Mutter-Kind-Kur vs. Reha

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  • Grüße euch,
    bringt mal ein bisschen Licht ins Dunkle für mich.
    Also kurze Umfassung:


    Ich bin schwer hörgeschädigt, dass macht es mir als Erzieherin trotz optimaler Hörgeräteversorgung beruflich nicht leicht.Die Diagnose bekam ich vor fünf Jahren und ich versuche gut für mich zu sorgen. Leider fällt eine OP für mich aus, auch das habe ich mit meinem HNO schon alles durchgesprochen. Auch privat komme ich oft an Grenzen, da ich oft nachfragen muss und mir irgendwie blöd dabei vorkomme. Die Akzeptanz meiner Hörbehinderung ist mir selbst gegenüber auch nicht gerade groß, aber nochmal eine andere Baustelle.
    Lange Rede. kurzer Sinn:
    Vor zwei Wochen bekam ich auch noch eine Mittelohrentzündung und es ging gar nichts mehr. Auch vorher hatte ich ständig Probleme mit meinem Seelenheil, aufgrund meiner Behinderung...ich bin einfach total durch.
    Mein Hausarzt riet mir zu einer Mutter-Kind-Kur (Annpassungsschwierigkeiten, Erschöpfung...das Übliche eben) und vielleicht auch zur Gesprächstherapie (wobei ich letzteres gar nicht weiß, ob das so wirklich hilfreich ist in meinem Fall) Nun war ich beim HNO, der riet mir zu einer Reha-Maßnahme, aufgrund der Hörschädigung.
    Ich habe mir alle Unterlagen besorgt sowohl Mutter Kind Kur als auch Reha. Nun zu meinen Fragezeichen...Was beantrage ich denn besser? Ich muss mich ja entscheiden. Für die Reha spricht für mich eher, da ich denke, dass meine seelischen Probleme mit der Behinderung zusammenhängen. Kann ich da meine Biene überhaupt mitnehmen, denn sonst fällt das flach. Auch spricht dafür, dass diese sich besser auf mich einstellen können. Bei meiner letzten Mutter-Kind-Kur (vor fünf Jahren) hatte ich Probleme "mitzukommen" Ironischerweise hatte ich unheimlich viele Wasseraktivitäten...ohne Hörhilfen.
    Auch weiß ich nicht, wie wahrscheinlich das ist, dass ich eine Bewilligung bekomme für die Reha. Der HNO geht davon aus :frag
    Für die Mutter-Kind Kur spricht, dass meine Tochter auch gut versorgt ist und noch andere Kinder zugegen. Außerdem kann ich die Klinik wählen...


    Ein paar Anregungen/Erfahrungen wären ganz toll...

  • :knuddel


    Liebelein, es geht diesmal ganz doll um dich und von daher Reha!!


    Deine Maus hat doch tolle Großeltern, Tanten die sich um sie kümmern und du bist einfach mal nur friday die Hilfe erhält und lässt Mama friday schön zu Hause. ;-)

    Es ist besser,
    ein eckiges Etwas zu sein,
    als ein rundes Nichts.

  • Ja, im Grundsatz gebe ich dir Recht, aber: :lach
    muss ich ohne meine Biene leider vor Sehnsucht zerfließen und die Großeltern, Patentanten sind klasse, aber nicht für einen so langen Zeitraum.Die Großeltern sind schon über siebzig und mein Vater ist inzwischen selbst pflegeintensiv. Die Patentanten sind beide voll berufstätig, wobei die eine auch noch in der Woche in einer anderen Stadt lebt. Ich würde es meinem Töchterchen nicht zumuten wollen ständig woanders zu sein. Und ich wäre mit meinen Gedanken sicher immer nur bei ihr. Positiv wäre natürlich, dass die Schule nicht für sie pausiert. Ich behalte es mal im Hinterkopf.


    Sind denn Kinder grundsätzlich nicht erlaubt?

  • Ich sehe gerade, dass bei dem Reha-Bogen nur ein Arztbogen dabei ist. Gebe ich den denn jetzt meinem Hausarzt oder Facharzt? Seele oder Ohren, oder beides....Hilfe.
    Und überhaupt sind das furchtbar viele Zettel :ohnmacht::lach


    Wenn ich das richtig überblicke, dann gibt es auch gar nicht so viele Kliniken, die mit der Indikation arbeiten. Vielleicht hat noch jemand eine gute Seite für mich, wo ich nachsehen kann.

  • Auch bei einer Reha kannst du Tochterkind mitnehmen.
    Und bei der beschriebenen Erkrankung solltest du absolut eine Reha machen und keine Mu-Ki-Kur. In der Reha würde versucht werden, die Erkrankung zu behandeln, also der Sache an die Wurzel zu gehen. Dafür sind spezialisierte Mediziner vor Ort. Ebenfalls würdest du beraten und geschult, wie du künftig besser mit der Erkrankung umgehen könntest in Beruf 8und Freizeit).
    Die Kur kann einzig die Auswirkungen der Erkrankung behandeln. (In der Hoffnung, dass die körpereigenen Kräfte dann die Ursache selbst überwinden. Nur: Bei einem Hörschaden funktioniert das nicht ...). Medizinische Hilfe kannst du dort nur bedingt und sehr eingeschränkt bekommen. Ein Mediziner vom Fach vor Ort wäre wie ein Sechser im Lotto ...
    Auch aus arbeitsrechtlichen Gründen ist die Reha absolut zu empfehlen. Sie allein eröffnet dir ggfls. den Anspruch auf vom Arbeitgeber durchzuführende Maßnahmen für deinen Arbeitsplatz.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Noch ein klares "JA!" für die Reha.
    Ich denke, es kommt auf die sorgfältige Auswahl der Reha-Einrichtung an. Es gibt auch tolle Möglichkeiten mit Kindern; vorausgesetzt die Kinder lassen sich gut fremdbetreuen. ;)

  • Ich kenne mich mit dem Reha und Kur nicht aus. Aber was mir ins Auge sprang war folgender Satz:

    Ich bin schwer hörgeschädigt, dass macht es mir als Erzieherin trotz optimaler Hörgeräteversorgung beruflich nicht leicht.

    Wie schwer? Falls es so schwer ist empfehle ich, dass du dir Gedanken machst, ob ein CI für dich das optimalste wäre. Besprich das am Besten mit deinem HNO-Arzt. Vor über vier Jahren wurde ich an beiden Ohren operiert. Ich möchte meine CIs nicht mehr missen :love

  • Hi!


    Ich komme gerade von einer Mu-Ki Kur und würde dir unbedingt zu einer Reha raten. In der Einrichtung war alles runtergekommen und kaputtgespart. Von der Einrichtung bis zur Personaldichte. Ich war da "nur" wegen der üblichen Erschöpfung und Rückenschmerzen. Niemand hatte dort Kapazitäten, auch nur auf irgendetwas Rücksicht zu nehmen. nicht mal kaputte Glühbirnen in den Zimmern wurden ausgetauscht. An die Bewältigung medizinischer Herausforderungen war gar nicht zu denken.


    Es gibt auch Reha-Kliniken mit Kinderbetreuung, teilweise auch bin 17.30 Uhr.


    Mein Tipp: Informiere dich sehr gut über die Qualität der Klinik.


    Viel Glück

  • Für die Implantate bin ich nicht geeignet, darüber hatte ich mich schon mit meinem HNO Arzt gesprochen.



    Ich war vor fünf Jahren schon mal zur Mutter-Kind-Kur und ich muss sagen, dass mir das sehr gut gefallen und gut getan hat. Ich denke, da gibt es sicher große Unterschiede. Wir waren damals auf Rügen (die Insel liebe ich eh sehr) und es war wirklich klasse. Tut mir leid, dass du da so Pech hattest.


    Ich weiß gar nicht, ob ich bei meiner Indikation da so große Wahl habe oder ob die Auswahl nicht generell der Träger übernimmt :frag . Kliniken für Hörgeschädigte habe ich jetzt nur insgesamt fünf gefunden, davon drei ohne Kind. Ich fülle jetzt erst mal die Anträge aus und morgen muss ich zum Doc, dann schau ich mal weiter.

  • Reha
    Es geht um deine Gesundheit und damit auch um deine langfristige " Belastbarkeit"
    für deine Beine



    Ich habe beides bereits gemacht, für meine Gesundheit war die Reha besser und beiden Kinder
    haben es gut verdaut.

    Wenn ich in die Hölle komme, verlässt der Teufel seinen Thron und flüstert:


    "Willkommen zurück Meisterin!"

  • Auch aus arbeitsrechtlichen Gründen ist die Reha absolut zu empfehlen. Sie allein eröffnet dir ggfls. den Anspruch auf vom Arbeitgeber durchzuführende Maßnahmen für deinen Arbeitsplatz.


    Was meinst du damit?


    Mein Hno Arzt meinte, ich sollte zusätzlich noch einen Antrag beim Sozialamt stellen. Leider habe ich da nicht richtig zugehört ( :lach , typisch). Das muss ich diese Tage nochmal richtig nachfragen.


    Ja, ich habe heute Nacht nochmal darüber (unruhig) geschlafen und denke, dass die Reha für mich wichtig und richtig wäre. Wenn ich mal selektiere, dann ist meine Hauptangst, dass ich nicht mehr arbeitsfähig sein könnte. Und ich liebe meine Arbeit, das würde mir den Boden wegziehen. Existenzängste da mal ganz raus gelassen. Nur muss ich bei meiner Arbeit auch was leisten können. Wenn ich da die Hälfte nicht mitbekomme ist das natürlich extrem blöd und auch nicht zumutbar für die Menschen mit denen ich arbeite. Auch privat fühle ich mich da immer mehr isoliert, in letzer Zeit kann ich nicht mal einen Film schauen, da ich die Hälfte nicht mehr verstehe, trotz Hörversorgung.
    Ich bin einfach durch, weil es so extrem anstrengend geworden ist der Alltag, obwohl ich sonst nicht so viele Päckchen habe.
    Es ist auch anstrengend meinem Umfeld immer wieder zu erklären, dass eine Hörbehinderung anders ist. Das ich meine Hörgeräte nicht lauter stellen kann :ohnmacht: und zu verstehen, dass ich nie wieder, egal mit welcher Versorgung, hören werde wie ein normal Hörender. Irgendwie wühlt mich das Ganze sehr auf.


    Bekommen Kinder in einer Reha Unterricht oder ähnliches?

  • Ich war schon auf Mutterkindkur, auf Reha mit Kindern und auf Reha ohne Kinder.


    Am effektivsten war Reha ohne Kinder, für mich emotional nicht einfach, hat aber im Nachhinein sowohl mir als auch den Kindern sehr gut getan.


    Falls ich wieder gehen sollte, wollte, dürfte, würde ich wieder Reha ohne Kinder bevorzugen ( Kinder sind bei mir nun schon älter, aber auch, wenn sie jünger wären).



    Meine Kinder waren zu der Zeit in der Schule vor Ort als Gastschüler, es gibt aber auch Kliniken, da nehmen die Kinder den Stoff mit und machen dies dann in den Kita oder am Zimmer.



    Vielleicht findest du auch eine Klinik, wo sich deine Baustellen vereinbaren können, also sowohl die Schwerhörigkeit als auch die psychische Belastung.





    LG Jona


  • Was meinst du damit?


    Das hört sich zwar erst einmal blöd an. Aber bei der von dir beschriebenen Erkrankung, die ja vielleicht bleibend ist und damit eine Behinderung, beginnen arbeitsrechtliche Hilfs- und Schutzmaßnahmen zu laufen. Die muss man aber entsprechend auf den Weg bringen. Ich bin da kein Spezialist für, aber gerade im ÖD gibt es da einige tarifvertragliche Rechtsansprüche.


    Ein erster Schritt ist zB, eine Behinderung zu beantragen. Ab einem gewissen Grad der Behinderung (ab anerkannten 30 Prozent und einem Gleichstellungsantrag) genießt man zB einen besonderen Kündigungsschutz.


    Der Arbeitgeber ist zB aufgefordert, den Arbeitsplatz entsprechend zu gestalten bzw. Hilfen zur Arbeit zu organisieren. Dafür gibt es entsprechende Spezialisten (und auch Finanzierungstöpfe). Und diese Hilfsmittel können einen schon in vielen Fällen richtig entlasten und damit auch den oft draufgesattelten psychischen Druck wegnehmen.


    Das ist oft ein etwas längerer Weg. Dazu gehört aber zB, dass man eben Rehas hinter sich hat und keine "Kuren".


    Das alles ist oft ein langer Weg, auf dem man unterwegs ist. Auch wenn manches, um im Bild zu bleiben, jetzt noch nicht nötig ist, sollte man aber bereits jetzt sich auf manches vorbereiten und diese Dinge "in den "Wanderrucksack" packen, um sie dann im geeigneten Augenblick zur Hand zu haben.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • So, die Reha ist beantragt. Weiß jemand wie lange es dauert bis die Bewilligung oder auch Ablehnung erfolgt?
    Da ich au geschrieben bin, hat meine KK das im Eilauftrag verschickt.
    Das ist so ein Ärztemarathon zur Zeit, ich mag nimmer... Meine Nerven sind zur Zeit dünn wie Papier und mein schlechtes Gewissen meiner Kollegen gegenüber frisst mich auf, obwohl alle unheimlich lieb und verständnisvoll sind.
    Ich kann mich gerade selbst überhaupt nicht leiden, das sieht mir gar nicht ähnlich. Ich habe wohl zuviel Zeit zum Grübeln.


    Okay, auf zum HNO-Arzt. :tot

  • Was jetzt passiert: Der Antrag geht zu einem Sachbearbeiter, der einerseits nach Formalien guckt u auch prüft, ob nicht auch eine nichtstationaere Behandlung vor Ort greifen würde. Gut 50% der Anträge werden deshalb abgelehnt und man muss in den Widerspruch. Erst der Widerspruch wird von einem Mediziner geprüft ... Also nicht zu sehr aergern, wenn erst eine Ablehnung erfolgt. Das ist quasi Standard.
    Zeitlicher Ablauf: Behörde. Und die ist langsam. Darum Eilantrag. Das machen viele. Beschleunigt nicht zwingend. Es gibt einen gesetzlichen Zeitrahmen. 3 Monate? Sechs Wochen?( Weiss das wer auswendig?) Danach kann man nachfragen.
    Im Netz gibt es - man glaubt es kaum, lach - ein paar Spezialforen zum Themenkomplex. Die sind da sehr fit und man kann sich gut schlau lesen.
    (Kann jetzt nur grob was sagen/Allgemeinplaetze, bin unterwegs, sorry.)

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Die Reha ist für fünf Wochen bewilligt worden. Das ging jetzt doch fixer als ich dachte und war ein tolles "Geschenk" für den heutigen Tag.


    Die Antragsstellung habe ich mit Beratung von einem Sachbearbeiter meiner KK gemacht. Da ich kein Passus gefunden hatte für Kinder, sagte er ich solle erstmal nur das ausfüllen, was gefragt würde. Ich bin blöd.
    Jetzt habe ich auf Anhieb die Reha genehmigt bekommen mit einer Klinik, die aber gar keine Kinder aufnimmt. :tot Irgendwie habe ich gerade das Gefühl, ich habe einen echten Fehler gemacht. Was mache ich denn jetzt? Sowas dämliches.

  • Hallo,


    Ich habe damals bei der Rentenversicherung angerufen und mitgeteilt das ich ae bin und die Kinder mitnehmen müsste, wie auch handschriftlich im Antrag festgehalten. Daraufhin stornierten sie die Klinik und zwei Wochen später erhielt ich den Termin für die Klinik die Kinder mitaufnahm.
    Ging bei mir problemlos.


    Solche Fälle rutschen denen scheinbar gerne durch.


    Erstmal Glückwunsch zur Genehmigung.


    Geniesse jetzt die Feiertage


    Gruß hep