Beiträge von Jannne

    Spannend!


    Ich muss schon sehr scharf nachdenken, wann ich zuletzt mal „wirklich“ eifersüchtig innerhalb einer Partnerschaft war. Sicher war ich in der Vergangenheit eher zu vertrauensselig. Dass man mal nen Spruch lässt oder auch bekommt - ok.


    Aus der anderen Perspektive habe ich es wie Ratte gemacht. Bei „Baggereien“ bekam ich stets massive Fluchtgedanken. Eine Ausnahme gibt es, allerdings hatte ich mich damals innerlich (und auch räumlich, ich war zu dem Zeitpunkt bereits ins Wohnzimmer „gezogen“) von der Beziehung verabschiedet. Das Aussprechen bzw dann auch Durchziehen der Trennung war reine Formsache.


    Insofern… 🤷‍♀️ aber ich hatte auch nie ein Problem damit kontrolliert zu werden, auch wenn ich das selbst nicht getan habe. Heute denke ich eher, dass ich es in bestimmten Situationen hätte tun sollen. Man schaut Menschen immer nur vor den Kopf. 😉


    edit: doofe Autokorrektur!😂

    Eine finnische Schule würde ich mir liebend gerne mal von innen anschauen. Kurz gegoogelt:


    - Es gibt keine Schulpflicht - dafür aber eine Lernpflicht. Super!

    - Kleine Klassen mit im Durchschnitt 20 SchülerInnen; in ländlichen Gegenden oft nur plusminus 10 SuS. Wow!👍

    - viel Förderunterricht, Förderung in Kleingruppen. Klasse!

    Karalina, ich will dir (und überhaupt niemandem hier) echt nichts Böses. Aber ich habe den Eindruck, dass du nicht über dein eigenes Kind sprichst, sondern über Kinder und eine Klasse sowie Lehrern, wo du tätig bist. Ist mein Eindruck richtig?


    Das soll jetzt auch nicht von oben herab kommen, bitte verstehe das nicht falsch. Aber wenn du hier über Kinder und Kollegen, die an deinem Arbeitsplatz sind, berichtest, würde ich dir gut gemeint und wohlgesonnen (!!!) raten, damit ganz ganz ganz vorsichtig zu sein. Wenn diese Infos an die "Falschen" bzw. diejenigen gerät, die es betrifft, kann dich das deinen Job kosten.


    Das hat auch nichts mit "eine Krähe hackt der anderen die Augen nicht aus" zu tun. Es gibt eine Schweigepflicht für Lehrkräfte und Mitarbeiter und diese ist bindend. Selbst Eltern, die hospitieren oder im Unterricht als Leseeltern eingesetzt sind, unterschreiben so eine Schweigepflichtserklärung. Das sind die "goldenen Löffel", die man nicht klauen darf 😉.


    Wie gesagt, ich meine das nicht böse.🌻


    Zum Thema: grundsätzlich stimme ich dir da voll zu.

    Das kommt bestimmt gut, wenn man ins Sekretariat geht und sich ein Fahrtencurriculum zeigen lässt (sofern vorhanden...). *IO*


    Ich bin absolut pro Klassenfahrten, außerschulische Lernorte sind was wirklich Gutes. Aber wenn Kinder partout querschießen, wird es problematisch. Man hat nicht nur dir volle Verantwortung für 1,2 oder 3 Kinder, sondern für 25-30.

    Ich denke, man muss zwischen den Schulstufen unterscheiden. Die Grundschule ist was völlig anderes als die weiterführenden.


    "Zu meiner Zeit" sah es so aus, dass man sich eingeschrieben und anschließend 7-9 Semester studiert hat. Die Theorie wurde von einem sechswöchigen Schulpraktikum nach dem 3. Semester unterbrochen. Dort durfte man unter Aufsicht auch das erste Mal Stunden planen und unterrichten. Nach dem Studium / 1. Staatsexamen ging es ins Referendariat. Nach einer gewissen Einarbeitungszeit kam man in den "bedarfsdeckenden Unterricht". Und ja, es gab damals durchaus Leute, die das 2. Staatsexamen nicht geschafft haben. Die waren dann allerdings gekniffen - eine jahrelange "Ausbildung" umsonst. Das Lehramt war eine Einbahnstraße.


    Heute wird früher geschaut (s.o.). Die Kriterien sind teils ähnlich, teils aber auch durch den technischen Fortschritt und neue Ideen, Richtlinien etc. bedingt, völlig andere. Individualisierung, Inklusion war bei uns kein Thema - oder kaum. Damals ging es gerade vorsichtig los mit Wochenplänen. Kopien waren damals strikt begrenzt, wir haben noch Matritzen in Handarbeit geschrieben und sorgfältig abgeheftet. Da steckte Zeit und Arbeit drin! Computer waren bessere Schreibmaschinen.


    Das ist heute alles komplett anders - was teils sicher auch gut ist! Manches vermisse ich aber auch. Heute geht vieles schnell-schnell. Wir reden viel über Toleranz, Antirassismus, Nachhaltigkeit usw. Wir speichern alles ab, sind teils abhängig von den digitalen Medien. Und damit auch abhängig vom Strom.


    Überspitzt - aber durchaus mit dem Körnchen Wahrheit: Wir reden von Umweltschutz, vergessen aber, dass all die Daten gespeichert und die Speicher gekühlt werden. Wir reden von Selbstständigkeit, binden ihnen aber noch in der 4. Klasse die Schuhe zu, bringen unsere Kinder mit dem Auto zur Schule und liefern sie am liebsten im Klassenraum ab. Wir machen Druck, Leistung ist schließlich wichtig, um eben nicht im Handwerk zu enden, sondern um studieren zu können. Bereits im Kleinkindalter parken wir unsere Kinder vor Tablets, Handys etc und staunen dann, wenn unsere 10jährigen völlig mediensüchtig sind und sich auf ein schnödes Gesellschaftspiel nicht mehr einlassen können bzw keinen Bock drauf haben. Dabei ist das doch klar! Die schnellen Bilder, die Filme, die Spiele ballern einem das Gehirn zu, es gibt Untersuchungen dazu.


    Wir wissen es, tun es aber trotzdem. Weil auch wir so drauf sind. Wir lernen uns übers Internet kennen und wenn der andere einem zu viel wird, blocken wir ihn und / oder brechen den Kontakt ab. Statt sich auf ein Gespräch einzulassen und die Dinge zu klären, die wichtig sind. Und dann wundern wir uns, dass unsere Kinder keine Konflikte klären oder auch aushalten können.


    Wie gesagt - überspitzt formuliert - aber immerhin.


    Was bitte ist "zeitgemäß"? Und was sind "die richtig Guten"?

    Es gibt zumindest in Nordrhein-Westfalen diverse Praktika und Möglichkeiten, den Schulbetrieb bereits VOR dem zweiten Staatsexamen (oder wie auch immer das heute heißt) kennenzulernen und sich selbst zu erproben.


    Der Beruf an sich ist einfach klasse - wenn man gerne unter Menschen, stressresistent ist, sich abgrenzen kann.


    Es ist wie hier im Thread: man kann sich den Schuh anziehen, man kann es aber auch lassen. "Nieten" gibt es überall.

    @ Volleybap: hier findet man die Besoldungstabelle für Beamte in NRW. Hier bekommen Grundschullehrkräfte A12. Die Umstellung läuft bis 2026. Das Grundeinstiegsgehalt in Dienstaltersstufe 4 beträgt 3824 €. Davon gehen die Krankenkasse und die Steuern runter. In Bayern und Bawü liegen die Bezüge höher.

    A13 bekommen KonrektorInnen / stellvertretende Schulleitungen seit 2020. Vorher war es A12 + Zulage.


    3,5 Jahre Mindeststudienzeit an einer Uni + 1,5 - 2 Jahre Referendariat (je nach Bundesland).


    Einfach zur Info.


    https://www.finanzverwaltung.n…uer-beamtinnen-und-beamte

    irgenwie schreckt mich die Schärfe der "Diskussion wieder ab"

    Genau das ist es. Stell dich drauf ein 😉. Alltag. Man braucht oft ein enorm dickes Fell.


    Wobei.... über Posts a la

    Das fängt schon damit an, dass Leistung beurteilt wird und gleichzeitig LuL über Jahre hinweg keine erbringen müssen....


    vg von overtherainbow

    KANN man eigentlich nur den Kopf schütteln. Vor allem in Kombi mit

    Ich habe niemanden abgeurteilt.

    Gleichzeitig entnehme ich Deiner Reaktion wie weit weg die Wahrnehmung von Realitäten ist.


    vg von overtherainbow


    Es laufen an vielen Schulen seit Jahren Evaluationen zur Qualitätssicherung. Themen, die mir spontan einfallen sind Mitwirkung / Partizipation, Hausaufgaben, Corona (wie lief das Lernen im Distanzunterricht, was kann verbessert werden etc.).

    Es ist in der freien Wirtschaft gang und gäbe mit dem Privatfahrzeug zu fahren. Ich bekomme die Kosten dann im übernächsten Monat erstattet.


    Viel bemerkenswerter finde ich aber einen anderen Punkt. In der freien Wirtschaft geht jeder einen ganzen Monat mit seiner Arbeit in Vorleistung. Man arbeitet vom ersten bist zum letzten eines Monats und dann erst bekommt man sein/en Lohn/Gehalt.

    Beamte bekommen Ihr Gehalt im Voraus. Sofern Du also monatlich nicht mehr als Dein ganzes Gehalt vorleistest ist das Gras auf Deiner Seite dann doch grüner. ;)

    Wenn du einmal drin bist, ist das richtig. Ich habe mich über ein Jahr lang mit dem LBV auseinandergesetzt, bevor ich richtig eingruppiert war 🤷‍♀️. Das ist allerdings die Ausnahme, im Normalfall dauert es nur wenige Monate.


    Ps: es hat auch Vorteile, dass Lehrer Beamte sind. Sie dürfen nicht streiken 😇😉.


    Aber: ich mag meinen Job sehr. 🤩🥰 Und zwar nicht auf Grund der Verbeamtung. Und auch nicht auf Grund dessen, was hier so zu lesen ist. Klar kann man diskutieren. Dann aber bitte auf der Basis Pro und Contra - Fakten. Sachlich. Was spricht dafür, was dagegen. Jeder Beruf hat seine Vor- und Nachteile.

    Das steht außer Frage. Und zum Glück haben wir ja auch freie Berufswahl (abhängig vom Schulabschluss, wobei das Schulsystem durchaus durchlässig ist).


    Edit: bleibt also die Frage, warum wir zu wenig Lehrkräfte haben und wie dies zu ändern ist.


    Ein Blick in diesen Thread reicht 😉.

    Ratte: meine Tochter arbeitet in der Pflege :thumbup:.


    Es war klar, dass das kommt :). Das soll kein bösartiger Angriff meinerseits sein 🌻


    Edit und PS: Sie sagt (übrigens),

    sie würde never ever ins Grundschullehramt wechseln.😇 Allerdings: volle Zustimmung, dass die Bedingen in der Pflege katastrophal sind 😉).

    Habt ihr einen schulpsychologischen Dienst? Das wäre meine Anlaufstelle.


    Ich sehe es so, dass erst mal Ruhe reinkommen muss und da ist die Klassenlehrkraft und die Schulsozialarbeit der erste und beste Schritt.


    Und: dein Sohn sieht / merkt / spürt, dass du aktiv wirst, ihn nicht mit seinem Problem alleine lässt 👍

    Wenn man einmal verbeamtet ist - prima. Zuvor hat man jedoch die amtssärztliche Untersuchung. Mit Übergewicht wird man bspw nicht verbeamtet. Ähnliches gilt für manche Krankheiten.


    Dass man ggf auch weit von Zuhause weg ziehen muss, um eine feste Stelle zu bekommen, war zumindest früher so. Heute - schätze ich - zumindest im Grundschullehramt eher nicht.


    Der Lehrermangel ist hausgemacht. Es ist seit Jahrzehnten bekannt, dass es eng wird.


    Dass verbeamtete Teilzeitler für die Bürger nicht "erklärbar" sind, verstehe ich nicht. Im Prinzip "lohnt" sich Teilzeit finanziell im Gegensatz zur Vollzeit nicht. Es gibt "teilbare" und "nicht teilbare" Aufgabenstellungen. An Konferenzen nimmt beispielsweise JEDER Lehrer Teil, egal ob Teilzeit oder nicht. Den Ausgleich für die Teilzeit unabhängig vom Unterricht zubekommen, ist teils schwierig. Abgesehen davon sollte vllt jeder Bürger, der das nicht versteht, mal ein 4wöchiges Vollzeitpraktikum in der Schule machen 😉

    Schön.

    3 Punkte, um dem Lehrermangel zu begegnen:


    - angehende Ruheständler arbeiten weiter.

    Die gültige Altersgrenze liegt bei 67 Jahren.


    - Teilzeit

    Dazu wurde bereits ganz viel geschrieben. Ohne kleine Kinder oder eine pflegebedürftige Person muss man diese erst mal "durchkriegen".

    Die tatsächliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit in Vollzeit liegt bei 48 Stunden, 38 Minuten (Quelle: Deutsches Schulportal, https://deutsches-schulportal.…nnen-und-lehrer-wirklich/ )


    - größere Klassen

    Es gibt mittlerweile (auch neuere) Studien.


    Sinnvoll wäre es,

    - mehr Lehrer auszubilden. Wobei mittlerweile zwischen "Erfüllern" und "Nichterfüllern" unterschieden wird. ABER: die Anforderungen an den Lehrerberuf sind hoch. Es ist tatsächlich so, dass dem nicht jeder gewachsen ist.

    - das "Ansehen" des Lehrerberufes ist im Keller. Immer wieder wird darauf herumgehackt, so dass man sich teils auch in privaten Zusammenhängen gut überlegen sollte, ob man zugibt, dass man LehrerIn ist.

    - die Angleichung / Vereinheitlichung der Bezüge.

    - in vielen Bundesländern ist die Angebung der GrundschullehrerInnen auf A13 geplant. Die Schulleitungen bleiben jedoch auf ihrem Stand. Dies "könnte" zur Folge haben, dass die Schulleitungen sich gut überlegen, ob sie weitermachen. Wenn man als Konrektorin / kommissarische Schulleitung beispielsweise das Gleiche verdient wie ein(e) GrundschullehrerIn... dann stellt sich tatsächlich die Frage, ob man sich den Job antut (salopp formuliert).


    Uvm.