Meine neue Frau sieht meine Kinder als Konkurrenz

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  • Seit 3 Jahren habe ich nach langer Zeit des Allein-Erziehens endlich meine Traumfrau gefunden, und seit eineinhalb Jahren sind wir verheiratet. Wir haben schon viel gemeinsam erlebt, und das Ziel, zu einer großen Patchworkfamilie zu werden. Meine Frau und ich gehen ehrlich, gleichberechtigt und achtsam miteinander um. Sie bringt 3 Kinder (12,16,18) in die Ehe, ich zwei (13,16). Aufgrund ihres Alters setzen bei den Kindern allerdings deutliche Absetzbewegungen ein, die es zunehmend schwierig machen, uns als große Gesamtfamilie zu sehen. Dies ist aber für uns nicht wirklich ein Problem. Es könnte alles so schön sein, aber leider gibt es das Eine Thema, um das wir immer wieder kreisen und das, trotz großem Bewusstsein bei meiner Frau und mir für die Situation, immer wieder hochkommt. Es geht darum, dass meine Frau - so liebevoll, zugewandt und freundlich sie auch mit meinen Kindern umgeht - immer wieder in ein Verhalten verfällt, von dem wir beide wissen, dass es aus einem Konkurrenzempfinden gegenüber meinen Kindern herrührt. Sie kann es oft nicht ertragen, wenn ich positiv über meine Kinder spreche, wenn ich mich Ihnen zuwende oder Zeit für sie aufwende. Manchmal, wenn ich z.B. längere Zeit mit meiner jüngeren Tochter spreche (mein Sohn (16) ist schon sehr selbstständig und braucht wenig direkte Zuwendung), läuft meine Frau manchmal weinend aus dem Zimmer. Meine Frau weiß um die Situation, sie weiß auch, dass ihr Verhalten irrational ist, kann aber nicht benennen, wo das herkommt. Und seitdem wir das zum ersten Mal thematisiert haben, ist es leider nicht wirklich besser geworden.

    Ich dachte lange, dass ich mich vielleicht falsch verhalte und habe versucht, die Erwartungen meiner Frau zu erfüllen, was aber dazu geführt hat, dass sich die Kinder von mir distanziert haben. Es ist natürlich klar, dass die alte Dreierkonstellation ich+2 Kinder für die beiden gewisse Vorteile hatte, und dass sie mich jetzt "teilen" müssen, aber ich habe eine Zeitlang wohl auch in diese Richtung überreagiert, um die Beziehung zu meiner Frau, die ich wirklich sehr liebe, nicht zu gefährden. Nun weiß ich nicht, was ich tun soll. Meine Frau sagt, sie möchte das Problem bei sich psychologisch angehen, aber das geht eher schleppend, und solche Situationen wie oben beschrieben kommen immer noch vor. Ich habe nun wirklich Sorgen, dass sich das auf absehbare Zeit nicht bewältigen lässt.

  • oha, das klingt heftig. Ich denke es wäre gegenüber deinen Kindern unfair und falsch, wenn du dich ihnen gegenüber distanzierst oder ihnen plötzlich deine Zuwendung entziehst, denn nicht du oder die Kinder haben etwas falsch gemacht. Sie hat ein Problem und wie du schon sagtest, ein irrationales Problem. Ihr Verhalten ist nicht normal und scheinbar kann sie es ja nicht mal selbst logisch und zumindest halbwegs verständlich erklären. Es ist IHR Problem, was sie angehen muss. Deine Kinder sollten das nicht ausbaden müssen. Im schlimmsten Fall endet es sonst so, dass sie sich euch beiden gegenüber distanzieren, von dir enttäuscht sind und deine Frau nicht mehr mögen, weil sie dieses Verhalten an den Tag legt und damit ihnen den Vater "entzieht". Es ist nichts falsch daran mit seinen Kindern zu sprechen und mit ihnen Zeit zu verbringen, ihr Verhalten ist also nicht gerechtfertigt und für mich auch nicht nachvollziehbar, sorry.


    Es ist ja schon mal ein sehr guter Anfang und ein großer Schritt sich dieses Problem einzugestehen und sich psychotherapeutische Hilfe zu suchen. Das schafft nicht jeder. Ich glaube mehr kann man da nicht machen. Ich fände es erstmal wichtig, dass sie das Problem und die Gedankengänge, die sie in solchen Momenten hat, benennen und irgendwie verstehbar für euch machen kann. Dann könnte man zusammen überlegen, was ihr gut tun könnte und ob evtl eine Veränderung äußerer Umstände, zB Wohnsituation ändern könnte, dass sie besser damit umgehen kann. Evtl wäre auch eine Kur denkbar. Ich könnte mir auch vorstellen, dass das Problem ganz woanders liegt, vielleicht ein unbearbeitetes Trauma oder sowas?


    Leider braucht sowas oft Zeit. Es ist ein Prozess und um solche Verhaltensweisen und Denkmuster zu durchbrechen, benötigt es leider, gerade wenn man schon älter ist und sich gewisse Traumen, Störungen, Zwänge etc verfestigt haben, etwas länger um diese wieder abzulegen oder zu korrigieren.

  • Fam. Volleyball hat ja auch fünf (Bonus)kinder. Altersmäßig nicht sechs, sondern neun Jahre auseinander. Aber auch gemixt.

    Losgelöst davon, dass hier die (Bonus)Mutter vielleicht mit dir, ansonsten mit einem Dritten (Gespraechstherapeuten) dringend klären muss, weshalb sie als erwachsene Frau neidisch auf einen Teenager sein kann, solltet ihr strukturell etwas aendern: Sitzt ihr als Eltern abends oder am Wochenende im Wohnzimmer und ein Kind kommt und fragt um Hilfe und Beratung, dann ist das nicht eine Frage an den leiblichen Elternteil, sondern an euch beide. Da sollte der elterliche Schulterschluss sein. Zum Beispiel, dass man den anderen fragt : ... Oder was sagst du dazu? Hast du eine Idee?

    Es geht keinesfalls, den anderen Elternteil zu demontieren und links liegen zu lassen. Das ist losgelöst von allem schlicht unhöflich ...

    Wir haben sehr bewusst darauf geachtet, dass der jeweils andere (Bonus)Elternteil eingesetzt wird bei der Alltags Problemlösung. Fahrdienste für "meine" Kids hat vorrangig Frau Volleyball gemacht. Geld für Schulzeugs für "ihre" Kids habe vorrangig ich gezahlt. Und jeweils umgekehrt.

    Und wenn Kind nur unter vier Augen sprechen wollte ( was deine Kids ja gar nicht einfordern, weil sie ja wohl nicht fordern, dass die Bonusmutter den Raum verlässt), auch dann habe ich immer gesagt: Frau Volleybap hatte da folgenden Vorschlag... Oder: HM, frag doch mal Frau Volleybap, ob sie dies und das machen könnte ...

    Als Patchworkfamilie müsst ihr als Familie zusammenwachsen. In eure "natürliche" Rolle als "Bonus" Eltern. Genau das wünschen sich mutmaßlich auch die Kids. Ihr müsst eure Rolle als Eltern und Freunde der Kids annehmen.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Die Problemlösung deiner Frau ist richtig.

    Ein Psychologe sollte helfen können.

    Insgesamt seid ihr damit auf einem guten Weg.

    Aber Wunder dürft ihr nicht erwarten.

    Das braucht seine Zeit und kann durchaus mehrere Jahre dauern.

    Die Ursachen können weit in der Vergangenheit und tief im Verborgenen liegen.

  • Mich würde interessieren, wie es bei dir weitergegangen ist (falls du noch "da" bist und mitliest).


    Bei euch ist das Verhalten offensichtlich, deine Frau zeigt es deutlich und ich denke, es wäre gut, wenn sie an ihre Baustellen geht. Allerdings könnte das heftig und nicht nur für sie sehr anstrengend werden - je nachdem, was bei ihr dahinter steckt. Ob es sich, wie du überlegst, in absehbarer Zeit bewältigen lässt, kann man nicht vorhersehen. Was bedeutet für dich "absehbar"?


    Bei uns war es nicht so "greifbar", eher sukzessiv-indirekt und ich denke mittlerweile, dass wir mehr oder weniger gescheitert sind.


    Auch bei uns war eins der Themen - meines Erachtens - Eifersucht, speziell die auf meinen Sohn. Irgendwie sind mein Sohn und ich uns in vielen Hinsichten sehr ähnlich, andererseits aber auch wieder nicht. Wir standen uns früher immer sehr nahe, heute nabelt er sich ab und das ist auch gut und richtig so. Fangen wir mal da an.


    Eine meiner ersten Erinnerungen ist, dass wir zu dritt spazieren waren. Nun bin ich (und auch mein Sohn) so, dass wir gerne mal "die Blätter zählen". Ich liebe es, Tierspuren zu suchen und kann mich wie ein Kind freuen, wenn wir irgendwas "entdecken" - Frösche, Lurche oder auch mal eine Blindschleiche. Oder Stellen, an denen Wildschweine tätig waren, zu "untersuchen", usw. Mein Mann war relativ schnell genervt und ranzte aber nicht mich, sondern meinen Sohn an, er solle schneller gehen. Okay, an dem Tag war er tatsächlich äußerst langsam... ich habe das unter "normal" verbucht.


    Es lief dann ein paar Monate recht friedlich und gut. Die Anfangszeit war einfach - bis er bei uns einzog. Auch da hat er mich noch in vielen Hinsichten sehr unterstützt - war aber auch sehr mit seinen "Baustellen" aus der Vergangenheit belastet. Ein paar Mal sind mein Sohn und er aneinander geraten, wobei da meines Erachtens keiner besser als der andere war. "Das ist meine Mama und ihr Haus!" (Sohn war damals 10) - so das, was mir mein Mann erzählte. Für meinen Sohn stellte sich das anders dar, mein Mann hatte wohl vorher auch ordentlich schlechte Laune gehabt und rumgekrittelt. Aber auch das habe ich unter "normale Anfangsschwierigkeiten beim Patchwork" verbucht. Das Problem war: ich stand voll zwischen den beiden. Aber so lange wir noch im Rheinland lebten, war es okay, zumal sich mein Mann andererseits auch immer wieder für meinen Sohn eingesetzt hat.


    Richtig übel wurde es dann, als wir in (damals) sein Haus am Bodensee gezogen sind. Da fängt für mich das Thema "Gewalt" an. Eines schönen Tages... mein Bruder, seine Lebensgefährtin, der gemeinsame Sohn und meine Mutter waren kurz nach dem Tod meines Vaters für ein paar Tage bei uns. Es war das erste und das letzte Mal. Mein Sohn liebte damals Saft mit Wasser 50/50 gemischt. Ich weiß, dass das nicht sooo gesund ist, finde es aber ab und zu in Ordnung. Mein Mann war durch den Besuch eh gestresst. Er ranzte meinen Sohn an, er solle weiter verdünnen. Mein Sohn tat dies, es reichte meinem Mann aber nicht aus. So flippte er dann aus und goss das Wasser-Saft-Gemisch cholerisch schimpfend in den Ausguss. Mein Sohn rannte die Treppe hoch und sagte hörbar (aber nicht laut) "Wichser". Daraufhin drehte mein Mann das erste Mal richtig durch - so, dass ich das nicht mehr unter "normal" verbuchen konnte. Er rannte hinterher, mein Sohn war mittlerweile in seinem Zimmer und hatte die Tür abgeschlossen. Mein Mann trat und schlug gegen die Tür und schrie "Mach die Tür auf!" Meine Familie saß unten und bekam es voll mit. Ich sprang wie von der Tarantel gestochen auf, rannte ebenfalls die Treppe hoch und sagte zu meinem Sohn "Mach bitte die Tür auf, ich bin da, ich passe auf, dass nichts passiert". Sohn öffnete die Tür - und mein Mann drängte sich an mir vorbei, baute sich absolut drohend auf und beschimpfte meinen Sohn schreiend. Ich ging dazwischen, schnauzte meinen Mann an, er solle sich zusammenreißen und Ruhe geben. Mein Mann rauschte beleidigt ab. Diese Situation ist mir bis heute als "Apfelsaft-Geschichte" im Gedächtnis. Ich sehe immer noch die Augen meines Mannes - da war nur noch eine unglaubliche, ungebändigte Wut.


    Die Lebensgefährtin meines Bruders meinte, wenn mein Bruder sich so verhalten hätte, hätte sie sich sofort getrennt. Sie haben alle überlegt, ihre Sachen zu packen und zu fahren, sind aber mir und meinem Sohn zuliebe geblieben. Ich hingegen habe einen Beratungstermin bei der Caritas gemacht, wo mein Mann es so darstellte, er habe sich Sorgen um den Kleinen gemacht und fürchte, aus ihm würde nichts werden. Bei der Caritas haben sie meinem Mann dann sehr deutlich gemacht, dass er sich aus der Erziehung herauszuhalten hat und vor allem meinen Sohn niemals körperlich angehen dürfe. Das hat er dann verstanden. Glücklich war ich damit aber nicht.


    Es ging immer wieder wochenlang gut, bis der nächste Hammer kam - jetzt meistens, wenn ich unterwegs war. Wir reden hier von 1-2 kritischen Situationen im Jahr, dazwischen lief es einigermaßen. Mein Sohn rief mich weinend an, er habe doch nur mit den Hunden gespielt - mein Mann habe gesagt, er solle aufhören. Sohn habe nicht sofort aufgehört, mein Mann schnauzte ihn an, er sei ein Tierquäler, und Tierquäler kommen in den Knast (o-Ton). Mein Sohn ist alles, aber er ist ein "Tierquäler".


    Eine angedeutete Ohrfeige (Schlagen ist bei mir absolutes No-go), wenn er der Meinung war, wir schummeln beim Spielen. Das hat uns (mir und meinem Sohn) ehrlich gesagt, das gemeinsame am Tisch sitzen und Spielen verleidet.

    Es gab diverse solcher hoch emotionalen und teils auch verbal-aggressiven Auseinandersetzungen, zwischendurch lief es dann aber auch wieder. Ich habe in der Zeit damals sehr darauf geachtet, Ehemann und Sohn nicht gemeinsam alleine daheim zu lassen.


    Anfangs meinte meine Freundin noch, es sei normal, die standart-pubertären Ausseinandersetzungen zwischen (Stief-)Vater und Sohn. Das hätte ihr Mann mit dem gemeinsamen Sohn auch und auch sie würde dazwischen gehen und schlichten. Später dann änderte sie ihre Meinung. Eine andere Freundin sah schon, dass mein Sohn (ADHS) ziemlich anstrengend sein konnte, fand aber das Verhalten meines Mannes auch nicht richtig und sagte ihm das auch. Sie stützte auch meinen Sohn.


    2017 gab es im Wohnwagen eine Situation, in der er sein Handy quer durch den Wohnwagen pfefferte, weil er a) der Meinung war (warum auch immer???!!!), er dürfe sein Handy nicht laden und b) weil ich meinen Sohn ohne ihn irgendwo abgeholt hatte (mein Mann hatte mal wieder tagelang nicht geduscht und ich mags dann einfach nicht, neben ihm im Auto zu sitzen). "Hoffentlich ist es jetzt endlich kaputt!! Hoffentlich geht es jetzt endlich nicht mehr!!! Damit ihr das mal seht!!!!" Das Handy war dann auch tatsächlich im Eimer.


    Letztes Jahr im Sommerurlaub gab es wieder eine Situation, die krachend eskaliert ist, auch wieder mit ungebändigter Wut. Wir hatten Fotos gemacht, auf einem Foto war mein Sohn nicht gut getroffen, wir hatten ihn ein wenig aufgezogen, woraufhin er das Foto vom Handy meiner Tochter löschte. Meine Tochter war sauer und zeigte dies auch deutlich. Auf dem Tisch stand der Rechner meines Mannes. Mein Sohn ging in die Nähe vom Tisch, als mein Mann loslegte, "geh nicht an den Computer, das ist meiner". Wäre es dabei geblieben, wäre es absolut okay gewesen, meines Erachtens. Irgendwie haben wir uns dann aber in der Situation wieder gefunden, dass mein Mann ein Messer in der Hand hielt und schrie "Gib mir deine Hand, ich kack dir die Finger ab!" und mein Sohn ihm provokant die Hand hinhielt "Mach doch!". Ich bin aufgesprungen und sagte laut "Was soll das? Seid ihr verrückt geworden?" oder sowas ähnliches. Mein Mann stampfte in den Wohnwagen, knallte die Tür (was ich beim Wohni so rein gar nicht haben kann) und war verschwunden. Sohn war sauer wegen dem Foto, Tochter, Kumpel vom Freund (den wir mit in den Urlaub genommen hatten) und ich waren fassungslos.


    In der Zwischenzeit hatte mein Mann auf Grund einer anderen Sache eine Therapie begonnen. Eigentlich hatte ich ihn schon seit der Apfelsaft-Geschichte gebeten, seinen Wutanfällen (und einigen anderen Dingen) therapeutisch auf den Grund zu gehen. Nach einem Erlebnis im März letzten Jahres war er dann in Zugzwang. Ich sehe es aber so, dass er sich nicht wirklich auf die Therapie einlässt. Sie findet mal alle 4, mal alle 8 Wochen statt. Ab und zu schildere ich meine Sicht der Dinge, woraufhin die Therapeutin immer wieder aus allen Wolken fällt. So hat er die Messer-Urlaubsgeschichte nicht mal angesprochen. Für ihn ist alles gut, das ist doch alles schon wieder soooo lange her. Das interessiere doch keinen mehr...

  • Ich weiß mittlerweile, was dahinter steckt. Und im März #19 habe ich ihm auch versprochen, ihn zu unterstützen. Mittlerweile merke ich jedoch, dass ich einfach nicht mehr kann - eben auch, weil ich das Gefühl habe, dass er die Therapie nicht als Chance nutzt, sich weiterzuentwickeln, sondern eher als Möglichkeit, sich selbst zu versichern, dass doch alles gut ist. Das ist es aber nicht. Nicht für mich. Es raubt mir so die Kraft, dass ich beruflich massiv abbaue. Ich liebe meinen Beruf und es schmerzt mich sehr, dass ich das nun auch schwarz auf weiß bestätigt bekommen habe, dass ich aktuell nicht die Leistung bringen kann, die letztes Jahr noch problemlos möglich war.


    Nächste Woche bin ich wieder mit dabei in der Therapiesitzung... aber im Moment und auch wenn er sich aktuell wirklich Mühe gibt, weil er merkt, dass da was nicht stimmt, mag ich nicht mehr. Ich möchte das lieber dort thematisieren als hier. Wie gesagt, irgendwie sind wir im Lauf der Jahre gescheitert und das ist der Grund, warum ich im Moment überlege, wie es weitergeht.


    Schlechte Laune vom Feinsten gab es übrigens immer auch, wenn er mich sonstwie mit jemandem "teilen" musste und seien es nur Freundinnen oder befreundete Ehepaare, die uns hier immer mal wieder für ein paar Tage besuchen. Er ließ er das dann jedoch nicht an mir aus, sondern zog sich in der Regel zurück.


    PS. Wenn ich das so lese jetzt, frage ich mich tatsächlich, was mit mir los ist, dass ich mich nicht schon längst "verabschiedet" habe. Aber ich habe auch gewissermaßen das Gefühl, in der Falle zu sitzen. Das ist dann aber wieder ein anderes Thema.

  • Oweh.

    Maumau, du hast es ja selbst schon angedeutet. Ich will es aber nochmals unterstreichen und beschreiben, wie es von außen auf mich wirkt Denn in solch einer Situation fällt es einem schwer, sachlich mit der Sache umzugehen und ist sich nie sicher, ob man "normal" reagiert oder nicht.

    Aber schau doch einmal, ob es so, vielleicht nur zum Teil, sein könnte:


    Also: Du beschreibst ein immer wieder vorkommendes, übergriffiges Verhalten deines Mannes. Dies ungebremst. Denn es tritt nicht nur im ganz kleinen Patchworkfamilienkreis auf, sondern auch, wenn Dritte anwesend sind. Das ist ein klassisches zeichen dafür, dass dein mann sich nicht mehr steuern kann. Was er aber gleichzeitig wollen würde. Diue spätere Bestätigung des Geschehens statt einer Verleugnung ist dafür ein Zeichen. Das Kleinreden - "es ist doch alles schon so lange her" - mag dir im ersten Moment auf den Senkel gehen. Aber es ist (s)eine Art zu sagen, dass er es nicht gut fand, es "heute" nicht wieder machen würde und es eine Art "Kindheits- oder Pubertätsprobleme" sind, aus denen er rausgewachsen ist. Es ist also eine vergleichsweise hohe Einsicht vorhanden.

    Aber die Gewaltszenarien sind in einer Größenordnung und in der Situation so unsteuerbar von seiner Seite (einzig die Flucht, das Zurückziehen aus der Situation sind seine Steuerungsart), dass man nicht weiß, was passieren wird, wenn eine Rückzugsmöglichkeit nicht da ist oder nicht erkannt wird. Dann sind wir in einem Bereich, wo hinterher von Affekthandlungen gesprochen wird ...

    Für ein Familienzusammenleben ist das eine grauenhafte Situation, die eindeutig ein Gefahrenpotential beinhaltet.


    Dir ist das intuitiv bewusst: Körper und Seele reagieren bereits darauf mit allen Anzeichen von Überlastung. Noch hast du die mutmaßlich schon nahe Grenze nicht überschritten, kannst aber erstmals durch die Mini-OP dir zeit nehmen, die Situation zu analysieren. Vorher waren Kraft und Zeit nicht da.


    Du erzählst nicht zum ersten Mal davon, dass dein Mann sich auch im Umgang mit sich selbst, mit der Achtsamkeit für sich selbst - Stichwort Körperhygiene - nicht in den Griff bekommt. Das ist neben den emotionalen Ausbrüchen ein deutliches Zeichen für eine von ihm empfundene absolute Überlastung. Von dieser Überlastung kann man als Partner manches mit(er)tragen. Aber nicht alles. Hier braucht es professionelle Hilfe von außen. Für deinen Mann und für dich und für den/die Kids. Sonst geht ihr auf kurz oder lang daran zugrunde.

    MNatürlich ist an der Stelle "Trennung" ein möglicher Weg - naheliegend, kurzfristig die Situation ändernd. Aber trotzdem sollten und müssten alle Beteiligten aufarbeiten. Wunden behandeln lassen und dein Mann versuchen, seine Erkrankung zu stabilisieren oder zu heilen. (Und ich sage bewusst Erkrankung, weil alle Anzeichen dafür sprechen. Es ist kein "schlechtes Verhalten" von ihm - so einen Partner hättest du nicht gewählt. Es ist eine Erkrankung. Und damit kann von außen etwas getan werden. Auch wenn dein Mann mitmachen muss - wozu er ja bereits bereit ist. Nur nicht im gewünschten Maße.)

    Vor euch liegt also ein großes Stück Arbeit, auch gemeinsamer therapeutischer Arbeit. Im muss klar werden, dass deine Grenzen erreicht sind. Und ihr es euch nicht leisten könnt, dass du sie überschreitest, wie er seine Grenzen bereits durch die Erkrankung hat überschreiten müssen. Geht ihr beide den "Schritt über die Linie", dann bricht bald alles zusammen. Also müsst ihr gemeinsam ran und überlegen, wie das gehen könnte. Vielleicht mit Hilfe der bereits aktiven Therapeutin.

    Aber letzteres ist jetzt schon der übergriffige rat. Eigentlich wollte ich nur beschreiben, wie deine Schilderung für mich als Außenstehender wirkt und was mir da durch den Kopf geht. Vielleicht ist hier und da ein Denkanstoß für dich dabei, eine alternative Sicht zu bekommen.


    Egal wie, ich wünsche dir und euch viel Kraft.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Natürlich ist an der Stelle "Trennung" ein möglicher Weg - naheliegend, kurzfristig die Situation ändernd. Aber trotzdem sollten und müssten alle Beteiligten aufarbeiten. Wunden behandeln lassen und dein Mann versuchen, seine Erkrankung zu stabilisieren oder zu heilen.

    Wenn eine meinem Kind sowas auch nur einmal antun würde dann wäre das Thema Aufarbeitung ersatzlos gestrichen.....ob Maumau die Person ist die dafür verantwortlich sein soll das ein erwachsener Mann sein Leben in den Griff bekommt? hmmm muss man wollen.....

  • Wenn ich das, was passiert ist, in der Persönlickeit des Mannes begründet sehen würde, würde ich deinen Satz flugs unterschreiben. Ich befürchte und sehe hier aber alle Anzeichen für eine seelische Erkrankung. Und da stößt mir ein Satz "... ein erwachsener Mann sein Leben in den Griff bekommt" schon etwas sauer auf. Zu einem Schmerzpatienten, einem Krebskranken oder Schlaganfallpatienten würde das wohl kaum jemand sagen.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Wenn ich das, was passiert ist, in der Persönlickeit des Mannes begründet sehen würde, würde ich deinen Satz flugs unterschreiben. Ich befürchte und sehe hier aber alle Anzeichen für eine seelische Erkrankung. Und da stößt mir ein Satz "... ein erwachsener Mann sein Leben in den Griff bekommt" schon etwas sauer auf. Zu einem Schmerzpatienten, einem Krebskranken oder Schlaganfallpatienten würde das wohl kaum jemand sagen.

    Ein krebskranker greift in der Regel auch mein Kind nicht massiv vor versammelter Mannschaft (das i-Tüpfelchen) an.

    Meine Mutter ist seit Mittwoch in Chemo, aggressiv dem König gegenüber ist sie dennoch nicht.

    Greift jemand mein Kind physisch an ist halt Schluss mit lustig egal wieso weshalb warum!

    Da bin ich halt ziemlich intolerant, assozial und wenig Hilfsbereit :frag

    Das Leben ist schön

    3 Mal editiert, zuletzt von Agrippa ()

  • Mein demenzerkrankter Vater hat einen meiner Jungs nachts körperlich angegriffen. Das war einer der schlimmsten Momente meines Lebens. Hat aber nicht zu intoleranz, asozialem Verhalten meinem Vater gegenüber oder eingestellter Hilfsbereitschaft geführt. Sondern zu anderen Lösungen.

    Liebe Grüße



    Bap



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  • Ein krebskranker greift in der Regel auch mein Kind nicht massiv vor versammelter Mannschaft (das i-Tüpfelchen) an.

    Meine Mutter ist seit Mittwoch in Chemo, aggressiv dem König gegenüber ist sie dennoch nicht.

    Greift jemand mein Kind physisch an ist halt Schluss mit lustig egal wieso weshalb warum!

    Da bin ich halt ziemlich intolerant, assozial und wenig Hilfsbereit :frag

    Ich bin da sogar noch intoleranter, psychische Gewalt geht auch nicht.


    Es gibt heute zum Glück mehr Verständnis und auch mehr Hilfsangebote für seelische Erkrankungen.

    Mit einem gebrochenen Fuss gehe ich auch zum Arzt .Kein Mensch würde es verstehen, wenn ich es nicht machen würde.


    Liebe Grüße


    Ute

  • Es hilft Maumau nur nicht ihr zu sagen, ich hätte, würde... und ich kann absolut nachvollziehen warum man eine langjährige Partnerschaft nicht sofort beendet.


    Außerdem kann man sowas auch nicht an Patchwork festmachen. Es gibt genügend Eltern die so sind wie Maumaus Mann.


    Sich aus einem jahrelangen Konstrukt zu befreien, ist schwerer als so mancher denkt.


    Dazu kommt sicherlich auch ein Stück weit Co Abhänigkeit, auch das muss man erst erkennen. Ich kenne die Problematik genau, hätte ich das damals schon erfasst, wäre ich nicht 13 Jahre verheiratet gewesen. Aber hab ich eben nicht.


    Für meine Jungs wäre es auch besser gewesen, dass weiß ich aber auch erst jetzt.

    Es ist besser,
    ein eckiges Etwas zu sein,
    als ein rundes Nichts.

  • PS. Wenn ich das so lese jetzt, frage ich mich tatsächlich, was mit mir los ist, dass ich mich nicht schon längst "verabschiedet" habe.

    Das frage ich mich ehrlich auch.

    In einem anderen Thread hast du von Mustern gesprochen, in die du zurückfällst und das konnte ich schon kaum lesen.

    Vielleicht ist es auch hilfreicher auf dich zu schauen, was du für dich tun kannst. Machmal hilft auch der Blick, die Situation durch die Augen einer guten Freundin zu sehen. Was würdest du deiner Freundin dann sagen? Ist das wirklich aushaltbar oder Erbsenzählerei? Macht es das besser, weil das "nur" alle paar Monate ausbricht? Was für ein Eierlauf. Das kann nur Streß und Daueranspannung auslösen.

    In deinem Mann schlummert was, dem du (und auch deine Kinder) nicht gewachsen seit. Es mag ruhigere Zeiten geben, aber neben so einer tickenden Bombe wollte ich mein Leben nicht verbringen.So mein Empfinden.

    Neben den Wutausbrüchen und dem absolut ungezügelten Zorn würde mich so ein Stinker auch verrückt machen. Auf sich zu achten hat auch was mit Respekt mit seinem Umfeld zutun. Ich müsste ausflippen, wenn so eine Stinkbombe Bett und Tisch mit mir teilt. Sorryfür die harten Worte, aber das geht auch gar nicht. Bah.

  • Ich hätte und würde nicht, ich habe.


    Ich habe entschieden das gemeinsame Kind vor einem alkoholkranken Vater , der null krankheitseinsicht geschweige den den Willen hatte etwas zu ändern zu schützen.

    Ich habe die Erkrankung zu spät wahrgenommen ,ich war blind.

    So,lange es nur um mich ging, habe ich mir vieles schöngeredet, aber als der Bursche Nr1 unterwegs war, da erwischte es mich mit voller Wucht wie schrecklich mein Aufwachsen mit gleich 2 seelisch kranken Eltern, vor allem mit meinen Alk Vater war.

    Das hat mir die Kraft und den Willen gegeben da ab zu hauen ,mit nix, aber nie sollte mein Kind so leiden wie ich.




    Auch das wird Maumau nicht wirklich helfen.

    Es ist meine Geschichte nicht ihre.



    Liebe Grüße


    Ute

  • Zunächst einmal danke!


    Ich bin da dran, das für mich durchzugehen. Ich selbst bin auch kein "unbeschriebenes Blatt", habe Therapieerfahrung. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer (und oft auch schmerzhaft!) es ist, die eigenen Leichen aus dem Keller zu holen und sie so lange von allen Seiten zu betrachten, durchzukauen, bis dass sie Ruhe geben. Ich habe gelernt, dass man manches, so sehr man es sich auch wünscht, nicht reparieren, heile machen, aufräumen kann. Das geht nicht. Manches ist kaputt und wird auch nie wieder heile werden. Man kann nur lernen, damit zu leben. Ich bin einmal, vor mittlerweile 8,5 Jahren erst einmal in einen physischen Zusammenbruch gestolpert, die Psyche ist kurz danach gefolgt. Das Ganze hat mich ein knappes halbes Jahr aus dem Leben gekoffert. Es war ziemlich anstrengend, wieder ins Leben zurückzukommen. ;) Wären die Kinder nicht gewesen - darüber mag ich nicht nachdenken. Ich habe es zwar nicht geschafft, alles zu reparieren, heile zu machen, aber ich habe es geschafft, mich selbst wieder zusammenzusetzen. Es gibt noch Bilder aus der Zeit, die ich damals gezeichnet und gemalt habe - sie stehen unter Verschluss.


    Auch die von dir beschriebenen Überlastungsreaktionen von Körper und Seele kenne ich. Lange bevor zeitweise das Licht ausging und die Farben aus meinem Leben verschwanden, hatte ich über einen Zeitraum von ca. 3 Jahren eine Mittel-, Innenohr-, Mandel-, Kiefernhöhlen-, Kieferknochen- und Magenschleimhautentzündung nach der anderen. Heute sage ich halb im Ernst, halb im Spaß, ich wollte damals nichts mehr hören (Mitteil- und Innenohr), riechen und schmecken (Nebenhöhlen) und vor allem nichts mehr schlucken (Mandeln und Magen). Das war noch zu Zeiten meiner ersten Ehe. Dass ich da rausgekommen bin, lag zu einem großen Teil an meinem mittlerweile toten Hund und den ganzen Hundeaktivitäten.


    Genau diese Überlastungsreaktionen tauchen seit einiger Zeit wieder auf. Vor schätzungsweise 1,5 Jahren meinte eine Kollegin, die mir sehr ans Herz gewachsen ist (und ich ihr wohl auch): "Maumau, du verlierst dein Lachen. Was ist los, du wirkst nicht mehr so offen, fröhlich, gut gelaunt, bedrückt dich irgendwas?"

    Mein Magen "spinnt", 5 Migräneattacken (ich meine hier nicht simple Kopfschmerzen) in 7 Tagen sind in den letzten Monaten keine Seltenheit gewesen, ich bin erst in den letzten Tagen den Husten, den ich seit Anfang Oktober hatte, losgeworden. Der Tinnitus nach einem Hörsturz noch aus der 1. Ehe, mit dem ich normalerweise sehr gut leben kann, ist in den letzten Tagen (genauer: seit Dienstag Morgen) völlig außer Kontrolle. Ich denke, ich stehe an der Grenze und das ist schon eine krasse Erkenntnis. Im Moment beobachte ich bei mir selbst Verhaltensweisen, die ich auch zu Zeiten meines Zusammenbruchs hatte: mich einrollen, zurückziehen und "im Irgendwo" sein. Hätte ich nicht ausgerechnet jetzt die OP gehabt - keine Ahnung. Im Moment lasse ich das auch zu, ich habe Zeit. Ich schlafe sehr viel - immer wieder zwischendurch. Meine Aktentasche liegt oben - da komme ich im Moment nicht hin. Und die Farben sind auch noch da :thumbup:.


    Das ist meine Seite. In 4 Wochen bin ich in Siegburg. Sollte mir hier die Decke auf den Kopf fallen (so, wie vor Weihnachten), steht noch das Angebot einer Bekannten aus der Schweiz, sie über ein Wochenende zu besuchen. Das ist auch von der Entfernung her machbar. Sie lebt auf irgendeiner Almhütte mit ihren Jagdhunden. Ich sage seit Monaten, ich muss hier mal raus. Aber es kam immer wieder was dazwischen.


    @ Volleybap: du hast das sehr treffend beschrieben. Ich sehe das Verhalten meines Mannes auch als eine Art Krankheit. Er ist kein "schlechter" Mensch. Aber er zeigt Verhaltensweisen, die resultierend aus einer massiven Überlastung - sagen wir es mal so - zumindest phasenweise außerhalb eines wie auch immer gearteten Normbereiches liegen. Ich glaube ihm, dass er mich (auf seine Art) sehr liebt und dass ihm all das, was hier passiert ist, auch leid tut.


    Die Frage, die ich mir aber stelle, ist, bin ich überhaupt noch bereit dazu, weiterzumachen? Ich lebe das hier seit knapp 8 Jahren. Dass ich nicht mehr die Kraft habe, weiß ich. Und irgendwie will ich auch nicht mehr. Ich habe kein Vertrauen mehr - wenn ich jetzt "nachgebe" - wer sagt mir, dass wir nicht in spätestens 2-3 Monaten wieder an dem Punkt stehen, wo wir noch vor 2-3 Wochen waren?


    Was, verflixt noch mal ist "Liebe"? Liebe stirbt, leise, still und heimlich... es ist genug passiert, auch außerhalb dessen, was ich hier jetzt geschrieben habe. Im Moment empfinde ich vielleicht eher so etwas Mitgefühl und wertschätze es, dass er mich zum Arzt fährt, einkauft und so. Wenn ich jetzt Knall auf Fall ausziehe, besteht zumindest die Möglichkeit, dass hier wieder alles verkommt und den Bach runtergeht - so, wie zu dem Zeitpunkt, als wir uns kennen lernten und noch mal eine Hausnummer stärker, als wir hier eingezogen sind. Das will ich nicht. Ich will aber auch keinen Krieg... im Moment will ich getrennte Bereiche und das Haus ist groß genug, dass das auch möglich ist. Und wo sollte ich überhaupt hin? Was ist mit meinem Sohn, der sich hier mittlerweile gut eingelebt und "angekommen" ist? Und was würde dann mit meinen Rücklagen passieren, die hier im Haus stecken?

  • Liebe Maumau,

    dann fang mit den getrennten Bereichen an...ein Schritt nach dem anderen,..du siehst wie es sich entwickelt..ob dies ausreicht

    oder andere Lösungen gefragt sind oder sich auftun mit der Zeit..

    natürlich raubt so eine Entscheidung Kraft.....aber ich glaube im Moment kannst du nur diese Entscheidung der getrennten

    Wohnbereiche treffen, alles andere löst noch ein mulmigeres Gefühl in dir aus...und das gr Fragezeichen,

    deshalb ...

    die Liebe ist nicht still und heimlich gestorben sondern laut und gewaltig...du hast getan was du tun konntest..

    nun schütze dich und geh auf den Abstand , den du brauchst..