Im 2. Trimester Depressionen

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  • Ich muss jetzt diese Frage stellen, wie ging es Euch in der Schwangerschaft allein? Fuer mich war in dem ersten Trimester total klar dass ich das Kind will, obwohl ich mich gleich nach dem Test von meinem Freund getrennt hab, hab ich keine Sekunde gezweifelt. Hatte ja nen super Job, viel Zeit, einfach genug Platz in meinem Leben, und ehrlich gesagt hab ich mich auch ein bisschen einsam hier in USA gefuehlt.
    Dann kam aber die Angst vor der Alleinfuersorge und der Entschluss aus den USA nach Hause nach Deutschland in die Naehe meiner Eltern zu ziehen.


    Jetzt bin ich in der 25. Woche und leide ich seit Wochen, oder eher fast Monaten jetzt schon an Depressionen. Kann nicht mehr schlafen, mich
    nicht mehr bei der Arbeit konzentrieren, hab seit der 10. Woche kein Gramm mehr zunehmen koennen. Liege abends nur noch auf der
    Couch und heule. Ich hab das Gefuehl allein nicht mehr die Kraft und den
    Mut zu finden die restlichen Wochen/Monate durch die Schwangerschaft zu
    gehen, und habe Angst dass das Kind in meinem Bauch unter meinem
    psychischen Stress leidet.


    Am Anfang alles so locker gesehen und dachte dass alleinerziehend kein Problem fuer mich ist. Aber seit 2 Monaten ist alles anders. Ich bereue total dass ich mich fuer das Kind entschieden habe und kann meine Entscheidung im 1. Trimester nicht mehr verstehen. Ich fuehle ich mich so einsam und die Verantwortung fuer das Leben und die Liebe zu dem Kind ganz alleine zu tragen erdrueckt mich. Ich bereue das Kind einfach "von irgendwem" den ich gar nicht liebe bekommen zu haben statt in einer gesunden
    Beziehung wo ich eine richtige
    Familie gruenden will/kann. Ich kann auch den KV nicht mehr aushalten, jedes mal wenn ich ihn sehe
    gehe ich in die Luft, obwohl er mir ja gar nichts getan hat, und ich
    leide darunter sein Baby in meinem Bauch zu haben und habe Angst dass
    ich fuer das Kind genauso fuehlen werde wie fuer ihn. Ich habe Angst dass ich mein Baby nicht lieben werde, oder sogar hassen
    koennte. Ich
    bin von meinen eigenen Gefuehlen und Gedanken schockiert und hasse mich
    selbst dafuer.


    Ich weiss ich muss mich jetzt damit abfinden, aber seit Wochen und Monaten wird es immer nur schlimmer und ich habe so Angst vor den naechsten 3 Monaten, der Geburt und der Zeit danach. Ich denke ueber Adoption nach.
    Ich bitte Euch um ehrliche Antworten und Hilfe, ich mach mir naemlich schon genug selber Vorwuerfe solche schlimmen Gedanken und Gefuehle zu haben.

  • ich denke, dir wird langsam die tragweite der entscheidung bewußt - was auch nicht schlimm ist.


    mach dir bewußt,dein kind wird dir unendlich viel liebe geben, aber auch einiges abverlangen, daß leben wird komplett umgekrempelt - aber du schaffst es!


    es gibt unterstützung, wenn du dich ausweinen willst - kannst du hier fragen, wenn du ratschläge suchst - hier bekommst du eine menge...


    vielleicht gibt es bei dir auch gruppen, wo man sich anschließen kann...


    rede auch mal mit deinem gyn drüber - er wird dir helfen...


    du schaffst es !

    "all your lives a cosmic joke" lemmy
    2 Kids *2007 *2010

  • :troest lass dich erstmal in den Arm nehmen.


    Du fühlst dich momentan total überfordert mit allem.
    Bist du schon auf dem Weg nach Deutschland oder hast du davon Abstand genommen?


    Deine Unsicherheit und deine Grübeleien sind "normal", sie kommen bei jeder Schwangeren mehr oder weniger stark vor.
    Je nachdem welches Päckchen sie zu tragen hat.
    Du hast dich entschieden, dein Kind zu bekommen und glaube mir, wenn du sie zur Welt bringst und dein Kind dich das erstmal mal anschaut, wirst du es für den Rest deines Lebens lieben.
    Mit wenigen Ausnahmen ist das so.
    Man zweifelt im Leben oft Entscheidungen an, aber das Schicksal hat dir schon den richtigen Weg gezeigt.


    Versuche, dein Leben jetzt so anzunehmen, wie es ist. Mach dir ein schönes Heim, bereite alles fürs Baby vor und versuche, mit dem Papa des Kindes einen vernünftigen Umgang zu finden.
    Schließe ihn nicht aus deinem Leben aus, ihr werdet Eltern und das bleibt ihr ein Leben lang, auch wenn ihr kein Paar mehr seid.
    Versuche, eine Freundin zu finden, mit der du alles beklönen kannst, das hilft in schlechten Zeiten.
    Versuche, dich zu stabilisieren, es ist besser fürs Baby, es braucht dich, um sich gut zu entwickeln. Du hast eine große Verantwortung.
    Hier in Deutschland war ich in der Schwangerschaft für 3 Wochen zu einer direkten Schwangerenkur in Bad Saarow. Das würde dir auch gut tun. Ich weiß ja nun nicht, ob du schon in D bist.


    Lass mal wieder was von dir hören.
    LG TinaNB

    Hast Du fragen zum Weißen Ring?
    Du kannst Dich gerne an mich wenden. Danke für dein Vertrauen. Wir helfen Opfern von Kriminalität.

  • Hallo,


    ich war auch in beiden Schwangerschaften allein, in der ersten gleich ab der 6. Woche und in der zweiten SS erst ab dem 8. Monat. Ich fand das auch ganz furchtbar, aber durch die Unterstützung meiner Freunde habe ich mich gestärkt gefühlt und natürlich auch durch meine Liebe zu dem ungeborenen Kind. Natürlich habe ich mich neben den anderen "Glücklichen Paaren" ganz schrecklich allein gefühlt, vor allen Dingen im Krankenhaus, einen Geburtsvorbereitungskurs habe ich nicht gewagt, weil dort immer auch Paarabende waren und ich mich da sehr fehl am Platz gefühlt habe.....


    Letztendlich habe ich aber die Einstellung gehabt, das ich mich allein für ein Kind entscheiden muss, so oder so, denn es gibt niemals eine Garantie dafür, dass der Partner auch wirklich bleibt, es gibt so viele Gründe,die dazu führen können, das frau am Ende doch allein da steht.


    Ich würde Dir raten mit Deiner Ärztin darüber zu sprechen, vielleicht auch schon mal eine Hebamme zu kontaktieren, die haben oft viel mehr Zeit und Einfühlungsvermögen als die Ärzte und können dich unterstützen.


    Über Adoption etc. finde ich es viel zu früh umdarüber nachzudenken, das kannst Du immer noch in Erwägung ziehen.


    Ich wünsche Dir, dass Du Dir Zeit für Dich und das kleine Leben in Dir nehmen kannst und vielleicht jemanden finden kannst, mit der oder dem Du darüber sprechen kannst. Ich denke auch, das die Hormone eine große Rolle spielen, ich habe fast die ganze SS über geweint......


    LG

  • vielen Dank fuer Eure Antworten und die Mutzusprache. Ich fliege am Freitag nach Deutschland, kann gar nicht mehr warten bis in endlich dort bin. Ich weiss dort wird es einfacher, aber ich fuehl mich trotzdem so, als haette ich meine Chance auf eine Familie so wie ich sie mir vorstelle mit der Entscheidung das Kind zu behalten erst mal - zumindest fuer die naechste Zeit - verloren, und muss jetzt alles allein auf mich nehmen. Ich habe Angst dass selbst wenn ich einen Partner finde, dieser niemals die volle Verantwortung und Liebe fuer dieses Kind aufbringen will/kann, wie es ein leiblicher Vater wuerde. Habt ihr damit Erfahrungen?
    Ich fuehle mich so ausgeschlossen und ungeliebt oder nicht liebenswert (obwohl ich ja meinen Freund verlassen habe und nicht umgekehrt), weil ich es nicht "geschafft habe" eine richtige Familie zu bilden. Kennt ihr diese Gefuehle? Ich moechte mich am liebsten immer nur verstecken, und wenn ich meinen Bauch anschau, wird mir schlecht. Ich wuerde mich so gern wieder so auf das Kind freuen wie am Anfang.


    Danke fuer Eure Ratschlaege, ich werde in Deutschland mal mit meinem Gyn dort reden und ich denke ich sollte eine Therapie anfangen...

  • meine erfahrung:
    kv1 kommt 2 mal im jahr...
    kv2 alle 3 wochen für ein paar stunden...


    eine freundin hat ein neuen partner - der kv von ihrem kleinen kümmert sich nicht - aber der neue partner ....


    alsoes wird schon alles! mach dir nicht zuuu viele sorgen - schritt für schritt wird es schon klappen!

    "all your lives a cosmic joke" lemmy
    2 Kids *2007 *2010

  • irgendwie passt dein avatar aber nicht zu deinen posts...


    das zeigt auch deine zerrissenheit!


    komm zurück und versuch, ruhe zu finden und dein leben und deine gefühle zu ordnen.


    diese ablehnung spürt dein kind sehr wohl, daher solltest du dich jetzt auch nicht in etwas hinein steigern!


    du musst nicht lächelnd und singend durch den tag hüpfen und deinen bauch tätscheln, wenn dir ganz anders zumute ist!


    aber du hast noch zeit, dir zu überlegen, wie es nach der geburt weiter geht.


    nur, der zwerg kann überhaupt nichts dafür, dass du dich so entschieden hast...


    du hast die beziehung beendet und machst dir schon gedanken um den nächsten mgl. partner...


    klingt für mich alles eher nach "hormon-bedingt-aus-der-hüfte-geschossen"...


    der plan einer therapie klingt gut und wird dir sicher helfen, da liegt scheints noch mehr tief vergraben...


    alle liebe und viel kraft für dich und dein baby!

    "und sobald du die antwort hast, ändert das leben die frage..."


    "you will never truly understand something, until it actually happens to you!"

  • Schau, sobald Du in D bist, bist Du schon mal nicht mehr alleine. Das erleichtert vieles.


    Wegen der Depressionen such Dir in D umgehend einen (Frauen)arzt und besprich das mit ihm, damit ihr da ansetzen und auch gleich postnatalen Depressionen vorbeugen könnt.


    Das ist jetzt alles ehr viel für Dich - hätte ich in Deiner SS-Woche noch vom einem Land in ein anderes umsiedeln müssen - dazu hätte ich gar nicht die Kraft gehabt!


    Komm erst mal an, und dann schau weiter!


    Alles Gute!

  • Ich muss endlich aufhoeren zu gruebeln, mich zu fragen ob die Entscheidung richtig oder falsch war, wie meine ferne Zukunft aussieht, ob ich trotz Kind mal ne richtige Familie hab, und jetzt dann einfach erst mal alles tun, was mir gut tut. Ich glaub ich hab ne Hammer Schwangerschaftsdepression. Zeit fuer den Arzt.
    Kleiner Urlaub in den Bergen mit den besten Freundinnen ist schon geplant. Dann sieht die Welt bestimmt wieder anders aus, und wenn ich dann endlich eine Wohnung einrichte, statt abreisse gibt mir das vielleicht auch wieder Stabilitaet.


    Wuerde mich auch sehr freuen wenn jemand aus der Naehe von Muenchen hier im Forum ist, die aehnliches erlebt hat, und vielleicht mal Lust und Zeit fuer Kaffeeklatsch hat
    Viele Gruesse und nochmal danke an die bestaerkenden Worte.

  • aber ich fuehl mich trotzdem so, als haette ich meine Chance auf eine Familie so wie ich sie mir vorstelle mit der Entscheidung das Kind zu behalten erst mal - zumindest fuer die naechste Zeit - verloren, und muss jetzt alles allein auf mich nehmen. Ich habe Angst dass selbst wenn ich einen Partner finde, dieser niemals die volle Verantwortung und Liebe fuer dieses Kind aufbringen will/kann, wie es ein leiblicher Vater wuerde.


    Genau die gleichen Bedenken habe ich auch...!

  • Ich hab mich in der SS ebenfalls vom KV getrennt, als ich merkte, dass er bereits seit fast einem Jahr eine Frau neben mir hat und nur bei mir blieb, weil er sich von mir Geld geliehen hatte, welches er nicht zurück zahlen wollte. Erst hatte ich auch gedacht, dass ich die Beziehung nicht beenden kann, da ich ja meinem Kind nicht den Vater nehmen will. Aber nach Gesprächen mit meinen Freundinnen habe ich begriffen, dass es ihm nicht um mich und das Kind geht, sondern nur um Geld und Macht.


    Anfangs hatte ich mich auch gefreut über die SS. Dann hatte ich auch große Sorgen, schlaflose Nächte und wirre Gedanken. Wie wird es weiter gehen wenn wir dann zu zweit sind? Werde ich das schaffen? Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich im Haus meiner Eltern in einer eigenen Wohnung lebe.


    Meine Kleine ist jetzt 10 Monate. Wir - sie und ich - sind eine richtige Familie und es ist sooooo toll :D Wir kennen es ja auch nicht anders. Der KV hat leider fast kein Interesse an ihr - aber wenn ich mich nicht getrennt hätte, dann wäre es auch nicht anders gewesen. Ich habe alles versucht, dass er sich kümmert und sich für sie interessiert, aber er will nicht - weil ihm einfach andere Dinger wichtiger sind.


    Kopf hoch - wenn du in Deutschland bist und Familie um dich hast, wirst du sehen, dass es einfacher ist, als du denkst.


    Zur Zeit läuft auch eine Klage wegen Unterhalt gegen meinem Ex und es ist manchmal einfach nur nervig und zum k.... - aber wenn ich dann meiner kleinen Maus ins Gesichtchen sehe und sie mich anlacht und sich freut wenn Mama sie auf den Arm nimmt, dann weiß ich, für wenn ich das alles mache und dass es nichts schöneres gibt als ein Baby zu haben und es zu lieben und geliebt zu werden :love


    Ich komme zwar aus Bayern - aber leider 250 km von München entfernt. :(

    Der Verstand funktioniert nur in Grenzen...


    ...aber deine Vorstellung kennt keine Grenzen.

  • Ich fuehle mich so ausgeschlossen und ungeliebt oder nicht liebenswert (obwohl ich ja meinen Freund verlassen habe und nicht umgekehrt), weil ich es nicht "geschafft habe" eine richtige Familie zu bilden. Kennt ihr diese Gefuehle? Ich moechte mich am liebsten immer nur verstecken

    Diese Gefühle und Gedanken kenne ich sehr gut!!
    Ich kann dir das aus einer anderen Perspektive erzählen: Ich war während der SS zwar theoretisch noch mit dem KV zusammen, der mich aber nicht unterstützt hat, sondern mir mit Psychoterror und Gewalt zugesetzt hat... Ich war erst 18/19, Freunde hatte ich nicht wirklich (die gingen ja auch noch zur Schule und hatten andere Sachen im Kopf), hatte auch kein Geld und nach der Trennung keine Bleibe - also ein ziemliches worst-case-szenario. Ich war voller Angst und Unsicherheit, habe endlos gegrübelt, ob ich mich richtig entschieden habe (also das Kind zu bekommen), hatte Heulkrämpfe, null Selbstwertgefühl...
    ABER: Mein Sohn wird morgen 25 und wir haben das alles gut hingekriegt! Ich hatte lange ein schlechtes Gewissen, ihm keinen anständigen Vater ausgesucht zu haben und weil er einen so unschönen Start ins Leben hatte... Aber er selbst sagt, das wäre für ihn gar nicht schlimm gewesen, er hätte es ja nicht anders gekannt, wäre alles ok für ihn.


    Zu dir: Ich bin mir ziemlich sicher, dass das eine Phase ist, unter den Umständen ja auch nicht ungewöhnlich. Die Hormone sind ja auch in action während der SS, da kann mal was durcheinander kommen...da ist man oft viel sensibler und verletzlicher.
    Du hast sicher in D Freunde und Familie, die dich unterstützen können und wenn du dich nicht mehr so allein fühlst, dann wird es dir bestimmt auch wieder besser gehen und du wirst dich auch hoffentlich wieder auf dein Kind freuen können. Es gibt ja auch Hilfen, die du in Anspruch nehmen kannst - auch wenn du die dann nicht brauchst, es ist beruhigend, das zu wissen, lass dich doch beraten.
    Eine Therapie zur Unterstützung ist sicher eine gute Idee.
    Aber spätestens wenn du dein Kind im Arm hast, wirst du dich in den Wurm verlieben...ganz bestimmt. :love
    Ich wünsche dir alles Gute und dass du dich bald wieder besser fühlst!

  • Hallo Tinina,


    bist du gut in Deutschland angekommen - wäre schön, wen du was von dir hören läßt und wie es dir geht.


    LG

    Der Verstand funktioniert nur in Grenzen...


    ...aber deine Vorstellung kennt keine Grenzen.

  • Hallo :)


    Ich habe zwei Kinder.
    Der Erzeuger vom ersten wurde während der SS gewalttätig und so habe ich mich von ihm getrennt.


    Ich hatte auch Angst das ich das Kind nicht lieben könnte, das ich ständig den Vater vor Augen hätte und das ich allein überfordert sein könnte.
    Ich war damals 20 und wirklich ganz allein. Mir hat keiner geholfen!


    Als der Kleine dann da war war ich erstaunt darüber wieviel Liebe man fühlen kann! Ich hätte das nicht für möglich gehalten!
    Er ist mittlerweile 10 und seinem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten und mein ganzer Stolz!!! :)


    Den Vater vom zweiten hab ich sogar geheiratet, dann ging es aber doch schief und ich hatte einen zweiten Sohn der seinem Vater sehr ähnlich sieht!


    Als dann nach weiteren sieben Jahren endlich DER Traummann kam ließ ich mich dazu überreden noch ein drittes Kind zu bekommen. Das ist nun in meinem Bauch, der Mann ist seit der 11.SSW weg.


    Ich hab auch echt bammel ob ich das mit drei Kindern noch hinbekomm und wie das alles so wird. Zumal der letzte Mann echt alles versucht um mir das Leben schwer zu machen!
    Ich bin manchmal so verzweifelt und denke, wie ich nur so dumm sein konnte mich auf ein drittes Kind einzulassen wenn ich die Erfahrung den Männern schon gemacht habe!


    Aber so ist es jetzt nun mal und ich denke nichts passiert ohne Grund.


    Solltest Du zu sehr an Deiner Depression leiden, red mit Deiner FA darüber oder geh zu einer Beratungsstelle wie Pro Familia oder der Diakonie.
    Ich finde es hilft auch sich mit anderen Schwangeren zu treffen.



    Ich wünsch Dir starke Nerven und alles Gute!!

    Man kann in Kinder nichts hineinprügeln,
    aber vieles herausstreicheln.
    Astrid Lindgren



    Kinder zu erziehen ist zwecklos,
    sie machen einem sowiso alles nach.

  • Achja, was ich noch sagen wollte :)


    Der Vater vom Großen hat ihn noch nie gesehen, geschweige denn mal angerufen oder ne Karte etc geschickt.
    Ich hab ihm die ersten paar Jahre immer Briefe mit Fotos vom Kind geschickt in denen stand wie groß/schwer er jetzt ist, was er gerne mag, was er nicht mag...! Da aber nie eine Reaktion vom KV kam hab ich's dann irgendwann gelassen.


    Mit dem Vater vom Kleinen war ich ja wie gesagt sogar verheiratet.


    Wir sind seit 2008 geschieden, er hat wieder geheiratet und auch noch ein Kind bekommen. Seit der Trennung holt er meine BEIDEN Söhne jedes zweite Wochenende zu sich. Jedes Jahr fährt er mit ihnen die ersten drei Sommerferienwochen in Urlaub.


    Wenn es Probleme gibt, egal mit welchem von den beiden, hilft er wo es nur geht.


    Also an alle die ne zukünftige Familie planen, es ist definitiv möglich einen Mann zu finden der keinen Unterschied macht zu einem leiblichen oder "angenommenem" Kind!


    Ich hab mir auch Gedanken darüber gemacht und denke das wir in einer Umbruchgeneration leben! Es gibt immer mehr Alleinerziehende, immer mehr Männer die ihre Frauen während der SS sitzen lassen aber eben auch viele Männer denen es egal ist ob man schon Kindr hat!


    Ganz viel Glück Euch allen!!!
    :sonne

    Man kann in Kinder nichts hineinprügeln,
    aber vieles herausstreicheln.
    Astrid Lindgren



    Kinder zu erziehen ist zwecklos,
    sie machen einem sowiso alles nach.

  • Vielen Dank nochmal an Eure Antworten.


    Mittlerweile bin ich seit Samstag zu Hause, und wohn jetzt erst mal bei meinen Eltern, tut gut Familie um mich zu haben, und hab schon viele meiner Freunde gesehen, die sich alle ganz freuen dass ich wieder da bin.
    Es geht schon viel besser hier, trotzdem kam das Gefuehl - oh Gott ich hab da ja nen Bauch und bald ein Baby - gestern wieder. Ich sehe hier so viel was mich inspiriert und fuehle mich so unfrei durch die Schwangerschaft. Ich wuneschte ich koennte richtig von vorn anfangen, und mir hier was ganz tolles mit einem ganz lieben Partner aufbauen, wo ich 100% dahinter stehe.
    Ich weiss dass es jetzt nichts hilft zu wuenschen es waere anders, aber irgendwie kommt diese Sehensucht nach einem liebenden Partner an meiner Seite den ich total gut kenne und ihm vertraue unbd mit dem ich schoene Zeiten verbacht habe/verbringe immer wieder. Und es kommt auch das Gefuehl dass ich in den letzten 10 Jahren einfach dumm war. Ich hatte 2 sehr gute Beziehungen die ich beide nach zweieinhalb Jahren "einfach weggeworfen" habe weil ich noch nicht bereit war fuer eine echte Partnerschaft und was neues ausprobieren wollte. Jetzt bereue ich das so sehr, ich war so naiv und bloed.
    Ich schaeme mich jetzt dafuer dass ich so leichtlebig war, und fuehle
    mich irgendwie mit dem Kind als Alleinerziehende bestraft dafuer.
    Ich hoffe ich bekomme nochmal eine gute Chance fuer eine echte Partnerschaft mit einem Menschen den ich liebe.
    Ich weiss ich muss jetzt einfach Geduld haben und mir selbst vertrauen, und dass das Kind jetzt im Vordergrund steht. Aber ich hab so Angst dass ich mich wenn das Kind da ist noch einsamer und gefangen fuehle.


    Die Liebe die Ihr zu Euren Kindern beschreibt gibt mir aber Mut, dass es bei mir dann auch so sein wird, und dass ich hoffentlich dann einfach wirklich nur noch Augen fuer den Kleinen hab. Ich hab aber so Angst vor dem ersten Jahr, wenn er einfach 24 Stunden am Tag Betreuung braucht, dass mir das alles zuviel wird und die Gedanken noch schlimmer.


    Viele Gruesse.

  • Hallo Tinina,


    ich kan Deine Ängste gut verstehen. Ich habe meine Kinder zwar in der Ehe bekommen, aber gerade beim ersten hat mich die Übernahme der Verantwortung für so viele Jahre ziemlich fertig gemacht. Ich habe mich auch oft gefragt, wie es ist, wenn ich nicht mehr kann. Ein Haustier kann man zur Not ins Tierheim bringen, ein Kind aber nicht. So krass habe ich vor der Geburt gedacht. Und dann kamen die ersten monate, keine durchschlafene Nacht mehr und ich konnte mich und meine Gedanken überhaupt nicht mehr verstehen. Jedesmal, wenn ich meine Tochter dann gesehen habe, habe ich innerlich den Kopf über mich geschüttelt.


    In der zweiten Schwangerschaft war ich so mit den Nerven fertig, dass mir meine Hebamme angeboten hat, die Geburt deutlich vor dem termin einzuleiten. Ich stand so ungefähr schon mit 1,5 Füßen auf dem Balkongeländer.


    Mein Tip, such Dir eine Hebamme. Die haben viel zeit und auch Taschentücher. Meine kam zum Teil 2x die Woche für 1,5 Stunden. Zum untersuchen oder auch nur reden. Die Vorsorgetermine kannst Du alle über sie abwickeln, ich war nur zum Ultraschall beim Arzt, weil das mein Mann so gerne wollte.


    Adoption finde ich persönlich nicht schlimm, ich bin selber so ein kind und sehr glücklich damit. Ich würde sogar schwören, dass ich die weltbesten Eltern und Bruder habe. Aber warte ab, bis Du Deinen Zwerg gesehen hast. Schwangerenkur klingt auch sehr sinnvoll.


    Deine fehlende Gewichtszunahme streßt nur Deinen Körper, das Baby wird trotzdem gut versorgt. Versuch nur, genug Vitamine zu essen.


    Ich :knuddel Dich jetzt mal.

    Es gibt Leute, denen wünsche ich einen guten Gärtner. Denen fehlen so viele Latten am Zaun, da bleibt als einzige Alternative nur noch das pflanzen einer Hecke! :blume

  • Ich hab aber so Angst vor dem ersten Jahr, wenn er einfach 24 Stunden am Tag Betreuung braucht, dass mir das alles zuviel wird und die Gedanken noch schlimmer.


    :troest


    Babys schlafen am Anfang ganz viel, da hast du auch Zeit für dich und mit ca. 8 Wochen schlafen sie durch.


    Ich bin mir sicher, du wirst dich ganz schnell in deinen Krümel verlieben, sonst würdest du dir nicht so viele Gedanken machen.


    Ich war von Anfang an alleine mit Baby, klar hatte ich auch Zeiten, wo es mir nicht so gut ging aber im Großen und Ganzen war ( als er noch ein Säugling war ) und bin ich eine stolze Mama.

    Einmal editiert, zuletzt von rinchen ()

  • Nochmal vielen Dank an all Eure lieben Zusprueche, ich wuesste grad echt nicht was ich ohne dieses Forum machen wuerde, weil alle um mich rum die Kinder haben in der Happy Beziehung oder Ehe sind.....
    Ich versuch mein bestes, und wenn es nicht klappt, versuch ich die Schwangerschaft einfach zu ignorieren, was von Woche zu Woche schwieriger wird, da der Bauch waechst, sich das Baby viel bewegt und meine Freiheit schon eingeschraenkt wird. Aber immer wieder kommt ein Heulkrampf und das Schamgefuehl und der Wunsch nach einem Vater-Partner...


    Immerhin hab ich auch immer mal wieder Phasen in denen ich mich ploetzlich total freu... der kleine Hoffnungsschimmer im Chaos.