Einschulen oder zurückstellen lassen?

Die Registrierung ist wieder eröffnet! Wir begrüßen euch recht herzlich bei uns im Forum!
  • Hallo,


    wir waren gestern beim Kinderarzt, die Feinmotorik hat mein Sohn noch nicht gut drauf. Die Ärztin meinte dass es möglich wäre meinen Sohn von der Einschulung zurückstellen zu lassen und meinte dass es besser wäre.


    Er ist erst 5 geworden, geht zur Logopädie und Ergotherapie dort macht er auch gut mit und es klappt immer besser! Warum das bis zur Einschulung nicht klappen soll weiß ich nicht! Logo und Ergo sind sehr zufrieden mit ihm und sagen auch dass er sich gut macht!


    Habt ihr Erfahrungen oder Ratschläge für mich? Die Freunde von meinem Sohn werden alle 2015 eingeschult (wie er normal auch), da denke ich dass er dadurch sehr traurig ist und das nicht versteht. Er ist schon oft sehr unsicher weil andere alle einen Papa haben und er seinen nicht kennt, wenn er zurückgestellt wird habe ich Angst dass er denkt dass es an ihm liegt und richtig Verunsichert wird!
    Was würdet ihr machen?


    Danke fürs Lesen
    Gruß FeuerHase

  • Die hat er in seinem Kindergarten, da darf er aber erst ein Jahr vor der Schule mitmachen, also nach den Sommerferien.

  • Ja, 2015 wird er regulär eingeschult! Ich denke auch dass er bis dahin noch Zeit hat und ja auch schon Fördermaßnahmen bekommt, die Kinderärztin hat mich jetzt nur so verunsichert.

  • Er ist erst 5 geworden, geht zur Logopädie und Ergotherapie dort macht er auch gut mit und es klappt immer besser! Warum das bis zur Einschulung nicht klappen soll weiß ich nicht! Logo und Ergo sind sehr zufrieden mit ihm und sagen auch dass er sich gut macht!


    Ich kenne die Argumente von Erzieherinnen und anderen, wohlmeinenden Menschen zur Genüge, sie verweisen da auf die soziale Kompetenz, die Frustrationstoleranz, wie "verspielt" ein Kind ist und so weiter. Ich sehe es auch so, dass mit der Förderung, die Deinem Sohn zuteil wird, sich vieles entwickeln kann. Viele Kindergärten haben ja eine Vorbereitungsgruppe für die Schule (bei uns heißt die "Regenbogengruppe"), ich würde vermutlich alles für die reguläre Einschulung vorbereiten (Anmeldungen usw.) und gleichzeitig sicherstellen, dass grundsätzlich die Möglichkeit bleibt, ihn ein Jahr länger im Kindergarten zu lassen ...


    Warum meint die Ärztin denn, es sei besser, ihn verspätet einzuschulen?

  • Danke für eure Antworten!


    Die Kinder werden ein Jahr vor der Einschulung 'Parlamentskinder', da ist 2-3x die Woche Unterricht.


    Die Kinderärztin möchte ihn zurückstellen lassen weil die Stifthaltung noch nicht perfekt ist und er sehr langsam und leicht malt und schreibt.

  • Letztendlich ist es deine Entscheidung !
    Nur du kennst dein Kind am besten !
    Ich würde mich fragen
    Wie weit ist er im Vergleich zu anderen seines Alters ?
    Kann es sich schon längere Zeit konzentrieren ?
    Versucht er es mit Schreiben,Malen und Rechnen schon ?
    Bei uns (Berlin ) ist es so das wir uns JETZT schon entscheiden mussten !
    Auch wenn ihr euren Kinderarzt schon länger habt lohnt es sich vielleicht mit ihm zu reden ?
    Wir haben uns gegen eine Einschulung mit 5 Jahren entschieden.
    Er ist relativ klein und zierlich aber entschieden haben wir uns dagegen, weil er so Powerkrümel ist .
    Wir konnten uns das für ihn noch nicht vorstellen obwohl er ja schon rechnet und schreibt… also leicht
    war die Entscheidung für uns auch nicht !
    Deiner wäre bei der Einschulung 6 J. .Auch die Ärztin die ihn untersuchte hat ja nur einen
    Eindruck und diverse Tests. Das sind im bestenfalls Richtlinien.

    Uralt Song
    ob es nun so oder so oder anders kommt , so wie es kommt so ist es Recht…..trala lalala
    - egal ! einfach weitertanzen !

  • Wenn es nur an der Stifthaltung liegt, dass die Ärztin Bedenken hat - das lernen die Kinder in der Schule. Wenn man erst mit perfekter Stifthaltung eingeschult werden würde, hätten sie mich damals erst mit 10 eingeschult...

    Im Forum gängige Abkürzungen:
    ABR: Aufenthaltsbestimmungsrecht (kann sich auf das alleinige ABR beziehen) / ASR: Alleiniges Sorgerecht / GSR: Gemeinsames Sorgerecht / SR: Sorgerecht
    BU: Begleiteter Umgang oder Betreuungsunterhalt / KU: Kindesunterhalt / UHV: Unterhaltsvorschuss / WM: Wechselmodell / BET: Betreuungselternteil / UET: Umgangselternteil
    TE bzw. TS: Threadersteller bzw. Themenstarter / JA: Jugendamt
    KV: Kindsvater / KM: Kindsmutter / ET: Elternteil / GE: Großeltern

  • Also die Stifthaltung ein ganzes Jahr vor der eigentlichen Eunschulung als Ausschlusskriterium zu nennen finde ich nicht zu Ende gedacht..
    Mein kleiner ist letztes Jahr eingeschult worden, hat zur Einschulungsuntersuchung den Stift noch wie ne Mistgabel gehalten und hatte auch noch ein paar Schwierigkeiten mit dem Sprechen(,Zischlaute).
    Jetzt ist das Schuljahr zu 3/4 rum, er macht sich super und die Defizite sind Geschichte...Die Zwerge entwickeln sich.gerade in dem.Alter so unglaublich schnell..

    ReitKUNST kommt von KÖNNEN, käme es von WOLLEN würde es ReitWULST heißen...
    Man sieht nur mit dem Herzen gut... das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar!

  • Lass dich mal nicht verrückt machen, in 1,5 Jahren passiert in dem Alter noch sehr viel. Keine Ahnung, warum die Kinderärztin da alle Pferde scheu macht.


    Außerdem wird dein Kind nicht das einzige sein, bei dem die Stifthaltung in dem Alter noch nicht perfekt ist.


    Bedenke auch: Die Ärztin hat nur eine Momentaufnahme, du KENNST dein Kind. Feinmotorik kann man schön mit kleinen Legos schulen. Es gibt so witzige Lego-Spiele (z.B. Minotaurus), die machen wirklich Spaß.

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Verlass Dich auf dein Gefühl. Wenn Du der Meinung bist er ist noch nicht soweit, dann würde ich ihn zurückstellen lassen.


    Es ist nicht mehr so einfach wie früher, aber dennoch machbar. Ich habe den Kampf hinter mir.

  • Herzlichen Dank für eure Antworten!


    Wegen der Stifthaltung meinte die Ärztin dass es in der Schule probleme geben wird weil er so langsam schreibt/malt, dass er so nicht fertig wird wenn er etwas abschreiben muss. Seine Konzentration ist super. An rechnen und malen hat er bis jetzt noch wenig interesse aber er will immer wissen wie von jedem der Name geschrieben wird und versucht den dann selber zu schreiben (vielleicht motivierte ihn da sein Name mit nur 3 Buchstaben).
    Er ist auch egtl altersgerecht entwickelt außer mit der Feinmotorik (Danke für den Lego-Tipp) und beim Sprechen, da redet er schnell und vertauscht einige Buchstaben noch oder lässt sie weg, wenn er langsam sprechen soll klappt das am Anfang gut, da spricht er die Wörter koreckt aus, ist aber mit dem Denken schon so viel weiter dass er n Teil vergisst oder nichtmehr weiß wo er war...


    In der Ergo hat er heute auch mit einem anderen Jungen zusammen Unterricht gemacht, der Therapeut meinte dass es die Kinder auch motiviert und sagte dass er da richtig Gas gegeben hat und sich beweisen wollte, das probieren wir jetzt erstmal so weiter, hoffe dass es auch besser wird, mein Schatzi fand es klasse und meinte er wäre viel besser als der andere :)

    Einmal editiert, zuletzt von FeuerHase87 ()

  • Lego ist gut. Mein Sohn hatte irgendwann den Ehrgeiz ganz kleine Dinge zu bauen mit Klappmechanismen und so. Er hat trotzdem eine Schrift die in den Augen brennt, aber schaden tut das nicht. Wenn es danach ginge, wären vermutlich bis in die 8. Klasse, Schulen zu einem Drittel leer...

  • Wegen der Stifthaltung meinte die Ärztin dass es in der Schule probleben geben wird weil er so langsam schreibt/malt, dass er so nicht fertig wird wenn er etwas abschreiben muss.

    Da kann sich in den 1,5 Jahren noch sooo viel verändern.Lass dich nicht verrückt machen...



    und beim Sprechen, da redet er schnell und vertauscht einige Buchstaben noch oder lässt sie weg,

    Das gleiche habe ich bei meiner Tochter auch.
    Sie wird dieses Jahr eingeschult, hatte jedoch beim ersten Schultauglichkeitstest Auffälligkeiten in der Sprache gezeigt.
    Dysgrammatismus(vertauscht der, die das z.Bsp.)wurde gestellt.Wir bekamen den Hinweis zu einem Logopäden zu gehen, dieser bestätigte die Auffälligkeit.Das machen wir seit dem, und siehe da...es hat sich in einem halben Jahr so viel getan das sie eingeschult wird, aber noch Förderunterricht erhalten würde, sollte bis dahin noch Bedarf sein.Und wir haben jetzt bis September noch soviel Monate, dass ich denke das sie bis dahin noch weiter Aufholen wird.


    Ich habe gelesen das ihr Ergo bekommt.Bleibt am Ball, vertraue den Therapeuten und vor allem deinem Kind, dass packt ihr bis zur Einschulung dicke!! :daumen


    "Denken ist wie GOOGLEN,...nur krasser!!"

    Einmal editiert, zuletzt von Paradoxx ()

  • Meine Große, jetzt in der Weiterführenden Schule, hat immer noch eine schreckliche, sie sagt "individuelle" Stifthaltung. Sie ist langsamer kommt aber damit klar. Bekommt ihre Klassenarbeiten in der vorgegebenen Zeit geschrieben. Malen ist immer noch nicht ihr Ding und wird es auch nicht mehr werden.


    Lass dein Kind in die Vorschulgruppe und man kann immer noch kurzfristig ein Kind zurückstellen, wenn es dann wirklich nicht funktioniert. Aber dann sollten auch noch Andere Gründe, als nur die Stifthaltung zum tragen kommen. In diesem Fall würde ich sowieso erstmal mit den Ergotherapeuten reden, die kennen dein Kind besser, als die Ärztin und können dir in der Frage weiterhelfen.

  • Mich würde am meisten interessieren, was denn die Erzieherinnen im Kindergarten sagen????
    Die kennen IHRE Kinder doch am besten....Auf denen ihr Urteil würde ich viel geben.


    Ansonsten ist meine Devise: Lasst die Kinder Kinder sein - die sind noch lang genug in der Tretmühle, einmal eingeschult, gibt es kein zurück aus der Maloche!

  • Ich würde mein Kind grundsätzlich so spät wie nur möglich einschulen lassen, unabhängig von seinem Entwicklungsstand.
    Ich finde Kinder sollen ihre Kindheit genießen, und Schule ist der erste Schritt ins Erwachsenenleben.
    Einschulung mit 5 wäre für mich daher ein No-Go, auch wenn nur ein paar Tage bis zum 6 Geburtstag fehlen würden.

  • Ungefragt einfach mal ein paar Tipps zur Unterstützung bei der Feinmotorikentwicklung:



    - Kneten,
    - Reißen,
    - Formen mit Salzteig,
    - Bauen mit Steckwürfel, Stäbchen, Playmais,...
    - Reime mit Fingerbewegungen,
    - Malen mit Fingerfarben,
    - Bügelperlen,
    - Matschen,
    - kleine Dinge sortieren (Schrauben, ...)


    :wink