Beiträge von Jimmy

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    Eine Anzeige wegen Verletzung der Unterhaltspflicht halte ich bei diesem Verfahrensstand nicht unbedingt für zielführend ! Erstens kriegt man dadurch auch nicht mehr Geld - ganz im Gegenteil: Möglicherweise schlachtet man die "Kuh", die man "melken" will. Und zweitens werden dadurch in jedem Fall die Fronten verhärtet.


    Ich stimme Volleybap zu, dass das Jugendamt nicht unbedingt schlecht gearbeitet hat. Es handelt sich um einen hartleibigen Gegner ... und da ist es eben nicht so einfach die Kohle locker zu machen.


    Wenn du einen guten Anwalt hast, dann könnte man die Beistandschaft beenden und die Ansprüche SELBST geltend machen. Das erfordert, dass man sich eingehend mit der Materie beschäftigt (damit man dem Anwalt die richtigen Vorgaben machen kann) und man muss hinsichtlich der Kosten in Vorleistung gehen. Damit geht man auch Risiken ein. Ob hinterher mehr Geld herauskommt, das kann man nicht sagen, denn das hängt von den Umständen ab, die wir nicht kennen. Und es hängt auch davon ab, was dem Unterhaltsschuldner so alles einfällt.


    Alles in allem eine sehr unangenehme Gefechtslage. Da sollte man sehr vorsichtig agieren. Denn unüberlegte Rechtszüge können durchaus nachteilige Folgen haben.

    Ich gehe da mal von mir aus: meinem Ex wäre es wichtig, dass ich den UVG nicht mehr beantrage, damit er nicht mehr jährlich zur Beistandschaft muss um seine Einkünfte vorzulegen. Das wäre ihm echt wichtig, weil es ihn nervt und einengt usw... mir jedoch total egal. Ich verzichte deshalb nicht freiwillig auf das Geld. :brille

    So ist das ! Wenn es kein Einvernehmen gibt, dann muss man sich eben auf das Grundlegende beschränken. Und da gibt es dann auch keine Zugeständnisse beim Unterhalt. Andererseits sollte man dann selbst auch keine Erwartungen auf irgendwelches freiwilliges Entgegenkommen hegen.



    Das Verhältnis zum ehemaligen Ehepartner ist eben kein "normales" Verhältnis. Es ist im wesentlichen ein Zweckverhältnis, das zudem noch oft von vielen unterschwellig ausgetragenen Konflikten belastet wird. Normalität sieht anders aus !


    Die Spielregeln einer nachehelichen Beziehung sind völlig andere ! Und viele erbittert ausgetragene Streitigkeiten haben genau darin ihren Ursprung, dass man versucht den oder die Ex zu "erziehen" ! Was sich in den meisten Fällen als völlig aussichtslos erweist.


    Zitat von Musicafides


    Seitdem ich so gut wie keine Erwartungen an die KM habe - manchmal schon Wünsche, die Kinder betreffend - hat sich vieles entspannt.


    Was den Umgang betrifft: da sollte die Bedürfnisse des Kindes die allererste Priorität haben und hinter den eigenen Befindlichkeiten zurückstehen. Man sollte versuchen den Kindern so weit es eben geht, die Kindheit zu erhalten. Und dazu gehört es, unnötigen Streit zu vermeiden. Es sind wenige Jahre, bis die Kinder erwachsen sind ... und die Zeit kommt nicht zurück .... Nacheheliche Erziehungsversuche haben da nichts verloren !

    Natürlich kommen wir auf einen Nenner.


    Man kann sich auch konstruktiv miteinander auseinandersetzen.


    Klar kann man das ! Und wenn das funktioniert, dann ist das natürlich die BESTE Option. Wenn sich Eltern einvernehmlich einigen können, dann sind die Kinder die Gewinner !


    Ich spreche hier von den Fällen, wo das eben gerade nicht funtioniert. Wo die Kommunikation zwischen den Eltern nachhaltig gestört ist. Und danach sieht es mir hier aus. Und dann bleiben eben nur suboptimale Optionen übrig.

    Das hast du sehr schön formuliert: der Spielraum liegt tatsächlich zwischen "Grundsatzgefechten" und "Hinnehmen" ...


    Durch das Hinnehmen werden Kinder nicht geschädigt. Denn das Rollenbild formt sich nach ganz anderen Kriterien. Insofern sind da keine großen Nachteile für die Kinder zu erwarten. Die Nerven des "hinnehmenden" Elternteils werden allerdings ganz ordentlich strapaziert.


    Aber wenn man sich für die Grundsatzgefechte entscheidet, dann geraten Kinder sehr schnell in einen massiven Loyalitätskonflikt. Und aus dem können sie sich oft nur befreien, indem sie die Partei des Elternteils ergreifen, bei dem sie leben. Und damit wird der Kontakt zum anderen Elternteil beschädigt, wenn nicht gar gänzlich vereitelt.


    Damit sind die Kinder zwar aus der "Schusslinie" ... und das ist ja auch gut so ... aber sie verlieren eben auch einen Elternteil, der für ihre Entwicklung wichtig wäre. Und das ist ganz und gar nicht gut.


    Das ist die psychologische Spielwiese auf der solche Konflikte ausgetragen werden. Die Frage ist halt, wie vernünftig die Eltern sind und ob sie in der Lage sind solche Zusammenhänge zu begreifen und dann auch umzusetzen.

    Niemand wartet gern vergeblich ... niemand lässt sich gern die Terminplanung über den Haufen werfen ... wenn man sich an Vereinbarungen nicht hält, dann ist das nicht nur unhöflich, sondern eine krasse Missachtung der Rechte des jeweils anderen.


    Im richtigen Leben, würde man sich das vielleicht einige Male gefallen lassen aber früher oder später den Kontakt daraufhin einschränken oder abbrechen. Wer würde schon versuchen einem anderen solche Unarten "abzuerziehen".


    Blöde ist im vorliegenden Fall, dass man den Kontakt hier eben nicht einfach abbrechen kann. Weil man ein gemeinsames Kind hat. Und weil der Umgang im Interesse des Kindes liegt. Und deshalb muss man halt gute Mine zum bösen Spiel machen.


    Man wir den anderen nicht umerziehen können. Vor allem dann nicht, wenn die Ehe beendet ist und das Kind der einzige noch verbliebene Berührungspunkt ist. Man kann nur sein eigenes Verhalten ändern.


    Wenn man das Beste für sein Kind will, dann bleibt nicht viel anderes übrig, als sich zurück zu nehmen. Auch wenn das schwer fällt ... auch wenn das als höchst "ungerecht" empfunden wird. Aber andererseits muss man halt auch sagen, dass man sich diesen Partner ausgesucht hat. Er oder sie war nämlich schon vor der Ehe so gestrickt ... man hat das vielleicht nur nicht richtig gemerkt.


    Sich jetzt bei dieser Gemengelage auf "Grundsatzgefechte" einzulassen ist kontraproduktiv. Ausbaden müssen diesen Konflikt die Kinder, die in jedem Fall von den Streitigkeiten betroffen sind. Letzten Endes wird dadurch ihre unbeschwerte Kindheit beinträchtig. Und an der Gemengelage bezüglich der Terminabsprachen wird man trotz allem nichts ändern.

    Die wichtige Frage, WANN das Kind denn 18 Jahre alt wird, ist offen geblieben. Das ist wichtig, denn nur so kann man beurteilen über welchen Zeitraum man hier spricht. Denn wie schon angemerkt bis zum 18. Lebensjahr hat die leibliche Muttern den Daumen auf dem Unterhaltstitel ! Und ob sich eine Abänderungsklage lohnt, das ist fraglich !

    Das einzige, was mich im Moment ein wenig stört, ist die absolute Gleichgültigkeit der Bonustochter, was ihr derzeitiges Zimmer (meine ehemaliges Schlafzimmer) angeht. Da siehts aus, wie auf nem Handgranatenwurfstand. Selbst die saubere Wäsche türmt sich in Stapeln auf dem Boden und wird nicht weggeräumt.


    Da sollte man schon ein "dickes Fell" haben ... es ist ja in keiner Weise erkennbar, welche psychische Störung das Kind hat. Die Symptomatik sieht mir nicht gerade "harmlos" aus:

    Leider neigt das Bonuskind aufgrund ihrer Depressionen genau dazu... entweder schwarz oder weiß. Grautöne kennt sie nicht bzw. nimmt sie nicht wahr und beharrt natürlich darauf, dass ihre Wahrnehmung die einzige Wahrheit ist. Na ja, nachdem ich dann gestern noch mit ihr gesprochen habe und sie gebeten habe, die Tür nicht ganz zu zu machen und sich und ihrer Mutter Zeit zu geben, hatte sie heute Morgen einen Nervenzusammenbruch und ist nicht in die Schule gegangen.


    Das sieht nach einer schwerwiegenden Persönlichkeitsstörung aus. Und da solltest du schon wissen, worauf du dich einlässt. Menschen, die etwa mit "Borderline" Patienten zu tun haben, können hinterher selber reif für eine psychatrische Behandlung sein. Hier solltest du dir klar sein, welche Belastung du möglicherweise auf dich nehmen wirst. Da sehe ich sehr viel mehr Konfliktpotential als bei den vergleichsweise harmlosen Themen, wie Kindergeld und Unterhalt.

    Dann wollen wird das mal analysieren. Die "unfeinen" Dinge lasse ich dabei mal ganz einfach weg. :)


    Es gibt kein anderes Rechtsgebiet, das so emotional belastet ist, wie das Familienrecht.


    Und weil die Emotionen eine so große Rolle spielen, neigen viele Menschen dazu, sehr schnell und einseitig Partei zu ergreifen. Dabei kommen eingängige Rollenbilder zum Tragen: die verlassene Ehefrau, der gewalttätige Ehemann etc. etc. Sogar studierte Menschen neigen dazu, den gängigen Vorurteilen kritiklos zu folgen: ich habe Gutachten von Sachverständigen gelesen, die haben sich die Position der Kindesmutter ohne Punkt und Komma zu eigen gemacht und den Kindesvater schwer belastet, ohne mit dem Mann selbst auch nur EIN Wort gewechselt zu haben, geschweige denn ihn je überhaupt zu Gesicht bekommen zu haben.


    Wenn der Kindesvater rechtlich vertreten ist, dann wird sein Anwalt so ein Gutachten wegen Befangenheit in der Luft zerreißen und ein Gegengutachten in Auftrag geben. Aber wehe wenn der Mann keinen fähigen Anwalt hat ... dann kann er seine Kinder vollkommen ohne jede Schuld verlieren.


    Ich habe Kindesväter kennengelernt, die mit dem Rücken an der Wand gestanden haben. Allein und ohne Freunde. Die Leute hören zwei Sätze und schon ist ihnen vollkommen klar, dass der Kindesvater ein Ungeheuer ist. Der Kindesvater hat sein Leben lang fleißig gearbeitet, ist nett und umgänglich und hat sich liebevoll um seine Kinder gekümmert ... und von einem Tag zum andern wird er von allen Seiten diskriminiert, diffamiert und sogar kriminalisiert.


    Diese Kindesväter fallen aus allen Wolken. Und es ist nicht nur diese missliche Lage, sondern es ist vor allem der Schmerz über den Verlust der eigenen Kinder, der es so schwer macht, damit angemessen umzugehen und sich rational zu verhalten.


    Ihr habt von dem hier vorliegenden Fall NICHT DIE GERINGSTE AHNUNG. Und trotzdem sind alle damit einverstanden, dass das kleine Kind seinen Vater nicht ein einziges Mal in seinem Leben zu Gesicht bekommen hat.


    DAS ist es wovon ich spreche. Das einseitige Partei ergreifen. Die Schere im Kopf, die jede andere Denkmöglichkeit ausschließt !


    Wenn die Fronten erst einmal verhärtet sind, dann ist es nahezu unmöglich, wieder Vernunft in so einen Hexenkessel zu bringen. Wenn Dogmatismus und Aggression regieren, dann haben vernünftige Argumente keine Chance mehr. Das ist in diesem Thread sehr schön zum Ausdruck gekommen.


    Die Aggression, die hier hier zu sehen war, hat seine Ursache darin, dass ich euer "heiles" Weltbild massiv in Frage stelle. Die These, dass Kindesmütter immer alles richtig machen, die steht nämlich auf sehr wackeligen Füßen. Und das ist es, was dann in einigen Beiträgen zu solch unangemessenen Gefühlsausbrüchen führt.


    Vielleicht solltet ihr eure Meinungsbildung nächstens etwas kritischer hinterfragen. Oder wenigstens andere Meinungen auch mal an euch herankommen lassen ... ihr müsst sie euch ja nicht gleich zu eigen machen ! :)

    Hi Marsupilami,


    ich ignoriere jetzt mal das aufgeregte Flügelschlagen und versuche vernünftig mit dir zu diskutieren.


    Du hast die Erfahrung gemacht, dass manche Menschen sehr manipulativ sind. Denen gelingt es Wahrheiten zu verdrehen, zu intrigieren und den Leuten das Blaue vom Himmel zu erzählen.


    Zugegeben, das gibt es. Und das ist ein prägendes Erlebnis, wenn man mit es solchen Menschen zu tun hatte.


    Aber trotzdem ist es FALSCH, wenn man die eigenen Erfahrungen jetzt ungefiltert auf andere Fälle überträgt. Und dazu neigst du ein wenig.


    Ich möchte jetzt ganz bewusst den Fall der Fragestellerin außen vor lassen und ganz HYPOTHETISCH durchspielen, welche extremen Erklärungsmuster hier zutreffen KÖNNTEN:


    Extrem 1: Der Ex kann - wie du sagst - ein "Wolf im Schafspelz" sein ... ein Psychopath, der es nur darauf anlegt, Frauen zu schwängern, um ihnen anschließend nachzustellen. Weil er halt krank im Kopf ist. Jemand der sich kriminell verhält und den man mit rechtsstaatlichen Mitteln in die Schranken weisen muss. Der Kindesumgang ist unter diesen Umständen nicht realisierbar.


    Extrem 2: Der Ex kann auf eine bindungsunfähige Frau hereingefallen sein, die es in keiner Beziehung lange aushält. Die trennt sich schon während der Schwangerschaft, zieht ans Ende der Welt und boykottiert jeden Umgang des Kindesvaters mit dem Kind. Eine "Totalverweigerin". Und wenn der Kindesvater sich damit nicht zufrieden gibt und versucht den Kontakt mit seinem Kind dennoch aufrecht zu erhalten, dann wird ein Stalking Vorwurf inszeniert, und mit Hilfe eines Rechtspflegers ein Kontaktverbot erwirkt. Und damit geht die Kindesmutter dann auf Stimmenfang hausieren.


    Dass solch ein Szenario nicht ausgeschlossen ist, das zeigt der Beitrag von Tomtomsen. Da kann man sehen, wie rasch ein vollkommen "normaler" Kindesvater zum Stalker mutieren kann, wenn es die Kindesmutter nur raffiniert genug anstellt. Und ich möchte niemandem wünschen, dass er einmal in solch eine Lage gerät ! Diesen Leuten wird der Boden unter den Füßen weggezogen !


    Wie sich die Dinge hier verhalten, das weiß ich nicht. Und das ist für diese Diskussion jetzt auch unerheblich.


    Ich habe geschrieben, dass ich grundsätzlich weder die Partei der Kindesmutter noch des Kindesvaters ergreife. Ich gehe in erster Näherung davon aus, dass BEIDE ihren Anteil tragen. Und deshalb frage ich kritisch nach. Vermuten würde ich nach allem was ich gelesen habe, dass sich die Gemengelage irgendwo zwischen diesen beiden extremen Fällen befindet. Man streitet sich, der Streit eskaliert ... man fügt sich gegenseitig immer schmerzhaftere seelische Verletzungen zu ... und letztendlich wandelt sich Liebe in Hass ... und das Hauen und Stechen beginnt ! Manche Paare können sich wirklich gnadenlos bekämpfen. Da könnte ich dir einige Beispiele aus meinem "Kabinett der Kuriositäten" erzählen ...


    Letzten Endes zahlen die Kinder die Zeche. Im schlimmsten Fall verlieren die Kinder einen liebenden Vater ! Und diesen Aspekt habe ich hier in diese Diskussion eingebracht.


    Denn was das bedeutet, wenn ein Kind ohne Vaterfigur aufwachsen muss, mit möglicherweise wechselnden "Ersatzpapis", welche Defizite diese Kinder ihr Leben lang mit sich herumtragen, wie sehr diese Kinder eine Vaterfigur suchen und wie leicht sie deshalb später im Leben so manchem Rattenfänger auf den Leim gehen, diesen Gedanken wollen einige Forumsteilnehmerinnen ganz offensichtlich nicht an sich herankommen lassen.


    So sehe ich die Welt. Auch wenn ich damit die geballte Aggression dieses Forums auf mich ziehe. :)


    LG
    Jimmy

    Es ist nach wie vor nicht relevant. Das Jugendamt hat bereits die Belange des Kindes im Blick und das mit Beginn der Vaterschaftsanerkennung.


    Nach dieser Einlassung habe ich dann keine weiteren Fragen mehr an MadameFaber


    Volleybap


    Offtopic:


    Wenn es zu einem Beschluss kommt, dann muss dieser (gerichtsfest) begründet werden. Und in diesem Fall hat der Entscheid dann schon eine juristische Aussagekraft. Obwohl nach wie vor nichts darüber bekannt ist, WIE dieser Beschluss zustande gekommen ist. Was man damit also anfangen kann, wird sehr von den Umständen des Falles abhängen.


    Tatsächlich dürfte diese Frage aber im vorliegenden Fall ohne Bedeutung sein. Denn wenn man der Fragestellerin Glauben schenken kann, dann betreibt der Kindesvater kein Verfahren zur Festlegung einer Umgangsregelung.


    Das ist übrigens in Fällen, wo die Eltern um jeden Zentimeter Boden erbittert kämpfen, sehr häufig anzutreffen. Im Rahmen der Umgangsverfahren wird meist eine Exploration in Auftrag gegeben. Und da kann man des Öfteren die Anmerkung der beauftragten Psychologen lesen, dass man erstaunt ist, dass unter den kriegsähnlichen Umständen überhaupt noch Kontaktversuche des Kindesvaters stattfinden.


    Meist resignieren Kindesväter irgendwann. Und müssen sich dann im dümmsten Fall noch nachsagen lassen, dass sie kein Interesse an den Kindern haben.

    Das mag jetzt unhöflich klingen... Aber es ist schlicht nicht relevant für meine Fragestellung gewesen.


    Dann sollte ich vielleicht doch ein wenig deutlicher werden. Und deshalb löse ich das mal von deinem speziellen Fall und hebe das auf eine ALLGEMEINE Ebene.


    Wenn man ein Kind zeugt, dann sollte man sich seinen Partner VORHER sehr genau anschauen. Dass man schwanger wird und dann schon während der Schwangerschaft feststellt, dass der Kindesvater ein abscheulicher Kerl ist, von dem man sich sofort trennen muss, das ist dann vielleicht nicht ganz so das, was ich unter guter Familienplanung verstehe.


    Natürlich kann man sich von einem Partner trennen. Und man kann auch weit weg wegziehen, weil man Ruhe vor dem Mann haben will. Aber wenn man vorher ein Kind gezeugt hat, dann liegen die Dinge halt anders. Dann ist das nämlich kein x-beliebiger Liebhaber mehr, den man abhängen kann, sondern es ist der VATER des gemeinsamen Kindes. Und dann kann man nicht einfach mal so eben ein paar hundert Kilometer weit weg ziehen ! Weil dadurch der Umgang mit dem Kind vereitelt wird. Das Kind hat nämlich ein Anrecht auf Umgang mit seinem leiblichen Vater.


    Und noch etwas: wenn man ein gemeinsames Kind hat, dann muss es ja einmal eine enge Beziehung gegeben haben. Und wenn dann der Kindesvater urplötzlich zum Stalker wird, dann hat dies meist eine URSACHE, die in der Beziehung begründet liegt. An die "spontan mutierenden Kindesväter" glaube ich nicht. Eher an Paare, wo Liebe in Hass umschlägt und wo man sich bis auf's Messer bekriegt. Die Vernunft bleibt eben als erstes auf der Strecke.


    Um auf deinen Fall kurz zurückzukommen: du stellst hier nicht die Frage, wie du den Konflikt mit dem Kindesvater deeskalieren kannst. Du stellst die Frage, wie du bei möglichen Attacken deines Ex am besten "zurück feuern" kannst. Friedfertigkeit klingt anders ...


    Es gibt zu diesem Thema sicher sehr viele Meinungen. Mit allen kann ich leben Aber ich halte es für wichtig, dass hier wenigstens EINE Stimme die Interessen des Kindes einmal anspricht ... denn zu einer gesunden Entwicklung brauchen Kinder Mutter UND Vater. Auch wenn das einige hier möglicherweise nicht so zu sehen.

    Du gehst vermutlich nach der Redewendung "Zum Streiten gehören zwei."


    Zum Streiten gehören IMMER zwei. Und das gilt vor allem in Familiensachen.


    Wenn der Kindesvater zum Stalker wird, dann ist das NICHT zu tolerieren ! Aber es ist schon die Frage nach dem WARUM zu stellen ! Wir kennen hier nur eine Seite der Medaille. Und ohne, dass ich die Sicht des Kindesvaters gehört habe, bilde ich mir keine abschließende Meinung. Im Gegensatz zu anderen Forumsteilnehmern.


    Ich habe thematisiert, dass dein Kind eineinhalb Jahre alt ist und seinen leiblichen Vater nicht ein einziges Mal gesehen hat. Und dass es seinen Vater wohl auch so schnell nicht zu Gesicht bekommen wird. Auch wenn ich der einzige bin, der das irgendwie bedauert.


    Und außerdem stelle ich fest, dass die Frage WER die Entfernung geschaffen hat, immer noch unbeantwortet geblieben ist.


    Und ehe solche Fragen völlig offen sind, werde ich mich hüten, die Seite der einen oder der anderen Partei zu ergreifen.

    Auch wenn ich der einzige bin, der das thematisiert:


    Mein großes Kind stellt ab und zu fragen und ich antworte dann, dass der Papa vom Geschwisterchen sehr weit weg wohnt und nicht da sein kann. Mir graut es schon davor, wenn diese Antwort nicht mehr ausreicht. Ich hoffe, dass ich mit den Jahren kindgerechte Antworten geben kann.


    Auch wenn das große Kind einen anderen Vater hat. "Mein" Kind ... da läuten bei mir immer alle Alarmglocken, wenn eine Kindesmutter das sagt. Weil ein Kind nämlich Mutter UND Vater hat. Auch wenn die Kindesmutter und der Vater des kleinen Kindes sich nicht verstehen und bis auf's Messer bekriegen.


    So wie das hier steht, ist es doch fest beschlossen, dass das kleine Kind ohne seinen Vater aufwachsen wird. Das kleine Kind hat seinen leiblichen Vater noch nicht einen Tag in seinem Leben zu Gesicht bekommen. Aber daran stört sich hier niemand. Das ist halt so. Kollateralschaden. Den Papa brauchen wird doch gar nicht. :)


    Die Frage WARUM der Mann so mutiert ist, die wird hier nicht gestellt. Diese Frage wird eher als unangenehm störend empfunden und am liebsten verdrängt.


    Ich ergreife hier weder die Partei der Kindesmutter noch des Kindesvaters. Aber das einfache und eingägige Situationsbild, wo ein abgrundtief gemeiner Kindervater einer armen alleinerziehenden Kindesmutter übel nachstellt, das hinterfrage ich. Denn so einfach ist die Welt im allgemeinen nicht. So einfach wird sie meist gemacht !

    Erst mal herzlich willkommen hier im Forum.


    Wenn ein Posting damit beginnt, dass die Historie sehr, sehr lang ist, dann ist das meist ein Indiz dafür, dass die Dinge nicht gut laufen ... dass man sich gegenseitig ständig neue Verletzungen zufügt, bis irgendwann der "Verhau" so dicht geworden ist, dass ein Außenstehender das kaum noch nachvollziehen kann.


    Du schreibst, dass du noch eine ältere Tochter hast. Das jüngere Kind ist jetzt gerade mal eineinhalb Jahre alt und du hast dich schon während der Schwangerschaft getrennt ... also vor rund 2 Jahren. Wenn ich das richtig verstehe, dann warst du mit dem Kindesvater wohl insgesamt fünf Jahre zusammen oder verheiratet.


    Offensichtlich habt ihr euch einmal verstanden. Was also ist passiert, dass der Mann dich auf einmal wie besessen verfolgt ? Ist das nur die Tatsache, dass du ihn verlassen hast ? Das kann ich mir eigentlich nicht so recht vorstellen. So einfach liegen die Dingt i.a. nicht. Meist gab es da im Vorfeld heftige Auseinandersetzungen und gegenseitige Verletzungen.


    Du schreibst, dass du und der Kindesvater sehr weit voneinander (750 km) entfernt leben. Wer hat denn die Entfernung geschaffen? Ist dein Ex weggezogen ... oder bist du mit den Kindern weggezogen? Gab es darüber Einvernehmen ?


    Kein Fall ist wie der andere. Und deshalb ist das nicht gut, wenn Forumsteilnehmer, ihre eigene spezielle Befindlichkeit auf einen vollkommen fremden Fall einfach übertragen. Bevor man etwas sagen kann, muss man schon wissen, wie die Dinge wirklich liegen.


    Vielleicht magst du ja schreiben, wie sich das in deinem Fall verhält ...

    Ich möchte hier ja nicht die Willkommenskultur stören. Deshalb habe ich mich da ein bissl zurückgehalten. Aber inzwischen ist das ja keine Begrüßung mehr, sondern eine handfeste Diskussion. Und da möchte ich dann schon eine alternative Meinung einstellen.


    Was mir auffällt: mit welcher Selbstverständlichkeit hier einige Damen ihre eigenen Erfahrungen vollkommen unreflektiert auf ihnen völlig unbekannte Menschen übertragen. Die Damen sind der Überzeugung, dass SIE sich viel zu spät getrennt zu haben und erteilt dem neuen Mitglied daraufhin den dringenden Rat, nicht den gleichen Fehler zu begehen, sondern ihrerseit nun auch die Trennung vom Ehepartner unverzüglich vorzunehmen.


    Was ist denn das für ein Ratschlag ?


    Eine Ehescheidung ist eine sehr tiefgreifende Entscheidung, die i.a. schwerwiegende materielle und finanzielle Folgen hat und die nicht zuletzt im Leben der Kinder einen nachhaltigen Einschnitt bedeutet ! Wenn man die Sachlage überhaupt nicht KENNT, dann halte ich so einen Ratschlag für mehr als GRENZWERTIG ! Mehr sage ich dazu besser nicht!


    Tatsächlich scheint für die meisten der hier diskutierenden Damen und auch für den Neuankömmling eins von vorherein festzustehen. Der Ehemann ALLEIN ist an ALLEM schuld !



    Sagen, was etwas bei mir auslöst; Versuch, extreme Formulierungen zu vermeiden), aber manchmal ist die Wut dazu zu groß. Voran komme ich leider gefühlt nur wenig. Ich selbst würde keine "Krankheit" vermuten, sondern sehe eher Persönlichkeitszüge, die zwar noch nicht pathologisch sind, aber so ein bisschen in eine Schiene tendieren, in der es auch mal pathologisch werden kann.


    Große Wut ist vorhanden. Das ist unzweifelhaft.


    Da werden dem Ehemann Persönlichkeitszüge unterstellt, die "erfreulicherweise" noch nicht "pathologisch" sind, aber die doch schon einer Behandlung bedürfen.


    Eine ganz klitzekleine Frage. Was würde denn dein Ehemann über dich schreiben, wenn er hier im Forum seine Meinung einstellen könnte ? :D


    So wie ich das lese, sind sowohl die Fragestellerin wie auch ihr Ehemann KERNGESUND. Wenn es einer Therapie bedarf, dann ist ist das eine PAARTHERAPIE ! Aber wenn der Ehemann befürchten muss, dass die so aussieht, dass die Ehefrau vöööölig unschuldig ist und ihm einseitig alle Verantwortung aufgehalst werden soll, dann kann ich schon verstehen, dass er keine große Lust hat, dabei mitzuspielen.


    Wie wäre es, wenn du dich ganz einfach mal SELBST fragst, was DU zu den Problemen beigetragen hast? Das würde ich bei dieser Gemengelage nämlich für durchaus angemessen halten. Das ist dann vielleicht der beste Rat, den du hier im Forum erhalten hast ...


    .

    Hi Schlumpfine,


    als erstes ist doch anzumerken, das deine Tochter mit 20 Jahren VOLLJÄHRIG ist. Und damit ist sie für ihr eigenes Leben verantwortlich. Wenn sie keiner Ausbildung nachgeht, dann hat sie weder Anspruch auf Kost und Logis und schon gar nicht auf Unterhalt. Es ist ihr Leben. So ist die Rechtslage.


    Damit ist die Sache aber leider nicht abgehandelt. Denn natürlich bleibt die emotionale Verbundenheit und der sehnliche Wunsch, dass das eigene Kind einen guten Start im Leben hat. Und danach sieht das ja nun nicht gerade aus.


    Klar ist das blöde, dass du hier komplett den Sponsor spielen darfst und das Kind bis mittags im Bett liegt. Aber sind wir ehrlich, das ist zwar lästig aber vermutlich nicht dein zentrales Problem.


    Deine Tochter ist ganz offensichtlich aus der Bahn geworfen worden. Sie hat versucht allein zu leben. Und das ist gründlich schief gelaufen. Über die Gründe dafür kann und will ich hier nicht spekulieren. Aber nun liegt sie auf der faulen Haut und spielt den kranken Vogel. Und das ist definitiv nicht gut so.


    Zu solch einem Rollenspiel gehören halt immer ZWEI. Einer, der den kranken Vogel spielt ... und einer, der sich das gefallen lässt. Diese Konstellation ist für BEIDE Seiten äußerst misslich. Du selbst bist nicht bereit, diese Rolle weiter zu spielen ... und deiner Tochter ist damit nicht geholfen, weil sie so gar keine Notwendigkeit sieht, ihr Leben wieder auf die Reihe zu kriegen.


    Ich weiß, dass dies kein bequemer Rat ist, aber es führt kein Weg daran vorbei: diese unheilvolle "Symbiose" musst du beenden !


    Deine Tochter benötigt DRINGEND therapeutischen Beistand. Die Antriebs- und Perspektivenlosigkeit, verbunden mit latenten Suizidgedanken, sind ein Alarmsignal. Da ist die Sachkenntnis eines erfahrenen Therapeuten gefragt. Versuche deine Tochter davon zu überzeugen, dass sie sich umgehend in Behandlung begibt. Und hilf ihr dabei ein passendes Angebot zu finden. Das ist der erste und wichtigste Schritt.


    Und wenn deine Tochter sich wieder gefangen hat, dann mach ihr klar, dass sie im Hotel Mama nur wohnen kann, wenn sie sich auch an den Aufgaben angemessen beteiligt und vor allem, wenn sie wieder eine Berufsausbildung aufnimmt. Denn nichts ist schlimmer als Langeweile !


    Lass dir von deiner Tochter nicht den Schneid abkaufen. Am besten hilfst du ihr, wenn du einfach ihre Rolle nicht mitspielst und sie auf den Boden der Tatsachen herunterholst.


    LG
    Jimmy

    Ich habe mich nun entschieden
    Ich werde nicht verzichten, sondern den momentanen Antrag nicht aufrechterhalten.

    Davon würde ich dir abraten !



    Ob dir nachehelicher Unterhalt zusteht, das kann man nicht einschätzen. Dafür spricht, dass die Ehedauer mit 13 Jahren nicht gerade kurz war, das geringe Alter der Kinder und dass du deine Ausbildung zugunsten der ehelichen Rollenverteilung aufgegeben hast. Da könnte ein Richter geneigt sein, den ehebedingten Nachteil auszugleichen und dir für eine gewisse Zeit nachehelichen Unterhalt zuzusprechen. In jedem Fall wird das aber maximal für ein paar Jahre zuerkannt. Danach ist Schluss damit !


    Mir geht es ausschließlich darum, was" im Falle der Not wäre"

    Das hab dir doch auch schon zwei Mal erklärt. Nach der Scheidung ist die Ehe zu Ende. Und damit bist du im Falle der Not auf DICH gestellt. Punkt !


    Zur Frage, ob du jetzt auf nachehelichen Unterhalt verzichten sollst oder den Antrag nicht weiter verfolgen sollst, kann ich dir einen klaren Ratschlag geben: KEINS von beiden !


    Prozesstaktik in zivilen Verfahren sieht so aus, dass beide Seiten erst mal maximale Forderungen stellen. Da wird nicht "vorab" auf irgend etwas verzichtet. Erst wenn die Positionen klar sind, dann kann man verhandeln. Geben und Nehmen, das gehört zusammen.


    Die Sache mit dem "nachehelichen Unterhalt" ist doch eher ein Nebenkriegsschauplatz. Wenn ich das richtig verstehe, möchtest du möglichst wenig Aufwand mit der Scheidungssache haben. :)


    So läuft das Spiel aber nicht. Sich einfach entspannt zurücklehnen und den Anwalt machen lassen ist definitiv KEINE gute Idee. Du solltest dich mit der Scheidungssache befassen. Denn es ist DEINE Angelegenheit. Und ein Anwalt wird nur dann wirklich "gut" arbeiten, wenn du dem Anwalt gute Vorgaben machst.


    Wenn du dich über "Erdbeermarmelade" aufregst, statt dein Verfahren konsequent und zügig zu führen, dann wird dein Ex machen was er will. Und damit musst du dir schon vorhalten lassen, dass du nicht zielgerichtet agierst. Dein Ex ist barunterhaltspflichtig ! Und damit kannst du ihm ganz ordentlich die Hölle heiß machen. Auch wenn das mit der "Beugehaft" dann vielleicht doch nicht so funktionieren wird, wie das ein "Ratgeber" angeregt hat. :)


    Ein Selbständiger hat nun mal einen gewissen sagen wir mal "Gestaltungsspielraum" was seine Einkünfte betrifft. Und dann muss eben ein Wirtschaftssachverständiger seine Gewinn- und Verlustrechnung prüfen. Das ist doch nichts, was unmöglich ist ! Man muss es halt nur beantragen.


    Also: sieh zu, dass deine Anwältin das Verfahren jetzt endlich ZÜGIG betreibt. Du nimmst nichts zurück, du verzichtest auf nichts , sondern du machst konsequent deine Rechte geltend .... und die Sticheleien von deinem Ex ignorierst du ganz einfach. Dann wird das auch was. :)

    Ich habe seit dem 10.2016 keinen Trennungsunterhalt erhalten.

    Den hättest du schlicht und ergreifend einklagen können.


    Mein Mann zahlt einfach nicht mehr. Sämtliche Aufforderungen seine Einnahmen offen zu legen ignoriert er.

    Dass kann man im Wege einer Stufenklage regeln. Im ersten Rechtszug wird das Einkommen ermittelt. Wenn keine Unterlagen vorgelegt werden, kann das Gericht das Einkommen schätzen. Spätestens dann werden Belege eingereicht. :)


    Und wenn das bereinigte Einkommen festgestellt wurde, dann kann man im anschließenden zweiten Rechtszug den Unterhalt festlegen. Der muss dann ab in Inverzugsetzung nachgezahlt werden.


    Und wenn nicht gezahlt wird, kann man das Geld im Wege der Zwangsvollstreckung beitreiben.


    Du bist anwaltlich vertreten. Und da verstehe ich nicht, warum das nicht längst in die Wege geleitet worden ist.


    Das Geld ist mir momentan egal


    Aber ich will nicht jetzt und auf alle Zeiten verzichten.

    Das hab ich dir doch eben gerade erklärt. Wenn du auf den nachehelichen Unterhalt verzichtest, dann HAST du verzichtet. Und dann kannst du den nicht irgendwann wieder geltend machen, wenn es dir irgendwann wieder einfällt. Und im übrigen, selbst wenn du NICHT verzichtest, wird der nacheheliche Unterhalt in jedem Fall vermutlich zeitlich begrenzt.


    Er beteiligt sich an keinen Sonderkosten

    Muss er ja auch nicht. Es sei denn man macht Sonderbedarf oder Zusatzbedarf geltend. Aber da musst du doch erst mal den regulären Kindesunterhalt klären.



    Lass es mich jetzt ganz klipp und klar sagen: Du eierst seit Oktober 2016 in der Gegend herum ! Hör endlich auf, dir deine EIGENEN Gesetze zu machen. Du solltest schlicht und ergreifend deine Anwältin beauftragen, deine Forderungen gerichtlich geltend zu machen. Und dann kommen die Dinge auch in Ordnung.


    Und alles andere was du hier noch so vorbringst und vermutest ist rechtlich weitgehend irrelevant !


    Liebe Grüße
    Jimmy

    In diesem Streit gehen die Emotionen ja hoch her. Und da wird jetzt auch sehr viel thematisiert, was für die rechtliche Seite dieses Falles vollkommen irrelevant ist.


    Halten wir uns erst mal an die Fakten:


    Auf Kindesunterhalt für die Zukunft kann nicht verzichtet werden. Genauso wenig wie auf Trennungsunterhalt. Das hat der Gesetzgeber so eingerichtet, um die Sozialsysteme vor Missbrauch zu schützen.


    Ob dir nachehelicher Unterhalt zusteht, kann ich nicht beurteilen. Das hängt von den Umständen des Falles ab. Da du aber noch relativ jung und gesund bist, dürfte ein solcher Anspruch allenfalls zeitlich begrenzt zugestanden werden.


    Allerdings kannst du auf nachehelichen Unterhalt verzichten. Das kann auf zwei Wegen realisiert werden.


    Man kann eine (notarielle) Scheidungsfolgenvereinbarung schließen. Dann kann man das schon vor der Scheidung vereinbaren. Oder man kann eine Verzichtserklärung im Rahmen des Scheidungsverfahrens vor Gericht abgeben.


    In beiden Fällen ist dann der nacheheliche Unterhalt ausgeschlossen. Die Chancen solche Ansprüche später wieder aufleben zu lassen sind sehr gering, weil die Unterhaltskette unterbrochen wurde. Wenn du nach der Ehescheidung in eine Notlage gerätst, erwirbst du dadurch keinen Unterhaltsanspruch, weil die Ursache nicht während der Ehezeit entstanden ist. Nach der Scheidung bist du wirtschaftlich eigenverantwortlich.


    Lass dir von deiner Anwältin eine Einschätzung geben, ob und wie hoch dein nachehelicher Unterhaltsanspruch aussehen könnte. Und dann triff deine Entscheidung.


    Aber mal eine andere Frage: wenn dein Ex so solvent ist, warum machst du dann nicht ganz einfach Kindesunterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle geltend? Da gibt es kein wenn und aber ... und bei vier Kindern sind das doch ganz erhebliche Beträge.


    Alles andere, die Erdbeermarmelade und das Rumgezeter, würde ich einfach ignorieren. Das ist nämlich reiner Humbug. Und je weniger du dich da betroffen zeigst, desto eher macht das deinem Ex keinen Spaß mehr. Bloß kein großes Fass deswegen aufmachen ... :)

    Wir waren 5 Jahre zusammen,nicht verheiratet und haben einen Buben (4 )und zwei Mädels ( 2 und 6 Wochen). Ich hab kurz nach dem positiven Test mich Gott sei Dank zur Trennung entschlossen


    Bei manchen Eltern wird durch eine neue Schwangerschaft die Beziehung oft erst mal "gekittet". Das war bei euch offensichtlich nicht der Fall.


    Zitat

    Manchmal frag ich mich wie blind ich sein konnte um mit ihm eine Familie zu gründen


    Ja, da muss ich dir Recht geben, das ist wirklich so ! Da lebt man fünf Jahre zusammen, zeugt drei Kinder und dann wird einem schlagartig klar, was der Partner doch für ein schrecklicher Mensch ist. Na, Gott sei Dank hast du das ja gerade noch rechtzeitig bemerkt.

    Oh je... du lässt aber auch kein Mittel aus um die dir fehlende Aufmerksamkeit zu bekommen, kann das sein? :rolleyes2:

    Ach so, ich schreibe also nur, um die fehlende Aufmerksamkeit zu erhaschen, die mir sonst im Leben verwehrt ist. Na ja, wenn du meinst ... :)


    Ich will die Diskussion mal wieder auf eine allgemeine Ebene heben. Solche Problem, wie sie hier geschildert werden, treten nämlich häufiger als man denkt.


    Vor allem dann, wenn die Flammen der Eifersucht hochschlagen, beginnen manche Kindesmütter damit, die Kinder zu instrumentalisieren. Da wird der Umgang problematisiert, da wird dem Kind der Urlaub mit dem Kindesvater vermiest, da wird der Reisepass verweigert, etc. etc. Die Interessen der Kinder bleiben dabei auf der Strecke. Der Konflikt mit dem Kindesvater ist eben wichtiger als das Kindeswohl. Und letzten Endes führt das dazu, dass sich das Kind meist dem Elternteil zuwendet bei dem es lebt, um einfach dem Streit ein Ende zu bereiten. Es gibt jährlich TAUSENDE von derartigen Fällen. Die Dynamik und Psychologie solcher Fälle ist Gegenstand zahlreicher Untersuchungen.


    In solchen Fällen rate ich Betroffenen dazu, konsequent die eigenen Rechte wahrzunehmen. Nur wenn man die gesetzlichen Möglichkeiten vollumfänglich ausschöpft, kann man erfolgreich verhindern, dass das Recht des Kindes auf ungestörten Umgang mit dem Kindesvater verletzt wird.


    Menschen, die den Kindern auf diese Weise schaden, sind meist sehr schnell mit ihrem "Latein" am Ende, wenn man ihnen ARGUMENTATIV begegnet und wirksame RECHTSMITTEL einlegt.


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