Einfach nur noch genervt und unzufrieden...

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  • Hallo an Alle! Ich muss mich jetzt mal als totale Rabenmutter outen. Ich bin momentan einfach nur noch fertig und frustriert. Den ganzen Tag schimpfe ich mit meinem Sohn (5Jahre) und das in einem Ausmaß, das nicht gut ist. Ich sage teilweise so gemeine Sachen zu ihm, dass ich Angst habe, dass er mich irgendwann nicht mehr lieb hat. Mein Nervenkostüm ist momentan nicht das Beste und ich reagiere so übergenervt auf einfachste Sachen, die wahrscheinlich ganz normal bei Kindern sind. Ich will nicht so viel mit ihm schimpfen, aber dadurch dass der ganze Alltag mit ihm momentan ein einziger Kampf ist, bin ich einfach nur noch genervt, nicht empathisch genug und gereizt.

    Ich mag mich nicht mehr permanent wiederholen, wie eine kaputte Platte, ich mag nicht mehr lauter blöde "Warum?"-Fragen beantworten, ich möchte einmal morgens aufstehen ohne dass ich im Wohnzimmer ein riesen Chaos vorfinde, ich möchte ihm nicht ständig hinterherräumen, ich will nicht ständig was wegwerfen müssen, weil er wieder mal aus Versehen was kaputt gemacht hat, ich mag nicht mehr ständig diskutieren und die simpelsten Sachen erklären müssen und ich will nicht mehr ständig umsonst Mittagessen kochen und mir sein Genörgel anhören.


    Ich habe ihm vorhin gesagt, dass mir momentan kein Tag mit ihm mehr Spaß macht, weil er ständig Mist baut und nicht hört. Ich habe ihm gesagt dass ich nicht verstehe, warum er sich immer so benimmt, dass mich diese Streiterein ankotzen, dass ich einfach mal einen entspannten Tag haben möchte ohne schimpfen zu müssen... ich habe ihn gefragt, ob sich die anderen Kinder bei ihm in der Kitagruppe auch so benehmen und warum er mich ständig mit Fragen löchert, dessen Antwort er genau kennt.

    Ich habe ihn angeschrien, dass ich keine Lust mehr auf den ganzen Mist habe und dass ich nicht mehr weiss, was ich tun soll, weil normal erklären, ihn bitten etc nichts bringt. Ich muss immer erst schreien oder irgendwas androhen und das kann es doch nicht sein.

    Sorry ,ich schreibe sehr durcheinander, bin aber gerade auch ziemlich aufgeregt. Ich hatte die letzten Wochen sehr viel Stress, zb zwischenmenschlich mit einer anderen Person, hatten einen Autounfall, eine Nierenbeckenentzündung, momentan eine starke Nesselsucht (Urtikaria) mit Schwellungen im Gesicht, starken Juckreiz am ganzen Körper und Quaddeln überall, was mich nachts Schlaf kostet und tagsüber sehe ich aus, als hätte ich Masern und muss das auf Arbeit verstecken (super bei der Hitze). Die Arbeit fordert mich auch sehr und finanziell schaut es dank dem Autounfall auch momentan alles andere als rosig aus. Dann noch die Angst dass ich nun meinen Führerschein verliere...

    Bald habe ich Urlaub und mit graut vor der langen Zeit mit ihm Zuhause, weil er ein sehr forderndes Kind ist, dass viel Aktion braucht, sehr tollpatschig und unachtsam ist, viel Energie hat, leider auch ein kleiner Egoist, viel träumt, oft Sachen unbeabsichtigt kaputt macht und allgemein sehr präsent ist...


    Ich fühle mich schrecklich, weil ich das Gefühl habe, dass das alles negative Auswirkungen auf unsere Mutter-Kind-Beziehung hat und weil ich regelrecht spüre, wie sich innerlich alles gegen dieses Muttersein wehrt.

    Ich liebe meinen Spatz und er hat viele tolle Eigenschaften, aber diese täglichen Kämpfe, diese ständigen Elternaktivitäten (Kindersport, Kitafest, ständig muss man für die Kita was mitbringen/ einpacken, nervige Spielplatzbesuche, andere Mütter...), es macht mich einfach fertig. Gestern hat er sich wieder den Kopf gestoßen, heute sein erster Sonnenbrand (hatte nur Arme, Gesicht etc und nicht den Rücken eingecremt, weil ich nicht dachte dass er heute baden geht), dann ist wieder irgendwas zu klein geworden...


    Ich weiss, Luxusprobleme und mein Verhalten ist absolut unangemessen. Aber ich bin einfach durch und energielos. 5 1/2 Jahre bin ich nun alleinerziehend und jetzt ist einfach die Luft raus. Ich will einfach nur, dass ich wieder entspannter werde und mich wieder mehr über unsere gemeinsame Zeit freuen und sie genießen kann.


    Ich weiss selbst nicht, was ich mir von diesem Thread erhoffe, aber es tut gut es aufgeschrieben zu haben.


    Bitte schreibt nicht sowas wie:"schaffe dir Ruheinseln!" das tue ich, aber es reicht nicht bzw bringt mir gerade nichts. Ich denke die Problematik sitzt tiefer. :-(

  • Wenn Du denkst ,das die Problematik tiefer liegt, dann hole Dir Hilfe.


    Wir kennen sicher alle, diese Tage, wo alles reicht, wo wir die Contenance mal vergessen usw., wo das Kind gefühlt zum Monster mutiert usw usw.


    Doch zu lange sollte das nicht dauern.

    Es ist für Dich und für den Burschen nicht gut.

    Ich finde ja Kinder dürfen uns auch mal als fehlbare Eltern erleben.Stichwort Mensch und kein Roboter.

    Doch mal Butter bei die Fische, Dein Bursche kann nichts dafür das er fragt, er kann nichts für den Unfall,Deine Krankheiten usw.

    Er ist nicht für Dein Glück verantwortlich und nicht für Dein Unglück.

    Natürlich ist er präsent, er hat nur Dich und er ist 5Jahre alt, das ist noch verdammt viel Kind.


    Vielleicht nicht das was Du hören wolltest/ willst.

    Ich würde an Deiner Stelle den Burschen mal in den Arm, nehmen und mich entschuldigen für die Entgleisungen.




    Liebe Grüße


    Ute

  • Ute

    Das tue ich ja auch. Ich entschuldige mich hinterher bei ihm und wir reden drüber. Aber das macht es ja nicht besser. Am besten wäre es natürlich, wenn es gar nicht mehr dazu kommt. Dass er für mein Glück oder Ungkück verantwortlich ist, denke ich auch gar nicht. Ich bin froh, dass er da ist und denke dass es die beste Entscheidung meines Lebens war ihn zu bekommen. Ich würde nicht mal sagen, dass er manchmal ein "Monster" ist. Er ist eigentlich ganz lieb und umgänglich, nur eben sehr fordernd und aufgrund seiner Unachtsamkeit und wuseligen Art oft anstrengend. Er vergisst vieles, macht sehr oft unbeabsichtigt was kaputt oder schmutzig, ist sehr laut und leider reicht es nicht, wenn man ihm einmal in Ruhe was erklärt oder sagt. Ich muss mehrmals täglich seit Jahren ihm die selben Regeln vorkauen, zB Mund auf beim Zähne putzen, Hände waschen, leise sein im Treppenhaus, Müll kommt in den Mülleimer usw. Sicher, nichts dramatisches, aber für mich gerade einfach zu viel.

    Dass er Fragen stellt, ist sicher auch normal und auch gut, aber er ist da wirklich ein sehr extremes Exemplar, weil er wirklich regelrechte Fragenhagel startet, wo man sich echt an den Kopf fässt, weil er die Antworten selber weiss, also nur fragt um zu fragen.

    Ich weiss dass das kein Grund ist genervt oder sauer zu werden, aber das ändert ja gerade nichts an der Tatsache, dass mich sogar das schon auf die Palme bringt. Mir wird das alles gerade einfach alles zu viel.

    Natürlich ist er nicht für den Unfall etc verantwortlich, aber ich denke das alles spielt da mit rein, dass ich momentan so empfindlich und gereizt bin. Das ist für mich alles eine große Belastung und ich habe das Gefühl, dass mir das alles über den Kopf wächst. Dazu noch ein Kind, dass wirklich viel Aufmerksamkeit und Energie fordert...

    Hilfe holen ist wohl das Beste. Nur weiss ich selbst nicht wer mir da helfen soll...

    Bei der Hautärztin bin ich und sie gibt ihr bestes, aber die Möglichkeiten sind langsam ausgeschöpft, beim Unfall muss ich warten was und ob was kommt, zwischenmenschlich muss ich halt einfach mit mir ausmachen und die Psychologen sind alle dicht. Ich versuche seit Jahren einen Termin zu bekommen und langsam glaube ich, dass es für mich nur in noch mehr Stress ausarten würde, da ich dann wieder sehen muss, wann ich die Termine wahrnehme und wo ich meinen Sohn in der Zeit unterkriege. Den Tipp mit der Telefonseelsorge finde ich da schon passender und ich denke, das werde ich nächste Woche, wenn ich mal Ruhe habe auch ausprobieren.

    Meine Probleme kann ich gerade nur selber lösen, aber drüber reden, nimmt bestimmt schon etwas Druck raus.

  • Ich finde es gut und mutig, dass du so offen darüber sprichst. Dir ist ja längst klar, dass da gehörig was schiefläuft. Und das ist doch schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.

    Zwei Dinge, die mir da einfallen:

    Zum Einen lernen Kinder durch Vorbildverhalten und klar, es ist völlig legitim, dass man Fehler macht, einem mal die Hutschnur geht und so weiter. Nur, wenn das zur Gewohnheit wird, dann ist das ein ganz normales Echo, wenn Kind sich selbst durch den Tag nörgelt und sich negative Aufmerksamkeit sucht. Mama macht es ja vor.


    Zum Anderen setzt euch gemeinsam Ziele und Rituale, durchforstet mal welche Regeln wirklich wichtig sind und welche Dinge einfach überflüssig. Welche Sachen kann man vermeiden, die einfach nur Stressoren sind? Z.B. tragt euch bei KiTafesten nicht für jeden Quark ein, andere dürfen auch. Gibt es Mamas mit denen du dich auf dem Spielplatz mit Betreuung abwechseln könntest? Ich habe auf dem Spielplatz viel gelesen und bin weniger hinter Kind hintergedüst.

    Abends Kram im Wohnzimmer in eine Kiste schmeißen, die im Wohnzimmer verbleibt. Abends zusammen auswählen, was gekocht wird und im besten Fall zusammen kochen.


    Hilfe kannst du dir in der Erziehungsberatungsstelle holen. Es gibt auch viele Elternkurse wie z.B.: starke Eltern-starke Kinder. Schauen müsstest du halt, ob solche Veranstaltungen nicht gerade noch mehr Streß machen.


    Was bei uns gut funktioniert hat waren Mamazeiten. z.B. nach der Arbeit und Kind abholen brauche ich ein wenig Zeit, um runterzukommen, zu verschnaufen. Ich trinke einen Kaffee, lese Zeitung, Internet oder was auch immer. Und Kind beschäftigt sich selbst. Danach gibt es immer ungeteilte Zeit mit Kind (wobei sich das langsam verflüchtigt. Mama ist mit knapp elf nicht mehr ganz so spannend. :lach). Da sehe ich immer zu, dass ich unabgelenkt mich mit ihr beschäftige. Das ist ein Selbstläufer. Die Wertschätzung meinerseits an unserer gemeinsamen Zeit die spürt sie natürlich.


    Haselnuss, die Zeit, die ihr jetzt gemeinsam nutzen könnt, die geht so schnell vorbei.

    Ich hatte früher auch manchmal echt keine Lust zum Spielplatz und co.....Rückblickend muss ich sagen fehlt mir diese Zeit heute ein wenig.

  • Die anderen haben ja schon richtig viele und gute Dinge geschrieben. <3:blume


    Ich bin in Phasen, in denen Sohn 1 z.B. seine Fragerei hatte, aus dem Zimmer gegangen, wenn es mir zu viel wurde. Alternativ habe ich weggehört.


    In vielen größeren Städten gibt es sog. Leihomas. Vielleicht gibt es sowas auch bei euch. Hier laufen solche Angebote über den Kinderschutzbund bzw. das Mehrgenerationenhaus.

    Beide Institutionen haben auch immer Angebote für Alleinerziehende.


    Ich kann mich bei meinen beiden auch an sehr nervige Phasen erinnern. Vor allem, wenn sie gestritten haben und von mir eine höchstrichterliche Entscheidung verlangten - dann war ich nämlich immer die Blöde. Das hat sich erst geändert, als ich das "Spiel" durchschaut hatte und mich geweigert habe, den Richter zu spielen.


    Du hast selbst erkannt, dass etwas schiefläuft. Das finde ich wirklich stark, diese Ehrlichkeit zu dir selbst. Daher bin ich sicher, dass du durch dieses Tal durchkommen wirst. Den ersten Schritt hast du schon gemacht. :thumbup:

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Hallo Haselnuss,

    ich drück dich erstmal :troest. Dein erster Post beschreibt sehr genau mich und Sohnemann als er 5 Jahre alt war. Ich empfand mich als Rabenmutter und Sohn kämpfte um meine Aufmerksamkeit. Natürlich mit Mitteln die mich zur Weißglut brachten. So entstand ein Teufelskreis.


    Ein Tipp mit der Exclusivzeit kam schon. Wir haben inzwischen einen Vertrag (ja wirklich :)), darin steht das ich mir jeden Tag unter der Woche (da ist die Zeit am knappsten) mir eine halbe Stunde Zeit nehme um mit Sohn zu spielen. Inzwischen ist diese Zeit fest in unseren Alltag integriert. Momentan spielen wir Dame. Es löst natürlich nicht alles, aber es ist jetzt besser, er versucht nicht mehr um jeden Preis (negative) Aufmerksamkeit zu bekommen. Auch für mich ist es toll, denn ich hatte einfach immer zu wenig schöne Zeit mit ihm und es beruhigt mein schlechtes Gewissen. Auch versuche ich in dieser Zeit bewusst nicht an ihm rumzunörgeln, damit die Zeit für ihn auch schön ist.


    Ich kann mich an eine Situation erinnern, welche ich nicht vergesse. Sohn hat ein Glas umgeschmissen und der Saft verteilte sich auf Tisch und Boden. Ich bin hochgegangen wie eine Rakete, da ich zu diesem Zeitpunkt schon dreimal gesagt habe er soll doch bitte vorsichtig sein. Als meine Schimpftriade nachlies, fragte mich Sohn ob das jetzt wirklich so schlimm war. Ich hielt kurz inne und erkannte das es wirklich eigentlich nicht so schlimm ist. Es ist nichts passiert was nicht in einer Minute beseitigt wäre. Meine Schimpftriade hatte dreißig Mal so lange gedauert, als es gedauert hat das Unglück restlos zu beseitigen. Noch dazu bin ich heute überzeugt das ich damals immer Murphys Law zur Anwendung gebracht habe. Durch den Umstand das ich ewig oft gesagt habe "pass auf" "sei vorsichtig" habe ich dafür gesorgt das es wirklich passiert ist :winken:


    Abschliessend habe ich noch einen Tipp, welcher damals unser Verhältnis sehr entspannt hat. Ich ging mit ihm in den Wald und das nicht um ihn auszusetzen nein, wir schauten uns sämtliche Burgen, Waldlehrpfade und schönen Wanderwege in der Gegend an. Dort machten wir an Bänken halt und verzehrten unsere mitgebrachte Brotzeit. Im Wald entsteht keine Situation in der du mit ihm schimpfen musst und auch ich vergass meine To-do-Liste welche mir zuhause ständig im Kopf rumspuckte und mich gereizt machte. Wir verbrachten so manche schöne Stunde im Wald und wir beide kamen glücklich nach Hause.


    Jetzt ist Sohn 8 Jahre alt und ich kämpfe noch jeden Tag mit mir nicht in Schimpftriaden und sinnlose Nörgeleien zu verfallen. Es gelingt mir aber besser als damals, vor allem weil ich weis das ich mir viele Probleme welche wir jetzt haben, damals selbst eingebrockt habe. Sohn hat ein geringes Selbstbewusstsein, denn er denkt er macht eh alles falsch. Auch hört er mir nicht mehr zu, er hat damals gelernt auf Durchzug zu schalten, leider nimmt er jetzt auch gute Ratschläge von mir als Genörgel wahr und schaltet auf Durchzug oder auf Stur.


    Einen Buchtipp hätte ich auch für dich, ich selbst habe dieses Buch viel zu spät gefunden. Es hat dafür gesorgt das ich meine Blickwinkel auf mein Kind ändere. Dein kompetentes Kind von Jesper Juul.

  • Allgemeine warum fragen kannst du an Google weitergeben. Vll gibt es Apps oder Hörspiele zu den Themen die ihn interessieren.


    Mein Kind braucht auch sehr viel Input. Oft habe ich auch das Gefühl, dass sie das Gefühl hat mich unterhalten zu müssen. Wenn ich dann mit Freunden rede oder ein Buch (eBook) lese, beschäftigt sie sich dann von alleine. Kinder fühlen sich ja auch für uns zuständig.


    Ich spreche offen über meine Gefühle und Bedürfnisse. 90% unserer Zeit ist auf sie eingestellt. Und oft erkläre ich ihr dann das dies nur geht wenn meine 10% ohne Drama umgesetzt werden


    Ich hasse Spielplatz ohne andere Kinder. Ich habe zum Glück viele Abholgenehmigungen in der Kita 😜. Im Moment zb ist viel im Büro zu tun. Ich hole sie vor ihren Freunden ab. Nehme 1-2 Kinder mit zum Spielplatz. Dann werden diese um 18 abgeholt und wir gehen ins Büro und sie schaut ihre Abendsendungen im Büro und wir essen dort zu Abend. Würde kaum ein anders Kind so mitmachen und kaum eine andere Mütter. Aber was kümmert uns die Meinung anderer und bei uns werden alle Bedürfnisse gestillt. Sie wird früh abgeholt und nimmt noch ihre Freunde mit. Ich werde mit meiner Arbeit fertig. Und ich habe einen Babysitter Bonus bei ihren Freunden, den ich am WE zum Arbeiten gut einlösen kann. Sie kann ohne mütterliches Gejammere auch eine Sendung mehr schauen. Oft muss man seine eigene Wege finden. Ihr müsst halt mehr ein Team sein als andere Eltern Kinder.

  • Ich weiß der Klassiker, aber eine Mutter Kind Kur kann eine gute Sache sein.

    Nur so als Gedanke.

    Sonst ich habe mir angewöhnt jeden Abend die Dinge zu benennen ,die gut waren.Der ganze Mist , die schlechten kommen eh immer von alleine in den Kopf.


    Nur einen noch

    Ja Therapie ist ein Termin extra und glaubs mir ich hasse extra Termine.

    Doch als ich vor Jahren trotz genauem Wissens was falsch läuft meine Probleme eben nicht alleine in den Griff bekam, war mir das schnell wurscht.

    Weißte warum, weil endlich mal wieder ich ganz alleine wichtig war.Es ging nicht um die Burschen,es ging um mich.


    Ich wünsche Dir/Euch alles Liebe 🌻


    Liebe Grüße


    Ute

  • Du bist total ehrlich zu dir selbst, Respekt! Bestandsaufnahme quasi. So sind die Dinge. Jetzt kommt die Planänderung! Und das schaffst du!


    Warum bist du mit deiner Urtikaria nicht krank zu Hause? Die kann auch psychische Ursachen haben! Lass dich rausnehmen aus dem hansterrad! Ohne Gesundheit wird’s noch schwerer mit der Geduld, ohne Gesundheit ist alles schwer. Und die kann dir keiner schenken.


    Auch wenn’s der Klassiker ist, deshalb vielleicht!?, eine Kur kann echt helfen! Meine erste habe ich gemacht, da ging es mir so ähnlich. Ich wollte eigentlich nicht, aber nachdem wieder einmal durch Krankheit alles zusammen brach und ich nur noch weinen konnte, habe ich mich darauf eingelassen und hinterher wieder begonnen zu leben. Nicht nur überleben.


    Im Kindergartenalter habe ich dann oft ein Gastkind mitgenommen. Die haben miteinander gespielt und ich musste nur da sein, konnte aber schon die Hausarbeiten machen. Das war immer gut. Und manchmal, zugegeben selten, sind meine zu anderen mitgegangen.


    Und dieses stetige wiederholen von z.B. Händewaschen war sehr nervig, aber hat sich gelohnt.

    Auch ich habe oft geschimpft wegen eigentlich nix und muss mich auch immer noch daran erinnern das das echt nicht Not tut. Auch Mamas sind Menschen.


    Hier schreiben ist auch sehr hilfreich! Rauslassen und ungeschönt lesen dass es woanders auch so sein kann.


    Du bist so reflektiert, du schaffst das! Ich wünsche Dir einen entspannten Sonntag!

  • Bei allem Mut machen hier und Verständnis - was ich zu einem gewissen Grad auch habe - musst Du dringend damit aufhören, Dein Kind so anzuschreien und ihm vor allem dabei Dinge an den Kopf zu werfen, die schon einen Erwachsenen tief verletzen könnten.


    Er ist von Dir abhängig und aus diesem Abhängigkeitsverhältnis wird er Dich immer lieben, auch wenn Du ihn schlecht behandelst. Er kann gar nicht anders, aber es wird ihm langfristig schaden.


    Ich schreie meinen Sohn auch ab und zu an, wer tut das nicht. Meistens geht es da aber darum, dass er sich oder andere gefährdet.


    Alles, was Dein Problem ist, darfst Du nicht auf ihn projizieren und ihm das Gefühl geben, dass er die Bürde in Deinem Leben ist. Er ist erst 5!


    Daher: gehe aus der Situation raus, wenn Du merkst, dass Dir der Kragen platzt. Schaue in solchen Situationen in einen Spiegel und schaue Dir an, wie furchterregend ein ausflippender Mensch aussieht. Komm wieder runter bevor Du mit ihm sprichst.


    Und: Hol Dir Hilfe für Dich, Hinweise gab es hier genug.

  • SilentGwen

    Die Idee mit der halben Stunde Zeit am Tag ist sehr gut. Schau ich mir eventuell ab :)


    Haselnuss

    Ich kann dich sehr gut verstehen. Bei mir liegt es am Stress, wenn ich gerade viel um die Ohren habe, bin ich schnell gereizt.

    Habe probiert, wie oben schon steht, aus dem Zimmer zu gehen wenn ich mal wieder platze, aber in dem Moment platzt man und geht nicht aus dem Zimmer ^^

    Ich kann dir trotzdem eine Sofortlösung anbieten, die bei uns sehr gut hilft.

    Mach mit deinem Sohn ein Wort aus, eines welches man sich merken kann aber nicht im normalen Gebrauch vorkommt. Wenn du dann wieder anfängst soll er es sagen. Wenn er es sagt, egal was gerade ist, hör auf. Nur für 10 Sekunden. Das hilft wahre Wunder.


    Ich habe meinen Töchtern immer vermittelt, dass der Papa auch nur ein Mensch ist der Fehler macht. Dies ist wichtig, denn perfekt ist keiner von uns.

  • Erstmal Danke für eure zahlreichen Antworten.


    Also, Mutter-Kind-Kur hatte ich schon mal vor ein paar Jahren beantragt, welche aber abgelehnt wurde, mit der Begründung, dass es mir ZU schlecht gehe und da lieber ein Psychologe ran soll. :hae:


    Aber versuchen kann man es ja nochmal.


    Ich habe auf Grund flexibler Arbeitszeiten recht viel Zeit für meinen Sohn und wir unternehmen auch sehr viel zusammen. Gehen jeden Tag spazieren, gucken zusammen Filme, Backen zusammen, fahren viel weg, unternehmen viel zusammen und er ist auch nahezu überall dabei. Aber klar, das ersetzt natürlich nicht einfach mal ein halbe Stunde lang bewusst eine Spielzeit einzurichten. Das werde ich mal probieren.


    Ich bin wegen der Urtikaria nicht Zuhause, weil die Symptome immer nachts auftreten und dann in der Regel über den Tag annehmen. Wäre ja auch doof "nur" wegen Juckreiz und dem Umstand dass man eben etwas komisch aussieht Zuhause bleibt. Das möchte ich auch gar nicht. Ich habe auch das Gefühl dass es draußen etwas besser wird.


    Er kann sich eigentlich super alleine beschäftigen, da bin ich auch echt dankbar. Nur geht dabei imme gerne was kaputt oder es bricht das totale Chaos aus, weil er dann bastelt wie ein Weltmeister, alles rauskramt, Fallen baut (falls Einbrecher kommen:)), rumtobt, musiziert oder experimentiert ... alles nur leider immer so, dass auch alle anderen im Haus was davon haben.


    Möchte eigentlich auch spätestens nächstes Jahr mit ihm umziehen. Vielleicht ein kleines Bungalow oder so mit Garten, dass er raus kann und andere nicht mehr so stört. Ich glaube das täte uns beiden gut.


    In den Wald gehen wir auch ab und zu, allerdings schafft er es selbst da "Unsinn" zu machen indem er sehr laut singt, Steine ohne darauf zu achten, ob da nicht gerade jemand steht oder er kloppt mit einem Stock überall gegen bzw reißt Blätter ab. Ja, sowas stresst mich schon. Keine Ahnung, ich spüre auch immer so einen inneren Druck dass er nicht negativ auffallen darf, weil ich immer denke dass ich als Alleinerziehende anderen beweisen muss, dass ich es auch prima ohne Mann schaffe. Ein Denkfehler, ich weiss. Eigentlich sollte es mir egal sein, aber das schaffe ich leider nicht immer.


    Gibt es Erziehungsberatung bzw -Training kostenlos oder muss ich da selber zahlen? Wie viel kostet das ungefähr?

  • weil es hier ein Ding der Unmöglichkeit ist einen Therapieplatz zu bekommen. Ich wäre ja schon froh, wenn ich überhaupt mal auf die Warteliste käme oder nur mal jemanden telefonisch erreiche. Die Telefonsprechzeiten beschränken sich hier überwiegend auf eine halbe Stunde pro Woche und auch nur für einen bestimmten Tag. Die meisten, die nicht schon per Abrufbeantworter klar stellen, dass sie keine Kapazitäten haben, sind dann zB nur am Donnerstag von 11:45 bis 12:15Uhr zu erreichen und wie viele dann da anrufen, kannst dir ja vorstellen. :-(

    Hab ja die Liste hier von den Psychologen in Stadt und Umkreis. Ich habe dann irgendwann aufgegeben und die Krankenkasse kann mir auch niemanden vermitteln. Hatten wir alles schon durch. :-(

  • weil es hier ein Ding der Unmöglichkeit ist einen Therapieplatz zu bekommen. Ich wäre ja schon froh, wenn ich überhaupt mal auf die Warteliste käme oder nur mal jemanden telefonisch erreiche. Die Telefonsprechzeiten beschränken sich hier überwiegend auf eine halbe Stunde pro Woche und auch nur für einen bestimmten Tag. Die meisten, die nicht schon per Abrufbeantworter klar stellen, dass sie keine Kapazitäten haben, sind dann zB nur am Donnerstag von 11:45 bis 12:15Uhr zu erreichen und wie viele dann da anrufen, kannst dir ja vorstellen. :-(

    Hab ja die Liste hier von den Psychologen in Stadt und Umkreis. Ich habe dann irgendwann aufgegeben und die Krankenkasse kann mir auch niemanden vermitteln. Hatten wir alles schon durch. :-(

    In Hannover gibt es eine Beratungsstelle speziell für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Sie haben Therapeuten vor Ort, die in Akutsituationen auffangen und auch Überweisungen z.B. an Tageskliniken ausstellen. Vielleicht habt ihr ähnliches. Hier in der Region Hannover ist die Therapeutensituation ähnlich. Deshalb sind diese Beratungsstellen eine echte Hilfe. Die Mitarbeiter kommen auf Wunsch auch nach Hause.