Politische Entscheidung im Punkt Organspende

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  • Ute, ich habe in den letzten Postings nicht über mich oder über meine Meinung geschrieben, sondern über den Diskussionsverlauf in der Öffentlichkeit und vor allem im Bundestag. Insofern geht es hier weder um Dein noch um mein Geschichtsbewusstsein oder dessen Bewertung. Mitr ging es darum darzustellen, was manche Meinungsbildner bewegt und geprägt hat.


    Meinem Erstposting ist zu entnehmen, dass ich persönlich mit ganz anderer Fragestellung an die Sache gehe. Zum Beispiel nervös werde bei der Frage, die Antharia zuletzt gestellt hat.

    Und auch nervös werde, wenn den Verwandten eines Sterbenden gesagt wird. "Sie können jetzt nicht mehr zu ihm. Er ist Organspender. Wir warten auf die Erklärung des Todes und bereiten bereits die OP vor."

    Oder wenn im Rahmen der Diskussion jetzt heraus kommt, dass es eine Art Organtourismus gibt, also Organe aus anderen Ländern nach Deutschland geliefert werden. Solche Ereignisse halt, die einen unsicher werden lassen, was letztlich die Beteiligten motiviert und ob das immer hehre Gründe sind.

    Und auf der anderen Seite die vielen Erkrankten, die so dringend auf ein Organ warten,

    Ich bin absolut nicht fertig mit der Frage.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Naja was und wie ich etwas schreibe mache ich ja nicht ohne Grund,das ist auch eine Art Meinungäusserung;)

    Allein zwischen der Formulierung manche oder viele liegen Welten.


    Kann man mit dem Thema je fertig sein?

    Ich habe für mich nach langem Hin und Her eine Entscheidung getroffen und habe einen Spenderausweis.


    Andere treffen die Entscheidung nicht Spenden zu wollen.



    Ich mag ja sonst gerne andere von meiner Meinung überzeugen😁

    Das trifft auf Spende ja oder nein absolut nicht zu.



    Liebe Grüße


    Ute

  • Warum bekommt ein Toter eine Narkose bevor seine Organe entnommen werden ???

    Das Gehirn kann keinrn Schmerz mehr weiterleiten deswegen veemuten nun viele, dass eine Narkose nicht nötig wäre. Ganz so simpel ist es aber nicht. Das Rückenmark des Menschen ist aber oftmals noch in Takt und wird dort manipuliert kann es dazu kommen , dass Herzschlag und Blutdruck des Patienten reagieren oder sogar Reflexe ausgelöst werden. Reflexe während einer Op sind so möchte ich mal sagen eher ungünstig.

    Also ist die Narkose bei lebenden Menschen zum Wohl des Menschen als auch zur Hilfestellung für den Arzt. Im Gegensatz zur Medikation bei Hirntoten während der Organentnnahme , die dient quasi nur dem Arzt.

    Sonstige Medikation auch bei Hirntoten dient um die restlichen Funktionen so gut es geht zu erhalten um die Organe natürlich so lange funktionsfähig zu halten bis die Entnahme ist und die Organe in gutem Zustand zum Empfänger kommen.

    Ach ja ich hab den Organspendeausweis seit Jahren.

  • Die Widerspruchslösung hätte jeden zu Lebzeiten gezwungen, eine Entscheidung zu treffen, vor allem, wenn man nicht spenden will. Man hätte sich auseinandersetzen müssen. Für Minderjährige hätte eine gesonderte Regelung getroffen werden müssen.


    Die alte neue Regelung zwingt oft Angehörige in ihrer schlimmsten Stunde zu einer Entscheidung, wenn der mögliche Spender keine Erklärung abgegeben hat. Man kann die Verantwortung für eine Entscheidung also weiterhin von sich schieben. Wer das nicht möchte und sich dessen bewusst ist - und ich behaupte, nur wenige machen sich darüber Gedanken -, spricht mit seinen Angehörigen, hat eine Patientenverfügung und ein Testament.

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    You can include me out. (Samuel Goldwyn)

  • Bei Personèn ,die nicht in der Lage das Thema Organspende zu verstehen wäre eine Spende ohne Zustimmung der Angehörigen unzulässig.

    Die Entscheidung hätte jeder, der dazu in der Lage ist mit 16 treffen müssen.

    Für einen Spenderausweis kann man sich heute mit 16 Jahren entscheiden.


    In Bulgarien, Frankreich, Irland, Italien, Lettland, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich, Polen, Portugal, der Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, der Türkei, Ungarn und Zypern. Dort können Organe entnommen werden, wenn der Verstorbene zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widersprochen hat. Das gilt auch für Urlauber, die in diesen Ländern versterben und ihre Entscheidung zuvor nicht dokumentiert haben


    Nur als Randinformation.


    Liebe Grüße


    Ute






  • Ich trage seit 25 Jahren einen Spenderausweis bei mir!

    Meine Freundin hatte Mukoviszidose und ist qualvoll erstickt. Sie war auf der Liste aber es gab einfach kein passendes Organ. Ich habe die Qual mitbekommen, die Todesangst aber auch die Angst davor, ein fremdes Organ zu bekommen...und den Wunsch nach Leben!!! Für mich war damals klar, von mir kann nach dem Tod alles entnommen werden, ich brauche es doch eh nicht mehr.

    Dieses Thema wird viel zu wenig in den Fokus gesetzt. Viele möchten sich auch gar nicht damit auseinandersetzen. Ich bezweifel, dass sich daran etwas ändert, wenn die Ärzte einmal mehr darauf hinweisen.

  • timanfaya83 , danke für die Erklärung, aber ich weiss das. Die Frage zielte eher darauf ab nochmal den Unterschied zwischen den zwei Todesformen zu beleuchten bzw zum Nachdenken anzuregen.


    Was mich ärgert sind Aussagen wie "...alle die nicht Spenden, sollen dann auch selber kein Organ bekommen...", "...es ist egoistisch...", etc...

    Nein, ich habe keine Spinnennetze in der Wohnung, das sind Ökotraumfänger :D

  • Vorweg ,natürlich soll jeder ob Spender oder nicht ein Organ bekommen.





    Trotzdem ich würde es konsequent finden, wenn der ,der nicht Spenden will ,auch auf eine Spende für sich verzichten würde.

    Es ok finden, das dann jemand anderes fürs eigene Überleben spendet, aber selber nicht Spenden wollen .zu mindest für mich würde das moralisch nicht passen.


    Liebe Grüße


    Ute

  • Ich bin da sehr zwiegespalten und nein ich habe keinen Organspendeausweis und noch unwohler macht der Gedanke, passiert was deinen Jungs und dann sollen sie aufgeschnitten werden....


    Ich bin ehrlich da fehlt es mir am taff sein und rückblickend, wenn damals irgendwer gekommen wäre, als ich mein totes Mädchen im Arm hielt und wollte ihre Organe, den hätte ich erschlagen.

    Es ist besser,
    ein eckiges Etwas zu sein,
    als ein rundes Nichts.

  • Auch die, die nicht spenden wollen, sollten den Ausweis bei sich tragen. Dort ist die Möglichkeit vorgesehen, anzukreuzen, dass man nicht spenden will. Das macht es für Ärzte und Angehörige im Ernstfall einfacher.

    Im Forum gängige Abkürzungen:
    ABR: Aufenthaltsbestimmungsrecht (kann sich auf das alleinige ABR beziehen) / ASR: Alleiniges Sorgerecht / GSR: Gemeinsames Sorgerecht / SR: Sorgerecht
    BU: Begleiteter Umgang oder Betreuungsunterhalt / KU: Kindesunterhalt / UHV: Unterhaltsvorschuss / WM: Wechselmodell / BET: Betreuungselternteil / UET: Umgangselternteil
    TE bzw. TS: Threadersteller bzw. Themenstarter / JA: Jugendamt
    KV: Kindsvater / KM: Kindsmutter / ET: Elternteil / GE: Großeltern

  • Hallo,


    ich habe mich nicht wirklich damit auseinander gesetzt. Zumindest nie so, dass ich da zu einer Entscheidung für mich gekommen wäre. Sonst hätte ich längst nen Ausweis oder könnte schreiben, ich mach das nie, weil.... Ein bisschen geht ja schlecht.


    Mir persönlich hätte die Regelung des Widerspruchs wohl eher eine unangenehme Entscheidung abgenommen, weil es dann Standard gewesen wäre. Oder aber ich hätte mich aus dem Zwang raus damit ernsthafter auseinander gesetzt. Das ist aber schon wieder rum und Eck. Da bin ich ehrlich.


    Mehr Organspender gibt's sicherlich nicht, wenn eine Behörde da mal drauf hinweist. Im Grunde bleibt ja alles wie gehabt. Irgendwie auch schade....


    Ach blöd ist das..

    Grüsse Tani :wink



    Du bist nicht das was Du sagst, sondern das was Du tust!

  • Ich habe seit Jahren, also seit ich 18 bin, einen Organspendeausweis.


    Ich möchte damit Menschen helfen , damit diese weiter leben können. Wenn ich mal sterbe, sollen andere davon gern profitieren können.


    Ich würde es bei meinem Kind auch so entscheiden, hoffe aber das ich sowas nie entscheiden muss. Ich stelle es mir unheimlich schwer vor, wenn man sein Kind verliert und dann direkt entscheiden soll ob die Organe gespendet werden dürfen. Ich weiß nicht ob man in so einem Moment überhaupt klar denken kann um sowas zu entscheiden.

  • bin ich kein Mensch mehr, wenn ich tot bin? Hab ich kein Recht über meinen Körper auch über den Tod hinaus zu bestimmen?

    Wenn Du das nicht zu Lebzeiten geregelt hat, nein, dann kannst Du nach Deinem Tod über GARNICHTS mehr bestimmen, das ist so!

    Du kannst nicht bestimmen, wie Du beerdigt wirst, was mit Deinem Erbe passiert, wer sich um die Haustiere kümmert. All das müssen dann Andere für Dich entscheiden.

    Liegt ganz einfach in der Natur der Sache, daß man zu faul oder zu feige war, sich damit zu Lebzeiten zu beschäftigen. Und ich kann Dir sagen, wie ätzend das für Angehörige ist, dann zu überlegen, was man nach dem Tod mit dem Papa, der Oma oder anderem Verwandten machen soll, was er wohl möchte, ob lieber in der Urne, oder Erdbestattung.


    Wenns nach mir gehen würde, sollte man jeden Menschen dazu verpflichten, solche Dinge zu regeln! Oder halt damit einverstanden zu sein, daß die Angehörigen das machen, was sie wollen. Einschliesslich Organspende! Wer kein Bock hat, solche Dinge zu regeln, der gibt diese Möglichkeit aus der Hand. Punkt, fertig, aus!


    Und auch nervös werde, wenn den Verwandten eines Sterbenden gesagt wird. "Sie können jetzt nicht mehr zu ihm. Er ist Organspender. Wir warten auf die Erklärung des Todes und bereiten bereits die OP vor."

    Ich kann mir nicht vorstellen, daß das genauso gesagt wurde. Gerade Organspender und deren Angehörigen werden besonders zuvorkommen behandelt und bekommen alle Zeit der Welt. Aber auch hier kann es sein, daß man kurzzeitig nicht zum Patienten darf, weil vielleicht gerade das vollgekotete Bett sauber gemacht wird und man möchte dem Patienten die Würde bewahren. Denn für alle behandelnden Ärzte und Schwestern ist der Organspender ihr Patient, auch wenn er hirntod ist, nicht ohne Grund kommen für eine Organentnahme extra Teams, dies wird nicht durch die vorher behandelnden Ärzte durchgeführt.

    Oder wenn im Rahmen der Diskussion jetzt heraus kommt, dass es eine Art Organtourismus gibt, also Organe aus anderen Ländern nach Deutschland geliefert werden.

    Was soll denn Organtourismus sein??? Man kann nicht nach Frankreich fliegen und da eine Niere für 100.000€ kaufen...in Deutschland gibt es Eurotransplant, da kann man sich zum Thema Organverteilung in Deutschland informieren.


    https://www.eurotransplant.org…ndex.php?page=pat_germany

    Was mich ärgert sind Aussagen wie "...alle die nicht Spenden, sollen dann auch selber kein Organ bekommen..."

    Nuja, ich würde mich schon fragen, warum jemand, der vorher der Meinung war, Organe spenden ist für ihn unzumutbar, nun der Meinung ist, für den, dessen Organe er haben möchte, sei das aber zumutbar.


    Und ich sage nicht, daß jemand kein Organ bekommen sollte, genau genommen bin ich sogar der Meinung, die Persönlichkeit spielt keine Rolle, ob jemand ein guter Mensch, oder ein schlechter Mensch ist, ob jemand großzügig ist oder nicht, sollte keine Rolle spielen.

    Dies ist schlicht nicht zu bewerten.

    Never argue with an idiot, he will drag you down to his level and beat you with experience!

  • Es scheint unterschiedliche Erlebenswelten zu geben. Ich jedenfalls habe es leider mehrfach erleben müssen, wie schwierig ein Abschiednehmen für die Angehörigen war, wenn es sich um einen Organspender gehandelt hat. Schon so ist ein Sterben im Krankenhaus ein schwerer Gang. Aber mit "organerhaltenden Maßnahmen" ist es zumindest für mich nur schwer zu ertragen.


    Was Organtourismus ist, der breit in den entsprechenden Fachzeitschriften und der investigativen Presse diskutiert wird, ist recht einfach umfassend dort zu finden.

    Nur um Eckdaten zu nennen: Es werden deutlich mehr Organe nach Deutschland importiert als von Deutschland in andere europäische Ländern. Im Spiegel, in der FAZ, in der Süddeutschen, im Bayerischen Rundfunk ist recherchiert worden, warum ...

    Und es gibt den umgekehrten Weg: Organbenötigende Deutsche wandern in andere Länder - derzeit beliebt: Spanien - aus und bekommen dort ihre Organtransplantation (deutlich schneller als in Deutschland. "Money makes the world go round", hat dies ein ehemaliger Bundesverfassungsrichter neudeutsch kommentiert.


    Das sind alles keine entscheidenden Argumente für oder gegen die Organspende. Es zeigt aber deutlich, dass das Wort "Spende", was ja irgendwie "gutes Tun" mitschwingen lässt und ethisch einen gewissen Standard, eine geschickte Wortwahl ist. Die trifft in der Sache sicherlich auf die Lebendspende zu. (Der amtierende Bundespräsident hat gewusst, was er macht.) Aber nicht auf Menschen, die keine Eigenerklärung abgegeben haben.


    Und ja. Ich stehe auch den Menschen, die sich bewusst oder unwissend nicht mit der Spenderproblematik beschäftigen wollen zu, das zu dürfen. Das kann uns nicht das Recht geben, für diese Menschen eine Entscheidung zu treffen, die ihr Leben und Sterben grundlegend beeinflusst.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Was Organtourismus ist, der breit in den entsprechenden Fachzeitschriften und der investigativen Presse diskutiert wird

    Da hätte ich gerne einen link zu einem Artikel in einer Fachzeitschrift. Und zwar einem, in dem von "Organtourismus" gesprochen wird. Nicht einem, in dem erwähnt wird, daß auch beim Thema Organspende interlational zusammengearbeitet wird. Allein die Begrifflichkeit "Organtourismus" ist eine Diffamierung, wenn man die aktuellen Praktiken zur Organvergabe so bezeichnet.


    Das hat so das Niveau von Klimahysterie...


    Und ja, Eurotransplant bedient mehrere Länder, aber es gibt strenge Richtlinien für die Vergabe von Organen, sicherlich bekommt man nicht schneller ein Organ, wenn man nach Slovenien reist.


    Daß es in Deutschlad unterdurchschnittlich viele Organspender gibt, liegt nunmal an der aktuellen Gesetzeslage. Dies ist in anderen Ländern anders, deswegen gibt es da deutlich mehr Organspender und deutlich mehr Organe, daß es da einen Austausch international gibt, ist doch naheliegend.


    Aber auch da gibt es strenge Richtlinien und maximale Transparenz unter Berücksichtigung des Datenschutz.


    In Spanien kommen auf eine Millionen Einwohner 50 Organspender, in Deutschland sind es gerade mal knapp über 10. Dank der aktuellen Gesetzesnichtänderung wird sich auch daran erstmal nichts ändern. Wir sind uns halt wieder mal selbst am nächsten.

    Wer mag, kann sich da gerne einlesen.


    Und eine Organspende beeinflusst Leben und Sterben nicht, der Mensch ist definitiv tot.


    Ich würde mir übrigens sehr wünschen, Organe zu spenden, denn ich habe Angst davor, versehentlich lebendig begraben zu werden. DAs kann einem als Organsoender definitiv nicht passieren ;)

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  • Links zu Fachliteratur helfen wenig, wenn man nicht Abonnent ist. Darum nochmals der Hinweis auf die investigativen Zeitschriften bzw. öffentlich-rechtlichen Sender. Mr. Google hilft hier, zum Thema das Medium auszusuchen, dem man vertraut. Es hat so ziemlich jedes Medium mal berichtet ...


    Ob die entsprechenden Redaktionen in der unteren Niveauschublade agieren, da gibt es deutlich unterschiedliche Meinungen zu.

    Ebenso dazu, ob in Deutschland nach dem letzten Skandal wirklich so grundlegende Änderungen im System der Organvermittlung erfolgt sind, dass alles nur noch Gold ist.

    Dass es deutsche Bürger gibt, die durch einen (von manchen als vorgeblich bezeichneten) Umzug zB nach Spanien schneller an ein Spender-Organ gekommen sind, ist unbestritten.

    (Und selbst die Definition von Hirntod ist aus medizinischer Sicht zB in den zu dem Thema auch nicht ahnungslosen USA in der wissenschaftlichen Diskussion.) Das macht den Nicht Mediziner nicht froh.

    Ich kann auf jeden Fall verstehen, dass Organspende einem grossen Teil der Bevölkerung aus dem einen oder anderen Grund suspekt ist. Dass alle, die im Gegensatz zu mir keinen Ausweis haben, nur einfach zu uninformiert sind, desinteressiert oder sonst etwas, halte ich für eine Lobbyistenargumentation.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

    Einmal editiert, zuletzt von Volleybap ()

  • Monsterkrümel da widerspreche ich dir wehement. Egal ob lebend oder tot, ich bleib ein Mensch. Ich werde zu keinem anderen Lebewesen oder einem Gegenstand nach meinem Tod (Glaubensfragen jetzt völlig ausgenommen). Und wenn du meinst dem ist nicht so, dann bist du auch der Meinung, dass deine Würde mit deinem Tod endet? Wie sähe es dann bei einer Reanimation aus, brauch ich da keine Würde dem Patienten ggü. zu achten (in dem Moment ist er ja tot), warum regen sich dann viele auf, wenn tote Unfallopfer/ Menschen von "Gaffern" gefilmt werden???

    Nein, ich habe keine Spinnennetze in der Wohnung, das sind Ökotraumfänger :D

  • Ich kann auf jeden Fall verstehen, dass Organspende einem grossen Teil der Bevölkerung aus dem einen oder anderen Grund suspekt ist. Dass alle, die im Gegensatz zu mir keinen Ausweis haben, nur einfach zu uninformiert sind, desinteressiert oder sonst etwas, halte ich für eine Lobbyistenargumentation.

    Woher nimmst Du das Wissen, das einem grossen Teil eine Organspende suspekt ist?

    Da ist der Wunsch wohl eher Vater des Gedankens.

    Es kann ja auch sein das sich viele einfach noch nie Gedanken darum gemacht haben.Ganz wertungsfrei

    nicht zu verwechseln mit Desinteresse.




    Das sich selber erhöhen, weil man einen Ausweis hat ,was ist das denn für eine Unterstellung.Keiner hier hat sowas auch nur angedeutet .




    Falls es hilft ich hätte mir gewünscht das jeder sich hätte entscheiden müssen.

    Ob diese Entscheidung aus dem Bauch heraus oder nach dem Sammeln vieler Informationen passiert oder what ever wäre, ist völlig egal.

    Einfach nur ein Ja oder Nein.

    Was wäre daran so schlimm gewesen.?


    Meine Entscheidung für eine Organentnahme, um mal deutlich zu machen das Deine erwähnte Manipulation durch die Nutzung des Wortes Spende ( für wie uninformiert und desinteressiert hälst Du eigentlich Spender?) für mich irrelevant war und ist, war eine Mischung aus Bauchgefühl und befassen mit dem Thema Tod , eigene Erfahrrung mit auf ein Spenderorgan wartenden Menschen., und das ich meinen Kindern nicht zu muten möchte solch eine Entscheidung treffen zu müssen.



    Antharia

    Es ist ja wohl ein Unterschied ob man Ärzten bewusst erlaubt Organe zu entnehmen oder irgendwelche Idioten sich ungefragt an Unfallopfern ergötzen dadurch noch die Sanitäter, Notärzte in ihrer Arbeit behindern.


    Liebe Grüße


    Ute