Wie mit dem ersten Freund der Tochter umgehen ?

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  • Ich hab da auch zuviel gesehen und letztendlich landet das Enkelkind zu 99% immer bei den Eltern des Mädels.

    Zuviel gesehen hab ich auch :|. Oder den Ausruf "Waaas, der hat'n Kind?" bei jungen Männern, die sehr früh Vater geworden sind, keinen Kontakt zu den Kids hatten und die man demzufolge nie gesehen hat. Ich zähle stark darauf dass Sohn eine frühkindliche Abneigung gegen Babies hatte. "Die sehen so komisch aus." -- Kindchenschema-Resistenz.

    "Mein Trainer war die Bordsteinkante" (Skateboarder)

  • Update 2:


    Es ist unfassbar. Meine Tochter entscheidet sich immer mehr gegen mich. Sie war in den Ferien nochmals eine Woche bei ihm.

    Soeben hat sie mir verkündet, dass ich sie GAR NiCHT mehr besuchen kommen werde dürfen. Erst hieß es ja ich dürfe nur in sein Haus, wenn er nicht anwesend wäre. Damit er sich nicht mit mir streitet , falls wir uns doch begegnen, soll ich sie nicht mehr besuchen dürfen.


    Ich bin so unfassbar traurig. Ich habe ihm nichts getan! Ich habe ihn willkommen geheißen, ihn am Wochenende bei uns wohnen und essen lassen. Zeit miteinander verbracht. Und nur weil er mich auf mal nicht mehr mag entscheidet meine Tochter , dass es besser ist, wenn nur sie uns besucht. Ich habe ihr gesagt, dass ich nicht vorhabe mich zu streiten, aber sie meint er würde das wollen und deshalb darf ich nicht zu ihr ! 😢

    Das hat sie mir knallhart ins Gesicht gesagt.


    Wie soll ich da noch regieren? Ich bin traurig, entsetzt, enttäuscht, … das habe ich ihr gesagt. Und gleichzeitig möchte ich sie nach dieser Offenbarung einfach nur noch rausschmeißen ( als erste Reaktion), das habe ich ihr natürlich nicht gesagt.

  • Das tut mir so leid. Es ist so traurig, dass sie nicht sieht, wie falsch das alles ist. Da kann man dir/ ihr/ euch eigentlich nur wünschen, dass sie rechtzeitig wach wird, bevor noch was passiert. Dieses systematische Abschotten gegenüber dir ist schon sehr bedenklich.

  • Ich weiß nicht, ob du da noch irgendwas tun kannst, außer sie machen zu lassen und zu hoffen, dass sie schnell zur Einsicht kommt. Redest du weiter dagegen, verfestigst du ja letztlich sein Feindbild von dir und damit wird die Situation für deine Tochter noch schwieriger. So hart das sicherlich sein wird, aber vielleicht ist der beste Weg, sie ziehen zu lassen und darauf zu pokern, dass a) die beiden mit der Zeit vernünftiger werden und eure Beziehung sich auf diesem Wege wieder einrenkt oder b) dass deiner Tochter doch schnell ein Licht aufgeht, dass Jungs mit Anstand sie nicht vor die Wahl "deine Mutter oder ich" stellen und ihre Bedürfnisse respektieren..

    "No one can make you feel inferior without your consent" Eleanor Roosevelt

  • =O=O=O


    Manche Dinge kann man nicht verstehen... es tut mir ehrlich leid, wie es sich bei euch aktuell entwickelt und ich bin da auch ein Stück weit fassungslos.


    Ich überlege gerade, wie ich an deiner Stelle reagieren würde... aber auch ich mache Fehler und es kann sein, dass es nicht richtig ist.


    Ich würde versuchen, mich abzugrenzen und darauf zu hoffen, dass sie irgendwie zeitnah wieder "vernünftig" wird. Ich denke schon, dass ich ihr klar meine Meinung sagen würde - aber sie ihre eigenen Entscheidungen trifft. Mit den Konsequenzen muss im wesentlichen sie leben, nicht du. Klar, du auch, eine kontaktbeschränkung, die vom Partner ausgeht, ist der Hammer. Aber ich habe so ein Beispiel im Bekanntenkreis und das zieht sich nun seit über 20 Jahren.


    Letztendlich glaube ich, dass du "nur" lernen kannst, damit zu leben :(

    Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, leben aber muss man es vorwärts.:strahlen

    (frei nach Sören Kieerkegard)

  • Das tut mir sehr leid für dich und für deine Tochter.

    Mir würde rausrutschen...na dann brauchst auch nicht mehr herkommen. Würde mir dann zwar weh tun, einige Zeit später...aber ich würde es durchziehen.

    Damit würdest du das Vertrauen deines Kindes in dich vermutlich in den Grundfesten erschüttern. Du bist einfach in dieser Situation immer noch die Erwachsene, nicht das Kind. Erwarte von deinem Kind nicht das Verhalten, dass du bei einer erwachsenen Person theoretisch erwarten kannst.

    Natürlich rutschen einem im Streit Dinge raus, die man besser nicht sagen sollte. Wir sind alle Menschen. Trotzdem gilt es, den Schaden so gering wie möglich zu halten.

    Tahila : Es tut mir sehr Leid, dass es bei euch beiden so eskaliert. Versuch, ruhig zu bleiben, auch wenn du kochst. Versuch, erwachsen zu sein, auch wenn du dich gerne mit ihr fetzen würdest. Mach den Schaden nicht größer, manche Wunden heilen leider kaum oder nur sehr schwer. Das Gefühl, verstoßen zu werden gehört dazu.

    I don´t suffer from insanitiy, i enjoy every minute of it8):evil:

  • Ja klar, da hast du recht, aber sie ist fast volljährig, ich hätte aus Liebe zu meiner Mutter niemals so handeln können oder das meiner Mutter gegenüber aussprechen können und das hätte der Freund von mir auch richtig Gegenwind bekommen. Und glaub mir, ich habe meiner Mama eine Menge Kummer gemacht, als ich in dem Alter war. Aber das wäre zu weit gegangen.

  • Es ist unfassbar. Meine Tochter entscheidet sich immer mehr gegen mich.

    Hallo Tahila,


    :/mmmhhh. Vielleicht verstehe ich es ja nicht richtig, dann wäre ich für eine Erklärung dankbar.

    Wieso muss sie sich denn für oder gegen Dich entscheiden?

    Mir geht es nicht darum Deine Enttäuschung nicht nach voll ziehen zu können, ich denke das kann ich und ich glaube es würde mir nicht anders gehen.

    Gleichzeitig wirkt es auf mich, als stünde das Kind zwischen den Stühlen. Wenn dem so ist, gelingt es Dir vielleicht aus dieser Spirale aus zu steigen.

    Ihr Freund muss es nicht.

    Deine Tochter kann es offensichtlich nicht.


    Wie würde ich also reagieren?

    Ehrlich und erwachsen.

    Wie es Dir geht und was das mit dir macht, hast Du ihr gesagt.

    Ich würde also meine Position und Haltung klar machen.

    Deine Sorgen und Ängste hast Du ihr mitgeteilt, also würde ich ihr wohl noch mit auf den Weg geben wollen, dass ich immer Ihr Vater sein werde, meine Tür immer offen steht, dass niemals ein „Siehste, habe ich Dir ja gleich gesagt“ kommen wird, dass ich ihre Entscheidung akzeptiere.

    Das ist mir wichtig ist, dass sie glücklich ist!

    Mir wäre die Frage noch wichtig, ob sie meinen Widerstand gegen die ganze Nummer benötigt, weil sie das tief in sich drin vielleicht doch nicht so gut findet, was sie da vorhat, nur um Sicher zu sein, dann bekommt sie den auch.

    Wenn nicht, dann jegliche Unterstützung, die ich leisten kann.



    vg von overtherainbow

  • Ich habe sie nie gebeten sich zu entscheiden. Ich bin erwachsen genug, um mich bei einem Zusammentreffen respektvoll und höflich zu verhalten und evtl. Sticheleien zu ignorieren. Er sagt auf einmal, dass er sich mit mir streiten würde wenn ich auftauche und meine Tochter findet die Lösung darin mir einen Besuch zu verbieten, sozusagen prophylaktisch.


    Letztendlich ist es so, dass er entschieden hat mich nicht zu mögen und ich dafür verwiesen werde.


    Ich weiß nicht inwiefern er sie aktiv beeinflusst und wieviel einfach nur aus ihrer Angst ihn zu verlieren stammt.


    Ich hätte erwartet, dass sie ihm klar sagt , dass ihre Familie auch wichtig ist und sie erwartet, dass er mich respektiert. Das tut sie aber nicht.


    Mit ihrem Verhalten und ihrer Aussage hat sie ganz klar eine Wunde in unsere Beziehung gerissen. Meine Tür bleibe trotzdem immer offen.


    Ich würde meinen Kindern nie einen Besuch verwehrten , weil mein LG meine Kinder nicht mag.

  • Ja klar, für ihn bist du der Feind, weil du deine Bedenken ausgesprochen hast und Tochter ihm berichtet hat...somit bist du die Böse.

    Meine Tochter hatte ja seit sie 16 J. war ein paar Beziehungen, immer diiiiie große Liebe. Und da waren einige Dödels dabei, wo ich nicht wusste, ob ich die lange ertragen kann und dann zusehen muss, wie Tochter ins Verderben rennt. Was hatte ich - als sie 18J. war - für eine Angst, dass sie heiratet, weil sie sich immer nach Familie gesehnt hat. Wir waren halt alleine. Sie ist die Macherin - ich hatte immer Angst, dass sie die Kerle ihr Leben lang aushalten wird, weil keiner arbeiten wollte. Bei dem vorletzten - boah, hat der Sprüche abgelassen, keinen Job lange behalten, aber Sprüche drauf...Sonntags arbeitet man nicht, wenn mal ein Schrank aufgebaut werden sollte. Das hatte er von seinem Vater, ein Altberliner, der sein Leben lang fleißig war, klar, der hat gesagt, Sonntags mach ich nix. Ich glaube, wäre Tochter mit dem zusammen geblieben, hätte ich den Kontakt auf das mindeste reduziert. Es war immer eine angspannte Stimmung, er war ein super Typ, zum Feiern, zum Playstation spielen und er konnte mit Kindern. Aber ansonsten eben eine Niete. Und Tochter ist ein Arbeitstier. Die hat mit 2 Kindern ihre Ausbildung gewuppt und wird gut verdienen, mit dem Geld haushalten können. Das tut dann schon weh als Mutter, wenn sie so ein Dödel an der Seite hat. Jetzt hat sie einen Freund, der zieht mit und da könnte ich mir echt vorstellen, dass ist was fürs Leben.

    Ich und auch meine Tochter hätten uns - in dem Alter von Tahilas Tochter niemals was von einem Freund vorschreiben lassen. Es kommt natürlich auch auf den Typ des Menschen an...ist denn deine Tochter ein Mensch, der sich so leicht manipulieren lässt? Ich hoffe, natürlich, dass sie irgendwann aufwacht und es eben in die Kategorie...man hat fürs Leben gelernt - gehört. Und für mich selbstverständlich, sollte vielleicht der Kontakt reduziert werden...man ist immer für sie da, wenn sie dann vor der Tür steht und sagt, Mamaaaaaa

  • Fühl dich gedrückt.

    Mein Gold ist fast im gleichen Alter und ich musste die Erfahrung machen, daß das mit den Erwartungen so eine Sache ist.

    Es sind halt meine, und eben nur meine.

    Ich glaube mich zu erinnern, daß ich die Erwartungen meiner Eltern als unerfüllbare Last wahrgenommen habe, die es los zu werden gilt und gleichzeitig enttäuscht war, in den Dingen die nicht konsequent von mir erwartet wurden.

    Für die Gegenwart und das zusammen leben mit meiner Tochter zu einer ständigen Herausforderung werden lässt, ohne wirklich die Möglichkeit zu haben, da immer den richtigen Punkt zu treffen.


    vg von overtherainbow

  • Fühl dich erstmal gedrückt. Ich glaube ich würde 3 Sachen probieren.


    Punkt 1. Ich würde Tochter ganz klar sagen das ich von ihr enttäuscht bin und auch verletzt. Das ich von ihr erwarte hätte das sie auch dir ein Recht einräumt. Wie es denn gehen soll ob du zukünftige Enkel dann auch nicht sehen dürftest. Das sie zwar bei dir Willkommen ist aber von jetzt an auf eigen Beinen zu stehen hat und das auch für alle Behörden und Gelder gilt.


    Punkt 2 ich würde versuchen mit ihm zu reden was sein Problem ist. Falls du seine Handynummer hast.


    Punkt 3 würde ich seine Eltern kontaktieren und ihnen die Situation er erklären und sie fragen wie sie sich fühlen würden wenn er das machen würde und ob sie nicht mäßigen auf ihren Sohn einwirken können oder zumindest vermittelt.

  • Signalisier ihr, dass deine Tür offen bleibt. Und bloß nicht solche Sprüche wie "Dann brauchst du nicht mehr kommen." Bitte nicht. Ich wurde von meiner Mutter mit 19 (schwanger, wegen der Beziehung verschuldet und hochgradig eingeschüchtert/manipuliert) vor die Wahl gestellt, Partner oder Familie, das hat unser Verhältnis nachhaltig schwer geschädigt. Auch heute, 14 Jahre später, frage ich lieber andere um Hilfe, als zuerst zu meiner Mutter zu gehen.


    Habe ich es richtig im Kopf, dass sie euch besuchen kommen wird/würde, nur umgekehrt ist eben ausgeschlossen? Dann lass es erstmal so sein. Dass es unvorstellbar schwierig sein muss, sein Kind ins vermeintliche Verderben rennen zu sehen, glaube ich dir sofort. Aber lass sie diese Erfahrung machen. Vielleicht braucht sie es. Ich hätte die ganzen Erfahrungen von damals rückblickend auch lieber anders gemacht, aber ich musste sie machen.

  • Meine Tochter hat sich nie manipulieren oder sich was vorschrieben lassen. Sie hatte schon als 2jährige einen Dickkopf und alle , die sie kennen , können nicht glauben was hier passiert.


    Ich schrieb das schon mal. Das ist ja der Part , der mich stutzig macht und den ich falsch finde. Sie macht alle Kompromisse. Sie hat auf einmal andere Ziele und macht auch jetzt alles , was er will. Er bewegt sich keinen Zentimeter. Er bleibt in seiner Stadt wohnen, bei seinen Großeltern, an seinem Arbeitsplatz und lässt sich weiterhin jeden Mittag von Oma bekochen. Sie gibt ihre Ziele und ihre Familie auf, nimmt Fahrtwege auf sich und plant die Haushaltsführung.

  • Signalisier ihr, dass deine Tür offen bleibt. Und bloß nicht solche Sprüche wie "Dann brauchst du nicht mehr kommen." Bitte nicht. Ich wurde von meiner Mutter mit 19 (schwanger, wegen der Beziehung verschuldet und hochgradig eingeschüchtert/manipuliert) vor die Wahl gestellt, Partner oder Familie, das hat unser Verhältnis nachhaltig schwer geschädigt. Auch heute, 14 Jahre später, frage ich lieber andere um Hilfe, als zuerst zu meiner Mutter zu gehen.


    Habe ich es richtig im Kopf, dass sie euch besuchen kommen wird/würde, nur umgekehrt ist eben ausgeschlossen? Dann lass es erstmal so sein. Dass es unvorstellbar schwierig sein muss, sein Kind ins vermeintliche Verderben rennen zu sehen, glaube ich dir sofort. Aber lass sie diese Erfahrung machen. Vielleicht braucht sie es. Ich hätte die ganzen Erfahrungen von damals rückblickend auch lieber anders gemacht, aber ich musste sie machen.

    Ja, sie sagt sie will uns besuchen. Bin gespannt wie oft das sein wird. Sie will gleich am ersten Tag der Sommerferien ausziehen und die restlichen Ferien plant sie schon mal keine Zeit mehr für uns ein.