Beiträge von Volleybap

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Das AE-Team wünscht euch ein schönes neues fröhliches Jahr 2021 und viel Gesundheit :)

    Ach Mensch, das ist ja blöde.

    Hast Du schon eine Alternative? Das wäre eine starke Position.


    Ansonsten ist zu empfehlen, einen Plan, ein Ziel zu haben, was im Sinne der Firma erreicht werden sollte ( nicht unbedingt dein! Ziel in den Mittelpunkt rücken.)


    Und dann ein Redepapier zu haben, dass aber ohne direkte Vorwürfe ist, sondern in der Ichform.

    Also nicht: der Umgangston ist eine Frechheit, sondern: Mir fällt es schwer, beim hier herrschenden Umgangston konstruktiv und ergebnisorientiert arbeiten zu können.

    Ich habe feststellen müssen, hier mein Leistungspotential nicht abrufen zu können.


    Solche Dinge halt. Das schafft Raum, dass der AG kündigt. Und dir schafft das Raum, bei einer eventuellen Eigenkündigung Argumente für eine Verkürzung der obligatorischen Sperre zu haben.


    Und mit grossem Glück, dass der AG über Umstrukturierungen nachdenkt.

    Aber misslich ist und bleibt die Situation. Doch im Gespräch die Sache nicht auf den Punkt zu bringen, hilft auch nichts. Chefs wollen und brauchen Eindeutigkeit en, keine Andeutungen. Und Lösungsansätze, egal welche. Das Problem nur auf den Tisch zu bekommen, ist für die meisten Chefs schwierig.

    So ein Gespräch kann in viele Richtungen laufen. Gut ist, für viele Konstellationen einen "Plan" zu haben, also nicht spontan reagieren zu müssen.

    Allen Müttern hier heute einen virtuellen Blumenstrauß. Es braucht nicht gross benannt werden, wie sehr eine allein erziehende Mutter über das Maß der Durchschnittsmutter hinaus belastet ist - trotz der vielen politischen Sonntagsreden und den erfolgten Verbesserungen in den letzten Jahren. Corona hat das alles wieder gerissen und ein grosses Paket Zusatzbelastung auf jeweils nur ein Paar Schultern gelegt.

    Wohlfeile Worte helfen da sicherlich nicht. Aber es schweigend zu übergehen und den "Muttertag" still der Werbebranche zu überlassen, den Sonntagsrednern - das sollte man auch nicht.


    Deshalb hier ganz viel Hochachtung vor Euch Müttern, die ihr wie selbstverständlich all das wuppt, was einem teilweise als wirklich riesiges Paket vor die Füße gelegt wird. Vielleicht spielt heute das Wetter mit und es gibt von der Seite einen schönen Tag, der ein bisschen Kraft gibt für die nächste "AE-Mutter-Woche". Ich wünsch es Euch und uns von Herzen.

    ich bin Beamtin. Die sog. Kindkranktage gibt es bei uns nur, wenn das Kind auch wirklich krank ist. Ich hätte nur die Möglichkeit, Sonderurlaub zu nehmen. Da ich ja Homeoffice machen kann, sieht man die Voraussetzungen als nicht gegeben an.

    Einige Bundesländer haben das "Kinderkrankcoronagesetz" leider nicht für die eigenen Beamten in eine Verordnung gepackt. In anderen, wie zum Beispiel NRW, ist das jedoch bereits seit 5. Januar für 2021 gültig.

    Kinderkrank nehmen wegen Quarantäne und ein bisschen arbeiten . (So hab ich das früher gemacht). Diese " klaren Verhältnisse", die volle Stundenzahl/das volle Arbeitsergebnis nicht bringen zu müssen, das tut der Seele schon entscheidend gut. Und das ist fürs Kind ebenso gut wie für dich.


    Ansonsten: Ein AG, der bei Coronaquarantaene volle Homeofficeleistung erwartet, ist schon schräg drauf .

    Du hast selbst schon die US-Staatsbürgerschaft? Dann kannst du die wohl nach US-Recht allein und ohne Vater beantragen für die Kinder.


    Allerdings: Nach deutschem Sorgerecht könnte das sehr wohl eine der "wesentlichen" Entscheidungen sein, die der Zustimmung beider Eltern bedarf - so wie die Auswahl einer besonderen Schule, Taufe/Mitgliedschaft in einer religiösen Vereinigung etc. (Auf jeden Fall hast du bereits bei ihm den Anschein erweckt, weil du genau darüber mit ihm ins Gespräch gegangen bist.)


    Aus den nachfolgend zitierten Verwaltungsvorschriften des AA (die Du sicher schon kennst) sowie des Bundesverwaltungsamtes wird deutlich, dass die US-Regelung für die deutsche Regelung anscheinend keine zwingende Relevanz hat. Aber gewisse Dinge zumindest geduldet werden:


    "... Es gilt weiterhin, dass deutsche Staatsangehörige grundsätzlich die deutsche Staatsangehörigkeit verlieren, wenn sie ohne vorherige Genehmigung eine fremde Staatsangehörigkeit (außer EU-Staaten und Schweiz) auf eigenen Antrag hin erwerben.


    Deutsche, die eine ausländische Staatsangehörigkeit erwerben, können jedoch seit dem 01.01.2000 unter erleichterten Voraussetzungen ihre deutsche Staatsangehörigkeit beibehalten. Dabei sind nach § 25 Abs. 2 StAG bei der Entscheidung über eine Beibehaltungsgenehmigung öffentliche und private Belange abzuwägen. Bei Deutschen im Ausland ist insbesondere zu berücksichtigen, ob diese fortbestehende Bindungen an Deutschland haben. Diese Bindungen können etwa nahe Verwandte in Deutschland oder aber auch Eigentum etwa an Immobilien sein. Bitte beachten Sie, dass die Genehmigung über die Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit vor Erwerb der ausländischen Staatsangehörigkeit erhalten worden sein muss. (Hervorhebung Volleybap)

    Seit dem 28.08.2007 verlieren Deutsche, die eine Staatsangehörigkeit eines Mitgliedsstaates der EU oder der Schweiz erwerben, nicht mehr automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit. Hierzu bedarf es keiner Beibehaltungsgenehmigung.

    Deutsche, die freiwillig ohne Zustimmung der zuständigen deutschen Behörde in den Dienst von Streitkräften oder vergleichbaren bewaffneten Verbänden eines Staates eintreten, dessen Staatsangehörigkeit sie ebenfalls besitzen, verlieren die deutsche Staatsangehörigkeit automatisch kraft Gesetzes. Diese Regelung gilt seit dem 06.07.2011 nicht, wenn freiwilliger Dienst in den Streitkräften eines EU-Mitgliedsstaates, eines NATO-Mitgliedstaates, eines EFTA-Landes oder in Australien, Neuseeland, Israel oder der Republik Korea geleistet wird.


    Personen im Ausland können sich über Regelungen bei den für ihren Wohnort zuständigen deutschen Auslandsvertretung erkundigen. Die zuständige Staatsangehörigkeitsbehörde für deutsche Staatsangehörige mit Wohnsitz im Ausland ist das Bundesverwaltungsamt in Köln."

    https://www.auswaertiges-amt.d…taatsangehoerigkeitsrecht)


    Du musst im Hinterkopf haben, dass deutsches Recht und US-Recht nicht zwingend kompatibel ist und Dein Ex nicht nur Lust am (juristischen) Streit hat, sondern auch alle Möglichkeiten dazu. Seine "Angst" könnte durch deine alleinige Entscheidung und den Vollzug der US-Staatsbürgerschaft bestätigt werden und er könnte in D zumindest versuchen, ein Sorgerechtsverfahren zu starten. Ich habe jetzt auf die Schnelle kein vergleichbares Verfahren gefunden mit OLG-Entscheid. Wenn es da nichts Eindeutiges gibt, wird Ex gut argumentieren können, dass er sein Sorgerecht verletzt sieht. Und wenn das FamGericht die US-Staatsbürgerschaft für ähnlich wichtig ansieht wie die Entscheidung für evangelische oder katholische Kirche oder keine, dann kann es gut sein, dass das Gericht das Sorgerecht vom Ex als verletzt ansieht.

    Ich befürchte, die Kuh ist noch nicht vom Eis.

    Hallo Dijana,


    es ist eigentlich guter Internetbrauch, dass man in ein fremdes Forum beim Erstauftritt nicht einen Link setzt, sondern vorher anfragt. Sonst kann es passieren, dass man Thread und Account aus Sicherheitsgründen flugs gesperrt bekommt. Als Firmenmitarbeiter, die an einem dualen Studium teilnehmen, habt Ihr bestimmt auch Internetrichtlinien im eigenen Hause, wie mit Datenerfassungen, E-Mails und Links umgegangen werden sollte vom Firmenrechner. Foren schützen sich und die User da in der Regel ähnlich ... Wenn Ihr also so Umfragen noch woanders einstellen wollt - fragt besser vorher beim Administrator an ...


    Lange Rede mit einem Basissinn für die Forenuser hier: Der Link ist in aller Kürze geprüft und führt tatsächlich auf das in den meisten Bundesländern für Behörden und Universitäten zugelassene Umfrageportal Lamapoll ...

    Wie Du richtig schreibst: Ab 18 können die Kids eigenständig die US-Staatsbürgerschaft beantragen. (Vielleicht, bei Eurer Konstellation auch, wenn sie jetzt nicht die Doppelstaatsbürgerschaft haben? Nur halt auf Umweg?)

    Aber egal: So lange die Kinder minderjährig sind, agiert einzig Ihr sorgeberechtigten Eltern rechtlich für die Kids. Alle "wesentlichen" Entscheidungen müsst Ihr gemeinsam - einvernehmlich - treffen. Darunter zählt auch die Aufenthaltsbestimmung - egal, ob Ihr in D oder den USA lebt.

    Ich gehe davon aus, dass man - so man will - in den USA irgend ein Gericht finden würde, dass in Eurem Falle die Rechte des Vaters einschränken würde. "Irgendwo" funktioniert das immer, wenn man es richtig anstellt beim US-Rechtssystem der gewählten Laienrichter in der Erstinstanz.

    Würde aber bedeuten, dass Dein Ex Dir persönlich hier in Deutschland die Pest an den Hals klagen könnte. Du würdest dann, sobald Dein Pass/deine Daten bei der Fluglinie bei der nächsten Einreise geprüft werden, von der Bundespolizei in Empfang genommen werden und erst wieder ausreisen können, wenn das Verfahren hier in D nach deutschem Recht abgeschlossen ist. "Drehst du ein Ding in den USA" in den Augen von Ex, hast Du ein großes Problem hier in Deutschland. Da es strafrechtliche Relevanz haben könnte (Kindesentzug kann mit bis zu 5 Jahren Haft belegt werden), sogar mit Gefahr für Deine Verbeamtung bzw. Deine Pensionsansprüche. Einreise nach D und EU wäre also für Dich passé, wenn Ex sich durchklagt und obsiegt ... Und du könntest richtig Geld lassen bei verlorenen Altersbezügen ...

    Das müsste eigentlich ein so großes Druckmittel auf Dich sein, dass er hier die Bremse sieht, dass Du "bösartig" ihn in den USA ausbremsen würdest.

    Den ganzen Spaß kann man natürlich auch noch einmal in einen notariellen Vertrag reinschreiben.

    Hilft aber sicherlich auch kaum, das "Grundmisstrauen" abzubauen, das ihm aus jeder Pore quillt.

    Hier können vielleicht nur die Kinder helfen, die deutlich machen, alt genug zu sein, um sich sowohl gegen die Mutter als auch den Vater schon sehr gut wehren zu können, wenn die "schräge" Dinge machen wollen. Und die Kids werden ja auch älter und älter.


    Hier vom Ex anerkannte Aussagen zu finden, ist sicherlich schwierig. "Persönliche Erfahrungen" in den klassischen Foren werden ihn ebensowenig überzeugen wie die Ergebnisse von Gerichtsverfahren, die ja meist "ein bisschen anders" sind in der Ausgangskonstellation und vor allem im Nachhinein. Manchmal kann man - so habe ich gehört - beim Auswärtigen Amt einen "Rechtshinweis" bekommen (keine Ahnung, wo da genau und auf welchem Wege...). Wäre vielleicht eine Möglichkeit, denn das ist dann immerhin ein Dokument "mit Bundesadler".

    Hallo Minja,


    wenn Du Dir Benachrichtigungen einstellen willst, kannst Du das im "Kontrollzentrum" tun. Wenn Du Dir die oberste (orange) Leiste anschaust, findest Du auf der rechten Seite einen Kreis mit Deinem Nickname-Kürzel MI. Klicke auf diesen Kreis und Du kommst ins Kontrollzentrum.

    Wohl kein Arbeitnehmer nimmt freiwillig "kinderkrank". Sondern weil er sonst die Sache nicht gebacken bekommt. Was wäre die Alternative? Unbezahlter Urlaub (und dann auch keine Arbeitsleistung für den AG)? Kind alleine lassen? Der Arbeit einfach fern bleiben?


    Das "nicht Gute" mag Corona sein oder dass das Kind krank ist. Der Rest ist "Folge von ..."

    Und da ist die Möglichkeit, "Kinderkrank" nehmen zu können halt einfach besser als diese Alternative nicht zu haben ...

    Es wird immer Arbeitgeber geben, die jede "Chance" nutzen, die Mitarbeiter auszupressen. Das wird jedoch nicht dadurch besser, dass man Übergriffigkeiten als naturgegeben hinnimmt oder auch noch rät, das als naturgegeben hinzunehmen.

    Und natürlich gibt es auch noch das nicht kleine Übel der Zeitverträge. 4,5 Mio bei derzeit 38 Mio Arbeitnehmern.

    Allerdings sind davon 1,4 Mio Auszubildende mit dem klassischen Azubi-Vertrag. Dazu kommen ein paar 100.000 Rentner, die "auf Zeit" verlängert haben. Dazu diejenigen, die tatsächlich in Zeitprojekten hängen wie gern an den Universitäten mit Forschungsaufgaben. Aber für den Rest, geschätzte 5% aller Arbeitnehmerinnen, ist Zeitvertrag und Kleinkind natürlich keine gute Situation. Doch auch die stehen mit dem Rechtsanspruch auf Kinderkranktage besser da als ohne den Rechtsanspruch ...

    Der durchschnittliche AG, behaupte ich mal, sucht gute Mitarbeiter für eine mittlere oder längere Frist. Da mag die Familienplanung des potentiellen Bewerbers eine gewisse Rolle spielen. Aber wenn das der Entscheidungsmaßstab ist - dann "gute Nacht, AG".

    Bei Meinem Arbeitgeber sind in den letzten drei Jahren bis auf eine Ausnahme alle Väter (von denen wir wissen ...) in die 2-monatige Elternzeit gegangen. 70 Prozent der Väter haben noch mehr Monate gemacht. Viele die halbe Zeit, manche die volle Zeit - bis auf den "13. und 14. Monat", den die Frau gemacht hat. "Ausfall" durch Elternzeit ist in etwas moderner aufgestellten Firmen keine reine Frauensache mehr. Und sicher sein kann ich mir da überhaupt nicht, wer wann was macht. Als Arbeitgeber habe ich übrigens viel größere probleme mit den Vätern, die in den zweimonatigen Kurzerziehungsurlaub gehen und in dem jahr noch 30 Tage Urlaub haben. Das zu organisieren ist deutlich schwieriger als ein 12monatiger oder dreijähriger Erziehungsurlaub. Lerne: Stelle keine Männer mehr ein, die nicht eine Vasektomie durchgeführt haben.

    Nach Familienplanung fragt eigentlich seit gut 15-20 Jahren kein Personaler mehr im Vorstellungsgespräch. Die Klagen, die einem da um die Ohren knallen können, wenn die Bewerberin/der Bewerber, der gefragt wurde, nicht genommen wird, mag keiner haben. Zumal man eh offiziell "belogen" werden kann. Und wer kann schon sagen, wie die Lebensplanung in drei, in fünf, in sieben Jahren aussieht?

    Ob ein Vorstellungsgesprächsteilnehmer im Hinterkopf hat, dass ein Alleinerziehender (was man ja auch nicht zwingend weiß beim Vorstellungsgespräch) jetzt während Corona 60 Kinderkranktage zur Verfügung hat und sollte der Alleinerziehende mehrere Kinder haben, sogar - upps, wie viele Tage sind das noch gleich? - wage ich zu bezweifeln. Ich glaube nicht, dass die Kinderkranktage in Coronazeiten Arbeitgeber derzeit im Hauptgrund davon abhalten, Mitarbeiter einzustellen.

    Nur selbst wenn: Arbeitsuchende mit Kindern sind im Verhältnis zu Beschäftigten mit Kindern der weitaus geringere Teil. Wenn ich als Beschäftigter durch die Kinderkranktage die Kinderbetreuung sicher stellen kann und eben nicht um unbezahlten Urlaub betteln muss oder gar kündigen, dann ist das ein deutlicher Fortschritt. Letztes jahr war um diese Zeit die Diskussion groß, wie man denn Kinderbetreuung sicherstellen könne. Jetzt sind erweiterte gesetzliche Regelungen geschaffen worden. Jetzt heißt es: Die Kinderkranktage zu nutzen ist aber nicht gut ...

    Die Kur ist für das Elternteil. Kinder sind Begleitperson. Die Krankenkasse freut sich, wenn sie nicht auch noch die Kosten des Kindes/der Kinder tragen muss.

    Die Einrichtung vor Ort hat natürlich gern die Kids dabei. Das bringt mehr Umsatz.


    Für die Elternkur ohne Kids gibt es eigene Kurkliniken. Macht auch Sinn. Wer ohne Kinder kuren kann, ist vielleicht froh, keine anderen Kids zu sehen. Entweder, weil sonst Trennungsschmerz kommt oder man genervt ist - kann man auswürfeln, beides tritt häufig auf.

    Und das ist jetzt das Argument dafür, die gesetzliche Möglichkeit der Kinderkranktage nicht in Anspruch zu nehmen (und die Elternzeit, wie ja anscheinend auch argumentiert wird)? Oder der Aufruf dazu, dass Kündigungen auch in Probezeiten den gesetzlichen Kündigungsvorgaben unterworfen werden sollten?

    Volleybap steht mit der Teetasse in seinem Stadtgärtchen. Kreativpause. Auf dem Bürgersteig laufen drei Schüler vorbei. Zwei Teenager mit Rucksack, ein Grundschüler mit Ranzen. Uups?! Findet auch ein Autofahrer komisch, der vor der roten Ampel steht. Der fährt seine Seitenscheibe runter. Anscheinend kennt man sich: "Jungs! Coronalockdown! Keine Schule heute!"

    Der eine Teenager grinst. "Wissen wir doch. Aber die Mama nicht. Wir gehen skaten ..."

    Ich sage mal so: Selbst antworten spart a) Geld b) macht es auch dem Gericht deutlich, wie wenig "ernst" (im positiven Sinne) du die Sache nimmst, weil sie belanglos ist.


    Sollte das Gericht aber das Verfahren aufnehmen, kannst Du den Anwalt immer noch einschalten. Und dann sagen: Du hast probiert, die Sache niedrig zu halten, weil eben alles das Kind belasten könnte.


    Wenn Du Glück hast, lehnt das Gericht die Verfahrenskostenhilfe wegen mangelnden Erfolgsaussichten ab. Je nach Antrag ist damit die Klage bereits hinfällig.

    Völlig falsch interpretiert.

    Naja. Jedenfalls kommt es bei mir so an, als ob tendentiell empfohlen würde, man müsse extrem vorsichtig sein , sich auf den rechtlichen Anspruch zu berufen. Man das nur "im äußersten Notfall" machen soll. Weil sonst große Nachteile drohen würden.

    Ist das wirklich der richtige Denkansatz? Wird damit nicht genau die Botschaft vermittelt - "AEs sind problematisch in der Beschäftigung" -, die nicht vermittelt werden soll? Wird damit nicht - und jetzt sage ich es auch einmal - genau hier "bei uns AEs" vermittelt, man müsse am besten im vorauseilendem Gehorsam Himmel und Hölle in Bewegung setzen, dass mein Kind nicht durch mich - wie vom Gesetzgeber ermöglicht und finanziert - im Krankheitsfall oder während der Pandemie betreut wird, sondern durch andere, oft problematische Lösungen? Wird nicht mit genau dieser Argumentation schon vorab das schlechte Gewissen gemacht?