Beiträge von Volleybap

Die Registrierung ist wieder eröffnet! Wir begrüßen euch recht herzlich bei uns im Forum!

    Ich sag das mal so: Meine Ex hat den Thermomix unbedingt haben wollen. Als sie auszog, wollte sie ihn nicht mitnehmen. Ich habe dann damit eine zeitlang den Gemüsebrei für den Jüngsten gekocht, später die ein oder andere Suppe und natürlich (Kuchen)Teig damit gemixt - wenn er schon mal da war.

    Bei der "Vermögensauseinandersetzung" ist er dann zur Ex gewandert. Viel später habe ich ihn dann im ein oder anderen Haushalt des Nachwuchses gesehen. Er sei ganz toll - wurde aber weiter gereicht unter den Geschwistern. Jetzt "hat" ihn eines der Kids und hält ihn für absolut unersetzbar. Flog aber als erstes raus aus den Umzugssachen, als nicht alles mitgenommen werden konnte. Steht jetzt hier wie manch andere Sachen, die man unbedingt haben muss, aber aus irgendwelchen Gründen dann doch nicht einsetzt, im Keller. "Ich komme den holen, sobald es möglich ist!" - Jaja.

    Aber wir hatten doch abgesprochen, dass Du dieses Jahr einmal aussetzt mit dem Geburtstag - wg. Tauziehen:/.

    Na gut, wenn sich das halt nicht verhindern lässt: Nachträglich alle guten Wünsche, immer eine ordentliche Internetverbindung auf die andere Erdhalbkugel zum Tochterkind, einen zuhörenden und empathischen Chef und Klienten, die gerne mitziehen. Und natürlich, dass das kommende Jahr wie all die nachfolgenden immer einfach ein bisschen besser wird ...


    Ganz ganz liebe Grüße!

    Bis 18 Jahre haben die sorgeberechtigten Eltern die gesetzliche Aufsichtspflicht. Ab 14 Jahre darfst du mit dem Kind zur Einübung von Selbstständigkeit Alleinphasen offiziell erproben. Vorher ist es zwar stundenweise üblich (ab 12), wenn was passiert aber immer Verletzung der Aufsichtspflicht.

    Hier im Fall - abgesehen vom Alter, das nicht bekannt ist - ist die Frage, ob das Alleinsein beim Vater ausreichend trainiert ist.

    Das von dir zitierte Urteil ist mutmaßlich ein Urteil nach dem Strafgesetzbuch. Schadenersatz jedoch wird nach dem Zivilrecht entschieden. Heißt: Die Schadenersatzorderung musst du für Sohn, aber auch für dich privat gegen den Täter und je nach Umständen, in welchem Rahmen die Straftat geschehen ist, zB gegen den Arbeitgeber (Schulträger bei Schule oder Kirche etc.) stellen oder gegen den "Träger", zB Sport-Verein etc. Hier hilft das Urteil des Strafgerichts!


    Bei einem Schadenersatz geht es einem selbst ja oft eher weniger "ums Geld", sondern gerade auch um Anerkennung eines Schadens, um "Gerechtigkeit". Allerdings heißt eine Forderung vor Gericht auch, dass vieles nochmals auf den Tisch kommt.

    Zuerst auch hier noch einmal ein Welcome. Trennung mit Kids und der Umgang mit den enttäuschten Erwartungen ist immer emotional schwierig und in der Regel ein finanzielles Desaster und meist für die Kinder eine schwierige Zeit. Da sind so viele Dinge zu berücksichtigen, dass man manchmal nicht weiß, wo einem der Kopf steht. Und dreht man an der einen Stellschraube, verändern sich oft Dinge an ganz anderer Stelle. Das Gesamte im Blick zu behalten, ist ungeheuer schwer. Hier im Forum findest Du in zahlreichen Threas, wie andere vorgegangen sind und dann meist, wo sich Probleme entwickelt haben. Das ist vielleicht lehrreich.


    jetzt zu Deinen Fragen: Ein paar Anmerkungen hier "in grün":

    Und jetzt: Dir vor allem viel Kraft, alles im guten Sinne auf die Bahn zu bringen!

    Hallo Claudia,


    zuerst noch einmal ein Welcome.

    Dann eine Nachfrage: Wie und warum ist es zum begleiteten Umgang gekommen?

    Und wenn "jemand" den angeordnet und bewilligt hat: Was sollte mit dem begleiteten Umgang erreicht werden?

    Daraus folgt dann die Frage: Ist das Ziel erreicht worden (und wer überprüft das?)


    Will sagen: Eigentlich geht es nicht, dass der begleitete Umgang jetzt aussetzt und du dich für alles verantwortlich fühlst. Da muss Ex ran oder die Personen, die ihn betreuen. Und dir dann Vorschläge unterbreiten.

    Wenn das nicht passiert, gibt es halt keinen Umgang.

    Hallo Medienmacherin,


    danke für den Aufruf und vor allem, dass hier Ross und Reiter - Bayerischer Rundfunk und das Politmagazin Kontrovers - genannt werden. Das schafft vielleicht ein Basisvertrauen.


    In der Sache kann es aber passieren, dass hier keine oder kaum eine Rückmeldung kommt. Euer Anforderungsprofil ist schwierig. Wenn Familien ein Problem haben, dann ist es in der Regel die Zeitorganisation, also die Verknüpfung von Kinderbetreuung und Arbeitszeit. Bei Alleinerziehenden potenziert sich das. Gerade weil man oft keine Chance hat, das Zeitproblem in den Griff zu bekommen, müssen unterbezahlte Jobs ggfls. deutlich unter dem Level der erworbenen Ausbildung angenommen werden.

    Bedeutet auch: AEs sind im Vergleich zu Singles, Paaren oder Paaren mit Kind diejenigen, die als Letzte "auf die Schnelle" einen zweiten oder gar dritten Job annehmen können. Sie sind zwar statistisch die bedürftigste Bevölkerungsgruppe, aber die letzte, die aus dem Stand einen Zusatzjob einfach draufsatteln kann.

    Inflation wie jetzt bedeutet in der Regel, einfach mit weniger auskommen zu müssen. Bis Sozialgelder nachgelegt werden, der Unterhalt steigt nach Düsseldorfer Tabelle etc. vergeht einfach Zeit. Und AEs können nur ganz schlecht im Gegensatz zu anderen einfach einen Zusatzjob suchen und annehmen, weil dann der Nachwuchs nicht betreut ist.


    Aber vielleicht findet sich hier ja doch "ein Glückkind", das auf diese Art zuverdienen kann aus dem Stand. Somnst eher die, die das nicht können ...

    Die Gewerkschaft Verdi hat für morgen (Mi 11.5.) und/oder übermorgen (Do 12.5.) bundesweit erneut zu ganztägigen Warnstreiks in kommunalen KiTas und Horten aufgerufen. Betont wird, dass es diesmal keine Notdienste geben soll wie vergangene Woche, damit alle betroffenen Eltern Alternativen suchen müssen und damit der Druck auf die Arbeitgeber erhöht würde.

    Wenn Tochterkind bei so einem Familienbesuch mitfährt, das wäre grundsätzlich schon gut. Aber wie immer liegt der Ball beim Elternteil im Feld: Was gedenkt der Vater denn zu tun, um Tochterkind so zu begeistern, dass sie mit Freude mitfährt?

    Der zitierte Druck ("sie muss aber gefälligst") ist bei Teenagern ausgesprochen kontraproduktiv.

    Und wenn die Tochter schon nicht mal beim normalen Umgang übernachten will, muss man schon ganz schön abgehoben nur auf den eigenen Bauchnabel gucken, wenn man meint, das würde sich bei so einem vom oben herab befohlenen "Familienurlaub" plötzlich ändern.


    Hier muss der Vater liefern und Überzeugungsarbeit leisten. Nicht mehr, nicht weniger.

    Ein Grund zur Freude und Dankbarkeit: Gerade kam der elektronische Forenhinweis: Das AE-Forum steht kurz vor dem 2,1millionsten (gezählten) Posting: 2.099.968 Beiträge (Stand 9.5. 2022, 12 Uhr) sind es im Augenblick.

    Kinder groß zu bekommen, ist schon für Paare beileibe nicht einfach. Aber alleinerziehend ist es neben allem Schönen eine hohe Belastung, die an die Grenzen geht und oft darüber hinaus.


    Es ist nur ein Tag, der heutige Muttertag. Einer von 365 im Jahr. Und trotzdem: Ein Tag, um zu loben und Bewunderung zu zeigen. Für die Leistung, die da erbracht wird - man lese nur die Threads hier im Forum, um das zu wissen. Für die Fürsorge, das Kümmern - man lese nur die Threads hier im Forum.

    Mutmasslich bringen AEs die größte Leistung aller Elternkonstellationen. Auf jeden Fall bekommen sie den geringsten Dank (weil da meist kein Partner ist, der es sagt oder die Kids darauf hinweist.)

    Darum wenigstens hier eine grosse Anerkennung für das, was Du da 7/24 leistest. Verbunden mit dem Wunsch, dass jederzeit die Kraft reicht in den kommenden 12 Monaten und nichts passiert - denn als AE hat man ja nicht nur die große Verantwortung, sondern oft auch nur ein sehr grobmaschiges Sicherheitsnetz.


    Ich wünsche Dir ein fröhliches und mutiges Vorangehen in der kommenden Zeit, das nötige Glück und die Bewahrung vor dem Ungemach, das einem begegnet.

    Letztendlich wird Dir und Euch das alles nicht helfen, wenn der Ex so drauf ist. Da geht es ja weniger um das Anerkennen eines Rechtsstatus, sondern wohl darum, sich an der Trennung und an Dir und Deinem Sohn abzuarbeiten. Insofern wird er immer Dinge finden, die er zum Anlass nimmt.

    Unterhalt/Geld ist da natürlich eine fiese Sache für den Sohn.


    Im Grunde musst Du Dir/Ihr Euch überlegen, an welcher Stelle Ihr den Krieg führen wollt: "Krieg" wird es sowieso geben. Aber muss es um den Schulnachweis gehen (und damit um die stillschweigende Unterstellung, Sohn wäre ein potentieller Schulabbrecher - was für eine Botschaft für den Jungen) ?

    Oder gibt es andere Stelle, die einfacher wegzuatmen wären?

    Als "hoher Beamter" wird es Euch der Vater nicht leicht machen. Selbst wenn er persönlich emotionalisiert ist, wird er genau wissen, wo er ansetzen muss, um nicht "völlig doof" zu scheitern. Seine Argumente und Forderungen werden nicht "sofort" von der Hand zu weisen sein, befürchte ich.


    Es ist ja erschreckend zu sehen, was hier nach nunmehr 15 Jahren noch an Wut in der Seele vom Vater brennt. Das ist schon ungut.

    Jep. Beistandschaft ist erschlossen. Beistandschaft ist aber nicht "Titel". Der "Titel" ist ein Dokument. Vom Gericht angeordnet (Unterhaltsverfahren) oder vom Jugendamt erstellt und vom Vater unterschrieben. Ist das vor 15 Jahren geschehen? Könnte der Titel beim Jugendamt liegen?


    Dem Vater kann man nur sagen: Die Schulbescheinigung gilt für die offiziell auf der Bescheinigung angegebenen Laufzeit.

    Wenn ihm das nicht passt, kann er sicherlich vor dem Verwaltungsgericht darauf klagen, dass Verwaltungsbescheide in der Laufzeit erneut ausgestellt werden müssen bzw. ungültig werden ...


    Was jedoch stimmt: Sohn müsste mitteilen, wenn er die Schule schmeißt. Nur: Das ändert erst einmal nichts an der Unterhaltspflicht des Vaters.

    Wenn Sohn die hand hebt und sagt: "Orientierungsphase", dann steht ihr als Eltern für eine gewisse Zeit - mindestens sechs Monate - auch weiter im Senkel. Da ein Schuljahr sechs Monate umfasst und damit wohl auch die Schulbescheinigung, kommt der Vater aus dem Unterhalt nicht raus, egal, wie er die Sache dreht.

    Ach, dann geh den einfachen Weg: Scann die Schulbescheinigung ein, mail sie ihm alle zwei Monate erneut zu. Sie ist ja für den Verlauf des in der Beischeinigung angegebenen Zeitrahmens rechtlich gültig.



    Ansonsten suche Dir den Titel einmal heraus. Sehr oft sind die Titel ohne zeitliche Begrenzung vom Jugendamt bzw. vom Gericht gesetzt. Aus gutem Grund: Mit 18 ändert sich nur die Form und der Berechnungsmodus des Unterhalts (so wie ab 6 und 12 Jahre, mit 18 nur etwas größer), aber nicht die Unterhaltspflicht. Die endet per Gesetz nach der ersten Ausbildung/mit 25/spätestens mit 27. (und bei Bedürftigkeit nie, aber mit höheren Selbstbehaltfreibeträgen ...). Unterhaltsende mit 18 ist also nur eine willkürliche Zahlungsgrenze (wenn Sohn zb mit 16 in eine Ausbildung gegangen wäre mit entsprechend hohem Einkommen oder auf der Baustelle gejobbt hätte, wäre da die Unterhaltspflicht schon weggefallen ...) Einzig neu bei "18" ist, dass der Unterhalt jetzt direkt aufs Konto des Volljährigen zu zahlen ist (und der Betreuungselternteil nicht mehr der rechtliche Vertreter und damit "Eintreiber" der Summe ist. Das muss offiziell der Sohn selbst machen. Das zumindest hat der Vater mit seinem Schreiben kapiert ...)


    Habt Ihr denn schon eine Neuberechnung gemacht? Du bist ja jetzt auch "barunterhaltspflichtig". Das heißt, Dein Einkommen und das des Vaters werden addiert. Dann wird der Unterhalt anhand der Düsseldorfer Tabelle anhand des Gesamteinkommens eingestuft und dann gequotelt auf Euch Eltern.


    Ebenfalls kann es sein, dass Sohn Bafög-berechtigt ist. Da ändern sich die Berechtigungsdaten auch mit 18.

    Die Gerichte sprechen von einem "aktuellen Nachweis". Aktuell ist ein Nachweis, der den derzeitigen Zeitraum umfasst. In jeder Schulbescheinigung ist ein Zeitraum in irgendeiner Form definiert ("Schuljahr 2021/2022" zB). Bis zum Ende des genannten Zeitraums ist die Bescheinigung gültig, danach muss neu vorgelegt werden.


    Einen OLG-Beschluss dazu finde ich jetzt nicht adhoc. Vielleicht gibt es auch keinen, weil entsprechende Klagen die Amtsgreichte abfrühstücken.


    Zur Rechtssicherheit für den Vater kann man natürlich noch sagen, dass der Sohn Veränderungen (gedacht ist hauptsächlich an regelmäßige Einnahmen) zeitnah mitteilen muss. Vater hätte ggfls. Regressansprüche (Sohn an Vater auch, wenn der mehr verdient, hüstel).

    Nein, das Recht besteht nicht. Die Schulbescheinigung (oder auch die Studienbescheinigung und ggfls. ein Ausbildungsvertrag als Beleg) werden über einen bestimmten, im Dokument festgelegten Zeitraum ausgestellt. Bei Studienbescheinigungen für ein Semester (bei Schulbescheinigung weiß ich es gerade nicht ob Schuljahr/Halbjahr), bei Ausbildungsverträgen über die 2 1/2 bzw. 3 Jahre.


    Es ändert sich in der Regel ja auch nichts am Rechtsstand: Selbst wenn ein Schüler im Schuljahr nicht am Unterricht teilnimmt, wird er in der Regel erst zum Halbjahr bzw. Schuljahrsende "nicht versetzt" oder der Schule verwiesen. Und selbst dann sind die Eltern für eine mehrmonatige Übergangsfrist für den Unterhalt verantwortlich.


    Recht auf vorzeitige Auskunft besteht nur "bei begründetem Verdacht". Das könnte zum Beispiel sein, dass der Schüler wegen eines besonderen Verhaltens von der Schule "rausgeschmissen" wird und das "stadtbekannt" wird und der vater mit einem Zeitungsbericht in der Hand Auskunft erbittet.


    Genauso kann es sein, dass sich - wichtig für den Barunterhalt - das Einkommen der Eltern verändert. Die Logik des Vaters zuende gedacht würde bedeuten, dass er zb alle zwei Monate einen neuen Einkommensnachweis vorlegen müsste, damit die Höhe der Unterhaltszahlung neu berechnet wird. (Das Auskunftrecht des erwachsenen Sohnes besteht hier übrigens auch nur alle zwei bzw. jährlich, wenn Sohn Bafög bezieht).


    * Ich würde mit der Einkommensnachweissache "winken" und mal gucken, ob der Vater dann auf ein handbares Level zurückfährt ...

    Wobei die Gewerkschaften m.W. mit Kirchens eh eine Friedenspflichtvereinbarung getroffen haben, die den Kirchen-AN auch besondere Vorteile bringen. (Darum geht da so richtig keiner vor den Kadi um prüfen zu lassen, wie das mit dem Sonderstatus Kirche aussieht bei Tarifauseinandersetzungen ...)