Umgang gestalten wenn man sich selten sieht

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  • Liebe Hopefull,

    du hast Recht, deine Frage bezog sich nicht auf Unterhalt sondern auf Umgang. Wir haben einiges in Kombination überlegt und dazu geschrieben, zumindest von meiner Seite auch, weil meine Erfahrung ist, dass wir das als Eltern oft gar nicht so strikt emotional trennen können und weil even auch sachlich oft verschiedene Faktoren miteinander verknüpft sind.


    Dann man nur zum Umgang noch was: Derzeit sind die Besuche so selten und so kurz, dass das eher wie Besuche eines Onkels erscheint, zumindest eben in dem jungen Alter. M.E. lässt sich so keine Vater-Kind-Bindung aufbauen, bevor hier Missverständnisse kommen: Muss ja auch nicht. Du schreibst ja oben, dass ihr ihn nicht braucht (finanziell) und als Vater eingetragen werden soll er auch nicht,

    er ist also aus dee Verantwortung fein raus.


    Was erhoffst du dir von dem seltenen Umgang? Was erhoffst du dir vom Vater? Und was soll dieses Forum leisten? Also, wünschst du dir so Handbuchtipps: Erhöhe den Umgang auf alle 3 Wochen, Papa soll eine Audiodatei besingen etc. Und das ganze bei einem Vater, der nach außen, so sagst du, den stolzen Erzeuger mimt, aber Besuche zugunsten von Kumpels absagt?


    Mein Eindruck ist, dass das das Problem nicht löst.

  • Ja genau so praktisch Tipps.


    Das er sich nicht eintragen lassen will ist Fakt und das ich nichts beantragen will auch.


    Ideen ihn zum öfter kommen zu animieren? Bindungsverhalten hab ich ihn schon erklärt. Und ja, momentan eher Onkelfunktion. Wobei ich mir für beide wünschen würde das es besser wird. Das sie später gemeinsam Ausflüge machen können oder sie wenn sie möchte Mal bei ihm übernachten darf etc.


    Wenn er halt so wenig Zeit hat will ich beste draus machen. Will so ein Familienbuch mit Fotos machen. Wo alle drin sind. Wie bilderbuch.damit sie ihn optisch besser erkennen kann.nach benutzen Shirt hab ich gefragt. Vogel gezeigt bekommen.

    Wil nochmals fragen ob wir jeden Abend anrufen dürfen...

  • Danke für deine Antwort. Ich glaube, nach dem, was du über das Verhalten des KV schreibst, ist deine Anstrengung vergebene Liebesmüh. Du möchtest ihn mehr einbinden, er entzieht sich, du erklärst und bittest, seine Tochter scheint ihm trotzdem nicht wichtig genug zu sein, er zeigt dir den Vogel.


    Tipps nützen nichts, wenn der andere Elternteil nicht mitmacht. Die guten Ideen hast du ja selbst schon. Und trotzdem spielt der KV nicht mit, sondern spielt sein eigenes Spiel (bei dem du mitspielst...).


    Versuch, emotional unabhängig vom KV eine zuverlässige Mutter für euer Kind zu sein, finanziell unabhängig bist du ja schon.

    Wenn der Vater nicht will, kannst du nichts machen, vergeude deine Kraft nicht in einem Kampf, den du verlierst, nutze sie dort, wo du wirklich was ändern kannst.


    Eine Frage hab ich doch noch: Die Besuchstermine, wer macht die aus? Fragst du, wann er kommt? Oder sagt er von sich aus, wann er kommen will?

  • Verschieden..hab schon angerufen ob er Mal wieder kommen will. Teils ruft er an und fragt. Deal ist 4 Std vorher bescheid geben. Während Corona sind wir 6wse Zuhause. Aber wenn es Mal um ist sind wir auch Mal weg. Das er es weiß wir sind nicht da bevor er sich auf den Weg macht.

  • Irgendwie klingt das alles für mich widersprüchlich. Er soll Vater "spielen", hat aber (laut deiner Ausage) keine wirkliche Lust dazu. Du willst, dass er Vater "spielt", sperrst dich aber gleichzeitig dagegen, dass er zumindest in einem Punkt klar Stellung beziehen muss, nämlich sich als Vater EURES Kindes zu bekennen.


    Mal böse gesprochen: Warum soll er für etwas Energie "verschwenden", wenn er es sich auch einfach machen kann und den Weg des geringsten Widerstandes gehen kann.

    Nein, ich habe keine Spinnennetze in der Wohnung, das sind Ökotraumfänger :D

  • Bist du ihm so dankbar, dass er als Erzeuger da war, dass du sonst nichts verlangen willst? Wenn es euer Deal warst, nimm halt nur die Brotkrummen, die er dir gnädig hinwirft... Deine Kleine wird zu ihm keine Bindung aufbauen können und du bleibst sein Spielball. Daher habe ich keine andere Ratschläge, als du schon machst.

    Nicht auf das Leben kommt es an, sondern auf den Schwung, mit dem wir es anpacken. H. Walpole

  • 4 Stunden vorher? Na, das nenne ich "auf Abruf". Sei mir nicht bös, ich habe den Eindruck, dass deine eigene Beziehung zu deinem Expartner ein deutliches Machtgefälle zu deinen Ungunsten aufweist, und dass es viel eher um diese Beziehung geht als um euer Kind. Was ist da ungelöst?


    Warum du das selbst so haben möchtest, warum du auf Unterhalt und Vaterschaftsanerkennung verzichtest und zugleich für die sporadischen Pflichtbesuche dich so anbiederst (4 Stunden vorher zu- oder absagen?), da solltest du mal hinschauen, finde ich. Alles andere an 'Tipps' läuft doch nur darauf hinaus, dass du bittest und bettelst und dich hübsch klein und konfliktausweichend und gefügig verhältst.

    Welchen Nutzen ziehst du daraus? Du, nicht euer Kind?


    Wie immer: Fragen für dich, nicht unbedingt fürs Forum. :)

  • Mädels und Jungens, das ist doch auch total Schnurz.


    Das Kind von Hopefull ist keine zwei Jahre alt. Ob der Vater jetzt 5 Minuten oder 2 Wochen vorher ankündigt, wann er sein Kind sehen möchte...


    Bei den aktuellen Abständen zwischen den Umgängen, ist für das Kind jedes mal das erste mal.


    vg von overtherainbow

    .....arbeiten kann jeder, ausruhen ist die Kunst....

  • Emma21, zeig mir mal ein Elternteil, dass es "erlaubt" 4 Stunden vorher zu fragen, ob Umgang statt finden könnte...da würden die meisten sagen, da hättest du früher fragen müssen. Und wenn er 4 Stunden vorher absagt, ist es doch für Hopefull ok. Andere würden das als zu spät empfinden und sich aufregen

  • Clara66 4 Stunden vorher absagen oder zusagen ist doch ok... hier liegt der traurige Rekord zwischen gar nicht erscheinen und 40 Minuten vorher.


    Aber mal im Ernst.. so wie die Konstellation hier ist, wird das niemals etwas werden. Vater will rechtlich kein Vater sein, die Mutter akzeptiert es, da finanziell aktuell alles stimmt.


    Bei mir ist es so, die vergangenen 8 Jahre, hatte ich mich über die fehlenden ~ 100€, wegen dem UHV kurz aufgeregt, heute bräuchte ich sie schon, da ich auf ALG 1 angewiesen bin. Allein über die 8 Jahre hin, hat mein Kind auf rund 9.600€ verzichten müssen. Nach der alten UHV Regelung wären es sogar mehr gewesen. Das Geld, hätte jetzt auf der Bank liegen können, als Startkapital für Junior. Aber dieses hätte, hätte Fahrradkette hilft jetzt auch nicht. Realistisch gesehen, kann ich froh sein, dass der Staat für den fehlenden Unterhalt einspringt.

  • Für den (Nicht)Vater ist das klasse. Fürs Kind eine gewisse Zeit noch egal. Wenn es für die Mutter regelmäßig okay ist ...


    In der Gesamtbetrachtung von aussen ploppen da dem Zuseher schon andere Bilder auf, die unangemessenes, übergriffiges "Vater"verhalten beinhalten und ein aussergewöhnliches Abhängigkeitsverhalten der Mutter.

    Kann alles gut sein, wenn es freiwillig ist und nicht vom Vater gesteuert.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Emma21, zeig mir mal ein Elternteil, dass es "erlaubt" 4 Stunden vorher zu fragen, ob Umgang statt finden könnte...da würden die meisten sagen, da hättest du früher fragen müssen. Und wenn er 4 Stunden vorher absagt, ist es doch für Hopefull ok. Andere würden das als zu spät empfinden und sich aufregen

    Deine Aussage war, dass 4 Stunden vorher ok sind und dass man das bei keinem anderen Elternpaar findet.

    Ich war mir nicht sicher, ob das ironisch gemeint war, denn allgemein ist es ja so, dass Umgänge meist langfristig festgelegt werden auf bestimmte Wochentage oder Wochenenden oder Ferienzeiten. Das ein Elternpaar eine "Absprache" hat daß Umgänge erst 4 Stunden vor dem Umgang abgesprochen werden, wird es sicherlich bei kaum einem anderen Elternpaar geben, aber nicht, weil es so eine besonders tolle Sache ist, sondern weil es eine Zumutung für den BET darstellt.

  • BET hat es doch so vorgeschlagen, somit scheint es für sie ok zu sein

    Zur Klärung meines Verständnisses: Ich gehöre zu den Menschen, die tatsächlich etwas mehr Planungsvorlauf brauchen, auch, weil der Umgang des KV tw. zeitlich so liegt, dass ich da arbeite, da brauche ich mehr als 4 Stunden Vorlauf.


    Ich finde Absagen 4 Stunden vorher nicht i.O., sofern da nicht ein triftiger Grund wie Krankheit vorliegt. Ich plane doch meine Zeiten _ohne_ Kind/Kinder für Dinge, die ich eben nur ohne sie tun kann. Und da erwarte ich vom KV, dass er Absprachen einhält.


    Spontanbesuche sind auch bei mir möglich, wenn es denn passt.

    Aber nicht die Regel, ich ändere meine abgestimmte Planung nicht zwingend, weil der KV spontan hereinschneien will.


    Aber gut, so verschieden sind wir Menschen halt.


    Für mich verstärkte dieses 4-Stunden-Ding einfach meinen Eindruck, dass Hopefull da eine großzügige Laissez-faire-Haltung ggü. dem KV einnimmt, die schwer mit dem Wunsch nach mehr Bindung und häufigerem und verbindlichen Kontakt fürs Kind vereinbar ist. Jetzt beim Niederschreiben fällt es mir auf:

    Verbindlichkeit?

  • Wir hatten eben Streit.

    Grund ist der Aufenthalt im Schlafzimmer. Ich möchte, dass die zwei im Wohnzimmer oder Garten spielen. Einfach weil das Schlafzimmer doch sehr privat ist. Und wir sind ja nicht mehr zusammen. Es ist merkwürdig ihn im Bett liegen zu sehen. Als sie Baby war ok. War besser da zu kuscheln. Aber ist bald eins. Immer in Bewegung.


    Er findet es unmöglich. Will sich da aufhalten wo er es für richtig erachtet. Jetzt bin ich hin und her gerissen. Bin ich egoistisch? Weil ich den zwei das kuscheln im Bett verweigere? Im Grunde kuschelt Zwerg auch nicht mit ihm. Vater versucht es halt.


    Wahrscheinlich bin ich einfach empfindlich. Es ist komisch getrennt zu sein und dann und zu haben der mehr als Gast ist.

    Klar hab ich nichts im Schlafzimmer zu verbergen.aber rein theoretisch könnte ich ja eine neue Beziehung haben. Er muß ja nicht wissen daß es nicht wissen daß das nie sein wird.


    Er sagt nicht 4 Std vorher ab. Sondern gibt bescheid dass er kommt. Absagen braucht er eigentlich nicht weil er ja keine festen Zeiten hat.

  • Nein Du bist nicht komisch. Er wohnt nicht mehr da, also hat er auch kein Recht mehr zu bestimmen, wo er sich in DEINER Wohnung aufhalten kann. Auch er muss Deine Privatsphäre achten und berücksichtigen !

    Wenn Du sagst das Schlafzimmer ist für ihn tabu, dann ist es für ihn tabu.


    Ich persönlich würde ihn ggf komplett der Wohnung verweisen, wenn er meine Privatsphäre nicht achten will. Dannach eine Meldung ans JA und ggf ein Gespräch.

    Nein, ich habe keine Spinnennetze in der Wohnung, das sind Ökotraumfänger :D