Trennung 1. Jahr

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  • Hallo, mein Alltag ist davon geprägt, Trennung ja oder nein, besser jetzt oder wenn das Kind älter ist und sich selbst bemerkbar machen kann?

    Zur Situation, wohne alleine, mein Partner im Haus welches umgebaut wird, abgemacht gemeinsam einziehen, wenn es so weit fertig ist. Nun hat sich seit der Schwangerschaft viel getan...Schon dort hat er sich gedrückt, wenn er mich unterstützten sollte z. B. zum Frauenarzt fahren wenn es mir schwer viel.. Nach der Geburt ging es mir sehr schlecht, hier hat er zwar mal gekocht, eingekauft, gesaugt, etc. Aber es kam ihm nicht in den Sinn zu sagen ich stoppe die Baustelle und ziehe zu dir, um dich zu Unterstützen. Ich hatte danach gefragt, da ich seitens des Krankenhauses nur heim durfte wenn ich täglich Unterstützung habe. Hinzu kam das unser Wurm Koliken hatte die ich durchstehen musste. Teils auch starken Baby blues hatte. Die Unterstützung bekam ich dann von meiner Mutter diese hat von ihrem Chef sogar frei bekommen. Was mein Partner nicht bekam... Was ich mir nur schwer vorstellen kann, wenn die Partner fast verblutet wäre und man ein Neugeborenes zu Hause hat.

    Nach einem Cut in der Beziehung gibt er sich nun materiell gesehen Mühe, und kümmert sich die 5 Minuten die er am Tag da ist liebevoll um sein Kind und liebte es auch abgöttisch. Nur ist bei mir die Luft raus... Und ich würde gerne für den Wurm alles intakt lassen, aber mir geht es von Tag zu Tag schlechter, ziehe mich zurück, bin wütend. Mir stellt sich die Frage wann ist eine Trennung weniger schädlich für das Kind (klar ist nie gut) aber es gibt ja verschiedene Altersstufen in denen Kinder es besser verarbeiten. Zudem habe ich Angst vor einem Rosenkrieg... Da mein Partner immer anderer Ansicht als ich. Hinzu kommt das er mich immer wieder überprüft /kontrolliert, wie wer war da, der Stuhl steht anders? Wir sind nicht verheiratet und ich habe das AS..

    Ich hoffe jemand hat Erfahrung

  • Besteht noch die Chance für eine gemeinsame Therapie? Oder hast du schon angeschlossen?


    Ich würde vor allem erstmal mit meinem Partner über die Probleme reden!


    Wann eine Trennung stattfindet, ist für das Kind erstmal egal, wenn man sich auf die Nerven geht, sich nichts mehr zu sagen hat, dann ist zusammen bleiben eine Qual für alle Beteiligten.


    Wobei das Kind ja derzeit kaum einen Unterscjied merken dürfte, wenn er eh nur 5min am Tag anwesend ist.


    Ausser, dass Mama entspannter ist.

    Never argue with an idiot, he will drag you down to his level and beat you with experience!

  • Und ich persönlich könnte mir ein Leben mit einem Mann, der mich in der SS im Stich lässt, nicht vorstellen. Er muss ja nicht den ganzen Tag um einen herum helikoptern, aber schon irgendwie eine gewisse Bereitschaft zeigen, hier Verantwortung zu übernehmen, Hausbau hin oder her!


    Kontrollieren würde ich nich schonmal garnicht lassen, gehts noch?

    Never argue with an idiot, he will drag you down to his level and beat you with experience!

  • Ich bin mir nicht ganz sicher ob du wirklich nur überlegst was das beste für das Kind wäre oder ob du auch selbst Angst vorm allein sein hast?


    Andererseits finde ich, mehr allein wie du jetzt schon bist, kannst du fast nicht sein.


    Und deine Gefühle sprechen ja für sich. Bist du wütend weil du bleibst oder weil du enttäuscht bist?

    In der aktuellen Situation ist es sicher auch schwer wirklich präsent für dein Kind zu sein.

    Aber genau das braucht dich jetzt!

    Und es spürt ohnehin wie es dir geht.


    Ich kann deine Ängste sehr gut nach empfinden. Ich fürchte mich auch vor einem schlimmen Rosenkrieg. Und meine Schwangerschaft war auch alles andere als rosig. Sogar das mit der Kontrolle ist mir nicht unbekannt.


    Dafür ist es um so wichtiger das du dich jetzt auf dich und dein Kind konzentrierst.


    Auch wenn das erst einmal ernüchternd ist. Und du dich allein gelassen fühlen wirst.

    Oder denkst dem Kind würde es damit schlecht gehen.

    Es wird besser.

    Und für den Kleinen Matz gilt : Mama glücklich, Kind glücklich 😊

  • Und für den Kleinen Matz gilt : Mama glücklich, Kind glücklich 😊

    Das dürfte der Kernsatz sein.

    Das Kind ist noch in dem Alter wo es damit beschäftigt ist überhaupt mal auf der Welt an zu kommen.

    Einen Partner der sich nicht kümmert kann man machen wenn man damit kein Problem hat.

    Gibt ja Massig Beziehungen wo das sogar erwünscht ist (auch wenn dann nach außen stolz gejammert wird "alles bleibt an mir hängen") aber das ist sicherlich nicht jedermanns Sache.

  • Es geht nicht immer darum glücklich zu sein. Kein Licht ohne Schatten...

    Da gibt es wichtige Termine auf der Baustelle, die Angst vor Arbeitslosigkeit....

    Hat sich dein Partner denn total verändert ?

    Ein Kind lässt die Welt anders drehen als davor. Spreche mit ihm und lass die Vorwürfe vor der Tür stehen.

  • schauenwirmal

    Naja glücklich, ich habe eher Angst das es mit der Kontrolle mehr wird, besser gesagt wurde es schon. Deshalb mache ich mir Gedanken ob es nicht jetzt besser wäre mich "zu retten" wenn ich noch selbstständig bin und die Kraft habe.

  • Hallo HTC,

    auch wenn du keine Paarbeziehung mehr willst, bleibt er immer noch der Vater des Kindes.

    Vielleicht reicht es für ihn aus, wenn Unterhalt gezahlt wird und er das Kind für kurze Zeit sieht ?

    Um das abzuklären wäre ein Gespräch klärend. Wenn du nicht alleine mit ihm sprechen willst, dann mit einer Freundin oder mit das Jugendamt.

  • Hast Du denn eine Verpflichtung, ins umgebaute Haus zu ziehen, rechtlich, finanziell?

    Moralisch würde ich hier mal außen vor lassen, denn unter den beschriebenen Umständen ist die Wahrscheinlichkeit einer harmonischer Beziehung ja eher niedrig. Von daher würde ich keinesfalls zusammenziehen, bis Ihr wieder klar habt, ob ihr diese Beziehung wollt. Unter Umständen ziehst Du zu ihm um dann kurze Zeit später wieder auszuziehen und ich kann Dir aus leidvoller Erfahrung sagen, dass sowas echt anstrengend ist.

    Sich selbst retten... wenn Du den Gedanken hast, ist was Wahres dran.

    Für Dein Kind ist es jetzt noch egal. Und wenn Du da bleibst, wo Du bist, wird es die Situation ja auch nie anders kennen.

  • Wie hast du dir das denn vorgestellt? Ich denke mal kurz locker flockig neben einer Vollzeitstelle umbauen ist eher schwierig bis unmöglich. ( gehe jetzt von einer Vollzeitstelle aus) Das nimmt einen zeitlich sehr in Anspruch.


    Ihr hattet doch sicherlich im Vorfeld darüber gesprochen. Kann es auch sein, dass deine Erwartungen einfach zu groß sind, und er es einfach nicht schaffen kann? Er baut ja ein Nest für seine Familie, also für dich mit Kind. Meinst du nicht, wenn diese wirklich große Belastung weg ist, es anders werden kann?

  • Hallo.

    Also ich finde das eine schwierige, fast unlösbare Situation.


    Ich kenne jetzt nicht alle Details, aber...


    Aus der Sicht des Vaters z.B:

    Er soll für den Unterhalt von Mutter und Kind sorgen, neben der Erwerbstätigkeit (?) ein Haus umbauen und aber auch noch Partnerin/Kindesmutter unterstützen und ein Baby groß ziehen?!


    Diese drei Projekte gleichzeitig ohne Absprache welches Projekt Priorität hat?


    Wie soll das funktionieren, der wird ja irgendwann zusammenbrechen oder wenn er Glück hat, selbst die Reißleine ziehen und abhauen, bevor er selbst depressiv wird.


    Also ich finde das schwierig, wenn ein Mensch in einer Beziehung so überfrachtet wird. Meiner Meinung nach ist das eine Anspruchshaltung, die nur ein Übermensch erfüllen könnte.


    LG

    ... unn denn bin ick in mir jejangen, war aber ooch nüschd los! :drink ...

  • Nun ja um mal auf das Thema Bauen zu kommen. Es hätte ja gereicht wenn er diese mal für eine Woche pausiert hätte. Schließlich hat er dem Kind gegenüber auch eine Verantwortung, für das aktuelle Wohl zu Sorgen. Denn der Bau an sich macht mir keine Probleme.. Nur die wenige Präsenz, sowie die mentale /emotionale Unterstützung. Denn anstelle mich positiv zu bestärken, musste ich mich gegen ihn behaupten obwohl ich am Ende meiner Kräfte war.

    Aber zu guter Letzt danke für die vielen Sichtweisen.

  • Ich weiß ja nicht wie dein Freund tickt. Aber es gibt auch Menschen , die zeigen ihre Fürsorge indem sie „Dinge erledigen“. Vielleicht kümmert sich um euch , in dem er möglichst schnell euer Haus fertig haben möchte.
    mich beunruhigt allerdings die Kontrolle, die er ausübt. Tut er das vielleicht, weil er merkt dass was im Busch ist?
    ihr solltet wirklich dringend miteinander reden.