Beiträge von HoneyB

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    Ich bin mir ganz unsicher, was da der Maßstab des Kümmerns sein soll. Wie gesagt, hier 15% zu 85%. Ist das schon viel Betreuung ? Weihnachtsferien waren nahezu gleichwertig aufgeteilt. Sommerferien dieses Jahr: 1 Woche er, 5 Wochen ich. Alle Kosten für Ferienbetreuung trage ich.


    Eine Bekannte von mir sieht ihr Kind ca 5 Tage pro Jahr. Ein Kollege betreut sein Kind zu 50%. Dazwischen liegen jede Menge Betreungskonzepte. Wer legt dann fest, wann der Umgang so ausreichend ist, so dass der Unterhalt gekürzt werden darf? Was ist der Maßstab? Das Wechselmodell?


    Ich befürchte nichts Gutes. Vor allem hinsichtlich der Beweisbarkeit und der Nachweisbarkeit des Umgangs. Will sich der Staat dann so einmischen, wie es schon in den Jobcentern passiert ist?

    Hi!


    Für mich war die Meldung von Frau Giffey und ihren Umverteilungsplänen ein richtiger Schock. "Bitte nicht" habe ich gedacht. Bei uns läuft es hervorragend. Besonders für meine Tochter. Sie wohnt bei mir, ich arbeite 20 Stunden, da TVÖD und mit Dpl. kommen wir damit gut aus. Ich habe 85% Betreuungszeit, ihr Vater 15% Betreungszeit im Monat. Er sieht sie regelmäßig alle 2 Wochen, und einen Nachmittag in der Woche. Ansonsten arbeitet er drei Schichten. Er wohnt 30 km von uns entfernt. Es wäre ein Apltraum für mich, wenn man nun in unser friedliches Gefüge einbrechen würde. Und er denkt, er kann Unterhalt sparen. Oder wenn wir dann die Zeit messen müssen, wann unsere Tochter wo ist. Wie soll das überhaupt sein? Einer gibt einen Zeitplan ab und der andere zeichnet gegen oder korrigiert das? Am Ende muss man damit zum Jugendamt oder zum Anwalt. Und die Sommerferien...er hat noch nie die Hälfte der Ferienzeit in Anpruch genommen mal hatte er sie eine Woche, mal 2 Wochen...ich habe dazu auch nie etwas gesagt, es lief alles gut. Ich habe jetzt richtig Panik. Meine Tochter ist ein fröhliches Kind, gut in der Schule, viele Freunde. Und ich möchte, dass das auch so bleibt. An dem ganzen Gefüge um den Umgang würde ihr Vater sicher nichts groß ändern wollen. Die Fahrerei nervt ihn. Aber Unterhalt würde er sicher gern sparen. Hoffentlich geht das an uns vorbei.

    Hi!


    Meine Kollegin sagt zur gemeinsamen Steuererklärung: Das macht alles mein Mann. Ich denke, sie unterschreibt blind. Und wäre bei einer Trennung vielleicht überrascht.


    Denke viele Männer, verheiratet oder nicht, lassen sich sehr ungern in die Karten schauen. Mit Gegenwind...also guten und schlechten Argumenten ist das zu rechnen.

    Ich war und bin ja von jeher ein Kind der Freiheit und habe sehr viel Freiraum gehabt. Passiert ist mir nie etwas. Keine Übergriffe von Männern, keine illegalen Drogen, nie mit der Polizei nach Hause gebracht worden. Kein einziges Problem oder je eine Anzeige.
    Als ich das erste Mal in die Disco bin, hat mein Papa mich hingebracht und dem Chef (Bekannter von ihm) gesagt: Das ist meine Tochter, das sind ihre Freundinnen. Augen aufhalten. Ich fand das nicht peinlich. Ich fand das gut. Dann ist Papa gefahren und meine große Ausgeh-Zeit ging los.


    Später zwischen 16 bis 19 Jahre waren wir in einer Clique unterwegs. Wenn wir in die Disco gefahren sind, dann meist mit 3 Autos. Wir waren dann 12 Freunde. So sind wir in die Disco. Und natürlich haben wir uns beschützt. Hat einer zuviel getrunken, haben wir ihm den Autoschlüssel weggenommen. Ist einer zum Abfahrtszeitpunkt nicht da gewesen, haben wir ihn gesucht, bis wir ihn gefunden haben und mitnehmen konnten. Wenn einer zu schnell gefahren ist, haben
    wir gesagt, dass wir das blöd finden. Entweder gestichelt oder uns lustig gemacht oder wenn er nicht hören wollte, sind wir auch ernst geworden.


    Im Grunde war das mein Prinzip: Wenn du Mama und Papa anrufen musst, ist die große Freiheit vorbei. Dann hast du verloren. Dann halten sie dich für ein Kind. Also habe ich mich an die Regeln gehalten und meine Eltern mit dem Argument: Schaut doch, ich bin vernünftig, auf mich kannst du dich verlassen, meine Grenzen immer mehr erweitet. Und meine eigenen Regeln aufgestellt.
    Sei nicht allein.
    Ich wäre niemals, nie nicht, nachts durch einen dunklen Wald gefahren oder gegangen. Wir Mädels sind zu viert gefahren und haben gesungen und geredet. Wenn irgendwo eine Gruppe Männer aufgetaucht ist, die mehr als 5 Mann stark und uns irgendwie aggressiv vorkam...sind wir große Bogen gelaufen. Konfrontation meiden. Um jeden Preis.
    Habe Freunde. Richtige Freunde. Freundinnen, die mit einem Jungen abhauen und dich allein lassen, sind keine Freundinnen zum Ausgehen. Ein Mann aus der Clique, der nachts und unter Alkohol Streit und Kampf mit anderen Männern sucht, ist kein Freund zum Ausgehen.
    Bezahl ein Taxi. Nichts ist so wertvoll wie die eigene Unversehrtheit.
    Steig nicht mit einer Gruppe alkoholisierter Männer in ein Zugabteil.
    Bitte um Hilfe, wenn du belästigt wirst.
    Steig nicht zu einem angetrunkenen Freund, Familienangehörigen Fahrer etc. ins Auto. Um keinen Preis. Auch nicht, wenn er sauer wird.
    Bahnhöfe in Metropolen sind gefährlich. Sei wachsam.
    Trink nicht mehr, als du gut vertragen kannst.
    Wenn du ein Glas abgestellt hast und aus den Augen verloren hast, trink nicht mehr daraus. Niemals. Wenn du kein Geld mehr hast, trink Leitungswasser.
    Niemals harte Drogen.
    Sei vorsichtig bei Fremden. Sei wachsam.
    Mach einen Selbstverteidigungskurs.
    Meide das Risiko.
    Fahre nicht per Anhalter. Niemals. Finde eine andere Lösung.



    Das waren meine Regeln. Die haben nicht meine Eltern mir eingetrichtert, dass war meine "Ich will unversehrt und viele Jahre, tanzen, singen, feiern, Spaß haben" Regeln.
    Das waren alles Erfahrungswerte, die ich gesammelt habe. Beobachtungen beim Ausgehen.

    Da ich keine Kinder in der Phase der Berufsorientierung habe, meine eigenen Erfahrungen:


    Erweiterter Realschulabschluss Anfand der 90er
    Gutes Zeugnis, 5 Zusagen für Ausbildungsplätze. 3 mal öffentlicher Dienst, 2 Automobilhersteller. Ich entscheide mich für den führenden Automobilhersteller, weil Mama, Papa und Opa auch schon da arbeiten und er am besten bezahlt. Ich selbst wollte am liebsten weiter zu Schule gehen und studieren.
    Mama sagte: Dafür haben wir kein Geld. Hinter mir folgten 3 jüngere Geschwister zwischen 11 und 4 Jahren.


    Ich beiße mich durch eine todlangweilige Ausbildung als Industriekauffrau. Darf auf 2,5 Jahre verkürzen. Zwischen 16 und 19 Jahren lerne ich, was es bedeutet, für das Wochenende zu leben. Mit 20 habe ich Panikattacken, die Ausbildung beendet und weiß was ich will. Einen sozialen Beruf. Und was ich nicht mehr will: Für das Wochenende leben.


    Heute, 23 Jahre später: Ich arbeite in einem sozialen Beruf, habe ein Studium beendet und vorher das Abi nachgeholt. Ich hatte nie wieder Panikattacken oder Angst vor dem Montag. Von Burn-Out keine Spur.


    Fazit: Es war gut meine Ausbildung zu beenden, auch wenn sie beruflich nicht sinnstiftend für mich war. Auch die Panik war sehr lehrreich. Eine Art Meister Yoda.


    Und als Mutter: Es ist sehr schwer das richtige Maß zu finden. Meine Mutter hat mich in dieser Phase definitiv nicht gut begleitet. Mein Vater auch nicht. Sie konnten das Thema Beruf nicht mit Sinn und Inhalt füllen. Für sie ist und war Arbeit zu 99 % Broterwerb und 1% Sinnstiftung.


    Ich hoffe, dass ich es das dann, wenn mein Kind soweit ist so gut wie möglich begleiten kann.

    Hi!


    Der KV zahlt den Unterhalt so pünktlich wie mein Arbeitgeber Gehalt. Er zahlt nach Düsseldorfer Tabelle und er sagt zu mir. "Er zahlt nur das, was er muss. Das stimmt aber nicht. Er zahlt deutlich mehr. Das neue Fahrrad, Inliner, Schlittschuhe. Die Brille, nahezu jedes Paar Schuhe, nimmt das Kind zweimal im Jahr mit in einen Auslandsurlaub und auch das komplette Paket "Einschulung" mit Scout Schulranzen, neues Modell und alle Schulbücher. Das wird er auch dieses Jahr wieder tun.


    Ich habe bei ihm immer das Gefühl, er möchte nicht ausgenutzt werden, was ich natürlich nicht mache. Auch die Enttäuschung, dass ich die Beziehung beendet habe damals, klingt immer wieder durch. Ansonsten liebt er unsere Tochter sehr und würde so ziemlich alles tun, damit es ihr gut geht.


    Er verhält sich sehr anständig und ich bin darüber sehr froh und dankbar.


    Zur Statistik kann ich nichts sagen. Ich kenne alles von Freundinnen: UHV ohne je einen Cent Unterhalt gesehen zu haben, Wechselmodell ohne Unterhalt, Unterhalt sporadisch bei KV am Selbstbehalt, regelmäßiger verlässlicher Unterhalt und unregelmäßige Termine mit dem Kind....

    Hi!


    Meine Tochter ist 7.


    Medienverhalten hier:
    Ich habe einen PC, welchen ich auch sehr viel nutze (Lesen, schreiben, Büroarbeit, I-Net, Musik hören, Netflix, you tube, Dokus)
    Meine Tochter will den natürlich auch benutzen: Netflix, Antolin, Pumuckl und Meerjungfrauen Serien auf you tube)


    Die TVs' werden so gut wie gar nicht mehr benutzt. Manchmal kuscheln wir uns abends ins Bett und schauen zusammen einen Disney Film, was meistens damit endet, dass ich mir eine Tanzaufführung meiner Tochter ansehe und der TV wieder aus ist.



    Im Zimmer meiner Tochter ist gar nichts an Medien. Das starten wir, wenn sie 11 oder 12 Jahre ist.


    Ein Handy sehe ich im Laufe oder am Ende der 2. Klasse.


    Wir haben ein Tablet, das einstaubt.


    Mir persönlich sind sowohl die Handy, als auch die Tablet, als auch die Laptops zu klein, um wirklich Spaß damit zu haben. Mein Monitor hat die Größe eines kleinen TV's und könnte nach meinen Bedürfnissen auch noch größer sein. Ich bin auch kein Typ für Laptop im Park. Ich mag einen großen Monitor, gute Lichtverhältnisse und einen "richtigen PC-Arbeitsplatz mit Chefsessel ;-) Das hat sich meine Tochter natürlich abgeschaut und mag es so wie Mama auch. Bis zur weiterführenden Schule teilen wir uns den Platz.

    Ich würde es auch so sehen: 22 Uhr bis 23 Uhr als Abholzeit ausmachen. Wenn die Mädels cool sein wollen und die Eltern peinlich sind, dann würde ich sie etwas zu den Taxikosten dazugeben lassen.


    Wir sind mit 14 auch auf die Dorfschützenfeste gegangen und ab 16 dann in die Disco bis Mitternacht oder mal eine halbe Stunde länger. Die Zeit 2 Uhr und länger fiel so in das Alter 18-28 Jahre. Ab dann wurde die Ausdauer schon wieder wesentlich kürzer ;-)


    Verbieten würde ich es auf keinen Fall. Das hat großes Potential für Lernerfahrungen. Wichtig fände ich den Mädels zu sagen, dass sie zusammen bleiben und halten sollen. Dass sie Getränke nicht unbeaufsichtigt lassen und abstellen dürfen. Dass man um gewisse Männergruppen einen Bogen macht. Das sie wissen, wie sie sich gegenseitig retten können, wenn eine von ihnen einen Verehrer nicht los wird etc. Alkohol und Zigaretten sind natürlich auch ein Thema.

    Hi!


    Also grunsätzlich finde ich Termine am Vormittag großartig. Ich erledige alle meine Termine am Vormittag, während mein Kind in der Schule ist. Die beste Zeit. Aber natürlich nicht 5.30 Uhr. Ich finde die beste Zeit ist von 8.30 Uhr bis 12 Uhr. In Zeit kommt man hervorragend überall an und erreicht bei Behörden und Ärzten am meisten. Alle freuen sich, wenn man Vormittags-Termine machen möchte. Ich würde der Familienhilfe in der Zeit Terminvorschläge machen, so ich denn vormittags frei hätte. Sollte das aus beruflichen Gründen nicht gehen, dann eben am frühen Nachmittag.

    Hi!


    Also grundsätzlich hätte ich auch gern jemand an meiner Seite. Aber da habe ich tatsächlich auch Erwartungen. Besonders hohe an "sich richtig toll finden", Harmonie und "sich richtig gut verstehen". Ich hatte in vielen vielen Jahren einmal einen Mann, mit dem ich diesen Ansprüchen sehr nahe gekommen bin.
    Und wenn ich allein lebe, so wie jetzt mit Kind, ist es eben sehr harmonisch, ruhig, friedlich. Und ich komme meinem Lebensideal damit näher, als in einer Partnerschaft. So baut sich wenig Sehnsucht auf. Wenig Lust auf ein Date.


    Wenn ich zum Beispiel höre: Wir hatten es schön, aber der Funke ist nicht übergesprungen, dann denke ich : Na, macht doch nichts, aber der Abend war schön. Man hat sich bemüht. War respektvoll zueinander. Das ist doch toll. Daran kann man sich doch guten Gewissens erinnern.


    Zum Thema Altersunterschied. Meine Partner waren meistens älter als ich (6-10 Jahre). Also 33/43, 35/43. Ich gebe zu, dass ich für die Probleme meiner Partner mit Anfang 30 wenig Verständnis hatte. Jetzt, in der Rückschau, und selbst 43 Jahre, verstehe ich vieles sehr viel besser.
    Ich habe mit Beginn des 41. Lebensjahres körperlich etwas abgebaut. Jetzt verstehe ich auch den Vater meines Kindes viel besser. Seine Entscheidungen, die ich damals nicht nachvollziehen konnte. Von daher finde ich es am besten, jemand in meinem Alter zu finden. Aber das halte ich für abenteuerlich. In unserer lokalen Zeitung gibt es reihenweise Männer zwischen 55-65 Jahren, die eine Frau in meinem Alter suchen. Ich sehe das auf meinen Erfahrungen heraus sehr kritisch. Ich bin 43 Jahre, meine Tochter ist 8. Was verspricht sich ein Mann im Rentenalter davon? Meine Tochter schlägt Rad im Wohnzimmer und kocht Suppe aus Kreide und Blättern. Ob das für einen Mann Ü60 auf Dauer das Richtige ist? Abgesehen davon, dass ich auch keinen Partner aus der Generation meiner Eltern möchte. Aber sei es, wie es ist, Wunsch und Wirklichkeit gehen oft weit auseinander und ich glaube nicht mehr an eine schöne Beziehung.


    Da müsste wirklich ein Wunder passieren. :engel

    Zum schwimmen gehen:
    Ich gehe ja regelmäßig morgens ins Freibad. Da sind außerhalb der Ferien hauptsächlich erwachsene Frauen mittleren Alters und Senioren. Die Atmosphäre ist toll. Es ist ruhig, oben die Sonne, das Wasser ist kühl und man kommt schon ins Gespräch. In der Umkleide zum Beispiel. Klar, das ist Small Talk, aber nett. Und man sieht sich den Sommer über regelmäßig.


    Man lernt vielleicht andere nicht gut kennen, dafür kommt man mit sich selbst wieder in Kontakt, während man schwimmt. Der Kopf wird frei, man hat Bewegung. Mich hat das Schwimmen schon oft in schwierigen Situationen begleitet, während Prüfungsphasen zum Beispiel.


    Nähen ist auch toll. Oder ein Instrument neu erlernen. Damit habe ich auch erst Ü40 angefangen. Und neulich habe ich in einem Forum gelesen, dass Frauen sich über ein neu begonnenes Studium Ü50 ausgetauscht haben. Zuerst waren sie Gasthörerinnen, dann haben sie sich eingeschrieben.

    Hi!


    Wieso kann man nichts ohne Kind unternehmen? Meine Tochter (noch 7) hatte heute nachmittag Generalprobe beim Tanzen von 15 - 18 Uhr. Mamas nicht erwünscht. So war ich währenddessen im nahegelegenen Schwimmbad Bahnen ziehen. Dann habe ich sie wieder abgeholt und wir sind zurückgefahren.


    Nächstes Wochenende ist mein Kind bei ihrem Vater und ich gehe ins Kino. Kosten: 10 Euro. Das ist doch okay. The same bei noch nicht so bekannten Künstlern oder Bands. Oder es gibt Sportfeste und Läufe ohne Ende. Unsere Stadt hat 250.000 Einwohner, ich wohne mittendrin und kann mich hier jeden Tag beschäftigen. In der letzten Woche hatten wir hier ein Festival im Park. 5 Tage lang hat hier jeden Abend eine Band im Park gespielt. Kosten: Zero. Leider musste ich arbeiten und war zu erschöpft :rainbow:


    Was ich mir allerdings abgeschminkt habe ist, dass da immer jemand an meiner Seite ist. Was ich unternehmen möchte, unternehme ich. Mal habe ich Freundin oder Familienmitglied dabei, mal bin ich allein unterwegs.


    Eine Partnerschaft traue ich mich nicht mehr. Ich gebe offen zu, ich habe Angst vor Stress, Streit, Diskussionen usw.


    Wenn ich abends allein aus dem Kino komme, bin ich ehrlich gesagt ganz oft froh, dass da keiner ist, der auf mich wartet. Keine Sticheleien, kein surfen auf Er..otikseiten in Abwesenheit, keiner der grundlos eifersüchtig ist, keiner der sagt "hast du zugenommen? Und das sind ja noch die harmlosen Varianten...


    Aber es gibt so selten jemand, der einem nach einem Kinobesuch mit etwas zu Essen und herzlich begrüßt und sich einfach freut, dass es einen gibt. Oder der gern mitkommt :thumbsup: Sollte so jemand in mein Leben treten, hätte ich natürlich gern, das er bleibt und bis dahin kann man es sich doch als Frau gerade in einer Stadt in Deutschland sehr nett machen ^^

    Hi!


    Also ich würde dem hier geschriebenen zustimmen. Bei mir ist es so: Ich arbeite 20 Stunden, Punkt 16.00 Uhr lasse ich meine Arbeit Arbeit sein, um mein Kind abzuholen. Überstunden kommen vor, aber die müssen lange vorher geplant sein, damit ich mir jemand organisieren kann, der meine Tochter betreut.
    Ich bin ganz sicher besser organisiert als meine kinderlosen Kollegen und viel unaufgeregter. Ich plane alles lange im Voraus und durchdenke alle Eventualitäten. Ich bin mir sicher, dass meine Vorgesetzten das schätzen.


    Aber weiter komme ich damit nicht. Die kinderlosen Kollegen steigen auf. Sie machen mehr Fehler, sind aber unglaublich flexibel. Immer da, immer einsatzbereit. Sagen zu jeder Aufgabe : Ja, mache ich. Das ist der Weg zum Aufstieg, zumindest bei uns.


    Ich habe da überhaupt keine Ambitionen. Ich arbeite, um zu leben. Meine Tochter steht bei mir auf Platz 1, dann komme ich selbst, dann meine Arbeit. Wenn ich krank bin, bleibe ich zu Hause, bis ich wieder richtig gesund bin. Ich schleppe mich nicht durch. Ich will keinen Burn-Out und keine chronische Krankheit. Alle Gedanken sind auf meine Tochter ausgerichtet: Sie braucht mich noch 10 Jahre, ich will fit sein.


    Ich halte mich keineswegs für eine Traumarbeitnehmerin. Aber ich bin innerhalb meiner Arbeitszeit strukturiert, organisiert, gewissenhaft, nachhaltig, die Ruhe selbst und es hat sich noch nie jemand beschwert. Mehr will ich nicht.

    Also ganz ehrlich...zu diesem Arzt würde ich nicht mehr gehen. Er hat ein Studium absolviert...wie kann es sein, dass er nicht mit dir über diese Überweisung spricht, dir seine Handlungsweise erklärt?


    Für die Untersuchung wünsche ich dir alles Gute und drücke dir die Daumen dafür, dass alles okay ist.

    Ich würde es auch so machen: Dem Kind eine Sitzerhöhung mitgeben und ihm sagen, dass das wichtig ist. Meine Tochter ist auch 7 Jahre. Sie würde das verstehen und auch MEISTENS umsetzen. Die leichten Sitzerhöhungen muss das Kind ja nur auf den Sitz legen und sich dann selbst anschallen. Wenn mit den "Erwachsenen" nicht zu reden ist... :frag

    Ich finde es spannend von dem Wunsch anderer nach Partnerschaft zu lesen. Ich denke dann, dass da ja grundsätzlich eine positive Erwartung damit verknüpft sein muss. Also, dass das Leben dann schöner, erfüllter, leichter werden wird. Ich denke Partnerschaft = Arbeit. Zusätzliche Energie wird gebraucht, Zeit muss investiert werden usw.


    Oft denke ich auch, der Tag anderer hat mehr Stunden oder sie teilen sich ihre Kräfte besser ein oder ähnliches. Bei dem warmen Wetter habe ich meine Tochter meist erst um 20.30 Uhr im Bett. Also so spät ist es, bis es wirklich still in der Wohnung ist und niemand mehr etwas von mit will. Dann noch mit jemand telefonieren zu "müssen" erscheint mir total anstrengend. Also ein Beziehungsgespräch zu führen a la "Wie geht es dir, wie war dein Tag?" Im besten Fall. In allen anderen Fällen hat der Partner vielleicht etwas. Er ist krank (in meinem Alter Ü40 und älter ja keine Seltenheit), Stress im Job, in der Familie etc.
    Ein Partner erwartet ja auch etwas. Ein offenes Ohr, Verständnis, Wärme..


    Und ich bin abends so müde. Ich habe gestern noch 20 Seiten gelesen, dann bin ich eingeschlafen. Nun bin ich wach und in 30 Minuten, nach einer Tasse Kaffee, startet der nächste Tag. Heute arbeite ich bis 20 Uhr. Um 20.15 werde ich mich wieder ins Bett werfen und wieder keine Lust haben, eine Beziehung zu pflegen. Und das obwohl mein Kind beim Vater schläft.


    Wenn der Wunsch nach Zweisamkeit aufkommt, frage ich mich wieder "Wann würde ich die leben können?" Und darauf fehlt mir die Antwort. Morgen habe ich frei. Ich habe Physiotherapie, ich bin zum schwimmen und in der Stadt verabredet, zum gemeinsamen Mittagessen mit einer Freundin. Ab nachmittags und bis Sonntag abend bin ich dann wieder Vollzeit-Mama mit Kinderprogramm für Achtjährige. Wieder wäre keine Zeit für eine Partnerschaft. Ich habe eigentlich nur jedes zweite Wochenende von Samstag Mittag bis Sonntag abend Freiraum. Mir erscheint das zu wenig. Und in meinem Leben passiert auch nichts in Richtung Kennenlernen. Das empfinde ich auch als logisch oder folgerichtig...

    Vor meiner Tochter war ich meistens bis 23 Uhr wach und bin um 7 Uhr aufgestanden.


    Heute schlafe ich meist schon um 22 Uhr und stehe 6.30 Uhr auf. 7-9 Stunden sind gut für mich. Unter 6 Stunden wird der Tag zur Qual. Darf passieren, sollte aber nicht zu oft vorkommen.


    Meine Tochter schläft von 20.30/21 Uhr -7 Uhr.


    Abends passieren bei uns keine haushaltstechnischen Dinge mehr. Gar nichts. Wir essen, baden, kuscheln und gehen ins Bett. Ich bin ein absoluter Tagmensch. Stehe gern und gut gelaunt früh auf, Sport, Stadt, shoppen, Haushalt, alles passiert vormittags. Nachmittags arbeite ich und danach gehts energietechnisch abwärts.


    Ich habe einen TV im Schlafzimmer und meist bin ich schon stolz wenn ich einen Krimi von 20.15-21.45 durchgehend gesehen, und nicht dabei eingeschlafen bin.

    Ich bin nächsten Monat 7 Jahre Single und 7 Jahre ohne Dates.


    Mittlerweile sind wir auf den Hund gekommen und da meine Tochter eine Vorliebe für die Natur entwickelt hat sind wir oft im Wald. Und auf Naturspielplätzen. Auf dem Spielplatz gestern waren fast nur Väter mit ihren Kindern. Mit kleinen Kindern. Babies. Und die Papas hatten es drauf. Fokus komplett auf die Kinder gerichtet. Keine Handy-Tippereien, auch bei kindlichen Eskapaden voll dabei. Ich war erstaunt. Dazu muss ich sagen, dass ich in einem anderen Stadtteil wohne. Wir waren gestern im Akademiker-Viertel (Ärzte, Lehrer, Pädagogen, Studenten).
    Das war schon interessant.


    Ansonsten: Im Alltag und im Leben vermisse ich einen Partner überhaupt nicht. Wenn etwas kaputt geht, dass mit Elektrik zutun hat, oder mein Fahrrad, dann vermisse ich einen Mann. An den jeweils ersten 3 Tagen meiner Bronchitis hätte ich gern jemand gehabt, der mein Kind versorgt und mich. Das wars.


    Ich finde, das ist schon eine sehr interessante Entwicklung. Ich habe auch keine Lust einen Mann kennzulernen. Ich lebe ja nun auch schon länger in einem Bereich ohne Bewertung. Also gleichgültig was ist, ich werde nicht mehr kommentiert oder bewertet. Dass das schön ist und mir eine innere Ruhe gibt, finde ich spannend. Keiner sagt: Du siehst müde aus. Auch nicht: Du siehst toll aus. Und da das schon lange so ist, fühlt es sich an wie: So wie ich gerade bin, ist es in Ordnung. Es ist wie es ist. So oder so...es ist okay.


    Ich weiß nicht, ob ich das nochmal wieder hergeben will. Ich glaube nicht. :)

    Kleines update


    Ich habe jetzt mit ihr angefangen unsere Lieblingspixies mit ihr einzugeben. Damit wir schnell diese 100 Punkte haben für diese Urkunde für das Zeugnis und sie ihren Wettstreit-Mitschülern sagen kann, dass sie auch Antolin-Punkte hat. Und damit dann wieder Ruhe ist. Gestern wollten wir eigentlich ein Buch "Der magische Blumenladen" anfangen. Nun war es leider Band 7 und im Antolin geht es nur bis Band 6 und das geht mir schon wieder alles total gegen den Strich.


    Sie hat natürlich verstanden, was sie gelesen hat und in 5 Minuten 10 Punkte bekommen und sich gefreut wie leicht das ist. Ich wollte das anders. Ich wollte, dass sie sich daran erinnert, dass wir uns zusammen gekringelt haben und wieviel Freude ein winziges Buch und ein liebevoll gezeichnetes Bild machen kann. Dass ein Buch verbinden kann, wenn man es zusammen liest und einen Streit vergessen lassen kann. Natürlich kann sie das mit 7 nicht in einem Quiz beantworten. Mit 7 fühlt sie es. Mit 17 zeichnet sie vielleicht ein Comic und mit 27 in einem Studdium hat sie dafür Worte und Inhalt. Tiefgang. Das wollte ich für sie. Kein Quiz.


    Auch das da jetzt "unsere" Pixies drin stehen. Unsere Auswahl. Unsere Lieblingsgeschichten. Wir haben so gelacht über manche Bilder und Passagen und jetzt ist das irgendwie öffentlich. Das ist etwas Privates, das jetzt "verkauft" wird. Auch wenn es keinen interessiert. Manches ist heutzutage richtig ätzend. Manchmal würde ich am liebsten meine Tochter mit in meine Kindheit beamen. Da durfte man noch lesen was und wann man wollte, wichtig war nur, dass man es konnte.


    Mehr habe ich darüber glaube ich gar nicht zu sagen.


    Vielen Dank für eure Beiträge. :blume

    JayCee


    Genau! Da ist der Knackpunkt. Eine eigentlich gute Idee für Kinder, die Lesen nicht so spannend finden, wird zu einer Sache, die für diejenigen für die Lesen mehr ist als Förderung/ ein Wettbewerb/ ein Quiz zu einer Verpflichtung, die in die Intimsphäre, ins Private eindringt. Lesen gehört für mich in die seelische Schatzkiste. Für die Schule gilt: Klar, da soll sie zeigen, dass sie Lesen kann. Das ist okay. Das Lesen so viel mehr ist, gehört ja erstmal uns/ ihr.


    Vielleicht muss ich darüber mit der Lehrerin reden...vielleicht beantwortet sie erstmal ein paar Quizfragen. Um die Wettbewerbseltern muss ich auch einen Bogen laufen...für mich bringt Antolin gerade nur Stress. Ach, es widerstrebt mir schon, wenn ich an diesen Quiz-Charakter denke....
    ein Referat, eine Buchbesprechung, eine Rezension...das finde ich gut und sinnvoll. Aber Quizfragen... :brille