Muss mich das irritieren oder welche Aussagekraft haben SMS vor Gericht?

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  • Ich habe eine Frage.

    Der KV ist manipulativ und gibt alles um zu glänzen. Ohne dass das jedoch Substanz hätte oder er wirkliche Bemühungen oder Interesse am Kind zeigt.


    Ich kriege selten SMS, er würde sich Sorgen ums Kind machen. Danach meldet er sich wochenlang nicht.


    Oder er stellt sich besonders gut da, in dem er um Treffen fragt, die er telefonisch wieder absagt. De facto hat er das Kind nur dreimal dieses Jahr gesehen.


    Oder er ruft an, lässt aber nur so kurz klingeln, dass der Anruf bei mir nicht ankommt, er aber seine Anrufliste parat hat.


    Wie wichtig sind solche Beweise?

    Wäre es wichtig für mich, alles schriftlich gerade und richtig zu stellen oder muss ich mir den Stress nicht unnötig geben?


    Mich verunsichert und ängstigt das.


    Welche Bedeutung hat das ganze im Verfahren bezüglich SR und Umgrecht?

    Würde sich ein Gericht das anschauen und hätte das eine Gewichtung?

  • Hallo Desperate23,


    aus gutem Grund gibt es in gerichtlichen Verfahren immer einen Verfahrensbeistand. Der macht sich ein Bild, wie es dem Kind geht, wieviel Kontakt er zum Kind hat - und welche Beziehung das Kind zu jeweils beiden Elternteilen hat. Ich kann mir schon vorstellen, dass ein Anwalt des KV sich genau auf solche Kleinigkeiten wie Anruflisten oder SMS konzentriert, garniert mit ein paar Behauptungen, manchmal kommen da schon erstaunliche Geschichten heraus, ich spreche da aus Erfahrung.


    Wenn es in einem Gerichtsverfahren im Schreiben des gegnerischen Anwalts solche Unwahrheiten gibt, würde ich diese möglichst unaufgeregt schriftlich widerlegen (erst einmal für Deinen Anwalt), damit er Dich so gut wie möglich vor Gericht vertreten kann, damit ein vollständiges Bild entsteht. Ich würde aber nicht jede Kleinigkeit in epischer Breite aufgreifen, sondern mich bemühen, dass ein stimmiges Gesamtbild entsteht.


    Ein Gericht schaut sich immer beide Seiten an. Welche Schlüsse daraus gezogen werden, weiß man freilich nie. Nicht ganz zu Unrecht heißt es ja deshalb auch: vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand.


    Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen!


    Viele Grüße,

    musicafides

    A smile a day sweeps the sorrows away

  • Welche Bedeutung hat das ganze im Verfahren bezüglich SR und Umgrecht?

    Würde sich ein Gericht das anschauen und hätte das eine Gewichtung?

    Vom neuen Gesetzgeber wird gerade eine Überarbeitung des Familienrechts vorbereitet (bzw. es gibt eine Absichtserklärung im Koalitionsvertrag, nachdem die letzte Revision nicht dazu geführt hat, dass die Gerichte gruindsätzlich das gemeinsame Sorgerecht aussprechen und nur im Ausnahmefall verweigern). Auch jetzt ist es schon eher so, dass Du begründen müsstest, warum der Vater kein Sorgerecht erhalten soll(te). Es sollten schwerwiegende Gründe sein, die das Kind beeinträchtigen. Es reicht nicht, wenn das väterliche Verhalten "nur" nicht förderlich ist.


    Noch niedriger ist die Hürde beim Umgang. Der soll eigentlich grundsätzlich möglich sein. Nur aus schwerwiegenden Gründen -Gewalt zum Beispiel - ermöglicht ein Gericht den Umgang nicht. Schlechte oder bissige Kommunikation ist da kein Grund. Und Beweise, die schlechte elterliche Kommunikation belegen, führen eher dazu, dass die Eltern vom Gericht sehr genaue und dezidierte Vorgaben bekommen, wie der Umgang zu gestalten ist.


    Du musst also genau überlegen (wenn vorhanden mit Deinem Anwalt), was genau Du erreichen willst. ("Kein Sorgerecht", "gut ausgeübtes Sorgerecht" wären ebenso Varianten wie "auf keinen Fall Umgang" oder "unter folgenden Voraussetzungen Umgang". Wenn Dir die Ziele klar sind, dann kann man erst geschickt überlegen, wie die zu erreichen wären. Ob dabei SMS eine Rolle spielen, ergibt sich dann quasi automatisch ...


    Hat der Vater denn die Vaterschaftsanerkennung mittlerweile geleistet?

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

    Einmal editiert, zuletzt von Volleybap ()

  • Irgendwie hat mein Zitieren nicht geklappt.

    Liebe Volleybap, ich hab meine Antwort aus Versehen in dein Zitat geschrieben. Bitte lies da meine Antwort.


    Volleybap was kann ich mir überlegen? In dem Moment wo der Vater die VA anerkennt (nein, hat er bisher nicht) verliere ich doch in Sachen SR und Umgangsrecht. Oder kann man da verhandeln und sich überlegen, wie man was gern hätte? (Stichwort Umgang)

    Bitte erkläre mir mal, wie du das genau meinst und denkst.


    musicafides Danke dir für die Antwort.

    Nein, er hat die VA nicht anerkennt, aber es ist wieder viel vorgefallen, sodass ich wieder Kontakt zu Ja und RA aufgenommen habe. Allerdings ist die Auslegung und Bedeutung unterschiedlich.

    Alle sind sich einig, dass er nicht Erziehungsfähig ist und die bis dato vorgefallen Kindeswohlgefährdung eine ist, jedoch, die einen sagen, dass es bedeutungslos ist, weil gegenüber dem "falschen" Kind und man das geteilte SR ruhig teilen kann, weil egal. Ferner würde bei Gericht alles abgeprelkt werden, selbst unter Drogen würden Väter ein Umgangsrecht haben.


    Die anderen sagen, dass so jemand kein alleiniges Umgangsrecht oder geteiltes SR kriegen dürfte und man alles versuchen möchte, um beides zu verhindern. Mir wurde der vrowurf gemacht, dass ich das nicht der Polizei gemeldet hatte, weil dann haette ich Beweise.


    Daher weiß ich jetzt gar nicht mehr was ich denken soll und frage mich daher, ob ich gerade mit den SMS einen Fehler mache.


    Er wird sagen, dass er ja öfters gekommen wäre, aber Corona, keine Zeit, Job und die böse Ex, da ging es nicht...

  • Sollte man meinen und davon bin ich ausgegangen. Dann ist er neulich völlig ausgerastet, weil ich mit ihm nicht meine Freizeit planen möchte. Da war ich völlig entsetzt.

    Von meiner Seite aus ist alles geklärt. Von seiner auch. Klarer kann ich nicht werden. Ich hab aber gelernt, dass das nichts für ihn heißt. Es ist völlig verkorkst. Ich kann dir also nicht sagen, was er möchte. Er sagt er möchte das hinkriegen, aber ich glaube, er will mich nur bei Laune halten. Er verhält sich widersprüchlich. Sein ganzes Verhalten macht mir Angst.

  • Lass dich doch nicht einschüchtern.


    Erstmal müsste er (auf dem Papier) der Vater sein.


    Das SR wird dann nach Geburt automatisch geteilt - aber nicht Monate, Jahre später.


    Wahrscheinlich meidet der Blender die Ämter wie Weihwasser.


    Soll er doch - meine Erfahrung - heiße Luft.

  • @ overtherainbow mir macht das angst, weil es völlig verzückt ist mit mir mehrere freie Tage zu planen, wo wir uns dieses Jahr keine 2 Stunden gesehen haben und er mein Ki1 schon so lange gar nicht mehr gesehen hat. K2 kennt ihn quasi nicht und er kennt null aus dem Alltag.


    Neulich sagte er, er wolle nicht mehr leben, dann will er sich ne andere Frau suchen, heiraten, mit mir ne Regelung finden, meldet sich dann monatelang nicht, dann schreibt er 5 SMS an einem Tag, dann will er unebdingt ein Treffen, dann kann er monatelang nicht.


    Ich weiß einfach so oft nicht, wie ich richtig reagieren soll. Stichwort Dokumentation SMS.


    Hat denn jemand Ahnung, ob unuberbrückbare Differenzen anhand von Textnachrichten widerlegt werden?


    Ich vermute, dass er eines Tages aus seinem Loch kommt und dann alles will. Bis dahin ist er froh, dass er mit nichts was zu tun hat. Würde er aber nie sagen.


    Hat er mir aber schon indirekt zu verstehen gegeben.

  • Lass dich doch nicht einschüchtern.


    Erstmal müsste er (auf dem Papier) der Vater sein.


    Das SR wird dann nach Geburt automatisch geteilt - aber nicht Monate, Jahre später.


    Wahrscheinlich meidet der Blender die Ämter wie Weihwasser.


    Soll er doch - meine Erfahrung - heiße Luft.

    Mit Ämtern hat er nichts zu tun. Er würde lieber viel Geld zahlen und alles einem Anwalt in Auftrag geben. Geld spielt keine Rolle. Von Beamten hält er nichts.

  • Du kannst dir ja sicherheitshalber die SMS aufheben. Aber es ist nicht zu erwarten, dass sich das Gericht derzeit dafür interessiert.


    Wie lautet denn seine Klage, also sein Antrag bei Gericht (wenn die Klage von einem Anwalt verfasst wurde, in der Regel der halbfett geschriebene Satz in der Klageschrift auf Seite 1, entsprechend gekennzeichnet).


    Sollte es jemals zum Umgang kommen durch Gerichtsanordnung, wäre das mutmaßlich ein begleiteter Umgang. Und muss er dann seine Umgangsfähigkeit beweisen.


    Im Moment solltest du dich nicht verrückt machen. Da gibt es keinen Grund für. Seit der Geburt des Kindes scheint er ja genau nichts hinbekommen zu haben. Oder wie es Lena sagt: Alles heiße Luft ...

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Neulich sagte er, er wolle nicht mehr leben, dann will er sich ne andere Frau suchen, heiraten, mit mir ne Regelung finden, meldet sich dann monatelang nicht, dann schreibt er 5 SMS an einem Tag, dann will er unebdingt ein Treffen, dann kann er monatelang nicht.

    hast Du das irgendwie schriftlich oder mit Zeugen ? Da könnte man schon gut ansetzen, Stichwort: "Eigen- / Fremdgefährdung". da würde niemand gern verantwortlich sein, wenn was schlimmes passiert.

  • Hallo Desperate23,


    ich kann nachvollziehen, dass es belastend ist, wenn man sein Gegenüber, hier Dein EX so gar nicht greifbar ist.

    Mal meldet er sich, dann wieder nicht. Mit Suizid zu drohen sagt ja auch schon viel aus.

    Auch die unterschiedliche Wahrnehmung Eurer „Beziehung“ finde ich merkwürdig.


    Vielleicht gelingt es Dir ja, Dich nicht mehr von Ihm manipulieren zu lassen?

    Schreib Doch mal die Fakten auf einen Zettel.

    Dazu vielleicht mal die Möglichkeiten die Du hast.


    vg von overtherainbow

  • Ich würde alles festhalten - auch wie kurz diese Anrufversuche waren. Des weiteren würde ich auch sämtlichen E-mail, Sms oder WhatsApps, Schriftverkehr etc.. aufheben und speichern. So ne Art Tagebuch, wie er sich verhält und deine Reaktion.


    Man weiß nie, wann man es mal braucht - noch dazu, wenn du eh schon Sorge hast, dass da irgendwann noch mal was kommt. Man weiß auch nicht wann mal etwas als Beweismittel zu gelassen wird.

    Wenn jemand - offizielle Stelle - behauptet, er sei erziehungsunfähig, lass dir das schriftlich geben.

    "Ein starker Baum wurzelt neu und streut seine Samen!" (Kaj)