Einfluss der Eltern auf das Verhalten ihrer Kinder

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  • Sehe ich genauso wie Malindi.
    Man kann nicht mehr machen als den Kindern Positiv vorzuleben wie man sich verhalten sollte.
    Ich erkläre meinen Kindern auch wie man sich verhalten sollte und auch warum.
    Ob es später noch was nutz weis ich nicht aber sie kennen dann die Grundkenntnisse wie man miteinander umgehen soll.


    Später kommt es auch sehr auf den Umgang an.
    Ich war früher sehr schüchtern und immer brav bis ich eine Freundin hatte die mich zum Schuleschwänzen überedet hat.
    Bei mir war es auf jeden fall nicht die Erziehung sondern der Umgang,aber die Erziehung vorher hat mich schnell wieder in die richtigen bahnen gelenkt.


    LG Heike

    Liebe ist schön wenn man sie zulässt. :-)

  • Hallo Mela,


    ich denke, in erster Linie ist es das Elternhaus...zumindest meine Beobachtung ist, dass Kinder, denen alles erlaubt wird und die keine Grenzen kennen, auch eher zu denen gehören, die andere Kinder erpressen oder irgendwelche Lügengeschichten erfinden, um im besseren Licht dazustehen oder interessanter auch zu wirken.


    Die beste Freundin meiner Tochter zum Beispiel kennt keine Grenzen bzw. bekommt sie halt keine Konsequenzen (damit meine ich jetzt keine Schläge der dergleichen) zu spüren. Weil sie alles darf und bekommt, was sie will, verhält sie sich halt auch entsprechend. Es ist traurig, aber dieses Kind ist so von sich eingenommen (sie ist die Größte, Beste und Schlaueste), dass sie es an den anderen Kindern auslässt. Da wird erpresst, da wird gemobbt und teils auch geschlagen oder dieses absolut grundlose Schlagen oder Pläne schmieden, wie man jemanden auf die böse Art und Weise reinlegen kann. Dieses Mädchen und ein Junge aus der Gruppe haben vor einiger Zeit ne "Falle" gebaut, haben einer kleinen 3jährigen gesagt, sie solle drüber laufen, ist natürlich dann reingetappt und hat sich arg weh getan.


    Das Schlimme an der Sache ist, dass solche Kinder aber auch im Kindergarten keine Grenzen zu spüren bekommen. Z.B. darf kein eigenes Spielzeug mitgenommen werden, aber dieses Mädchen darf ihre DigiCam mitbringen oder ihre Gitarre....wenn man die Erzieher drauf anspricht, heißt es nur "Wie? Das wäre uns aber neu!!! Nee, kann nicht sein".


    Aber dieses Verhalten weitet sich mehr und mehr auf die ganze Gruppe irgendwie aus....klar, die anderen schauen sich das ab, merken, dass sie damit durchkommen und schwupps hat man ne ganze Welle...


    Was ich als Mutter machen kann? Soweit es geht, dem entgegenzuwirken, dass ich meiner Tochter aufzeige, dass das nicht toll ist, was da läuft, dass sie es auch nicht schön finden würde, wenn sie erpresst werden würde (hatte sie nämlich auch mal angefangen). Ich rede viel mit meiner Tochter darüberwas bleibt, ist zu hoffen, dass all mein Reden und Erklären entsprechend Früchte trägt und sie sich entsprechend entwickelt.


    Und ich bin froh, wenn meine Tochter und ihre beste Freundin ab Tag der Einschulung getrennte Wege gehen.



    SunnyDay

  • Ziemlich häufig bekomme ich mit was Kids in meinem Umfeld so "treiben", teils machen mich diese Ereignisse wirklich fassungslos und ich frage mich ob und was da bei diesen Kids schief läuft.
    Es sind Kinder zwischen 5 und 14 Jahren, also recht bunt gemischt vom Alter, die erpressen, mobben, Schläge androhen, vorsätzlichen Betrug begehen...


    Mir hat neulich eine Mutter von 3 Kindern in dieser Altersgruppe erklärt, dass man eben nicht auf alles Einfluss hat und je älter die Kids werden umso weniger Einfluss hat man darauf.
    Das mag grundsätzlich schon stimmen, aber ist es denn "normal" wenn massives Mobbing schon im Grundschulalter stattfindet, die Kids (sogar Mädchen!) sich Prügel androhen, Erpressungen aussprechen und andere Kinder damit wirklich in Angst versetzt werden?


    Hm, wenn du X nicht machst bin ich nicht mehr deine Freundin ist eigentlich ein typischer Mädchensatz im Kindergarten, den ich selbst bei wohlerzogenen Kindern schon öfter gehört habe. Jungs sind da oft etwas direkter und hauen, Mädchen etwas intriganter und hintenrum. Bevor man solches Verhalten verurteilt, denke ich geht es erstmal darum es zu verstehen welche Funktion es hat.


    Sortieren wir mal:
    - Grundlage eines solchen Satzes sind bestehende Freundschaften und das man ein begehrtes Kind ist, mit dem man befreundet sein will.
    - Daraus wächst dann ein Mittel zur Durchsetzung eigener Interessen, sprich Macht.
    - Das Mächtig werden von Kindern ist ja nun durchaus zu begrüßen, sie müssen um selbstständig zu werden Macht über sich und ihre Situation erlangen.


    Soweit so gut. Jetzt ist die Frage in welchem Rahmen solche Strategien erfolgreich sind. Und da denke ich mus man sehr, sehr genau hingucken, weil sie nämlich in bestimmten sozialen Kontexten als Möglichkeit hochgradig funktional und eventuell auch angemessen sein können. Nach meinen Beobachtungen haben nämlich Kinder es durchaus drauf die angemessene Strategie zu wählen. Bei einem Spiel im KiGa kann es durchaus richtig sein zu betrügen, die gleichen Kinder finden das in anderen Situationen aber unangemessen.


    Dem gleichen Mädchen dem es Vormittags unmöglich ist mit meinem Sohn zu spielen, ist dieses nachmitags möglich. Beim tauschen von Fußbalbildern ist Erpressung: dann bist du nicht mehr mein Freund eventuell angemessen, die gleichen Jungs helfen sich aber wenn einer eine Verletzung hat oder achten auf Schwächere ohne das man was sagen muss.


    DieFrage ist also nicht pauschal zu beantworten, sondern in der Situation: wo wird betrogen, erpresst und gemobbt.

  • Ich würde für meine Tochter (8 Jahre) die Hand ins Feuer legen, dass sie sowas nicht tun würde.



    Ohne Dich persönlich angreifen zu wollen, Mela, aber leider sind es oft genau die Kinder dieser Eltern, die ihre Hand für sie ins Feuer legen würden, die absolut davon überzeugt sind "MEIN Kind macht sowas nicht". Genau diese Kinder wissen, meine Mama glaubt sowieso nicht, wenn sich jemand über mich beschwert, also kann ich machen was ich will.


    Wir haben so einen Fall in der Nachbarschaft. Der Junge läuft meiner Kleinen mit einem Stock hinterher, sie wehrt sich und noch am selben Tag bekomme ich einen Anruf von der Mutter, dass das nicht geht, dass mein Kind ihr Kind einfach so haut. Auf mein Argument, ich würde mich ungerne in Kinderangelegenheiten einmischen, wäre aber hier der Ansicht, aufgrund der Tatsache, dass meine Tochter mit einem Stock bedroht wurde, wäre sie im Recht gewesen, sagt diese Mutter: "Das macht mein Sohn nicht, dafür lege ich sogar meine Hand ins Feuer..."



    AUTSCH!!!


    Ende vom Lied: Nachbarkind XY mobbt fröhlich weiter, Mutter verbrennt sich weiterhin die Hand!


    Fazit: Eltern haben Einfluss auf das Verhalten ihrer Kinder, und zwar auf vielerlei Arten!

    Finde Dein Licht und finde Deine Schatten. Erst dann wirst Du zu Deiner Mitte finden.


  • Das muss Wochen so gegangen sein bis es herausgekommen ist. Die Trainer hatten sich zwar schon über den Leistungsabfall des Kindes gewundert, konnten es sich aber nicht erklären. Die Mobber sind so geschickt gewesen, dass man es nicht mitbekommen hat.


    Darf ich mal böse sein: das ist logisch, wenn man Mannschaftssport auf Leistung betreibt. Die Kinder vollziehen da nur die Logik der Sache (wer schwach ist fliegt) nach.

  • Der Nährboden für Mobbingverhalten bei Jugendlichen ist, dass durch Sendungen wie DSDS und Nachmittagstalkshows den Kindern suggeriert wird, dass dieses Verhalten in unserer Gesellschaft normal und auch etabliert ist.
    Solange das Fertigmachen des Gegenübers, so wie es Dieter Bohlen praktiziert und das Zuschauerverhalten der anderen, die gierig nach weiteren Demütigungen lüstern, tolerriert wird, ja sogar noch dem Opfer gesagt wird, Du bist selbst schuld, dass wir Dich fertig machen, solange wird dieses Mobbing immer weitergehen und immer mehr eskalieren.


    LG Schildkröte


    Hab mal gerade hier unter "Suche" den Begriff DSDS eingegeben, und? Ja, lest einfach mal selber, wie sich hier manche Eltern äußern / verhalten.
    Soviel zum Thema elterlicher Einfluss auf Kinder.

    Manches im Leben entdeckt man erst, wenn man den Mut dazu aufbringt.

    Einmal editiert, zuletzt von Schildkröte ()

  • Ich lege für mein Kind auch die Hand in's Feuer - und werde sie mir sicher nicht verbrennen!


    Einem Kind kann man sehr wohl ansehen, ob es sich in übermässige Konkurrenz zu anderen begibt und ob diese Konkurrenz ungesund ist/wird. Das Elternhaus hat hier (wenn auch indirekt) in jedem Fall Anteil an so einer Entwicklung: Wenn zu Hause z.B. abwertend über andere Menschen gesprochen wird, lernt das Kind dass es wertige und unwertige Menschen gibt. Lehrt man den Kinder Respekt vor anderen Menschen und deren Eigentum und lebt das auch selbst, bemerkt es im Ernstfall doch zumindest eine Diskrepanz zwischen dem was zu Hause gelebt wird und dem was ausser Haus dann womöglich im Zuge einer ungesunden Gruppendynamik geschieht.


    Es steht und fällt in dem von Mela genannten Altersspektrum (oder doch zumindest bis zu Beginn der Pubertät) mit dem Vorbild zu Hause.
    Davon bin ich fest überzeugt.

  • Wie Kinder sind und werden, liegt letztlich nicht in meiner Hand. Ich kann alles falsch machen - und es werden "trotzdem" Pfundskerle.
    Ich kann alles richtig machen - und es werden trotzdem Hallodris.


    Ich kann durch mein Tun und Handeln aber unterstützen, dass es in die richtige Richtung läuft. Und durch meine Unterlassung dafür sorgen, dass es in die "falsche" Richtung geht.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Ich denke man kann als Eltern nur die Wahrscheinlichkeiten beeinflussen eine Garantie hat man nie.
    Und auch denke ich das man die Eltern der "bösen" Kinder mit anderen Augen sieht und sich darum der Gedanke die Eltern sind schuld verstärkt.
    Auf der anderen seite ist es natürlich schon so das falsche erziehung auch falschen verhalten der Kinder herbeiführen kann.


    Desweiteren denke ich wir alle machen Fehler in der Erziehung nur einige Kinder "verzeihen" sonne Fehler eher,
    Und auch denke ich das , zb das oben genannte gezielte Mobing auch den Eltern erstmal nicht so auffällt.
    Nun ist es so verwunderlich wenn so ein gemobbtes kind dann Irgendwann mal zuschlägt...was natürlich sofort auffällt.



    Was ich sagen will natürlich haben die Eltern Einfluss aber die Sache ist doch sehr Komplex und mensch sollte sich hüten zu schnellen Verurteilungen der Eltern zu kommen.

    *Alles Häschen und so *

    Einmal editiert, zuletzt von Zat ()

  • Lehrt man den Kinder Respekt vor anderen Menschen und deren Eigentum und lebt das auch selbst, bemerkt es im Ernstfall doch zumindest eine Diskrepanz zwischen dem was zu Hause gelebt wird und dem was ausser Haus dann womöglich im Zuge einer ungesunden Gruppendynamik geschieht.

    Stimmt schon, aber schwierig wird es genau dann, wenn andere Kinder diese Wertevermittlung eben nicht erfahren bzw., und das finde ich noch viel schlimmer, wenn es in der Schule zB. erfahren muß, das die Erwachsenen (Erzieher, Lehrer) auf übelste Art und Weise werten und somit die Mobbingversuche versch. Kinder und teilweise auch deren Eltern unterstützen bzw. nicht unterbinden. Einige Kinder mögen stark genug sein das auszusitzen, andere aber merken, daß man mit Ehrlichkeit, Respekt und Anstand nicht sehr weit zu kommen scheint und drehen ihr eigenes Verhalten dann um.

  • Ich denke, es kann jedes Kind in so einige Situationen reingeraten. Sei es, das sie die Opfer sind oder die Täter. Oder erst ständig Opfer und dann Täter.
    Es kommt dann aber auch noch auf den Charakter der Kinder an.


    Mein Sohn ist jetzt 13 und ist in der Schule sehr schüchtern. Er hat natürlich immer "Freunde", die zwar nicht mobben, aber sich auch prügeln.
    Sohnemann kam vor kurzem und erzählte mir, das er sich geprügelt hat, aber nur, weil der und der angefangen hat und der und der gesagt hat, das er sich wehren soll.


    Ich fand es erstmal gut, das er es mir erzählt hat. Auf der anderen Seite mußte mein Sohn sich aber bei dem anderen entschuldigen. Denn ich dulde es einfach nicht, das er sich prügelt- egal wer angefangen hat.


    Im Moment hat er ein unausgesprochenes Verbot sich mit diversen Kindern zu treffen. Soll heißen, sobald er sich mit denen verabreden möchte, dann denken wir uns schnell was aus, was er unbedingt mit uns erledigen muss. So hoffen wir, ihn von dieser Clique weg zu bekommen.


    Ich finde, die Art, die manche kids schon in der Grundschule drauf haben unterletzte Schublade und man beisst sich natürlich die Zähne aus an den Eltern, wenn sie nicht einsehen wollen, das ihre Kinder das machen.


    Sollte mein Sohn so eine Schiene fahren, dann verlange ich einfach von den betroffenen Eltern bzw. den Kindern, mir bescheid zu geben, damit ich handeln kann.

    Wenn Dir das Leben in den Arsch tritt,...nutze den Schwung um vorwärts zu kommen.
    Wenn Dir das Leben Zitronen bietet,...frag nach Tequila und Salz oder Ramazzotti ;)
    Wenn jemand zu Dir sagt: die Zeit heilt alle Wunden,...hau ihm in die Fresse und sag: "warte, is gleich wieder gut!!!" :-))

  • Ich denke, es geht hier um soziale Kompetenz. Eine Fähigkeit, die erlernt wird und nicht angeboren ist. Klar genetisch beeinflußt, wie es auch temperamentvolle und ruhigere Kinder gibt. Aber als Antwort auf die Frage: JA, das Verhalten der Eltern wird tatsächlich entscheidend sein. Und schlimm für jeden Elternteil, der in eine solche Situation gerät. Egal ob es das Kind ist, das mobbt oder das, das gemobbt wird. :Hm


    Die Menschen würden lieber sterben als nachzudenken.


    Und sie tun es auch.


    :pfeif

  • Ich bin manchmal geschockt, was meine Tochter zum Teil "mit nach Hause bringt" seit sie in Kindergarten/Vorschule geht (abgegucktes Verhalten) und ich habe seeeeehr genau ausgewaehlt. Da gibt es sicher Kinder, die sich eher von sowas beeinflussen lassen und welche, die da gefestigter sind. Hat sicher auch mit dem Selbstwert zu tun, wo wir wieder bei der Erziehung waeren. Aber da hat man auch nicht den vollen Einfluss, wenn sich z.B. der Vater des Kindes vertschuesst hat und das Kind sich deshalb nicht wertvoll genug fuehlt. Also: schwarz - weiss Denken gibt es leider auch hier nicht. Man kann nur sein Bestes geben in Bezug auf Erziehung, aber bleiben noch die anderen 60% (Gene und Umfeld!) ! Wobei man - bedingt - auch auf das Umfeld einen Einfluss hat. Bedingt, weil eben ein gutes Umfeld manchmal auch seinen Preis hat (z.B. bestimmte Schule etc.).

  • Es ist wirklich schockierend. Ich kenne bereits beiderlei Situationen. Nachbarskind freundet sich mit meinem Sohn an. Ist die, die immer helfen und alles wieder gutmachen will, weil die zerrüttete Ehe ihrer Eltern eben auch ihre Spuren hinterlassen hat. Durch sie habe ich so einiges erfahren, was bereits an Grundschulen abgeht. Ich denke als Elternteil ist man bis zu einem gewissen Grad machtlos, wenn es darum geht, daß das eigene Kind gemobbt wird. Freilich kann man die Schule wechseln, mit den Lehrern reden, mit den Eltern der betreffenden Kinder. Aber der Erfolg ist eher bescheiden. Man kann nur versuchen, das Selbstwertgefühl des Kindes zu stärken und versuchen, ihm Wege aufzuzeigen, wie es aus dieser Situation wieder heraus kommt.
    Wenn es jedoch das eigene Kind ist, das mobbt und man dahinter kommt, hat man als Elternteil sehr wohl die Pflicht, dem entgegen zu treten. Viele Eltern stehlen sich in dem Fall aus der Verantwortung. Das habe ich schon oft bei Elternabenden erlebt. Es gibt sogar noch welche, die darauf stolz sind, wenn sie Hooligans als Nachwuchs haben.
    Aber das ist nur meine subjektive Meinung.


    Die Menschen würden lieber sterben als nachzudenken.


    Und sie tun es auch.


    :pfeif

  • Hallo Mela,


    das was Du schreibst kenne ich auch von fast überall. Ich finde es auch erschreckend wie dies heutzutage geworden ist.

    Hab ich vielleicht einfach nur Glück ein (bisher?) "anständiges" Kind zu haben? Oder ist es vielleicht doch nur Schöngerede betroffener Eltern?
    Ich bin mir da wirklich unschlüssig.

    Glück ist dies mit Sicherheit nicht allein. Vielleicht im geringen Masse wenn es um das Umfeld geht. Ich denke aber das es vielmehr mit Erziehung zu tun hat. Wenn ich heutzutage sehe wieviele Kinder ihren Eltern auf dem Kopf herumtanzen können, dann wundert mich nichts mehr.

    Ein Drittel sind Gene, ein Drittel Erziehung, ein Drittel Umfeld.

    Ich glaube Erziehung ist der Hauptteil daran. Dann folgt das Umfeld was aber einen immer höheren Einfluss bekommt, bedingt auch durch ein immer schlechter werdendes Sozialsystem.
    Bei der Sache mit den Genen tue ich mich schwer. Ich sehe dies eher (nicht ganz) als Ausrede an mit der man einen "Freischein" ausstellt, dass dieser Mensch ( Kind) nicht anders sein kann.

  • Hi,


    ein brisantes Thema.
    Meine Philosophie darüber geht in die Richtung, das Eltern ihren Kindern Liebe und (Selbst)wertschätzung als Gesamtpaket geben sollten.
    Damit ruht jeder Mensch mehr in sich.


    Oft wird ja anders agiert. Leistung und Beurteilung (wer ist wie?) wird als Gradmesser der Eltern empfunden und an die kids weiter gegeben.
    Das Leben ist dann wie eine Leiter. Da wird geschubst und gedrängelt, getreten und gehauen, weil eben jeder "oben" sein will.
    Was oben ist, spielt dabei keine Rolle.....


    Zusatzlich spielt natürlich der Einfluß des Freundeskreis eine immer größere Rolle.
    Keine Ahnung warum nun genau das so ist, meine kids (inzw. 13+15) haben jedoch beide einen Freundeskreis, der sie nicht in asoziale Verhaltensweisen reinzieht.


    Bei Konflikten habe ich oft erlebt, was auch schon geschildert wurde: Mein Kind ist unschuldig. Da wird gar nicht erst erwogen, wer welchen Part beigetragen haben könnte....
    Durch dieses Standing verbaut man jede Form der Entwicklung. Reflektion ist da ein Stichwort, was aus diversen Gründen Eltern nicht leisten und ihren Kindern damit eine soziale und kompetete Lebensführung verbauen.


    Wenn jeder bei sich bleibt und sozial ist, erübrigt sich der Rattenschwanz. Klar, ich weiß, das ist nicht die Realität, jedoch jeder der diese Wurzeln in sich trägt hat mehr Kraft und Gelassenheit, auf aggresives Verhalten zu reagieren.


    LG
    Rotkäppchen

    Einmal editiert, zuletzt von Rotkäppchen ()

  • Stimmt schon, aber schwierig wird es genau dann, wenn andere Kinder diese Wertevermittlung eben nicht erfahren bzw., und das finde ich noch viel schlimmer, wenn es in der Schule zB. erfahren muß, das die Erwachsenen (Erzieher, Lehrer) auf übelste Art und Weise werten und somit die Mobbingversuche versch. Kinder und teilweise auch deren Eltern unterstützen bzw. nicht unterbinden. Einige Kinder mögen stark genug sein das auszusitzen, andere aber merken, daß man mit Ehrlichkeit, Respekt und Anstand nicht sehr weit zu kommen scheint und drehen ihr eigenes Verhalten dann um.


    Das gibt mir zu denken. Einerseits richtig. Opfer, die dann lieber zu Tätern werden.


    Mir fehlt hier in jeder Ebene der Dynamik die Eltern.
    Nicht, dass sie nichts tun würden - das unterstelle ich sicher nicht.
    In der Phase des Gemobbt-Werdens erfahren sie doch hoffentlich davon?
    Reden dann mit Lehrkräften etc?


    Und dann.....?

  • Ich hab auch meine Theorie dazu... alle Extreme in der Erziehung sind nicht gut - zu sehr auf Kumpel und immer liebevolles?/ruhewollendes? Nachgeben an das Kind kann genau so zu einem nicht sozialen Verhalten führen wie ständiges in starre Regeln "pressen" der Kinder. In beiden Fällen lernen die Kinder in der eigenen Familie nicht, wie ein soziales und produktives Miteinander funktioniert.


    Insofern stimme ich denen zu, die in der Erziehung einen Hauptanteil im Verhalten liegt. Trotzdem gibt es auch verschiedene Verhaltenstypen (hab ja 3 Kinder und die Verhalten sich durchaus von Natur aus sehr unterschiedlich).