Was mag noch kommen?

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  • Hallo an alle!


    Ich habe die letzten Tage immer wieder versucht einen Betrag zu verfassen und jedes Mal aufgegeben, weil es mir schwer fiel, mich kurz zufassen. Um sie hier und aller Gänze niederzuschreiben, finde ich meine Geschichte schlicht zu lang, aber ich hoffe, dass auch in aller Kürze sich hier Leute finden, die ähnliches mit dem anderen Elternteil durchgemacht haben.


    Nun also kurz:


    Ich bin alleinerziehend mit einem anderthalbjährigen Kind. Der Vater wohnt weit weg und ich habe mich in der Schwangerschaft getrennt. Seine Kränkung über die Trennung hat er in einem solchen massiven Ausmaß ausgelebt, dass ich ein richterliches Kontaktverbot gegen ihn bewilligt bekommen habe. Bisher hat er das Kind noch nicht kennen gelernt. Die Elternberatung um betreuten Umgang zu ermöglichen, scheiterte daran, dass er den Trennungskonflikt aufrecht erhält, keinerlei Fokus auf das Kind hat und weiterhin versucht zu provozieren.


    Ich bin jetzt eigentlich davon ausgegangen, dass wenn wir bei der Elternberatung keine Einigung erzielen können, er den gerichtlichen Weg einschlägt. Jedenfalls hat er das angekündigt. Für mich selbst wäre das okay, da dann hoffentlich jemand neutrales die Sache überblickt und primär auf das Kind schaut und wie sich die beiden annähern können.


    Nun warte ich seit 4 Monaten darauf, dass ich ein Schreiben vom Gericht bekomme. Aber Pusteblume... stattdessen wurde eine "anonyme" Anzeige beim Jugendamt gemacht, dass ich abends, wenn das Kind schläft, das Haus verlasse und trinken gehe. Das Jugendamt ist seit der Vaterschaftsanerkennung involviert und hat auch bereits mit dem Verhalten des Vaters Erfahrung machen dürfen. Deswegen wurde die Anzeige nicht wirklich ernst genommen. Ich hatte ein Gespräch mit der Sachbearbeiterin und sie hat die Anzeige selber nicht ernst genommen, jedoch müssen sie dem halt nachgehen, was ich verstehe.


    Jetzt kommt aber der Knackpunkt für mich. Es ist unzweifelhaft, dass der Vater die Anzeige gemacht hat und ich hab Sorge, dass er das jetzt als weiteres Mittel benutzt, um seinen Frust an mir auszulassen. Ich bin in Vollzeit tätig und es ist so schon nicht einfach, Kind und Arbeit unter einen Hut zu kriegen, wenn dann jetzt noch solche Sondersachen kommen, mit denen ich mich auseinandersetzen muss, hat er wohl sein Ziel erreicht, mich für die Trennung zu bestrafen.


    Ich hab das Bedürfnis, mich für die Sachen, die noch von ihm kommen, vorzubereiten. Und so blöd es auch klingt, aber ich wäre einfach daran interessiert, was andere noch erlebt haben mit dem anderen Elternteil in hochstrittigen Elternschaften. Letztendlich hab ich schon zu viel durch, bis zum Kontaktverbot hat er die Stalkingcheckliste mehrmals durchgearbeitet, aber es fällt ihm immer noch etwas ein. Und jedes Mal rege ich mich drüber auf und brauche ein paar Tage, um die Kraft zu Haben, besonnen zu reagieren. Aber es zehrt an den Nerven.


    Danke fürs Lesen und hoffentlich eure Antworten :)

  • Ich hab das Bedürfnis, mich für die Sachen, die noch von ihm kommen, vorzubereiten.


    Mach das besser nicht.


    Ich bereite mich seit 12 Jahren auf solche Sachen vor ... und meistens kommt es etwas dicker als gedacht. Aber erst dann, wenn ich denke es wäre schon durch.


    Besser wäre es also mich nicht darauf einzustellen. Stattdessen die (Ex-)stressfreie Zeit zu genießen und im Moment der Aktion echte Betroffenheit zu erleben, denn das ist es ja warum der Stress veranstaltet wird.


    Tut es mir nicht weh, kommt nur kurz danach die nächste Steigerung.
    Aber gegen Stalking würde ich heute sehr beherzt und entschlossen vorgehen.

  • Auf seine kommenden und wahrscheinlich abstrusen Angriffe wirst Du keinen Einfluss haben. Das zieht er durch, wenn er es sich vorgenommen hat.
    Stalking ist kein Kavaliersdelikt, hier würde ich alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen.
    Was dir helfen kann, sind gute FreundInnen, starke Schultern, der Halt von Familie, die dich in solchen Zeiten stützen und dir zuhören. Ansonsten, suche und genieße die schönen Seiten des Lebens und tanke immer wieder auf.


    Bei uns zog sich das Ganze über ca. 5 Jahre. Dann wurde er wieder Vater, und fand in der Frau ein neues Opfer - und spulte dort das gleiche böse Schauspiel ab, welches nun auch schon 5 Jahre andauert.
    Das war zwar meine/unsere Rettung. Die andere Frau aber leidet immer wieder sehr.

    _________________________________________________________________________
    keks3


    life is a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing (shakespeare)
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  • Danke für eure Antworten


    Das mit dem Stalking ist zum Glück eingedämmt. Ich habe mich an die Vorgaben gehalten und den Kontakt komplett unterbunden. Die Kommunikation findet ausschließlich postalisch statt und ich gehe ausschließlich auf das Thema Umgang und Kind ein. Alles andere ignoriere ich. Ich denke auch, dass er nach den ganzen Polizeieinsätzen und dem Gerichtsbeschluss endlich kapiert hat, dass ich durchgreife, wenn er meine Grenzen überschreitet.

    Bei uns zog sich das Ganze über ca. 5 Jahre. Dann wurde er wieder Vater, und fand in der Frau ein neues Opfer - und spulte dort das gleiche böse Schauspiel ab, welches nun auch schon 5 Jahre andauert.
    Das war zwar meine/unsere Rettung. Die andere Frau aber leidet immer wieder sehr.

    Weißt du... Das habe ich gehofft... Er hat jetzt seit einem Jahr eine Neue, die ebenfalls von ihm schwanger ist. Das lenkt ihn aber nicht ab. Ich denke vielmehr, dass wenn er Stress mit ihr hat, das an mir auslässt. Gleichzeitig hat es mir aber auch gezeigt, dass er in den Kindern eher Objekte sieht, die man produziert und dann für die eigenen Zwecke benutzen kann.


    Wobei Kinder schon den anderen Elternteil vermissen.

    Soweit sind wir zum Glück noch nicht. Mein großes Kind stellt ab und zu fragen und ich antworte dann, dass der Papa vom Geschwisterchen sehr weit weg wohnt und nicht da sein kann. Mir graut es schon davor, wenn diese Antwort nicht mehr ausreicht. Ich hoffe, dass ich mit den Jahren kindgerechte Antworten geben kann.


    Letztendlich lüge ich ja jetzt schon, weil er durchaus im Stande ist, trotz Entfernung regelmäßig aufzutauchen, nur halt nicht, um das Kind zu sehen.

  • Mit "Lügen" wäre ich sehr sehr vorsichtig. Die können einem bös auf die Füße fallen.
    Lieber zugeben "etwas nicht zu wissen" oder "nicht beantworten zu können".

  • Erst mal herzlich willkommen hier im Forum.


    Wenn ein Posting damit beginnt, dass die Historie sehr, sehr lang ist, dann ist das meist ein Indiz dafür, dass die Dinge nicht gut laufen ... dass man sich gegenseitig ständig neue Verletzungen zufügt, bis irgendwann der "Verhau" so dicht geworden ist, dass ein Außenstehender das kaum noch nachvollziehen kann.


    Du schreibst, dass du noch eine ältere Tochter hast. Das jüngere Kind ist jetzt gerade mal eineinhalb Jahre alt und du hast dich schon während der Schwangerschaft getrennt ... also vor rund 2 Jahren. Wenn ich das richtig verstehe, dann warst du mit dem Kindesvater wohl insgesamt fünf Jahre zusammen oder verheiratet.


    Offensichtlich habt ihr euch einmal verstanden. Was also ist passiert, dass der Mann dich auf einmal wie besessen verfolgt ? Ist das nur die Tatsache, dass du ihn verlassen hast ? Das kann ich mir eigentlich nicht so recht vorstellen. So einfach liegen die Dingt i.a. nicht. Meist gab es da im Vorfeld heftige Auseinandersetzungen und gegenseitige Verletzungen.


    Du schreibst, dass du und der Kindesvater sehr weit voneinander (750 km) entfernt leben. Wer hat denn die Entfernung geschaffen? Ist dein Ex weggezogen ... oder bist du mit den Kindern weggezogen? Gab es darüber Einvernehmen ?


    Kein Fall ist wie der andere. Und deshalb ist das nicht gut, wenn Forumsteilnehmer, ihre eigene spezielle Befindlichkeit auf einen vollkommen fremden Fall einfach übertragen. Bevor man etwas sagen kann, muss man schon wissen, wie die Dinge wirklich liegen.


    Vielleicht magst du ja schreiben, wie sich das in deinem Fall verhält ...

  • Hey..



    Mein Eindruck ist, das du vergleichsweise gut mit dem Thema umgehen kannst, dich auf das Wesentliche fokussierst und sachlich bleibst. Bleib dabei und grenze dich ansonsten ab!
    Dem Jugendamt kannst du ja problemlos offen begegnen, du hast ja nichts zu verbergen.


    Hierzu:



    Und deshalb ist das nicht gut, wenn Forumsteilnehmer, ihre eigene spezielle Befindlichkeit auf einen vollkommen fremden Fall einfach übertragen. Bevor man etwas sagen kann, muss man schon wissen, wie die Dinge wirklich liegen.


    Ich bin privat hier, um mich auszutauschen. Ich habe keine offizielle Beratungsfunktion o.ä.. Selbstverständlich spielt meine eigene Geschichte eine Rolle und Teile davon werden sich auch in meinen Antworten wieder spiegeln. Der Erfahrungsschatz ist es doch, was uns bunt macht. Und trotzdem traue ich mir/ uns Objektivität durchaus zu, wenn sie benötigt wird.


    :pfeif :pfeif ...ich bin doch keine Maschine.. :pfeif :pfeif

    Mit Gruß :wink
    Vaquera


    Life is simple: Eat, sleep, ride... :love:

  • Hallo MadameFaber,



    Jetzt kommt aber der Knackpunkt für mich. Es ist unzweifelhaft, dass der Vater die Anzeige gemacht hat und ich hab Sorge, dass er das jetzt als weiteres Mittel benutzt, um seinen Frust an mir auszulassen. Ich bin in Vollzeit tätig und es ist so schon nicht einfach, Kind und Arbeit unter einen Hut zu kriegen, wenn dann jetzt noch solche Sondersachen kommen, mit denen ich mich auseinandersetzen muss, hat er wohl sein Ziel erreicht, mich für die Trennung zu bestrafen.


    ich meine, die größten Hürden hast du bereits genommen. Du hast gelernt, dich zu wehren und dich und die Kinder abzugrenzen. Leider wird sich perspektivisch in den nächsten Jahren nichts ändern. Kindesvaters Aktionen zielen offenbar nicht darauf ab, das Kind wenigstens mal kennenlernen zu dürfen, sie zielen darauf ab, dir zu schaden. Hätte er das Ziel, das Kind kennenzulernen, wären ihm hier die Türen offen - er kann sich ja an das Jugendamt wenden, muss allerdings einigeraßen sozialverträgliches Verhalten an den Tag legen. Wenn das Ziel ist, dich zu strafen, hast du selbst in der Hand ob er sein Ziel erreicht. Lass ihn Mal um Mal vor die Wand rennen und übe die innere Distanz. Jetzt hat er dich z.B. beim Jugendamt angeschwärzt, ein anderes mal wird er dir in einem anderen Kontext schaden wollen.


    Es ist eine Binsenweisheit, bewahrheitet sich aber immer wieder: Man gewöhnt sich dran, immer und immer wieder die Grenzen zu ziehen. Eine große Hilfe ist hier sicher die große räumliche Distanz, andere Hilfe bekommt man vom Weißen Ring und (falls nötig) von der Polizei und der Gesetzgebung.


    Mache bitte nicht den Fehler, Gründe und Erklärungen für sein Verhalten finden zu wollen. Was er tut, ist falsch und kriminell. Niemand ist gezwungen, sich hier eindenken zu müssen. Deine Rolle ist nicht die der Sozialarbeiterin oder der Richterin, der Bewährungshelferin. Du bist die Geschädigte - mit diesem Problem zu leben ist Aufwand genug. Schließlich hat man neben diesem Problem auch noch Kinder, einen Beruf, Alltag und ein Sozialleben.


    Was Menschen in deiner Lage helfen kann, ist innere Gelassenheit, jederzeit präsente Notrufnummern und der Satz "er ist wie er ist, er kann nicht anders". Damit muss die Ursachensuche abgeschlossen sein und man konzentriert sich wieder auf das eigene Leben - und die Grenzen.


    Beste Grüße
    FrauRausteiger

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    •» Cave quicquam dicas, nisi quod scieris optime. :rauchen «•
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  • Weißt du... Das habe ich gehofft... Er hat jetzt seit einem Jahr eine Neue, die ebenfalls von ihm schwanger ist. Das lenkt ihn aber nicht ab. Ich denke vielmehr, dass wenn er Stress mit ihr hat, das an mir auslässt. Gleichzeitig hat es mir aber auch gezeigt, dass er in den Kindern eher Objekte sieht, die man produziert und dann für die eigenen Zwecke benutzen kann.


    na das ist doch gut! Jedenfalls für dich. Es ändert sich was in seinem Leben.
    Wohnt er denn mit ihr zusammen? Mit Frau und Kind muss er sich kümmern, wohl das nötige Kleingeld verdienen. Er wird es sich kaum leisten können, wegen Stalking ständig angezeigt zu werden oder gar irgendwann im Knast zu landen. Er hat nun selbst etwas zu verlieren.
    Vielleicht geht seine jetzige Beziehung ja auch in die Brüche... und er hat die Option für einen neuen Kampfschauplatz. Das wäre schlimm für die Frau, aber eben Entlastung für dich.
    Und ja! - die räumliche Distanz zu ihm - was für ein Segen für Dich.

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    keks3


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  • Du wirst hier im Forenbereich "Umgang" zahlreiche Erfahrungsberichte finden. Dabei wirst du feststellen, dass du bei allem Übel, das du am Hacken hast, einen grossen "Erfolg" verbuchen kannst: Du hast einen richterlichen Kontakverbotsentscheid erwirken können. Damit haben Dritte entschieden, wer hier im Recht ist und wer nicht. Damit hast du bei allem, was da bei dir kommen mag, schon mal ein starkes Standing. Entsprechend brauchst du dir bezüglich der Dinge, die noch kommen mögen, nicht gar so viele Gedanken zu machen.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Hallo,


    was soll da noch großartig kommen....er hat zu Dir Kontaktverbot, ihr habt ein 1,5-jähriges Kind, also kommt er an dieses auch nicht ran.
    Betreuter Umgang ist dafür da, sich anzunähern und dann eben unbegleiteten Umgang mit dem Kind zu haben. Ob das geht mit Kontaktverbot mit der Mutter?
    Willst Du das eigentlich?
    Umgangsbeschluss macht keinen Sinn. Darum wird er auch nicht klagen.


    Jetzt wird er halt noch ein bisschen aufmucken - vielleicht auch immer wieder mal die nächsten Jahre, aber ich denke, es wird einschlafen.
    Wenn er auch noch so weit weg wohnt, nochmal Papa wird, stehen für Dich die Chancen ja nicht schlecht, dass ihr den nicht mehr zu Gesicht bekommen werdet.

    Grüsse Tani :wink



    Du bist nicht das was Du sagst, sondern das was Du tust!

  • Ich hab mich wohl eingangs nicht richtig ausgedrückt. Das Kontaktverbot hab ich in der Schwangerschaft durchgesetzt. Es galt für ein halbes Jahr. Hätte er danach genauso wie zuvor weitergemacht, hätte ich um einen weiteren Beschluss gekämpft.


    Mein großes Kind hat einen anderen Papa. Der ist "normal" und trotz Trennung können wir gut als Eltern miteinander. Das ist mit das schwierigste, da ich eigentlich meinen Kindern die gleichen Grundlagen im Leben mitgeben möchte, aber die Umstände bei beiden verschieden sind.


    Was Menschen in deiner Lage helfen kann, ist innere Gelassenheit, jederzeit präsente Notrufnummern und der Satz "er ist wie er ist, er kann nicht anders". Damit muss die Ursachensuche abgeschlossen sein und man konzentriert sich wieder auf das eigene Leben - und die Grenzen

    Das ist ein Prozess, für den ich noch brauche. Aber ja, das Abgrenzen ist einfach. Mein Mantra ist, dass ich nicht für ihn und sein Gefühle/Handlungdn verantwortlich bin.


    Jetzt wird er halt noch ein bisschen aufmucken - vielleicht auch immer wieder mal die nächsten Jahre, aber ich denke, es wird einschlafen.
    Wenn er auch noch so weit weg wohnt, nochmal Papa wird, stehen für Dich die Chancen ja nicht schlecht, dass ihr den nicht mehr zu Gesicht bekommen werdet.

    Das ist im Hinterkopf. Und diese Ansicht beruhigt mich, nur leider werden bis dahin wohl noch einige Steine fliegen...

  • Auch wenn ich der einzige bin, der das thematisiert:


    Mein großes Kind stellt ab und zu fragen und ich antworte dann, dass der Papa vom Geschwisterchen sehr weit weg wohnt und nicht da sein kann. Mir graut es schon davor, wenn diese Antwort nicht mehr ausreicht. Ich hoffe, dass ich mit den Jahren kindgerechte Antworten geben kann.


    Auch wenn das große Kind einen anderen Vater hat. "Mein" Kind ... da läuten bei mir immer alle Alarmglocken, wenn eine Kindesmutter das sagt. Weil ein Kind nämlich Mutter UND Vater hat. Auch wenn die Kindesmutter und der Vater des kleinen Kindes sich nicht verstehen und bis auf's Messer bekriegen.


    So wie das hier steht, ist es doch fest beschlossen, dass das kleine Kind ohne seinen Vater aufwachsen wird. Das kleine Kind hat seinen leiblichen Vater noch nicht einen Tag in seinem Leben zu Gesicht bekommen. Aber daran stört sich hier niemand. Das ist halt so. Kollateralschaden. Den Papa brauchen wird doch gar nicht. :)


    Die Frage WARUM der Mann so mutiert ist, die wird hier nicht gestellt. Diese Frage wird eher als unangenehm störend empfunden und am liebsten verdrängt.


    Ich ergreife hier weder die Partei der Kindesmutter noch des Kindesvaters. Aber das einfache und eingägige Situationsbild, wo ein abgrundtief gemeiner Kindervater einer armen alleinerziehenden Kindesmutter übel nachstellt, das hinterfrage ich. Denn so einfach ist die Welt im allgemeinen nicht. So einfach wird sie meist gemacht !

  • Weil ein Kind nämlich Mutter UND Vater hat. Auch wenn die Kindesmutter und der Vater des kleinen Kindes sich nicht verstehen und bis auf's Messer bekriegen.


    natürlich HAT ein Kind Mutter und Vater. Das bestreitet hier auch keiner.


    Den Papa brauchen wird doch gar nicht.


    Genau. Einen KV, der die Mutter stalkt und ihr offenbar das Leben ziemlich schwer macht (..und damit ganz direkt auch dem kleinen Kind..), so einen brauchen diese Mutter und ihr Kind wirklich nicht.


    eingägige Situationsbild, wo ein abgrundtief gemeiner Kindervater einer armen alleinerziehenden Kindesmutter übel nachstellt, das hinterfrage ich.


    darum gehts hier doch gar nicht. Es geht um eine Mutter, die sich und ihr Kind schützen und ihr Leben in Frieden leben will.
    Bei dem Fakt mit Näherungsverbot, welches die TS schon gegen den KV gerichtlich erwirkt hat, ist eine gewisse 'Gemeinheit' des KV wohl da.
    Es soll auch stalkende Mütter geben, ist mir bekannt. Von daher lese ich immer jeden 'Fall' neu, anstatt ihn in die Schublade Täter: böser Vater - Opfer: arme Mutter zu stecken.

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    keks3


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  • Du wirst hier im Forenbereich "Umgang" zahlreiche Erfahrungsberichte finden. Dabei wirst du feststellen, dass du bei allem Übel, das du am Hacken hast, einen grossen "Erfolg" verbuchen kannst: Du hast einen richterlichen Kontakverbotsentscheid erwirken können. Damit haben Dritte entschieden, wer hier im Recht ist und wer nicht. Damit hast du bei allem, was da bei dir kommen mag, schon mal ein starkes Standing. Entsprechend brauchst du dir bezüglich der Dinge, die noch kommen mögen, nicht gar so viele Gedanken zu machen.



    Naja, so einfach ist das nicht. Ich hatte darüber auch mal nachgedacht und mich informiert. Man bekommt den Beschluss ja ohne Anhörung vom Antragsgegner. Hat also überhaupt keine Aussagekraft Wer, wo, wie böse ist.

    Seit ich nicht mehr rauche höre ich nur noch Musik von Menschen die nicht rauchen und siehe da: mein Plattenschrank ist leer.
    Ich lese nur noch Bücher von Menschen die nicht rauchen. Eigentlich nur Kafka, denn der hatte TBC.

  • Hallo Tomtomsen,


    das ist nur halb richtig. Der Beschluss wird häufig ohne Anhörung gefasst, korrekt. Aber das Recht auf Gehör bleibt bestehen. Widerspricht der Antragsgegner dem Beschluss, wird kurzfristig eine Anhörung anberaumt, bei dem jeder Gelegenheit zur Stellungnahme hat. Bis dahin hat er aber auf jeden Fall Kontakt- und Näherungsverbot. Den letzten derartigen Vorfall kenne ich aus deinem Bundesland, den vorletzten aus deinem Gerichtsbezirk.


    Die anderen Postings in diesem Themenstrang:
    Ich mag entschieden diesem "Papa ist Opfer eines Kollateralschadens" widersprechen. Das Kontaktverbot bestand/besteht aus gutem Grunde. Die Themenstarterin deutet Polizeieinsätze an und sonstige Nettigkeiten. Hier in diesem Forum hat niemand zu richten darüber, dass die Themenstarterin Grenzen zieht wenn ihr Gegenüber so "mutiert". Im Gegenteil ist das der richtige und gesunde Weg wenn man es mit Stalkern zu tun hat. Das Gericht ist diejenige Instanz, die prüft und richtet. Das muss der Umwelt als Herleitung und Prüfung genügen. Da es Familiengerichte sind, die derartige Beschlüsse verfassen, kann man sich sehr sicher sein, dass die Rechte der Kinder hinreichend beachtet werden.


    So gab es offenbar trotz Beschluss nach Gewaltschutzgesetz Versuche, via Jugendamt/Elternberatung Umgang zu ermöglichen, was aber am Verhalten des Kindesvaters gescheitert ist. Kindesvater ( ! ) hätte nun die Möglichkeit, vor Gericht Umgang zu beantragen, was ihm ganz sicher auch gewährt würde. Dem Recht des Kindes auf Umgang würde dann eine längere Periode des begleiteten Umgangs voraus gehen, dann der Versuch, die Übergabe des Kindes durch die Eltern vorzunehmen, notfalls müsste ein Umgangspfleger beauftragt werden. Aber offenbar ist Kindesvater anderes wichtiger. Er stellt nicht einmal einen Antrag.


    Meiner Meinung nach ist dieses beharrlich neugierige Hinterfragen der Gegebenheiten und dieses moralisierende man müsse fragen "WARUM der Mann so mutiert" komplett deplatziert.


    Übrigens kenne ich eine Familienrichterin, die auf Elternabenden, bei Grillveranstaltungen und auch auf dem Spieplatz sehr selbstverständlich von "meinen Kindern" redet. Vielleicht liegt es ja an ihrem Status, dass ihr da niemand widersprechen und sie auf die Verwerflichkeit dieser Formulierung hinweisen will (Sarkasmus). Eventuell ist es aber auch einfach nur normal, von "meinen" Kindern zu reden wenn man alleine irgendwo ist und von "unseren" Kindern, wenn beide Eltern zusammen sich mit anderen Menschen unterhalten. Die Erklärung der Richterin war dann letztendlich sehr einfach: Sie sei Richterin, nicht Königin. Für sie gelte der Pluralis Majestatis nicht. Sie hatte dann ein paar eher unfeine Anmerkungen dazu, was sie in ihrem Gerichtssaal von solchen Einlassungen hält - die zitiere ich aber lieber nicht.


    Grüße
    FrauRausteiger

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