Es ist eine Menge passiert. Das Schlimmste: Den Kindern auferlegte Geheimnisse

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  • Am Freitag kamen meine Kinder zurück vom Mama-Tag. Seither viel Generve, Nicht-Folgen, Nicht-Hören, es war schwierig. Der unsichtbare Graben zwischen uns wurde massiver; die beiden blödelten dafür immer mehr und immer witziger miteinander rum. Ich sagte zu meinem Sohn, dass mich an Montag vor 10 Tagen erinnert fühle. Ich fragte ihn, ob er versteht, was ich damit meine, und er sagte Ja.

    Ich meinte damit, dass am Montag vor 10 Tagen ich die Kinder von der Mamawoche wieder in meine Obhut übernommen hatte. Die Tochter war nachmittags im Auto schon eingeschlafen, sie schlief durch (nur unterbrochen vom 1 Uhr nachts Pipi-Wecker) bis zum nächsten Morgen, 8 Uhr.

    Somit waren der Sohn und ich seit Rückkehr von Mama bis zum Morgen des nächsten Tags "ungestört" (ohne Geschwister-Rivalitäts-Dramen o. ä.). Es war schwierig. Sehr schwierig. Ihm schmeckte nichts, ihm passte nichts, schon vom Hort abholen war ihm zu viel. Das brachte mich ziemlich an meine Grenze. Der morgendliche Schulweg war schweigend nebeneinander her.

    Plötzlich sagt er: Papa, die Mama hat nicht aufgehört zu schlagen."

    Ich dachte erst, ich höre nicht richtig, fragte ihn, was er gerade gesagt hat, was das heißen soll.

    Plötzlich, von diesem Moment auf den nächsten war diese ganze schwierige, ätzende, nervende Anspannung zwischen uns weg. Er sprudelte los, dass am Samstag beim Mittagessen die Mutter ihnen das Essen aufgelegt hatte. Wie meist, zu viel, und bei ihr gilt die Regel, dass sie essen müssen, was auf dem Teller ist, und die Tochter hat dann einen Teil von ihrem Reis auf den Teller des Sohns, und der, diesen Teil wieder zurück auf ihren Teller, und da hat die Tochter einen Schlag von der Mutter bekommen (wohin? der Sohn wusste das nicht mehr). Er wusste nur, dass er sofort gesagt hat, "Aber Mama, du wolltest doch nicht mehr schlagen." und darauf sie, sinngemäß, "dann dürft ihr eben keinen Quatsch machen".

    Das war ein Schock für mich. Andererseits fühlte ich Verbundenheit mit ihm und Freude darüber, dass der genervte Abend und Morgen, eine schlüssige Erklärung gefunden hatte. Denn das hat er mir später mehrfach bestätigt. Er stand unter Spannung, was er machen sollte. Die Mama verpfeifen wollte er nicht, aber ein Unrecht und Schläge ertragen, das ging anscheinend gar nicht für ihn.

    Ich habe anschließend die Tochter geweckt und von ihr 1:1 die gleiche Geschichte gehört. Sie wusste sogar, wohin die Mama geschlagen hat, auf den Kopf. Ich versprach ihr, dass ich nochmal mit der Frau vom Jugendamt reden werde, und sie kann sich darauf verlassen, dass die Mama aufhört zu schlagen.

    Beim Jugendamt dann mein drittes Mal, dass ich von Schlägen der Mutter berichten musste. Ich habe darauf gedrängt, dass etwas unternommen wird, dass das unterbunden wird. es wurde eine Meldung erfasst, "Defizitäres Erziehungsverhalten" und der Fall sollte im JA-Team besprochen werden, um dann entschieden zu werden, ob oder wie darauf reagiert wird.

    Meine Anrufe und Nachhaken beim JA ergaben keine Klarheit, bis ich jetzt Freitag schließlich die klare aber leider verklausulierte Aussage der Beraterin erhielt, dass ich mir sicher sein kann, dass meine Meldung im Team aufgenommen wurde, dass sie aber mir nicht sagen darf, ob und wenn ja, was unternommen wird/wurde.

    Also, diese Erinnerung, dass der Sohn ein Geheimnis zu wahren hatte, was zu schwer für ihn war. die kam mir gestern Abend während des Abendessens. Anschließend beim Zubettgehen, habe ich an diesen Montag vor einer Woche erinnert, ich wollte sie ermutigen, auszusprechen, wenn etwas vorgefallen wäre, aber es kam nichts Neues, nichts, was mir diesen neuerlichen Graben plausibel gemacht hätte.

    Ich dachte mir: „Naja, wahrscheinlich sind die Kinder eben doch viel mehr Gefühlsmenschen, als wir normalerweise glauben. Sie spüren einfach, dass schon wieder etwas im Busch ist.“

    ("Im Busch" ist tatsächlich etwas: Freitag vor einer Woche saßen wir Eltern, eskortiert von Anwältinnen, Dolmetscherin und Verfahrensbeiständin der Kinder beim FG, ich wollte per e. A. die Fahrt zur Kur genehmigt bekommen, was die KM aber weiterhin ablehnte.

    Stattdessen erfuhr ich während dieser Verhandlung, dass ein eigener Antrag der Gegenseite ans Gericht gerichtet worden ist, dass dieser der Richterin wohl schon bekannt ist, aber mit der Briefpost geschickt und "unglücklicherweise" jetzt nicht vorlag. Das war das einzige, wo die gegnerische Anwältin ihr Fett abbekam. Dann kam ich dran. Nach der Verhandlung wusste ich nicht mehr ob ich Männlein oder Weiblein war. Zusammengefasst: Auch wenn das „Was“ ich gemacht habe dem Kindswohl dient, ist das „Wie“, unter aller Kanone: Immer stelle ich die KM vor vollendete Tatsachen.

    Es wurde keine Entscheidung getroffen, damit die KM sich nicht wieder untergebuttert fühlt wurde ein Vergleich nahegelegt. Das Vergleichsangebot der KM, nämlich, dass anschließend an die Kur, die Kinder 3 Wochen am Stück bei ihr sind, habe ich abgelehnt und eigentlich sollte am Freitag dann die richterliche Entscheidung fallen, es kam aber bisher nichts dergleichen. Ich bin aus einer Verhandlung raus, von der ich zuvor 100% gewusst hatte, dass die Kur genehmigt wird. Deshalb hatte ich den Kurvertrag schon unterschrieben. Nach der Verhandlung, als ich immer tiefer in den Zweifel rutschte, in die Verunsicherung, habe ich in der Klinik angerufen und versucht, ob ich noch irgendwie aus der ganzen Sache rauskommen könne. Die haben mir sofort gesagt, bitte Dreizeiler sofort schicken, vielleicht geht dann auf Kulanz noch ein Storno.

    Die Anwältin hat mir dann wieder Mut gemacht, 99,9% mir zugesichert, dass die Kur wird, dass die Richterin das im Prinzip so gesagt hat, also, bitte jetzt auf keinen Fall stornieren, "Freitag haben Sie die Entscheidung"

    Mittlerweile ist Sonntagabend und ich habe keine Entscheidung.

    Aber am Freitag bekam ich den gegnerischen Antrag auf Einführung des Residenzmodells, mit Besuchsrecht alle 14 Tage von Freitag nach der Kita bis Sonntag 17:00.

    Ich habe 2 Wochen Zeit hierauf Stellung zu nehmen. Wenn das mit der Kur doch noch klappen sollte, bin ich die nächsten 10 Tage bis zur Abreise mit den Vorbereitungen zur Kur beschäftigt und kann mich nicht wirklich gut auf die Erwiderung konzentrieren.

    "Naja, also diesen ganzen Sch****," dachte ich, "den spüren die Kinder, und deshalb sind sie so, wie sie sind, lass sie einfach sein, und gut ist".

    Heute beim Frühstück, die gleiche Stimmung, unheimlich viel gemeinsames Gekaspere, sich gegenseitig hochschaukeln und gleichzeitig nicht-hören. Trotz intellektuellen Verständnisses war ich emotional ziemlich erschöpft, kraftlos. Gemeinsam mit meiner Frau gelang es schließlich, die Kinder zum Sprechen zu bewegen:

    Als erstes erfuhren wir, dass das Jugendamt etwas unternommen hatte, die Beraterin hat die Mama zuhause besucht. Und sie muss ziemlich eindrucksvoll gewirkt haben. Denn die KM war stinksauer auf unsere Kinder und hat diese später geschimpft, warum sie dem Papa gegenüber von ihr erzählt haben. Sie hat ihnen gedroht, wenn sie noch einmal dem Papa etwas erzählen, was der nicht erfahren darf, dann wird sie in ihr Heimatland reisen, für immer, aber nur die Halbschwester mitnehmen. Unsere beiden Kinder müssen dann für immer beim Papa leben.

    Ich war heute Nachmittag mit den beiden im Schwimmbad, und die Tochter hat dreimal aus wirklich nichtigem Anlass das Weinen angefangen. Als Grund sagt sie, sie hat Angst, dass sie von der Mama verlassen wird.

    Ich weiß jetzt im Moment noch nicht ob ich morgen früh als erstes zum JA gehen und berichten soll, oder die Verfahrensbeiständin, oder meine Anwältin, oder den Kindsvater der Habschwester warnen soll.

    Zum Thema KV gibt es auch eine traurige Geschichte: Meine Tochter hat diese Tage berichtet, dass die KM den KV geschlagen hat. Sie hat es mit eigenen Augen gesehen. Es ging irgendwie darum, dass er die Tochter mehr haben wollte, die KM das aber ablehnte, weil er doch keine Krippe ist.

    Der Sohn war in dem Moment im Kinderzimmer und hat den Angriff nicht gesehen, nur gehört. Er meint, es ging um Alkohol. Der Vater wollte sämtlichen Alk aus der Wohnung der KM mit zu sich nach Hause nehmen. Was seine Motivation war? Unklar! Vielleicht wollte er, dass die Mama weniger Alk konsumiert, vielleicht wollte er diesen ihr wegnehmen, um sich selbst ein paar „glückliche“ Stunden zu gönnen. Er wusste es nicht.

    Ach die Liebe hat's so eilig, nur die Feindschaft wird nie langweilig ... (Rio Reiser)

  • wahrscheinlich ist das Verhalten der Kinder bei der Mutter genauso:,......rumblödeln, hochschaukeln, nicht hören.......und KM reagiert "scharf",

    was natürlich nicht gut ist genauso wenig wie die Drohungen

    andererseits , wenn du deinen Text liest , wirst du merken wie du aus der Bahn kommst und du dich auch hochschaukelst

    und nur noch JA in deinem Kopf ist. Die KM ist für dich ein rotes gefährliches Tuch und du fühlst deine Kinder bei ihr nicht gut aufgehoben.

    die Kinder erzählen Dinge , die irgendwie ...und ging wohl.....unklar....und Vermutungen..

    Denk morgen erstmal in Ruhe darüber nach.


    Wieso brauchst du zehn Tage, um dich auf eine Kur vorzubereiten?

  • Das Rumgeblödel hörte ja auf, nachdem sie das Geheimnis gebrochen hatten. Das Geblödel hatte sich von außen betrachtet nicht ausgelassen angefuhlt sondern eher wie ein Aneinander klammern /Ausblenden von allem Drumherum so "Gelle, egal was passiert, du verstehst mich. Und selbst wenn diese ganze Titanic untergeht, wir verstehen uns und halten zusammen"

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  • Wundert mich das das Jugendamt bei der KM vorbei geschaut hat denn das setzt die KM und die Kinder ja unnötig unter Druck. Hat da noch jemand anders außer dir angerufen?

    Ansonsten berichtest du das was zu erwarten war....

  • Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand aus ihrem Umfeld, auch wenn er oder sie Gewalt mitbekommt, dies anzeigen würde.

    Ich habe das JA dazu gedrängt, nachdem dies das dritte mal Gewalt gegenüber meinen Kindern war und ich seitens vieler Members absolutes Unverständnis für nur meine Meldungen beim JA machen, und sonst keine weiteren Schritte einleiten, rückgemeldet bekommen hatte.

    Was anderes hätte das JA tun sollen?

    Nochmal zu deiner Aussage: "denn das setzt die KM und die Kinder ja unnötig unter Druck. " du setzt Mutter und Kinder / Täter und Opfer in eins. Das passt für mich nicht.

    Ja, es setzt die KM unter Druck, sicher mehr als eine Einladung zum Gespräch. Aber andererseits hatte die Einladung zum Gespräch offensichtlich nichts zum Besseren bewirkt. Also ist es doch sinnvoll den Druck zu erhöhen, wenn eine Änderung erzielt werden soll

    Jede Intervention wird den Druck (leider auch auf die Kinder) erhöhen, solange die Mutter nicht selbst eine Änderung will.

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  • "denn das setzt die KM und die Kinder ja unnötig unter Druck. " du setzt Mutter und Kinder / Täter und Opfer in eins. Das passt für mich nicht.

    Mal ganz im ernst und beantworte die Frage für dich, hattest du ganz persönlich den Eindruck das es in deinem Fall beim JA oder bei Gericht wirklich um die Kinder geht?....

    Du kannst von Glück reden wenn dir die Aktion beim JA nicht noch um die Ohren fliegt.

  • Bei Gericht ging es vor allem darum, dass die KM sich nicht benachteiligt fühlt. Wie ich schon geschrieben hatte, in der Sache hat die Richterin gesagt, war es richtig dass ich mich um das Einnässen kümmere und sie rechnet positiv an, dass mein Handeln am Wohl der Kinder ausgerichtet war.

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  • Bei Gericht ging es vor allem darum, dass die KM sich nicht benachteiligt fühlt. Wie ich schon geschrieben hatte, in der Sache hat die Richterin gesagt, war es richtig dass ich mich um das Einnässen kümmere und sie rechnet positiv an, dass mein Handeln am Wohl der Kinder ausgerichtet war.

    Bei einer Verhandlung bei der es um die Gefühle der KM geht erwartest du mehr als...och jööööhhhh da hat der Mann mal was selbstverständliches gemacht jetzt will er Anerkennung....SUPER gemacht PAPA!*tätschelTätschel*



    Sorry mein lieber, dein Satz:

    Nach der Verhandlung wusste ich nicht mehr ob ich Männlein oder Weiblein war.

    Ist schon bezeichnend ;)

    Weiblein wirst du beim Gericht oder Jugendamt nie sein sondern immer (im Klartext) der weiße Dödel der zu blöd ist ein Kind richtig rum zu halten :love:

    Du merkst ja selber das das Wort "kindeswohl" genauso eine leere Worthülse ist wie Nachhaltig, Herzblut oder "aus kontrolliertem Anbau".

    Am ende des Tages hat es niemand gejuckt das die KM ihre Kinder schlägt und das wird auch weiter niemanden jucken.

    Ist halt so damit muss man leben und wenn die alte Garde Richter abdankt wird es nicht besser denn bei den alten kannst du mal eine Perle ihrer Zunft finden die tatsächlich an die Kinder denkt und auch den Mut hat entsprechend zu handeln.

    Das Leben ist schön

    4 Mal editiert, zuletzt von Agrippa ()

  • Was ich jetzt nicht so ganz verstehe. Was sprach denn gegen den Vergleich? Du bist mit den Kindern 3 Wochen zur Kur und sie gehen danach 3 Wochen zu ihr? Dann hättest du das Thema vom Tisch.

    Jetzt hängst du wieder in der Luft und weisst im Prinzip nicht, ob du mit den Kindern fahren kannst.

    Wie hast du denn diesen Aufenthalt jetzt mit deiner Frau und dem Baby geklärt?

  • Von der einen Seite werden die Kinde geschlagen, von der anderen bis ins Mark krankhaft analysiert und ausgefragt was die Mutter alles falsch macht.

    Arme Mäuse

    Auf das Kindswohl guckt da keiner wirklich.

    "Der kaukasische Kreidekreis "von Brecht kommt mir hier sofort in den Sinn.


    Liebe Grüße


    Ute

  • Ratte

    Ich werde deine Meinung über mich nicht ändern können. Sei es drum.

    Ich habe sie nicht ausgefragt. Das waren zwei Situationen in denen es unseren Kindern ganz schlecht ging. Die erste Situation auf dem Schulweg, als es aus meinem Sohn herausgebrochen ist, da waren wir schweigend nebeneinander her gelaufen.

    Die anschließenden Fragen sollten nicht auf ein Ausfragen hinauslaufen, sondern darauf, dass er den ganzen Scheiß*** loswerden konnte.

    Die Zweite, auch da war mein Handeln nicht Ausfragen sondern ihnen den Weg zu ebnen sich aus einer paradoxen Verstrickung zu befreien.


    Morgen beginnt wieder Mamawoche. Ich habe meinem Sohn gesagt, dass er, wenn ihm wieder solch ein Geheimnis aufgeladen wird, er zu einem Hört Erzieher gehen soll. Ihm kann er sich anvertrauen und damit übertritt er nicht gleichzeitig das Verbot dem Papa das Geheimnis auszuplaudern.

    Er wollte das nicht. Nein, er möchte das immer mir erzählen. Das waren seine Worte heute Abend. Ich kann nicht sehen, wo du da dein Ausgefragt werden belegt siehst.

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  • rainbowfish

    Frau und Baby bleiben hier, wir sehen uns dann drei Wochen nicht. Kurzfristig hatten wir die Idee, dass sie dann während dieser Zeit und vielleicht auch etwas länger nach hause fliegt. Aber erst der Vulkanausbruch, dann der Coronavirus und schließlich die Einsicht, dass all die wichtigen Grundimpfungen noch lange nicht begonnen /abgeschlossen /voll wirksam sind, brachte uns zur Aufgabe dieser Idee.

    Ganz zu Beginn kam auch mal die Idee auf, dass sie sich in der Nähe der Klinik mit Baby einquartiert und wir so eine Art Wollmilchsau-Urlaub-kur machen, aber wie gesagt, das waren am Anfang Ideen, Wünsche, wie ich meinen Kindern die Kur und gleichzeitig Zeit mit meiner Frau und Baby ermöglichen könnte. Aber das war eine Idee.


    Warum ich den Kindern nicht einen weiteren dreiwöchigen Ausnahmezustand aufs Auge drücken wollte?

    Zu dem Zeitpunkt wusste ich nicht, dass das Wechselmodell kurz vor dem Aus steht. Da leitete mich der Wunsch, so viel wie möglich Normalität, Stabilität. Schlimm genug, dass sie für drei Wochen nicht in Urlaub, genau das gleiche wie alle anderen machen, sondern aus allem herausgerissen sind, was zu ihrem Leben gehört. Danach sie für weitere drei Wochen herausreißen, das wollte ich nicht. Sie sollten zurückkehren, und das normale Leben geht weiter.

    Z. B. Statt 14tägiges Karate Training würde bedeuten Pause von 8. Februar bis 2. Mai

    Statt wöchentlicher Kindersport pause von 3. Februar bis 20. April, statt monatliche Afro-deutsche Spielgruppe Pause von 19. Oktober bis 16. Mai.

    Aufgrund unseres Wechselmodell und der Ablehnung der Mutter dass sie während ihrer Betreuungszeit an ihren Aktivitäten teilnehmen können haben sie ohnehin rechnerisch nur die Hälfte der Gruppenaktivitaten.

    Ach die Liebe hat's so eilig, nur die Feindschaft wird nie langweilig ... (Rio Reiser)

  • Ich meine ,das weder die KM noch Du im Moment in der Lage seit ,vor lauter Schauen auf den/ die Ex wirklich die Kinder im Blick zu haben.

    Ach ja und im sich selber einreden man wäre eh unschuldig an allem und der bessere Elternpart ,da gebt ihr euch wohl auch nix.

    Mein Mitgefühl haben die Kinder, die haben nämlich keine Wahl.Die müssen das was ihr das verzapft aushalten.


    Liebe Grüße


    Ute

  • warum muss sie denn mit zur Kur? Wäre sicher nicht verkehrt mal nur Zeit mit seinen Kindern zu verbringen...ohne Ablenkungen oder anderen Verpflichtungen...nur er und seine Kinder.


    Im allgemeinen hat sich an meinen Gedanken über diese unsägliche Leidensgeschichte der Kinder nix geändert...im Moment sind sie, von aussen betrachtet und nachdem was ich weiß weder bei Vater noch bei Mutter gut aufgehoben...just my two cents.

  • Ich habe meinem Sohn gesagt, dass er, wenn ihm wieder solch ein Geheimnis aufgeladen wird, er zu einem Hört Erzieher gehen soll. Ihm kann er sich anvertrauen und damit übertritt er nicht gleichzeitig das Verbot dem Papa das Geheimnis auszuplaudern.

    Er wollte das nicht. Nein, er möchte das immer mir erzählen. Das waren seine Worte heute Abend.

    Das ist oft so bei Kindern die misshandelt werden. Sie decken ihre Eltern bis weit über die Schmerzgrenze. Dürfte sowas ähnliches sein wie Co Abhängigkeit.

    Deine Kinder wissen das Mama ärger bekommt wenn sie das ausplaudern also behalten sie es für sich ggf. lügen sie bewusst um ihre Eltern zu decken. Sie möchten nicht, dass ihre Mütter und Väter krank werden, traurig oder wütend sind und an sich selbst zweifeln.


    Du hattest erwähnt das die KM auch gerne mal einen trinkt, gut gemienter Rat: egal wie viel und wie heftig sie trinkt erwähne das nie bei einer offiziellen Stelle! Das kann böse nach hinten los gehen.

  • Du hattest erwähnt das die KM auch gerne mal einen trinkt, gut gemienter Rat: egal wie viel und wie heftig sie trinkt erwähne das nie bei einer offiziellen Stelle! Das kann böse nach hinten los gehen.

    Ich hatte es hier im Forum schonmal geschrieben... die beste Freundin meiner Tochter wurde von einem Tag auf dem Anderen zum Vater gegeben, u.a. weil die Mutter öfter mal betrunken war. Damit ist das Kind sogar aus seinem gewohnten Umfeld gerissen und 50km weit wegverpflanzt worden. Wirklich quasi über Nacht, mitten unterm Schuljahr. Der Vater hat mittlerweile ABR und die Mutter nur sehr eingeschränkten Umgang - gerichtlich so festgelegt. Es KANN also leider so laufen, wie du die Erfahrung machen musstest, es geht aber sogar hier in Deutschland durchaus auch mal durchaus pro weißen Zahldödel (oder wie bezeichnest du die Väter allgemein gerne?) aus. Wie immer bei Menschen, gibt es auch in Behörden und Ämtern solche und solche. Du bist anscheinend an ziemliche Flachpfeifen geraten - das ist natürlich Mist. Aber nur, weil es in eurem Gau so ist, muss es (Gott sei Dank) nicht überall so sein.


    Sorry für OT

    Man sitzt insgesamt viel zu wenig am Meer...

  • Es KANN also leider so laufen, wie du die Erfahrung machen musstest, es geht aber sogar hier in Deutschland durchaus auch mal durchaus pro weißen Zahldödel (oder wie bezeichnest du die Väter allgemein gerne?) aus.

    Nützt aber Vollbio wenig denn bei dem läuft es genau so.

    Lese doch mal seine Berichte vom Gericht.

    Habe ja geschrieben das es auch anders laufen könnte was aber bei Vollbio nicht der Fall ist.


    Klar kann man jetzt in kollektives Gruppenkuscheln verfallen "Vollbio alles wird gut lass die KM mal machen du bist eh unsympathisch " aber das bekommt er ja vom JA und Gericht schon gesagt da muss ich das nicht auch noch nachkauen obwohl es offensichtlich ist wie das ganze ablaufen wird.

    Das die Kinder Gewalt ausgesetzt sind liegt vermutlich auch an ihm und der kulturellen Herkunft der KM wie hier schon spekuliert wurde.


    Schau dich mal in diesem Väterforum um wo wir mal kurzzeitig Asyl gefunden haben.....da gibts noch mehr so Einzelfälle wie Vollbio.

    Ich erlebe das gerade bei einem Freund von mir und der wohnt in einem ganz anderen "GAU".

    HAHAHA den haben sie mal richtig eingenordet, der hat sich doch tatsächlich eingebildet das er gleichberechtigt ist und eine Chance hat das die Kinder (2 und 4) bei ihm leben .....also wenn die KM das wünscht(!) kann er evtl. auf ein Wechselmodell hoffen ansonsten ist alle 14 Tage angesagt...Einzelfall klar.


    Jeder hier schreibt seine Sichtweise auf die Dinge und das macht ja so ein Forum aus. Du hast es so erlebt und ich eben anders..."so what"

    "Gau" ist auch so ein tolles Wort, klingt so schön nach Nazi :love:

    Das Leben ist schön

    6 Mal editiert, zuletzt von Agrippa ()

  • "Gau" ist auch so ein tolles Wort, klingt so schön nach Nazi

    Na, Gott sei Dank haben wir jetzt wieder die Kurve zu den Nazis bekommen. Wäre ja auch verstörend gewesen, wenn's mal ein Thread geschafft hätte, nicht dort zu landen. Nur, um das klar zu stellen: Ich meinte "Gau" in diesem Zusammenhang:


    Gau

    /ɡa͜u,Gaú/

    Substantiv, maskulin oder Substantiv, Neutrum [der]


    "In sich geschlossene Landschaft, großer landschaftlicher Bezirk "die Untergruppen germanischer Stämme siedelten in Gauen"


    Man ist nicht zwangsläufig Nazi, nur, weil man der deutschen Sprache mächtig ist und evtl. auch Wörter kennt, die vielleicht ein wenig altmodischer sind.


    Nochmal sorry für OT.

    Man sitzt insgesamt viel zu wenig am Meer...