12.6
Um 4:30 stehe vor dem Hotel und warte, ein junger Japaner namens Koji kommt mit einem Auto und fährt mit mir 3 Stunden lang besondere Spots um Mt Fuji an. Er ist sehr sympathisch, extrovertiert, spricht gut Englisch und war haben schöne Zeit miteinander. Als erstes versuchen wir Fuji von der See Seite vom See Morunoko zu sehen, es ist schon hell aber Fuji sieht man nur zur Hälfte, deswegen fahren wir an die westliche eher unbekannte Seite, dort halten wir inmitten von Felder in einem kleinen Dorf und haben eine wunderschöne Sicht auf Fuji und den Sonnenaufgang. 🌅 das ist so magic. Hier ist eigentlich schon „Regenzeit“ also zwar heiß aber auch oft Regen der mit einer Wolkenfront einhergeht. Aber da mich Mt Fuji doch belohnen will, passiert ein Wunder.., es ist sonnig, toller blauer Himmel, die Wolken sind auf der anderen Seite des Berges. Allerdings ist etwas untypisches zu sehen, die Spitze des Mt Fuji ist in einem runden Wolkenschleier der wie ein Sahnedonut ausschaut, eingetaucht. Koji erzählt mir viel interessante Sachen, unter anderem wie man früher aus diesen Zeichen das Wetter geraten hat. Dieser Donut bedeutet Regenwetter. Nächste Halt sind wunderschöne Wasserfälle, wo das Wasser vom Fuji runterkommt, in der Nähe hat er mir einen Samureipond gezeigt, wo ein natürlicher Schrein existiert, wo früher Samurajs sich gewaschen und gebetet haben. Es sieht so wunderbar aus. Er zeigt mit richtig die traditionelle Art des Gebetes und wir beten zusammen. Das ist natürlich besser als mein angelesenes Wissen. Er erzählt viel von der japanischen Gedchichte und japanischem Budhismus( in dem man an das Leben JETZT!!! glaubt und dem die volle Aufmerksamkeit schenken soll) Es ist so interessant. Wir unterhalten uns auch viel über das normale Leben in Japan, Kosten, Familiensinn, er ist frisch verheiratet und hat mit seiner Frau ein altes Häuschen in der Nähe von Kawaguchiko gekauft. Der Durchschnittverdienst in Japan sind ca 1400,- ( netto). Er arbeitet in einer Firma und macht die viele Sachen, diese Touristen Führungen, Fotografieren und Events organisieren. Seine Frau ist Yogalehrerin und fährt jeden Tag mit dem Shinkansen nach Tokio zur Arbeit.
Als Nächstes schauen wir uns noch ein Lava Forest an und dort eine Drachenhöhle mit Schrein. Dort sprechen wir über Leben, Tod, über den bekannten Suizideforest um Fuji herum. Es ist sehr philosophisch und berührt mich sehr. Der Wald hat sehr besondere Vibes. Auf dem Rückweg um 7:30 fahren wir von Fuji weg und tatsächlich ziehen Wolken über ihn. Wir verabschieden uns ganz Herz und tauschen unsere Kontakte.
So bin ich voll Eindrücke im Hotel zum Frühstück.., sehr japanisch und sehr lecker. Der Kellnet zeigt mir ein vorgefertigtes Kärtchen auf Englisch, wo steht, dass im hinteren Teil des Essraumes eine Schulklasse mit Kids with special needs frühstück. Ich sah es schon öfters, dass spezielle Schulklassen unterwegs waren und hier kommen die Kids wahrscheinlich regelmäßig her. Das finde ich eine wunderbare Inklusion, und typisch japanisch mit diesen Zettel, dass auch alle Bedcheid wissen und Rücksicht nehmen 👍👍👍.
Nach dem Frühstück hab ich noch Zeit erneut den Onsen zu genießen und die Berge im guten Wetter zu sehen. Um 10 checke ich aus und geh am See zurück zu Kawaguchiko Station, unterwegs überlege ich ob ich hier noch etwas besichtige, den die Sonne scheint… wo ist das schlechte Wetter? Ich shoppe ein paar Andenken, hole mein Gepäck und entscheide mich doch mit dem nächsten Überlandbus nach Tokio zu fahren… kaum sitze ich im Bus 11:10 geht die Reise und der Regen los… also alles richtig gemacht. Im Bus schlafe ich☺️.
Im Tokio angekommen bin ich schon ein Profi im Transport und komme zügig in meinem Hotel in Asakusa, niedlich klein passt. In der nächsten Nähe von Asakusa Schrein, fühle mich da schon zu Hause.
Für heute Abend 19 Uhr bin ich mit der lieben Mihu verabredet, die ich in Sendai kennengelernt habe. Wir schreiben schon die ganze Zeit. Sie hat sich auch überlegt was wir machen können. Bis dahin hab ich noch 3 Stunden Zeit und ich überlege was ich morgen an meinem letzten Tag mache… und dann durch Zufall sehe ich, dass es in Santoru Hall eine Reihe Konzerte gibt. Es ist eine weltbekannte Konzerthalle mit erstklassiger Akustik. Welche ein Glück am Samstag um 11 Uhr gibt es ein Konzert und es gibt Karten.., oh ja das wird ein Erlebnis. Das mache ich. ( Kostenpunkt 2000 Yen! Es ist nur Vormittags so billig) jetzt entsteht die Frage, was soll ich anziehen…
Das Problem wären eigentlich die Schuhe… aber da ich sowieso eine Yukatta ( ein Sommerkimmono) kaufen wollten( Second Hand) mache ich los zum Second Hand mit Kimonos und Yukattas. ( es gibt viel viel mehr) und KI wertet es als gute Bekleidung für Santoru Hall.
Wobei es vormittags auch elegant leger sein könnte. Im Laden bedient mich der alte Chef, bisschen peinlich wenn er mir hilft mich da einzukleiden( über mein Kleid) und er hilft mir auch das Muster auszusuchen, am Ende nehme ich eine neue Yukata ( In Übergröße, den ich bin größer als sogar die meisten japanischen Männer) dunkelbllau mit großflächigen Blumenknospen( zarte Pfingstrose) und zarte Blätter, dazu einen sehr hochwertigen beidseitigen Obi ( schwarz mit golden schimmernder Struktur, Rückseite in dunkelrot) dazu braucht es verschieden Schnüre, weißer Kragen für festliche Anlässe, Obi Untergürtel, Getta Socken, Getta Schuhe ( entscheide mich für die moderne Version, aus Gummi nicht aus Holz) eine passende Tasche in der Farbe der Blätter, ein ziergürtel mit Schmuck überm Obi… so das war teuer. Aber wunderschön 🤩
So jetzt muss ich mich beeilen. Schnelle Dusche kurz ausruhen und schon ist 19 Mihu ist schon da und ich kam auch 5 Minuten früher . Japaner sind überpünktlich. 19 Uhr heißt nich 19, sondern 18:50 😉
Wir freuen uns sehr zu sehen und sie hat ein Restaurant reserviert wo man Okonomyaki a monjayaki machen kann. Es sind zwei Arten von Reiberdatschi einmal aus Weißkohl,Ei, Gewürze und Teig, ( Zutaten kommen fertig an Tisch ) man vermischt alles und brät es am Grill, der Grill ist im Tisch integriert. Bei Monjayaki kann man andere Zutaten aussuchen, wir nahmen Meeresfrüchte, aus der Mischung legt mein Kreis auf dem Grill und gießt den Teig in die Mitte und lässt es stocken und schabt man es ab mit so einer kleinen Spachtel, dazu gibt es spezielle Soßen. Wir trinken dazu alkoholfreies Bier wir reden angeregt, und sie zeigt mir die Zubereitung, dieses Sitzen, reden , essen, erinnert mich an unser Raclette an Silvester.
Ich freue mich sehr, wenn sie mich in Deutschland besucht. Nach dem Abendessen ( es gab noch Matcha Eis) übernimmst sie die Rechnung, was mir nicht so recht ist, weil ich weiß, dass Japaner weniger verdienen. Aber ich bin heute ihr Gast. Dass nehme ich nur an, weil sie mir verspricht während ihren Deutschlandsbesuches bei mir zu wohnen.
Wir spazierenden, reden viel, schauen uns Asakusaschrein in der Nacht und danach kehren wir in ein Public Bath ein. Es macht so Spaß, Japan mit einem Japaner zu erleben. Wir verstehen uns sehr gut. Eine tolle Frau. Ich erzähle ihr von meinen Plänen morgen und sie sucht mir gleich noch ein Fest aus, wo ich hingehen könnte und schickt mir ein paar Toutorials wegen Yukatta anziehen.“"
Wir verabschieden uns und vielleicht kann es ein Anfang einer schönen Freundschaft.
So erstmal 😴