Umgang beim psychisch kranken Vater?

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  • Liebe Forengemeinde,


    seit August 2018 hat sich der Vater meiner Tochter (16) schon nicht mehr gemeldet. Kurz vor den Sommerferien 2016 rief er mich an, um mir mitzuteilen er könne die Tochter nicht in den Ferien bei sich aufnehmen, da er das wegen seiner Erkrankung nicht schaffen könnte. Zu dieser Zeit gab es schon eine Weile keine regelmäßigen Umgänge mehr, da er sie nicht in seiner Wohnung aufnehmen kann und es ihm zu teuer war Hotelzimmer oder Ferienwohnungen dafür anzumieten. In den Jahren gab es wenig Kontakt zwischen uns. Die Tochter und er hatten allerdings schon hin und wieder Kontakt durch mails oder whatsapp. Nun haben sie sich allerdings bereits 3 Jahre nicht gesehen.


    Vor ein paar Tagen bekam ich unerwartet eine e-mail von ihm ohne ein persönliches Wort. Er hat mir die Kopie eines Schreibens an meine Beistandschaft geschickt in dem er droht ab März den Unterhalt um 50 % zu kürzen, wenn er die Tochter nicht in den Osterferien sehen kann. Ich habe dem Beistand per mail geschrieben, dass ich sein Vorgehen zwischenmenschlich gesehen absolut unmöglich finde und mir nicht sicher bin, ob ich es Tochter zumuten kann Zeit mit und bei ihrem Vater zu verbringen. Bisher hat er weder mich noch sie wegen eines Umgangs angesprochen und ich weiß auch gar nicht wie das dann von statten gehen soll. Wie würdet ihr nun weiter vorgehen?

    Glaube an Wunder, Liebe und Glück. Schau nach vorn und nicht zurück. Tu was du willst, und steh dazu, denn dein Leben lebst nur Du.
    (altes Sprichwort)


    Es ist viel dunkler, wenn ein Stern erlischt als es sein würde, wenn er nie erstrahlt hätte (In Trauer und in Erinnerung an meinen Kater Otto)

  • Das ganze wird dem Beistand doch eher egal sein, die werden ihn schon informieren, wie der Zusammenhang mit Umgang und Unterhalt ist.


    Was will die Tochter. Vll ist es auch ein ganz guter Moment ihn mal wieder zu sehen. Gerade im Zusammenhang mit dem 30 jährigen, der gerne 18 wäre.

  • Ich habe Tochter bisher nichts von den Wünschen des Vaters erzählt. Ihr wurde während des ganzen Geschehens der Blinddarm entfernt. Da sie schon 16 ist brauchte sie keine Unterschriften der Eltern mehr. Sie hat genug zu tun im Moment mit den Nachwirkungen der OP und ich wollte sie nicht damit belasten . Normalerweise hätte ich das mit der OP dem Vater gleich geschrieben. Aber nun musste ich erstmal überlegen wie ich auf seinen Erpressungsversuch reagiere. Es wäre einfach schöner gewesen er hätte mich einfach angerufen oder angeschrieben . Schliesslich war ER es der keinen Umgang mehr wollte. Gegenüber der Beistandschaft behauptet er aber ich hätte es ihm untersagt. Das ist aber nicht so.

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  • Tochterkind ist 16. Du solltest sie unbedingt mit einbeziehen und auch entscheiden lassen, ob sie Kontakt will oder nicht.

    Du selbst solltest nur noch als Ratgeberin auftreten, also ihr einzig "wertfrei" die verschiedenen Möglichkeiten nennen. Irgendwann wird sie den Schritt machen müssen. Jetzt wäre die Gelegenheit...

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Kann das Schreiben des Vaters mit den Erpressungsversuchen auch ein Anzeichen dafür sein, dass es dem Vater psychisch wieder

    schlechter geht und er "aus dem Gleichgewicht geraten ist" .

    Da fände ich den Umgang auch nicht wünschenswert.

  • Im Prinzip hat Volleybap recht. Ich hoffe für dich, dass die Beistandschaft das auch weiß. 😕


    Ich kenne ja nicht alle Details aber mit 16 sollte die Tochter doch mitentscheiden dürfen. Allerdings fände ich ein Gespräch mit jemandem vom sozialen Dienst wichtig- eine psychische Erkrankung kann von Kindern und Jugendlichen nicht unbedingt richtig eingeordnet werden. Da ist ein Gespräch mit der Tochter echt wichtig.

  • Wenn dir Tochter mit ihrem Vater Kontakt hat, dann gibt es eine Beziehung, welche von Dir zu unterstützen ist. Heißt aus meiner Sicht: Versuche herauszufinden, ob der Wunsch nach Umgang auch bei der Tochter vorhanden ist.


    So sieht es so aus, als würdest Du ihr den Vater vorenthalten. Ich verstehe sogar Deine Gründe. Versuche, den Willen Deiner Tochter zu ergründen, zu verstehen und zu akzeptieren.


    Dich über eigenmächtige Kürzung des Unterhalts zu erpressen, geht natürlich gar nicht. Da hätte ich auch Beistandschaft oder für das Kind zuständige SB beim JA eingeschaltet

  • Hallo,


    hört sich für mich echt eigenartig an....ich hätte zurück geschrieben, dass er seine Tochter selbst kontaktieren soll, wenn er sie sehen will. Kontaktdaten hat er noch die aktuellen?


    Sollen die zwei selber auskarteln.

    Und wegen Unterhalt - wenn noch Beistandschaft besteht, diese informieren. Damit wäre es für mich erledigt.

    Grüsse Tani :wink



    Du bist nicht das was Du sagst, sondern das was Du tust!

  • Die Beistandschaft ist ja bereits vom Vater involviert worden ...


    Ansonsten ist mit einer psychischen Erkrankung auch nicht anders umzugehen wie mit "Rücken", Diabetes oder was es sonst gibt: Es kann für eine bestimmte Rücksicht dienen, aber nicht für ein besonderes Verhalten - weder in die eine noch die andere Richtung.

    Liebe Grüße



    Bap



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  • Kann das Schreiben des Vaters mit den Erpressungsversuchen auch ein Anzeichen dafür sein, dass es dem Vater psychisch wieder

    schlechter geht und er "aus dem Gleichgewicht geraten ist" .

    Da fände ich den Umgang auch nicht wünschenswert.

    Das ist gut möglich.

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  • Was genau hört sich für dich eigenartig an ? Dem Vater habe ich noch nichts zurückgeschrieben. Er hat sich allerdings bereits mit ihr in Verbindung gesetzt. Tochter hat mir einen Teil ihres Chatverlaufes gezeigt. Darin unterstellt er ihr, sie wolle ihn gar nicht sehen und droht damit den Kontakt völlig abzubrechen. Er steht sich in der ganzen Geschichte selbst im Weg. Es gehört zu seiner Krankheit den Menschden um sich herum Gedanken und Taten zu unterstellen, die man in Wahrheit gar nicht gedacht oder getan hat. Und alle Menschen wollen ihm nur übel usw. mimimi halt.

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  • Bei der Mutter meiner Kinder ähnlich. Wer nicht ihrer Meinung ist, wird leicht zum Feind, und ich bin sowieso wie der Teufel für sie. Aber tum Glück weder mein Problem noch das der Kinder

  • Ja genau ich versuche seiner Meinung nach den Kontakt zu untergraben, dabei habe ich das noch nie gemacht und immer gab es Kontakt zwischen den beiden. Tochter schrieb ihm auch schon er solle mal darauf achten was er so schreibt. Ich überlege, ob ich den Vater frage wie er sich den Umgang denn ohne so gute Möglichkeiten eigentlich vorstellt.

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  • Eigenartig deshalb, weil es hier um das Regeln des Umgangs einer 16-jährigen mit ihrem Vater geht. In dem Alter machen die selber aus, mit wem sie sich treffen und mit wem nicht.


    Wenn sie nicht will, soll sie ihm das schreiben, bricht er halt den Kontakt ab. So what. Ob das jetzt krankheitsbedingt ist oder nicht ist doch nicht Dein Problem oder gar das der Tochter.

    Grüsse Tani :wink



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  • Musica aber es könnte zum Problem für die Kinder werden

    Inwiefern? Ich kann ja eh nur versuchen, die Kinder aus dem herauszuhalten, waa zwischen uns Eltern steht. Je älter die Kinder, desto besser können sie auch begreifen, was da los ist.

  • Der Vater hat ja Kontakt mit der Tochter aufgenommen. Insofern eigentlich alles gut.

    Verwunderlich bzw. bezeichnend jedoch ist, dass er sowohl bei der Beistandschaft, bei der Mutter und bei der Tochter sich beschwert und versucht Druck zu machen und den Kontakt zu erzwingen. Dabei geht er erst an die Beistandschaft ...

    Normalerweise würde ein freundliches Fragen während einer netten, zugewandten Kontaktaufnahme bei Mutter/Tochter eigentlich reichen.

    Hier sind ganz grosse Defizite beim Vater

    Liebe Grüße



    Bap



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  • Ganz deiner Meinung. Das ist auch das was mich so irritiert hat. Als die Mail kam habe ich als erstes gedacht "Warum spricht er mich oder Tochter nicht schlicht und einfach mal darauf an anstatt gleich mit Unterstellungen zu kommen und sich an MEINEN Beistand zu wenden"?

    Natürlich kann Tochter das mit ihren 16 Jahren selbst entscheiden, ob sie ihn besuchen möchte oder nicht. Und wenn sie nicht möchte hat er das so zu akzeptieren finde ich.

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  • Ein ziemlicher Akt der Hilflosigkeit. Da werden Verbündete gesucht, um die eigene Meinung zu untermauern. Dazu noch an Stellen, die nichts mit dem Umgang zu schaffen haben und das zeigt nur auf, dass er sich nicht so wirklich mit der Materie auseinandergesetzt hat. Klar, ein wenig beschämt bist du jetzt.

    Ich denke verstehen zu wollen, warum er solche Umwege geht wirst du mit deinem Verstand nicht nachvollziehen können. Ich kann dir aus eigener Erfahrung nur sagen: Lass es auch, dass ist nur verschwendete Energie.

    Besprich es mit deiner Tochter, ob sie es sich vorstellen kann.

    Dementsprechend würde ich den Ball zurückgeben. Er möchte Umgang? Gut, er möge sich äussern, wie das aussehen könnte und Tochter entscheidet dann, ob sie es sich vorstellen könnte.

    Mit keinem Wort würde ich die Beistandschaft und diesen Brief erwähnen, um ihm nicht das Gefühl zu geben, dass das auf fruchtbaren Boden gefallen ist.

    Noch ein Satz persönliches: Alle paar Jahre bekomme ich auch solche Mails, auch aus verschiedenen Richtungen. Völlig banane, da er alle unsere Kontaktdaten hat. Da wird sich dann einmal mächtig aufgeplustert und dann passiert: Nix. Damit solltet ihr also auch rechnen. Das das eine Eintagsfliege wird.