Beiträge von Kaj

Die Registrierung ist wieder eröffnet! Wir begrüßen euch recht herzlich bei uns im Forum!

    Im April ist ja zwischendurch vorsorglich eine Jahresnote festgesetzt worden, aber auch die ist durch jetzt geschriebene Tests noch veränderbar.

    AV und SV darf aber nicht schlechter bewertet werden. Und mit epochalen Noten aus dem zweiten Hj kann kein Schüler sitzenbleiben.

    Für klassischen Gesang muss man in Stimmung sein, aber Schuberts Winterreise ist einfach super.


    Reine Orchesterwerke und Kammermusik gibt es natürlich unendlich viel...


    Bach - Brandenburgische Konzerte

    Telemann - Tafelmusik

    Haydn - viele Sinfonien, meine liebsten sind „mit dem Paukenschlag“ und „Die Uhr“

    Mozart - über 40 Sinfonien, dazu Klavierkonzerte, ganz toll die Konzerte für Fagott und Orchester, Oboe und Orchester, Klarinette und Orchester, seine Opern muss man mögen, aber Zauberflöte ist natürlich unschlagbar, Die Hochzeit des Figaro enthält auch sehr schöne Arien

    Beethoven - sehr aufregende Musik mit melancholischen Anteilen

    Smetana - Die Moldau

    Sibelius- Finlandia, Der Schwan von Tuonela, 2. Sinfonie

    Dvorak - Sinfonie aus der Neuen Welt

    Schumann - sehr romantisch, Klavierkonzerte und Sinfonien, Album für die Jugend, Kinderszenen

    Rachmaninov - Klavierkonzerte


    Französische Musik kann auch sehr schön sein, aber da muss man sich reinhören.


    Ich höre auch supergern Passionen, Kantaten und Oratorien.


    Von den auf Unterhaltung gemachten Varianten halte ich ja eher nichts, aber jeder wie er mag.

    Ich finde das ganz stark, dass du sagst: Er gibt die Richtung vor. Du liebst ihn und willst nicht, dass er sich quält. Es soll alles für deinen Bruder gut werden. Das ist ganz großes Kino! Meinen absoluten Respekt dafür!


    Ich denk an euch, jeden Tag...<3

    Ich frage mich eher, ob die behandelnden Ärzte denn mit den Angehörigen (also auch der TS) gesprochen haben, um sie aufzuklären, welche Chancen und Risiken mit dieser Therapie verbunden sind.

    Das hat Luna oben geschrieben. Auskunft im KH: Sie hoffen von Stunde zu Stunde.


    Und da Angehörige ggf. wichtige Entscheidungen treffen müssen, werden sie natürlich über Risiken und Chancen informiert. Letzten Endes müssen alle Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft werden, solange keine Patientenverfügung diesbezüglich einschränkt.

    Ernst gemeinte Frage:

    Wie soll die denn bewertet oder dokumentier werden im Distanzlernen?


    LG von overtherainbow

    Wir haben Iserv, da kann ganz leicht über diverse Module die pünktliche Erledigung der Aufgaben rückgemeldet werden. Alternativ kontaktiert man den Lehrer, wenn es Schwierigkeiten gibt. Der Fokus liegt auf Bereitschaft, nicht auf den Möglichkeiten (die in manchen Haushalten wirklich begrenzt sind).

    Nee, ist es nicht mehr und da gehe ich mit dir absolut konform. Mich nervt schon immer das Gejammer, dass Mathe so schwer sein soll...dabei sind die hiesigen Inhalte ein ganzes Jahr hinter BuLändern wie Sachsen. Es fehlt an naturwissenschaftlicher und an praktischer Bildung. Auch ein Gymnasiast sollte Werken haben und den Umgang mit verschiedenen Werkstoffen ausprobieren und lernen dürfen.


    Aber das ist ein anderer Thread...


    Vaddi von o.a. Schüler hat übrigens eine Mail geschrieben...was man denn noch tun könne...wozu hab ich eigentlich Anfang Februar mit Blick auf das Halbjahreszeugnis ein Elterngespräch geführt?

    Lou,


    deine Wahrnehmung deckt sich mit meiner. Allein, wenn ich vergleiche, wie viel Literatur ich in der Oberstufe lesen musste und heute sind die SuS mit einem Roman von 200 Seiten schon überfordert...Aufsätze gleichen Whatsappnachrichten...keiner kann mehr schreiben, man lässt sich autokorrigieren (was schon bei Komposita gründlich schief geht)...


    Es gibt natürlich auch die anderen, die arbeiten, wo das Elternhaus nicht nur pampert, sondern von klein auf an der Frustrationstoleranz und Leistungsbereitschaft gearbeitet wird. Wo jeder eine Aufgabe im Haus hat und das Erledigen konsequent eingefordert wird. Wo nicht jeder Piep gefeiert wird.


    Politisch ist gewollt, dass viele das Abi machen und studieren. Früher gehörte man mit Studienabschluss zur Elite.

    Nicht, dass man mich falsch versteht: Ich finde es gut, wenn viele Zugang zu höherer Bildung erhalten. Aber Abi und Studienabschluss muss man sich erarbeiten und verdienen, nicht fast geschenkt kriegen. Der Kriegsgeneration wurde der Schulabschluss doch auch nicht geschenkt, also warum den Coronaschülern?

    Ich unterrichte von 5-13 alle Jahrgänge. Die Kleinen sind raus bzgl. Eigenverantwortung, die werden langsam rangeführt. Vor allem Helikoptermütter muss man an die Eigenverantwortung der Kids heranführen.

    Man hat natürlich immer Einzelne, die im 5. Schuljahr schon weitestgehend ihren Kram alleine regeln, dafür einige im 11. Jg. noch nicht. Ich hatte schon Oberstufenschüler, da ist Mama losgetrabt und hat prompt das falsche Heft gekauft.


    Im 8. Jahr werden die meisten 14, damit straf- und religionsmündig. Die Kids wollen zunehmend erwachsen behandelt werden. Gern. Hab ich kein Problem mit. Aber bitte mit allen Konsequenzen. Im 8. Jahr können Eltern überwiegend auch nicht mehr helfen, Schulstoff erklären o.ä. Da ist fast nur noch Kontrolle gefragt. Aber auch loslassen. Und manchmal muss man Mut haben, das Kind vor die Wand rennen zu lassen. Das ist schwer, ich weiß es aus eigener Erfahrung.


    Die zwei Schüler, die jetzt trotz akutem Minimalismus bis hin zur Nichterledigung wahrscheinlich versetzt werden, sind in der 8. bzw. 11. Klasse. Eine Warnung gab es bereits zum Halbjahr. Jetzt wachen übrigens die Eltern auf und fragen, was man noch tun könne...


    In welchen Bereichen stellst du Defizite fest?

    Um schwach ging es mir nie. Ein Schüler, der fleißig ist und immer Bereitschaft zeigt, aber seine kognitiven Grenzen hat, bekommt keine Fünf. Nicht von mir. Dafür habe ich immer die pädagogische Komponente im Ärmel.


    Es geht um fehlende Leistungsbereitschaft, die ich weder in der Note noch im AV dokumentieren darf.

    Ich habe es als Kind und auch im Studium immer als megaungerecht empfunden, dass die Schummler und Schnorrer fast immer mit durchgekommen sind und nie wirkliche Konsequenzen erfahren haben (oder ich habe es nur nicht wahrgenommen).

    Es ist wie in einer Gruppenarbeit: Ein, zwei machen den Job und der Rest kassiert trotzdem eine gute Note.


    Noten und Prädikate (Studienabschluss) öffnen nunmal Türen...oder auch nicht. Mit einem Einser-Abi ist die Studienauswahl größer als mit einem Dreier.


    Aber darum ging es mir gar nicht ursprünglich. Ich möchte objektiv und differenziert bewerten und die neuesten Vorgaben machen eben dies einmal mehr nicht möglich.

    Beispiel für ein besseres Verständnis:


    Schüler X hat im Halbjahr zwei Fünfen, eine davon epochal, die aber am Ende des Jahres in die Versetzungsentscheidung einbezogen wird. Warnung auf dem Halbjahreszeugnis. Im Anschluss ändert sich sein AV nicht, kein Bemühen, keine Mitarbeit, keine Hausaufgaben. Dann Corona. Trotz Pflicht zur Aufgabenerledigung, explizit vom KM auch für Schüler und Eltern formuliert, kaum Aktivität von Seiten des Schülers. Die zweite Fünf, die er hätte verbessern können, bleibt damit stehen. Kein Lehrer hat die Möglichkeit dazu verweigert. Ist aber egal, der Erlass ist so konzipiert, dass er versetzt wird und ich ihm nichtmal eine Bemerkung bzgl. seines mangelhaften Arbeitsverhalten aufs Zeugnis schreiben darf. Nur Verbesserungen sind möglich und dürfen dokumentiert werden. Und das finde ich echt unfair den SuS ggü., die mit u.a. weniger technischen Mitteln trotzdem ihren Kram pünktlich und zuverlässig erledigt haben.


    Ich glaube übrigens nicht, dass die große Masse der Erst- bis Acht-/Neuntklässler sich während des Lockdowns Gedanken über ihre berufliche Zukunft gemacht hat.


    Dass nicht nur du tanimami73 Sozialverhalten überflüssig findest, zeigt sich ja derzeit an vielen Ecken in der Öffentlichkeit...

    Irgendwie geht es hier gerade um Äpfel und Birnen.


    Egal, was der Lehrplan sagt und wie sinnvoll oder sinnlos der Inhalt ist, ich möchte Schülern (und Eltern) ehrlich und objektiv ein Feedback über Leistungsstand und Arbeits- und Sozialverhalten geben. Dazu gehört auch, dass ich eine entsprechend unzureichende Leistung zurückmelden darf. Das ist mit den Corona-Erlassen nicht mehr möglich. Die dienen nur dazu, Klagen aus dem Weg zu gehen...


    Aber gut, gibt‘s halt später in Ausbildung oder Studium eins auf den Frack.

    Knapp ein Jahr später bin ich wieder an diesem Punkt. Jetzt war ja der Hauskauf und neuerlicher Umzug dazwischen, Corona und damit das Homeschooling und unendlich viel Arbeit.

    Ich hatte im Winter angefangen Johanniskraut zu nehmen, das schien etwas zu helfen. Ich habe es jetzt vor 3 Tagen abgesetzt, dachte in der hellen Jahreszeit geht es ohne. Ich werde es wieder nehmen, zu der sowieso schon vorhandenen Erschöpfung kommt jetzt echt miese Laune und wenig Geduld.

    Der Junior fordert mich echt auch, der testet gerade Grenzen, insbesondere was den Schulkram angeht. Mir fehlt da die Gelassenheit für seine Ausweichmanöver - ich bin nur noch genervt.


    Warum ist das bloß so, dass ich mich so mies fühle? Objektiv gesehen läuft es doch ganz gut. Ich könnte einfach mal 3 Tage durchschlafen.

    Ich weiß noch, wie wir ins Haus gezogen sind. Ich hab geschuftet wie blöd, nachmittags und abends bis neun, die Wochenenden durch, um die Hütte beziehbar zu bekommen. Ich war beim Einzug bzw. kurz danach so fertig...ich hätte eine Woche durchschlafen können. Und dann kamen meine Eltern noch mit jedem Detail, was noch erledigt werden sollte ihrer Meinung nach. Da hat es dann geknallt!


    Du bist drin. Jetzt kannst du langsam machen. Es läuft eh nichts weg. Setz Prioritäten, aber lass auch mal Fünfe gerade sein. Nichts hält so lange wie Improvisiertes. Wenn es dich nicht stört, wen sonst soll es stören? Ich wohne jetzt neun Jahre hier und es ist immer noch nicht alles gemacht. Nach und nach, es wird...wenn du umkippst, hast du auch nichts gewonnen. Und nimm dir unbedingt Zeit, alles zu bewundern und dich zu freuen, wenn wieder etwas erledigt ist. In jedes renovierte Zimmer gehe ich am Anfang ganz oft rein und freue mich, dass es so schön geworden ist. Das gibt ganz viel positive Energie.