Beiträge von stern0372

    Schenk ihr doch die Feier im Airtime, ist doch ähnlich wie Klettern. Das Einstiegsabo beim Klettern war wahrscheinlich sowieso schon wieder zuviel, nur weil sie einmal klettern will, will sie das ja nicht unbedingt dauerhaft.

    Zusätzlich kannst Du Ihr ein Geschenk machen im Rahmen von meinetwegen 50 Euro oder so - wenn gerade kein neues Fahrrad ansteht, kriegt sie auch keins und auch nichts im Wert ähnliches. Wir machen das auch so, dass so größere Anschaffungen zu einem Anlass, Geburtstag oder Weihnachten, getätigt werden und es dann noch eine kleinere Sache dazu gibt. Ich hab schließlich keinen Goldesel...

    Das Fordern nach mehr würde ich überhören. Sie wird 11 - sie sollte keinen Druck auf Dich ausüben können. Du bist der Erwachsene.

    Kann denn der Vater darlegen, dass er sich um alle Bedürfnisse des Kindes kümmern kann? So wie ich es verstehe hat das Kind ja Therapien und spezielle Bedürfnisse.

    Ich habe nicht verstanden, warum es besser fürs Kind ist, wenn es bei Dir bleibt bzw. was der Vater tut oder nicht tut, so dass es nicht gut wäre, wenn das Kind zu ihm kommt.

    Ich würde mein Kind auch nicht hergeben wollen, nicht falsch verstehen. Leider gehen Gerichte nicht nach den Gefühlen der Eltern, sondern nach dem, was sie möglichst objektiv für am besten für das Kind halten.

    Der Junior ist im Zeltlager seit Samstag. Für ihn ist das gerade echt eine Herausforderung, so lange (1 Woche) von zuhause weg. Zum Glück ist der beste Freund mit und er kennt alle, die mit sind inklusive der Betreuer, da es von der Jugendfeuerwehr durchgeführt wird.

    Natürlich hatte er schon 2 Unfälle dort mit blutigem Ergebnis... und er ruft 3-4 Mal am Tag an, ohne zu weinen, aber man merkt das Heimweh und das Bedürfnis, mit mir seine Erlebnisse zu teilen.

    Ich tue mein Bestes, ihn positiv zu stärken...


    Aber... boah, ich vermisse den auch so...


    Erinnert mich an diese Worte, wenn ich mich das nächste Mal hier über ihn beschwere....

    Eigentlich kein Auskotzen... aber ich bin mal wieder schlaflos im Bett, weil ich mir solche Sorgen mache. Der Junior ist nun 14, bald ja schon 15... und im Moment mehren sich wieder einmal die Unfälle. Aktuell hat er einen Bänderriss und eine Prellung an der Hüfte, eins beim Rennen und eins bei einem Sturz aus geringer Höhe zugezogen. Heute dann kippt er mir einfach um, fast ohnmächtig, konnte ihn zum Glück wieder stabilisieren. Danach hat er sich erstmal übergeben.

    Übelkeit hatte er öfter in letzter Zeit.


    Er wächst gerade ganz schnell, man kann zugucken. Vielleicht hat es damit zu tun. Er verpasst gerade viel Schule wegen allem und ich kann so oft nicht schlafen, jetzt zum Beispiel, weil ich Angst habe, es geht ihm wieder schlecht.


    Ich finde das anstrengend gerade... er auch...

    Was mich bei uns stört ist die negative Haltung der Lehrerinnen. Die trauen es Junior nicht zu, trotz des super Zeugnisses. Er wird ja lernzielgleich unterrichtet mit seinem Förderschwerpunkt Sprache, davon hatte ich hier ja schon berichtet.

    Er muss also das Gleiche können wie die anderen mit seinem Handicap. Und da ist doch ein Durchschnitt von 2,16 nicht zu toppen oder meine ich das nur?

    Meine Erfahrung ist, dass in der Hauptschule einige Kinder sind mit schwierigem Hintergrund, die eben kein richtiges Sozialverhalten gelernt haben.

    Und dann gibt es da einige Kinder, die gerne lernen wollen, aber nicht so leistungsstark sind. Die leiden dann unter den Zuständen in der Klasse, aber auch unter der Stigmatisierung von außen (Totalversager, Idioten).

    Ich würde tatsächlich hauptsächlich deswegen davon abraten, das Kind in die Hauptschule zu geben, wenn es eine andere Möglichkeit gibt. Ihr könntet ja beispielsweise erst einmal vorbeugende Maßnahmen veranlassen und schauen, ob das die Leistung verbessert.

    Das Jahr zurück, wenn er Hauptschule und dann in zwei Jahren den Realschulabschluss macht, ist kein Problem, das interessiert keinen.

    Dass in der Hauptschule die weitere schulische Laufbahn weniger gefördert wird und eher darauf gedrungen wird, dass das Kind eine Ausbildung anfängt, empfinde ich auch gerade so.

    Der Junior hat im letzten Zeugnis einen Durchschnitt von 2,16 gehabt und die Lehrerin hat mir nun mitgeteilt, dass sie Probleme sieht, dass er den Realschulabschluss oder auch nur den qualifizierenden Hauptschulabschluss schafft. What?

    Und auf der Berufsfachschule würde er sich bestimmt unwohl fühlen und nicht zurecht kommen...

    Du bist also nicht allein, Siri, mit solchen "schönen" Nachrichten der Lehrer.

    Ich überlege gerade noch, wie ich damit umgehe.

    Das kommt auf die Gesamtschule an. In unserem Kreis gibt es leider kaum integrierte Gesamtschulen, wo man dieses Kurssystem hat. Es gibt fast nur kooperative Gesamtschulen, eigentlich drei Schulen unter einem Dach, klare Trennung zwischen Hauptschule, Realschule und Gymnasium. Da muss man von Anfang an eine Entscheidung treffen und kommt da dann - meine Erfahrung - auch kaum mehr raus. Zumindest nicht nach oben, runter geht immer.

    Heute ist der zweite Todestag von Juniors Papa. Ich zünde eine Kerze für ihn an und bin dankbar, dass der Junior den Tag heute gut wegsteckt. Er hat ja auch Grund zu feiern, weil er so ein gutes Zeugnis bekommen hat.

    Und es zeigt mir, dass er den Tod des Papas jetzt ganz gut verarbeitet hat. Die Lücke wird immer bleiben, aber die Verzweiflung ist nicht mehr so groß.