Beiträge von Monsterkrümel

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    Nein, es gibt definitiv Männer, die "anders" ticken.

    Oooh ja, der Vater meiner großen Tochter war auch so ein Faulenzer Exemplar,d er sich den ganzen Tag hat bedienen lassen, nicht gearbeitet hat und seinen Anteil am Haushalt darin gesehen hat, die Füße zu heben, wenn ich den Teppich vor ihm sauge.


    Sowas braucht kein Mensch, echt nicht. Zwar war ich erstmal traurig, als er ausgezogen ist und ich hatte Angst vor der Zukunft, immerhin war ich hochschwanger, aber letztendlich war es das Beste, was mir passieren konnte.


    Letztendlich wusste ich das schon, als ich unerwartet in der halbleeren Wohnung stand.


    Eine Offenbarung war die Beziehung und Schwangerschaft mit meinem Mann, das war ein Unterschied wie Tag und Nacht. Es ist unfassbar entspannend, nicht immer für alles zuständig zu sein, nicht alleine für alles sorgen zu müssen, sich auch die finanzielel verantwortung zu teilen.


    Nie wieder würde ich eine solch pathologische Beziehung wie mit dem KV eingehen. Das ist reine Selbstzerstörung und letztendlich raubt es einem die Kraft, die man eigentlich für die Kids braucht.

    Du hast 2 Kinder und brauchst kein Drittes.


    Er hätte jede Menge Geld sparen können, als er bei Euch gewohnt hat.


    Statt dessen hat er sich den Luxus einer eigenen Wohnung gegönnt, so wie er sich Zigaretzen, Fast Food und was aich immer gönnt.


    Du hast bisher brav verzichtet...


    Nur mal so als Frage, verzichtet Dein Kind auch auf Windeln, Essen und Klamotten, damit der Papa ins Fitnessstudio kann?


    Nicht? Komisch...


    Und nichtmal mit der Betreuung hat er Dich in irgendeiner Form entlastet? Der Kerl muss ja ne Granate im Bett sein, oder sonstwelche Vorteile haben, die sich mir gerade nicht erschließen...


    Seine finanziellen Probleme sind SEIINE Problem, ganz ehrlich, damit würde ich mich keine Sekunde beschäftigen!

    Schicke ihm eine Mail ( oder was auch immer ), daß alle Umgänge, wie im Gerichtsbeschluß angeordnet, auch stattfinden. Fertig aus.


    Sehr geehrter Vollhonk ( Name bitte austauschen ),


    wie gewünscht bestätige ich Dir hiermit nochmal, daß alle Umgänge wie vom Gericht beschlossen, auch stattfinden.


    Minifaber freut sich schon sehr.


    MfG


    Faber

    Und da wir gerade dabei sind und ich just 2 Einsätze hatte, wo ich mit Rettungswagen hin bin und nur noch den Tod feststellen konnte...dafür bekommt der Rettungswagen keinen Pfennig, der bekommt nämlich nur Geld, wenn der Patient transportiert wird.


    Weigert dieser sich oder verstirbt der Patient, war der Einsatz für lau. Egal, wie lange man reanimiert hat, oder welches teils wirklich teure Material man verbraucht hat, da sind oft hunderte von Euros verpufft.


    Wenn ich Totenscheine ausstelle, müsste ich die eigentlich in Rechnung stellen, das zahlen die Krankenkassen nicht, weil der Mensch ja tot ist.


    Da soll man dann den trauernden Angehörigen, die mit der Beerdigung teils in finanzielle Nöte geraten, noch ne Rechnung über 100€ hinlegen.


    Hab ich mir heute geschenkt, ich hoffe auf ein paar Karmapunkte...


    Es ist asozial, wo die Krankenlassen Geld sparen!

    Das mit dem "gehen lassen" ist leider nicht so einfach...


    Und natürlich werden auch Organspender "hergerichtet".


    Die Operation ist mit der Organentnahme natürlich nicht zu Ende.


    Jede! Operation wird beendet, egal ob er noch lebt oder gestorben ist ( auch Nichtorganspender können ja während der Operation sterben ). Alles andere widerspricht dem Berufsethos und wäre unmenschlich.



    Der Patient wird zugenäht, die Wunden verbunden, der Mensch so hergerichtet, dass die Angehörigen Abschied nehmen können. Das machen wir mit JEDEM Verstorbenen. Natürlich nur, soweit es möglich ist. Bei Organspendern kein Problem, die haben hinterher nur eine Narbe auf der Brust, wie nach einer grossen Operation, bei Unfallopfern teils schwierig.


    Und normalerweise gibt es in jedem Krankenhaus die Möglichkeit, sich vom Verstorbenen zu verabschieden.


    Meist bleiben auf Station nur wenige Stunden, aber auf Wunsch kann man sich auch danach noch verabschieden, allerdings ist das in der Kühlung nicht sonderlich schön für Angehörige, aber auch das wird auf Wunsch möglich gemacht, ansonsten holt der Bestatter den Körper ab und auch dort wird auf Wunsch nochmal aufgebahrt.


    So oft man will.


    Auf überbelegten Stationen reissen sich die Schwestern oft alle Arme UND Beinen aus, um das möglich zu machen, auf einer voll belegten Station ohne Einzelzimmer kann das schonmal bedeuten, dass man das Arztzimmer zweckentfremdet, um die nötige Intimität für die Angehörigen herzustellen.


    Das hat mich morgens schon so manches Mal etwas erschreckt und ich musste gucken, wie ich an meine Sachen komme und mich umziehen kann. Aber auch da, macht man natürlich in so einer Situation möglich, auch wenn die eine Tochter erst in 5 Stunden kommt.


    Im Übrigen wird sowas, Einzelzimmer für Sterbende, Gespräche mit Angehörigen usw. im DRG System überhaupt nicht berücksichtigt. Das ist schlicht nicht vorgesehen...das darf man sich auf der Zunge zergehen.lassen. die Krankenkassen halten das für überflüssig.


    Wir nicht.

    Die Sterbehilfe betrifft Menschen, die das aktiv wünschen, das kann ein Hirntoter per Definition nicht.


    Und die meisten Patientenverfügungen sind so schwammig geschrieben ( von Anwälten halt ), dass sie für die Tonne sind.


    Ich will keine lebensverlängernden Massnahmen, wenn klar ist, dass ich sterben werde. Ja, wenn klar ist, dass jemand stirbt, dann macht keiner was.


    ( Im Notfall habe ich auch schon reanimiert, obwohl ich wusste, dass es keinen Erfolg haben wird, Anfahrtszeit über 15 Minuren, Patient schon blitzeblau vorgefunden worden, kein Laienreanimation...aber da ankommen und sagen: Nö, das wird nix! Ist unmenschlich. Abgesehen davon, erstmal anfangen, dann klären. )


    Das Problem, man behandelt ja erstmal einen Patienten, erst im Verlauf wird klar, der wird sterben, aber DANN eine Behandlung zu beenden ist nicht ohne Weiteres möglich, denn das ist aktive Sterbehilfe.


    Ich selber war in der Situation mit meinem Vater auf der Intensivstation. Mir war klar, dass er nicht überlebt. Alles, was ich machen konnte war, sagen, dass er nicht reanimiert werden soll. Meine Schwester, die mal erfolglos 14 Semester Jura studiert hat, meinte dann, ob das nicht unterlassene Hilfeleistung wäre.


    Der Arzt rollte mit den Augen und notierte Maximaltherapie. Obwohl es allen Beteiligten klar war ( außer einer meiner beiden Schwestern ), dass das Unsinn sei.


    Im persönlichen Gespräch sagte er mir dann, dass man bei der Prognose sicherlich nicht ewig auf ihm umspringen würde ( pietätvoller formuliert natürlich ).


    Ich hab dann gesagt, wissen sie, er ist eh unter Narkose und bekommt nix mit. Dann ist es halt so.


    Eine Woche später war er dann tot. Meine Schwester brauchte das für sich, für mich war es ok. Sie konnte ihn nicht gehen lassen, musste dann aber.


    Als Tipp, man kann jeden Arzt, zu dem man einen guten Draht hat ( nicht mehr, nachdem man Kurastudium oder ähnliches erwähnt hat ) fragen, wie denn seine persönliche Einschätzung ist und was er machen würde, wenn da seine Mutter liegen würde.


    Ich persönlich habe schon oft zu Ärzten gesagt: Machen sie, was sie für richtig halten, das ist dann schon ok. Ich bin mit allem einverstanden.


    Denn ich hab da jemanden vor mir, der weiss, was er tut.

    Nachhelfen ist in Deutschland nicht möglich, alle Anträge auf Sterbehilfe wurden bisher abgelehnt.

    Abgesehen davon Bedarf es dafür einen mündigen Menschen, den haben wir bei hirntoten Menschen nicht.


    Hier wird Maximaltherapie gefahren, dies zu ändern Bedarf vieler Gespräche und eventuell einen Gerichtsbeschluss.


    Nachhelfen gibt es nicht, aktive Sterbehilfe ist verboten, mann kann den Prozess des Sterbens, der nunmal mit dem Hirntod unwiderruflich auch für den Rest des Körpers eingeleitet ist, eventuell durch Ubterlassen beschleunigen, befindet sich aber mit einem Bein im Knast.


    "In Ruhe" sterben ist auf einer Intensivstation unter Maximaltherapie schwer möglich.


    Und ja, jeder darf sei eigene Meinung haben, aber wenn jemand der Meinung ist, man kann im Krankenhaus beim Sterben "nachhelfen", dann stimmt das einfach nicht.


    Man kann und darf nicht nachhelfen, man kann Therapien beenden, aber nicht nachhelfen.

    CoCo , in Papua Neuguinea ist man nie tot, man lebt im Gehirn weiter und dieses wird dann von Angehörigen verspeist, damit man in denen weiterlebt.


    Natürlich gibt es verschiedene Vorstellungen von Tod.


    Aber selbst WENN ich trotz hirntoddiagnostik nicht tot sein sollte, sondern über irgendein Astralwesen alles um mich herum mitbekommen sollte ( ich schwurbel mal etwas ), ganz ehrlich, da möchte ich lieber eine Narkose bekommen, als der ich nicht aufwache, als dass ich künstlich am Leben erhalten werde und nach und nach die Organe versagen und mich vergiften, ich einen Eingriff nach dem Anderen brauche, der zwar das Ende nicht verhindert, aber den Weg dahin verlängert.


    Tracheotomie, Ernährungssonde, Bronchoskopie nach Bronchoskopie, irgendwann dann auch Dialyse, Medikamente, Antibiotika und was weiss ich, bis das Herz dann irgendwann endlich aufhört zu schlagen.


    Wie gesagt, wenn es irgendwie eine Chance auf Heilung gibt, dann bitte gerne, aber ansonsten möchte ich gerne schnell gehen.


    "Geräte abschalten" geht nicht so einfach, wenn die erstmal an sind, Begandlungen beenden um das Ende einzuleiten ist auch ein teils langer Weg.


    Ich wäre froh, diesen nicht gehen zu müssen und wenn ich damit noch jemandem helfen kann, dann bitte.

    Ja klar, das ist ja heutzutage normal, sich lieber auf irgendwelchen Schwurbelseiten hahnebüchne Stories abzulesen, statt mal jemanden zu fragen, der sich damit auskennt.


    Wozu Experten fragen, wenn man doch lieber etwas Panik verbreiten kann...


    Dabei ist es egal, ob es um. Organspende geht, um Impfen, Klimawandel oder was auch inner.


    Es gibt Leite, die Spritzen sich Beton in den Hintern, weil sie auf irgendeiner Seite gelesen haben, dass das schlank macht.


    Es ist unfassbar, wie blöd die Leute sind. Und nicht nur blöd, auch unzufrieden, verbittert.


    Interessanterweise kann man oft Aluhutträger an der Wertwahl erkennen.

    Jup. Genau das.


    Die Hirntoddiagnostik ist derart ausführlich, da müssen 2 EEGs mit Abstand von mindestens 24h geschrieben werden, über 30 Minuten. Und da darf nicht die allerklitzekleinste Aktivität sein. Nix.


    Dann gucken mindestens 2, eher 3-4 Ärzte nach, ob sich irgendwer geirrt haben könnte.


    Niemand ist so sicher Tod, wie nach so einer Diagnostik.


    Eine "normale" Leichenschau dauert meist nicht länger als 2-3 Minuten. Da wird kein EEG oder ein EKG gemacht ( ich mache immer ein EKG, aber das ist nicht vorgesehen ).


    Es guckt halt ein Arzt, ob EINS der sicheren Todeszeichen zu sehen ist, Leichenflecken, Leichenstarre, Fäulnis oder Verletzungen, die mit dem Leben nicht vereinbar sind.


    Ich persönlich habe den Wunsch, dass noch ein zweiter Arzt guckt, ob ich wirklich Tod bin. Bei einer Feuerbestattung passiert das zum Beispiel.

    Aktuell gilt die Ansage des nächsten Angehörigen.


    Man kann also auch Orgabsoender werden, ohne sich entschieden zu haben, wenn die Angehörigen sagen, dass es im Sinne des Verstorbenen wäre.


    Wir hatten kürzlich einen 18 Jährigen im Dorf, der überfahren wurde.


    Die Mutter hat seine Organe freigegeben.


    Eine wirklich tolle und liebenswerte Frau, eödiese Entscheidung muss unendlich schwer gewesen sein. Ich kann mir nicht vorstellen, was sie durchlitten hat.

    Nuja, aber letztendlich hat dann soweit ich weiß jeder geschrieben, daß er sehr wohl entscheiden würde, aber Angst hat, daß diese Entscheidung Nachteile mit sich bringt.


    Und auch dagegen ist ein Kraut gewachsen, denn man muß ja niemandem seine Entscheidung mitteilen, man muß nur sagen, WO man diese Entscheidung im Zweifel findet.


    Man kann also einen Organspende ( Oder Nichtspende ) Ausweis in ein Kuvert tun, und draufschreiben, nur von meiner Tochter im Notfall zu öffnen. Oder was auch immer. Dann dem Kind sagen: Hey, pass auf, wenn ich mal nicht selber entscheiden kann, hier liegen die wichtigen Unterlagen:


    Und als Tipp: Letzter Arztbrief, Vorsorgevollmacht, Medikamentenliste, letzter Wille, Schriftsatz, wer sich um die Kinder kümmern soll,Kontonummern ( ich empfehle auch eine Kontovollmacht zu erteilen ), alles einfach dazu packen, kann man ja auch nach und nach machen.

    Wenn Du weiter vorne liest, gibt es das durchaus, auch mit Erklärung.

    Soweit ich weiß , hast Du Dich gegen Organspende entschieden, oder hab ich das falsch verstanden? Ich frage nicht, wer NICHT Organe spenden will, ich würde diese Entscheidung nicht hinterfragen, es ist mir schlicht egal, aber ich frage, wer sich nicht entscheiden will.


    Ich rede davon, wer würde sich komplett weigern ein Kreuz auf einem Organspendeausweis zu machen?

    Weder ein Ja, noch ein Nein, oder ein Teilweises Ja. Also nur irgendwas!


    Und es muß ja auch nicht ein Organspendeausweis sein,w enn man den Dingern nicht traut, man kann das auch notariell beglaubigen lassen, man kann eine handschriftliche Erklärung verfassen, sonstwas.


    Und wenn man sich weigert, klar zu äußern, was man möchte, was denken diese Menschen, was nach ihrem Tod passiert? Wer soll dann entscheiden? Und was?

    Achso und ich halte es durchaus für sinnvoll, Motorradfahrer auf die Risiken des Motorradfahrens aufmerksam zu machen, nämlich daß Schutzkleidung toll ist, das hat schon so manchen vor amputierten Beinen bewahrt, wenn sie mit 30km/h ausrutschen und über den Asphalt schlittern, daß aber auch der menschliche Körper auf dem Bock nicht sonderlich geschützt ist.


    Und Rettungsgassen für Rettungswagen gedacht sind und nicht dafür, daß Motorradfahrer sich durchschlängeln ( die sammeln sich dann übrigens ganz vorne an der Unfallstelle, falls sich jemand fragt...), da ist eine Tür, die sich öffnet halt ganz schnell Ende der Fahrt und zack, brauchts noch nen Rettungswagen.


    Achso, Leute, die sich nicht anschnallen, die sind auch Kandidaten, denn der Schädel prallt von innen gegen die Windschutzscheibe und der verträgt das nicht so gut.

    Alle, die ein hohes Risiko haben, hirntod zu enden. Und ein Motoradfahrerhelm passt leider ziemlich gut unter Leitplanken, im Gegensatz zum Rest vom Körper. Und dadurch, daß sie im Gegensatz zum Autofahrer nicht von einem Haufen Metall geschützt sind, kommen sie häufig schon bei kleinen Geschwindigkeiten nicht ohne schwere Verletzungen davon.


    Achso, Waffenbesitzer natürlich auch.


    Und ja, ich bin der Meinung, JEDER sollte dazu gezwungen werden zu entscheiden. Niemand soll gezwungen werden zu spenden, aber zu entscheiden. Keine Ahnung, warum das so schwer ist. Gibt es denn hier im Forum IRGENDJEMANDEN, der nicht entscheiden möchte? Und wenn ja, warum nicht? Und vor allem, was denkt er denn, was passieren soll, wenn man sich nicht entscheidet.


    Ich hab Patienten, die wollen die OP Aufklärung nicht unterschreiben, weil sie damit ja auch unterschreiben, daß sie die Risiken kennen. Und die sind der Meinung, wenn sie nicht unterschreiben, treten keine Komplikationen auf. Ne, so funktioniert das nicht, dann gibts halt keine OP.


    Aber wenn man keinen Organspendeausweis hat ( auf dem man ja bekanntlich die Organentnahme auch verweigern kann ), dann entscheiden halt Andere, ob Organspende oder nicht. Dann heisst es nicht, daß man KEIN Organspender ist, sondern, daß das einfach Andere entscheiden.


    Abgesehen davon, daß ich es als Zumutung empfinde, diese Entscheidung den Kindern aufzubürden, es ist schlicht feige, sich da tot zu stellen.

    Es ist letztlich die Frage nach wertem und nicht so sehr wertem Leben, die gestellt wird, wenn man Maßstäbe für die Warteliste entwickelt.

    Was für wirre Vorstellungen von Kriterien der Warteliste. wertes Leben ist mitnichten ein Kriterium.

    Hauptsächliches Kriterium ist erstmal, wer kommt aufgrund der Typisierung erstmal als Empfänger in Frage, soll heissen, wer hat die besten Chancen, das das Organ vom Körper angenommen wird.

    Dann wird natürlich auch geschaut, wer die Operation packen wird, also jemand mit zusätzlichen schweren Erkrankungen fällt raus, kommt schonmal garnicht auf die Liste.

    Leute, die Rauchen, kommen nicht auf die Liste für Lungen, nasse Alkoholiker kriegen keine neue Leber. Nicht, weil man sie für schlechte Menschen hält, sondern weil man mit neuem Organ schlicht anfälliger ist Zudem ist die Mitarbeit bei Alkoholikern manchmal schwierig.


    Natürlich wird auch geschaut, wie lange jemand mit dem neuen Organ leben kann. jemand mit nicht geheiltem Krebs wird also auch kein Ogan bekommen.


    Weitere Kriterien vom Empfänger sind, wie fortgeschritten die Erkrankung ist, wie dringend das Organ benötigt wird. In klaren Worten, hats noch Zeit bis zum nächsten Organ, oder ist derjenige dann vermutlich tot?

    Dabei ist es schwierig, den Zeitpunkt nicht zu verpassen, an dem der Empfänger DANN schon zu krank ist, um die OP zu überstehen.


    "Wertes Leben" ist hier nirgendwo ein Kriterium.


    Wie oft im Leben sollte man dann diese grundlegenden Entscheidungen treffen und dokumentieren (lassen)? Zum ersten Mal mit 14/16 beim ersten Perso? Und umaendern, wenn ich in die USA jette oder in Spanien urlaube, weil dort eine andere Definition von Tod existiert?

    Mit 18, und ändern lassen kann man es jederzeit. Im Ausland wird man, wenn man nicht gerade nach Papua Neuguinea fliegt, nicht einfach "ausgeschlachtet". Hirntoddiagnostik ist standartisiert und in den Erstweltländern sehr ähnlich.


    Bei Professor Wassermann, Chef der Neurochirurgie der Uniklinik Münster gibt es dazu eine Dissertation: Hirntoddiagnostik im internationalen Vergleich, da kann man sich belesen, was genau in verschiedenen Ländern zur Diagnostik des Hirntodes aufgefahren werden muß. USA und Spanien kann man da auch nachlesen. Wie gesagt, ich denke, daß in Burkina Faso keine so ausführliche Diagnostik betrieben wird, aber da schafft man es auch nicht, lebend im Krankenhaus anzukommen.

    Will ich in Datenbanken drinstecken und der Rettungssanitäter bekommt beim Einsatz an meiner Unfallstelle im Computer angezeigt: Organspender/kein Organspender?

    Das ist jetzt also die Unterstellung, daß die Notfallsanitäter ( Rettungssanitäter besetzen in der Regel keinen Rettungswagen, wenn dann nur als zweiter Mann ) vor Ort dann schon die Organentnahme planen, anstelle dem Verletzten zu helfen?


    Das empfinde ich durchaus als Verunglimpfung einer ganzen Berufsgruppe. Und nein, man KANN vor Ort garniemanden zum Organspender ernennen, denn allein die Hirntoddiagnostik dauert weit weit über 24 Stunden.


    Und vor Ort wird man sicherlich diese Entscheidung nicht treffen können und wollen, wobei ich mehr als einmal jemanden als Notfall ins Krankenhaus gebracht habe, obwohl ich wusste daß er eigentlich schon tot ist. Und sicherlich nicht mit der Intention ihn als Organspender abzugeben.


    Einsätze, bei denen Menschen schwer verletzt sind, oder als Beispiel, sich mit einer Schusswaffe den halben Schädel weggepustet haben und trotzdem noch atmen, die belasten alle Beteiligten sehr. Für Rettungsdienst gibt es keine Supervision, die müssen sowas schlucken. Da fragt keiner, ob man die nächsten Nächte davon geträumt hat, daß alles voller Blut war und man mit Einsatzfahrzeug erstmal außer Dienst genommen wurde, damit man sich in Ruhe umziehen und das Blut abwaschen kann.


    Solche Unterstellungen, daß man erstmal schaut, ob derjenige Organspender ist, machen mich echt wütend, denn es ist ein Trit in den Hintern für die Kollegen, die sich jeden Tag abrackern, trotz widrigster Bedingungen. Aber vom Büro aus kann man sowas natürlich leicht raushauen...


    Aber wenns nach MIR gehen würde, dann würde jedem Motorradfahrer mit dem Motorrad ein Organspendeausweis ausgehändigt werden.