Beiträge von Jannne

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    Janne, ja, das ist Scheixxe. ?( Und Trauer ist nicht nur "still". Ich hatte auch schon mal den Gedanken, ob man den Thread nicht umbenennt - allerdings ist das, was mir dabei als erstes einfiel, "abgekupfert" - es gibt eine Seite, die ich mag; die "In lauter Trauer" heißt...

    Danke, Coco. 🌻


    Es geht mir soooooooo viel durch den Kopf... ich wusste ja, dass es irgendwann soweit ist. Erinnerungen, Trauer, aber ... ich bin auch wütend.

    SCHEISSE, SCHEISSE, SCHEISSE!!!!!


    Mir ist nicht nach "stiller" Trauer! 😫😫😫


    Warum sterben die liebsten Menschen so früh?!


    Noch eine Kerze anzünd 😭😭😭.


    Edit: ich könnte einfach nur SCHREIEN!!!!! Menschen, die leben WOLLEN und nicht mehr "dürfen", weil dieser scheiss-abgefuckt-verdammte Krebs sie nicht lässt! Es ist so verdammt unfair!!! SCHEISSE!!!

    Kerzen anzünd'... 😪


    Als wir 2018 in den USA waren, durfte ich in einer Grundschule hospitieren. Dort hinein gekommen bin ich nur mit Anmeldung und einer intensiven Ausweis- und Personenkontrolle. Einerseits fand ich es gut, dass nicht jeder Hinz und Kunz in die Schule reindurfte, andererseits auch "bezeichnend".

    Der Begriff "Missbrauch als Partnerersatz" stammt von mir. Um darzustellen, was ich genau meine, brauche ich Zeit (damit es bei Lesern nicht falsch rüberkommt). Die Zeit habe ich jetzt aber nicht -> kommt später. Ich schau nur zwischendurch gerne mal rein.


    Demgegenüber (und ist ganz fix zu erklären) bin ich ein ganz großer, erklärter Fan von Mitsprache / Demokratie in der Grundschule. Es gibt bei mir sehr wenige Regeln, diese Regeln sind fix und dienen der Sicherheit. Alles andere wird ausdiskutiert - zuallererst mal im Klassenrat, eine Stufe höher dann auch in der Schülervertretung. Natürlich geht das nicht von Anfang an, sondern wird im Lauf der Zeit aufgebaut. Das aber geht sehr wohl und auch richtig gut bereits in der Grundschule. Hierbei sind mir sowohl die individuellen Bedürfnisse, als auch die Gemeinschaft, das "Wir-Gefühl" total wichtig! Herzensangelegenheit...


    Und das, was Friday zu den Diskussionen schreibt, finde ich super!

    Es ist keine Rechtfertigung, es sind einfach Beispiele, wie und warum ich zu meinen Haltungen und Einstellungen gekommen bin. Ich nehme mich da nicht aus, meine Große tendierte vor der Geburt meines Sohnes recht stark in Richtung Prinzessin.


    Tatsächlich erlebe ich aber, dass sich viele Kinder nicht zurücknehmen, nicht abwarten können, dass es ihnen schwer fällt, auch mal ein "nein" zu akzeptieren. Fragt sich, ob auch das u.a. eine Folge der Kita- und Schulschließungen unter Corona ist. Die Kinder waren daheim, sie hatten nicht die Chance zu lernen, wie man sich innerhalb einer Gruppe integriert. Ich vermute einen Mix aus allem.


    Edit: Verbote a la Marmelade oder von mir aus auch Nuss-Nougat-Cremes auf dem Schulbrot finde ich persönlich vollkommen überzogen.

    Ich finde mich, von dem her, was du schreibst, in deinem Post Ratte ziemlich wieder. Meine beiden sind groß, sozusagen erwachsen, aber wie gesagt: immer, wenn man denkt, jetzt ist alles gut, kommt die nächste Herausforderung 😅. Und die ist nicht immer lustig.


    Ich habe Fehler gemacht, keine Frage. Wer keine Fehler macht, werfe den ersten Stein. Aber ich habe gegeben, was ich konnte.


    Einmal habe ich einen Erziehungsratgeber genutzt: das allseits verpönte "Jedes Kind kann schlafen lernen".


    Meine Tochter ist mir beim Stillen immer am der Brust eingeschlafen. Ich habe das geliebt, es waren diese ganz besonderen Momente, die ich bis heute wie einen Schatz hüte. Leider schlief sie später ausschließlich dann ein, wenn ich ihr ihr Fläschchen hielt, bis sie tief und fest schlief. Wehe, ich zog den Nuckel 2 Minuten zu früh raus... dann war sie wach. Das konnte abends durchaus bis 22.30 - 23.00 Uhr gehen. Am nächsten Morgen aber musste ich um 7 Uhr losfahren, arbeiten. Ich war übermüdet, absolut k.o., bin teils bei der Arbeit leicht eingeschlafen. Sorry, aber das war so 🤷‍♀️. "Seid leise, Frau Janne schläft..." 🙄, ich habe das mehr als 1-2 mal mitbekommen bzw bin dadurch wieder aufgeschteckt / wach geworden.


    Ich hatte also tatsächlich einen gewissen Leidensdruck, zumal es den Vater nicht interessierte. Das Männer-Schlaf-Gen 😉, sorry, soll kein Angriff sein, aber Herr Ex war diesbezüglich Profi.


    Durch dieses "Programm", so hart es auch ist, hat meine Tochter gelernt, ohne ihre Flasche einzuschlafen. Und ich würde wieder munterer, schlief nicht mehr bei der Arbeit ein, hatte wieder gute Laune und bessere Nerven. Und habe mich deswegen auch nie als "schlechte Mutter" gefühlt.


    Bei meinem Sohn habe ich das Ganze von Anfang an anders gemacht.

    Das mit dem Essen probieren lassen hat eine Geschichte. MIR hat meine Tochter, als sie klein und noch Einzelkind war, nicht nur den Essensplan, sondern auch ihre Schlafenszeiten quasi "diktiert". Das Ergebnis war, dass ich jahrelang drei unterschiedliche Gerichte gekocht habe - und das fast täglich.


    Bei meinem Sohn war das etwas anders. Auch bei ihm ist es eher suboptimal gelaufen, weil ich vom Typ her bei meinen Kindern oft zu nachgiebig und gutmütig war. UND mir zusätzlich den Druck gemacht habe, ausgleichen zu müssen, dass ich eben nicht nur für meine Kinder da, sondern gleichzeitig auch berufstätig war. Ich hatte - vor allem als die Kinder noch ganz klein waren - ein durchgehend schlechtes Gewissen.


    Beide Kinder sind recht wählerisch, was das Essen angeht, vor allem meine Tochter. Bei meinem Sohn wächst sich das langsam aus. Aber das ist beispielsweise etwas, was ich mit meiner Erziehung ganz klar verbockt habe.


    Wenn ein Kind etwas probiert hat und es das wirklich nicht mag, dann ist das ok. Ich rede hier nicht von Spargel o.ä., sondern von Brokkoli, Möhren etc.

    Nachtrag: genauer - was kann ein Kind in welchem Alter leisten? Was braucht es wirklich?


    Ein Baby braucht diese "bedingungslose Liebe". Aber bereits ein Kleinkind darf lernen, beim Essen alles zu probieren. Es ist nicht gut, wenn ein Kleinkind seinen Eltern den Speiseplan diktiert. Mag ein Kind ein Essen wirklich nicht, nachdem es probiert hat, ist das okay!


    Viele Erstklässler benötigen wirklich Hilfe bei der Organisation ihrer Schulsachen und Materialien. Und das ist auch völlig okay!!! Wenn aber ein Viertklässler immer noch erwartet (und sich auch darauf ausruht), dass Erwachsene immer noch für sie organisieren - dann ist in aller Regel etwas schief gelaufen. Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel (Stichwort ADhS nur als ein Beispiel!). Manche Kinder benötigen mehr und länger Hilfe als andere. Das Ziel sollte jedoch sein, dass ein Schulkind im Verlauf der Grundschule lernt, eine gewisse Verantwortung für sein Lernen zu übernehmen. Und es sollte auch wissen, dass sein eigenes Verhalten und Handeln auch Konsequenzen hat. Dies setzt sich fort in der weiterführenden Schule.


    Und weiter. Ich meine nach wie vor, dass ich Kinder stets ernst nehme. Kinder sind schlau, sie erfassen intuitiv oft viel mehr als Erwachsene. Aber: meine Sorgen und Nöte teile ich nur sehr begrenzt mit einem Kind im Grundschulalter. Das kann ich - je nachdem, wie mein Kind "drauf" ist, dann anfangen / machen, wenn es älter ist.


    Ich denke, darum geht es in diesem Artikel.

    Es geht in dem Artikel darum, Kinder Kinder sein zu lassen und sie nicht als Partnerersatz zu missbrauchen. Dies ist übrigens nicht nur bei Alleinerziehenden ein Thema, sondern auch bei Menschen, die in einer festen Beziehung leben, aber in ihren Partner keinen adäquaten Gesprächs- oder auch emotional zugewandten Partner haben.


    Beispiel: es gibt Themen, die ich als Mutter / Vater besser mit Erwachsenen bespreche - und nicht mit den eigenen Kindern. Natürlich hängt das auch vom Alter der Kinder ab. Mit einem 4-jährigem spreche ich anders als mit einem 10- oder 20-jährigen. Dinge, die einen 4- oder einen 10-jährigen komplett überfordern, "handelt" ein 18- oder 20-jähriger anders.


    Kinder sind nicht die "besten Freunde" von einem selbst. Sie haben schlichtweg noch nicht den Erfahrungs- und Lebenshorizont von Erwachsenen, sind damit überfordert UND - sie sind von den Erwachsenen bzw. ihren Eltern abhängig. Klar müssen sich viele Kinder ab der frühen Kindheit emotional oder auch körperlich (Essen, Körperpflege etc.) selbst versorgen. Das ist dann das andere Extrem. "Gut" ist das allerdings nicht, ganz im Gegenteil.


    Es geht in dem Artikel meines Erachtens darum, genau hinzuschauen, was ein Kind leisten kann und was nicht. Und auch darum, dass es sicher nicht gut ist, einem Kind auf emotionaler und / oder finanzieller Ebene JEDEN Wunsch zu erfüllen. Kinder müssen auch lernen, zu warten, sich nicht immer, aber auch mal zurückzunehmen, Rücksicht zu nehmen.


    Es ist eine Gratwanderung.

    Ich spreche übrigens in diesem Zusammenhang von meiner zweiten Ehe - damit das nicht falsch rüberkommt.


    Jedes Alter hat seine Tücken. Und jedesmal, wenn ich dachte, dass es nun "geschafft" ist, die Kinder groß und selbstständig sind, kam eine neue Herausforderung.

    Ja, der These, dass es schwierig ist, wenn Kinder gewisse "Copingstrategien" haben, auch im weitesten Sinne des Wortes traumatisiert sind und wenn das dann beim Partner auch noch der Fall ist, stimme ich vollumfänglich zu. Das war bei meinen Kindern und meinem Partner der Fall. Ich habe mir für die Kinder die Profis ins Boot geholt, mein Mann hat jedoch geblockt. Wenn jemand nicht bereit ist, auch an sich selbst zu "arbeiten" und die "Schuld" stets anderen zuschiebt, kann man es vergessen - meine Meinung. Gegen Manches kommt man nicht an, keine Chance. Da geht man schlimmstenfalls selbst baden - im negativen Sinn.

    Jetzt ist es so, dass ich eine "Wochenendbeziehung" führe, mit nahezu täglichen Telefonaten. Manchmal sagen wir uns nur ganz kurz "gute Nacht", oft aber erzählen wir uns gegenseitig den Tag von der Seele, hören ums gegenseitig zu, etc. Und an den Wochenenden sehen wir uns - manchmal aber auch nicht. Das reicht mir, und ich denke auch ihm, im Moment vollkommen aus. Ich genieße meine Freiräume, die "Zeit für mich", sehr, freue mich aber auch auf die Wochenenden. Wir sind beide beruflich und familiär gut eingespannt, haben beide unsere Hobbies, Dinge, die uns wichtig sind abseits von unserer Beziehung - aber auch gemeinsame Interessen. Gegenseitige "Verantwortung" für unsere Kinder oder die eigenen Baustellen, die ja nun mal jeder hat, übernehmen wir aktuell nicht. Aber wir hören uns zu, geben uns gegenseitig "Feedback" (schönes Wort, deswegen fand ich dein Post gutesTeam so klasse!). Das Schöne ist, er hat auch erwachsene und auch etwas jüngere Kinder, war zeitweise auch alleinerziehend, weiß also, wovon er spricht. Auch das macht es für mich so wertvoll.


    Vllt ändert sich das irgendwann, vllt läuft es tatsächlich irgendwann auch darauf hinaus, dass wir komplett "gemeinsame Sache" machen - wer weiß das schon? Es ist ja noch ganz "frisch". Im Moment kann ich mir nicht vorstellen, in nächsten 2 Jahren umzuziehen. Und es sind ja auch nur 50 und nicht 200 oder 600 km. Ich habe überhaupt nicht, in keinster Weise damit gerechnet und erst Recht nicht darauf "angelegt", jemanden kennenzulernen - und dann kam es einfach so... aber es ist gut so, wie es ist. Angenehmer Nebeneffekt: Wunden heilen, er kennt sie mittlerweile fast alle 🤭😖😒 - rennt aber nicht weg. 🥰😊🤣😉 Und er erklärt mir auch nicht, dass ich ein emotionaler Pflegefall bin, ganz im Gegenteil.

    Mein Sohn hat anfangs etwas "rebelliert", dass Herr Noch mit mir im großen Bett schlief und dadurch weniger Platz war, wenn er nachts gewandert ist. Eingeschlafen sind meine Kinder immer in ihren eigenen Betten, aber sie kamen nachts halt ab und zu rüber. Da gab es dann 4-Augen-Gespräche, die mein Sohn dann akzeptiert hat. Aber ab dem Zeitpunkt, als wir zusammen waren und erst Recht, nachdem Herr noch bei uns fest eingezogen war, waren die "Eckdaten" gesetzt. Herr Noch hatte auch seinen eigenen Bereich, ein eigenes Büro (allerdings im Keller, aber das reichte ja!) als Rückzugsort.


    So nahmen die Dinge Ihren Lauf. Zwei Jahre später sind wir dann in den Süden umgezogen - mit dem Einverständnis der Kinder. Wenn sie dagegen gewesen wären, hätte ich das nicht gemacht, keine Chance. Aber das waren sie nicht. Die Anfangszeit da unten war auch sehr schön. Freundinnen von mir sagen noch heute, dass die Kinder damals, am Anfang, gesagt haben, sie würden immer wieder runterziehen, es sei so genau richtig gewesen. Auch dies änderte sich jedoch, heute sehen sie es differenzierter und teils auch so, dass wir doch im Rheinland hätten bleiben sollen. Dass die Probleme größer waren, als vermutet und artikuliert, deutete sich zwar an - dies habe ich jedoch und wollte es wohl auch nicht sehen.


    Hinterher ist man immer schlauer.

    Diesen Stress hatte ich zum Glück nicht! Klar wurde sich mal darüber aufgeregt (so weit ich weiß, initiiert durch Frau Next), dass Herr Sohn keinen Schlafanzug dabei hatte.... aber Angst, man könnte mir die Kinder "nehmen", hatte ich nicht und brauchte ich auch nicht zu haben. Ich hatte das Riesenglück, dass meine Schwiegereltern voll und ganz hinter mir standen. Aber ich habe mich auch immer gut mit ihnen vertragen, auch sie waren lange so etwas wie meine "Ersatzeltern", nachdem sich meine leiblichen Eltern aus unserem Leben verabschiedet hatten.


    Auch finanziell wusste ich, dass ich aus dem Tief wieder rauskomme, wenn ich es schaffe den Gürtel ganz eng zu schnallen. Ich hatte ja meinen Job, sprich ein regelmäßiges, festes Einkommen.


    Mir hat gefehlt, von einem erwachsenen Menschen / Mann in den Arm genommen zu werden - und alles, was sonst noch "dazugehört". Vorm Einschlafen noch ein bissel zu knuddeln etc. pp. Und so hat es ja auch mit Herrn Noch angefangen. Wir waren lange einfach nur gute Freunde. Ich weiß noch, wie wir wie "Brüderchen und Schwesterchen" gemeinsam gekocht und anschließend auf dem Sofa irgendwelche Filme geschaut haben - er auf der einen Seite, ich auf der anderen Seite, mit Maximalabstand. Er hat im Lauf der Zeit dann auch mal bei uns geschlafen, wenn die Kinder nicht da waren. Ich in meinem Bett in meinem Schlafzimmer, er in einem der Kinderzimmer. In dem Moment, wo dann aber mehr draus wurde, sprich klar wurde, ok, wir sind zusammen, schlief er dann auch mal bei uns, wenn die Kinder da waren. Dann aber auch im "Elternschlafzimmer". Die Kinder mochten ihn damals beide und so stand es für mich auch nicht zur Debatte, die beiden zu "fragen", ob er im Schlafzimmer bei mir schlafen "darf". Das war dann halt einfach so.


    Alles andere (Gespräche, Dinge durchschwätzen etc) war über mein soziales Netz abgedeckt. Ich hatte (wenige) sehr gute Freundinnen, denen ich auch voll vertraut habe / vertrauen konnte und die mir durchaus auch mal die Meinung gesagt haben. Und ich war eh daran gewöhnt, alles alleine zu stemmen - auch das war nichts Neues.


    Als "Kindertaxi" hätte ich ihn damals gar nicht einsetzen können! Erstens hatte er kein eigenes Auto und auch kein Geld hierfür und zweitens darf er ausschließlich behindertengerecht umgebaute Autos fahren.


    Edit: Das ging erst, als er sein Auto zurück hatte. Das Auto hatte er bezahlt, lief auf seinen Namen, seine damals noch Noch-Frau nutzte es jedoch am Bodensee. Erst nachdem er ihr 50% des aktuelles Wertes als Entschädigung gezahlt hatte, durfte er es zu sich holen und selbst nutzen. Es war ja umgebaut, mal eben ein anderes Auto zu kaufen wäre mit deutlich höheren Kosten verbunden gewesen. Aber ich weiß noch, dass ich sehr gestaunt habe, dass er das Auto quasi ein zweites Mal zu 50% seiner Frau "abkaufen" musste - nur deswegen, weil sie es nutzte.

    Und ich weiß auch noch, dass ich echt stinkig war, in welchem Zustand sie es ihm übergeben hat: dreckig und kaputt. Da waren zuallererst rund 3000 € Reparaturkosten fällig. Das war (und ist!) eine Menge Geld! Darüber, was ich beim Saubermachen alles im Auto gefunden habe, mal ganz zu schweigen... 🙄 Aber gut, wer im Glashaus sitzt, sollte sich nicht beschweren. In meinem Auto fliegt auch einiges rum, was dort nicht hingehört. Nur: wenn ich mein Auto abgebe, ist es sauber und geputzt, darauf kann man sich verlassen.

    Ich werde nie vergessen wie es war, als das Fahrrad meines damals 9 oder 10jährigen Sohnes geklaut war. Ich hatte damals keinen Cent übrig, auch keine 20 € für ein gebrauchtes Rad. Mein Sohn und ich haben beide weinend auf den Eingangsstufen vorm Haus gesessen.


    Als wenige Monate später der Spüler den Geist aufgab, war das nicht wirklich schlimm. Wir drei haben halt ein paar Monate lang gemeinsam von Hand gespült und uns währenddessen ganz viel erzählt.


    Ich war finanziell nicht immer gut aufgestellt. Vllt weiß ich genau deswegen vieles zu schätzen.

    Die Frage ist, was man von einem neuen Partner "erwarten" (blödes Wort!) kann.


    Wenn man jemanden mit Kindern kennen lernt, ist von Anfang an klar, dass ... ja, was eigentlich?


    Ich habe mir damals (2012) gewünscht, dass Herr Noch - anders als es mit Herrn Ex war, mit uns gemeinsam was unternimmt, dass er - ganz doof gesagt - die Kinder auch mal von der Schule abholt, wenn ich beruflich voll eingespannt bin. Im Gegenzug hab ich mich um seine Belange gekümmert. Das war als "Geben und Nehmen" gedacht. In der Praxis hat vieles auch relativ gut funktioniert - bis zu unserem Umzug in den Süden. Dort stellte sich dann heraus, dass seine Baustellen dann doch deutlich größer waren als er bis dato gesagt hatte.


    Was erwartet man?


    Ich bin nach meiner letzten Erfahrung DEUTLICH vorsichtiger.


    Edit... vorsichtiger insofern, dass ich erst mal GENAU hinschaue und eben nicht sofort wieder Verantwortung einerseits abgebe und andererseits Verantwortung übernehme, die nicht meinem Bereich ist.


    gutesTeam: danke für dein Post!

    Aber was ist, wenn ein Elternteil blockt? Was ist besser? Der Spatz in der Hand oder die Taube auf dem Dach?


    Ich würde die Frau auch durchaus als alleine erziehend sehen. Denn schlussendlich liegt die komplette Verantwortung bei ihr.

    schöne, interessante Diskussion!_


    Was heißt eigentlich alleinerziehend.. 🤔


    Ich habe mich zu Zeiten meiner ersten Ehe, als die Kinder noch klein waren, allein-erziehend gefühlt. Und ich war auch alleine. Herr Ex war zwar zu gewissen Zeiten körperlich anwesend, ein "Wir" gab es jedoch nicht. Mir "wir" meine ich z.b. gemeinsame Verantwortung, gemeinsame Unternehmungen, gemeinsame Essenszeiten etc. Auf seinen Wunsch hin hatten wir getrennte Konten, wobei meins dauerhaft im Minus war. Usw. Usf.


    NACH der Trennung war ich zuallererst erleichtert. Es war für mich, als ob ich ein Kind weniger zu versorgen hatte. Weniger Wäsche, kochen, putzen, anders einkaufen etc. UND: ich hatte zumindest am Anfang JEDES zweite Wochenende FREI!!! Zeit für mich... klar war ich auch traurig, keine Frage. Das Problem waren jedoch eher die Finanzen. Seitdem war mein Konto übrigens nie mehr in den Miesen. Aber es war auch nicht immer einfach, alle Bedürfnisse unter einem Hut zu bekommen. Ich hatte zwei Kinder mit unterschiedlichen Freizeitvorlieben. Da musste ich manchmal ziemlich jonglieren.


    Dann kam die Beziehung mit Herrn Noch. Diese war anfangs (vermeintlich) eine Erleichterung. In der Rückschau sehe ich das anders. Später war diese Beziehung ein Klotz am Bein, aus der ich mich nicht rechtzeitig gelöst habe.


    "So wirklich allein-erziehend" sind für mich Menschen, die tatsächlich auch auf eigenen Beinen stehen, finanziell und emotional. Aber da gibt es viele Abstufungen.