Statistik zum Thema Unterhalt

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  • Kann zwar nicht damit dienen, was normal ist.
    Was nicht normal ist schon. Noch nie in 10 Jahren floss Unterhalt.
    Seine bürgerliche Existenz hat er lieber aufgegeben und tingelt irgendwo irgendwie durch die Welt, mit grosszügiger Unterstützung der Mutter.
    Wir kommen ohne zurecht. Schulden für 2 Kinder und 10 Jahre...da rechne ich lieber nicht nach. Wozu auch.

    Nicht auf das Leben kommt es an, sondern auf den Schwung, mit dem wir es anpacken. H. Walpole

  • Das ist aber jetzt schon eine sehr pauschale und voreingenommene Aussage!

    Na, da gibt es eine spürbare Betroffenheit, wenn man mich gleich zweimal als Volltext zitiert. Möglicherweise haben einige Forumsteilnehmer kein Scroll-Rad und dann fällt das nach oben Blättern schwer. So erkläre ich mir das. :)


    Aber von Voreingenommenheit kann doch keine Rede sein. Ich habe eine einfach nachzuvollziehende These aufgestellt: Konflikte im Umgang senken die Bereitschaft überobligatorisch hohen Unterhalt zu zahlen.

    Ich habe meinem Ex unsere Tochter jahrelang "auf dem Silbertablett" präsentiert.

    Ich habe nicht von dir gesprochen. Und selbstverständlich bin ich fest davon überzeugt, dass du alles richtig gemacht hast. Aber irgendwie war das Verhältnis ja dann doch nicht so ganz in Ordnung. Ich stelle mal die These auf: Kindesväter haben normalerweise Interesse an ihren Kindern. Und wenn dieses Interesse irgendwann spürbar nachlässt oder der Kontakt gänzlich eingestellt wird, dann KÖNNEN Zwistigkeiten zwischen den Eltern dafür die Ursache sein. Wobei so etwas in deinem Fall natürlich ausgeschlossen ist.



    zweitens war ich auch egoistisch.... ich wollte Zeit für mich.... zum erholen und um evtl. auch ein Privatleben als Frau zu führen und nicht nur Mutter zu sein.


    Na ja, hier wird dann die Rollenverteilung ein bissl auf den Kopf gestellt. Der Kindesvater leistet BARUNTERHALT und geht dafür Vollzeit arbeiten, um den zu erwirtschaften ... während die Kindesmutter ihren Anteil durch BETREUUNGSUNTERHALT erbringt. Wenn man sein eigenes ungestörtes Privatleben als Frau führen möchte, dann sollte man sich eben keine Kinder zulegen. Das gleiche gilt dann sinngemäß auch für Kindesväter, die sich gern um den Unterhalt drücken wollen.




    ich hab nicht nach einem Grund gesucht (denn das ist nie objektiv), sondern nach Zahlen!


    Tja ... Zahlen wird es dazu möglicherweise nicht unbedingt geben Und was helfen dir die Zahlen auch ? Wenn ANDERE mehr oder weniger zahlen, dann wird das doch auf DEIN Portmonee nicht die geringste Auswirkung haben. Es sei denn, du willst deinem Ex vorhalten: Guck mal, alle anderen zahlen mehr, nur du bist so schwofelig und zahlst keinen Cent mehr als du musst ! :)



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    Zitat @ Lenchen




    Seine bürgerliche Existenz hat er lieber aufgegeben und tingelt irgendwo
    irgendwie durch die Welt, mit grosszügiger Unterstützung der Mutter.



    Das habe ich jetzt gerade noch gelesen. Und dazu ist zu sagen, dass dies eben das ANDERE Extrem ist. Und das werde ich definitiv NICHT gutheißen ! Erstaunlich ist, dass Frauen die in dieser Weise sehr ungerecht betroffen sind und wirklich manchmal von der Hand in den Mund leben, am wenigsten Getöse veranstalten !


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  • Ich muss dazu sagen, dass mir weniger Geld lieber ist als Streits und Gerichtsverfahren.
    Nach 10 Jahren ist es mir egal, da ist auch keine Wut mehr, denn solche Gefühle machen selbst kaputt.
    Ich hoffe, er wird irgendwo glücklich, reisen war immer seine Leidenschaft.

    Nicht auf das Leben kommt es an, sondern auf den Schwung, mit dem wir es anpacken. H. Walpole

  • Hi!


    Der KV zahlt den Unterhalt so pünktlich wie mein Arbeitgeber Gehalt. Er zahlt nach Düsseldorfer Tabelle und er sagt zu mir. "Er zahlt nur das, was er muss. Das stimmt aber nicht. Er zahlt deutlich mehr. Das neue Fahrrad, Inliner, Schlittschuhe. Die Brille, nahezu jedes Paar Schuhe, nimmt das Kind zweimal im Jahr mit in einen Auslandsurlaub und auch das komplette Paket "Einschulung" mit Scout Schulranzen, neues Modell und alle Schulbücher. Das wird er auch dieses Jahr wieder tun.


    Ich habe bei ihm immer das Gefühl, er möchte nicht ausgenutzt werden, was ich natürlich nicht mache. Auch die Enttäuschung, dass ich die Beziehung beendet habe damals, klingt immer wieder durch. Ansonsten liebt er unsere Tochter sehr und würde so ziemlich alles tun, damit es ihr gut geht.


    Er verhält sich sehr anständig und ich bin darüber sehr froh und dankbar.


    Zur Statistik kann ich nichts sagen. Ich kenne alles von Freundinnen: UHV ohne je einen Cent Unterhalt gesehen zu haben, Wechselmodell ohne Unterhalt, Unterhalt sporadisch bei KV am Selbstbehalt, regelmäßiger verlässlicher Unterhalt und unregelmäßige Termine mit dem Kind....

  • Sorry, aber langsam gebe ich es hier im Forum echt auf.


    Warum ist es nicht möglich eine Frage nach Fakten zu stellen ohne dass dann gleich eine Diskussion über Hintergründe, Elternebene, Egoismus etc. losgeht?
    Es ist mir bewußt, dass auch die Info nichts an meinem Kontostand ändert, aber darum geht es nicht!


    Es ging einzig und allein darum, ob meine Freundin mit großzügigem Ex oder wir mit normaler Zahlung oder evtl. auch die ohne UH die Mehrheit sind..... sonst nichts!


    Und am Unmöglichsten finde ich den Teil von Jimmy, dass ich mir kein Kind hätte zulegen dürfen, wenn mir mein Privatleben wichtiger ist!
    Auch ich arbeit fast Vollzeit (36 Stunden) und habe ein Recht auf Freizeit und Erholung (trotz Kind). Und gerade eine Mega-Zicke in der Vorpubertät kann anstrengend ohne Ende sein. Ein Mensch (egal ob Frau oder Mann) ist nicht nur Elternteil, sondern auch noch ein Individuum mit eigenen Bedürfnissen (wie auch immer die im Einzelfall aussehen). Kein Elternteil ist verpflcihtet 24/7 und das jede Woche nur für sein Kind da zu sein!
    Außerdem bedeutet Elternteil sein nicht, sich mit der Unterhaltszahlung freizukaufen, denn auch der andere Partner wollte das Kind. Auch da heißt Eltern sein mehr als zu zahlen und sich dann ein eigenes Leben ohne Kind aufzubauen.
    In welcher Welt lebst Du denn? Kinder - Küche - Kirche??? Was anderes gibt es für eine Frau nicht???

  • Ich kenne nur drei Fälle, bei denen der UET mehr bezahlt oder bezahlt hat, als in der Düsseldorfer Tabelle steht. Bzw. bei zweien sind die Kinder mittlerweile zum UET gewechselt. Und die jetzigen UET zahlen keinen Cent.


    Dann gibt es viele die nur das zahlen was sie rechtlich müssen und dem anderen nichts gönnen.


    Und zuletzt die wenigen, die sich komplett entziehen und damit dank Deutschem Rechtsstaat auch lange Zeit durchkommen.


    Meine Kinder haben noch nie Unterhalt erhalten und wir planen die Zukunft komplett ohne. Und trotzdem werden meine Kinder im Studium oder Berufsausbildung nicht hungern oder auf die Erfüllung von Träumen verzichten müssen. Aber vieles wird schwer und anstrengend werden, für uns alle. Dafür lernen meine Kinder sehr viel fürs Leben.

  • In meinem AE Umkreis ist es bunt gemischt.


    • Bei mir regulärer Unterhalt + keine Miete für mich im gemeinsamen Haus (Darlehen zahle ich hälftig ab) + der KV zahlt extra noch, wenn's ihm Spaß macht bei Klamotten und manchmal auch bei Freizeitaktivitäten der Kinder wie Ferienfahrten etc. Er verdient allerdings recht gut.


    • Freundin von mir: KV verdient noch viel mehr, zahlt den berechneten KU, aber nichts weiter. Ist zwar auch recht viel, aber für den Sohn ist es bitter zu sehen, was er bekommt und was die neue Tochter von KV und v.a. die zwei Bonus-Söhne erhalten. Das ist um einiges mehr. Da kann man sagen, das ist jammern auf hohem Niveau - stimmt - aber die Beziehung zwischen KV und seinem Sohn hat empfindlich darunter gelitten. Dem Sohn geht es nicht gut damit.
    • einmal gar kein Unterhalt - einfach abgetaucht und auf richtig arm gemacht
    • zweimal Mindestunterhalt - es geht auch nicht mehr
    • MindestUH - arm gerechnet
    • nochmal wie bei mir
    • und nochmal wie bei mir
    • und nochmal
    • und nochmal

    Also es ist von allem was dabei. Es handelt sich in allen Fällen um die noch klassische Situation KV = UET und KM = BET


    (Inzwischen find ich die Aufstellung selber ziemlich interessant..... mir fallen immer mehr ein)
    Im Moment überwiegen in meinem nahen/entfernten Umfeld die "Guten"
    In ausnahmslos allen negativen Fällen weiß ich aus erster Hand, dass die Kinder sehr unter so einer Situation leiden. Genauso wenn der Umgang nicht passt.
    die drei großen Themen Umgang - Unterhalt - nach wie vor anhaltende Streitigkeiten auf der "Paarebene" sind halt meistens sehr miteinander verzahnt.
    (ich hab jetzt mal die krassen Fälle, in denen man selbst die Erziehungsfähigkeit bezweifeln muss, außer acht gelassen)



    Und dann gibt es immer mehr AE im Freundeskreis meines Jüngeren. Da weiß ich es nicht genau, aber was er so erzählt.... läuft das meist eher unproblematisch.

  • Hmm,
    das Thema betrifft mich ja auch irgendwie.. Also...
    Als mein Klon noch bei seiner Mutter lebte, zahlte ich mehr als die DüDoTab verlangte, die lief so bis er circa 9 war. Dann änderte sich die Tabelle und die KM forderte - aufgrund der Änderung - 12 Euro mehr. Ehrlich, da ist mir die Hutschnur geplatzt und ich habe sie gebeten eine Beistandschaft beim JA zu beantragen, dann erstmal auf den Mindestunterhalt gekürzt. Das JA hat dann 6 Monate gebraucht den Unterhalt zu berechnen, da ich selbständig bin, war das nicht so einfach. Ergebnis: Ich zahlte über 200 Euro zuviel. Bis der Kleine dann zu mir kam, zahlte ich nur noch den Satz, der nach Tabelle für mein Einkommen vorgesehen war.
    Nun lebt Max bei mir und ich habe UHV beantragt.. daraufhin wurde ich als - vor meinem Sohn - als asozial beschimpft, da ich hier Unterhalt möchte und die Dame nicht weiter Rücklagen für was auch immer bilden darf..

  • Ich habe bei ihm immer das Gefühl, er möchte nicht ausgenutzt werden, was ich natürlich nicht mache. Auch die Enttäuschung, dass ich die Beziehung beendet habe damals, klingt immer wieder durch. Ansonsten liebt er unsere Tochter sehr und würde so ziemlich alles tun, damit es ihr gut geht.


    Er verhält sich sehr anständig und ich bin darüber sehr froh und dankbar.

    Hier haben wir einen Fall, der vorbildlich ist ! Die Eltern verstehen sich - trotz der schmerzhaften Vergangenheit - beide lieben das gemeinsame Kind und stellen dessen Interessen in den Vordergrund. Und auch finanziell herrscht Einvernehmen, ohne dass der eine den anderen über den Tisch zieht.


    So sollte das sein !


    Und natürlich gibt es davon abweichend sehr viele Spielarten. Der "Weltreisende Lebenskünstler", der sich um die Belange seines eigenen Kindes genauso viel kümmert, wie ein Dackel, der die Pudeldame von nebenan geschwängert hat. Oder die Kindesmutter, die mit einem neuen gutverdienenden Lebensgefährten in Saus und Braus zusammen lebt und den Kindesvater über Zusatz- und Sonderbedarf versucht gnadenlos auszusaugen. Ich kenne Fälle, wo Kindesväter mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen, weil sie sich trotz gutem Einkommen kein Auto mehr leisten können.


    Es gibt viele Spielarten. Und jeder sollte sich an die eigene Nase packen, wo er steht. So einfach wie einige Kindesmütter die Welt sehen, so einfach ist sie halt nicht ! Und letzten Endes sind es die Kinder, die die Zeche zahlen. Die entweder in bitterer Armut aufwachsen müssen - und Armut tut weh - .... oder denen ein liebender Vater genommen wird nur weil der Kindesmutter der eigene Streit wichtiger ist als das Wohlergehen des Kindes.



    In allen Fällen, die ich kennengelernt habe, sind BEIDE Elternteile grundsätzlich VOLLKOMMEN UNSCHULDIG ! Die Leute bekämpfen sich bis auf's Blut ... aber Unrechtsbewusstsein ? Fehlanzeige !

    Sorry, aber langsam gebe ich es hier im Forum echt auf.


    So ist das halt, wenn man die Welt dogmatisch sieht. Wenn man meint, selbst unumschränkt RECHT zu haben.


    Ich stelle die These auf, dass NIEMAND Recht hat, wenn die Kinder leiden.


    Ich stelle die These auf, dass Mütter wie Väter GLEICHERMASSEN unter dem Verlust ihrer Kinder leiden. Ich habe Menschen kennengelernt, denen man mit dem Verlust der Kinder den Boden unter den Füßen weggezogen hat.


    Und deshalb halte ich Leuten, die meinen dass sie ein reines Engelchen sind, einen Spiegel vor Augen. Auch wenn das nicht immer so gut ankommt.

  • @ Rockabilly 74
    Tja... ich würde sagen, das war wohl ziemlich dumm von der KM


    und bestätigt mich in meiner These, dass das Problem oft in der Verzahnung der verschiedenen Ebenen liegt.


    Leider fällt es oft so schwer, persönliche Schwierigkeiten mit dem/der Ex aus dem Thema Kinder rauszuhalten. Und macht da nur einer nicht mit, dann droht das Ganze schon zu kippen. Entweder man schluckt dann der Kinder zuliebe oder man hat die Nase voll und will nicht immer der Depp sein. Das ist ganz schwierig und je nachdem wie man grad drauf ist, handelt man mal so und mal so. Beides verständlich. Und da gibt es auch kein Patentrezept und keine Anleitung a la "in diesem Fall handelt man genau so und nicht anders"


    @ Anmida :daumen


    ich finde es vollkommen richtig und notwendig, auch als BET ein Privatleben zu haben!!!
    Ich stimme dir zu 100% zu

  • Zur Fragestellung, wie es mit dem Unterhalt an volljährige Kinder aussieht, gibt es m. W. keine greifbare Statistik.
    Zum einen sowieso nicht in der angefragten Unterteilung "Umgangselternteil - Betreuungselternteil". Denn diese Unterscheidung gibt es bei volljährigen unterhaltsberechtigten "Kindern" nicht (mehr). Beide Elternteile sind barunterhaltspflichtig.
    Das führt bei Trennungseltern in der Regel dazu, dass der bisherige Umgangselternteil in der Tendenz etwas weniger Unterhalt zu leisten hat. Sind mehrere Kinder, auch noch minderjährig, vorhanden, kann sich deren Unterhalt allerdings erhöhen.
    Persönlich weiß ich von manchen Ex-Umgangselternteilen, dass sie mehr zahlen oder den Altbetrag weiter leisten. Es gibt aber auch diejenigen, die ab dem 18. des Kindes die Zahlung einstellen und nicht vom Kind verklagt werden.
    Wie groß die Gruppen sind, weiß man letztlich nicht.


    In der Gesamtgruppe der unterhaltspflichtigen Eltern scheinen die mehr an Unterhalt zu leisten als sie müssten: So ist zum Beispiel das Studenten zur Verfügung stehende Geld höher als deren Einnahmen durch BaFöG (das den Mindestbedarf sichert) und Job (die Summen sind statistisch erfasst, da steuerrelevant) bzw. Mindestunterhalt.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Wenn Kindesmütter den Kindesvater nett und freundlich behandeln und vor allem den Umgang mit dem gemeinsamen Kind problemlos und kooperativ gestalten, dann sind viele Kindesväter auch bereit sich überobligatorisch am Unterhalt zu beteiligen.


    Wenn Kindesmütter aber den Kindesvater mit Wut und Zorn verfolgen, wenn sie insbesondere die Kinder instrumentalisieren und den Umgang nach Kräften boykottieren oder gar vereiteln ... wenn sie den Kindesvater zum "Zahlvater" degradieren, dann sinkt auch die Motivation der Kindesväter, mehr Unterhalt als nötig zu zahlen.


    Ist doch ganz einfach. Oder ?


    Schön wärs!!!


    Manchen Vätern muss man die Kinder fast hinterhertragen, damit Umgang zustande kommt und trotzdem kommt kein Unterhalt (was nicht der Grund des "hinterhertragens" war)


    Es gibt eben sehr viel mehr Konstellationen

  • Hallo,


    ich kenne eigentlich bis auf eine Ausnahme nur Fälle, in denen der Mindestunterhalt fließt. Nicht mehr.
    Die meisten haben sporadisch Kontakt zum UET, zwei Kinder gar nicht.


    Die Ausnahme ist, dass ein UET weniger bezahlt als Mindestunterhalt, dafür aber die Kinder regelmäßig sieht und auch mal Klamotten kauft, ein Mofa usw.
    Also unterm Strich sogar mehr, aber halt in "Naturalien", was ja voll ok ist.


    Grundsätzlich sehe ich auch, dass die Bereitschaft, mehr als Mindestunterhalt zu zahlen deutlich steigt, wenn das Verhältnis und der Kontakt zum Kind gut ist.

    Grüsse Tani :wink



    Du bist nicht das was Du sagst, sondern das was Du tust!

  • Also mein KV zahlt regelmäßig UH, hat er selbst ausgerechnet, die Basis der Rechnung kenne ich nicht, der Betrag ist für mich ok. Er fährt mit dem Sohn zweimal/Jahr in den Urlaub (Skiurlaub und Gardasee) und würde sich sicher an Sonderausgaben beteiligen, wenn ich ihn fragen würde.
    Bisher habe ich alle Zusatzkosten (Brille, Spange, Klassenfahrten etc.) übernommen.
    Der Sohn wird im nächsten Jahr 18...wie es da weiter geht, weiß ich noch nicht.
    Ahc ja, Betreuungsunterhalt hat er auch 6 Monate länger bezahlt, da ich erst ab September einen KiGa-Platz hatte, der Krippenplatz war nur 4 Stunden, ich konnte also nicht mehr arbeiten. Ab September konnte ich mich dann wieder selbst finanzieren, das war mir sehr wichtig.


    Mittlerweile verdiene ich deutlich mehr als der KV, wenn er ab Volljährigkeit den UH einstellen sollte, wäre das für mich ok.


    LG
    Lotta

    edit: Rechtschreibfehler gefunden und korrigiert


    Nur wer einen Schatten hat, steht auf der Sonnenseite des Lebens!

  • Bei uns zahlt der KV den errechneten Unterhalt der Beistandschaft.


    Kontakt gibt es seit sie drei Monate alt ist nicht mehr. Meine Biene wird zehn Jahre alt.


    Mehrkosten, Zusatzkosten übernimmt er nicht, ich frag aber auch nie.


    Ich bin mir sicher,er denkt, dass er mit Volljährigkeit unserer Tochter raus ist aus der Nummer, aber darüber kann ich dann nachdenken gemeinsam mit meiner Biene.

    Liebe Grüße


    Friday

    Einmal editiert, zuletzt von friday ()

  • Bei uns zahlt Ex nach DDT und hat auf den nächsten Hunderter aufgerundet. Das hat er gleich bei der Trennung so vorgeschlagen.
    Ich frage allerdings nicht nach Extra-Geld für Klassenfahrten o.ä., das passt auch so. Er nimmt Tochter mit in den Urlaub und sie hat dort auch inzwischen Klamotten, die er gekauft hat (nur die Unterwäsche fülle ich immer auf... ;-)), damit sie für die Wochenenden nicht immer alles mitschleppen muss.
    Tochter ist von Freitags abends bis Sonntags abends alle 14 Tage bei ihm und die halben Sommerferien und wenn es passt auch Ostern und Herbstferien. Hin- und wieder sagt er mal ein Wochenende ab, weil er "arbeiten" muss, aber Kind akzeptiert das, auch wenn ein Tausch von seiner Seite nicht immer gewünscht ist.
    Und auch den dritten jetzt anstehenden Geburtstag feiern wir bei mir und er und seine Mutter kommen dazu. Für Geschenke ist jeder selber verantwortlich, allerdings sprechen wir uns da schon mal ab, damit es keine Doppelungen gibt.
    Und für die Statistik: er hat sich getrennt, hatte bereits eine Neue (mit erwachsenen Kindern) und Anfangs gar keine Lust auf Kind und Familie. Ich habe allerdings trotz einiger Vorfälle keinen Rosenkrieg angezettelt, auf Trennungsunterhalt verzichtet und auch im Rahmen der Scheidung haben wir uns mit einer Scheidungsfolgevereinbarung gütlich geeinigt.
    LG
    Kati

  • Bei uns zahlt der KV den errechneten Unterhalt der Beistandschaft.

    Bei uns zahlt Ex nach DDT und hat auf den nächsten Hunderter aufgerundet.


    Na gut, zwei weitere Belege dafür, dass in den meisten Fällen in etwa der Unterhalt nach der DDT gezahlt wird. Und im übrigen belegt der Beitrag von katinka1969, dass die Neigung überobligatorisch zu zahlen, vermutlich am ehesten dann gegeben ist, wenn man sich gut versteht und vor allem der Umgang mit dem Kind klappt. Meine diesbezügliche These hat zwar keinen frenetischen Beifall gefunden (was auch nicht zu erhoffen war :) ) aber damit sollte das Anliegen der Fragestellerin beantwortet sein, ob es statistisch zu erwarten ist, dass man mehr Unterhalt bekommt als einem zusteht.



    Allerdings habe ich jetzt doch noch eine andere Frage:


    Kontakt gibt es seit sie drei Monate alt ist nicht mehr. Meine Biene wird zehn Jahre alt.

    Hmm ... das höre ich sehr häufig: dass Kindesväter sich absolut nicht um ihren Nachwuchs kümmern.


    Um es vorweg zu nehmen und um jeden Zweifel auszuschließen: ich bin felsenfest davon überzeugt, dass friday sich in ihrem Fall nicht die geringsten Vorwürfe machen muss, dass sie sich insbesondere vorbildlich aber vergeblich darum bemüht hat, den Kontakt mit dem Kindesvater zu fördern. Denn dazu sind Kindesmütter verpflichtet. Weil das im Interesse der Kinder liegt.


    Tatsächlich gibt es aber sehr viele Fälle, wo Kindesväter vom Umgang mit den eigenen Kindern ausgegrenzt werden. Und die darunter sehr leiden. Da muss man nur einmal Foren zum Familienrecht lesen, um eine Vorstellung davon zu haben, welche tragischen Fälle vor Gericht landen.


    Ich frage mich schon , wie das sein kann ? Denn hier im Forum gibt es ja tatsächlich nicht eine Kindesmutter, die sich in dieser Hinsicht irgend etwas vorwerfen müsste. Und noch etwas frage ich mich: wenn diese Kindesväter ganz offensichtlich alle solche ehrlose Schurken sind, dann müssen die doch irgendwie verteufelt schnell mutiert sein. Denn ein paar Monate vorher, war der Mann ja immerhin noch so liebenswert, dass man ein Kind mit ihm gezeugt hat.


    Aber wie schon gesagt: das sind ganz allgemeine Fragen die ich hier stelle. Die Kindesmütter hier im Forum nehme ich ausdrücklich aus der Verantwortung. Manchmal häufen sich eben die Sonderfälle. Das ist statistisch gesehen durchaus möglich !


    Vielleicht kann mir ja jemand diesen vermeintlichen Widerspruch- möglichst nachsichtig und freundlich wie immer - erklären.


    Liebe Grüße
    Jimmy

  • Wir haben uns 2008 auch "vorbildlich" getrennt.... es wurde alles einvernehmlich geregelt.... wir haben uns mit der Wohnung geeinigt, mit den Möbeln, mit dem Umgang, Unterhalt etc. und alles in einer Scheidungsfolgevereinbarung festgehalten. Die Scheidung selber kam dann 2012, da es für uns beide nur eine Formsache war und daher hatte es keiner eilig. Damals hat er auch noch vereinzelt zusätzliche Leistungen für das Kind erbracht.... viele meinten: Toll wie es bei euch läuft!


    Und dann kam NEXT (die nach eigener Aussage nicht nur nichts mit Kindern anfangen kann, sondern sie auch nicht mag.... sie besucht nicht mal ihre Schwester, weil es da zwei Kinder gibt). Und damit und weil Tochter in die Vorpubertät kam (und damit Null-Bock-Phase und der Papa nicht mehr als Held angehimmelt wurde) begannen die Probleme und er wollte sie nicht mehr sehen..... er arbeitet schließlich Vollzeit und braucht seine Wochenenden und Urlaub zum erholen und nicht um zusätzlichen Stress mit Kind zu haben.


    Nach vielen Versuchen zu vermitteln, die mich extrem viel Zeit und Kraft gekostet haben, habe ich aufgegeben.

  • dass die Neigung überobligatorisch zu zahlen, vermutlich am ehesten dann gegeben, wenn man sich gut versteht und vor allem der Umgang mit dem Kind klappt.


    Damit liegst du schon richtig. Zu diesem Ergebnis ist auch eine vom Frauenministerium in Auftrag gegebene Studie gekommen. Selbst Schwesig als damalige Frauenministerin ist mit "dieser" Aussage an die Öffentlichkeit gegangen. Allerdings hielt bei ihr diese Erkenntnis nicht lange an, und so forderte sie dann lieber den Führerscheinentzug für Väter. Das höchste Risiko tragen aber Kinder, die bei ihren Vätern leben. Wenn Mütter UET sind, gibt es am seltensten Unterhalt (nur ca zu 15%) und auch am seltensten Umgang.


    Wenn kein Unterhalt fliesst, dann in absoluter Mehrheit, weil die Leistungsfähigkeit nicht gegeben ist. Das JA in Köln zB berichtet diesbezüglich, dass zB bei den Anträgen auf UHV jede 7. Mutter den Vater nicht benennt. Laut JA Köln stellt die kleinste Gruppe die UETs dar, die zwar zahlen könnten, sich jedoch weigern.


    Ab 18 Jahre verzerrt das Bild dann noch mal. Nun müssen die Kinder selbst die Eltern verklagen. Der ehemalige BET ist nicht gezwungen, von Teilzeit auf Vollzeit zu gehen, solange der ehemalige UET weiter alles alleine zahlen kann, etc... sprich BET trifft keine gesteigerte Erwerbsobliegenheit. Und wer sich bis ins Erwachsenenalter des Kindes um die Kohle prügelt, hört zum 18. damit nicht einfach auf.


    Bei den Fällen, bei denen der Vater weder das Kind sehen noch zahlen will, frage ich mich als erstes, wer von den Beteiligten denn unbedingt das Kind wollte und wie es zur Schwangerschaft gekommen ist, bzw. wie durchdacht die Partnerwahl war. Überspitz: Der Vater meiner Stieftochter wollte nie ein Kind und auch die Beziehung mit der Mutter nicht mehr wirklich. Ihr Plan, durch ein gemeinsames Kind (Verhütung abgesetzt) die Beziehung zu retten, ging in die Hose. Er machte den Hasenfuss und hat nie auch nur einen Cent bezahlt. Und das obgleich sie Umgang angeboten hat. ;) Aus diesem oder ähnlichen Setups zu schliessen, dass Umgang nichts mit Zahlungsbereitschaft zu tun hat, ist ein sportliches Vorhaben.


  • Ich habe hier die Situation genau umgekehrt: Ex in Insolvenz, zahlt allerdings den Mindestunterhalt (immer pünktlich), aber sonst beteiligt er sich an nichts. Spendiert Tochterkind aber regelmäßig teure Urlaube (finde ich ja gut), allerdings etwas denkwürdig in Anbetracht der Insolvenz, auch hier kann ich nichts beweisen, da schwarz gearbeitet wird... :rauchen


    Er ist halt der "Spass-Daddy", keine Erziehungsanteile und nur die sonnigen Seiten des Lebens... :-D

    Alles, was Ihr also von anderen erwartet, dass tut auch Ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten Mt 7,12