ADHS bei Kleinkindern . . .

Die Registrierung ist wieder eröffnet! Wir begrüßen euch recht herzlich bei uns im Forum!
  • Also das Zwergi is schon immer ein recht schwieriges Kind gewesen, er konnte als Baby schon nie schlafen weil er sich mit seinem gezappel immer wieder selber geweckt hat . . . Anziehen, Füttern, Wickeln . . ., alles war immer sehr sehr schwierig und eine Qual . . .



    Nun ist er 17 Monate alt und bei einer ganz supi Tagesmutter die mit den Kindern den ganzen Tag draußen im großen Garten oder im Wald ist. Er ist jetzt seit fünf Monaten da und die Kinder waren nicht einen Tag drin. Auch bei - 15 Grad waren se alle dick eingepackt schlitten fahren. Aber auch Sie hat jedenfalls große Probleme mit ihm und weist mich immer wieder darauf hin und gibt auch sehr gute Tips aber ich hab doch bissl angst vor der Zukunft denn dort kann er ja nicht ewig bleiben. Er akzeptiert auch keinerlei "Nein" oder Verbote. Er wird oft Aggresiv und schlägt dann seinen Kopf auf oder schlägt mich und dabei ist er doch noch so klein?? Fast noch ein Baby . . . Ich hab immer gedacht wenn er größer wird und ein bisschen besser versteht wirds einfacher aber sein Willen wird eben auch immer stärker . . .



    Habt ihr auch solche Kinder? Seh ich das Überzogen? Sollt ich mir Hilfe besorgen? Und wenn ja was empfehlt Ihr?



    Ich bin wirklich sehr strenk und konsequent aber gerate eben trotzdem oft an meine Grenzen . . . Irgendwann reißen die stärksten Nervenstricke und dann bin ich ja auch noch alleine mit ihm . . .

  • Da du in deinem Thread-Titel schon ADHS angesprochen hast, kann ich dir ein Buch von Cordula Neuhaus empfehlen: "Das hyperaktive Baby und Kleinkind"
    Infos dazu gibts hier:
    http://www.amazon.de/Das-hyper…TF8&qid=1301253791&sr=8-6


    Die Bücher von C. Neuhaus haben mir sehr geholfen, mit meinen Kindern, die ADS (ohne Hyperaktivität) besser zurechtzukommen und vor allem, sie zu verstehen.
    Sie gibt in ihren Büchern gute Tipps, die meiner Meinung nach auch bei Nicht-ADHS-Kindern helfen können.


    Getestet werden die Kinder meist erst ab 6 Jahren, also im Schulalter.
    Es mag schwierig sein, aber mit dem nötigen Wissen und einer guten Portion Ruhe und Geduld bekommt man das ganz gut hin.


    liebe Grüße,
    Inge
    :Flowers

    Was nicht aus dem Herzen kommt
    , wird ein anderes Herz nie erreichen :-)

    (Phil Bosnans)

  • Hallo Äffchenmama,






    das klingt ja wirklich sehr anstrengend. Mit 17 Monaten sind die Kinder nicht agressiv um einen zu ärgern, es geht eher etwas in dem Würmchen vor, was ihn mächtig zu schaffen macht. Schlafmangel ist durchaus eine Möglichkeit, aber auch "versteckte" Krankheiten sind möglich, deshalb:

    Zitat

    Sollt ich mir Hilfe besorgen?


    UNBEDINGT!

    Zitat

    Und wenn ja was empfehlt Ihr?


    Geh' zum Kinderarzt, er kennt Deinen Sohn und kann Dir bestimmt sagen, wie, wo oder was.




    Daumendrück und Kraft wünscht




    Lotta, deren Kind auch anstrengend war (wenig Schlaf) und mittlerweile ein "Träumerle"-ADS-Kind ist

    edit: Rechtschreibfehler gefunden und korrigiert


    Nur wer einen Schatten hat, steht auf der Sonnenseite des Lebens!

  • Hallo,


    habe auch ein ADHS-Kind, jetzt 9 Jahre alt.


    Damals haben wir eine ganz klare Linie von Anfang an durchgezogen, weil wir gemerkt hatten, dass nichts anderes funktionierte: Ein Nein sollte vorher wohlüberlegt sein und dann auch ein Nein bleiben. Meine Älteste hat sich da sehr schwer getan und es dauerte manchmal Monate, bis sie es akzeptiert hatte. Bis dahin hat sie es immer wieder versucht: Mit Autoaggression sowie Aggression nach außen (Hände festhalten, Nein sagen, hilft oft, wenn sie älter sind, hilft auch immer wieder kindgerecht erklären. Dabei bleiben!).
    Bei uns hat wirklich nur dies geholfen: Nein bleibt Nein, selbst wenn es um noch so banale Dinge ging. Auf diese Weise ist sie ein recht sozialkompetentes Kind geworden, welches zwar einen unbändigen Bewegungsdrang hat, diesen aber allgemeinverträglich in sein soziales Umfeld einfügen kann.


    Klingt einfach? Nö, ist alles andere als einfach. Kostet Nerven. Andere Wege kosten aber nicht weniger Nerven und unter Umständen Medikamente, die das eigentliche Problem nicht lösen.


    Ich wünsch' Dir viel Kraft und Durchhaltevermögen.

    § 1314 Abs. 2 Satz 1: "Eine Ehe kann [...] aufgehoben werden, wenn ein Ehegatte sich bei der Eheschließung im Zustand der Bewusslosigkeit [...] befand." :)


    Das Beste am absoluten Tiefpunkt ist, dass es nur noch in eine Richtung gehen kann: bergauf!


    Solange immer ein anderer schuld ist an dem, was einem selbst schief läuft, stimmt etwas im Leben nicht.

  • Warst Du schon mal beim Osteopathen? Vielleicht tut ihm schon seit der Geburt irgendetwas weh, wenn ich einen verspannten Nacken habe, dann zappe ich auch rum und ich werde auch aggressiv, wenn mir dauernd was weh tut. Das würde ich mal versuchen, auch wenn es teuer ist. Aber such Dir jemanden, der auf Kleinkinder spezialisiert ist!

    Liebe Grüße von TwoboysMuc
    mit dem Großen (5einhalb) und dem Kleinen (2) :strahlen

  • ne gute freundin von mir ist ergotherapeutin und das mit dem halswirbelsäulen-ding von der geburt haben wir schon abgecheckt . . .



    Kinderärztin sagt natürlich ich stelle mich an . . . (rezepte und überweisungen gibts da sowieso nur im ausnahmezustand)



    Das mit dem Konsequenten Nein ist mir ja klar aber man is wenn man mit dem Zwergi immer alleine ist auch mal einfach fertig mit den Nerven!!!



    (Er hat dieses WE bestimmt fünf mal am Tag alle Blumentöpfe ausgeräumt obwohl er genau weis das er es nicht darf! Wenn ich dann fast mit Herzinfarkt im Zimmer stehe lacht er und rennt weg . . . wenn ich ihn dann eingefangen habe und die misere nochmal genau zeige und schimpfe fängt er an zu quiken und zu weinen und versucht mich zu hauen . . . und das dann mehrmals täglich :kopf )



    So eine böse Zwiebel . . .

  • Hände festhalten, Nein sagen, hilft oft, wenn sie älter sind, hilft auch immer wieder kindgerecht erklären. Dabei bleiben!)

    dazu fällt mir noch was ein, was ich immer so mache, sobald ich merke, dass mir ein Kind nicht zuhört (nicht zuhören kann):
    ds Kind ganz sanft halten und es dabei dazu bringen, dass es dich ansehen muss, erst dann,
    wenn es deinem Blick nicht mehr ausweicht (machen ADHS-Kinder gerne), kannst du mit dem Kind reden, denn dann kann es dir zuhören.
    Was für Außenstehende so aussieht, als wolle das Kind nicht hören, ist in Wirklichkeit ein *nicht wahrnehmen, dass jemand was zu ihm sagen möchte*, also eher ein nicht hören können.
    Die Kinder haben eine Reizfilterschwäche, d.h. sie nehmen alles um sie herum gleich wahr, schaffen es nicht, sich auf etwas Betimmtes zu konzentrieren
    und dabei anderes, nebensächliches auszublenden.
    Das kann für ein Kind schon eine große Belastung sein und vielleicht auch zu Agressionen führen,
    wenn z.B. die Reize zu viel werden (die es ja nicht ausblenden kann und so immer die "geballte Ladung" bekommt).


    liebe Grüße,
    Inge
    :Flowers

    Was nicht aus dem Herzen kommt
    , wird ein anderes Herz nie erreichen :-)

    (Phil Bosnans)

  • sein Papa war als Kind auch so und ist auch heute noch so . . . Ich mach mir eben gedanken das er später in der schule nicht zurecht kommen wird . . . hab schon drüber nachgedacht ob er in einer alternativen Schule (Waldorf zb.) ne besser aufgehoben wäre?



    Er will nicht in den Arm genommen werden. Da quikt er sofort und macht sich ganz steif . . . und dabei tät ich doch auch sehr gerne mal mit ihm kuscheln aber sowas gibts eben gar nicht . . . Ich nehm ihn immer an die Hand und er hört auch zu aber ich hab eben einfach das gefühl ihm gefällt die Aktion und das Schimpfen ist ne so Schlimm für ihn und für die Aktion und dafür das er seinen Willen bekommt, nimmt er das Schimpfen gerne und locker in Kauf . . .



    Ist Dein Kind beim spazierengehen auch immer weggelaufen??? Die Tagesmutter muss ihn immer anbinden :nixwieweg

  • Auch das mit dem Arm nehmen klingt für mich nach Schmerzen. Eine Ergotherapeutin hat normalerweise keine osteopathische Ausbildung. Überleg Dir das nochmal.

    Liebe Grüße von TwoboysMuc
    mit dem Großen (5einhalb) und dem Kleinen (2) :strahlen

  • (Er hat dieses WE bestimmt fünf mal am Tag alle Blumentöpfe ausgeräumt obwohl er genau weis das er es nicht darf! Wenn ich dann fast mit Herzinfarkt im Zimmer stehe lacht er und rennt weg . . . wenn ich ihn dann eingefangen habe und die misere nochmal genau zeige und schimpfe fängt er an zu quiken und zu weinen und versucht mich zu hauen . . . und das dann mehrmals täglich


    Du, der Kerle ist 17 Monate jung. Er kann das doch noch gar nicht umsetzen, was für Dich leider bedeutet.... keinen Moment aus den Augen lassen.


    Meine Mädels sind 2 Jahre und 3 Monate alt und rate mal, was sie vor ein paar Tagen gemacht haben.... ich hatte hier von erzählt.... Erde vom Hibiskus ausgeräumt und das nicht zum ersten Mal.


    Manchmal gibt es Tage, da renn ich ihnen nach, sage "NEIN, weil blablabla" und sie rennen direkt zum nächsten verbotenen Gegenstand und weiter geht`s..... :crazy


    Da müssen wir durch, aber bitte tu etwas langsam mit ADHS und so. Mir erscheint das nämlich grad gar nicht unnormal, was Du erzählst, sondern der ganz normale Wahnsinn, wenn ein kleines Kind im Haushalt lebt.


    Versuch ihm immer wieder Denkaufgaben zu geben. Eine meiner Kleinen hat jetzt angefangen zu puzzeln und kann sich ewig damit beschäftigen. Ich denke eine geistige Auslastung ist genauso wichtig wie die körperliche und Ruhezeiten natürlich nicht vernachlässigen. Klar ist es schön, wenn er viel draußen ist, aber es sind auch viele, viele Reize, die so ein kleines Kind erstmal verpackt bekommen muss.


    Je ausgewogener ich den Alltag mit meinen Kindern hinkriege, desto ausgeglichener sind sie und desto weniger Unsinn stellen sie an.


    Aber es gibt immer mal wieder Tage, an denen ich am Liebsten ganz weit wegrennen würde, gehört wohl dazu.

  • Wegen der Schule brauchst du dir so früh noch keine Gedanken zu machen, bis es soweit ist, habt ihr sicher schon eine Lösung gefunden ;)


    Meine Tochter ist auch so ein Kind, was nicht in den Arm genommen werden möchte, sie hat sich dagegen auch immer gewehrt.
    War für mich erstmal schwer, damit umzugehen, nach einem Sohn der liebend gern gekuschelt hat. :ohnmacht:
    Als sie merkte, dass ich es akzeptiere, dass sie eben nicht so viel Nähe möchte, hat sie angefangen von sich aus zu kommen zum kuscheln,
    aber sehr selten und NUR WENN SIE ES MÖCHTE.


    Weglaufen beim spazierengehen....kenn ich auch.... da hilft z.B. ein Bobbycar mit Schubstange, da saß meine Tochter gerne drauf,
    oder eben ganz viel Geduld beim Erklären, warum es besser ist, dass Kind in gewissen Situationen an Mutters Hand bleiben sollte
    und das immer wieder, ohne die Ruhe und Gelassenheit dabei zu verlieren, irgendwann klappt es dann.


    Aber auch was TwoboysMuc schreibt sollte meiner Meinung nach abgeklärt werden, denn es könnte ja tatsächlich auch sein, dass der Kleine Schmerzen hat
    und da wäre es fatal, wenn ihm nicht geholfen würde, weil nach anderen Ursachen gesucht wird.


    liebe Grüße,
    Inge
    :Flowers

    Was nicht aus dem Herzen kommt
    , wird ein anderes Herz nie erreichen :-)

    (Phil Bosnans)

  • Zitat

    Er hat dieses WE bestimmt fünf mal am Tag alle Blumentöpfe ausgeräumt obwohl er genau weis das er es nicht darf! Wenn ich dann fast mit Herzinfarkt im Zimmer stehe lacht er und rennt weg . . . wenn ich ihn dann eingefangen habe und die misere nochmal genau zeige und schimpfe fängt er an zu quiken und zu weinen und versucht mich zu hauen . . . und das dann mehrmals täglich

    Das klingt mir, offen gesagt, nicht nach ADHS, sondern, wie vorher auch schon jemand schrieb, nach dem ganz normalen Wahnsinn. Da muss man leider durch. Alle Zwerge, die ich kenne, hatten solche Phasen. Solange man bei einer klaren Linie bleibt, geht die Phase auch wieder vorbei (anderfalls werden's kleine Terroristen). Besonders schlimm machen die Kinder (und die Mamas) das nach meiner Erfahrung durch, wenn sie über längere Zeiträume fremdbetreut sind. Für die Kleinen ist es unheimlich schwierig, die verschiedenen Regeln und Erzieherpersönlichkeiten zu sortieren. Meine Älteste hatte dann auch passend zum Kindergartenanfang über Monate hinweg heftige Schübe hingelegt. Gespräche mit den Erziehern und gezielt gemeinsame Verfahrensweisen mit ähnlichen Alltagssituationen haben damals für uns den Durchbruch gebracht. Wer weiß, ob es sonst bei uns nicht auch bei Chemie & Co geendet wäre.


    Noch ein anderer Gedanke:


    Weil er es erst lustig findet, dann weint und aggressiv wird, könnte man noch überlegen, ob es nicht vielleicht eine Aufmerksamkeits-Nummer ist. Das kommt recht häufig in dem Alter vor: Die Kinder sind freudig-begeistert, dass sie Mamas Aufmerksamkeit erregt haben, reagieren dann aber unglücklich und verärgert, weil dann geschimpft wird (was sie eben nicht immer verstehen).
    Um das herauszufinden, könnte man ihm gezielt Aufmerksamkeit schenken (bevor er Unfug anstellen kann, sonst ist es eine Belohnung, dann geht der Schuss nach hinten los), indem man mit ihm spielt, dann aber auch den eigenen Dingen nachgehen und ihm erklären, dass er jetzt auch ein bisschen alleine spielen muss. Am Anfang sollte die Spielzeit mit ihm lang und die Allein-Beschäftigungsphase kurz sein, dann sollte das Verhältnis nach und nach in die umgekehrte Richtung laufen. Es sollte aber immer eine kleine Spielphase für ihn reserviert bleiben.
    Bei uns hat das in solchen Phasen oft gut funktioniert und funktioniert jetzt auch mit der Dritten Lady (jetzt 22 Monate). Solange sie sinnvoll beschäftigt ist und in ihrem Rahmen hier und da mitmachen darf, läuft es eigentlich (zur Zeit) ganz gut.


    Weiterhin wackeres Durchhalten wünsch' ich Dir. Und denk' immer daran: Sie werden älter, das erleichtert die Dinge (zumindest dann, wenn man durchgehalten hat, sonst eher das Gegenteil)

    § 1314 Abs. 2 Satz 1: "Eine Ehe kann [...] aufgehoben werden, wenn ein Ehegatte sich bei der Eheschließung im Zustand der Bewusslosigkeit [...] befand." :)


    Das Beste am absoluten Tiefpunkt ist, dass es nur noch in eine Richtung gehen kann: bergauf!


    Solange immer ein anderer schuld ist an dem, was einem selbst schief läuft, stimmt etwas im Leben nicht.

  • Zitat

    Weil er es erst lustig findet, dann weint und aggressiv wird, könnte man noch überlegen, ob es nicht vielleicht eine Aufmerksamkeits-Nummer ist. Das kommt recht häufig in dem Alter vor: Die Kinder sind freudig-begeistert, dass sie Mamas Aufmerksamkeit erregt haben, reagieren dann aber unglücklich und verärgert, weil dann geschimpft wird (was sie eben nicht immer verstehen).
    Um das herauszufinden, könnte man ihm gezielt Aufmerksamkeit schenken (bevor er Unfug anstellen kann, sonst ist es eine Belohnung, dann geht der Schuss nach hinten los), indem man mit ihm spielt, dann aber auch den eigenen Dingen nachgehen und ihm erklären, dass er jetzt auch ein bisschen alleine spielen muss. Am Anfang sollte die Spielzeit mit ihm lang und die Allein-Beschäftigungsphase kurz sein, dann sollte das Verhältnis nach und nach in die umgekehrte Richtung laufen. Es sollte aber immer eine kleine Spielphase für ihn reserviert bleiben.
    Bei uns hat das in solchen Phasen oft gut funktioniert und funktioniert jetzt auch mit der Dritten Lady (jetzt 22 Monate). Solange sie sinnvoll beschäftigt ist und in ihrem Rahmen hier und da mitmachen darf, läuft es eigentlich (zur Zeit) ganz gut.


    Das wollte ich auch grad schreiben.
    Ich glaube es ist die Aufmerksamkeit die er mit solchen Aktionen bekommt und die er sucht.


    Versuch ihn am besten in alles was du tust mit einzubeziehen.

  • mich auch mal meld


    meiner wird nun bald 4 und ich war heute zum elterngespräch eingeladen


    hauptthema seine verhaltensauffälligkeiten
    * er hat anscheinend wahrnehmungsstörungen (bekommt nicht mit wann er anderen weh tut)
    * stört massiv bei der mittagsruhe (er soll nicht schlafen aber ruhen und DIE anderen schlafen lassen, das macht er aber keinenfalls - fällt diesbezüglich immer wieder negativ auf)
    * soll er mal leise sein ist er extra laut
    * hört nicht wenn man ihn ruft
    * kann sich nicht über längere zeit konzentrieren
    * kommt seeeeeeeeeeeeeeeehr schwer zur ruhe


    dann haben sie noch gefragt ob in der familie irgendwo Hochbegabung vorgekommen ist (wurde nie getestet, ist aber gut möglich, da alle zb in mathe sehr gut)


    * es kann durchaus sein dass das ganze evtl aufmerksamkeit erhaschen auf grund von unterforderung ist, gepaart mit innerer unruhe und das versuchen wir nun abzuklären


    wir haben uns nun so geeinigt das er nen integrationsstatus in der kita bekommt und somit gezieltere förderung und mehr aufmerksamkeit (Kleingruppen) geschenkt werden kann


    desweiteren werde ich bei der U8 (am mittwoch) ergotherapie und logopädie (beidseitig röhrchen daher sprachverzögerung) ansprechen





    evtl ist es ja bei deinem auch ne unterforderung?

  • Vielen Dank noch für die vielen Antworten und Tipps :thanks:


    Ich hab auch immer Angst das er das alles der Aufmerksamkeit wegen macht aber ihr wisst ja wie es als Alleinerziehende ist: wenig Zeit und wenig Nerven!


    Ich hoffe auch sehr, dass er wenn er etwas älter ist und einfach mehr kann (lesen, puzzeln usw.) etwas ruhiger wird denn bei so kleinen Kerlchen besteht ja fast alles spielen aus Bewegung.


    Sein Papa hatte auch immer große Schwierigkeiten und hat er auch heute noch. Der ist auch immer sehr zerstreut und beim dem geht stillsitzen bis heute nicht! Hat sich eben leider vererbt. Ihn konnte man als Kind erst auf die Öffentlichkeit loslassen nachdem er sein Pensum Sport hinter sich hatte und ist auch Profi-Sportler gewesen. Na sobald der Süße alt genug ist soll er auf jedenfall auch Sport machen.



    Na jedenfalls ist schön zu hören, dass ich ne alleine mit so einer frechen Zwiebel bin :aetsch



    Und von meiner Tagesmutter hab ich noch nen tollen Tip bezüglich eines Kinderarztes bekommen, der sich mit solchen Kindern auskennt. Da werd ich auch das mit der Halswirbelsäule nochmal ansprechen. :wink

  • Zitat

    Na jedenfalls ist schön zu hören, dass ich ne alleine mit so einer frechen Zwiebel bin

    :lgh


    ... keine Sorge, ich bin mir sicher, hier im Forum gibt's als Anhängsel mehr freche Zwiebeln als Zwiebelsuppe in ganz Frankreich. :nixwieweg

    § 1314 Abs. 2 Satz 1: "Eine Ehe kann [...] aufgehoben werden, wenn ein Ehegatte sich bei der Eheschließung im Zustand der Bewusslosigkeit [...] befand." :)


    Das Beste am absoluten Tiefpunkt ist, dass es nur noch in eine Richtung gehen kann: bergauf!


    Solange immer ein anderer schuld ist an dem, was einem selbst schief läuft, stimmt etwas im Leben nicht.


  • Ich hab auch immer Angst das er das alles der Aufmerksamkeit wegen macht aber ihr wisst ja wie es als Alleinerziehende ist: wenig Zeit und wenig Nerven!

    Aber Dir geht es nicht so wie mir früher, oder? Ich dachte das heißt Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom weil die Kinder sich aufführen, wenn sie zu wenig Aufmerksamkeit bekommen.

    Liebe Grüße von TwoboysMuc
    mit dem Großen (5einhalb) und dem Kleinen (2) :strahlen

  • Hallo Du,
    mein Kleiner hatte das auch ganz früh schon mit Zappeligkeit, wütend, konnte nicht eine Sache zu Ende machen, dann auch mal weinerlich.


    Bei der Vorsorgeuntersuchung kam dann raus (mit 2 J.), dass er wahrscheinlich hochbegabt ist (er gab sehr merkwürdige Antworten auf die Fragen des Kinderarztes).
    Wir haben ihn dann testen lassen und es stimmte.
    Mit dem Zappeligen verhielt es sich dann so: Der kleine Schlaumeier konnte so schnell denken, dass sein Handeln nicht mithielt. Durchs Zappeln wollte er das ausgleichen.


    Ich kenne aus der Schule wo ich arbeite viele Kinder mit Adhs, der Alltag ist nicht einfach...was aber ein wirklich guter Ratschlag von Lovrel schon war:
    Lass ihn schwimmen gehen, im Naturkindergarten anmelden wenn möglich, immer nach draußen mit ihm und Matschepampe machen, Badeknete, im Haushalt ruhig mal das Brot vorsichtig schmieren lassen bzw. zeigen/Hand halten, Traumreisen machen, Lichterhimmel über dem Bett machen und regelmäßig kleine Kurzgeschichten lesen, viel Struktur im Alltag.


    Viel Glück!


    Liebe Grüße
    Tinchen

    Liebe Grüße Tinchen

    "Sacrificium Intellectus!"
    :-)
    "Ama et fac quod vis!"