Beiträge von Jannne

    Liebe Grüße zurück…


    Ich habe mir die Angebote angesehen - und ehrlich?


    Wellness ist ja schön und gut aber Preise ab 150€ / Person und Nacht in einem Hotel… Mal ernsthaft: wer leistet sich sowas bzw. kann sich das leisten? Ganz abgesehen davon, dass die Preise im genannten Hotel noch deutlich höher liegen.


    Da würde mir das Wellness äußerst schwer im Magen liegen. Mir haben letztes Jahr Übernachtungen für 84€ / Nacht auf den Fortbildungen weh getan 🤷‍♀️.

    Die „Reisefähigkeit“ kommt ganz zum Schluss, keine Frage…


    Doxycyclin AL 200, einmal täglich, erst mal über 3 Wochen.

    Meine Idee war, ob hier evtl jemand ist, der Erfahrung mit Borreliose hat.

    Notfalls auch vorlesen und anschließend über den Inhalt sprechen, ihn zusammenfassen (lassen), eine eigene Meinung formulieren usw.


    Was man liest, ist eigentlich egal - erst mal. Und wenn es eine Fußballzeitschrift ist.


    Ich weiß, was das für eine Herausforderung sein kann - ich erlebe es aktuell selber….

    Lesen, lesen, lesen…


    Ich bin nach wie vor der Auffassung, lesen ist das A und O. Beim Lesen erweitert sich sukzessive und quasi nebenbei der Wortschatz, der Satzbau und das Verständnis für die Rechtschreibung und für grammatische Strukturen.

    Gerade aber das Lesen hat sehr stark im Zuge der Digitalisierung abgenommen. Klar, sich Aufgaben vorlesen lassen oder Videos schauen ist ganz klar einfacher - kurzfristig betrachtet.


    Das wäre mein Tipp.


    Im Bereich DAZ (Deutsch als Zweitsprache) oder DemeK (das wird wirklich mit großem K geschrieben!) arbeiten wir viel mit vorgegebenen Satzmustern und Strukturen, mit Gedichten, Reimen etc.. Diese stellen eine Grundlage dar, engen aber auch ein.

    … und die Nebenwirkungen der Antibiotika!


    Liebe Mediziner und Medizin-Erfahrene,


    was kann man gegen Spritzpups als Nebenwirkung der Antiotika tun?


    Wir würden ECHT gerne nächstes Wochende auf ein Pfingsttreffen mit anderen fahren… im Moment erscheint mir das aber eher nicht angesagt?!

    Seufz… wir haben „kinderfrei“…


    danke im Voraus und lg

    Burnout - da gibt es viele Varianten. Ich habe früher nie einen Unterschied gemacht - bis ich 2020 selbst einen schweren Burnout „hatte“.


    Mir wurde gesagt, dass es nicht nur einen psychischen Burnout (Erschöpfungsdepression), sondern auch einen körperlichen Burnout gibt (im Prinzip zeigt der Körper einem die Grenzen auf). Aber das Thema Burnout wäre m.E. auf Grund seiner Komplexität eher etwas für einen gesonderten Thread.🤷‍♀️

    Danke dir ebenfalls für deine Offenheit! Auch für mich sind deine Posts interessante Impulse.


    Ich nehme zwei wesentliche Stichpunkte in deinem Post wahr: Zukunft und sich nicht aufteilen möchten.


    Du hast ja geschrieben, was du dir als Perspektive für eine gemeinsame Zukunft wünschst. Zum Beispiel gemeinsame Urlaube und nicht ein „entweder-oder“. Entweder das Wir der Beziehung oder das „Meine Kinder und ich - er und seine Tochter“. Richtig verstanden?


    Wir haben „vorsichtig“ angefangen. Am Anfang haben wir uns erst mal kennengelernt. Später sind wir dann mal übers Wochenende weggefahren, erst zu zweit, aber dann auch mit seinen Kindern. Es waren schöne, wenn auch zum Teil phasenweise „herausfordernde“ Touren mit einem Pubi und einem Vor-Pubi😉. Im vergangenen Sommer waren wir dann auch ein paar Tage in Holland. Dieses Jahr waren wir noch nicht wirklich unterwegs, freuen uns aber auf den Sommerurlaub. Ich würde vielleicht… „kurz“ anfangen und nicht gleich mit zwei Wochen am Stück 😉.

    Auch für mich stellt sich "Familie" grundsätzlich als die bessere Alternative dar. Als meine Kinder im Alter von Sarah71 waren, war ich mit Ehemann Nr. 2 verheiratet. Einerseits war ich entlastet - er arbeitete überwiegend im Homeoffice und die Kinder waren nicht alleine zuhause. Das war mir wichtig - ich mag es nicht, wenn die Kinder regelmäßig stundenlang daheim alleine sind. Er konnte sie auch mal fahren - und das hat er auch getan.


    Andererseits gab es immer wieder Differenzen, die diese Entlastung dann aufgehoben bzw. ins Negative verkehrt haben. Die Auseinandersetzungen zwischen Stiefsohn und Stiefvater waren teils heftig. Mich und meine "Autorität" hat Herr Sohn respektiert, seinen Stiefvater hat er teils bewusst, teils aber auch unbewusst (aus Eifersucht) gereizt. Heute spricht Herrn Sohn darüber - damals nicht. Ich stand also regelmäßig zwischen den Stühlen. Dazu kamen Differenzen im Rahmen der allgemeinen "Lebensführung" (sprich Haus: "Was ist wichtig und was muss gemacht werden, was kann warten?", das große Stichwort "sich gehen lassen"/Körperpflege bei ihm, finanzielle Fragestellungen (u.a. Unterhalt seines Sohnes, Schulden) und einiges mehr). Das Thema "Helfer/Hilfsbedürftiger" war jahrelang, im Prinzip seit unserem Umzug an den See, bestimmend, wir waren in zu vielen Punkten nicht auf Augenhöhe.


    Meine Tochter hat nach wie vor Kontakt zu ihrem Stiefvater und seiner LG, sie ist dort auch gern gesehen. Mein Sohn... definitiv nicht;). Und trotzdem... als wir uns kürzlich zur Scheidungsverhandlung gesehen haben, fragte Herr Ex Nr. 2 nach meinem Sohn - und das nicht abwertend, sondern interessiert und meinem Empfinden nach auch wertschätzend. Ich sehe das heute anders - damals war ich mit der Gesamtsituation schlichtweg massiv überfordert und habe mich auch angesichts der ganzen Baustellen, die wir nun mal hatten, alleine gelassen gefühlt.


    Ich habe mir immer eine intakte Familie, ein intaktes Familienleben gewünscht. Im Prinzip habe ich damit aber spätestens seit 2022 abgeschlossen. Es fordert allen Beteiligten gerade in Patchwork-Zusammenhängen sehr viel ab - und dazu ist nicht jede*r bereit oder in der Lage. Eine Freundin meinte mal zu mir "Wenn Kinder da sind, kann man es eigentlich vergessen". Ganz so krass sehe ich es nicht. Ich denke schon, dass es möglich ist - wenn sich vor allem die Erwachsenen einig sind. Zum Beispiel Eifersucht gerade auch bei den Kindern kann (nicht muss!) zum zentralen Beziehungskiller werden... und dann steht man da und fragt sich nur noch... Als "leibliches Elternpaar" sind die Verantwortlichkeiten 50/50 geregelt, im Patchwork nicht (wenn es grundlegende Differenzen gibt).


    Es muss jeder für sich selbst entscheiden. Für mich ist das, was ich aktuell lebe, gut und richtig. So viel Zeit wie möglich miteinander, so wenig Zeit wie nötig. Da steige ich dann auch gerne mal in die Hausaufgaben ein :D. Aber nicht mehr 24/7.

    Liebe Sarah71 , nur falls das der Fall ist: erschrick dich nicht;), hier werden oft eigene Gedanken und "Fäden" weitergesponnen, ergänzt mit den eigenen Erfahrungen. Manchmal kommen da thematisch dann an ganz andere Themen raus als die ursprünglichen.


    Mich beschäftigt beispielsweise gerade die Frage, warum man unbedingt mit dem Partner zusammen ziehen möchte. Es war bei mir vor 3 oder 4 Jahren ja nicht anders.


    Du schreibst, dass du keine Familie mehr im Hintergrund hast. Das war und ist bei mir ähnlich. Familie kann durchaus stützen und entlasten. Hat man sie nicht, ist man gezwungen, auf eigenen Beinen zu stehen. Dass das ein riesengroßer Unterschied sein kann, erlebe ich recht intensiv seit 1,5 Jahren mit der Familie meines LG. Vielleicht steht dann auch der Wunsch dahinter, eben nicht stets alles alleine "wuppen" zu müssen. Ich kenne es von mir, dass ich immer wieder neidisch (nicht im Sinne von Missgunst!) zu meinen Freundinnen und Bekannten schiele, die diesen familiären Rückhalt haben bzw. seit langem in festen Partnerschaften leben.


    Die zweite, an dich gerichtete, Frage ist: zeigt er an deinen Kindern gar kein Interesse? Du schreibst, dass ihr nur ca. 5x im Jahr (Geburtstage, Weihnachten) was gemeinsam mit deinen Kindern unternehmt. Das wäre auch mir zu wenig, genauso, wie ich die Begründung, dass deine Kinder noch "minderjährig" sind und es "langsam wachsen" müsse, mir persönlich nicht reichen würde.


    Bei mir und "meiner Wochenend-Beziehung" ist das anders. Seine Kinder sind, sofern sie nicht bei ihrer Mutter sind, immer dabei und dann sind wir auch gemeinsam als "Patchwork-Familie" unterwegs. Es passiert auch oft genug, dass ich mit den Kindern und der Oma alleine was unternehme - und sei es nur, dass wir zum Gartencenter fahren. Oder dass ich mit z.B. beruflichen Fragestellungen, zur Mutter meines LG "renne" - ich habe es schon mehrfach erlebt, dass sie ziemlich gute Ideen und Impulse hat, durch die sie mir wirklich weiterhilft.


    Als wir vorgestern Abend telefonierten und er mir spaßeshalber erklärte, er kenne sich mit Frauen / Mädchen aus, da er ja selber 3 habe, kam von der jüngsten Tochter im Hintergrund "Papa, du hast 4 Mädchen!" - gemeint waren nicht nur seine drei, sondern auch meine Tochter. Meine Kinder gehören also auch für seine Kinder mit dazu.


    Wäre dies nicht so, bzw. würde das wegfallen... ich glaube, das wäre mir zu wenig.


    Bei mir dominiert aktuell noch die Angst, dass sich mit einem Umzug alles ändern würde. Dass ich dann tatsächlich in Verantwortlichkeiten einsteigen würde, die mir nicht zustehen. Dass es zu Auseiandersetzungen über z.B. Erziehungsfragen kommen würde, die die Beziehung belasten würden. Es gibt immer Themen, bei denen man unterschiedliche Meinungen und Auffassungen hat. Und dass es dann erneut scheitert. Ich bin in mehreren Patchwork-Gruppen als still mitlesendes Mitglied - was man da so liest... oh je. Und das deckt sich auch mit eigenen Erfahrungen.


    Du schreibst, er wurde durch den Suizid seiner Frau zum Witwer und hat eine sehr enge Beziehung zu seiner 20jährigen Tochter. Auch das kann mit ein Grund sein, warum er sich davor scheut, dieses "Wagnis", mit einer neuen Familie einzugehen. Eine neue Frau - ja, aber mehr nicht.


    Schlussendlich ist auch mein Eindruck (und ich hoffe, dass ich da jetzt nicht übergriffig bin!), dass du dich entweder mit dem Status Quo abfinden musst oder die Beziehung beendet wird. Das aber kannst tatsächlich nur du selbst entscheiden. Würde mein Freund mich aktuell in Sachen Zusammenziehen unter Druck setzen, wäre ich vermutlich "weg".

    Jannne: Ja genau so ist es!! Herzlichen Dank für dein Feedback 🤗 Er ist total durch, wenn er Feierabend hat und will dann nur noch seine Ruhe haben. Er hat mir schon öfter versucht seine Situation zu erklären und das es nichts mit unserer Beziehung oder unseren Gefühlen zueinander zu tun hat.


    Kann sein, dass ich in 1-2 Jahren oder später genauso über das Zusammenziehen denke wie du. Aber jetzt ist es eigentlich mein Wunsch, auch den Alltag zusammen zu erleben. Obwohl das wahrscheinlich bei uns sehr schwierig sein könnte, da wir beide beruflich sehr eingespannt sind..und sich Probleme auftun können, die keiner will…Ja, es ist auch anstrengend mit Kids. Ich merke ja auch, wenn ich mal das Gespräch in diese Richtung lenke, dass es für ihn ein unangenehmes Thema ist, weil er nichts falsches sagen möchte (das hatte er schon öfter gesagt)

    Wenn ich bei ihm bin ist entweder der Babysitter oder die Nachbarin da. Es ist für die Kids in Ordnung , es hat sich alles toll eingespielt. das Verhältnis ist so ca: 6 Tage Kids und 1 Tag mein Freund. Wir fühlen uns alle gut dabei, weil die Kids immer an erster Stelle stehen und das merken sie auch.

    Danke für den Denkanstoß!

    Zum ersten Absatz: ja, so ähnlich wie ihm geht es mir auch. Nur dass mein LG und ich uns da einig sind und er mich nicht unter Druck setzt. Denn: wegen den Kindern müsste im Zweifelsfall ich umziehen - und das möchte ich zumindest aktuell nicht. Wie geschrieben, es gab Zeiten, in denen ich das ganz anders gesehen habe, in denen es für mich absolut kein Problem gewesen wäre, umzuziehen - heute würde ich nicht nur 3x, sondern gefühlte 30.000 x überlegen. Denn: auch bei den Kindern hinterlässt es Spuren, wenn die Beziehung dann scheitert.


    Ich habe erlebt, wie der Alltag etwas gefühlt ganz Großes im Nullkommanix kaputt machen kann. Und wenn es "nur" Diskussionen über die Erziehung der Kinder sind - ich will das nicht mehr. Und ich kann jeden verstehen, der sagt: "ohne mich".


    Bitte nicht falsch verstehen - ich mag seine Kinder wirklich total gerne - und sie mich auch. Es kommen immer wieder Äußerungen a la "Wann bist du endlich "richtig" bei uns?" oder "Wann ziehst du endlich bei uns ein?". Sie nennen mich beide "Mama" (obwohl ich das gar nicht möchte...). Wenn wir bspw. im Wohnmobil unterwegs sind, kommt dann irgendwann nachts so ein kleiner "Schlumpf" angewanzt und breitet sich genüsslich zwischen uns aus... und der Hund folgt ihr auf den Fuß - bei einer Liegefläche von 130x210. Es ist ja nicht so, dass wir "nur" 6 Schlafplätze haben... aber vor allem die Kurze sucht immer wieder unsere Nähe. Am nächsten Morgen ist die Kleine ist dann hellwach, gut gelaunt und putzmunter - und wir kreuzgroggy mit fetten Augenringen :D. Ich mag das und genieße es ähnlich wie das mit meinen eigenen Kindern genossen habe, wenn sie irgendwann nachts angewackelt sind, mir ihr Kissen auf den Kopf gepackt und mir meine Decke geklaut haben;).


    Alltag und zusammenziehen... ich kenne Patchwork aus beiden Perspektiven. Als Mutter mit Kindern und Stiefvater, sowie als Partnerin eines Mannes mit Kindern. Klar: geteiltes Leid ist halbes Leid und geteilte Freud` ist doppelte Freud... das kann aber auch ganz schnell nach hinten losgehen.

    Wo sind deine Kinder, wenn du bei ihm übernachtest?


    Vor ein paar Jahren hätte ich es ähnlich gesehen wie du - ich hab mir ein „gemeinsam“ und „miteinander“ komplett gewünscht, sprich: zusammen ziehen mit allen Konsequenzen.

    Heute - ein paar Jahre später und reicher an Erfahrungen (die ich ehrlich gesagt nicht „gebraucht“ hätte), kann ich es mir zumindest aktuell nicht vorstellen, mein eigenes Reich aufzugeben und noch einmal mit einem Mann zusammen zu ziehen. Ich habe mir mein Leben so aufgebaut, dass es für mich passt - inklusive einer festen Partnerschaft.


    Auch ich führe eine Wochenendbeziehung, mein Partner hat ähnlich wie du noch etwas jüngere Kinder. Ich habe einen durchaus fordernden und anstrengenden Job, meine Kinder sind jedoch erwachsen, ausgezogen bzw. „auf dem Sprung“. Ich mag seine Kinder und sie mögen mich - aber ich fühle mich zu alt und habe auch nicht mehr die Kraft für ein Patchwork mit allen Konsequenzen - und auch der Verantwortung, die man dann automatisch übernimmt.

    Wenn ich nachmittags oder abends heim komme, genieße ich die Ruhe, die ich habe - und dass ich mich dann eben nicht mehr um Hausaufgaben, Lernen, Erziehung kümmern muss. Wie gesagt: vor 3 Jahren sah das noch anders aus. Vllt geht es deinem Freund ähnlich.


    Wenn die Beziehung an sich gut läuft, ihr von den Basics her beide zufrieden seid, warum sollte man sie dann beenden?

    Sagen wir es mal so: meine Tochter wurde beginnend in der Grundschule bis weit ins Gymnasium hinein über mehrere Jahre hinweg gemobbt.


    Kurzfassung: Die Grundschule hat nicht agiert. Ich weiß, bzw. wusste schon damals, von welchem Mädchen das Theater ab der 2. Klasse ausging, man kam da aber nicht dran. Grund: das Mädchen entstammte einer "Bilderbuchfamilie", sie hatten eine damals noch junge, unerfahrene Klassenlehrerin und eine ebenso junge, unerfahrene Schulsozialarbeiterin, die nach Lehrbuch vorging :rolleyes:. Der Bitte, meine Tochter beim Wechsel auf die weiterführende Schule eben nicht mit diesem Mädchen in eine Klasse einzuschulen, wurde nicht entsprochen. Die Kinder hatten damals beide Latein als zweite Fremdsprache gewählt und es gab nun mal nur eine Lateinklasse. Hätte ich dies im Vorfeld gewusst, hätten wir auf Französisch gewechselt. Damals wie meines Wissens auch heute noch werden solche Infos aber erst recht spät herausgegeben.


    Irgendwann eskalierte die Situation, woraufhin das Gymnasium reagiert hat, nachdem der KV gemeinsam mit mir das Thema Schulaufsicht auf den Tisch brachten. Die Konsequenz: Gespräche, Schulsozialarbeit mit Präventionsarbeit in ihrer damaligen Klasse. Es wurde "etwas" besser, aber nicht grundlegend. Einen Schulwechsel wollte meine Tochter nicht (sie durfte zwei Wochen an einem anderen Gymnasium hospitieren). Daraufhin wurde dann gegen Ende der Klasse 8 oder 9 (und damit Jahre zu spät!) durch die Schulleitung widerwillig ein Klassenwechsel ermöglicht - in der neuen Klasse ging es meiner Tochter deutlich besser.


    Kurz vor unserem Umzug an den Bodensee kam sexuelle Belästigung via Telefon dazu (wir vermuteten damals sehr stark das schulische Umfeld), diese wurde bei der Polizei zur Anzeige gebracht, das Verfahren gegen Unbekannt wurde schlussendlich eingestellt und hat rein gar nichts gebracht. Die Polizeibeamten agierten tendenziell eher hilflos bis desinteressiert ("Ja, sie können das machen, aber ob es was bringt?"). Das Ganze ist über 10 Jahre her.


    Ich mag nicht ausschließen, dass heute genauer hingeschaut wird - aber damals mahlten die Mühlen außerordentlich langsam und im Prinzip habe ich zwar auf einem anderen Level aber trotzdem Ähnliches erlebt, wie Kaj es beschreibt. Die Behörden sind hilflos. In dem Zusammenhang die Täter-Opfer-Rolle neu zu definieren, finde ich für Antharia wenig hilfreich - im Gegenteil. Mir klappen sich da gerade sämtliche Finger- und Fußnägel auf. Antharia kennt übrigens unsere Geschichte, wir haben ab und zu mal telefoniert.


    Helfen tut meines Erachtens, den Lehrkräften, der Schulsozialarbeit und den Schullleitungen genau auf die Finger zu schauen und notfalls nicht nur mit der Dienstaufsicht zu drohen , sondern diese Drohung dann im Fall der Fälle auch durchzuziehen.


    (Stichwort Handlungsfeld Schulleitung: "Gesundheitsförderung" - auf NRW bezogen:

    https://www.schulentwicklung.n…enbank/material/view/5077 - so etwas sollte es auch in Berlin geben und genau darauf (Gesunderhaltung aller im schulischen Rahmen Beteiligten - Mitarbeiter*innen und Schüler*innen) würde ich pochen.)


    Wichtig ist meiner Meinung nach, dass der Junge nun erst mal aus diesem für ihn schädlichen Umfeld komplett rausgezogen wird. Meine Tochter ging nach diesem Anruf 3 Wochen nicht in die Schule, kurz danach sind wir in den Sommerferien umgezogen. Für uns war das gut, eine "glückliche Fügung", meine Tochter war aus der "Schusslinie" und konnte neu starten. Aber diese Option hat bei weitem nicht jede(r).


    Was ein derartiges Mobbing mit allen Beteiligten psychisch und emotional "macht", steht auf einem ganz anderen Blatt. Auch deswegen frage ich mich bei manchen Posts hier in diesem Thread nach dem "Welt-" und "Menschenbild", das dahinter steht. Aber das muss ich nicht verstehen, meines Erachtens ist wichtig, dass Antharia, wie sie es sich in ihrem Ausgangspost auch wünscht, Impulse und Anregungen bekommt, damit sie und ihr Sohn sich "wehren" oder wenigstens zielorientiert (re)agieren können.


    Meine Schritte wären vermutlich: alles auf den Tisch bringen und auf einen zeitnahen Schulwechsel möglichst mit vorheriger Hospitationsmöglichkeit drängen. Mit "alles" meine ich Arztberichte, psychologische Begleitung (zumindest über den schulpsychologischen Dienst auf Grund massivem Mobbings, ggf. würde ich auch das Stichwort Schulabsentismus aus gesundheitlichen Gründen in den Raum werfen - da sollte man jedoch meines Erachtens noch eine Nacht drüber schlafen), Dokumentation sämtlicher Vorfälle und Auffälligkeiten. Hierfür braucht man Kraft, ich weiß das aus eigener Erfahrung. Und es tut weh... Man kann es aber nicht aufschieben und es bringt auch nichts "eine Pause einzulegen" oder die "Steine abzulegen".


    Es muss - so wie Antharia es beschreibt - ganz dringend was passieren. Wäre ich in Berlin, könnte und würde ich sicher gerne mehr tun. Ich bin aber zu weit weg und kenne auch das Berliner Schulrecht nicht. Und Antharia : ich wünsche dir viel Kraft, zieh es durch, falls du Fragen hast - gerne. Du weißt, wie du mich erreichen kannst.

    Wenn man sich das wirklich noch mal ganz genau und Schritt für Schritt durchliest, kann man eigentlich nur fassungslos sein.


    Der KV hat Interesse an seinen Kindern, möchte (mehr) Umgang.


    Die Mutter ist dagegen, manipuliert und instrumentalisiert die Kinder gegen den Vater, so dass (und das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!) Gefahr für die individuelle Persönlichkeitsentwicklung besteht. Ich verstehe das so, dass hier durch die Mutter zumindest eine Art der Kindeswohlgefährdung besteht.

    Nun wird der Umgang für 2 Jahre ausgesetzt, die Mutter hat erfolgreich manipuliert und instrumentalisiert - der Vater ist komplett und sozusagen „vollumfänglich“ raus.


    Zahlen „darf“ er vermutlich trotzdem.


    Ich finde das - sorry - falsch. Denn: hier wird eine bewusste Gefährdung der Kinder (mittels gezielter Manipulation und Instrumentalisierung) durch die Mutter rechtlich in Kauf genommen und bestätigt.

    Traurig. Aber es bestätigt den Satz „Recht haben und Recht bekommen sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe“.


    Nachtrag: so etwas gibt es auch umgekehrt. Auch Väter können so wie die Mutter in diesem Fall ihre Kinder manipulieren und instrumentalisieren, dass das andere Elternteil „raus“ ist. Ich persönlich finde ein derartiges Verhalten armselig.