Beiträge von musicafides

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    Wäre es nicht ein gangbarer Weg, dann eher nach 6 Monaten mal zu schauen, wie es sich so entwickelt?

    Bei gutem Willen und beiderseitiger Bereitschaft möglicherweise. Hier habe ich eher den Eindruck, dass KM vorhat, mit Tochter auszuziehen, sie umzumelden und gnädigerweise dem KV zugesteht, auch ein bisschen mehr als 14-tägigen Umgang mit der Tochter haben zu dürfen. Nennt sich dann Wechselmodell in freier Ausgestaltung. Ich sehe die einzige Chance, nach 6 Monaten zu schauen, wie es sich entwickelt, wenn die Tochter bei ihrem Vater im bisherigen Umfeld wohnen bleibt. Alles andere kommt mir vor als Sprungbrett in eine ungewisse Zukunft.

    Nach dem, was ich hier gelesen habe, könnte ich es gut verstehen, wenn Wolfi absolut null Vertrauen in irgendwelche Zusagen hätte. Ein offenes Wechselmodell - wie soll das denn funktionieren? Ich hätte das gerne ganz klipp und klar schriftlich fixiert. Wöchentlicher Wechsel? Oder alle zwei Wochen? Wie sieht es in den Ferien aus? So nehme ich das eher als Beruhigungsversuch war, um dann im Stillen weitere Pläne, die Tochter betreffend, zu machen.

    Könnte er, oder wäre es sinnvoll, das ABR im Eilverfahren zu beantragen?

    Er hat ja jetzt Kenntnis, dass die Mutter das bisherige Einvernehmen verlässt.

    Wenn Jens das Bisherige aufmerksam gelesen hat, wird er auch gesehen haben, dass ich ihm genau das vorgeschlagen habe. Ob das taktisch klug ist, weiß ich allerdings nicht. Ich denke, da sollte er sich möglichst zeitnah mit seinem Rechtsbeistand beraten. Ich denke, es ist wichtig, dass er der KM ganz klar mitteilt (so er dies möchte), dass er dem Auszug der Tochter nicht zustimmt (gerne unter Angabe plausibler Gründe). Mir ist nicht klar, ob der KM das so deutlich gesagt wurde.

    Wir machen das mit dem Wechselmodell. Gleichzeitig bitte ich aber auch um Verständnis, dass ich durch unsere Erfahrungen und als Vater das ABR geregelt haben muss.

    Kommt drauf an, was die KM hört. Wechselmodell ja, der KV ist aber ja sowieso Bittsteller, ich kann eh machen, was ich will. Um Verständnis bitten bei jemandem, der eh sein Ding durchzieht, hat keinen Effekt. Die Reihenfolge ist auch verkehrt, meiner Meinung nach sollte TS sich sinngemäß so äußern: Tochter bleibt hier gemeldet (ohne Wenn und Aber). Über Umgang können wir noch verhandeln, WM könnte ich mir vorstellen. Vorher müssen wir aber auch noch X, Y und Z regeln (also Krankenkasse, Ausweis, Sparbuch, ...)

    Steht im Schriftsatz der Gegenseite :rolleyes: . Ich hab da auch noch Sachen der Gegenseite in Schriftform,

    Manchmal wird da gelogen, dass sich die Balken biegen. Oder, um es sozialverträglicher zu formulieren: die Wahrnehmung ist bisweilen etwas speziell. Kommt drauf an, wie der Zusammenhang ist. Wenn das in einem Gutachten steht, ist das auch noch mal anders zu werten, als wenn der gegenerische Anwalt auf diesem Weg versucht, die Anliegen seiner Mandantin zu vertreten. Das liest sich schon manchmal übel, aber andererseits: Papier ist geduldig. Mein Tipp: nicht verunsichern lassen!

    Deshalb bietet sie mir auch das Wechselmodell14 tägig oder wöchentlich an. Aber nur unter der Bedingung, daß cih mein Geschäft früher schließe und die Kleine darf nicht zu Oma und Opa (evtl mal eine Stunde in der Woche, damit ich mich um sie kümmere). Ich sagte, daß ich dann um 16 Uhr schließe und ich müsse mir das jetzt erstmal durch den Kopf gehen lassen.

    Dann kam noch wenn, ich alles so lassen würde, bekomme ich sie alle 14 Tage am Wochenende und sie könne mich täglich im Geschäft besuchen. Das heißt vielleicht mal 5 Minuten.

    Das zeigt mir, dass sie Eure Tochter als ihren Besitz und Dich als Bittsteller ansieht. Diese Rolle würde ich gar nicht erst annehmen. Es steht ihr schlichtweg nicht zu, Dir solche Dinge vorzuschreiben.

    Raten kann man ihm derzeit nur, alles vorzubereiten: Papiere sichern oder Kopien anlegen von Einkommen der Mutter, Verträgen, Kinderausweis, Impfheft, Schulunterlagen, KK der Tochter, Kreditverträge, Versicherungsverträge, Sparbücher, Stammbuch ...

    Wenn er da überhaupt Zugriff hat. Scheint ja so zu sein, dass die KM bei einigen dieser Unterlagen nichts herausrückt. Aber genau in die Richtung ging mein Rat. Nicht soviel reden, sondern jetzt die richtigen Dinge tun. Auf Mündliches ist kein Verlass, da die Botschaft beim Empfänger entsteht und je nach Erinnerungsfähigkeit und -wiligkeit beliebig anderes herauskommen kann. Ich würde jetzt alles schriftlich fixieren, was von Belang ist, also etwa

    • Weigerung, die Zustimmung zum Auszug der Tochter zu erteilen
    • Änderung der regulären Arbeitszeiten, um zwecks Betreuung der Tochter unabhängig von der KM zu sein
    • Absprachen mit regelmäßigen Bezugspersonen treffen und fixieren

    Schriftlich festhalten hilft nicht nur, Struktur ins eigene Denken zu bringen, sondern die richtigen Unterlagen parat zu haben zeigt auch nach außen hin, dass man ein Konzept hat, was Hand und Fuß hat. Braucht man aber natürlich erst herzeigen, wenn es erforderlich ist.


    Wenn die KM dann trotzdem immer noch mit Tochter ausziehen möchte, kann sie ja einen Eilantrag bei Gericht stellen. Braucht man ihr aber nicht zu sagen.

    Den letzten Satz verstehe ich nicht - ein Kind ist kein Kuhhandel.

    Da geht tatsächlich einiges durcheinander. Ihr habt gemeinsames Sorgerecht, man kann aber das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht bei Gericht beantragen. Ob man das dann zugesprochen bekommt oder nicht, entscheidet ein Richter beim Familiengericht. Da kann man als Elternteil nichts handeln und auch nichts eintauschen. Heißt: Keiner von Euch beiden hat das Recht, darüber zu verhandeln!


    Über grundsätzliche Rechte würde ich deshalb auch gar nicht mit der KM verhandeln. Die hat jeder von Euch beiden. Punkt. Ende der Diskussion.


    Wolfi, wenn Du jetzt nicht endlich Rückgrat zeigst, dann wirst Du nichts erreichen, allen guten Plänen und Absichten zum Trotz.

    Irgendwie schafft es deine Frau, die Diskussionen immer wieder "in deinen Vorgarten" zu verlegen und nicht in ihren, wo es eigentlich brennt.

    Sie darf die Tochter ohne deine Einwilligung nicht mitnehmen. Punkt.

    Wolfi, hast Du denn der KM das im Gespräch auch klipp und klar gesagt und auch, dass Du Deine Einwilligung nicht geben wirst? Hast Du das auch schriftlich festgehalten, dass Du Deine Einwilligung nicht gibst?


    Ach ja, und sie hat übrigens nicht das Recht, den Umgang mit anderen zu reglementieren. Das geht sie gar nichts an.


    Ich hoffe, dass Du nach allen freundlichen Hinweisen in diesem Thread verstanden hast, dass Du agieren musst, nicht auf die KM reagieren.


    Zieht sie trotzdem mit der Tochter aus, dann würde ich sie verklagen, denn das ist dann Kindesentzug. Auf irgendwelche mündlichen Zusagen ihrerseits würde ich mich gar nicht einlassen.


    Ich verstehe zwar, dass sie eine Einigung möchte bezüglich der während der Ehe erworbenen Gegenstände, das ist auch richtig, wichtig und sinnvoll, aber eine andere Angelegenheit. Da bestehe bitte darauf, Fragen des Aufenthaltsorts, des Umgangs und sonstiger Dinge ganz klar auseinanderzuhalten.


    Aber handeln musst Du. Andere können das nicht für Dich tun. Die Zeit läuft Dir tatsächlich gerade davon, so scheint es mir.

    Wir haben hier am Gymnasium meiner Tochter eine Lernplattform, welche in Zeiten der Schulschließung mehr schlecht als recht als Distributionsmedium für Arbeitsaufträge genutzt wurde. Rückmeldungen von Lehrern gab es mal mehr, mal weniger - der Eindruck war, dass das alles sehr unkoordiniert war.

    Jetzt wird abgesehen von den Hygienevorschriften der Unterricht halbwegs normal durchgeführt, die Lernplattform wird eigentlich gar nicht mehr eingesetzt. Dabei wäre es so naheliegend, dass die Lehrer ihre Arbeitsblätter einscannen (so nicht schon elektronisch verfügbar) und hochladen. Der Aufwand dürfte nicht viel größer sein, als Arbeitsblätter zu kopieren. Termine für Klassenarbeiten könnte man auch ohne großen Aufwand einstellen.


    So könnten die Lehrer den Umgang mit der Lernplattform im täglichen Schulalltag bzw. im Rahmen ihrer Vorbereitung einüben und wären dann vorbereitet für den Fall, dass einzelne Schüler in Quarantäne müssen, einzelne Lehrer oder gar die ganze Klasse nach Hause geschickt wird.


    Man hat sich zwar in der Klasse ein Vorgehen überlegt, wie Schüler, welche den Unterricht aufgrund von Krankheit nicht besuchen können, trotzdem an Lernmaterialien und wichtige Informationen kommen, aber das hängt dann davon ab, wie gut die Schüler, die mit der Aufgabe betraut sind, ihre Aufgabe tun. Schon jetzt hat sich herausgestellt, dass ein Schüler, der ein paar Tage krank war, nur durch Zufall von einer wichtigen Arbeit in einem Hauptfach erfahren hat. Aber seitens der Lehrer baut man wohl lieber auf das Prinzip Zufall als auf das Prinzip Nachhaltligkeit. Sehr frustrierend.

    Zeigt aber, dass ein gewisses "Feindbild" bei deinen Aussagen im Hintergrund eine große Rolle spielt.

    Nein, spielt es nicht. Ich spreche nur aus meiner persönlichen Erfahrung bzw. meiner Wahrnehmung des eigenen Umfelds. Das ist weder repräsentativ noch verallgemeinerbar. Feindbilder kultiviere ich grundsätzlich nicht. Aber selbstverständlich akzeptiere ich es, dass Deine Wahrnehmung eine andere ist, zumal Du mich ja überhaupt nicht wirklich kennst. Da kann es schon einmal zu Fehleinschätzungen kommen.


    Da unterlasse ich es persönlich lieber, solche vorschnellen Urteile über mir unbekannte Personen zu treffen. Aber das mag jeder so handhaben, wie er es für sinnvoll und richtig erachtet.

    Japp, der ist es.

    Wie ich finde, zeigt der Film sehr gut, was bei einer Trennung mit Kind, so alles passieren kann.


    Die Geschlechterverteilung wie im Film lassen wir bitte außen vor.

    Da tun sich Mütter und Väter nicht viel in den jeweiligen "Abgründen" dem anderen Elternteil gegenüber beim "Kampf ums Kind"

    Das mag Deine Einschätzung sein, ja. Vielleicht hast Du dafür auch noch Belege? Dann wäre das nämlich für mich glaubwürdiger. Ich persönlich empfinde die Geschlechterverteilung wie im Film schon recht typisch, denn ich vermute, dass es mehr Frauen als Männer gibt, die ihre Kinder als Besitz ansehen. Und weil Frauen sich in der Vergangenheit häufiger um die Alltagsangelegenheiten gekümmert haben (mehr Mütter als Väter in Teilzeit), haben sie - gerade in frühen Jahren - oft auch eine stärkere Bindung zum Kind. Frauen sind, nach meiner Einschätzung, oft auch kreativer, wenn es um Maßnahmen geht, die zur Entfremdung vom anderen Elternteil führen können / sollen (wie im Film die Idee mit dem mutmaßlichen Handy des Vaters, was aber in Besitz der Mutter war). Und ich vermute auch, dass Frauen häufiger geglaubt wird, wenn sie die Polizei rufen und behaupten, der andere Elternteil hätte ihnen Gewalt angetan. Wenn gar der Vorwurf von Missbrauch im Raum steht, hat man ganz schlechte Karten, die Polizei muss da ermitteln, und da nützt es gar nichts, wenn das alles nur erfunden, erstunken und erlogen ist.


    Wer eine Kritik zum Film sucht; https://www.fr.de/ratgeber/med…gehoerst-zr-13536013.html


    Sicher, es ist nur ein Film, aber schon nah an dem, was passieren kann. Und es zeigt die Mittel auf, mit denen bisweilen dafür gesorgt wird, das Recht auf seine Seite zu bekommen - auch wenn man dem Kind nachhaltig schadet und eigentlich ziemlich viel unternimmt, was gegen Recht und Gesetz ist. Und er zeigt auch: ein Anwalt ist - als Verfechter der Interessen seines Mandanten - mitunter fähig, skrupellos zu agieren und dabei eine weiße Weste zu behalten. Die Anwältin des Vaters wirkt dagegen hilflos und wenig offensiv. Und der Film zeigt auch: es gibt Richter, die es sich tatsächlich sehr einfach machen und einfach das entscheiden, was ein Gutachten befunden hat. Und andere, welche zwar ein Gutachten in Auftrag geben, aber klug urteilen. Darauf hat man allerdings keinen Einfluss.


    Nach diesem Exkurs zurück zum Anliegen des TS: Es scheint mir sinnvoll, gerade weil Du nicht weißt, was die KM genau vorhat, hier maximal vorzubeugen. Man kann es nicht oft genug wiederholen:

    Das wichtigste ist es den Wegzug zu verhindern.

    Das mindeste ist, schriftlich dem Wegzug des Kindes mit der Mutter innerhalb eines gewissen Zeitraums zu widersprechen (mind. bis zum Ende des laufenden Schuljahres). Würde ich zumindest so machen.

    Vielleicht wäre es auch gut konkret ein Wechselmodel gegenüber der KM vorzuschlagen.

    Das würde ich nicht tun. Man kann das im Hinterkopf haben - aber ich würde das dann eher doch die KM vorschlagen lassen und es abhängig machen davon, dass man sich gemeinsam auf eine Mediation einlässt mit dem Ziel, die elterliche Kommunikation und Zusammenarbeit zu verbessern. Weil dies aus meiner Sicht Vorbedingung dafür ist, dass ein solches Modell funktioniert, ohne dass es zum Gezerre am Kind wird. Und da genügt es schon, wenn einer zerrt.

    Wenn der Anwalt und die Caritas meinen , daß ich nur eine geringe Chance habe, dann werde ich mich auf das Wechselmodel einlassen müssen, damit ich überhaupt die kleine noch sehen kann.

    Warum machst Du das abhängig davon? Mir scheint fast, Du habest jetzt schon aufgegeben. Überlege Dir, was Du tatsächlich für Deine Tochter willst und dann kämpfe dafür!

    Vielleicht wartest du das Gespräch mit deiner Frau ab und schaust erst einmal, was sie für Vorschläge hat und in wie fern sich ihre Ideen mit deinen Ideen kombinieren lassen.

    Setzt aber eine gewisse Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit und -willigkeit von beiden Seiten voraus. Deshalb verstehe ich diesen Rat jetzt nicht so, bis dahin gar nichts zu tun und erst dann initiativ zu werden, wenn dieses Gespräch stattgefunden hat. Vielleicht ist mit Gespräch ja auch nur ein Monolog, eine Mitteilung an den TS gemeint? Das kann er aber weitaus besser beurteilen als ich.

    Wenn Du möchtest, dass Kind bei Dir lebt, nicht zustimmen, dass Kind auszieht, statt dessen der Mutter anbieten auszuziehen

    Wenn Du dem Auszug der Tochter nicht zustimmst, kann die KM allerdings das FamG anrufen und per Eilantrag die Übertragung des Rechts auf Auszug der Tochter mit ihr beantragen. Auf diesen Fall solltest Du Dich auch schon einmal vorbereiten, dass sie dann trotz Deiner Verweigerung mit der Tochter auszieht, wenn das Gericht dem stattgeben sollte. Sprich diese Möglichkeit mal mit Deinem Anwalt durch.


    Mehr darüber findest Du hier: https://www.anwalt.de/rechtsti…ne-zustimmung_137665.html


    (Zur Klarstellung: ich kenne die Rechtsanwältin Hesse weder direkt noch indirekt und habe dieses Seite durch Nachforschen gefunden.)

    Das "Gucken" heißt dann oft: Nach den zwölf Monaten Trennung kommt vom Gericht die Mitteilung, dass die Scheidung eingereicht ist.

    Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass die KM ihre Ziele schon ganz klar im Blick hat - und den Weg dahin ebenso. Du solltest Deine Ziele jetzt auch konkretisieren. Nicht einfach nur so im Kopf, Aufschreiben hilft oft. Berate Dich dazu gerne auch mit Menschen Deines Vertrauens, das ist oft hilfreich. Aber nicht, damit die Dir sagen, was Du sollen sollst!


    Das heißt jetzt nicht, dass Du im Gespräch der KM Deine Ziele auch 1:1 offenbaren musst. Je mehr sie über das weiß, was Du beabsichtigst, desto besser kann sie ihre Strategie darauf abstimmen. Wenn es denn richtig ist, dass die Tochter nicht gegen Deinen Willen ausziehen soll, dann musst Du das jetzt verhindern. Dann solltest Du auch überlegen, wie der Kontakt zwischen Kind und Mutter aussehen könnte, wenn die Mutter ausgezogen ist. Aber dazu musst Du nicht nur für den Gutfall (Mutter zieht ohne Tochter aus) sondern auch für den Schlechtfall (Mutter zieht mit Tochter aus und Du siehst sie nie wieder) jetzt das Richtige tun.


    Wir können Dich hier nur ermutigen, klug zu handeln. Aber das musst Du dann schon selbst tun, und zwar unabhängig davon, was beim Gespräch mit der KM herauskommt (mutmaßlich; nichts, was der Tochter oder Dir hilft).

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: es gibt Anwälte, die sind eher offensiv, andere eher reflektiert und zurückhaltend. Im letzteren Fall muss man wesentlich mehr selbst in die Hand nehmen und auf den Weg bringen - bei mir war das leider so. In jedem Fall musst Du wissen, was Du möchtest und darfst das jetzt nicht abhängig machen von dem, was Deine Frau durchziehen möchte. Die wird das ohne Rücksicht auf Dich tun, und wenn es ihr nicht passt, dann wird sie Deine Aussagen im bevorstehenden Gespräch vielleicht sogar gegen Dich verwenden, also sei auf der Hut!

    Nein. Auf Wunsch meiner Frau besprechen wir es jetzt die Tage.

    Sag mal, reagierst Du grundsätzlich nur auf das, was Deine Frau will, oder agierst Du auch mal? Wenn ersteres der Fall ist, dann hast Du Deine Tochter schon verloren. Du musst insbesondere wenn Du mit einem Anwalt zu tun hast, schon konkret sagen, was Du möchtest. Ohne Rückgrat geht man leicht unter. Und vor Gericht sowieso. Ich halte es für möglich, dass Du auch um regelmäßige Umgänge wirst kämpfen müssen, wenn Du jetzt nicht ganz schnell gemeinsam mit Deinem Anwalt Weichen setzt. Warte nicht, bis sie ausgezogen ist. Dann ist es vermutlich schon zu spät. Die Zeit droht Dir, davonzulaufen.

    Ich las/hörte immer, alle 2wochenenden zzgl Hälfte der Feiertage sei die regel. Da frage ich mich: von wann bis wann geht das Wochenende denn? Samstag Morgen bis Sonntag Abend? Oder schon Freitag Abend? Und was ist mit den Feiertagen wie Ostern und Weihnachten? Wäre eine Alternative anstatt alle zwei Wochenenden ggf ein Tag jedes Wochenende (das wäre dann ohne übernachtung)?

    Standard ist alle zwei Wochenenden von Freitag nachmittag bis Sonntag nachmittag und hälftige Ferien. Allerdings halte ich es bei einem zweijährigen Kind für sinnvoll, dass es unter der Woche noch mindestens einen Nachmittag gibt, weil für Kleinkinder der andere Elternteil sonst nicht mehr wirklich präsent ist. Ich würde auch nicht zuviel Hin und Her veranstalten - denn ich finde, dass den Kindern ermöglicht werden sollte, auch dort Wurzeln schlagen zu können, wo sie nicht hauptsächlich leben. Was spricht eigentlich dagegen, dass Ihr Euch die Betreuung hälftig aufteilt? Zuviel Umgang kann es meiner Meinung nach gar nicht geben, eher zu wenig. Aber das nur am Rande.