Wie genau nehmt ihr es mit der FSK?

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  • Ich bin gerade mal wieder uncool, weil ich meine Kinder darauf hingewiesen habe, dass sie zwölf Jahre alt sind und ich "Squid Game - FSK 16" für unangemessen, weil zu brutal halte.


    Sie finden sich zwar gerade damit ab, dass ich die Netflix-Einstellungen nachgeschärft habe, aber die Diskussion ploppt immer wieder auf. "Bei Papa schauen wir aber immer Filme ab 16." "Alle aus der Schule schauen...."... manche von euch kennen diese Debatten vermutlich.


    Ich finde nicht, dass ich übertreibe und ich wäge auch ab und drücke Augen zu.


    Mich würde mal interessieren, wie ihr das so handhabt. Gerne auch auf den aktuellen Hype um besagte Serie bezogen.


    Ich habe mir die Serie selbst angeschaut und hab sie nicht so leicht weggesteckt, daher bin ich etwas verwundert, dass lt. meiner Kinder ALLE gerade diese Serie schauen. :/

  • Finde das hängt auch immer vom Kind ab, es gab fsk ab 6 die hat meine Tochter erst mit 8 Jahren angeschaut weil sie es früher nicht gepackt hätte. Andererseits schaut sie auch Sachen an für ältere, denke das kommt immer auf das Kind auch selbst mit an, denke aber das fsk 16 wohl meist schon gerecht so ausgeschrieben ist, ich würde es meiner wohl eher nicht anschauen lassen kenn die Serie aber nicht

    Uncool ist man bei der Altersklasse wohl eh meistens

    Die meisten Menschen sind so glücklich, wie sie es sich selbst vorgenommen haben.
    Abraham Lincoln

  • Sei froh, dass der Hype noch nicht bei euch angekommen ist TinaG. Es ist ein brutales Gemetzel, das der Unterhaltung dient. Wer Glück hat wird "nur" erschossen und ist schnell tot, wer noch lebt, obwohl z.B. der Großteil vom Körper zertrümmert ist landet bei der Organspende usw.. Haufenweise Kinder aus dem Umfeld meiner Töchter ziehen sich diese Serie gerade rein.


    Ich sehe es ansonsten genauso, dass man es vom Kind abhängig machen muss und FSK nur ein Richtwert ist.

  • Ich bin gerade mal wieder uncool, weil ich meine Kinder darauf hingewiesen habe, dass sie zwölf Jahre alt sind und ich "Squid Game - FSK 16" für unangemessen, weil zu brutal halte.

    Genau diese Diskussion führen wir hier gerade auch. Auch genau diese Serie.

    Ursprünglich ging es um eine Halloweenverkleidung für eine Party an ihrer Schule. Sie wollte -wie ihre Freundinnen-als eine dieser roten Männekes gehen.

    Ich hab überhaupt nicht gecheckt, um was es geht. Bis Kind mir erklärte, dass es eine Serie auf Netflix wäre und das ja auch Sinn ergeben würde, wenn sie die vorher gucken dürfte. Alle hätten gedurft.

    Ich hab mir mal eine halbe Stunde angesehen und geht gar nicht für eine knapp 13-jährige.

    Nur meine Haltung löst die Diskussion nicht auf. Grrrr...

  • Also ich nehme es ehrlich gesagt nicht allzu genau. Ich schaue mir im Vorfeld die Sachen an und entscheide dann individuell (bis FSK 12 Jahre). Aber das heißt jetzt nicht, dass ich da garnicht darauf achte. Junior ist 8 Jahre alt und kennt schon gefühlt ne halbe Ewigkeit Star Wars.

    Vorallem finde ich es teilweise eh totaler Schmarrn, was die FSK angeht. Tom und Jerry ist meiner Meinung oftmals wesentlich schlimmer als bspw. das Großstadtrevier oder div. Vorabendserien.

    Als ich so alt war wie Junior, hat niemanden die FSK interessiert- da wurde das geschaut, was vor dem Schlafengehen drauf war (also was meine Eltern eingeschaltet haben).

    Bei Spielen bin ich da ähnlich, da gibt es genaue Vorgaben.

    Juniors Lieblingssendung ist Mord mit Aussicht (der kann schon mitsprechen).. aber das ist eher Comedy, m.M.n.

    Wenn ich daran denke, dass ich ab 12 Jahren sämtliche Bruce Lee, Chuck Norris und Martial Arts Filme geschaut habe, würde sich wahrscheinlich so ziemlich jeder Sozialpädagogen und Co. die Hände über den Kopf zusammenschlagen.

  • Ich kenne besagte Serie nicht. Aber diese Diskussionen natürlich auch, alle, wirklich alle durften immer mehr als meine Jungs.


    Und ganz ehrlich, wenn da ab 16 oder 18 steht, bin ich selbst für mich skeptisch und wähle eher ab.

  • Genau diese Diskussion führen wir hier gerade auch. Auch genau diese Serie.

    Ursprünglich ging es um eine Halloweenverkleidung für eine Party an ihrer Schule. Sie wollte -wie ihre Freundinnen-als eine dieser roten Männekes gehen.

    Ich hab überhaupt nicht gecheckt, um was es geht. Bis Kind mir erklärte, dass es eine Serie auf Netflix wäre und das ja auch Sinn ergeben würde, wenn sie die vorher gucken dürfte. Alle hätten gedurft.

    Ich hab mir mal eine halbe Stunde angesehen und geht gar nicht für eine knapp 13-jährige.

    Nur meine Haltung löst die Diskussion nicht auf. Grrrr...

    Meinst du, die Eltern haben sich auch nur im Ansatz damit beschäftigt, was die Kinder da schauen? Ich muss gestehen, dass ich fast schon zu spät reagiert habe. Eine hat zwei Folgen geschaut und dann erst bin ich dazwischengegrätscht. Bin ich froh, dass wir am Land wohnen und hier kein Halloween stattfindet. Da würde es mich gruseln, wenn überall die roten Männchen herumlaufen.


    Bei uns lassen die Diskussionen zum Glück wieder nach, weil die anderen alles spoilern, aber ich bin überzeugt, dass die Fantasie hier nicht so schlimm sein kann, als die Serie anzuschauen. Ich bin wirklich nicht zart besaitet und schaue gerne mal nen Horrorfilm an, aber ich musste öfter wegschauen und das will was heißen.


    Netflix ist und bleibt jetzt auf jeden Fall erstmal wieder so gesichert, dass sie nicht mehr einfach schauen können und wenn sie was außerhalb ihrer Freigabe schauen wollen, muss das wieder den Genehmigungsprozess durchlaufen.


    Bei mir war in dem Alter das Krasseste der Tatort, der Alte, Derrick oder Aktenzeichen XY.... die Zeiten werden nicht einfacher.

  • Wir haben kein Netflix .....aber solche Diskussionen kenne ich auch.

    Ich denke, die Behauptung alle anderen dürfen das auch.....soll einen nachgeben lassen.

    Tja, dann bin ich halt die pöse Mama.....wenn alle aus dem Fenster springen, erlaube ich meinen Kindern nicht dasselbe zu tun. Ich bin nicht andere Eltern und wenn mir Filme für ein gewisses Alter zu brutal sind, dann werden die halt zu diesem Zeitpunkt nicht geschaut.


    Nur weil "alle" anderen Eltern nicht den Durchblick haben, was ihre Kinder anschauen, muss ich doch nicht genauso sein ?

    Ich habe einige Filme verboten bzw auch Handyspiele oder Nintendo-Spiele etc.....Fortnight oder sonstige egoshooter spielt hier keiner.....ich habe Wert drauf gelegt, dass die Spiele einen einigermaßen kreativen Wert haben.....zb. Patapon oder Minecraft., teeworlds, wenn sie dann eigene maps erstellen, ist das auch kreativ....


    Meine Kinder haben mich allerdings mit Brawl-Stars "infiziert".....sie sind davon schon wieder meilenweit entfernt, aber ich spiele das immer noch......^^

  • Wir führen gerade exakt dieselbe Diskussion. Kind 11,5 Jahre möchte Squid Game schauen. Hat sich wohl heimlich schon was angesehen. Ich hatte die Serie bei Netflix auch auf meiner Liste und will mir davon jetzt erstmal einige Folgen anschauen um mit Kind dann darüber zu sprechen. Ich weiß gar nicht worum es da geht.


    Aber ansonsten entscheide ich individuell. Ich denke sowas ist auch vom Kind abhängig.

  • Ich entscheide auch eher selber nach Inhalt, denn nach fsk. Wobei hier aktuell max. fsk 12 in Frage kommt, da meine Kinder alle noch unter 12 Jahre alt sind.

    Dennoch kenne ich aber auch schon die Diskussionen und Enttäuschung und Wut, wenn ich nicht alles erlaube, was die Eltern der Freunde erlauben. Zuletzt ging es um das Spiel, bzw. die App Roblox, die ich nicht erlaube.

    Klar, ist es einfacher alles abzunicken, aber solche Filme, Apps, usw. machen ja auch was mit den Kindern und das ist, auf lange Sicht gesehen, sicherlich nicht von Vorteil.

  • Ich habe es ähnlich wie du gemacht. Wobei ich zugeben, dass ich ein echtes weichei bin. Filme mit Werwölfen, Vampiren etc. sorgen bei mir für schlaflose Nächte.

    Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, leben aber muss man es vorwärts.:strahlen

    (frei nach Sören Kieerkegard)

  • TiMiDa : Ich weiß nicht, ob andere Eltern sich damit beschäftigen. Ich könnte mir vorstellen, der ein oder andere weiß es nicht.

    Meine trägt halt immer das Herz auf der Zunge und fragt halt. Groß gesichert hab ich meinen Account nicht und war bis dato auch nie Thema.

    Ich mache es auch nicht so vom FSK abhängig. Wir gucken zusammen z.B. gern How I met your mother und das ist auch erst ab 16 (warum auch immer) bei Netflix.

    Sie hat einen eigenen Account bis FSK 12 und schaut dort meist Animes. Da konnte ich ich sie heute auch mit locken, also mit einem Cosplay-Outfit an Halloween. Ne, so ein Fan bin ich von Halloween auch nicht. Aber gut, haben wir Karneval gleich mit abgefrühstückt.

  • Bei den FSK-Angaben habe ich es wie mit den Ampeln gemacht: Rot heisst rot, grün heisst grün. Keine Diskussion, ob denn ein Auto kommt oder die Straße frei ist. Jedesmal den Vortester geben und alle Filme durchzugucken oder Spiele bis zum Ende durchspielen (was ja in der Praxis gar nicht geht), dazu hätte ich die Zeit nicht gehabt. Vor allem nicht bei mehreren Kids.

    Und den Kids ist kein Verlust entstanden, wenn sie nur nach Altersvorgabe gucken und dasselbe spielen durften. Im Rückblick war das sogar sozialkontaktfördernd. Andere Eltern haben mit dem Wissen, wie es bei Volleybap läuft, "blind" Besuche und Übernachtungen erlaubt.

    Der Lerneffekt für Kinder, ich bin noch nicht alt genug, um dies oder das zu machen, ist auch nicht schlecht. Und ebenfalls das Einüben des Schutzeffektes, sich auf Vorgaben (gegen etwaigen Gruppenzwang) berufen zu können, empfinde ich positiv.


    Das wiegt mehr als die ein oder andere unpassende FSK-Freigabe. Da mussten die Volleykids durch.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Ich gehe kaum nach FSK. Ich weiß, dass mein Kind sehr gut mit Fantasy/SciFi umgehen kann, daher durfte sie schon recht früh Harry Potter sehen, und auch Fantastische Tierwesen oder alle Marvel-Filme hat sie schon mit 10 gesehen. Was sie gar nicht abkann, sind Krimis in jeder Art - und wenn es nur Hubert und Staller ist. Der totale Overkill ist Akte X. Der Gedanke, dass das alles "echt" passieren kann, macht ihr total Angst.


    Ich finde auch, das hängt vom Kind ab. Mein Kind hat Gott sei Dank keinerlei Ambitionen, diese Serie zu schauen.

    Man sitzt insgesamt viel zu wenig am Meer...

  • Bis gestern wäre/bin ich damit eher hemdsärmelig umgegangen.


    Dann haben wir gestern Abend „good boys“ ab 12 geguckt. Da kommen Analkugeln und deren Geruch vor, genauso wie die vermeintliche weibliche Ejakulation. Ich bin fast in der Couch versunken, diese Empfehlungen sind für mich jedenfalls kein Maßstab mehr.

  • Aquintus

    Die Amis haben den Film als nicht (!) jugendfrei eingestuft, wegen genau der von dir genannten Gründen. Die Amis sind halt extrem prüde, aber Gewalt gegenüber sehr lax. Das ist bei der deutschen FSK und TV Kultur etwas anders, da kommt auch mal ne Frau "oben ohne" durchs Vorabendprogramm- das wäre bei den Amis nicht so. Da gibt es nackte Tatsachen nicht vor 22 Uhr, aber Gewaltfilme gibt es früher.


    Daher sollte man mit den Kindern schauen, was es denn da so gibt. Kind schaut auch gerne Naruto, Dragonball und diverse Animes mit mir und er weiß, dass es nicht echt ist. Ihm machen eher Werbung und Nachrichten eher zu schaffen. Allein die ganzen Sondersendungen und Meldungen zu diversen Naturkatastrophen (die als Programmänderungen/ Unterbrechungen eingespielt wurden) haben ihm mehr Angst gemacht, als ein Film ab 12.

  • hm machen eher Werbung und Nachrichten eher zu schaffen. Allein die ganzen Sondersendungen und Meldungen zu diversen Naturkatastrophen (die als Programmänderungen/ Unterbrechungen eingespielt wurden) haben ihm mehr Angst gemacht, als ein Film ab 12.

    Normales Fernsehen haben wir schon vor 10 Jahren eingestampft. Sprich: Wir empfangen weder die Privatsender noch die öffentlichen Sender.

    Das hab ich auch nie bereut. Kind ist somit zumindest durch den Fernseher weitgehend werbefrei aufgewachsen und ohne irgendwelche eingeblendeten Kram abgelenkt worden. Ne, ich bin nicht päpstlicher als der Papst, aber bewusst sich Medien reinzupfeifen war mir halt ein Anliegen.


    Ich muss ehrlich sagen mich regten gerade die Privatsender mehr auf als das ich mich unterhalten fühlte. Ich hasse aber auch diesen ganzen Kram von Castingshows, über reality-Tv und diese Formate: Wie blamiere ich mich und andere am meisten?

    Läuft überhaupt mal was anderes auf diesen Sendern?

    Als wir im Urlaub waren, gab es natürlich nur diese Sender. Da haben wir einen Abend durchgezappt und nach 10 Minuten mein Kind: Boah, was ist das denn für ein Sch*** alles? Wollen wir nicht schwimmen gehen? Da war ich schon stolz.

    Bei den öffentlich-rechtlichen regt mich auf, dass die ihre Sendungen ganz selten mal vernünftig untertitelt bekommen. Die könnten sich von den Streamingportalen echt mal was abgucken.

    Sorry, etwas OT.

  • Bei den öffentlich-rechtlichen regt mich auf, dass die ihre Sendungen ganz selten mal vernünftig untertitelt bekommen. Die könnten sich von den Streamingportalen echt mal was abgucken.

    Das ist ja schräg. Laut Eigenauskunft und -lob der ARD, der sich das ZDF angeschlossen hat, werden seit 2013 alle neuen Produktionen grundsätzlich untertitelt, sind in der Prime Time "nahezu alle" Beiträge untertitelt. Und die Liveinterviews in den Nachrichtensendungen und wohl auch Talkshows hätten Gebärdendolmetscher im Einsatz (mein Patenkind ist da regelmäßig aktiv ...) . Scheint aber heiße Luft zu sein, wenn es in der Praxis nicht funktioniert.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

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  • Untertiteln ist nicht gleich untertiteln.

    Die Tagesschau z.B. (so war es zumindest damals) fasst einfach zusammen im Untertitel. Ich sehe also den Sprecher reden, bekomme aber nur verkürzte Infos.

    Ganz schlimm wird es, wenn einfach eine Spracherkennungssoftware eingesetzt wird. Da blickt man dann garnicht durch, weil das Programm Gesprochenes nicht richtig erkennt und völlig sinnbefreite Sätze raushaut. Gern bei Talkshows wurde das damals zumindest oft verwendet.

    Gerade die ARD hatte es immer raus, wenn mal was untertitelt war, dass es zeitverzögert gesendet wurde. Mir also sich nicht erschließt, spricht da der Kommissar oder der Verdächtige oder gar die Leiche?8o

    Gerade Netflix setzt immer Autoren ein (okay ist ja auch leichter bereits abgedrehtes zu synchronisieren) , aber die Qualität ist dementsprechend hoch. Zudem geben diese sich Mühe, wenn das Original in einer Fremdsprache gedreht wurde z.B. geflügelte Worte, Sprichwörter o.ä. nicht einfach Wort für Wort zu übersetzen, da sie im Deutschen keinen Sinn ergeben.


    Ist ja löblich, wenn da was im Gang ist. So richtig überzeugt hat mich das immer noch nicht.

    Gebärdensprache beherrsche ich nur ganz punktuell . Das ist nochmal eine ganz andere Liga.