dann als Wert für Ablaufzeitpunkt "Nie"?

    Lebt das Kind unwidersprochen über einen längeren Zeitraum - in der Regel sechs Monate - dann gilt dies als einvernehmliche Anerkennung über den Aufenthalt des Kindes.

    Genau dies. Der Elternteil, bei dem das Kind lebt, erklärt sich mit dem Hauptwohnsitz des Kindes einverstanden. Aber das Aufenthaltsbestimmungsrecht ändert sich dadurch nicht. Der Elternteil könnte zwar die Änderung des Aufenthalts einklagen, hätte aber keine Chance. (Außer theoretisch, er könnte nachweisen, dass es einen erheblichen Vorteil im Hinblick auf das Kindeswohl gibt. ). Das ABR hat man dann zwar noch, aber es nützt faktisch nicht mehr viel.


    Objektiv gesehen würde ich - von mir aus gesehen - auch keinen Grund für eine schriftliche Absprache sehen, aber ich verstehe nicht, warum die TS ihre Position dadurch schwächt. Es ist doch klar, dass sich die Situation verfestigt hat und der KV damit, dass er in dem Jahr nicht widerprochen hat, sich faktisch einverstanden erklärt hat. Aber subjektiv kann ich verstehen, wenn die TS gerne eine schriftliche, dokumentierte Einigung hätte.

    Lieber Musica, lies einfach den Satz vor und nach dem von dir gezogenen Zitat und die Sache ist erklärt.

    Nein, ist sie nicht. Denn juristisch gesehen ist das, was Du geschrieben hast, einfach nicht zutreffend. Natürlich habe ich Deinen Beitrag in Gänze gelesen und verstanden. Gerade im Zusammenhang mit diesem Thread denke ich, dass es angeraten ist, nicht nur sinngemäß, sondern auch juristisch präzise zu argumentieren.

    Kann man natürlich machen, aber so ein Schriftstück hat vor Gericht keinerlei Relevanz. Dann müsste es schon notariell beglaubigt sein.

    Da hast Du natürlich recht, das hatte ich auch im Hinterkopf. Da es hier ja aber nach meinem Verständnis nicht um ein Gerichtsverfahren geht, welches unmittelbar bevorsteht, aber um eine Sicherheit, zu welcher der TS geraten worden ist (und welche ich verstehen kann), ist es vielleicht ausreichend, erst einmal keine notarielle Beglaubigung anzustreben.


    Übrigens hatte ich die TS so verstanden, dass aus ihrer Sicht eben nicht alles gut läuft. Deswegen ist mir nicht klar, was Deine Einschätzung mit dem Anliegen der TS tatsächlich zu tun hat.