Beiträge von Jannne

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    Das ist eine ganz andere Auffassung von "Augenhöhe", als ich sie habe. Sie ist, so habe ich den Eindruck, geprägt von Deinen eigenen Erfahrungen - und daher ein sehr spezielles Verständnis. Für mich hat Augenhöhe sehr viel zu tun mit gegenseitigem Respekt, gegenseitiger Anteilnahme und ja, Interesse am Gegenüber - was ihn als Mensch ausmacht und - gegenseitiger Annahme.


    Mein Eindruck: Deine Erfahrungen aus der eigenen Vergangenheit, gepaart mit dem Drang, das rational zu erfassen (an sich nicht schlecht, aber die Gedanken scheinen sich im Kreis zu drehen) führen dazu, dass Du Dir selbst im Weg stehst. Ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber das klingt für mich nach einem sehr belasteten Leben. Da würde ich Dir viel mehr Leichtigkeit und Optimismus wünschen, als ich das gerade von Dir wahrnehme.


    Ob da wirklich "alles gut" ist?

    Nein, aktuell ist gar nichts gut... und ich denke, das ist der Hauptgrund, warum ich immer wieder so am Rad drehe.


    Es gibt immer noch sehr viel zu klären, zu regeln. Die Menschen, die wirklich Bescheid wissen und die Details kennen, sagen alle, dass sie mit mir nicht tauschen möchten. Ich übrigens auch nicht.:D


    Beruflich lässt der Druck nun langsam nach, es konnte alles in gute Bahnen gelenkt werden. Meinen aktuellen Arbeitsplatz übergebe ich "sauber" und geklärt - aber ich habe "Prügel" für Dinge abbekommen, die schlichtweg nicht ich verbockt habe. Aber es hat enorm Zeit und Kraft gekostet.


    Privat musste ich letzte Woche erneut die ganz harten Bandagen auspacken (Anwalt, Notar, Bank), damit Herr Noch seine vertraglich vereinbarten Verpflichtungen bezüglich der Immobilie einhält. Gleichzeitig spielt er mal wieder mir gegenüber mit Drohungen a la "Ich könnte ja morgen sterben und dann hast du ein echtes Problem!" Dies ist nun wirklich die absolut unterste Kante, wenn man bedenkt, dass es Menschen gibt, die wirklich um ihr Leben kämpfen, er jedoch lediglich seine Bequemlichkeit erhalten will und um Aufmerksamkeit buhlt. Das ist nichts Neues, es ist eins seiner alten "Muster", andere mit derartigen Drohungen und seinen Pseudo-Krankheiten dahin zu bringen, dass sie nach seiner Pfeife tanzen. Auch bei mir hat das über die Jahre hinweg sehr lange sehr gut funktioniert, weil ich es nicht geblickt habe.


    Und da muss ich mit dem Verstand ran und reflektieren. Mit Mitgefühl, "Gefühlen" generell würde ich nicht weiterkommen. Dann würde der ganze Krempel auch in einem Jahr genauso liegen bleiben wie in den letzten 1,5 Jahren. Es hilft einfach nur ganz massiver Druck, den ich aufbauen und vor allem auch aufrecht erhalten muss. Aber auch das kostet Kraft, weil es eigentlich nicht "meins" ist. Anwaltliche Schreiben und selbst offizielle Klagen interessieren ihn nicht, im Gegenteil, er macht sich darüber lustig. Ich habe das lange genug im Zuge der gerichtlichen Auseinandersetzungen hinsichtlich seines Sohnes und seiner Exfrau erlebt. Wenn ich wirklich weiterkommen und das Ganze irgendwann mal zum Abschluss bringen will, muss ich da anders vorgehen: Fakten schaffen, im Frühjahr habe ich ihm einen Makler nach dem anderen auf den Hals gehetzt, bis er mal kapiert hat, dass seine Sicht der Dinge absolut rein gar nichts mit der Realität und den allgemeingültigen rechtlichen Vorgaben zu tun hat. Genau das würde auch jetzt wieder losgehen, wenn ich nicht aufpasse. Und ja, das belastet enorm. Ich möchte endlich Ruhe haben.


    Dann kommt noch der Umzug, Dinge, die ich im Rahmen des Ortswechsels klären muss, meine Kinder sind auch noch irgendwie "da" und möchten ab und zu zumindest mal mit ihrer Mutter reden, haben auch ihre Sorgen und Nöte, etc. pp. Ich bin mal wieder absolut an meinen Grenzen und fühle mich total zerquetscht.

    Das ist für mich keine Frage des Alters, sondern eine der Emanzipation, und der (persönlichen) Freiheit. Wenn ich in der Lage bin, alleine zu leben, dann "brauche" ich keinen Partner, um zu (über)leben. Und das sind nach meiner Überzeugung die besten Voraussetzungen für eine Partnerschaft auf Augenhöhe.

    Weiß ich nicht.... ich sehe das etwas anders. Aber du sprichst genau das an, was ich meine.


    Vorweg: Ich habe zumindest finanziell auf Wunsch des KV und meiner Eltern, speziell meiner Mutter, immer auf eigenen Beinen gestanden. Ich kann mich sehr gut daran erinnern, wie mir Herr KV mal "vorlatzte", dass ich im Falle einer Trennung von ihm keinen Cent zu erwarten hätte. Woraufhin ich ihn angeschaut und mit hochgezogenen Augenbrauen geantwortet habe: "Und?"


    Das war noch bevor ich meinen Hund bekommen habe, die Kinder waren also maximal 5 und 9 Jahre alt.


    Auch emotional war das nicht viel anders. Ein "Familienleben" hatten wir maximal im Urlaub, wobei es da nicht wirklich viele Urlaube gab, weil ich mich irgendwann geweigert habe, die Urlaube zu organisieren. Für mich war das kein Urlaub. Irgendwann haben wir dann halt aufgehört, In den "Urlaub" zu fahren. Es tut mir heute wahnsinnig leid, dass ich nicht damals schon das Geld hatte, mir einen Wohnwagen zu kaufen und mit den Kindern alleine wegzufahren. Heute würde ich das tun, und es wäre mir vollkommen gleichgültig, ob Herr KV das gut findet oder nicht. Damals dachte ich noch, "Mensch, schade, eigentlich gehört er doch auch zur "Familie"?!" Und irgendwie wollte ich auch, dass Herr KV als "mein Mann", als Vater unserer gemeinsamen Kinder mit dabei war. Heute denke ich, genau das war der Fehler im System. Es hätte mir damals schon egal sein sollen, ob er mitkommt oder nicht. Er hat sich ja sonst auch aus allem herausgezogen.


    Insofern war ich immer "emanzipiert". Aber DAS war ja irgendwie auch nicht "richtig", nicht in Ordnung.


    Noch einmal: Ich brauche keinen Partner, um zu (über)leben. Echt nicht. Es geht alles. Und ich möchte eine solche Partnerschaft auf (vermeintlicher) Augenhöhe (ich würde es eher Gleichgültigkeit nennen), frei nach dem Motto: "Wenn man sich sieht, schön, wenn nicht, auch gut!", dieses "Ich & Ich" mit allen persönlichen Freiheiten anstelle eines "Wirs" auch nicht führen. Bei sowas bekomme ich ganz massivste Fluchtgedanken. Dann lieber alleine.

    8) Und genau das, kann zu dem werden, dass er dich dann nie wieder loslässt und zu deinem Leuchtturm im Leben wird. Ach und das Schlimmste... ohne ihn kann ich nicht einschlafen, döse nur, er muss neben mir liegen sonst wird das nüschts. 😅

    Schön wärs...


    Alleine schlafen habe ich mittlerweile gelernt - wäre auch schlimm, wenn es anders wäre.


    Was ich oben geschrieben habe ("Damals hat mir auch nichts gefehlt") stimmt nicht ganz. Das Dasein als Alleinerziehende ist anstrengend. Vor allem, wenn man keinerlei familiäre "Rückendeckung" hat und alles an einem selbst hängt. Wenn eben nicht Mama, Papa, Oma, Opa, Onkel, Tante, Geschwister oder sonstwer da ist, der einem bei der Kinderbetreuung hilft, wenn man wirklich für jede Stunde Kinderbetreuung ZAHLT. Das war in der Tat schwierig.


    "Fahrdienste" kann man organisieren, ohne ein soziales Netz ist man aufgeschmissen. Aber ich weiß noch sehr gut, wie schwierig es manchmal war, nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag heim zu kommen und es ging nahtlos und ohne Pause weiter. Wie müde ich oft war. Es geht mir noch heute so, dass ich in die Wohnung reinkomme und sofort "in Aktion" bin bzw. bleibe. Meine Freundinnen meinten immer "Warum setzt du dich nicht erst mal hin und trinkst nen Tee und entspannst ne Runde?" Aber das sind Überbleibsel von damals. Mein Tag war strikt getaktet und das über Jahre hinweg.


    Klar genieße ich es auch, heimzukommen und meine Ruhe zu haben - es ist immer tagesformabhängig. Aber manchmal ist da auch wirklich die krasse Ablehnung, das "ich mag jetzt echt nicht in die Wohnung fahren" und so kommt es, dass ich dann nach einem Arbeitstag von 7.30 bis 19.30 Uhr noch mal eben einkaufen fahre und dann auf dem Parkplatz im Auto am Handy sitzend irgendwelche Spiele (Phase 10) spiele - eben weil ich keinerlei Ambitionen verspüre, in die Wohnung zu fahren. Obwohl die Wohnung an sich sehr schön ist. Aber das gibt mir nichts. Der Fernseher war noch nie mein bester Freund und sonst ist da nicht viel, warum es sich lohnt, in eine leere Wohnung zu fahren. Das ist kein "nach Hause" kommen.


    Das, was ich jetzt lebe, habe ich mir so nun wirklich nicht und niemals gewünscht. Ich habe mir stets ein "wir" und "gemeinsam" gewünscht. Mit meinen Kindern hatte ich dies und insofern war das vollkommen okay. Nun sind sie groß und selbstständig, gehen ihre eigenen Wege und das ist auch gut und richtig so. Mich hätte man mit 18, 19 oder 20 auch nicht aufhalten können. Es ist wie es ist aber manchmal frage ich mich tatsächlich, ob ich überhaupt noch in der Lage bin... sozusagen zu vertrauen, mich tatsächlich auf einen anderen Menschen zu "verlassen" (obwohl ich mir das sehr wünsche). Denn: ich habe immer einen Plan B.


    Edit: und was auch immer irgendwie "gefehlt" hat, war jemand, der "mitdenkt", auch mal Verantwortung übernimmt. Jemand, mit dem man sich austauschen kann, der zuhört und dem man selbst auch zuhören kann. Der dann einspringt, wenn es "brennt", genauso wie man selbst einspringt, wenn es beim anderen eng wird. Dem man wirklich "vertrauen" kann, wenn einen etwas beschäftigt, was durchaus über das hinausgeht, was man Freunden oder Bekannten erzählt. Es gibt z.B. Berufe, die der Dienstschweigepflicht unterliegen und da wird es dann happig. Ein Partner hat da rein theoretisch zumindest (sofern er den Nerv dazu hat...) eine andere "Wertigkeit". Da ist eine andere Basis - sozusagen. Ob es das wirklich gibt - keine Ahnung. Aber so sollte es sein - zumindest aus meiner Sicht. Und das ist etwas (unter anderem), was Freunde / Freundinnen einem niemals ersetzen können. Und ein Hund schon mal rein gar nicht.


    Vom "Leuchtturm" und nicht schlafen können mal ganz abgesehen.


    Aber heutzutage ist es ja schon fast ein Affront, eine Zumutung, wenn man zugibt, dass man sich so etwas durchaus "wünscht". Heutzutage (oder in meinem "Alter"?) ist es extrem wichtig, auf den eigenen Beinen zu stehen, unabhängig zu sein, niemanden zu "brauchen", sich bloß nicht "abhängig" zu machen, den anderen ja nicht zu sehr zu "fordern" und ihm erst Recht nicht auf den Zwirn zu gehen. Und das finde ich ehrlich und sehr deutlich gesagt: armselig.


    Früher habe ich in diesen Thread nicht reingeschaut, weil mir das alles viel "zu hoch" war. Aber die Zeiten ändern sich - oder auch man selbst?!

    Ganz kurz noch (ich muss gleich ins Büro...):


    Ich denke, es ändert sich auch mit der Zeit und in den unterschiedlichen Lebensphasen.


    Als meine Kinder klein waren, hätte mich diese Diskussion in keinster Weise interessiert. Ich war zwar eh immer "alleine" unterwegs. In der Nachbarschaft war ich die "alleinerziehende Verheiratete". Weder Herr KV noch Herr Noch hatten ein besonderes Interesse an einem Familienleben oder an gemeinsamen Unternehmungen mit den Kindern und mir. Herrn KV war das insgesamt zu viel, zu anstrengend, er wollte am Wochenende lieber seine Ruhe haben und am Rechner sitzen und spielen, Herr Noch kam nicht damit klar, dass da zwei Kinder waren und er mich quasi mit ihnen "teilen" musste. Dadurch, dass er dann regelmäßig schlechte Laune verbreitet hat (und mehr, teils kamen genau da auch die körperlichen Aggressionen), sind wir zu dritt (ich und die Kinder) halt alleine losgezogen. Und wenn die Kinder keinen Bock hatten, habe ich mich halt mit anderen verabredet oder bin ganz alleine losgezogen. Ich schreibe das nicht, um Mitleid zu heischen oder so - es war einfach Fakt. Und damals hat mir auch nichts gefehlt.


    Vielleicht sind es die Wechseljahre, vielleicht ist es sonstwas, aber so wie es aktuell ist... ist es okay. Ich habe meinen Beruf, in den ich mich voll reinhänge. Aber ob mir das für den Rest meines Lebens reicht, wage ich zu bezweifeln.

    Hach ja... die leidige Partnersuche... und dann die "Ansprüche" von außen (aber auch die eigenen!). Wer nicht ins "Raster" passt , hat es per se schon mal schwerer. Zu groß, zu klein, zu dick, zu dünn, zu "intelligent", zu "doof", zu "stark", krank, eingeschränkt usw. usf. Das wird dann eine Mammutaufgabe, viele wünschen sich die eiermilchlegende Wollmilchsau und übersehen nicht nur, dass der Spatz in der Hand manchmal deutlich "besser" ist als die Taube auf dem Dach, sondern auch, dass man selbst vielleicht nicht unbedingt das "mitbringt", was der andere sich letztendlich "wünscht". Es ist also die Suche nach der Nadel im Heuhaufen .;)


    Ich habe dieses Jahr Monate und viele Gespräche und Diskussionen mit einem guten Freund "gebraucht", um auch für mich klar sagen zu können: "Ich mag nicht dauerhaft alleine / Single bleiben". Ich mag diesen Gedanken, abends eben nicht alleine vor dem Wohnwagen zu sitzen und mein Radler zu trinken, ganz einfach nicht komplett und vollständig aufgeben. So "bedient" bin ich auch nach wie vor nicht und werde es vermutlich auch niemals sein. Irgendwann früher oder später wird das auch wieder kommen.


    Aber nie wieder auf der Basis, dass der eine den anderen kleiner macht als er ist oder den anderen grundlegend verändern möchte. Sondern wenn, dann - positiv formuliert - auf der Basis, dass man sich gemeinsam "entwickelt" und dass man sich gemeinsam etwas "aufbaut". Das meine ich gar nicht mal im materiellen Sinn. Aber dass man sich nicht aus den Augen verliert. Beziehung kann wunderschön und stützend sein, aber Beziehung ist immer auch ein Stück weit Kompromisse eingehen und auch "Arbeit". Wobei ich auch den Begriff "Arbeit" nicht von vornherein negativ sehe, Arbeit kann durchaus auch Spaß machen und Freude bereiten. Aber dazu gehören nun mal zwei.

    Dieses sich im Kreis drehen, nicht mehr aus den Gedanken herauszukommen, ist ein Teil der Depression. Eine Depression kann viele Ursachen und "Gesichter" haben. Und sie ist für andere (und auch für einen selbst?) schon ein "Mysterium".


    Handtuch werfen ist nicht ;), gibbet nicht! ;) Du kommst da auch wieder raus - auch wenn du es momentan vielleicht nicht siehst.

    Mir gings doch früher auch nicht viel anders... Klar habe ich die Kinder vermisst, wenn sie bei ihrem Vater oder den Großeltern waren. Aber schlussendlich habe ich es genossen, wenn ich mal Zeit für mich hatte.

    Danke Witchmaster für dein Verständnis!


    Demnächst sind es keine 550 km mehr und darauf freue ich mich wie sonst was. Wenn es mir dann so wie gestern Abend geht, kann ich mir eins meiner Kinder krallen (oder auch jemand anderes?!) und einfach mal ne Runde essen gehen oder so. Hier fühle ich mich wie "abgeschnitten". Es ist nicht so, dass ich hier niemanden kenne, ganz und gar nicht! Ich "habe" auch hier "meine Leutchen". Aber die meisten sind familiär so eingebunden, dass es halt schwierig ist, man muss aufpassen, dass es nicht zu viel wird und fühlt sich trotzdem immer wieder wie das fünfte Rad am Wagen.


    Es gibt hier durchaus Menschen, die verstehen, was ich meine und auch, warum das so ist. 25 Jahre lang hat sich zwar längst nicht alles, aber doch vieles um die Kinder gedreht. Nun sind sie erwachsen und stehen auf eigenen Beinen - und sind vor allem so verdammt weit weg. Demnächst sind es nur noch plusminus 50 km, die kann man mal eben auch mal fahren. Abgesehen davon kenne ich im Rheinland auch nach 7 Jahren Bodensee immer noch mehr Menschen auch in "meinem Alter", mit denen ich was unternehmen kann und die einfach ähnliche Haltungen und Einstellungen haben wie ich.


    Noch 6 Wochen - ich freu mich total!!!

    Hast du mal durchs Netz zwecks Schilddrüse gelesen? Jeder hat aein Wohlfühlwert...nur weil der Arzt sagt, die Werte liegen im Normbereich, heisst das lange noch nicht, dass es der richtige Wert für dich bzw. deinen Körper ist. I

    Richtig.


    Ich wünsch dir einfach, dass du aus dem Loch schnell und gut wieder herauskommst!

    Was wirklich übel ist... ist nach einem Hammertag (den ich heute hatte) in eine leere Wohnung zu kommen und mit niemandem reden zu können. Eben weil es da um Dinge geht, über die man eigentlich nicht sprechen darf. Andere haben Partner, eventuell auch Familienangehörige, bei denen man einfach mal Dampf ablassen kann oder wo man sich einfach auch mal fallen lassen kann - wie auch immer. Das fehlt sehr.


    Freunde sind da kein Ersatz. Und Hunde erst Recht nicht. Ich wäre jetzt auch viel zu k.o., um noch mit einem Hund rauszugehen.


    Jetzt unbedingt auf Biegen und Brechen noch rumzuknutschen bräuchte ich jetzt auch nicht. Höchstens ne Runde Sofakuscheln oder so. Aber dieses in eine leere Wohnung kommen und alles ist ruhig, nichts lenkt einen ab - da weiß ich nicht, ob ich mich da jemals dran gewöhnen kann.

    Liebe Urtica,


    das alles ist schon ein "Brett", das ganz schön schwer ist. Aber du wirkst reflektiert, bist dir deiner Gefühle bewusst und kannst sie artikulieren. Das ist deutlich mehr, als ich vor 1,5 Jahren konnte. Mich würde schon interessieren, um was für eine Art Persönlichkeitsstörung handelt, aber das frage ich dich dann irgendwann mal per PN.


    Erst mal freue ich mich, dass das Medikament Wirkung zeigt! Das ist ein Schritt in eine gute Richtung. Ich schreibe bewusst nicht die "richtige" Richtung, denn: was ist schon richtig oder falsch? Auf jeden Fall geht es vorwärts und das ist schon mal gut. :thumbup:


    Ich kann deine Traurigkeit nachvollziehen. Ähnliches gilt für die Co-Abhängigkeit.


    Hilfe von außen hat mir geholfen. Aber es gibt Unterschiede. Wichtig ist, dass man jemanden findet, mit dem man die vielgerühmte "therapeutische Beziehung" auch eingehen kann. Da ist dann zunächst die Frage, ob man besser zu einem männlichen oder einem weiblichen Therapeuten geht. So ein wenig kann man ja vorab "sortieren".


    Bei mir war es so: Ich wollte nie zu einem Mann und ich hab innerlich Kakao geschrien, als ich einem Mann zugeordnet wurde. =O Letztendlich war er für mich aber genau das Richtige. Als ich später urlaubsbedingt zu einer Frau kam, bin ich nicht weitergekommen, viel schlimmer: ich bin in meine alten Verhaltensweisen zurückgefallen. Für mich gilt also: ich "muss" zu einem männlichen Therapeuten oder einer weiblichen Therapeutin, die ziemlich "männlich" drauf ist. Auch wenn mir das unglaublich schwer fällt. Komme ich aber zu einer weiblichen Therapeutin, rutsche ich sofort in meine alten Verhaltensweisen rein, mutiere zum Kleinstkind und gleichzeitig der Erwachsenen, die dann "sagt": "Ich brauche niemanden, ich schaffe das auch alleine!" Vor allem, wenn diese Therapeutin (ich denke da gerade an "Frau Chefarztgattin":rolleyes:) mir sagt, ich solle mich zusammenreißen. Dann funktioniere ich wie ein Uhrwerk - und komme an das, worum es eigentlich geht und wo es wirklich weh tut, nicht dran. Dies ein bissel zur Erklärung.


    Ich drücke dir also ganz fest die Daumen, dass du zeitnah den oder die richtige Therapie eingehen kannst!


    Und ja: auch ich fände es klasse und durchaus auch gerechtfertigt, wenn dieser Thread "anderswo" (etwas "geschützer") landen könnte.


    Und noch was: man kann es durchaus schaffen. Ich habe gestern Fotos von meinen Kindern, die mittlerweile selbstständig ihren Weg gehen, bekommen. Diese Fotos haben mich sooooo stolz gemacht. Es waren harte Zeiten, auch bei mir war längst nicht alles das reinste Zuckerschlecken, auch wenn ich das früher nie so gezeigt habe. Und vor allem mein Sohn, aber auch meine Tochter haben ihre "Böcke" gedreht. Man darf nur nicht aufgeben.

    (...)


    Durch räumliche Distanz die Spannungen die Euer Patchworkkonstrukt so mit sich bringt zu lösen, halte ich gar nicht mal für den schlechtesten Ansatz.


    vg von overtherainbow

    Sehe ich auch so.


    Den ersten Satz habe ich mal rausgenommen, aber er steht ja oben.