Buchtipps

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  • Hallo!

    Bei meiner Tochter klopft die Pubertät an, bzw. hat mit voller Wucht zugeschlagen. Ich fühle mich noch ziemlich überfordert damit und hab wahrscheinlich auch schon jeden Fehler gemacht, den man machen kann.

    Ich würde mich gerne nebenbei auch theoretisch mit dem Thema auseinandersetzen und bin auf der Suche nach guten Elternratgebern. Ich habe schon Jesper Juul "Pubertät, wenn erziehen nicht mehr geht" und ein Werk von ihm, bei dem es um das Thema Aggressionen geht, auf der Liste.

    Welche Ratgeber haben euch geholfen? Welche Bücher eignen sich für Mädchen zu Beginn der Pubertät (meine Tochter ist gerade 10 Jahre alt)


    Ich hätte mir gewünscht, dass das ganze noch auf sich warten lässt und fühle mich so gar nicht bereit dafür, nun ein Pubertier zu haben.

  • Claudia und David Arp: "Und plötzlich sind sie 13, oder: Von der Kunst, einen Kaktus zu umarmen."


    Wenn Tochterkind erst zehn, vielleicht auch noch von den selben Autoren: "Pubertät in Sicht".

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Ich kann dir das gut nachempfinden, da ich auch das Gefühl hatte Kind ist eines morgens aufgewacht und hat beschlossen ein Pubertier zu sein. Von einem Tag auf den anderen.

    Ich kämpfe echt ein wenig mit dem loslösen und das liebgewonnene Rituale langsam keine Rolle mehr für sie spielen.

    Ist sie vor ein paar Wochen noch in mein Bett morgens gekrochen, um zu labern oder ähnliches, wird sich heute vor dem Spiegel zurechtgemacht.


    Elternratgeber weiß ich jetzt nicht, ich mache es ein wenig nach Gefühl und versuche auch zu trennen, was ist meine Baustelle und was unsere gemeinsamen. Sie entwickelt sich ja gesund, indem sie sich loslöst.

    Allerdings ist sie (bis jetzt) noch recht umgänglich ohne Zickenallüren.

    Welches Buch ich für Kinder/Teens gut finde ist: Vom Wachsen und erwachsen werden.

  • Ich würde gar nicht so viele Bücher lesen, sondern mich vielmehr mit anderen Eltern z.B. austauschen und auf mein Bauchgefühl hören.


    Mir hat sehr geholfen zu sehen, dass es nicht nur bei uns unrund läuft und nicht nur mein Junior stundenlang zockt, den Kühlschrank leer frisst und das Zimmer aussah wie eine Müllhalde.

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Für eine 10-jährige vielleicht noch etwas früh, aber für etwas ältere Pubertiere, die bei Englisch schon fest im Sattel sitzen, kann ich Louise Rennison empfehlen. Die hat britische Teenie-Mädels befragt und anhand von diesen Interviews eine Romanreihe in Tagebuch-Form geschrieben (los geht’s mit „Angus, thongs and full-frontal snogging”). Ein bisschen hab ich da schon rein gelesen und fand es herrlich witzig und sehr realistisch dargestellt.

    "No one can make you feel inferior without your consent" Eleanor Roosevelt

  • Vielen Dank für die Antworten und Infos.


    Kaj: du hast wahrscheinlich nicht ganz Unrecht, dass man aus dem Bauch heraus agieren sollte. Momentan bin ich mir aber nicht sicher, ob mein Bauchgefühl noch stimmt. Mir hilft es manchmal, wenn ich Situationen und ihre Hintergründe verstehe, um dann mein Handeln anzupassen/ darauf abzustimmen.


    Ich werde sicherlich demnächst mal hier im Pubertätsunterforum vorbeischauen und weitere Fragen stellen.


    Meine Tochter ist bereits jetzt, zu Beginn der Pubertät, so extrem zickig, bockig und verweigernd, dass ich etwas Bauchschmerzen vor den kommenden Jahren habe.

  • Ich hätte mir gewünscht, dass das ganze noch auf sich warten lässt und fühle mich so gar nicht bereit dafür, nun ein Pubertier zu haben.

    Hm ja, ich kann das nachfühlen. Ich bin eigentlich auch noch nicht bereit, aber ganz ehrlich - in einem Jahr wäre ich das auch noch nicht. Ratgeber helfen, glaube ich, auch nicht wirklich. Ich erlebe gerade auch eine ziemlich aggressive Grundstimmung - ich versuche es immer noch mit Grenzen aufzeigen, hinweisen auf so etwas wie Gemeinschafssinn (natürlich konkreter) und was ich nicht möchte, da komme ich mir vor, als wäre ich eine Schallplatte mit Sprung. Da hilft mir, das nicht zu vergessen, was positiv ist und gut läuft ... anstatt mich stündlich aufzuregen über Dinge, die mich ärgern. Denn zum Ärgern gehören bekanntlich immer zwei.

    A smile a day sweeps the sorrows away

  • Remo H. Largo und Monika Czernin: Jugendjahre

    Das finde ich immer noch gut, klar aufgebaut und fundiert. Aber ich bin auch Largo-Fan sozusagen. Nicht so viel Ratgeber, eher Zustandsbeschreibung.


    Gekauft hab ich mir auch Lisa Damour: Wenn Töchter erwachsen werden. Aber da hab ich kaum reingeschaut.


    Am hilfreichsten ist mir tatsächlich eine ältere Freundin, die weniger guckt, was die Pubertät mit meinem Kind macht, als eher, was die mit mir als Mutter macht und wie ich da meine Handlungsoptionen erweitern kann.

  • Da hilft mir, das nicht zu vergessen, was positiv ist und gut läuft ... anstatt mich stündlich aufzuregen über Dinge, die mich ärgern. Denn zum Ärgern gehören bekanntlich immer zwei.

    Guter Tipp! Das werde ich mal ausprobieren.

    Am hilfreichsten ist mir tatsächlich eine ältere Freundin, die weniger guckt, was die Pubertät mit meinem Kind macht, als eher, was die mit mir als Mutter macht und wie ich da meine Handlungsoptionen erweitern kann.

    Ich habe tatsächlich schon zwischenzeitlich versucht, mich selbst zu hinterfragen und zu ergründen, was mich an manchen Situationen so sehr triggert.

    Sicherlich ist die Pubertät auch eine Zeit, in der wir Eltern noch viel lernen können und müssen.

    Remo Largo ist mir ein Begriff, ich habe aber noch keins seiner Bücher gelesen. Vielleicht werde ich das nun nachholen, da ich seine Ansätze durchaus interessant finde.