Beiträge von JayCee

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    Man muss die bearbeiteten Aufgaben der Kinder nicht scannen. Man kann auch einfach ein Foto machen und es dem Lehrer schicken.

    So mache ich das auch. Mein Handy hat sogar in den Fotooptionen extra eine "Dokumente"- Funktion - da schneidet es automatisch den Bildausschnitt mit dem Papier aus und stellt ihn scharf. Funktioniert fantastisch, sogar wenn man auf größte Stufe heranzoomt wird nichts verschwommen und alles bleibt super zu lesen.

    Gestern gab es einen freiwilligen "Mathe-Zoom", in dem die Lehrerin den neuen Mathestoff, den die Eltern vermitteln sollten, abgeklopft und noch einmal erklärt hat. Etwas über die Hälfte der Klasse hat daran teilgenommen. Erstaunlich, wie diszipliniert - nach der ersten Aufregung über das Neue - die Kinder waren, gilt unsere Klasse doch an der Schule als "Problemklasse". Sogar die. "wilden Jungs" waren ganz zahm.

    Meine Tochter war auf jeden Fall total begeistert und mit Feuereifer dabei. Falls der Schulausfall nach den Ferien noch länger andauern sollte, hoffe ich, dass es öfter solche Angebote geben wird.

    Dann noch mit nett erklären ist gut und schön, doch sieht das Leben nicht anders aus? Wenn sie mal erwachsen ist muss sie damit umgehen können auch mal den kürzeren zu ziehen. Man sieht doch wie unsere Jugend ist die behütet bis zum geht nicht mehr auffwächst.

    Mein Schwager ist 26 und seine Eltern haben ihn so behütet das er nicht zur Schule musste wenn er nicht wollte "der arme Junge" , dann hat er angefangen eine Lehre zu machen, da war sein Chef nicht immer nett zu ihm und hat wahrscheinlich nicht alles erklärt...

    Er hat seine Lehre abgebrochen...

    Das ist 2 Jahre her, die Eltern haben soviel Verständnis das das OK ist.

    Meine Frage wann fange ich an etwas durch zu setzen?

    Naja, zwischen etwas erklären und Laissez-faire ist es aber dann doch ein himmelweiter Unterschied. Aktuelles Beispiel: Der Schulstoff für zu Hause. Hat meine Tochter überhaupt keinen Bock drauf, verständlicherweise. Natürlich hätte ich sagen können "Du setzt dich da hin und punkt". Und das jeden Tag wieder und wieder, was uns beide unglaublich Zeit und Nerven gekostet hätte.

    Wir aber haben am ersten Tag schon darüber gesprochen, dass das halt sein muss, weil ja keine Ferien sondern Schulzeit ist und dass sie das als Chance sehen soll, weil ja kein Lehrer so 1:1 im Gespräch mit dem Schüler Fragen beantworten und erklären kann (bei 24 Kindern in der Klasse ist das selbst dem engagiertesten Lehrer einfach nicht möglich). Und seitdem setzt sie sich jeden Morgen gleich nach dem Aufstehen als erstes dran, ohne dass ich was sagen muss - zwar nicht so wirklich freudig, aber fleißig.Und jetzt, nach zwei Wochen, sieht sie, dass es sich auszahlt. In Englisch haben wir besonders intensiv gearbeitet - beispielsweise musste sie mir jede Aufgabenstellung, jeden Satz, den sie sonst einfach nur abschreibt, mündlich übersetzen - dass sie jetzt selbst sagt, dass sie in diesem Fach einen riesen Sprung gemacht hat und dass es ihr mittlerweise sogar richtig Spaß macht (und NEIN, ich sitze nicht permanent daneben und pamper sie, ich helfe nur, wenn sie mich darum bittet und ich den Eindruck habe, dass sie ohne Hilfe nicht draufkommt. Wobei ich auch nicht einfach sage, so gehts, sondern sie mit gezielten Fragen bzw. englischen Umschreibungen eines Wortes versuche auf die Lösung zu bringen).

    Auch das Thema Handy ist bei uns keines. Gestern kam sie von sich aus zu mir und meinte: "Mama, ich finde, ich denke in letzter Zeit zu viel an das neue Spiel auf meinem Handy (in Anbetracht der momentanen Situation durfte sie sich ausnahmsweise eines dieser "4 Gewinnt" Spiele herunterladen). Können wir da eine Regel festlegen, an die ich mich halte?" Nur so zum Verständnis - bis jetzt waren bei uns keine Regeln nötig, da sie das Handy meistens eh ausgeschalten hat und es bei mir im Wohnzimmer liegt. Wenn sie es benutzt, dann stellt sie sich von sich aus einen Timer von dreißig Minuten und bringt es danach wieder zu mir. Weil wir eben intensiv über die Benutzung eines Smartphones gesprochen haben, bevor sie eines bekommen hat. Viel zu erklären heißt eben nicht, dass es keine Regeln gibt, sondern dass den Kindern der Grund der Regeln nachvollziehbar gemacht wird. Dass sie selber den Sinn dahinter erkennen und sich selbst entschließen können, danach zu handeln. Es heißt nicht, dass es im Bedarfsfall keine Sanktionen gibt, wenn sie es nicht tun, oder dass sie tun und lassen können, was sie wollen.

    Klar muss ein Kind in einer Gefahrensituation funktionieren, aber ist ein Telefonat, das ich genau jetzt führen möchte, denn unbedingt eine Gefahrensituation? Welche Gefahr wäre denn entstanden, wenn das Kind noch ein paar Minuten länger telefoniert hätte? War es echt so überlebenswichtig, 5 Minuten früher zu klären, ob deine Ex heute oder morgen an deinen PC darf (ich hoffe, ich habe den Sachverhalt richtig verstanden),


    Prinzipiell muss ich zugeben, ich gehöre auch zu den Erklärbären. Ich versuche halt im Vorfeld zu erklären, warum etwas gefährlich ist. Beispiel Straße, als sie etwa drei war: "Guck mal, wie schnell die Autos da fahren. Wenn du da einfach auf die Straße läufst, dann können die nicht mehr bremsen und überfahren dich. Da kannst du dir ganz doll weh tun und musst vielleicht sogar ins Krankenhaus." Kostet nicht viel Zeit, versteht auch eine Dreijährige und sie lernt das vielleicht auch auf andere Situationen zu übertragen, die ähnlich sind. Wenn ich einfach nur "NEIN" brülle und sie zurück reiße, weiß sie ja gar nicht, warum. Da bin ich dann nur die Spielverderberin, die sie nicht auf die andere Straßenseite zum Spielplatz lassen will, dementsprechend trotzig fällt dann vielleicht ihre Reaktion aus und man hat in einer unvorhergesehenen Gefahrensituation vielleicht genau den Kampf, den man da so garnicht brauchen kann. Wenn sie aber weiß, alles, was ich sage, hat irgendeinen Sinn, dann hört sie auch auf mich, wenn ich es vorher nicht erklären kann. Sie weiß ja, dass ich es im Nachhinein tun werde. So lernt sie, meiner Meinung nach, selbst Gefahren gut einschätzen und muss sich nicht nur auf mich verlassen, was ja einen guten Teil der Selbständigkeit ausmacht.


    Meine Tochter ist mittlerweile 10 und ich muss sagen, dass sich das Prinzip bisher bei uns sehr gut bewährt hat, auch wenn ich mir oft den Mund fusslig geredet habe. Heute muss ich eigentlich gar nicht mehr so viel sagen, weil sie Situationen sehr gut selbst einschätzen und entsprechend reagieren kann.

    jule

    nein, die Kinder müssen theoretisch in Eigenregie korrigieren, was sie erledigt haben. Es ist halt schwierig sich nicht unter Druck setzen zu lassen, wenn es explizit heißt, dass das, was jetzt erarbeitet wird, als gewusst vorausgesetzt wird und der weitere Stoff darauf aufbaut. Wenn mein Kind das dann nicht drauf hat, wird es ewig hinterherhinken oder im schlimmsten Fall gar nicht mehr mitkommen.


    Ich hatte gerade Telefonsprechstunde bei der Mathelehrerin (eigentlich nur, um zu klären, wie genau sie etwas dargestellt haben möchte) , die auch stellvertretende Schulleitung ist. Es sind wohl viele Feedbacks der Eltern eingegangen, dass das Ganze in der Form nicht leistbar ist. Daher wird es ab nächster Woche so laufen, dass die Kinder tageweise Aufgaben bekommen, die sie Lösen und digital abgeben müssen. Es wird an einer Lösung gearbeitet, wie auch Eltern ohne PC und Drucker vernünftig mitmachen können. Und sie basteln fleißig an einem "digitalen Klassenzimmer", sodass ein "persönlicher" Kontakt zwischen Schülern und Lehrern möglich ist und das Ganze nicht so steril abläuft. Dazu wird es im Laufe des Tages noch eine Info der Schulleitung geben. Das klingt ja schonmal positiv.

    Schön langsam ist es nicht mehr lustig. Ich weiß nicht, wie die sich das vorstellen. Mein Kind ist echt fleißig, sitzt konzentriert von spätestens 9 bis mindestens 3 an dem Schulkram. Und schafft trotzdem bei Weitem nicht alles. Es wird erwartet, dass sie sich den gesamten Stoff (in Mathe z.B. das Erstellen eines Koordinatensystems, die Begrifflichkeiten Gerade, Halbgerade, Strecke, Senkrechte, Parallele etc.) komplett in Eigenregie erarbeiten. Als "Handwerkszeug" gibt's ein YouTube-Video von Lehrer Schmidt. Und zwar soll das so sitzen, dass nur noch mal kurz wiederholt werden muss und dann sofort weiter im Stoff gegangen werden kann. Völlig utopisch. Vor allem, wenn mir Kind den Klassenchat zeigt - demnach zu schließen, was der Großteil der Kids da schreibt, tun die nichts außer Fortnight (?) und Mindcraft spielen.


    Jetzt bin ich noch relativ firm und kann das meinem Kind erklären (also den Schulstoff, nicht die Computerspiele), aber ich kann auch nicht 24 Stunden durchackern - nachts im Job, tags als Lehrer. Schön langsam gehe ich auf dem Zahnfleisch.

    Für die Lehrer ist das doch auch alles neu, alle fragen und zerren an einem. Vorgaben von oben die sich fast stündlich ändern. das sind doch auch nur Menschen. Die Schulleitung hat zudem gerade andere Sorgen als eine Kiste die gebastelt werden soll.
    Einmal durchatmen und auch versuchen die andere Seite zu sehen. Ich finde man sollte gerade jetzt etwas Verständnis zeigen.

    Wenn sie die Benotung auf eine angemessene Zeit nach der Wiederöffnung der Schule schieben würden, wäre mir das auch wumpe. Dann müssten sie sich auch nicht mit solchen Nachfragen rumplagen. Aber ich sehe nicht ein, dass mein Kind sich hier gewissenhaft abstrampelt, um dann eine schlechte Note wegen so "einer Kiste" zu bekommen, weil sie nicht dem entspricht, was die Lehrerin wollte, weil eine vernünftige Kommunikation nicht möglich war.

    Egal, ob die Kinder das gut finden oder nicht. Da die Ausstattung nicht durch die Schule sichergestellt werden kann, dürfen die Referate nicht bewertet werden. Und habe ich das richtig gelesen, die Lehrerin hat noch nichtmal die Paare gebildet und die Themen zugeordnet und das sollen die Eltern leisten? Das kann und darf sie nicht verlangen.

    Die Themen - pro 2 Kinder ein Bundesland - wurden schon vor 2 Wochen im Unterricht bekannt gegeben, genauso, dass das Referat nach den Osterferien gehalten werden soll. Heute gab es Infos, was genau die Lehrerin haben möchte: Ein gemeinsames Referat mit einem gemeinsam gestalteten Schuhkarton ("Bundesland in der Kiste"). Sie hat vorgeschlagen, dass ein Kind Kultur und Freizeit und ein Kind das offizielle Leben bearbeitet. Das abzusprechen ist ja gut möglich. Doch das gemeinsame Gestalten des Kartons über (Video)chat ist halt schwierig. Daher habe ich nachgefragt, ob es dabei bleibt, oder ob es nicht sinnvoller wäre, wenn die Kinder vielleicht lieber alleine ein Referat halten würden , da das mit der Gruppenarbeit halt grad blöd ist. Da kam dann ein relativ pampiges ihr ist das egal, sie ist krank und ab morgen für 2 Wochen nicht erreichbar, wir sollen uns halt absprechen, sie will aber keine Überschneidungen bei den Themen. Bei Fragen sollen wir uns an ihre Fachkollegen aus den anderen Klassen wenden. Als ich dann noch mal nachgefragt habe, wie das bei 26 Kindern und 16 Bundesländern gehen soll, dass es keine Überschneidungen gibt, kam nocheinmal, dass es unser Bier sei, das zu regeln. Dann bin ich von einer anderen Mutter gemaßregelt worden, ich solle der armen, kranken Frau doch kein Loch in den Bauch fragen, in Zeiten des Internets sei das ja alles kein Problem. Nun bin ich auch nicht schlauer als zuvor, wie das mit dem gemeinsamen Karton funktionieren soll. Na ja, ein bisschen Zeit ist ja noch, Anfang nächster Woche frage ich mal bei dem Fachkollegen nach, und ansonsten bei der Schulleitung.

    Unsere Erdkunde Lehrerin verlangt, dass die Kinder in Parnerarbeit benotete Referate vorbereiten. Auf meinen Einwand hin, dass die Kinder keinen Kontakt haben sollen meinte sie, dann sollen wir uns eben neu organisieren, über WA, telefonisch oder whatever. Ihr ist es egal, solange es keine Überschneidungen gibt. Ist aber schwer möglich bei 16 Bundesländern und 26 Kindern. Ihr wurscht, wie wir das machen sie ist jetzt nicht mehr erreichbar, weil krank. Ich soll mich an ihre Kollegen wenden, wenn ich weitere Fragen habe. Ich komm mir grad vor wie im falschen Film. Meine Tochter soll ja eben nicht KEIN Referat vorbereiten, sondern nur nicht im Team. Irgendwie frage ich mich ob ich im falschen Film bin oder sie.

    Ich finde das Mimimi mancher Eltern lustig. "Wie, ich soll 5 Wochen meine Kinder bespaßen, Haushalt machen UND dann auch noch mit meinem Kind für die Schule arbeiten? Was für eine Frechheit von den Lehrern, DAS von mir zu erwarten!" Was und vor allem wie da ofr unter die Aufgabenstellung geschrieben wird, ist teilweise echt unverschämt. Als ob die Schule sich das Ganze ausgedacht hätte, damit die Lehrer endlich mal Däumchen drehend und Kaffee schlürfend im Lehrerzimmer sitzen und sich einen faulel Lenz machen können

    Ich hab heute eine Stunde Arbeitsblätter ausgedruckt. Die sollen alle bis Freitag (Montag) gemacht werden, dann gibt's neue. Hier wird erwartet, dass die Kinder jeden Tag mindestens drei bis vier Stunden arbeiten. Kontrollen sind bis jetzt noch nicht angekündigt, allerdings wird der Stoff nach der Schulschließung als bekannt vorausgesetzt und schon in der ersten Woche in Mathe und Englisch Schulaufgaben geschrieben.

    In den Lerninseln arbeiten unsere Kinder ja eh immer ziemlich selbständig ihren Wochenplan ab. Der und die benötigen Materialien wie Arbeitsblätter trudeln jetzt so nach und nach über den Schulmanager online ein. Die Kinder sollen Auge mal pi nach Stundenplan arbeiten und weiterhin ihr Lerninseltagebuch mit Feedback etc. führen. Heute hat mein Kind schonmal quasi ganz alleine alles abgearbeitet, was zu tun war. Mal schauen, ob sie so diszipliniert bleibt und wie es wird, wenn Stoff drankommt, den sie noch nicht im Unterricht besprochen haben.

    Eltern die sich über ein Verbot von SmartWatches aufregen.

    Gut, OK, ich hätte Junior eine zu Ostern gekauft- der ist schon öfters auf dem Heimweg verloren gegangen (Mal ist der Bus an der Haltestelle vorbeigefahren oder ist liegen geblieben, usw.) Ich kann auch die Lehrerschaft verstehen, die Kinder können im Unterricht damit spielen/ abgelenkt werden oder halt den Neid und Missgunst der anderen Kinder auf sich ziehen (Neid der Besitzlosen).

    Oh ja, das Thema Handy hatten wir hier letzten auch auf der Klassenelternsprecherkonferenz ... Diskutiert wurde, inwiefern es nach Anweisung der Lehrkräfte im und für den Unterricht genutzt werden darf (hier wird eh viel mit Schuleigenen Tablets etc. gearbeitet). Selbstredend hatte ausnahmslos jeder im Zimmer ein Smartphone vor sich auf dem Tisch liegen, welches mindestens die Hälfte der Leute auch während der Besprechung immer mal wieder in der Hand hatten. Am lautesten für ein absolutes Handyverbot im Unterricht plädiert und überhaupt die Notwendigkeit von Smartphones generell in Frage gestellt hat genau der Vater, der quasi permanent ein Auge (und meist auch einen Finger) auf dem Display hatte. Das fand ich echt lustig.


    Bei der Smartwatch ist, meine ich mich zu erinnern, das Problem, dass bei den meisten die Möglichkeit besteht, heimlich den Unterricht zu belauschen. Darum war bei uns an der Grundschule sowohl die Nutzung von Handys als auch von Smartwatches auf dem Schulgelände verboten. Ein ausgeschaltetes Gerät im Schulranzen dürfte aber eigentlich kein Problem sein - genau wie ein ausgeschaltetes Handy.

    "Gau" ist auch so ein tolles Wort, klingt so schön nach Nazi

    Na, Gott sei Dank haben wir jetzt wieder die Kurve zu den Nazis bekommen. Wäre ja auch verstörend gewesen, wenn's mal ein Thread geschafft hätte, nicht dort zu landen. Nur, um das klar zu stellen: Ich meinte "Gau" in diesem Zusammenhang:


    Gau

    /ɡa͜u,Gaú/

    Substantiv, maskulin oder Substantiv, Neutrum [der]


    "In sich geschlossene Landschaft, großer landschaftlicher Bezirk "die Untergruppen germanischer Stämme siedelten in Gauen"


    Man ist nicht zwangsläufig Nazi, nur, weil man der deutschen Sprache mächtig ist und evtl. auch Wörter kennt, die vielleicht ein wenig altmodischer sind.


    Nochmal sorry für OT.