Sauberkeit Rückfall nach Geburt der Halbschwester

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  • Die Rahmengegebenheiten:
    Unsere Tochter wird im November 4. Sie war schon öfter sauber und trocken gewesen, ist aber auch immer wieder zurückgefallen. Ich glaube, dass ihre Rückfälle durch das wiederholte Anziehen einer Windel durch die KM ausgelöst wurden. Zudem ist sie auch tendenziell eher verstopft, braucht länger bis sie es herausgedrückt hat und oftmals ist das auch schmerzhaft für sie gewesen. Sie bekommt jetzt häufig Levax, seither gehts leichter.
    Unser Sohn wird im September 5. Er ist durchgängig sauber und jetzt wieder trocken, allerdings war er öfter mal morgens mit nasser Hose aufgewacht. Auch hier glaube ich, dass dies durch das wiederholte Anziehen einer Windel durch die KM ausgelöst wurde.
    Beide Kinder waren nach Rückkehr aus unserem Sommerurlaub 2017 sauber und trocken. Zeitgleich eskalierte die KM allerdings, was nur durch Zuhilfenahme des FG reguliert werden konnte. Zudem war Kiga-Eintritt für beide. In der Zeit von September bis Weihnachten haben es beide ganz gut geschafft, öfters mal gab es einen Unfall. In der Zeit nach Weihnachten, also nach 3 Wochen in der Heimat sind die Kinder deutlich zurückgefallen.
    Weihnachten ist die KM mit unseren Kindern in ihre Heimat geflogen; ich hatte ihr bei der Abreise geholfen, sie und das Gepäck zum Flughafen zu fahren. Da habe ich mitbekommen, dass sie beiden Kindern, also auch unserem Sohn Windeln anzieht. Im Februar als ich unseren Sohn sehr früh bei ihr abholte, sah ich, dass er über Nacht eine Windel anhatte.
    Bis zu diesem Zeitpunkt war das Bett der Tochter fast jeden Morgen nass und der Sohn hatte von 7 Nächten 1-2 Unfälle.
    Da Gespräche mit ihr vor den Kindern überhaupt nicht, und auch alleine zwischen uns beiden nicht funktionieren, hatte ich mit meinem SPFH Betreuer abgestimmt, dass er ein gemeinsames Elterngespräch, zusammen mit der Kiga-Leitung moderiert. Die Vereinbarung dieses Gesprächs war, dass der Sohn generell keine Windel mehr hat, und die Tochter immer nur über Nacht.


    Der aktuelle Sachverhalt:
    Die Kinder waren zuletzt bei mir von letztem Freitag bis Dienstag Morgen. Der Sohn hatte an 2 der 4 Nächte einen Unfall, die Tochter hatte tagsüber fast durchgängig Wechselbedarf; nur in den Zeiten da wir zuhause und in der Wohnung waren, schaffte sie es ihr großes und kleines Geschäft in den Topf zu machen. Das Wochenende war aber sehr heiß und die Kinder spielten meißt draußen mit den anderen Kindern und da meldete sie sich zwar immer, dass sie Pipi müsse, allerdings, war die Unterhose bereits naß und es war auch großes Geschäft darin. Also Samstag und Sonntag waren jeweils 7 frische Unterhosen nötig.
    Die KM, die mir normalerweiße nie etwas über ihre Lebenswelt mitteilt, schrieb mir vorgestern am Abend des Mittwoch (der zweite Abend, an dem die Kids bei ihr waren), dass die Tochter heute 6 mal in die Hose gemacht hatte. "She doesn't listen and I cannot help it anymore. It makes me angry and frustrated. I have decided from today to give her diaper till she wants to stop herself".
    Ich habe das nicht nur als Info, sondern auch als verzweifelten Hilferuf verstanden. Aber ich hatte auch meine Zweifel an dem "today". (S. weiter unten, 3 Erlebenisse)
    Gestern kam wieder eine Meldung von ihr über WhatsApp, dass die Tochter beim Abholen vom Kiga wieder Kaka in der Hose hatte und dass sie eine volle Unterhose vom Kiga mitbekam.


    Unser moderiertes Sauberkeitsgespräch im Kiga ist jetzt ziemlich genau 2 Monate her. Danach waren die Kinder auffällig unauffällig. Also aus meiner Sicht hatte dieses Gespräch mit der klaren Ansage was läuft, zu einer erheblichen Verbesserung geführt und so hätte es bleiben können, darauf vertrauend, dass dann eines Tages die Tochter von sich aus gekommen wäre, dass sie über Nacht keine Windel mehr brauche.
    Allerdings hatte die KM vor 3 Wochen die Entbindung ihres neuen Babys. Und seither ist die Situation wieder, wie oben beschrieben, extrem zurückgefallen.
    Hinzu kommt, dass der KV des neuen Babys mit seinem 8 jährigen Sohn jetzt offensichtlich auch dort lebt. Meine beiden Kinder haben also quasi über Nacht 2 neue Geschwister bekommen. Sie sind Sandwich-Mitte zwischen neugeborener Halbschwester und Schulkind Stiefbruder.


    2 Erlebnisse der letzten Woche mit meinen Kindern:
    1.) Das erste Mal, dass ich mich überhaupt erinnern kann, dass sie Nachts mich weckten, war letzte Woche. Beide stehen vor meinem Bett, ca. 4 Uhr morgens, beide sagen sie müssen Pipi, und beide behaupten dass der Stiefbruder ihnen den Arm gebrochen hat.
    2.) Letzte Woche beim Zubettgehen, Riesengeschrei der Tochter, 2 Abende hintereinander, ich finde nicht heraus, was sie will, braucht oder wie ich sie beruhigen könnte. Schließlich als der Bruder schon schläft gehe ich noch mal zu ihr ans Bett und frage sie, was denn los ist. Da sagt sie mir, dass die Mama ihr eine Windel angezogen hat. Dass sie sie geschimpft und geschlagen hat. Ich habe nicht viel dazu gesagt, mich zu ihr gelegt, geschmust und dann ist sie ruhig geworden und eingeschlafen.


    1 Erlebnis, 2 Tage vor der Entbindung der Halbschwester
    3.) Beim Eincremen entdecke ich am Hals meiner Tochter 2 frische Wunden. Auf meine Frage, wie es dazu kam, sagt sie, dass der Stiefbruder sie da gebissen hat. Mein Sohn bestätigt mir das. Meine Frage an die Mutter über die Herkunft der Bisswunden und den Ablauf, wie es dazu kam, beantwortet sie, dass das mein Sohn gewesen wäre.


    Meine Hoffnung ist Rückmeldung zu erhalten, wie ich die Situation für unsere Kinder verbessern kann, denn ich bin ratlos. Ich sehe meine beiden Kinder im Moment etwas untergehen.

    Ach die Liebe hat's so eilig, nur die Feindschaft wird nie langweilig ... (Rio Reiser)

  • Meine ehrliche Meinung: Die Kinder sollten zu Dir wechseln, die KM ist (nicht nur) zur Zeit überfordert. Der ganze Trubel zur Zeit - und es ist gerade Sommer, das ist zum Sauberwerden doch gut geeignet.

    Im Forum gängige Abkürzungen:
    ABR: Aufenthaltsbestimmungsrecht (kann sich auf das alleinige ABR beziehen) / ASR: Alleiniges Sorgerecht / GSR: Gemeinsames Sorgerecht / SR: Sorgerecht
    BU: Begleiteter Umgang oder Betreuungsunterhalt / KU: Kindesunterhalt / UHV: Unterhaltsvorschuss / WM: Wechselmodell / BET: Betreuungselternteil / UET: Umgangselternteil
    TE bzw. TS: Threadersteller bzw. Themenstarter / JA: Jugendamt
    KV: Kindsvater / KM: Kindsmutter / ET: Elternteil / GE: Großeltern

  • Ich lese aus deinem Bericht folgendes:
    Beide Kinder sind bei dir auch nicht trocken. Aber an diesem Zustand ist nur die Mutter schuld.


    Du hast mit dieser Frau bewusst 2 Kinder gezeugt. Es wird Zeit, dass du die Mutter akzeptierst. Das wäre für die Kinder super.



    Und Ja, die neue Familienkonstellation und ein Baby dazu, können auch Auslöser sein.



    Warum Leben die Kinder nicht bei dir?

  • Ich lese aus deinem Bericht ... an diesem Zustand ist nur die Mutter schuld.


    Ich wollte nicht eine Schuld der Mutter ausdrücken, sondern die Lebensumstände der Kinder beschreiben. Aber, bitte sage mir, wo findest du eine Schuldzuweisung. Ich bin bereit mich damit auseinanderzusetzen, denn mein bewußter Wunsch zielt nicht darauf sie zu beschuldigen, sondern alleine, unseren Kindern einen verlässlichen und stabilen Rahmen zu geben.


    Du hast mit dieser Frau bewusst 2 Kinder gezeugt.

    Das trifft bei unserem Sohn zu.


    Warum Leben die Kinder nicht bei dir?

    In den beiden bisherigen FG Verfahren konnte ich erst das gemeinsame Sorgerecht und später das wöchentlich wechselnde Wechselmodell + jeden Montag immer bei mir und jeden Donnerstag immer bei der KM erkämpfen.
    ASD sieht keine Kindswohlgefährdung und auch meine Anwältin ist zurückhaltend. Sie versucht Teile des Sorgerechts für mich zu erstreiten, aber sie bezweifelt, dass ein Verfahren um das komplette Sorgerecht oder auch die Aufenthaltsbestimmung zu einem Mißerfolg werden könnte.

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  • sie bezweifelt, dass ein Verfahren um das komplette Sorgerecht oder auch die Aufenthaltsbestimmung zu einem Mißerfolg werden könnte.


    Ähem ... Du meinst vermutlich, dass sie befürchtet, dass ein Verfahren zu einem Misserfolg werden könnte ... da ist leider etwas dran. Es müssen schon grobe Misshandlungen, und das wiederholt, dokumentiert sein, damit man einen Richter tatsächlich davon überzeugt, dass das ABR dem einen Elternteil entzogen wird. Meistens geht das einher mit Gutachten, die ihren Namen nicht wert sind, aber viel Geld kosten.


    Außerdem belasten solche Gerichtsverfahren immer auch die Kinder. An der Situation, dass die KM und Du nicht an einem Strang ziehen und nicht in der Lage sind, gemeinsame verbindliche Entscheidungen zu treffen, wird sich allerdings auch nichts ändern.


    Versuche, im Kleinen Verbesserungen für die Kinder zu bewirken. Das ist mühsam, aber letzten Endes der beste Weg. Ich würde der KM allerdings zumindest vorschlagen, dass die Kinder ganz zu Dir wechseln und regelmäßig Umgang mit ihr haben. Das gibt ihr mehr Zeit, sich um ihr Baby zu kümmern. So ein Gespräch würde ich allerdings beim Jugendamt oder Kinderschutzbund führen wollen.

  • In Franken ist die Welt noch in Ordnung da gehört das Kind zur Mutter ohne wenn und aber.
    Sei geschmeidig, geh auf alles was auch immer passieren mag positiv ein, mache nie den Fehler Klartext zu reden.


    Moin Agrippa,


    auch in Franken ist die Welt nicht mehr nur in Ordnung, da findet man hin und wieder auch andere Geschichten. Wir sind ja nicht das tiefste Bayern :P . Außerdem nachdem wir Söder nach München geschickt haben ist Franken eh wieder ein Stück liebenswerter :D

  • Und mit dieser erstaunlichen Erkenntnis ist dem TS jetzt wie geholfen? :frag

  • Lieber TS,


    es gibt immer wieder Rückschläge in der "Sauberkeitserziehung", vorallem wenn sich im Leben des Kindes etwas ändert.
    Ich spreche aus eigener Erfahrung, Junior war eine zeitlang ein wenig "inkontinent", als sein Vater wieder in sein Leben gerumpelt kam und sich kurze Zeit später wieder davonmachte. Ähnlich ging es Freundinnen, die ein zweites Kind bekamen.
    Jedes Kind reagiert anders auf solche Veränderungen anders.
    Ich finde man sollte nicht ein solches Aufhebens drum machen. Je mehr man als Elternteil hinschaut, desto länger dauert es.


    Allerdings, die anderen Probleme mit den Geschwistern sollten nicht ignoriert werden. Da wäre ein sauberes Gespräch bei einer neutralen Beratungsstelle angebracht. Ansonsten gebe den Kindern ein wenig exklusiv Zeit, bei 3 / 4 Kindern inklusive Säugling geht auch mal was schief. Das passiert auch Eltern, die nur 2 Kinder haben und da ist man Situationsbedingt ggf überfordert. Da eine generelle Überforderung rauszulesen finde ich sehr gewagt.


    Nun zur Verstopfung, Obstipation, das hatten wir auch, kam plötzlich und ging wieder. Das kann verschiedene Ursachen haben, Kind traut sich nicht auf Toilette zu machen und wartet bis Ultimo, Kind mag sein Geschäft nicht auf der Toilette machen und wartet bis Ultimo, es besteht ein organisches Problem oder es besteht ein Ernährungsproblem.
    Junior muss viel trinken, sich bewegen und einige Lebensmittel wie Weißbrot, Banane sind tabu. Es gibt bei uns nur 3,5% Milch, gute Butter und keine Lightprodukte/ fettreduziertes. Ansonsten habe ich immer Babylax zur Akutbehandlung und Movicol zur Vorbeugung/ Nachsorge zuhause.

  • Nun zur Verstopfung, Obstipation, das hatten wir auch, kam plötzlich und ging wieder.

    Das Problem hat sich ins Gegenteil verkehrt.

    Ich hatte die Kinder während der Sommerferien 2 Wochen am Stück. Urlaub auf dem Bauernhof, ich hatte den Topf mitgenommen, damit sie auf jeden Fall immer die Chance haben sollte, ihr Geschäft zu machen. Die ersten beiden Tage wie immer bis dahin, brauchte ich ca. 6-8 neue Slips für sie. Am 3. Tag wollte sie wieder pipi machen auf dem Topf, rief mich dann nach einer Weile ganz aufgeregt, und siehe da, es lag auch etwas kaka im Topf.

    Und von da an, gab es kein einziges Mal mehr, dass ich ihren Slip wechseln musste. Sie macht weiterhin öfter (bis zu 3-4 mal täglich) und kleinere Portionen, aber jedes mal mit viel Freude und Stolz.

    Ach die Liebe hat's so eilig, nur die Feindschaft wird nie langweilig ... (Rio Reiser)

  • 10 Wochen sind vergangen. Es hat sich einiges positiv getan, aber leider auch was mich ratlos macht.

    Erfolgsgeschichte der Tochter:

    Sie hat vor einer Woche ihren 4 Geburtstag bei der Mutter gefeiert. Als ich sie letzten Montag wieder bei mir hatte, hat sie verkündet, dass sie jetzt eine Große ist und Nachts keine Windel mehr braucht. Ich war unsicher, wollte ihr aber die Möglichkeit lassen, sich auszuprobieren. Und am nächsten Morgen? Alles trocken. Alle 3 Nächte am Stück. 0 Probleme. Seither immer trocken.

    Donnerstag sind sie ja immer bei der KM, da hat ihr die KM wohl wieder eine Windel angezogen, obwohl sie das nicht mehr wollte. Deshalb fragte sie mich auch gleich, dass ich der Mama sagen sollte, dass sie keine Windel mehr braucht.


    Meine Ratlosigkeit beim Sohn, fast 5 1/2 Jahre:

    Bei ihm ist es so, dass von 3 Nächten er einen Morgen nass aufwacht. Und auch tagsüber hat er meist eine nasse Unterhose. Nicht ganz voll durch und durch nass, aber halt so, dass er seinen Urin nicht sicher hält. Er hat dann seine Mechansimen, morgens bleibt er wenn er nass ist, einfach liegen. Oder rennt ins Bad und schließt ab manchmal. Tagsüber wenn er nass ist, wehrt er manchmal etwas ab, aufs Klo zu gehen. Wir sprechen offen darüber. Es ist ihm äußerst unangenehm. Und seit die Tochter jeden Morgen ihren Erfolg zurecht freudig meldet, trifft es ihn eben doppelt hart und ich leide mit ihm, zerbreche mir den Kopf, was wir tun könnten, um die Sache für ihn besser hinzubekommen.

    Windel will er auf gar keinen Fall mehr. Das scheidet aus.


    Am 23. Oktober habe ich der KM das erste Mal ins Übergabeheft geschrieben, dass beide Kinder immer noch einnässen, sie explizit gefragt, ob, bzw. wie oft es bei ihr passiert und sie gefragt, ob sie zu einem erneuten Gespräch zu diesemThema im Kindergarten bereit sei. Weder Antwort noch Kommentar von KM


    Am 15. November erneut ins Übergabeheft geschrieben, "Sohn ist 2 mal mit nasser Schlafanzughose aufgewacht. Wie ist es bei dir?" Weiterhin, kein Kommentar, keine Antwort.


    Heute, 2. Dezember, Sohn wieder mit nasser Hose aufgewacht, habe ich die Kinder gefragt, beide, wie es bei der Mutter ist, ob der Sohn dort auch ab und zu mit nasser Hose aufwacht. Beide verneinten. Das machte mich stutzig. Ich fragte sie, was ist denn bei der Mama anders als hier? Was macht die Mama anders? Aber da konnte ich nichts in Erfahrung bringen, wie ich mein Problem lösen konnte, dass mein Sohn wenn er bei mir ist, so häufig morgens mit nasser Hose aufwacht. Also habe ich mit den Kindern verabredet, dass wir zusammen die Mama anrufen.


    Zuerst berichtete die Tochter, dass sie wirklich keine Windel mehr braucht und auch keine mehr angezogen bekommen möchte. Und ich habe sie unterstützt und der KM das auch nochmal bestätigt. Dass sie es 100% schafft.

    Dann kam meine Frage, wie es mit dem Sohn ist. Wie es kommt, dass er es bei ihr schafft, morgens mit trockener Hose aufzuwachen, und ob sie ihm etwa doch wieder Windeln anzieht.

    Ihre Antwort, für mich echt der Hammer! Sie weckt ihn jede Nacht. Anscheinend auch nicht nur einmal. Meinen Nachfragen, wie oft und seit wann wich sie aus und beantwortete sie sehr verschwommen.


    Seit diesem Schuljahr haben wir alle ca. 14 Tage ein vom JA moderiertes Gespräch zur Bearbeitung unserer konflikthaften Themen. Letzten Freitag sollte unser Letztes in diesem Jahr sein, nur, sie hatte es vergessen, war wieder einmal nicht erschienen.

    Deshalb habe ich alle ungelösten Themen für die Agenda 2019 zusammentragen sollen. Eines dieser Themen war das Einnässen. Von der JA Dame hatte ich auch vom Nachts Aufwecken gehört, aber ich lehnte diese Idee von Anfang an ab, fand das zu brutal.

    Ich meinte, dass ich es mit dem Sohn hinbekäme, wenn ich ihn eine längere Zeit am Stück hätte. Aber unsere Umgangsregelung sieht immer nur 3- und 4-Tage am Stück bei mir vor. Das reicht nicht, um eine grundlegende Veränderung der Gewohnheit zu bewirken und zu festigen. In den Sommerurlauben mit 2 Wochen oder mehr Zeit am Stück, hatte es in den beiden vorangegangenen Jahren gut geklappt. Wenn wir nach Hause kamen, war er beide Male zuverlässig trocken. Nur dann war er wieder bei der Mutter und die zog ihm immer Windeln an, wenn sie mit ihm unterwegs war, so dass er jedes Mal hin und hergeworfen wurde und jetzt überhaupt nichts mehr klappt.


    Heute Abend habe ich von ihm gehört, dass er nicht geweckt werden möchte nachts. Das mag er nicht (und ich würde selbst auch nicht mögen, wenn ich jede Nacjht mehrmals geweckt würde), damit ist das auch vom Tisch, wenn er bei mir ist.


    Meine einzige Hoffnung ist, wenn er von jetzt an, früher ins Bett geht, also nicht völlig ko ist wenn er schläft, dass er auf den Abend hin nur noch wenig trinkt und dass er zwischen Gutenacht-Geschichte und dem Schlafen noch einmal aus dem Bett kommt zum Pinkeln.


    Weiß jemand weiteren Rat?

    Ach die Liebe hat's so eilig, nur die Feindschaft wird nie langweilig ... (Rio Reiser)

  • Deine Fokussierung macht dem Jungen unnötig Druck. Bis zum 8. Lebensjahr muss er nachts nicht zuverlässig trocken sein, da sind wiederkehrende "Unfälle" völlig normal.


    Das Handeln der KM finde ich genauso daneben.


    Zieht dem Jungen beide eine Windel an und lasst ihn schlafen!

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    You can include me out. (Samuel Goldwyn)

  • Um mal ein bisschen den Druck rauszunehmen: Es ist völlig in Ordnung, dass er nachts noch nicht ganz trocken ist. Gerade Jungs brauchen oft ein bisschen länger, um im Schlaf vom Pipi-Reiz wachzuwerden.

    Das er liegen bleibt ist sicher ein Schamzeichen. Uff, nicht schön so morgens aufzuwachen und zu denken: Ich habe es schon wieder nicht geschafft. Das macht ja auch was mit ihm.

    Ich würde die Option Windel nachts wirklich in Betracht ziehen, weil ich einen erholsamen Schlaf wichtiger finden würde als das trockenbleiben.

    Für tagsüber ein kleiner Tipp, den ich unseren Eltern in der KiTa oft auch gebe:

    Wenn es sich nur um eine kleine Menge Urin handelt, dann eine Slipeinlage durchschneiden und vorne in die Unterbuchse kleben. Ist dezent und hält trocken.

  • Ich habe es damals so gemacht, dass Junior vor dem zu Bett gehen definitiv auf die Toilette geht/soll/muss. Das hat sich mittlerweile fest eingebürgert, Toilette, Zähne putzen, baden.....


    Das hat geholfen und mittlerweile geht Junior von sich aus bevor er sich ins Bett legt. In der Nacht geht er nur noch wenn er am Abend mehr als normal getrunken hat.

  • Sie weckt ihn jede Nacht

    Wo ist da der Hammer? So hab ich das damals mit Junior auch gemacht und wurde mir auch vom Kinderarzt empfohlen. Nach kurzer Zeit hatte sich das erledigt und er hat gemerkt, wenn er nochmal auf die Toilette muss. Auch heute steht er in 5 von 7 Nächten noch einmal gegen 1 Uhr auf um zur Toilette zu gehen.

    wenn er von jetzt an, früher ins Bett geht, also nicht völlig ko ist wenn er schläft

    Was versprichst du dir davon?

  • Wo ist da der Hammer? So hab ich das damals mit Junior auch gemacht und wurde mir auch vom Kinderarzt empfohlen. Nach kurzer Zeit hatte sich das erledigt und er hat gemerkt, wenn er nochmal auf die Toilette muss. Auch heute steht er in 5 von 7 Nächten noch einmal gegen 1 Uhr auf um zur Toilette zu gehen.


    Ich frage mich auch, wo da der Hammer sein soll? Ja, es stimmt, dass es erst ab dem 8. Lebensjahr " krankhaft " ist. Meinen Junior habe ich auch erst seit September nachts trocken. Ich musste ihn nachts auch regelmäßig wecken, es waren 3 verdammt lange und anstrengende Wochen.

    Was versprichst du dir davon?

    Das hilft auch nicht, wenn du das Kind früher ins Bett steckst. Der Junge muss doch seine Blase entleeren und lernen zu spüren, wann er denn auf die Toilette muss.

    Anderes wird dir weder der Arzt noch Urologe sagen, neben dem, dass ein Trinkprotokoll gemacht werden sollte und der Hormonstatus später abgefragt wird.

    In erster Linie müssen die Eltern ran, klappt das nicht kommt die Klingelhose und DAS ist anstrengend. In letzter Konsequenz bekommt das Kind Tabletten, damit es den Urin halten kann und den Harndrang spürt.

  • Deine Fokussierung macht dem Jungen unnötig Druck.

    Ich erlebe den Jungen jeden Morgen. Ich sehe das strahlende Gesicht, wenn er trocken ist, Und ich spüre seine Scham wenn es nicht so ist.

    Das stimmt, jeden Morgen, hoffe ich für ihn, dass er es geschafft hat, und ich gebe ihm alle Wärme, wenn es nicht so ist, aber ja, da bin ich fokussiert.

    Wie komme ich weg davon?

    Indem ich mich morgen früh versuchen werde zusammen zu reißen? Keine Frage diesbezüglich stelle, es ihm überlasse, darüber zu sprechen? Ihn nur wecke und wegen Frühstück frage?

    Das Thema einfach komplett nicht ansprechen?

    Was mache ich, wenn die Hose nass ist, und er sie von sich aus nicht ausziehen will und nicht drum fragt, dass ich ihn dusche?

    Ihn in der nassen Hose so lange lassen, bis er sie von sich aus auszieht. Und wenn er nicht um eine Dusche bittet, ihn so lassen?

    Oder, schon warten, bis er von sich aus sich anziehen will, und dann aber sagen, dass ich ihn kurz abdusche?

    Zieht dem Jungen beide eine Windel an und lasst ihn schlafen!

    Davon haben die Erzieherinnen kategorisch abgeraten. Wegen dem Hü und Hott,

    Das Hin und Her schafft mehr Probleme. Jetzt wieder mit der Windel anzufangen, gegen seinen Willen, das denke ich ist ganz schlecht.

    Aber, warum eigentlich nicht?

    Aber dann wäre es wichtig, dass dies eine gemeinsam von Papa, Mama, Sohn getragene Strategie ist. Vielleicht ist das ein Schritt zur Lösung.

    Er hat ja auch seine eigene Meinung dazu. Wir müssten uns alle drei zusammen besprechen. Vielleicht im Kindergarten mit einer Erzieherin als persönliche Unterstützung für ihn, dann könnte es gehen. Oder?

    Es ist völlig in Ordnung, dass er nachts noch nicht ganz trocken ist.

    Ja klar, das sehe ich auch so. Für mich ist es kein Problem. Er leidet darunter, dass er es nicht schafft.

    Uff, nicht schön so morgens aufzuwachen und zu denken: Ich habe es schon wieder nicht geschafft. Das macht ja auch was mit ihm.

    Richtig, ganz genau. Das ist der Punkt, um den es mir geht. Nur darum.

    Wo ist da der Hammer?

    Ich kann es nicht haben, wenn ich mitten in der Nacht mehrmals geweckt werde (außer, wenn von nebenan, "PAPA!!!! Pipi!" gerufen wird ;))

    Was versprichst du dir davon?

    Ich gehe da von mir aus. Wenn er zu vernünftigen Zeiten und nicht schon übermüdet ins Bett geht, ist sein Schlaf vielleicht auch erholsamer - und da meine/hoffe ich, ist sein Schlaf auch leichter von seinen eigenen Körpersignalen her zu wecken.

    Ach die Liebe hat's so eilig, nur die Feindschaft wird nie langweilig ... (Rio Reiser)