Heute wieder Konflikt auf Offener Bühne?

Die Registrierung ist wieder eröffnet! Wir begrüßen euch recht herzlich bei uns im Forum!
Das AE-Team wünscht euch ein schönes neues fröhliches Jahr 2021 und viel Gesundheit :)
  • Zur Haloween-Party des Horts habe ich das Hortkind selbst und seine kleine Schwester begleitet, da dies Papa-Woche war. Völlig unerwarteter, unpassender und auch unglücklicherweise war dort im Hort bereits die Kindsmutter und die Tochter ist NICHT wie geplant wieder mit gekommen, sondern hat sich natürlich gefreut die Mama, die Halbschwester und vor allem auch die Party selbst zu sehen. Nach ca. 10 Minuten habe ich dann zum Aufbruch gerufen. Auf der halben Treppe hat uns die Mutter eingeholt, und fing an, die Tochter festzuhalten, ich sollte sie hier lassen. Es gab ein kleines Handgemenge, die Tochter schrie sofort los, ich ließ los und bin runter und aus dem Haus raus gegangen.

    Dier anderen Eltern, die diesen Streit mitbekommen haben, rieten mir, in Zukunft, solche Begegnungen, zu vermeiden.

    Heute, es ist wieder Papa-Woche, heute ist Laternenzug des Kindergartens.

    Beide Kinder sagten letzte Woche, dass sie lieber zum Kindersport gingen, wegen des drohenden Streits, falls die Mama wieder auftaucht

    Möglich wäre, dassist nun, dass

    a) der Sohn weiterhin zum Sport UND

    - NICHT anschließend zum Kindergarten-Ausklang des Laternenzugs will, damit er nicht in den (möglicherweise ausgetragenen) Konflikt gerät, oder

    - anschließend auch zum Kindergarten-Ausklang des Laternenzugs will,

    b) die Tochter doch zum Laternenzug will


    Dann können wir alle gemeinsam dorthin gehen, meine Frau begleitet die Tochter, ich begleite den Sohn zum Sport und kehre nach seiner Umkleide zurück zum Laternenzug. Nach dem Sport müsste ich den Sohn wieder abholen, ihn zum Laternenzug-Ausklang begleiten, ihn meiner Frau anvertrauen und dann zur EB-Sitzung in der Schule eilen, da diese (warum auch immer) zur gleichen Zeit angesetzt wurde, wie der Laternenzug-Ausklang.


    Und falls die Mama wieder auftaucht, dann wird es wohl wieder so laufen wie an Haloween, dann wird sie die Tochter oder diesmal beide mit zu sich nach Hause nehmen. Auf jeden Fall wird es heute keine offene Streiterei geben, da ich heute darauf gefasst bin, dass die Mutter auftauchen kann und dann wieder alles möglich ist.

    Ach die Liebe hat's so eilig, nur die Feindschaft wird nie langweilig ... (Rio Reiser)

  • Frag doch die Mutter was sie möchte und setz das ganz einfach um.

    Die weis doch besser was gut für die Kinder ist als du.

  • Der Vorfall zu Haloween zeigt eindeutig, ihr habt euch nicht im Griff.

    Selbst der öffentliche Raum hält euch nicht davon ab, Streitigkeiten und selbst Handgreiflichkeiten vor den Kindern auszutragen.

    Krasser geht es kaum noch.


    Eigentlich müsste, da das ja schon eine ganze Weile so läuft und kein Funken Einsicht bei euch erkennbar ist, ein FamG einschreiten mit der Drohung, die Kinder vor Ihren Eltern in Sicherheit zu bringen.

    Ihr als Eltern kriegt es ja scheinbar nicht gebacken.

  • bay-of-russel

    Wie hättest du an meiner Stelle anders gehandelt in der Situation an Haloween?

    Du gehst mit deiner Tochter Hand in Hand die Treppe hinab, völlig unerwartet kommt von oben jemand , hält deine Tochter fest, du drehst dich um, erkennst da, dass es der andere Elternteil ist.

    Im ersten Moment habe ich nicht losgelassen, im Gegenteil, wollte mit meiner Tochter weiter weg, schnell raus von hier, es war eine Art Unfall, ich konnte gar nicht so schnell denken und die Situation einordnen.

    Ich lasse den Vorwurf gelten, dass ich in der Situation wirklich lange auf der Leitung gestanden habe, nicht sofort begriffen habe, was da gerade passiert sondern dass ich 3 bis 4 Sekunden brauchte, um, ich sag mal, diesen Überfall als solchen zu begreifen, mich dann neu zu ordnen und, sobald ich kapiert hatte, was da gerade geschieht, sofort loszulassen.

    Ich hatte nicht die leiseste Ahnung davon, dass die KM dort auftauchen würde, es war ja explizit KEINE Veranstaltung des Hort für die Kinder mit ihren Eltern. Und wie Eingangs geschrieben, mein Sohn wollte auch nicht einmal, dass wir ihn bis oben begleiten. Es war eine reine nur-für-die-Hortkinder-Veranstaltung.

    Eltern begleiten hin, liefern ab und gehen wieder. Heute Abend, beim Laternenumzug, da waren die Familien eingeladen, da war ich deshalb auch auf alles gefasst.


    Wie würdest du reagieren, oder besser, agieren, wenn du dich in solch einer Situation wiederfindest? Wenn es passiert, dass deine Kindsmutter dir ohne Vorankündigung, das Kind entreißen will?

    Wenn du mit deinem Kind im öffentlichen Raum unterwegs bist und du gemäß FG-Beschluss, du der in diesem Moment rechtmäßige Betreuungs-ET bist. Kämst du da so ohne Weiteres auf den Gedanken, dass deine Kindsmutter aus dem Nichts auftauchen, sich über den FG-Beschluss hinwegsetzen und dir das Kind entreißen wollen würde, und würdest du dann sofort, ohne Zögern dein Kind entreißen lassen? Ich war zu verdattert in dem Moment, um so schnell umschalten zu können.

    Ach die Liebe hat's so eilig, nur die Feindschaft wird nie langweilig ... (Rio Reiser)

    Einmal editiert, zuletzt von Vollbio ()

  • Mal abgesehen von dem Konflikt:

    Ich lese deine Beiträge häufig zwei oder auch dreimal, weil bei euch stets immer so viel los ist, dass ich das nicht durchblicke. Halloween, Laternenumzug, EB-Sitzung, Kindersport und das alles mit wechselnden Betreuungspersonen. Oder Personen, die irgendwo auftauchen plötzlich und wieder alles durcheinanderbringen. Ich frage mich schon, wie das auf eure Kinder wirkt . Seit ihr auf der Flucht?

    Ich würde mit Entschleunigung ansetzen. Man muss nicht jeden Zirkus mitmachen, damit die Kinder zufrieden sind. Bei Terminen, die nur für das eine Kind sind, würde ich auch zusehen, dass nur das Kind daran teilnimmt. Optimal wäre es natürlich, wenn man das zwischen den beiden Elternteilen (!) dann aufteilen könnte und nicht auch noch die neue Frau miteinsetzt. Das würde an manchen Stellen auch die Eifersüchteleien ersparen und die Ex würde sich miteinbezogen fühlen.

    Im Vorfeld schon zu klären: du entscheidest dich für eine Sache Kindersport oder Laternenumzug und dann auch konsequent dabei zu bleiben, würde auch viele Kopfszenarien vermeiden, die du dir machst. Inzwischen sind deine Kinder ja auch schon beim Kopfkino angekommen. Da würde ich schon sehen, was mein Anteil dazu ist, dass es schon soweit gekommen ist.

  • Wenn wir in der Papazeit der Mama über den Weg gelaufen sind, dann war es trotz teilweise echt strittigen Situationen und Pöbeleien möglich, den Kindern zu sagen, Hey, da ist die Mama, wollt ihr Hallo sagen gehen? Manchmal ging es schnell, manchmal hat es länger gedauert....weisst du wir haben einfach gewartet. Das war nervig und langweilig, aber die Kinder haben davon profitiert...wir waren auch so oft versucht in Mama und Papazeit zu denken...gelitten haben in dem Moment am meisten die Kinder...wir haben für die Kinder unsere eigenen Vorstellungen stark revidiert...


    Gefühlt ziehen wir damit immer den kürzeren...die Mutter verplant die Ferien schon bevor es einer gemeinsame Absprache gab, sie verplant die Wochenenden so wie sie das gut findet und die meiste Zeit haben wir das Nachsehen...klar, wir könnten vor Gericht ziehen uns streiten und auf unser Recht bestehen, aber wir machen damit die Kinder kaputt!


    Ich rate dir dringend zu mehr Gelassenheit...kommt die Mama unangekündigt irgendwo hin, schick die Kinder hin und zeig ihnen, dass Mama keine Person Non grata ist...das gilt natürlich auch andersherum....sie IST nämlich der andere Elternteil, der einzige der sie nicht mehr mag bist du und du alleine hast Probleme damit, dass sie nicht macht, was du willst ....sag klar, dass die Kinder gerne die nächste halbe Stunde mit Mama verbringen dürfen und bereite sie drauf vor, dass ihr danach zu euch nach Hause geht...sei souverän und nicht panisch...sag es vorher, falls Mama auftaucht, dürfen sie gerne eine halbe Stunde Zeit verbringen, danach wird mit dem eigentlichen Programm weiter gemacht...


    Im Moment bist du trotz aller Bemühungen eher in der Position alles noch schlimmer zu machen...du willst dein Recht durchsetzen, die Mutter reagiert nicht weniger kindisch...das führt zwangsläufig zu Streit...sei der Klügere und plane ihr Auftauchen schon mit ein. Gib den Kindern klare Rahmen, in denen sie damit umgehen lernen...es ist immerhin ihre Mama, die da auftaucht, genauso wie du ihr Papa ist....die Probleme habt nur ihr Erwachsenen Ex-Lover miteinander....schiebt das nicht auf die Kinder.

  • Welche Veranstaltungen für die Kinder liegen denn am Mama-Wochenende?

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Geburtstagsfeiern von der Familie, von Freunden (die sind selbstverständlich,aber zack,fällt das ganze Wochenende aus)...da sind regelmäßig welche, die auf unser Wochenende fallen, wo dann keiner kommt...man will ja auch kein Spielverderber sein, aber wenn jemand aus unserer Familie feiert, dann ist es echt schwierig, die Kinder mal außer der Reihe zu bekommen, dann ist es nämlich ihr Wochenende...

  • Aywa, ich glaube, Kaj hat Vollbio gemeint... Diese Frage an ihn hatte ich auch im Kopf...

    LG
    CoCo



    Halt mich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht, und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt.


    ~ Khalil Gibran ~





  • Meiner Meinung nach muss jemand dringend der Mutter erklären, dass sie sich an den Vater-BET-Tagen zurückhalten muss und sie den Kindern mit ihren Aktionen schadet. Denn Vollbio kann so kaum etwas in Ruhe mit den Kindern unternehmen, sich zu Hause mit ihnen einschließen und nicht vor die Tür zu gehen um die KM nicht zu treffen kann ja auch nicht Sinn der Sache sein.


    Ich verstehe auch nicht, warum in diesem Fall beide Schuld haben sollen - soll Vollbio jetzt auf sein normales Leben verzichten?

    Im Forum gängige Abkürzungen:
    ABR: Aufenthaltsbestimmungsrecht (kann sich auf das alleinige ABR beziehen) / ASR: Alleiniges Sorgerecht / GSR: Gemeinsames Sorgerecht / SR: Sorgerecht
    BU: Begleiteter Umgang oder Betreuungsunterhalt / KU: Kindesunterhalt / UHV: Unterhaltsvorschuss / WM: Wechselmodell / BET: Betreuungselternteil / UET: Umgangselternteil
    TE bzw. TS: Threadersteller bzw. Themenstarter / JA: Jugendamt
    KV: Kindsvater / KM: Kindsmutter / ET: Elternteil / GE: Großeltern

  • Welche Veranstaltungen für die Kinder liegen denn am Mama-Wochenende?

    Ich verstehe nicht. Wir haben Wechselmodell, wochenweiser Wechsel mit der Besonderheit, IMMER Montags sind die Kinder bai Papa. IMMER Donnerstags sind sie bei der Mama. Und jetzt haben die Götter entschieden, dass der 11.11. dieses Jahr auf einen Montag fiel. Nächste Woche, auch zu dieser Terminentscheidung wurde ich von der Schule nicht einmal gefragt, nächsten Montag macht die Schule ihren Laternenumzug. Das sind einfach Fakten.


    Im übrigen gibt es keine Veranstaltungen der Kitas oder Schule an den WOCHENENDEN.


    Und am übernächsten Wochenende, das ist das Mamawochenende, hat die Mutter eine große Geburtstagsfeier für die Tochter und ihre Nach-Geburtstagsfeier für den Sohn geplant. So weit ich weiß, sind alle Geburtstagsgäste seiner Feier im September bei mir, jetzt nochmal zu seiner Geburtstagsfeier eingeladen (er freut sich, weil er weitere Geschenke erwartet). Den Papa durften er und die Schwester nicht einladen. Schade.

    Ach die Liebe hat's so eilig, nur die Feindschaft wird nie langweilig ... (Rio Reiser)

  • Meiner Meinung nach muss jemand dringend der Mutter erklären, dass sie sich an den Vater-BET-Tagen zurückhalten muss und sie den Kindern mit ihren Aktionen

    Das ist meine Meinung auch, und im übrigen auch die des Jugendamts - wobei unsere Sachbearbeiteri, nachdem ich ihr von dem Haloween-Vorfall berichtetete, zum Ausdruck brachte, dass weder das Jugendamt, noch eine andere Erziehungsberatungsstelle dies so vollbringen kann, dass es bei der Kindsmutter fruchtet.

    Sie ist gerne weiterhin bereit, uns in Gesprächen zu unterstützen, aber solange die Mutter jegliche Gespräche mit mir oder Unterstützung/Beratung von professioneller Seite abwehrt, und andererseits, "das Kind noch nicht so weit in den Brunnen gefallen ist", dass akuter Handlungsbedarf entsteht, wird mir nur der Gang vors FG bleiben, wenn ich die Kinder etwas aus der Schußlinie bekommen will.

    Ach die Liebe hat's so eilig, nur die Feindschaft wird nie langweilig ... (Rio Reiser)

  • Vollbio, es hat halt den Anschein, als ob sämtliche Veranstaltungen die Kinder betreffend immer in Deine Betreuungszeiten fallen. Das mag daran liegen, dass nur Du hier berichtest und nicht die Mutter Eurer Kinder. Die von ihr initiierte Feier zählt nicht zu diesen Dingen; die hat sie ja selbst geplant.


    Wir kennen weder Dich noch Deine Exfrau und können deshalb immer nur nach dem gehen, was Du hier schreibst. Und das löst beim Lesen Gefühle aus. Die bei jedem auch immer etwas davon eingefärbt sind, was bei ihm selbst so los ist und war.


    Du hast an anderer Stelle (man möge mir verzeihen, dass ich das hier heranziehe, es ist halt für den Gesamtzusammenhang nicht unwichtig) geschrieben, dass Deine beiden ersten Ehen daran zerbrochen sind, dass Ihr nicht einig wurdet, "wer der Boss" ist. Dieses "Kräftemessen" scheint sich jetzt fortzusetzen.

    Deine erste Ehefrau konnte sich dem entziehen. Zu dem Preis, dass Du zu den Kindern keinen Kontakt mehr hast. Das möchtest Du jetzt auf jeden Fall verhindern. Verständlich. Aber so, wie es sich darstellt, könnte das irgendwann ziemlich nach hinten losgehen.

    Was da am Hort passiert ist, steht sinnbildlich für Euer ganzes Verhalten - es wird an den Kindern gezerrt.


    Es hat oft den Anschein, als möchtest Du immer noch "der Boss" sein. So wird das nie ein Ende haben. Bis die Kinder alt genug sind, sich selbst ein Bild machen und vielleicht entscheiden, dass sie lieber fest bei einem Elternteil leben möchten. Ob Du das dann bist, sei mal dahin gestellt. So, wie Du es hier oft beschreibst, bekleckert Ihr Euch beide nicht gerade mit Ruhm, wenn es darum geht, den Kindern Liebe zu schenken und das Gefühl, dass sie richtig sind, so wie sie sind. Und dass es nicht das Wichtigste im Leben ist, fünf Aktivitäten in einen Tag zu packen, die dann teilweise auch noch parallel stattfinden. So, dass sie sich -schon wieder- zerreißen müssen...

    LG
    CoCo



    Halt mich fern von der Weisheit, die nicht weint, von der Philosophie, die nicht lacht, und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt.


    ~ Khalil Gibran ~





  • Wenn wir in der Papazeit der Mama über den Weg gelaufen sind...

    ???

    Blöde Frage, bist du nicht weiblich, oder sprichst du als Bonus-Mama?


    Wenn wir in der Papazeit der Mama über den Weg gelaufen sind, dann war es ... möglich, den Kindern zu sagen, Hey, da ist die Mama, wollt ihr Hallo sagen... wir haben einfach gewartet.

    Genau so habe ich es an Haloween ja auch gemacht. Die Tochter ist erst zur Mama, dann hat sie ihre kleine Halbschwester begrüßt und dann ist sie im Hort rumgestromert, und als die Hort Mitarbeiter mir auf Nachfrage signalisierten, dass es eigentlich eine Hort-Kinder-Party ist, habe ich entschieden, dass wir dann gehen. Was wir dann auch taten.


    ...kommt die Mama unangekündigt irgendwo hin, zeig ihnen, dass Mama keine Person Non grata ist ....sag klar, dass die Kinder gerne die nächste halbe Stunde mit Mama verbringen dürfen und bereite sie drauf vor, dass ihr danach zu euch nach Hause geht.


    So war es gestern auch wieder geplant. Die Kinder hatten beide im Vorfeld gesagt, dass sie lieber zum zeitgleich stattfindenden Kindersport gehen würden, um eben dem Streit aus dem Weg zu gehen, aber ich habe mal alles für alle mitgenommen. Laternen für beide Kinder und Sportsachen eben auch. Schule und Kindergarten sind direkte Nachbarn, also hatten alle beide die Chance, bei ihrer Entscheidung zu bleiben oder sich spontan umzuentscheiden. Das hatte ich ihnen auch klar und deutlich gesagt. "Wenn die Mama kommt, ist es ok, wenn ihr mit ihr gehen wollt, dann könnt ihr auch mit ihr nach Hause gehen", aber der Sohn war fest entschlossen zum Sport zu gehen.

    Die Mama war nicht erschienen, also ließ sich die Tochter umstimmen und das hat ihr am Ende auch wirklich besser gefallen, dass sie mit ihren Freunden den Zug anführte. Und genau das,


    .sei der Klügere und plane ihr Auftauchen schon mit ein.

    hatte ich ja getan. Wir waren auf alles vorbereitet und so wurde es auch ein schöner Abend. Und der hätte es auch werden können, wenn die Mama aufgetaucht wäre, dann hätte ich eben ein Kind weniger heute früh fertig machen müssen.

    Ach die Liebe hat's so eilig, nur die Feindschaft wird nie langweilig ... (Rio Reiser)

  • Vollbio,


    gerade weil sich solche Szenen bei uns auch abgespielt haben kenne ich die Auswirkungen auf Kinder.


    Wir hatten eine kurze Zeit auch das WM. Übergabeort war Bremen, da ich in Bergheim (bei Köln) wohne und die KM in Stralsund, also 700 km entfernt. Bremen = halbe Strecke.


    Wir trafen uns immer immer in einem Sportboothafen mit großem Spielplatz. Ich saß auf der Bank und wartetet, Karl tobt auf den Spielgeräten herum.


    Die KM kommt in Begleitung ihrer Mutter an, Karl sah seine Mutter, wusste sofort, was jetzt folgt....und springt mir auf den Arm.


    (Karl wusste, warum wir in Bremen waren und das er jetzt für 2 Wochen zu seiner Mutter gehen würde. Ich hatte mit ihm lange darüber gesprochen. Er hatte mir aber klar gesagt, er will da nicht hin. Auch die Richterin vom FamG hatte mit ihm bei einer Verhandlung darüber gesprochen. Er hatte sie gefragt, ob er zur Mama gehen muss und sie hat geantwortet, es wäre schön, wenn er gehen würde, aber er muss nicht.)


    Damit war für Karl klar, er muss nicht.

    Und für nix in der Welt wollte er nun mit zur KM. Er heulte los, schrie rum und trat nach seiner Mutter.


    Anstatt zu warten, bis ich ihn beruhigt hatte, riss die KM Karl aus meinen Armen, ging mit dem schreienden und um sich schlagenden Kind zum Auto und mit Hilfe ihrer Mutter wurde Karl im Auto angeschnallt.


    So ungefähr, nicht immer so dramatisch, aber ständig mit Einsatz körperlicher Gewalt, liefen die Übergaben in Bremen immer ab.


    Ich konnte mit Karl reden wie mit nem kranken Gaul, er war mit Worten nicht dazu zu bewegen, zu seiner Mutter zu fahren.


    Richtig wäre gewesen:

    Wir Eltern hätten auf die Übergaben verzichtet, uns also intern über den Verbleib von Karl geeinigt. Damit hätten wir dem Jungen dieses Drama alle 2 Wochen erspart.


    Haben wir aber nicht.

    Nachgeben, im Interesse des Kindes, wollte weder die KM noch ich.

    Es stand ja für jeden viel auf dem Spiel, da wir noch keine endgültige Entscheidung zum ABR hatten.

    Klar war: Wird das WM beendet und ein ET bekommt den Jungen bis zur Entscheidung zugesprochen, wird mit relativer Sicherheit der Junge bei diesem Elternteil auch nach dem ABR-Beschluss dauerhaft bleiben.


    Was ich dir sagen möchte:

    Es liegt viel an den Eltern selbst, Entscheidungen im Interesse des Kindes zu treffen.

    U.U. bedeutet das, obwohl man sich im Recht fühlt und es ev. objektiv betrachtet auch ist, auf lange Sicht betrachtet die richtige Entscheidung für das Kind zu treffen.


    Das WM bei hochstrittigen Eltern ist mit Sicherheit eine sehr schlechte Entscheidung.

    Bei uns gab es trotz der 700 km Distanz ständig Reibereien. Man steht in häufigem Kontakt zum anderen ET, muss Absprachen treffen, Termine organisieren, usw.


    Für ein gut funktionierendes WM braucht man Eltern, die gelassen mit dem ex-Partner umgehen können.


    Bei uns wurde die Situation durch den ABR-Beschluss geklärt und hier ist nun Ruhe im Karton.

    Es gibt zwar immer noch hin und wieder Zoff zwischen der KM und mir, aber da geht es dann um Kleinigkeiten wie Unterhalt, Umgang oder ne Kontoeröffnung. Davon kriegt Karl nix mit, das läuft eh meist über die Anwälte. Oder ich mache ne Faust in der Tasche, spar mir das Geld für nen Anwalt und denk mir meinen Teil.


    Das Gezerre um das Kind aber ist vorbei. Und das merkst du Karl an. Er ist angekommen in seinem neuen Leben.

  • Das Gezerre um das Kind aber ist vorbei. Und das merkst du Karl an. Er ist angekommen in seinem neuen Leben.

    Das war hier auch so, es hat einen riesigen Druck von meinem König genommen. An dem Tag startete das was man "unbeschwerte Kindheit" nennt.

  • Danke dir bay-of-russel ,

    Danke, es ist zwar einerseits erschütternd hier nochmal das eigene Erleben mit anderen Kindern und von anderen Personen vor Augen geführt zu bekommen, aber es tut gut. Es berührt mich, und ich fühle mich dir/euch verbunden.

    Deine Parkplatz Szene, wo dein Sohn nur aufgrund der körperlichen Überlegenheit dem Willen seiner Mutter unterworfen wurde, führt mir die alltägliche Szene in Erinnerung, als unser Sohn so etwa 6-7 Monate alt war. Den ganzen Tag verbrachte die Mutter im Bett, TV konsumierend/Skype chattend/telefonierend, während der Sohn von ihr umklammert, den Schnuller mit der Hand in seinen Mund gepresst wurde. Irgendwann wehrte er sich nicht mehr und irgendwann schlief er dann auch erschöpft wieder ein.

    Das war das Schlimmste für mich. Mit anzusehen, wie dieser kleine Mensch seiner Freiheit beraubt wurde.

    Ach die Liebe hat's so eilig, nur die Feindschaft wird nie langweilig ... (Rio Reiser)

  • Wo warst du, als die Mutter im Bett lag?

    Wer hat den TV ans Bett geräumt? Wer hat für Internet/Skype gesorgt?


    Auch du hast einen Anteil am Scheitern deiner Beziehungen und am jetzigen Gezerre an den Kindern.

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Wo warst du, als die Mutter im Bett lag?

    Wer hat den TV ans Bett geräumt? Wer hat für Internet/Skype gesorgt?


    Auch du hast einen Anteil am Scheitern deiner Beziehungen und am jetzigen Gezerre an den Kindern.

    Das wollte ich auch grad fragen...ich hab meinen Sohn auch schon "umklammert",weil er sich so in Rage geschrien hat, ohne jeden Grund, einfach weil er vom Tag gestresst war und nur schlafen konnte wenn er festgehalten wurde und es gibt Tage, da läuft hier Netflix damit ich nicht durchdrehe...so EIN Baby stresst nämlich ganz schön und lieber sowas, als eine völlige Eskalation...

    Ich will sie nicht in Schutz nehmen, ich will nur sagen, das gerade bei Müttern viele Dinge auf den ersten Blick nicht so sind, wie sie aussehen...es sind immer nur Momentaufnahmen, es sei denn man ist den ganzen Tag dabei...und dann stellt sich die Frage, warum dann keiner was gegen diese Misshandlung tut...