Beiträge von lenchen

    12.6

    Um 4:30 stehe vor dem Hotel und warte, ein junger Japaner namens Koji kommt mit einem Auto und fährt mit mir 3 Stunden lang besondere Spots um Mt Fuji an. Er ist sehr sympathisch, extrovertiert, spricht gut Englisch und war haben schöne Zeit miteinander. Als erstes versuchen wir Fuji von der See Seite vom See Morunoko zu sehen, es ist schon hell aber Fuji sieht man nur zur Hälfte, deswegen fahren wir an die westliche eher unbekannte Seite, dort halten wir inmitten von Felder in einem kleinen Dorf und haben eine wunderschöne Sicht auf Fuji und den Sonnenaufgang. 🌅 das ist so magic. Hier ist eigentlich schon „Regenzeit“ also zwar heiß aber auch oft Regen der mit einer Wolkenfront einhergeht. Aber da mich Mt Fuji doch belohnen will, passiert ein Wunder.., es ist sonnig, toller blauer Himmel, die Wolken sind auf der anderen Seite des Berges. Allerdings ist etwas untypisches zu sehen, die Spitze des Mt Fuji ist in einem runden Wolkenschleier der wie ein Sahnedonut ausschaut, eingetaucht. Koji erzählt mir viel interessante Sachen, unter anderem wie man früher aus diesen Zeichen das Wetter geraten hat. Dieser Donut bedeutet Regenwetter. Nächste Halt sind wunderschöne Wasserfälle, wo das Wasser vom Fuji runterkommt, in der Nähe hat er mir einen Samureipond gezeigt, wo ein natürlicher Schrein existiert, wo früher Samurajs sich gewaschen und gebetet haben. Es sieht so wunderbar aus. Er zeigt mit richtig die traditionelle Art des Gebetes und wir beten zusammen. Das ist natürlich besser als mein angelesenes Wissen. Er erzählt viel von der japanischen Gedchichte und japanischem Budhismus( in dem man an das Leben JETZT!!! glaubt und dem die volle Aufmerksamkeit schenken soll) Es ist so interessant. Wir unterhalten uns auch viel über das normale Leben in Japan, Kosten, Familiensinn, er ist frisch verheiratet und hat mit seiner Frau ein altes Häuschen in der Nähe von Kawaguchiko gekauft. Der Durchschnittverdienst in Japan sind ca 1400,- ( netto). Er arbeitet in einer Firma und macht die viele Sachen, diese Touristen Führungen, Fotografieren und Events organisieren. Seine Frau ist Yogalehrerin und fährt jeden Tag mit dem Shinkansen nach Tokio zur Arbeit.

    Als Nächstes schauen wir uns noch ein Lava Forest an und dort eine Drachenhöhle mit Schrein. Dort sprechen wir über Leben, Tod, über den bekannten Suizideforest um Fuji herum. Es ist sehr philosophisch und berührt mich sehr. Der Wald hat sehr besondere Vibes. Auf dem Rückweg um 7:30 fahren wir von Fuji weg und tatsächlich ziehen Wolken über ihn. Wir verabschieden uns ganz Herz und tauschen unsere Kontakte.

    So bin ich voll Eindrücke im Hotel zum Frühstück.., sehr japanisch und sehr lecker. Der Kellnet zeigt mir ein vorgefertigtes Kärtchen auf Englisch, wo steht, dass im hinteren Teil des Essraumes eine Schulklasse mit Kids with special needs frühstück. Ich sah es schon öfters, dass spezielle Schulklassen unterwegs waren und hier kommen die Kids wahrscheinlich regelmäßig her. Das finde ich eine wunderbare Inklusion, und typisch japanisch mit diesen Zettel, dass auch alle Bedcheid wissen und Rücksicht nehmen 👍👍👍.

    Nach dem Frühstück hab ich noch Zeit erneut den Onsen zu genießen und die Berge im guten Wetter zu sehen. Um 10 checke ich aus und geh am See zurück zu Kawaguchiko Station, unterwegs überlege ich ob ich hier noch etwas besichtige, den die Sonne scheint… wo ist das schlechte Wetter? Ich shoppe ein paar Andenken, hole mein Gepäck und entscheide mich doch mit dem nächsten Überlandbus nach Tokio zu fahren… kaum sitze ich im Bus 11:10 geht die Reise und der Regen los… also alles richtig gemacht. Im Bus schlafe ich☺️.

    Im Tokio angekommen bin ich schon ein Profi im Transport und komme zügig in meinem Hotel in Asakusa, niedlich klein passt. In der nächsten Nähe von Asakusa Schrein, fühle mich da schon zu Hause.

    Für heute Abend 19 Uhr bin ich mit der lieben Mihu verabredet, die ich in Sendai kennengelernt habe. Wir schreiben schon die ganze Zeit. Sie hat sich auch überlegt was wir machen können. Bis dahin hab ich noch 3 Stunden Zeit und ich überlege was ich morgen an meinem letzten Tag mache… und dann durch Zufall sehe ich, dass es in Santoru Hall eine Reihe Konzerte gibt. Es ist eine weltbekannte Konzerthalle mit erstklassiger Akustik. Welche ein Glück am Samstag um 11 Uhr gibt es ein Konzert und es gibt Karten.., oh ja das wird ein Erlebnis. Das mache ich. ( Kostenpunkt 2000 Yen! Es ist nur Vormittags so billig) jetzt entsteht die Frage, was soll ich anziehen…

    Das Problem wären eigentlich die Schuhe… aber da ich sowieso eine Yukatta ( ein Sommerkimmono) kaufen wollten( Second Hand) mache ich los zum Second Hand mit Kimonos und Yukattas. ( es gibt viel viel mehr) und KI wertet es als gute Bekleidung für Santoru Hall.

    Wobei es vormittags auch elegant leger sein könnte. Im Laden bedient mich der alte Chef, bisschen peinlich wenn er mir hilft mich da einzukleiden( über mein Kleid) und er hilft mir auch das Muster auszusuchen, am Ende nehme ich eine neue Yukata ( In Übergröße, den ich bin größer als sogar die meisten japanischen Männer) dunkelbllau mit großflächigen Blumenknospen( zarte Pfingstrose) und zarte Blätter, dazu einen sehr hochwertigen beidseitigen Obi ( schwarz mit golden schimmernder Struktur, Rückseite in dunkelrot) dazu braucht es verschieden Schnüre, weißer Kragen für festliche Anlässe, Obi Untergürtel, Getta Socken, Getta Schuhe ( entscheide mich für die moderne Version, aus Gummi nicht aus Holz) eine passende Tasche in der Farbe der Blätter, ein ziergürtel mit Schmuck überm Obi… so das war teuer. Aber wunderschön 🤩

    So jetzt muss ich mich beeilen. Schnelle Dusche kurz ausruhen und schon ist 19 Mihu ist schon da und ich kam auch 5 Minuten früher . Japaner sind überpünktlich. 19 Uhr heißt nich 19, sondern 18:50 😉

    Wir freuen uns sehr zu sehen und sie hat ein Restaurant reserviert wo man Okonomyaki a monjayaki machen kann. Es sind zwei Arten von Reiberdatschi einmal aus Weißkohl,Ei, Gewürze und Teig, ( Zutaten kommen fertig an Tisch ) man vermischt alles und brät es am Grill, der Grill ist im Tisch integriert. Bei Monjayaki kann man andere Zutaten aussuchen, wir nahmen Meeresfrüchte, aus der Mischung legt mein Kreis auf dem Grill und gießt den Teig in die Mitte und lässt es stocken und schabt man es ab mit so einer kleinen Spachtel, dazu gibt es spezielle Soßen. Wir trinken dazu alkoholfreies Bier wir reden angeregt, und sie zeigt mir die Zubereitung, dieses Sitzen, reden , essen, erinnert mich an unser Raclette an Silvester.

    Ich freue mich sehr, wenn sie mich in Deutschland besucht. Nach dem Abendessen ( es gab noch Matcha Eis) übernimmst sie die Rechnung, was mir nicht so recht ist, weil ich weiß, dass Japaner weniger verdienen. Aber ich bin heute ihr Gast. Dass nehme ich nur an, weil sie mir verspricht während ihren Deutschlandsbesuches bei mir zu wohnen.

    Wir spazierenden, reden viel, schauen uns Asakusaschrein in der Nacht und danach kehren wir in ein Public Bath ein. Es macht so Spaß, Japan mit einem Japaner zu erleben. Wir verstehen uns sehr gut. Eine tolle Frau. Ich erzähle ihr von meinen Plänen morgen und sie sucht mir gleich noch ein Fest aus, wo ich hingehen könnte und schickt mir ein paar Toutorials wegen Yukatta anziehen.“"

    Wir verabschieden uns und vielleicht kann es ein Anfang einer schönen Freundschaft.

    So erstmal 😴

    13.6

    Ich stehe zeitig auf und bin echt nervös wie ich das anziehen alleine schaffe…. Mind 30 Minuten hab ich gebraucht, sogar die schöne Obischleife hab ich geschafft. Dann noch ein einfaches Make-up und Haare in einen glatten Dutt mit dezent Schmuck drauf. So fertig ( mit einer Tasche noch wo ein Sommerkleid und Sandalen waren) ging ich los. Bisschen Angst hatte ich, wie die Leite reagieren. Hab gestern Mihu nach ihrer Meinung gefragt, nicht dass ich hier ein Fettnapf mitnehme und die Japsner nicht so reagieren, wie bestimmte Leute, die sich über kulturelle Aneignug beschweren. Es ist schon üblich, dass du dir an den Touri Orten ein Kimono leihen kannst und dort eine Fotosession buchen kannst. Bloß ich fahre damit U-Bahn etc. Mihu sagt, wenn man es gut mit Würde trägt ( nicht lächerlich macht oder so) sehen das Japaner sehr positiv als Wertschätzung deren Kultur und mögen es. Also es kamen keine komischen Blicke, eher Komplimente. ☺️allerdings hält es einen sehr aufrecht. Ich kam wieder überpünktlich am Konzertsaal, das ist sehr imposant, inmitten von Wolkenkratzern,mit modernem Springbrunnen, daneben Arkaden, wo es ein Wochenmarkt gab. Dort habe ich eine Japanerin Fotos von mir vor einem Blumenstand zu machen. Ein bisschen etwas gefrühstückt und dann konnte man schon um 10:30 rein. Vor dem Eingang oberhalb der Tür ist eine kleine Orgel und bevor eingelassen wird, kommt eine schöne Melodie. Drinn sieht es toll aus, mein Konzert findet im kleinen Saal ( blaue Rose) statt. Der große Saal sieht auf den Bilder monumental aus. Die Musik ist wunderschön ( insgesamt 2 h mit einer Pause, Werke von Schubert, Mendelsohn, Beethoven, Smetana und Dvorak. Der Klang , Akustik ist einmalig, wie sie spielen… Präzision und Herz vereint. Es laufen mir die Tränen, so ein Erlebnis ist es.

    Danach besuche ich noch ein Shrine in der Nähe, fahre nach Ginza,spaziere dort, geht in das bekannteste Ginza Six Kaufhaus , Luxusmarken interessieren mich nicht, aber oben ist einbekanntes Garten mit toller Sicht. Es ist sehr heiß und ich kleide mich auf der Toilette um.. luftiges Kleid und Sandale… mega.

    Jetzt werde ich in einen günstigeren Kaufhaus fahren, einen Koffer holen und shoppen… gesagt getan, Donki, Drogerie, Buchhandlung, 100 yen,GU.., am Abend hole ich nur im alten Hotel mein Gepäck packe fast alles in den Koffer, esse eine leckere Waguyamisosuppe und dann kurzer Abschied in der Dämmerung zum Narita Flughafen in mein Hotel, dass ich vom Anfang kenne. Die haben ein Shuttelbus, sodass meinem Rückflug nichts im Wege steht. Im Hotel packe ich richtig um, lasse meine Yukatta ordentlich auslüften und geh nur baden und ins Bett… Morgen früh fliege ich schon zurück.

    14.6

    Ich bin gefühlt Monate in Japan.., ich habe so viel erlebt, so tolle Begegnungen gemacht, wundervolle Sachen gesehen, gegessen wie ein Gott in Frankreich.

    Ich nehme ein volles Herz mit… Heute freue ich mich auf meine Familie und Freunde. Sie sind so wertvoll für mich.

    Das waren meine Erlebnisse. Ich hoffe, manch einem Traveler hat es Spaß gemacht

    11.6.

    GsD ist es da schon 6 Uhr, ich geh mich frisch machen, hole mein Zeug und bin kurz nach 7 raus. Uff.., irgendwie erleichtert. Nie wieder. Wenn es so hypermodern wie in Singapur auf dem Flughafen wäre oder in Helsinki, kann ich mir vorstellen ein paar Stunden zwischen den Flügen zu ruhen aber für länger nicht. Ich liebe meine Hotelzimmer mit meinem Bad, egal wie groß oder alt sie sind.., dass ist meine Höhle, mein Ruhepunkt. Das Schönste ist, wenn ich so 2-3 Tage irgendwo im Hotel bin. Aber hier reise ich meist nach 1 Nacht schon ab. Meist Anreise früh , Gepäck in die Aufbewahrung und etwas Spannendes bis spät Nachmittags unternehmen , dann das Gepäck holen und einchecken, am nächsten Tag lasse ich mein Gepäck im Hotel und besichtige wieder etwas. So habe ich 2 fast volle Tage.

    So jetzt bin sehr früh unterwegs, Shinjuku schläft noch, es sind fast keine Leute unterwegs, die Katze kommt raus und reckt und streckt sich. Ich geh direkt zu der Busstation, es ist nicht ganz einfach zu finden aber es klappt. Dort ist allerdings ganz schön viel los, es ist alles super logisch ausgeschildert und perfekt organisiert. Darin sind Japaner Meister. Es gibt Lawson da, so kann ich mir mein Frühstück holen, heute etwas europäisches ein Kaffee und ein Süßes Teilchen. Es gibt genügend Sitzplätzen.., in den Abfahrtzonen sieht es wie auf dem Flughafen aus.

    Und eine mega Sache!!! Extrem wichtig,überall gibt es kostenlose saubere Toiletten. Oft modern aber in ländlichen Gebieten gibt es auch ältere Toi aber nie eklig, vereinzelt gibt es Toi zum Hocken (wie arabische). So vertreibe ich mir meine Wartezeit mit Essen und Planen, es geht nach Kawaguchiko, eine wunderbare Gegend der 5 Seen um Mount Fuji herum. Hier hab ich ein japanisches Zimmer mit Onsen im Ryokanstil. Mein Busticket hab ich über eine App ( deutsche) gebucht, hab es im Voraus gemacht, weil ich nicht wusste, ob da ein großer Andrang wird. Hätte gar nicht gebraucht aber egal. Der Reisebus war sehr bequem und sauber, einzig nervige.., die Inder, saßen direkt hinter mir und haben laut Videos gehört und später ununterbrochen 2 Stunden geredet. War etwas genervt. Na ja. Hätte am liebsten etwas gesagt aber versuchte mich in Geduld zu üben. In Kawaguchiko angekommen hab ich mich erst etwas orientiert und mein Gepäck in die Aufbewahrung gegeben und dann nur mit kleinem Rucksack mit Wertsachen und Wechselschen bin ich z Hotel spaziert.es ist eine wunderschöne Gegend nur es war wieder bewölkt. Ich war traurig..,ich hab mich auf Mt Fuji gefreut…aber manchmal lässt sich nicht alles erzwingen. Ich saß am See, im Café überlegte, wie ich es anstelle und Fuji zu sehen. Laut Wettervorhersage soll es morgen regnen … nur in der Früh soll das Wetter gut sein und Fuji wäre von der Südseite sichtbar. Es gibt extrem viel bekannte Aussicvtspunkte.., ich war noch nicht schlauer.. aber egal, ich hab wieder versucht 1 Stunde früher einzuchecken… meist klappt es aus Freundlichkeit.. und dann war ich wieder in meinem schönen Zimmer mit Futonbett und 2 Onsens.

    Das Hotel ist auch schon alt aber es hat Charme, nicht ranzig einfach liebevoll in Jahre gekommen. Beim Einchecken durfte man sich an der Candybar bedienen, es gab. Käffchen vom Automaten. In jedem Hotel, wo ich bisher in Japan war, gibt es ein Wasserkocher im Zimmer und eine Mikrowelle auf der Etage und auch Waschmaschinen mit Trockner. Also du kannst ruhig auf dem Zimmer essen, wenn du nur ein Zimmer gebucht hast. Ich holte mich auf dem Weg schon mein Abendessen, kalte Udondchschale, Makrele und japanische Pickels und ein Getränk ( schon 1000 Yen - 5,40) aber als erstes chillte ich erst im Zimmer und grübelte.., wegen Mt Fuji und siehe in der Webung vom Hotel war Kontakt an einen einheimischen Führer der z.B. ein Sunset oder Sunrise Ausflug anbietet, er antwortete mir auf recht schnell auf WA und ich entscheid mich morgen um 5 den Sonnenaufgang am Mt Fuji zu genießen und zu hoffen, dass es nicht bewölkt wird. Den Nachmittag und Abend hab ich im Onsen verbracht… wundervolle Sicht auf die Seen und Berge, später aß Kuch und ging noch in ein Hotelmanga Café und las und zeichnete dort.

    Es ist wie eine schöne Bibliothek nur mit Mangas und Anime Figuren, Plakaten etc. Dort gibt es auch Nieschen wo man sich hinlegen und lesen kann und auch ein Schreibtisch, wo alle möglichen Zeichensachen sind und man darf ausdrücklich etwas Anime zeichnen. Der Chef nämlich hat in seinen jungen Jahren in der Anime Branche gearbeitet und später das Hotel von seinem Vater übernommen. Richtig schön . So aber jetzt schnell schlafen.., Fuji wartet

    Ich habe ganz vergesse, wie übervoll es in Shinjuku war. Also ich finde es ganz schrecklich, so viele Leute, ein Kopf am Kopf, überall Lärm und Dreck. Ich suche bestimmt 20 Minuten mit meinem ganzen Gepäck meine Unterkunft. Zum ersten Mal fühle ich mich in Japan unwohl und auch unsicher. Das Viertel hab ich aus rein praktischen Gründen ausgesucht. Ich möchte Mt Fuji sehen aber nach Kawaguchiko, wo ich hinwill, kann man am besten mit dem Überlandbus hinfahren ( was auch billiger ist) und der fährt von dem Express Busbahnhof von Shinjuku.

    Shinjuku wird als eine Partymeile beschrieben und ja. dort sind extrem viele Bars, Cubs, Restaurants aber eher so in der Ballrrmann Art. Es stoßt mich echt ab. Vor allem dieser Dreck als krasser Unterschied zum restlichen Tokyo. Es sind auch sehr viele Ausländer hier, micht nur Touristen sondern riesige Türstehertypen, die für mich nicht vertrauenswürdig aussehen. Endlich habe ich die Unterkunft gefunden. Ich habe es augenblicklich bereut. Altes süffiges Gebäude, Aufzug in einen runden Erker und irgendwo im 6,7,und 8 Stockwerk sind die Übernachtungsmöglichkeiten. Ich hab mit im Rahmen der Erweiterung meines Horizonts für ein Kapselhotel entschieden.

    Man fühlt sich in einer Mischung von Asylunterkunft, Ferienlager und Masthuhnsnöage. Du hast eine Koje zugewiesen bekomm, die ca 1 mal 2 m groß ist und vielleicht 1,3 m hoch. Es gibt ein Pult mit Licht , Klima, Wecker die Matratze fühlt den Raum aus, dazu Kissen und Decke, die Kapsel hat statt Tür nur eine Jalousie. Es gibt 2 Stockwerke. Auf der Ebene gibt es ein großes Bad mit Duschen und Toiletten, ein Lager mit verschließbaren Spinden. Du kannst dort deine Sachen einschließen.

    Das Kapselhotel ist echt in die Jahre gekommen vielleicht aus 2010? und ist unschlagbar billig ( weniger als 20 Euro die Nacht) es ist nicht dreckig aber ich fühle mich gar nicht gut dort. Ich ruhe mich etwas aus und geh noch bisschen raus, inzwischen ist ca 23 Uhr, es sind noch mehr Menschen unterwegs als vorher, wirklich Jugendliche. Fühl mich leicht deplatziert. Spaziere zu der bekannten Werbungsanzeige, da wo die 3 D Katze Undinn treibt aber es läuft nicht mehr, als ich um 20 Uhr aus der Bahn kam, sah ich sie noch. Die Godzilla am Kino schlief auch schon. Na ja, nach ein paar Runden, geh ich wieder zum Hotel, geh duschen und ziehe meine Sachen an, lasse mein Sweatshirt an und ich weiß, dass es psychisch bei mir ist, ich fange an, mich zu kratzen ( Juckreiz)… ich versuche zu schlafen, es ist natürlich extrem hellhörig.., hab Ohrstöpsel, schlaf auch ein und hab einen übelsten Alptraum, bin irgendwo im Jungel, plötzlich kommt aus dem Dickicht eine Schlange( sieht gefährlich aus) sie fixiert mich und ich weiß, dass sie mich angreifen wird, bin aber voll mit Gepäckstücken behangen und kann nicht schnell reagieren und als sie angreift, wach ich voll erschrocken auf …..

    10.6

    Sendai am Abend war ganz schön chaotisch, ich habe aber danach sehr gut geschlafen und mich ausgeruht. Das Hotel ist neu, schön, kleine funktionelle Zimmer mit jedem Schnick Schnack, was man sich wünschen kann. Das Frühstück ist sehr japanisch und ziemlich lecker. Fast wie in Aomori. Beim Frühstück sitzt eine nette Dame neben meinem kleinen Tisch und so kommen wir ins Gespräch. Ihr Englisch ist ungefähr wie man japanisch und tatsächlich kriegen wir ein Gespräch zusammen, woher man kommt, was man schon so gesehen hat usw. usw. Sogar Witze über die gleichen Socken, die wir anhaben ( hab mir die in Japan gekauft) Am Ende merken wir, dass wir Zimmernachbarn sind. Wie lustig, wie lachen und sie umarmt mich zum Abschied ( hat vielleicht 155 cm )😉. Sie bleibt noch 1 Nacht und dann geht es heim nach Chiba. Dort soll es auch schön sein.

    Als ich mein Zimmer verlasse, klemme ich ihr an die Tür ein Zettel mit einem Dank für das nette Gespräch. Ich denke, sie wird sich gefreut haben.

    Dann checke ich aus und lasse mein Gepäck im Hotel, das finde ich super, dass es so geht. Gehe wieder zum Hauptbahnhof und besorge mir ein Shinkansen Ticket nach Tokio. Am Schalter sind zwei nette Mädels, die mich drauf aufmerksam machen, dass ich mich in JR Club anmelden kann und bekomme einen tollen Sakura 🌸 JR Anhänger gratis. Echt schön.

    Dann suche ich wieder einen Kulturbus, der alle Wichtigenr Sehenswürdigkeiten anfährt und starte los. Satsuma Tour, mit einer Tageskarte, ich fahre antizyklisch aber es ist trotzdem sehr voll.

    Als erstes besuche ich ein Schrein am Stadtrand. Osaki Hachimangu Schrein

    dann das Mausoleum Zuijhoden und die Statue vom Samurei Date Masamune.

    Es war überwältigend, dazu später mehr. Date Masamune (1567–1636) war ein mächtiger japanischer Daimyō und Samurai der Sengoku- und frühen Edo-Zeit. Als legendärer Herrscher Nordjapans, der die Region um die heutige Stadt Sendai gründete, ging er wegen seines verlorenen rechten Auges als „Einäugiger Drache“ (Dokuganryū) in die Geschichte ein.

    Es sind viele Leute unterwegs.

    Gegen Abend fahre ich mit dem Shinkanzen zurück nach Tokio, nehme extra den roten Shinkansen.

    Die Tradition musst vorbestehen.., es wird Bento mit einer Spezialität von Sendai …. Zunge. 👅 kann man essen.

    Ich komme pünktlich in Tokio an und suche in Shinjuku ein Kapselhotel, wo ich übernachte….

    Am Abend geh ich raus, schrecklich viele Leute unterwegs…

    9.6.

    Heute bin ich sehr früh los, ohne Frühstück, an der Hafenpromenade zum Bahnhof, juhu es regnet nicht. Meine Schuhe sind wieder chic, sauber und trocken. Ich kaufe mir etwas zum Frühstück Tamagosando und ein Frenchtoust mit so etwas wie Schocko Peanutbutter und natürlich ein warmes Käffchen.

    Bin natürlich wieder überpünktlich am Bahnhof und kann wieder die Shinkansen beobachten. Die Fahrt ist recht kurz und angenehm. Ca 1h ( ca 300km) und Preis wie Gießen - Frankfurt 😂😂😂.

    Am Bahnhof angekommen, stecke ich mein Gepäck in ein Schließfach und reise gleich weiter nach Matsushima. Noch im

    Bahnhof kaufe ich mir ein Schälchen Kirschen 🍒, die sehen ja lustig aus, nichts mit makellosen Perfektion, diese Herzkirschen) schmecken jetzt ganz ok ( meine aus dem Garten schmecken besser) kosten nur 350yen😂.

    Es ist sonnig heute, warm juhu 🌞. In Matsushima gehe ich zum Hafen und buche die nächste Bootsfahrt.


    Matsushima-Bucht (松島湾) gilt als eine der „drei schönsten Landschaften Japans“ (日本三景, Nihon Sankei) – zusammen mit Miyajima und Amanohashidate. Über 260 kleine, mit Kiefern bewachsene Inseln verteilen sich in der Bucht und bieten unvergessliche Ausblicke.

    Ich trödle herum und verpasse fast mein Schiff. Den ich schaue mir noch ein Schrein direkt an der Bucht mit mega Aussicht an. Godaido-Halle (五大堂) ist eine kleine, aber geschichtsträchtige Tempelhalle auf einer winzigen Insel direkt vor der Küste von Matsushima. Sie gilt als eines der Wahrzeichen der Stadt und bietet einen herrlichen Blick auf die berühmte Inselkulisse der Bucht. GsD kommt der Ticket Verkäufer zu mir und sagt mir, dass ich mich beeilen muss. Echt total lieb.

    Es ist ein riesengroßes Schiff mit 2 Decks, ich bin hinten unten und genieße und staune. Diese unzähligen und mannigfaltigen Felsenformationen.., wow dazu Sonne, Meer, sanfte Brise und die schöne japanische Flagge 🇯🇵 im Wind. Ich bin voll gerührt. Obwohl sehr viele Leute da sind, läuft alles gesittet ab.. sind allerdings die meisten Japaner, sehr wenige gaijins.

    Ich muss dazu wirklich sagen, sobald viele Touristen da sind, wird es laut, chaotisch.

    und auch dreckig. Deswegen genieße ich es gerade und bin gerne an kleineren nicht so touristischen Orten. Oft sieht man Australier, Kanadier mit kleinsten Kids, aber auch da läuft es. Problematisch sind Chinesen( rülpsen gern während des Laufen mit offenem Mund und Inder, die sind auch so dermaßen laut… dieses halb Indisch mit halb Englisch mit dem extremen Akzent und der Lautstärke nervt mich mega.

    Die sind auch im Bus so laut, hören laut Videos und quatschten Stunden… anstrengend.

    Also die Bootsfahrt war wunderbar. Das alles nur für 1000yen … 👍👍👍

    Danach spaziere ich an der Promenade, bewundere alles, die Insel, Boote, eine rote Brücke und den Park ( da fahren im öffentlichen Park Rasenroboter 😂.. bei uns undenkbar, irgendein Depp

    würde es zerstören oder klauen.Später geh ich in ein Café und trinke eine Speziallität von hier… aus Edamame gemacht.

    So gestärkt gibt es hier noch einige Schreine zu besichtigen und die sind überwältigend. In einem ist ein Herzteich ( in Form eines Herzens) und ein wunderbarer Rosengarten… was soll ich sagen.., es kommen wieder Tränen, ich sitze da, beobachte die tollen Rosen in allen möglichen Farben, dunkelviollet und Größe.., sogar wie meine Faust. Beim Tempel zünde ich ein Duftstäbchen und bete für Mama, möge sie nach unten schauen und mit mir die Rosen bewundern. Ich küsse den Armband, das ich ihr Anfang des Jahres aus Malaysia mitgebracht habe ( Edelsteine für bessere Gedundheit) hatte sie bis zum Ende umhaben wollen, jetzt trage ich es weiter. Es geht weiter, nicht genug Tempel, Schreine etc. Zuiganji-Tempel (瑞巌寺) ist der wichtigste Zen-Tempel der Region Tōhoku und eines der kulturellen Highlights von Matsushima. Gegründet im Jahr 828 und im 17. Jahrhundert von dem berühmten Daimyō Date Masamune prachtvoll ausgebaut, beeindruckt der Tempel durch seine kunstvolle Architektur, prachtvolle Innenräume und seine Lage zwischen Kiefernwäldern.


    Entsuin-Tempel (円通院) ist ein idyllischer Zen-Tempel in Matsushima, berühmt für seine wunderschönen Gärten und stimmungsvolle Atmosphäre. Der Tempel wurde 1647 als Mausoleum für Date Mitsumune, den Enkel des berühmten Daimyō Date Masamune, errichtet.

    Der Entsūin ist bekannt für seine vielfältigen Gartenanlagen, die verschiedene Jahreszeiten perfekt in Szene setzen. Besonders eindrucksvoll ist der Moosgarten, der von Felsformationen und Ahornbäumen eingerahmt wird. Im Herbst erstrahlt er in intensiven Rot- und Goldtönen, während im Frühling und Sommer sattes Grün dominiert.


    • Ein romantischer Moosgarten, der im Herbst spektakulär leuchtet
    • Ein Rosengarten mit westlichem Flair – inspiriert durch den europäischen Kontakt der Date-Familie
    • Das Mausoleum von Date Mitsumune, mit kunstvollen Lackarbeiten und Blattgold
    • Ruhige Steinpfade, die durch Kiefernwälder und meditative Gartenbereiche führen


    Ich bete für alle Leute, die in meinem Herzen sind❤️.

    Jetzt hab ich ein Problem.. hab soviel aufgenommen, auch schon von der Powerbank aufgeladen, dass ich nur noch 20 Prozent Akku hab. Muss sparsam sein. Mach das Handy aus. Und laufe nach Plan, geht ja auch. Esse eine Oyster in Tempurabrötchen. lecker. Um mit dem Zug und Bus zu fahren muss ich das Hand wieder anmachen. Ganz knapp klappt alles so dass ich in Sendai den Weg zum Hotel finde.

    Heute bin ich durch.. geh trotzdem am Abend noch durch beleuchtete Sendai spazieren. Danach bin ich tot…

    8.6.

    Heute ist ein Regentag, es schüttet wie aus Eimern… aber das habe ich gewusst, aber ab 15 Uhr soll es besser werden. So hab ich mich eingerichtet. Schön lange geschlafen , getrödelt und dann zum Frühstück.

    Meine Güte das war ein opulentes Frühstück.., hab sehr gut gegessen, alles nur japanische Speisen. Man konnte eine Spezialität an einem Grill am Tisch selber zubereiten,Muscheln in Misosuppe und Ei . Das war ein Ritual, die nette Bedienung hat mir geholfen. Es sieht wie eine Duftlampe aus, unten ist ein Stück künstliche „Kohle“ was man anzündet, oben drauf ist eine große Muschel ( ganz hygienisch ist so etwas wie Backpapier drin) in der schon die Misosuppe mit rohen Muscheln ist, dazu bekommst du ein Schälchen mit einem rohen Ei, die Suppe lässt du aufkochen, in der Zwischenzeit quirlst du das Ei auf ( mit Stäbchen)und gießt es in die brodelnde Misosuppe.., dann rührst du vorsichtig um, bis die Masse stockt und die Kohle ausgeht.Enjoy 👍wie Rührei😂. Nur viel besser 🤪

    Nach dem Frühstück ging ich in ein Wa Rassu Museum. Sehr schön gemacht und richtig angenehm bei dem doofen Wetter.

    Dort kann man das berühmte Nebuta-Matsuri-Sommerfest das ganze Jahr über erleben. Es präsentiert lebensgroße, prachtvoll beleuchtete Papier-Festwagen, die Szenen aus Mythen und Geschichte darstellen.

    Man kann vier der spektakulären, bis zu 9 m langen und 5 m hohen Sieger-Festwagen aus dem Vorjahr aus nächster Nähe betrachten. Interaktive Ausstellungen und Videovorführungen erklären zudem die aufwendige Handwerkskunst des Laternenbaus. Das interaktive Teil war lustig, es waren mehrere Kindergartengruppen ( gelbe und grüne Mützen) da, die saßen vor dem Podium und haben voll Spannung mitgehört und mitgemacht. Zum Ensatz kommen viele Trommeln, Flöten und Klangdeckel die man aneinander schlägt. Der Rhythmus ist echt fesselnd, dabei hüpft man jeweils zweimal auf jedem Fuß. Sehr niedlich als es die Mäuse gemacht haben. Danach durfte jeder der wollte, mitspielen, ich bekam die Deckel 😂😂😂 Mit Rhytmus hab ich es nicht so aber ich gab alles. Der rhythmische Krach vom gestern… waren Leute die für das Fest im August üben (6-9.8)

    Die riesigen beleuchteten Objekte sind so toll und farbenfroh. Die Künstler, die es darstellen, sind in Aomori sehr angesehen.

    Das Aomori Nebuta-Fest (Nebuta Matsuri) hat eine über 300-jährige Geschichte. Der Begriff "Warasse"stammt vom Ausruf der tänzerischen Begleiter – "Rassera, Rassera". Das Nebuta-Museum WA-RASSE (ねぶたの家 ワ・ラッセ) wurde später in Aomori errichtet, um dieses Kulturgut ganzjährig zu präsentieren.

    Der genaue Ursprung ist nicht vollständig geklärt, lässt sich aber auf zwei Haupttheorien zurückführen:

    • Reinigung und Vertreibung (Nemuri Nagashi): Die wahrscheinlichsten Wurzeln liegen in einem alten Reinigungsritus. Die Menschen fertigten im Juli aus Papier, Bambus und Kerzen Laternen an. Diese wurden über die Straßen getragen, um symbolisch die Müdigkeit, Krankheiten und den Sommerschlaf auf die Laternen zu übertragen. Anschließend wurden die Konstruktionen als schwimmende Laternen ins Meer oder in Flüsse gelassen.
    • Verschmelzung mit dem Tanabata-Fest: Dieser Brauch des "Laternen-Schwimmens" überschnitt sich stark mit dem aus China stammenden Tanabata-Fest (Sternenfest). Über die Jahrhunderte hinweg wurden die kleinen schwimmenden Laternen zu riesigen, prachtvollen Papier-Skulpturen und Festwagen weiterentwickelt, wie sie heute bekannt sind.



    Am Ende hab ich im Shop ein paar Kleinigkeiten erstanden. Am liebsten hätte ich eine kleine Kopie einer Laterne aber das war so fragil und zu groß, für mein Transport. So kaufte ich Apfelsüssigkeiten und eine Apfelbutter ( was eigentlich sehr lange eingekochter Apfelmus ist und köstlich sein soll)

    Das hab ich noch gar nicht erwähnt, Aomori ist für seine Äpfel berühmt. Diese große Temperunterschiede sollen gut für die Apfelreifesein. Zu erwähnen ist, dass die besten Äpfel unglaublich teuer sind, sie werden oft als Geschenk überreicht. Es ist nicht so, dass du in einem normalen Supermarkt ein Kilo Äpfel kaufst.in den 4 Sterne Hotel bekommst du als Obst u.a. Apfelstücke und Apfelsaft aus der Region. Aomori ist die Apfelhauptstadt und produziert über 60 % der gesamten Apfelernte des Landes. Das Klima mit seinen extremen Temperaturschwankungen und der vulkanische Boden bringen weltberühmte, makellose Sorten wie den Fuji (der in Aomori seinen Ursprung hat) oder Orin hervor.


    Wichtige Sorten & Geschmack

    • Fuji & Sun Fuji: Der absolute Klassiker. Extrem saftig, knackig und perfekt ausbalanciert zwischen Süße und Säure.
    • Orin: Ein gelber Apfel, der für seine intensive Süße, seinen aromatischen Duft und die fast gänzliche Abwesenheit von Säure bekannt ist.
    • Toki: Eine beliebte Kreuzung mit einer glatten, gelb-grünen Schale, die sehr saftig ist und an eine Birne erinnert.


    Standorte & Verkostung in Aomori

    • A-FACTORY: Ein moderner Marktplatz direkt am Bahnhof Aomori. Hier finden Sie neben frischen Äpfeln auch Apfelkuchen, Cidre, Gelee und Eiscreme. Da war ich leider nicht.

    So jetzt soll es eigentlich nicht mehr regnen, ich mache mich mit dem Zug auf dem Weg nach Hirosaki. Vom Bahnhof Hirosaki muss ich noch Busfahren. Rs regnet weiterhin. Der Park und die Burg ist zwar sehr schön aber für mich echt ein Reinfall… es regnet und regnet, die Sicht ist nicht gut und ich hab nasse Füße … die weißen Sneaker sind voll Schlamm. Ich laufe in dem großen Park herum, schaue mir die Burganlagen an aber ich habe keine Lust und Zeit mehr reinzugehen. Es ist schön, nur in dem Wetter nicht 🤪.

    Bin froh wenn ich nach 5 Stunden im Regen unterwegs endlich im Hotel ankomme, esse spartanisch am Zimmer und vor allem ich muss Waschen. Vor allem die Schuhe, die Option für morgen wäre Sandalen.

    Gesagt , getan, Reisetagebuch gemacht, es ist schon übervoll😂dann nur heiße Badewanne, etwas Reisebericht und juhu haja .


    Ach so, Ticket für Schinkansen für morgen früh hab ich heute auch besorgt. Morgen geht es nach Sendai.

    Gleich früh…

    7.6

    Nach dem Aufstehen trinke ich einen Tee und mache mich zum Weg zum Lawson, dort hole ich mir ein süßes Teilchen ( wie ein Croissant) und kehre zum Ryokan zurück. Dort gibt es im Eingangsbereich eine schöne Kaffeemaschine, sodass ich mir Kaffe machen kann und es an meinem süßen niedrigen Tisch in meinem Zimmer verspeisen kann. Man sitzt auf einem Kissen nicht auf die türkische Art, sondern kniend, hinter und unter dem Kissen ist quasi ein Sessel ohne Füße und flexibel , sodass man eine Lehne hat, die dadurch stabil ist, weil man auf dem Teil,welches unter dem Kissen ist, sitzt. Es gibt Seitenlehnen , die du dir nach Wunsch neben dein Sitzkissen stellen kannst. Sehr interessant. So ist es besser beschrieben 😉 die traditionelle japanische Sitzgelegenheiten - Zabuton (座布団), eine Art niedriges Sitzkissen, oder den Zaisu (座椅子). Dieser während der Muromachi-Zeit (ca. 1336 bis 1573) in Mode gekommenen „Sitzstuhl“, der ein Zabuton-artiges Kissen mit einer Rückenlehne und meist einer einzelnen Armlehne verbindet. In gewisser Weise basiert der Zaisu auf dem Modell eines „normalen“ Stuhls, lässt aber die Beine weg, was den traditionellen Formen des Sitzens in Japanentgegenkommt.

    Am liebsten hätte ich gleich eine Führung mit Geschichtserklärung.


    Seiza Fersensitz – Richtig Sitzen

    Für den traditionellen Fersensitz Seiza (正座, übersetzt in etwa „richtig sitzen“) ruht der Körper kniend auf den Fersen, wobei der Spann auf dem Boden sitzt und der Rücken gerade gehalten wird. Dieser Sitz gehört sich insbesondere für Frauen, aber auch von Männern wird er unter Umständen erwartet.

    Wenn man online bei Japanwelt schaut, ist alles sehr schön erklärt.

    Ich muss erst um 11 auschecken. Deswegen geh ich nach dem Frühstück zu einem Schrein in der Nähe und mache eine ganze Gebetszeremonie ( mit Waschung, Glocke ziehen, den Wunsch für sich manifestieren, Geld rein. Vorbeugen etc. Man nutzt dazu eine bestimmte Reihenfolge. Es gibt ein Hauptschrein und mehrere Nebenschreine. Bei einem gibt es 2 große Hammer aus Holz, den größeren kann msn schütteln bzw. schüttelnd kreisen. Es macht Geräusche und man kann sich was wünschen, bei dem kleinen Holzhammer betet man für die eigene Gesundheit und berührt damit die Körperteile, die Probleme machen.

    Ich holte mir zwei kleine Andenken ( ein Holzhammerchen mit Glücksspruch und ein Goschuin.


    Holzwunschtafeln die es an Jinji gibt

    • Das Ritual: Sie schreiben Ihren Namen und Ihren Wunsch (z. B. für Gesundheit, Erfolg oder Liebe) auf die Rückseite einer kleinen Holztafel.
    • Bedeutung: Die Tafeln werden an speziellen Gestellen im Schrein aufgehängt. Die Priester führen regelmäßig Rituale durch, um diese Wünsche durch Gebete an die Kami (die Shinto-Gottheiten) zu übermitteln.


    2. Goshuin (御朱印) – Das gesegnete Tempelsiegel

    • Das Ritual: Wenn der Priester oder Mönch ein Buch vor sich hatte und mit schwarzer Tusche und großen Stempeln etwas für Sie aufgeschrieben hat, ist das ein Goshuin.
    • Bedeutung: Dies ist kein Wunsch im klassischen Sinne, sondern ein handgeschriebener Nachweis Ihres Besuchs und ein heiliges Symbol. Es gilt als direktes Zeichen der Verbindung zur Gottheit des Schreins und bringt dem Besitzer Schutz.


    Danach zurück zum Ryokan und auschecken und wieder Richtung Bahnhof.., diesmal ist es echt schwer mit dem Rücktransport.. bin etwas nervös, weil ich pünktlich am Bahnhof sein muss ( vom Hauptbahnhof muss man immer noch zu einem Außenbahnhof, wo die Shinkansen fahren) Am Ende hat mir eine alte total süße Japanerin geholfen, die kein Wort englisch konnte, sie hat mich an die Hand genommen und zur Densha ( diese kleine Strassenbahn ) gebracht. Wirklich extrem freundlich und hilfsbereit. So hat alles geklappt und ich war wieder überpünktlich am Bahnhof und konnte mir eine schöne Bentobox kaufen. Es ist eine Tradition im Shinkansen zu essen und dafür gibt es immer tolle, sehr schön dekorierte Essenboxen, ich hatte eine mit Fischspezialitäten. 🤩🤩🤩. Da ich so überpünktlich war, konnte ich die Ankunft und Abfahrt des früheren Shinkansen beobachten. Mega, auf die Minute pünktlich Und wie in jedem Land stehen da Eltern mit Kinds ( meist kleinen Bübchen,) die Züge lieben. Ich kann mich erinnern als mein Sohn klein war, noch nicht wirklich viel reden konnte, hat er immer bagga bagga gerufen( Bagger) da mussten wir stehen bleiben, damit er sie beobachten konnte. Inzwischen ist er 25 😉.ich saß schön am Fenster und dachte, das wird toll, den diese Strecke geht unter Wasser… na ja, sehen konnte man nichts.., keine Ahnung was ich erwartet habe 😂😂😂 plötzlich war man im Tunnel und hatte kein Signal .. irgendwann war man wieder raus und sah die schöne Natur.., unspektakuläre… wobei wir auch vom Gefühl her langsamer fuhren als sonst der Shinkansen. In Aomori angekommen war es schon Nachmittag und ich war sehr müde, es war kühl und ich war froh als ich eincheckte und bisschen ruhen konnte. Da ich nicht mehr so viel Zeit habe, hab ich tatsächlich überlegt und anhand des Wetters und der Wettervorhersage bzw. der Hotelkosten entschieden. So entschied ich mich 2 Nächte in meinem Hotel zu verbringen, da es regnen sollte am nächsten Tag hab ich mir ein Museumstag geplant und auch die folgenden Tage durchgeplant und Hotels gebucht.

    Hier geht die Sonne schon um ca 19:30 unter… also ging ich fast schon in der Dämmerung spazieren, mein Hotel ist am Hafen und es ist ein toller Spaziergang an der Promenade. Ich schlendere herum und höre Krach… dum dum … dum dum…

    Echt laut.. was es wohl ist? In der Promenade spaziert ein Europäer und kurzerhand spreche ich ihn an. Sein Englisch klingt mir sehr bekannt 😂natürlich ist es ein Deutscher, also quatschen wir weiter auf Deutsch ( er weißt, was es mit dem Krach an sich hat)und irgendwann kommt die Rede drauf woher wir kommen… kaum zu glauben der M. kommt aus der gleichen Stadt.( Studentenviertel) Ich muss echt lachen. Das Beste kommt noch, er kennt jemanden aus meinem Deutsch Japanischen Verein. Ein echter Japanfreak , schon zum 7mal hier. Sehr nett. Jetzt setze ich mich vielleicht in die Nesseln. Auch in einem kurzen sehr freundlichen Gespräch merkt man sein Weltbild. Wir kommen drauf, dass Japan gerade eine sehr anti Immigrant Politik fährt. Als ich sagte, keiner hat Lust auf Ausländer ( Migranten und auch Touristen) die sich nicht benehmen, Stress und Unrat machen oder womöglich kriminell sind.

    Da meinte hmmmm … das Geld von den Touristen nehmen sie aber gern. Das Thema lenkte ich lieber hin zum Japanhype in Deutschland.

    Meiner Meinung nach, betrifft diese Politik nur am Rande die Touristen. Sicher, Japaner sind tatsächlich genervt von Menschen, die den Mindestanstand nicht besitzen ( Müll hinterlassen, rumbrüllen, laut telefonieren oder Videos schauen, ältere nicht setzen lassen.., das haben wir in Europa doch auch gelernt( zumindest meine Generation ) Warum kann man this bare Minimum nicht einhalten? Ich denke, man ist als Tourist fast überall willkommen, wenn die Massen nicht die Überhand nehmen und die sich auch den Landesgepflogenheiten entsprechend benehmen und es ist etwas anderes wenn du in dem Land dauerhaft leben willst.

    So benehme ich mich als Ausländer in D aber genauso in anderen Ländern der Welt.

    In Hagia Sofia oder anderen Moscheen hatte ich ein Kopftuch und sogar ( heißt es Abbaya? ) der lange Mantel drüber ziehen müssen. Ebenso ein Tuch in der orthodoxen Kirche oder eben Kopfbedeckung herunter im Rom in der Kirche. Das ist meine Maxime aber die erwarte ich auch von Anderen.

    Na ja ich schweife ab.

    Es war ein nettes Gespräch und einfach eine lustige Begegnung am Ende der Welt.

    Ich habe Hunger, also suche ich mir ein Sushiladen.., auf dem Weg geh ich an einer Kneippe vorbei… voll Licht, Musik,Lachen… spontan entscheide ich mich einzukehren… ob es ein Platz gibt? Ich hab Glück, in Japan gibt es oft an der offenen Küche ein Bereich wie eine Bar mit Plätzen für einzelne Menschen. Da werde ich freundlich platziert. Es wird live Musik gespielt, Shamisen … finde ich sehr schön.. Ale sind ausgelassen und es ist ziemlich laut. Die ältere Bedienung freut sich über mein Japanisch. Bestelle natürlich Fischspezialitäten aus der Gegend. Neben mir rechts sitzt eine junge Japanerin. Irgendwie kommen wir ins Gespräch, sie bietet mir von ihrem Essen eine Spezialität an und wir unterhalten uns super angeregt bis um 21 Uhr die Musik vorbei ist und wir langsam gehen müssen. Es ist so schön echte Japaner besser kennenzulernen, es gibt viele Gemeinsamkeiten, wir verstehen uns gut. Sauna z.B. und dass Japaner kein Problem mit Nacktheit haben … Onsen… ich erzähle von der Saunakultur in Ostdeutschland und FKK. Sie heißt Migu und ist 38 und Single aus Tokyo und macht einen Kurztrip. Wir tauschen unsere Kontakte und ich lade sie zu mir nach D ein. Es wäre sehr schön, wenn ich ihr meine Wahlheimat zeigen konnte.

    Wirklich ein schöner Abend. Japaner ( die jüngere Generation sind gar nicht so kühl, sie sind erst abwartend und sehr rücksichtsvoll und trinken gern 😂😂😂❤️das war ihr schleierhaft, dass ich nur Wasser trinke.

    Im Hotel falle ich nur ins Bett…

    ich entschuldige mich sehr für die ganzen Fehler aber ich schreib meist tief in der Nacht, wo ich schon voll geschafft bin oder wie jetzt im Zug fahre und da habe ich auch nicht immer die Ruhe dazu. Das Ryokan hieß Tabist Chikuba Shinyo-tei Hakodate – Traditional Japanese Ryokan in Yunokawa Onsen Tabist 竹葉新葉亭 函館 湯の川温泉. Falls jemand googelt

    Ryokan ist wirklich was besonderes und meist sehr teuer. Ich habe ein günstiges Angebot erwischt, leider war es ohne diese traditionellen Mahlzeiten aber schon das japanische Zimmer… so groß, die Tatami unter den Füßen, die Schuebetüren, alles so stilvoll, clean, einfach ein Genuss🌞🤩. Kann es nur empfehlen. Der Onsen ist klein aber fein, am Nachmittag war ich ganz alleine da, die Besucher kommen meist erst gegen Abend.

    Danke schön für das Feedback Oma 2025, ich habe sonst wenig Zeit und auch Lust mich der Trauer hinzugeben. Ich habe schon so viel geweint als ich sie 1 Woche lang beim Sterben begleitet habe. Sie hatte Angst zu gehen, aber ich und mein Bruder waren da, sie starb sehr geliebt und umsorgt.🥹


    6.6.
    Oh mein Gott, die ganze Nacht hat es geregnet und es regenet und windet weiterhin bei ca 16 Grad. Also als erstes gefrühstückt… hatte gestern etwas Kleines zum Frühstück eingekauft. In jedem Hotel gibt es ein Wasserkocher und jede Menge Tee oder Kaffee im Angebot. Bei mir gab es Natto und etwas Gemüse. Danach hab ich ein schönes Ryokan für die nächste Übernachtung gebucht. Später die Sachen zusammen packen, warm anziehen, so geht es als erstes zum tropischen botanischen Garten, dort soll es sogar die Schneeäffchen geben. Draußen ist es so nass, kalt und windig, dass ich happy bin, als ich in der Densha sitze und nach 25 Minuten bei botanischen Garten ankomme. Der ist zwar klein aber sehr süß und ich verbringe dort wirklich viel Zeit und denke an meine Mama, sie liebte die Blumen sehr. Es gibt ganz viele Hibiskus 🌺, alle möglichen Farben und ein Spalier aus Bouganvillien. Am Ende des Glashauses gab es eine Pinwand, wo wunderschöne Zeichnungen mit Beschriftung hingen. Sakura 🌸 Blumen oder Tiere… mir ist ein Bild von einer Distel aufgefallen… die Schrift sah bisschen ungeübt aus, da stand: „ Ich möchte die Zeit, die ich mit meine Mutter verbringe, verschätzen…das hat mich voll erwischt.

    Ich musste weinen.

    Irgendwas dachte ich wieder über die schöne Sachen nach, die ich mit ihr unternommen habe. So ging es mir etwas besser und ich machte mich auf den Weg zum Ryokan, 10 Minuten zu Fuß…

    Was ist ein Ryokan? Es ist ein japanisches Gasthaus. Es zeichnet sich durch Böden mit Tatami-Matten, Futon-Betten und oft eigene heiße Quellen (Onsen) aus. Gäste genießen dort authentische japanische Gastfreundschaft, lokale Küche und tiefe Entspannung.


    Typische Merkmale eines Ryokans

    • Zimmer: Schlicht und elegant. Die Böden sind mit gewebten Strohmatten ausgelegt und es gibt niedrige Tische. Geschlafen wird auf traditionellen Futons.
    • Onsen: Viele Ryokans verfügen über ein Thermalbad (Onsen), in dem Sie wunderbar entspannen können. Oft trennt man dabei strikt zwischen den Geschlechtern.
    • Essen: Eine Übernachtung beinhaltet häufig ein aufwendiges japanisches Frühstück sowie ein mehrgängiges Abendessen (oft Kaiseki), das oft direkt auf dem Zimmer oder in einem Speisesaal serviert wird.
    • Kleidung: Sie erhalten einen Yukata (ein leichter Baumwoll-Kimono), den Sie während Ihres gesamten Aufenthalts im Gasthaus tragen können.


    Wichtige Benimmregeln (Knigge)

    • Schuhe aus: Straßenschuhe müssen bereits am Eingang gegen Hausschuhe getauscht werden. Die Tatami-Matten im Zimmer dürfen nicht einmal mit Hausschuhen betreten werden.
    • Waschen vor dem Baden: Im Onsen reinigen Sie sich gründlich an einer Duschstation, bevor Sie in das heiße Wasser steigen.
    • Essenszeiten: Da die Mahlzeiten frisch zubereitet werden, sind Pünktlichkeit und das Einhalten der reservierten Essenszeiten sehr wichtig.




    Ryokan Japan (Japanisches Hotel) Gasthäuser in Japan | Japan Reise

    Der Ursprung der Ryokan (wörtl. übersetzt "Reisehaus") reicht bis ins 10. Jahrhundert zurück, als man damit in Japan Pilgern, Kaufleuten und Wanderarbeitern ein...


    Die traditionellen Ryokan-Zimmer sind dafür bekannt, dass sie auf eine schöne Art einfach und elegant sind. Die Böden sind mit gewebten Strohmatten bedeckt - Tatami.

    Ich bin total begeistert, bewundere alles und vor allem der nette Mann an der Rezeption ließ mich 1:30 Stunden früher einchecken.

    Ich nutze gleich meine Yakutta und hopp in den Onsen. Nach 2 Stunden mach ich ein kurzes Schläfchen, telefoniere mit Video mit meinen Kids um mein tolles Zimmer zu zeigen. Dann mache ich mich auf den Weg zum Meer, es tröpfelt noch aber nicht so schlimm, das Meer tobt. Auf dem Rückweg kehre ich in einem Restaurant , wo nur Japaner sind. Ich probiere was Neues… Tsukemen.,, mega lecker. Danach noch was süßes von Lawson und später nochmal in den Onsen… frisch wie ein Baby schlafe ich auf dem Futtonbett und träume gar nichts…

    5.6. Ups, heute hab ich verschlafen… voll entspannt aus dem Onsen schlief ich richtig tief und bis 8:30. Da bin ich aufgeschreckt, habe zusammen gepackt und und es ging zum Frühstück. Also der war extrem lecker und vielfältig…mega. Danach schnell zum Check out und weiter geht’s nach Hakodate. Erstmal mit Bus zum Bahnhof und dann mit dem Express rapid Hakuta na Hakodate. Gestern noch super Wetter, warm und bester Sonnenschein… Heute ist es verdammt kalt und bewölkt ( 11 Grad ) Ich hoffe, ich fahre in die Wärme. Nach ca 3 Stunden bin ich in Hakodate, eine entspannte Stadt, wo ich mich sehr wohl fühle… aber… es ist richtig kühl geworden. Das hab ich bei meiner Planung etwas unterschätzt, sehr windig und 16 Grad fühlt sich im Sweatshirt schon kalt. Diesmal bin ich in einem günstigen Hotel von der Kette APA eingecheckt ( Preise für Hotels sind am We immer höher, daher nehme ich immer günstigere Optionen und da mir das „kontinentale Frühstück“ nicht schmeckt buche ich ohne Frühstück. Das Zimmer ist ganz ok, Hauptsache sauber und warm, natürlich sehr klein aber das stört mich nicht. Mit Blick auf die Wetterkarte entscheide ich mich den Goryokaku Tower und die Pentagon Festung zu besuchen. Komme aus dem Hotel und der eiskalte Wind haut mich fast um… also shoppen ist angesagt. Ganz zufällig sehe ich in der Nähe ein Second Hand Laden und geh rein. Es ist einer dieser Vinted gehypten Läden. Aber die jungen Angestellten sind sehr lieb und witzig, 21 und 22 Jahre alt und sprechen fließend Englisch. Ich erzähle bisschen, wir machen Witze und sie suchen mir ein paar Jacken heraus. Man muss dazu sagen, dass viele dieser jungen japanischen Generation ( alter unserer Kids) die Mode der 80/90er feiern und sich entsprechend stylen, sieht auch wirklich gut aus👍so ganz mein Style ist es nicht aber am Ende finden sie für mich eine giftgrüne Collegejacke mit einem kanadischen Ahornblatt und Aufschrift Toronto.., die ist so auffällig und irre, dass ich sie nehme und ja sie passt mir echt gut😉. Besser als eine dunkelblaue Jacke mit einem Transportlogo 😂😂😂. Ich ziehe sie an , 8 000yen finde ich nich wenig, ( 100yen -0,54 Cent) aber draußen bin ich happy, dass sie mich gut wärmt und windabweissend ist.

    Meine Transporterfahrung erweitert sich heute, ich fahre mit einer ganz alten kleinen Strassenbahn mit nur einem Wagon. Man steigt in der Mitte ein, aus dem Automaten kommt ein winziges Schnipsen Papier so 1x 2 cm und am Ende geht man am Fahrer vorne raus, zahlt entweder mit einer ( ICU Transportkarte, die habe ich nicht, hab SUICA) oder wirft das Geld passend in ein Schlitz…200-400 yen je nach Strecke. Es gibt bestimmt auch eine Tageskarte aber bei den Preisen ist es mir egal. Bloß heute hab ich nur Scheine und der arme Fahrer muss zählen… in D hätte der bestimmt schon gemault. Die Bahn ächzt und krächzt, klingelt und macht auch andere Geräusche.,, einmalig😂.

    Nach ca 20 Minuten komme ich an dem Tower an. Fort Goryokake war Japans erste Festung im westlichen Stil, die 1864 zur Verteidigung Nordjapans fertiggestellt wurde. Vom Goryokaku-Turm aus kann man deutlich die Form eines fünfzackigen Sterns erkennen. Wünsch Dir was – vielleicht wird es wahr.

    Das Fort wurde in Form eines Sterns entworfen, um mehr Geschützstellungen zu ermöglichen und blinde Flecken zu reduzieren, die mit Kanonenfeuer nicht erreicht wurden.

    Das Fort Goryokaku ist ein perfekter fünfzackiger Stern.


    Der ursprüngliche Goryoyaku-Turm wurde 1964 fertiggestellt. 2006 wurde das 107 Meter hohe Gebäude in seiner heutigen Form eröffnet.

    Von seinen Aussichtsplattformen auf 86 und 90 Metern bietet der Turm einen guten Blick auf den Berg Hakodate, die Tsugaru-Straße und die Yokotsu-Bergkette im Norden.

    Ich war begeistert und bin oben ewig lang geblieben und alles bewundert, die ganz Geschichte durchgelesen. Am Ende einen kleinen Pin erstanden. Eine wunderschöne Aussicht und kein Wind 😂und schön warm.

    Wieder unten war ich durch die Festung spazieren, sieht wie ein Park aus, Pentagonform, Wassergraben, viel grün… wenn Sakura blüht, muss es einmalig sein oder im Winter. Was nun, es gäbe so viel zu sehen aber mir ist in meiner Leinenhose zu kalt, daher entscheide ich mich für eine Ausstellung in einem Public House, die Gruppe heißt Glay und wurde hier gegründet. Ich mag die Musik. Unterwegs kehre ich ein, esse bei Lawson und als ich fast da bin, sehe ich ein Riesenkaufhaus von Muji, ich persönlich mag Muji mehr als Uniclo. Dort bin ich bestimmt eine Stunde mit Sachen anprobieren beschäftigt um ein wärmendes Outfit für mich zu kreieren. Ich fand tolle Sachen und die haben so einen cleanen japanischen Look und lassen sich auch mit der neuen Jacke gut kombinieren. Freue mich. Leider ist der Ausstellungsraum schon zu als ich ankomme,( ist im letzten Stockwerk des Kaufhauses) ich setze mich in den Publikraum hin, trinke was und schaue mich um und beobachte die Menschen, meist Highschoolschüler, die lachen viel unterhalten sich. Die Interaktion ist interessant… vor allem, sie glotzen nicht in die Handys. Hier gibt es eine offene Bibo, Räume, die du dir reservieren kannst, abgetrennte Nischen, viele Plakate, Infos über Veranstaltungen. Schülerzeitung zum Mitnehmen…etc. Haben wir sowas auch in Deutschland? Das weiß ich gar nicht.

    Die Geschichte der Musikgruppe ist auch sehr interessant.

    Kubo, Tonomura und Kobashi waren Schüler an der Highschool in Hakodate, als sie sich entschieden, gemeinsam aufzutreten. 1988 gründeten Kubo und Kobashi mit einigen Bekannten Glay. Der Bandname ist eine falsche Schreibweise für „gray“. Man will weder schwarz (steht für Rock) noch weiß (steht für Pop) sein, sondern eine eigene musikalische Richtung verfolgen. typisch… ein japanisches Problem der R Aussprache 😂. Sehr witzig und sie trafen sich wohl auch hier, deswegen ist hier ein Ausstellungsraum, mit ihrer Geschichte. Die Gruppe existiert noch und ist gerade in Italien, hat ein Konzert in Venedig gegeben. Irgendwann mache ich mich auf den Heimweg, decke mich noch mit Snacks ein und im Hotel mache ich es mir gemütlich mit der Musik von Glay, Snacks,Oolongtee und einer heißen Badewanne.

    Ich schreibe und klebe in mein Reisetagebuch. Entwerfe ein Plan für den nächsten Tag und schlafe wieder erst nach Mitternacht ein.

    Ich lese auch deine Berichte sehr gerne. Ich habe auch schon mal Camping probiert aber mich hat es nicht so angesprochen. Um so mehr, freue ich mich, dass du das so liebst.
    genieße das Treffen, es ist so schön, dass ihr alle miteinander auskommt 👍

    4.6

    Es ging zeitig los, weil ich 4 mal umsteigen und insgesamt etwas über 3 Stunden fahren musste. Ich habe eine längere aber dafür günstigere Route genommen.

    Es ging nach Noboribetsu 🌞zum Nationalpark Jigokudani (Höllental): Das geothermische Herz der Region. Schwefelfelder, blubbernde Schlammgruben und aufsteigender Dampf prägen diese bizarre Landschaft. Holzstege laden zu einer Wanderung ein. Im Sommer gibt es hier spektakuläre Dämonen-Feuerwerke (Oni-hanabi) und nachts wird der Weg zu einem mystisch beleuchteten Pfad.

    Noboribetsu Onsen: Der eigentliche Kurort. Nach einer Wanderung kann man in den traditionellen Bädern (Ryokans) oder großen öffentlichen Onsen-Badeanlagen in bis zu elf verschiedenen heilenden Thermalquellen entspannen.

    Genau so ist es👍. Der Weg war ok, ein Bus hab ich verpasst ( bis ich die Haltestelle gefunden habe) aber sonst lief alles gut. Tatsächlich entschleunigt mich das Reisen und vor allem… das klappt!!! Es fahren oft und meist pünktlich ( sogar überpünktlich ) alle Verkehrsmittel 😉Also Überlandbusse sind wesentlich günstiger.

    In Noboribetsu angekommen musste ich noch ein Bus nehmen und dann war ich quasi am Rand des Höllentales. Ich war verschwenderisch und hab mir ein 4 Sterne Hotel mit dem besten und größten Onsen in Niboribetsu geleistet. Frau gönnt sich ja nix😉. Das Hotel sieht vom Außen nach nichts aus, riesiger Betonklotz aber innen ist es vom Feinsten… Hochflorteppiche überall, alles was das Herz begehrt, Süßigkeiten,Getränke, Kosmetikasets als Geschenk im Zimmer,

    Zum Chillen eine besonders schöne Yukatta sogar mit Obi, dazu eine Haori ( Überweste)die typischen japanischen Socken ( wo der große Zeh abgeteilt ist) und ein Täschchen… es ist erwünscht, dass du dich nicht nur im Hotel damit bewegst sondern auch rausgehst, hast sogar zwei Paar Schuhe , für draußen ein paar Geta ( wie Flipflops). Also Wahnsinn… das Zimmer ist riesig… wesentlich größer als die kleinen Zimmer, die ich sonst buche😉. Riesige Auswahl an japanischem Frühstück und das Beste…

    Ein riesiger Onsen mit ca 10 verschiedenen Pools mit unterschiedlichen Quellen, das ist das Hotel Daiichi Takimotokan. Es gibt auch eine Schwimmhalle, bloß da war ich nicht.

    So nach dem Einchecken und bisschen ausruhen, aß ich was kleines und machte eine Rundwanderung angefangen an Jigoku Dani… man kann durchlaufen, es zischt und dampft und riecht nach Schwefel aber sieht soooo Hammer aus, weiter lief ich auf den Wanderpfaden zum Oku No Yo, dann zum See Oyunumu, wo ein 130Grad geyser erupted from its bottom. Ich hab die Landschaft so sehr genossen und es war so ein Erlebnis… googelt mal😉 dann ging es zu einer Badestelle, wo man die Füße baden kann, das Wasser ist da nicht mehr so heiß 😂. … gut warm noch. Dort lernte ich einen schwulen Piloten aus der Schweiz kennen und haben uns bestimmt eine halbe Stunde super unterhalten 🌞dann ging es nur zurück, langsam war es auch dunkel. Auf dem Weg zurück aß ich wieder günstig im Lawson ( für 5 Euro, warum nicht) Im Hotelzimmer hab ich meine Yukatta überworfen ( na ja, hab mir schon Mühe gemacht und es richtig angezogen, auch da gibt es No go‘s. Dann bin ich tatsächlich alleine raus zum Enma Do, einem Schrein, der um 20 Uhr bisschen Spektakel gemacht hat. Gleich danach ging es in den Onsen, ich gab es hier schon mal beschrieben… nach Geschlechtern geteilt, vorher schrubbt man sich nackt sitzend an so einem Hocker ab… und dann hast du unzählige Pools, manche auch draußen sehr natürlich gemacht mit heißen Quellwasser… Mineralwasser. Man chillt dort im Wasser, lässt die Gedanken schweifen.Hier in diesem Onsen gibt es viele Mineralien, wie z.B Radiumhaltige, Aluminium-, Eisenhaltige, Schwefel, alkalisch, Sauer mit PH unter 3 usw. Überall ist beschrieben, wofür es gut ist. Es gab noch ein Kältebecken, Massagewasserfall und zwei Saunas… natürlich gratis Getränke, sowie alle möglichen Pflegeprodukte.Sogar Kneippbecken für Beine haben die Japaner… es ist ein Traum… man muss sich drauf einlassen… Kopf ausschlafen und genießen… ich war da bis weit nach Mitternacht und danach schlief ich wie ein Baby . Hab sogar verschlafen 😉… aber das ist die nächste Gedchichte

    3.6

    Heute bin etwas später aufgestanden, bisschen rumgetrödelt, gegen 9 erst zum Frühstück gegangen und einen super leckeren Thuna Mayo Cheese Sandwich bekommen dazu Pickels, Salat, allerlei Getränke. Doch auch das moderne japanische Essen schmeckt. Hab mich ganz gemütlich auf den Weg durch Sapporo gemacht. Die Stadt gefällt mir wirklich sehr… sehr weitläufig, im Hintergrund Berge, nicht so extrem überlaufen wie Tokyo, Osaka etc. Schade dass ich keine Fotos hochladen kann… es fühlt sich einfach gut hier. Ich spaziere ganz gemütlich durch die Straßen, Parks, bis zum Uhrenhaus und da ich getrödelt habe, bin ich zufällig um 12 da.., und passend dazu als die Glocken läuten.

    Der Uhrenturm ist eine beliebte Sehenswürdigkeit in Sapporo. Er beherbergt ein Museum und eine Galerie im Erdgeschoss, die der Geschichte des Turms sowie den Erfolgen der Absolventen und Lehrer des Sapporo Agricultural College gewidmet sind.

    Die Uhr in dem Turm, die im Jahre 1881 installiert und bei der E. Howard Watch & Clock Company in Boston in Auftrag gegeben und erworben wurde, weist einen mit Gewichten gesteuerten Mechanismus auf. Ein ungewöhnlicher Aspekt der Turmuhr besteht darin, dass sie ausschließlich durch die Schwerkraft angetrieben wird. Zwei Gewichte, die an der Unterseite der Uhr aufgehängt sind, sind dafür verantwortlich, dass die Uhr funktioniert. Die Gewichte bestehen aus hölzernen Boxen, die mit kleinen Steinen gefüllt sind und die Zahnräder antreiben. Die 50 kg schwere Box lässt die Uhr ticken, während das 150 kg Gewicht eine Glocke läuten lässt. Bevor das Gewicht den Fußboden erreicht, was ungefähr vier Tage dauert, wird es mit einer Handkurbel wieder nach oben gezogen.

    Zurück geht es an Odori Park vorbei und im Hintergrund sieht man den Fernsehturm von Sapporo. Wenn man gern Bier trinkt, ist man hier gut aufgehoben, überall Werbung für die Brauerei Sapporo, Asaka Bier etc. Ich trinke aber kein Alkohol, deswegen lasse ich die Besichtigung der Bierbrauerei aus. Man könnte hier soviel sehen aber ich habe um 13:30 ein Termin und muss den Treffpunkt finden.

    Vorher noch ein schnelles Mittagessen… Kaffe und mein Lieblingseis…Coolish, Vanilleeis in der Tube mit Verschluss, sehr lecker und praktisch. Und günstig 160yen nicht mal 90 Cent. Ich feier Japan 🇯🇵 wirklich🥰. Ich bedenke immer, dass ich mein Müll mitnehme, dann laufen die Reste nicht aus, hab allerdings ein paar Tricks entwickelt… in den öffentlichen sehr sauberen und kostenlosen Toiletten gibt es Mülleimer, ebenso in Lawson, SevenEleven etc. beim neuen Kauf entsorge ich quasi den letzten Müll. Neben den Getränkeautomaten gibt es auch oft Müll, aber nur für Flaschen. Sonst trage ich ein Müllbeutelchen im Rucksack und entsorge mein Müll wieder im Hotel. Das sind Sachen, die ich so gerne in Deutschland einführen würde. Ich bin seltenst in Berlin oder Frankfurt etc, teilweise sieht es dort, in Bahnhofsnähe wie auf einer Müllhalde aus. Ekelhaft. So nun bin ich gestärkt und am Treffpunkt angekommen. Ich bin in Sapporo Sumo Club zur einer Sumoringer Kampfshow. Es ist natürlich extra für Touristen gemacht, denn die echte Sumokämpfe sind sehr beliebt und die Karten sehr teuer.. mehrere Hundert Euro. Also werde ich mich erst vortasten. Ich hab mich natürlich belesen und so weiß ich schon bisschen Bescheid. Der Moderator, der uns durch die Show führt kommt aus Bangladesch und spricht super Englisch. Also erzählt er etwas aus der Geschichte, dann werden die Regeln erklärt, die Rikishi führen die verschiedene Griffe vor und auch die Faults. Es darf nicht geboxt, in die Augen gegriffen, an den Haaren oder Fingern gezogen und nicht unter der Gürtellinie getreten werden. Schieben, Ringen, anpacken am Gürtel, Hochheben, Rausdrängen aus dem Ring geht.

    Man ringt auf einem aus dem Lehm gemachten Kreis 5,4 m, begrenzt durch Reisbündel, drum herum ist noch eine eckige Fläche mit Sand in der man die Fußspuren gut sehen kann. Es gibt keine Gewichtsklassen, die Rikishi sind zwar adipös ( nach BMI) haben jedoch einen hohen Muskelanteil und sind sehr gelenkig ( haben z.B. Spagat gemacht) und müssen extrem schnell sein. So erstmal in die Hocke, sich zum Aufwärmen quer durch den Ring bewegen, abklopfen, aufschreien. Vorm Kampf Salz werfen ( religiöse Bedeutung- Reinigend) der „Schiedsrichter“ der so toll angezogen ist, startet den Kampf.. es kann Sekunden bis zur Minute dauern bis einer aus dem Ring herausgedrängt wird oder den Boden mit einem anderen Körperteil als Beine berührt. Es war sehr spannend und interessant zu sehen. Da die Uhrzeit um 13:30 etwas zu früh war, war es sehr lustig, da wir nur Frauen da waren ( Touristinnen) und die Männer hatten auch Spaß dran für uns ein bisschen Theater zu spielen. Was ich bisschen peinlich fand… wir haben am Ende aufblasbare Anzüge bekommen, eine Mütze und sahen super bescheuert aus und durften einzeln gegen einen der echten Sumo antreten. Ich hab mir den kleineren ausgesucht und den vollkommen überrumpelt 😂😂😂. Sie haben natürlich nur so getan und oft die Frauen nur angehoben und dann gewinnen lassen. Die anderen Mädels hatten auch etwas Berührungsängste. Ich griff aber blitzschnell an, packte ihn hinten an seinem Gürtel, hob und schob ihn mit vollster Kraft, er war so geschockt, dass er gar nicht reagierte und wir tatsächlich binnen Sekunden raus aus dem Ring waren. Es war sehr witzig, wie ich dann gefeiert wurde😂😂😂. War nicht schlimmer als manchmal meine Patienten zu schleppen. Als ich sagte, watashi wa kankoshi desu.., da war alles klar und alle lachten. Dann gab es noch gemeinsame Fotos und Mochi selber schlagen, beides haben wir mit einem Foto schön verpackt als Souvenir bekommen.

    Letzendlich war es sehr lustig alles 😂

    liebevoll bis zum Aufzug geleitet, bisschen smalltalk mit den Rikishis und Dave aus Bangladesh und mehrere Arigato gozaimasu war ich wieder draußen. Es war 16 Uhr und ich entschied mich noch spontan zu der Küstenstadt Otaru zu fahren.

    Gesagt, getan, eine „kleine“ niedliche Stadt mit einem tollen alten Kanal an alten Lagergebäuden, der Port ist auch sehr schön. Der Ort ist für seine Glaskunst bekannt, erinnert mich mit den Erzeugnissen an die Glaskunst in CZ. Es gibt schöne Gläser, aber ich habe keine Lust, sie noch zu schleppen ( im Handgepäck 😂) irgendwann wurde es kühler und windig und ich entschied mich für die Rückreise, entlang der Küste, die untergehende Sonne war so so schön.., ich liebe dieses bläulich rosane Licht in Japan am Meer. In D bei uns ist der Sonnenuntergang so goldig orange. Der Rückweg dauerte auch so 40 Minuten, ich aß davor eine Mahlzeit bei Lawson und nahm mir ein warmes Käffchen mit in den Zug. Im Zug sass ich einfach nur am Fenster und hab die Sicht genossen. In Sapporo wieder angekommen, wollte ich waschen, leider hab ich 3 Anläufe genommen, bis ich eine Waschmaschine ergattern konnte. ( Die Wäsche- und Trocknerzeit hat 90 Minuten gebraucht… von 0:00 bis 1:30) 😂😂😂in der Zwischenzeit war ich schön in der Sauna, Tagebuch geschrieben, geklebt… gepackt. Morgen geht es nämlich weiter und das wird etwas kniffliger … mit dem Bus und mehrmals umsteigen… Aber eine Mega Destination… auch etwas teuer.

    Suprise ✨

    2.6

    Heute bin ich früh aufgewacht, der Jetlag ist immer noch nicht durch. Ich packe mein Zeug zusammen, habe ein Extrarucksack, wo man ein Teil, wo die Klamotten reinkommen „vakuumieren“ kann. Das ist eine gute Sache, hab eine el. Minipumpe dazu.

    Der nächste Trick ist ein Neckholder, den man befüllen kann… und so reicht mir ein Handgepäck. Zum Frühstück gibt es Reis, Maissuppe und Salat. Irgendwie hab ich keine Ruhe und starte recht zeitig los, aber alles läuft glatt und ich bin zu früh auf dem Flughafen, leider gibt es keine Lounge, dafür genug Sitzgelegenheiten und Conbinis. So dass ich mir lecker Käffchen ( aus dem Wärmeschrank) Saft und Onigri für später

    hole. Ich fliege wieder mit Peach, und da muss man selber am Automaten einchecken und es geht erst 90 Minuten vor dem Flug. Also muss ich warten und merke, dass es mir doch viel Spaß macht meine Erlebnisse aufzuschreiben. Ach ja und meine ganzen Sachen dürfen nur 7kg wiegen…

    Tja Rucksack und kleiner Rucksack 6,7 kg aus dem Neckholder hole ich mein Sweatshirt, binde es um und dann passt es. Ich darf bei der Kontrolle sogar meinen Saft mitnehmen. Dafür hab ich anderswo Stress 😂…. Mein Gepäck wird mehrmals durchgeleuchtet und ich muss meinen kleinen Rucksack auspacken. Ich schreibe ein Reisetagebuch und habe von Swiss ein kleine Toolskarte(so groß wie eine Visitenkarte) darin sind kleine Tools, Minischere ( die brauch ich immer) Zahnstocher, Pinzette, Stift und ein Minimesser..Klinge 2cm, die ist tatsächlich das Problem, da sie spitz ist ( schwiss halt) und so muss ich sie da lassen. Der Zöllner ist ein junger Kerl, sehr nett und höflich und findet das Messerchen gut. Ich hoffe, er konnte es behalten. Hab da kein Ärger bekommen. Tatsächlich hab ich vorm Flug gegoogelt, Klinge wäre unter 4cm ok… aber egal. ( vielleicht nur im Aufgabegepäck) So nun saß ich und wartete auf Boarding.. und leider wieder Verspätung… 1 Stunde. Inzwischen hat mich aber eine Nachricht von Melli erreicht, alle internationalen Flüge für Mittwoch sind aufgrund des Taifuns gestrichen.

    Was für ein Glück, dass ich nach Hokkaido fliege. So irgendwann ging der Flug los und alles war top, ich hab einfach nur geschlafen. An sich dauert der Flug nur 1,5 h aber mit allem war ich 6 h unterwegs. So dass ich am späten Nachmittag auf dem Flughafen New Chitose bei tollem Sonnenschein gelandet bin. Von da bin ich mit der Airport Rapid nach Sapporo und dort zum Hotel. Mein Hotel ist nah am Zentrum Susukino und ist sehr schön, modern. Leider wieder keine klassische japanische Küche… war etwas enttäuscht 😞. Man musste vorbestellen und das klang schon gut. Mal sehen. Erstmal kurz ankommen, Dusche etc. Wieder ein tolles bequemes großes Bett. Irgendwann war ich wieder fit und total hungrig. Ich fand ein best bewerteten Ramen Laden in der Nähe und stapfte hin, die Sonne ging langsam unter und mir war kurzärmelig mit Kleidchen fast zu kühl… 23 Grad. Ich war in der Ramenstrasse in Susukina und fand den Laden auf Anhieb und stand an. Das kenne ich aber, je besser der Laden um so länger muss man warten. Es ist sehr klein, nur 8 Plätzen an einem Tisch, der wie eine Theke um die Küche angebracht ist, man kann bei der Zubereitung zuschauen. Schon in der Schlange draussen bekommt man ein QR Code und bestellt online. Als ich endlich drinn sa. hätte ich am liebsten in den Tisch gebissen… Aber es hat sich gelohnt. Miso Ramen ( nicht zu spicy) ooishi ❤️❤️❤️❤️

    Ich habe GsD ein Lätzchen bekommen und durfte nach japanischer Art schlürfen… oh ja… das habe ich sehr genossen. Satt und glücklich bin ich in Susukino rumgeschlendert, das Leben fängt so um 21 Uhr richtig an, es sind sehr viele Geschäftsleute unterweg ( Nomikai - Pflichttrinken mit dem Chef nach der Arbeit)

    Es gibt eine Unmenge von Bars, Kneipen, Restaurants. Bin noch in eine bessere Drogerie und diese Menge an den geilen Skin care Produkten… wow wow. Irgendwas musste natürlich mit. Gegen 23 Uhr war ich im Hotel… natürlich nicht müde… deswegen habe ich an meinem Reisetagebuch gebastelt, mein Bericht geschrieben und auch die Planung für die nächsten Tage gemacht.

    Ab 4.6 habe ich kein Hotel mehr und werde von Sapporo weiterziehen.😉

    Von Narita aus mit der Kansei Line dauert es recht lange, deswegen wäre Haneda besser, aber was sollst, ich bin eh auf der Durchreise. So nahm ich Platz und bin fast zwei Stunden bis zum Ueno Park gefahren. Habe die Leute beobachtet, Jugendliche, ein Junge lernte Deutsch, fast hatte ich den aus Spaß angesprochen.., ist der Kulli praktisch? ( der Kulli ist praktisch- ist der Kulli praktisch? … seine Sätze im Lehrbuch)

    Hab es lieber gelassen 😂.

    Ich hab das Gefühl, dass die Japaner inzwischen nicht mehr so schüchtern sind mit Englisch. Im Shuttle Bus setzte sich eine ältere Japanerin zu mir und fing ein Gespräch mit mir an, sehr nett 👍 kam aus Okinawa, macht Urlaub in Tokio. Hat schon Deutschland besucht.

    Am Ueno Park bin ich ausgestiegen, es war schon recht heiß, deswegen war ein Park genau richtig. Im Park gibt es ein Zoo und ein wunderschöner riesiger Teich, Shinobatzu Pond, der voll mit Lotusblumen und Kois ist, inmitten auf einer Insel ein Tempel Ueno Tōshō-gū 上野東照宮, Schrein, Bänke, Bootsverleih und eine tolle Stadtkulisse dahinter… quasi der Große Garten von DD. Ich bin drum herum gelaufen und weiterhin tiefer in den Park, Richtung Nationalmuseum. Auf dem Wege sind mehrere Schreine , Gojo Ten and Hanazono Inari Shrines 五條天神社・花園稲荷神社 oder z.B ein Budha Schrein, dort habe ich ein Segen gekauft, den dort auf eine spezielle Art gefaltet und angebunden und an alle meine Lieben gedacht. Im Park blühen gerade Hortensien…, wunderschön 🤩

    Ich bin die Sakura 🌸 Strasse entlang gelaufen… leider ist die Blütezeit vorbei. In der Blütezeit treffen sich Tausende im Ueno Park und machen Picknick.

    Man sieht viele Statuen, drum herum sind viele Museen. z.B. Nationalmuseum Tokio 東京国立博物館 . Mich erwischt voll der Jetlag und ich muss im Starbucks einkehren.

    Habe ein schönes Plätzchen mit Aussicht in den Park auf die Vegetation. Dazu Eiskaffe und Tonkatsu sando . Sehr lecker 😋 so gestärkt und ausgeruht, verabredet mit meiner Freundin für den Abend in Odaiba, schlendere ich Richtung Asakusa … GsD hab ich einen Hut und auch einen Sonnenschirm mit. Es sind 32 Grad um 11 Uhr im Park gewesen. Asakusa Schrein kenne ich schon, gehe nur kurz durch, weil da viele Leute sind, ich schlendere weiter durch kleinere Straßen in Asakusa, schau in verschiedene Geschäfte, kaufe ein wunderschönes Parfüm namens Fuji und komme bis zu Fluss bei Asakusa Station, Azuma Bridge 吾妻橋, man sieht da den legendären Blick auf Asaha Sitz ( der goldene Horn der Brauerei) und die Tokioskytree, von da ist es möglich mit der Boot bis Odaiba zu fahren. Irgendwie klappt meine spontane Online Buchung aber nicht und deswegen fahre ich mit Asakusa Line Richtung Odaiba. Ein bisschen knifflig in Shimbashi mit dem Umsteigen aber wow um so besser, sollte so sein… Ich fahre mit Yarikomome Monorail über die RegenbogenBrücke über Tokios Hafen ..Ich sitze ganz vorne… fahrerlos… Mega Mega Aussicht 🌞. Heute ist der 1.6 und ein letzter Tag von einem Pokémon Suchspiel… man sieht viele Leute mit einer Pappmaske auf dem Kopf( Pikachu) die das Spiel mit Handy spielen… richtig grosses Event über mehrere Tage. Was ich viel toller finde ist die wunderschöne Aussicht über den Hafen, Skyline, Brücke, und die kleine Freiheitsstatue, wurde als Zeichen der Freundschaft zwischen Japan und Frankreich als Leihgabe 1998 aufgestellt und weil es so gut ankam, wurde sie 2000 nachgebaut und steht da und macht was her👍. Besonders im Sonnenuntergang. Odaiba ist eine künstlich angelegte Insel, Mitte des 19. Jahrhunderts als Sperre vorm Tokiohafen errichtet. Es ist eine Vergnügungs- und Einkaufsmeile. Ich fand das Fuji TV Gebäude mit der Aussichtsplattform im 25.Stockwerk toll, die Decks mit vielen Läden und Restaurants und die Diver City mit der bekannten Gundam Figur, wow ein Riesentransformer, beleuchtet, der sich zu bestimmten Uhrzeiten transformiert.

    Die ganze Odaiba ist sehr sehenswert, unten am Wasser ist die Promenade, viel Grünes, oben die Decks, viele Sitzmöglichkeiten auch mit Wasserdunst und Lavendelgeruch zum Abkühlen.

    Um 19 Uhr traf ich am Gundam meine Freundin, die ich aus dem deutsch-japanischen Verein kenne, die hier auch im Urlaub ist und wir schlenderten zurück zu den Decks, die Sonne ging unter und es sieht super aus, wir fanden ein Udonladen mit toller Aussicht, wo wir sehr lecker gegessen haben. Leider musste ich schon zeitig los, da mein Hotelweg sehr lang war. War echt anstrengend und was ungewöhnlich war, mit vielen Verspätungen( kenne ich sonst von Japan nicht) aber es ist Taifun ☢️ Gefahr) vielleicht deswegen. Gerade steigt er von Okinawa hoch. Mein Rückweg war echt abenteuerlich, aber ca 23:30 bin ich im Hotelzimmer… kann aber gar nicht gut einschlafen… denn morgen fliege ich nach Hokkaido.🌞