Beiträge von Kaj

    Ich habe meinen Kindern niemals täglich ein dreistündiges nachmittägliches Unterhaltungsprogramm angeboten.

    Beide hatten pro Woche höchstens zwei feste Termine, einer davon Musikschule.

    An terminfreien Tagen haben wir bei gutem Wetter im Garten gebuddelt, bei schlechtem haben sie zu Hause gespielt oder mir im Haushalt geholfen. Wir haben gemeinsame Zeit eben auch dafür genutzt, gemeinsam gekocht o.ä. Nach dem Sandmännchen ging es ins Bett und es gab noch eine kurze Vorlesezeit oder sie durften eine CD hören.

    Gearbeitet habe ich immer Vollzeit.

    Bei Einladung muss sie sehen wie sie hin kommt oder sich eben mit ihrem jetzigen Freundinnen vom Verein treffen. Das ist alles Laufnähe. Ich habe nachmittags was anderes zu tun als nur hin und her zu wandern. Wir haben kein Auto und da wird sie sich mit abfinden müssen.


    Ich habe außerdem schon ein Nachhilfe lehrer gefunden. Ich putze die Wohnung und er unterrichtet im Gegenzug mein Kind. So viel Freizeit bleibt da nicht.


    Auch Weihnachtsfeier, sie hat da ihre Vereinsfeiern. Ist auch schön dort. Man kann und muss nicht überall sein. Wenns ihr wichtig ist kann sie eine oma oder die Tante fragen. Ist eh alles so schulzeug das nur unnötig Freizeit frisst. Meide sowas selbst auf der Arbeit. War da nie. Zum Glück freiwillig.

    Liebst du dein Kind?

    Diese Details sind mir unbekannt gewesen.

    Ich würde hier, wie von Volleybap erwähnt, völlig sachlich an die Sache gehen: Alltagssorge etc. erläutern. Da wäre die KM bei dem von ihr angepeiltem Modell raus. Gerichtlich kommt sie mit diesem Ansinnen sowieso nicht durch (sollte man ihr auch erläutern), denn jeder ET hat ja das Recht auf Feiertage mit dem Kind.


    Aber den Alltag mit Kindern sollte man halt auch nicht abwerten, denn man hat viele Möglichkeiten, gemeinsame Rituale, Erinnerungen, Erlebnisse zu schaffen.

    Warum hat man denn im Alltag keine schöne Zeit mit seinem Kind?

    Ich finde ja gerade den Alltag wichtig, die Entwicklung zu sehen und zu begleiten. Im Alltag hat man auch viel Einfluss, den hat man doch als Spaßmutti in den Ferien gar nicht.


    Ich verstehe das Problem echt nicht. Ich hatte so viel schöne Zeit mit meinen Kindern im Alltag, sie haben erlebt, dass ich immer da war, immer geholfen, getröstet, mitgelacht und mich mitgefreut habe. Diese Stabilität zählt für sie heute noch viel mehr als die tollen Reisen nach sonstwohin mit dem anderen ET! Meine Kinder wollten sogar aus dem Ferien eher nach Hause, also kann der Alltag mit Mutti ja nicht so schlimm gewesen sein.

    Wenn DU dieses Modell mitträgst und damit d‘accord gehst, wird sich deine Stabilität auf das Kind übertragen.

    Es gibt Kinder, die wechseln jährlich Land und Schule, um bei Papa resp. Mama zu leben und mit beiden eine Kindheit/Jugend zu haben.


    Aktuell kommt bei mir an, dass DU derjenige bist, der damit nicht klarkommt, vermutlich, weil du es nicht selbst entschieden hast, sondern die KM. Ein Kind wird übrigens nicht mediensüchtig, wenn es zweimal pro Woche mit Mama skyped.

    Jugendliche können ihre PC-Zeit nicht kontrollieren, das ist wissenschaftlich bereits nachgewiesen. Daher auch die aktuellen Diskussionen um Smartphones in den Schulen.

    Und genau da ist der Erwachsene gefragt einzugreifen. Man kann nicht immer die sozialpädagogische Heititei-Schiene fahren, das hilft Kindern und Jugendlichen nichts, sondern überfordert sie.


    Kinder müssen auch lernen, dass ihr Verhalten bei anderen Menschen Reaktionen hervorruft und Konsequenzen hat. Dass andere Menschen auch Gefühle haben. Dass sie nicht neben jemandem sitzen wollen, der stinkt. Wo, wenn nicht bei den Eltern, sollen sie das lernen?

    Er war dabei.

    Er hat (anfangs) mitgemacht.

    Er ist nicht eingeschritten, als es eskalierte.

    Er hat keinen Lehrer geholt.

    Er hat die Situation nicht verlassen.


    Wie soll denn die Schule deiner Meinung nach den/die Täter ermitteln?


    Ich finde, er sollte dazu stehen, dass er mit den anderen Mist gebaut hat und daraus lernen. Möglicherweise kann eine Versicherung den finanziellen Schaden übernehmen, aber diese Jungs würden bei uns auf dem Schulgelände Sozialstunden ableisten, damit sie merken, wie viel Arbeit hinter einer sauberen und funktionalen Schule steht.

    Ich finde, du solltest die Tochter ermutigen, der Mama das Zeugnis zu zeigen. Sie könnte in dem Zusammenhang gleich kommunizieren, dass sie eben kaum/keine Ruhe zum Lernen findet und hier mehr Unterstützung von der Mutter braucht. Es geht nur um die Lernumgebung! Und wenn sie das Zeugnis nicht zeigt und die Noten verschweigt, wird über kurz oder lang die Schule reagieren (müssen) - auch der Mutter ggü. Ich würde mich da nicht verpflichtet fühlen, irgendwen zu informieren oder eben nicht.


    Deine Tochter hat entschieden, zur Mutter zu wollen. Sie muss auch schon ein bisschen lernen, dass Entscheidungen Konsequenzen haben, positive wie negative. Das heißt nicht, dass diese Entscheidung jetzt in Stein gemeißelt ist, allerdings würde ich nicht im Hauruck-Verfahren den Rückzug forcieren. Oben sind ja schon gute Vorschläge gekommen, wie du vorgehen kannst. Bedenke immer, dass es bei dir auch viele Probleme gab, als die beiden Älteren noch bei dir gewohnt haben. Das Optimum haben deine Kinder leider nirgendwo.

    Ich hab auch keinen Sport gemacht, als sie sehr klein war, aber ich habe eben auch andere Hobbys.


    Den ersten freien Abend, den ich mir regelmäßig freischaufeln konnte (da war sie 4 oder 5) habe ich für meinen Chor genutzt.

    Singen ist auch Sport. :thumbup:


    Was ich gern nutze, sind die Tele-Gym-Angebote in der ARD-Mediathek. Da kann man sich gezielt 10-15 min auspowern. Es gibt auch viele Übungen, die man in den Alltag einbauen kann. Einfach mal googeln.

    Ich würde Spielbesuch auf ein bis zwei Kinder beschränken.

    Und warum können die Mütter ihre Kids nicht bringen und nach drei Stunden wieder holen, sondern reisen mit Geschwisterkindern an? Hier würde ich ansetzen.


    Mit vielen Spielfreunden trifft man sich bei gutem Wetter auf dem Spielplatz. Dann kann man in der Thermoskanne Kaffee und in der Box ein paar Muffins für alle mitschleppen, wenn es denn sein muss.


    Wer für deine Wohnsituation kein Verständnis hat, ist doch sowieso falsch.

    Ich an deiner Stelle würde zuallererst meine eigenen Problematiken aufarbeiten, an denen offensichtlich in der Vergangenheit Beziehungen gescheitert sind. Die Schuld für Beziehungsprobleme zu den Kindern der Ex vorab in die Schuhe zu schieben, zeigt, dass du bisher keinerlei Fortschritte in der Reflexion deines eigenen Handelns gemacht hast.