Selbstgemachtes aus Milch und Co.

Die Registrierung ist wieder eröffnet! Wir begrüßen euch recht herzlich bei uns im Forum!
  • Hallo,


    da ich gebeten wurde wegen meines Erfolges bei der Joghurt Zubereitung und den verschiedenen Möglichkeiten meines Joghurtbereiters meine Erfahrungen zu schildern werde ich das gerne machen.


    Vielleicht gibt es die andere oder den anderen, der auch Erfahrungen gesammelt haben.


    Meine ersten Erfahrungen mit einem "Billiggerät" waren durchweg positiv, bis dieses Gerät meine Kulturen gekocht hat (50°C!) und ich ne Milchsuppe nach 8 Stunden hatte. Die Gläser waren teilweise echt gut, ABER macht die bloß nicht dauerhaft in die Spülmaschine- die reißen und der Plastikdeckel verformt sich.


    Jetzt habe ich tatsächlich Geld ausgegeben für ein besseres Gerät; ein Rommelsbacher JG 80. Vorher hatte ich ein einfaches Gerät von Severin, welches lediglich einen Power- Knopf hatte.


    Vorteile:

    Zeitschaltuhr

    Mehr Möglichkeiten/ Programme

    Zubehör

    Keine Kabelaufwicklung

    Bessere Verarbeitung


    Nachteile:

    Nur große Gläser und kleine Portionen 4x 250ml

    Immernoch viel Plastik

    Preis, aber gemäß dem Motto "wer billig kauft, kauft 2-mal" und so teuer ist es im Vergleich zu anderen auch wieder nicht


    Das soll im Übrigen keine Gerätewerbung sein! Es ist lediglich eine Auflistung der Verbesserung gegenüber dem alten Gerät sein und was mir nach dem ersten Gebrauch aufgefallen ist.


    Bisher habe ich nur Joghurt gemacht, der wirklich stichfest ist. Auch hier war es ehrlich gesagt von Vorteil nur einen Behälter zu haben- weniger Sauerei. Als Kultur habe ich einen vorhandenen Naturjoghurt genommen. Hier muss man die Milch nicht erwärmen- Zimmertemperatur bei Milch und Joghurt sind OK. Nimmt man die Kulturen muss man die erst noch "aktivieren", die brauchen Wärme. Macht man das einmal, kann man die folgenden 4- Mal mit diesen weiter arbeiten.


    Als nächstes kommt Frischkäse und Sahnejoghurt dran.


    Nebenbei ist sogar Quark möglich! Hier gibt die Gebrauchsanleitung zwar nix her, aber online kann man Einiges finden.

    Hierfür braucht man pasteurisierte Milch (keine H- Milch! Sonst braucht man entsprechende Kulturen). Etwas Buttermilch (ca. 50 ml) und 3 EL Zitronensaft (frisch gepresst). Das erwärmen max. 42°C bis es stockt und dann durch ein Passiertuch die Molke abtropfen lassen. Das werde ich diesmal im Bereiter machen.


    Heute werde ich der örtlichen Apotheke einen Besuch abstatten und Lab, sowie Quarkkulturen ordern.


    Ich werde weiter berichten!

  • Ein kleine Update... Ich war jetzt in der Apotheke. Die Labtabletten sind relativ teuer- da kann ich Quark und Frischkäse nicht zum Discountpreis selbst herstellen.

    Meine Familie findet das zwar interessant, aber solange die Billigmarken aus dem örtlichen Discounter noch bezahlbar sind finden sie das aktuell als Spielerei.

  • Es schmeckt aber anders und ich glaube nicht, dass das nur die pure Einbildung ist 😉.


    Klasse, ich freu mich, dass du den Thread eröffnet hast und steige in 2-3 Wochen mit ein 👋

    Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, leben aber muss man es vorwärts.:strahlen

    (frei nach Sören Kieerkegard)

  • Braucht man die dann jedes mal oder kann man da auch irgendwie sowas wie nen Starter anlegen?

    Du benötigst das Lab nur wenn Quark, Frischkäse (geht auch ohne) oder Skyr machen willst. Die macht es tlw. weniger aufwendig.


    Joghurt, einfachen Frischkäse bekommt man auch so hin, mit einem Joghurt als Starterkultur.

  • Heute habe ich mein neues "Experiment" gestartet. Mit meiner Starterkultur (150 gr) habe ich Sahnejoghurt angesetzt (200ml Sahne und 800ml Frischmilch), die Mischung bleibt die kommenden 8 Stunden in der Maschine.


    Gestern habe ich meine Labtabletten bekommen, nur als Tipp für den eigenen "inneren Monk" achtet auf ein deutsches Produkt. Ich persönlich bin da ziemlich piensig- daher habe ich dies über die Apotheke abgewickelt.

    Auch generell, bei probiotischen Kulturen und Starterkulturen auf Qualität zu achten- geht ggf. ins Reformhaus (bei A*** kann man diese auch bestellen).


    Mittlerweile habe ich das eine oder andere kleine Einmachglas- recycelt von gekauften Konserven.


    Morgen nach der Arbeit wird Frischkäse angesetzt, den kann man mit oder ohne Labtabletten machen. Auf jeden Fall habe ich hier ein richtiges Passiertuch nachgekauft. Aus meinen vorherigen Versuchen, ist es nicht ratsam eine handelsübliche Mullwindel zu nehmen- das ist totaler Quatsch, das ist eine riesen Sauerei!!!


    Allerdings muss man sich auch mit den verschiedenen Milchsorten beschäftigen und mit offenen Augen durch den heimischen Lebensmittelmarkt gehen. Man kann nur mit dem arbeiten, was man vor Ort erhält- extra weiter deswegen wegzufahren ist weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll. In meinem heimischen Lebensmittelmarkt bekomme ich tatsächlich Frischmilch (die ist nur pasteurisiert, also nur gekühlt lagern und schnell aufbrauchen! Und im Sommer immer mit einer Kühltasche einkaufen.), mit H-Milch geht nur Joghurt.


    Von Vorteil war bisher auch meine Mutter (auch wenn ich oft auf sie schimpfe, ist sie ein wandelndes Lexikon an Erfahrung) oder meine Oma. Ich habe in der Vergangenheit Butter aus Rohmilch gemacht, wir haben hier sogar noch eine Zentrifuge stehen, die Funktionstüchtig ist. Mein Dad kann die bedienen, da er das aus der Kindheit kennt. Ansonsten habe ich viele Informationsgeber, die wissen, wie was hergestellt wird, aber den Aufwand scheuen. Ja, das ist teilweise echter Aufwand, der sich eigentlich am Ende rechnerisch nicht im Gegensatz zur Discounter Ware nicht lohnt.

    Aber Wissen kann nicht schaden, wie etwas gemacht wird.

  • So, der Quark aus der Labtablette war jetzt nicht so der Burner, ABER meine Mutter hat sich riesig über die Molke gefreut.

    Ich habe den auch mit Buttermilch und Milch gemacht, ich hätte die Buttermilch entweder weglassen oder stattdessen Sahne hinzufügen sollen.

    Ansonsten geht das total easy mit der Labtablette- ich habe das Gemisch auf dem Herd erwärmt anstatt mit dem Joghurtbereiter.


    Danach habe ich griechischen Joghurt gemacht, geht auch super. Bis halt nach 3 Tagen der ziemlich flüssig wurde, was ich bisher nicht so kannte.

    Lösung: Ich habe das Joghurtgefäß zu oft hin und her getragen (zu viele Erschütterungen) und die Temperaturunterschiede zwischen Milch und Joghurt waren zu groß. Genauso habe ich den Joghurt zu lange im Bereiter stehen gelassen.

    Zukünftig werde ich alles vorher erwärmen- denkt dran nicht über 38°C!!!

    Im Bereiter werden es auch nur max. 42°C. Auch die Reifezeiten werde ich anpassen, ich habe bisher immer 8 Stunden genommen. Also 20 Uhr mit der Fermentation begonnen und um 4 Uhr früh war er fertig. Das Dumme war, der stand 2 Stunden noch in der Wärme, also war der schon etwas "drüber".

    Aktuell mache ich es nun so: 22 Uhr wird begonnen und dann ist das Gerät um ca. 6 Uhr früh fertig, dann kann ich den noch vor der Arbeit in den Kühlschrank stellen.


    Der neueste Versuch: Ich habe mir Magermilchpulver bestellt und es mit der Milch (nur pasteurisiert) und Bio Joghurt gemischt. Er ist richtig fest geworden. Zum Geschmack kann ich zur Zeit leider nichts sagen.

  • Sooooo... bei mir geht es auch wieder los, mein joghurt-bereiter ist wieder aufgetaucht und nun auch ausgepackt. Die Milch hole ich mir vom Bauernladen.


    Vielleicht probier ich auch mal Quark aus! Der aus dem Supermarkt schmeckt mir nicht sonderlich.


    Hast du noch was neues ausprobiert?

    Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, leben aber muss man es vorwärts.:strahlen

    (frei nach Sören Kieerkegard)

  • Hi,

    aktuell halte ich mich an die Joghurtherstellung. Es ist zur Zeit schwierig an die richtige Milch zu kommen - ich nehme gerne die länger haltbare Milch. Die ist nur pasteurisiert und homogenisiert.

    Um den Joghurt fester zu bekommen, nehme ich Magermilchpulver- ein gängiger Trick der Lebensmittelindustrie, neben Caragen oder Johannisbrotkernmehl.

  • Nachdem ich die letzten beiden Wochen nur Joghurt gemacht habe (Sahnejoghurt), auch jetzt die Kulturen von myJoghurt (oder so) genutzt habe. Die sind nicht schlecht, aber die sollte man definitiv länger wie 8 Stunden im Joghurtbereiter haben, sonst wird der "flüssiger" nach 1-2 Tagen.

    Diese Kulturen sind definitiv nix für nur pasteurisierte Milch mit H- Sahne gemischt- es hatte sich oben eine gelbe feste Haus gebildet (das Fett) und unten war es ziemlich flüssig mit Bröckchen. Das habe ich jetzt kurzerhand in mein Passiertuch gegeben und hoffe, es wird noch Frischkäse (die Herstellung ist die gleiche, aber mit weniger Reifezeit).


    Nachher setze ich neuen Joghurt an, in der Hoffnung dass es nicht das Wetter war. Da reagieren Milchprodukte leider auch leicht (Sahne wird nicht richtig fest oder sehr schnell zu Butter).

    Im Sommer muss ich den Joghurt eh im Keller herstellen, da sich meine Dachwohnung sehr schnell aufheizt und bei mehr als 23°C Außentemperatur die geimpfte Milch sehr schnell umkippen kann.


    Ich nehme manchmal auch weniger Milch und ein ein wenig Milchpulver, um den Joghurt fester zubekommen. Einen stichfesten Joghurt erhält man nur, wenn dieser im verschließbaren Becher hergestellt wird und reift.

  • Danke für die Tipps!!!


    Ich bin leider immer noch nicht dazu gekommen, Joghurt wieder selbst zu machen (es gibt hier einfach noch zu viel zu erledigen!), werde dann aber nachlesen.

    Verstehen kann man das Leben nur rückwärts, leben aber muss man es vorwärts.:strahlen

    (frei nach Sören Kieerkegard)

  • Danke für die Tipps!!!


    Ich bin leider immer noch nicht dazu gekommen, Joghurt wieder selbst zu machen (es gibt hier einfach noch zu viel zu erledigen!), werde dann aber nachlesen.

    Mache das ... Wobei nach ein wenig Übung läuft das sogar nebenher.


    Der Frischkäse ist gut fest geworden- meine Mutter probiert den morgen. Sollte der gut werden, werde ich mich dem Thema auch ein wenig annehmen. Ich esse ja eigentlich keinen Käse, aber ich denke, das könnte neben selbstgemachten Joghurt ein tolles Mitbringsel/ Geschenk werden.


    Ich schaue ja immer mal wieder ZDF Tricks der Lebensmittelindustrie, das hat mich eigentlich erst hierzu inspiriert- die Herstellung von Margarine. Ich fand/ finde es total eklig, wie die hergestellt wird (Öle/ Emulgatoren/ Betriebsfette usw.).

    Wobei ich mir da auch oftmals selbst an die Nase fassen, was ich alles so für Chemie esse und trinke (tlw jede Süßigkeit, diverse Lebensmittel und meine heißgeliebten amerikanischen Lebensmitteln 😨).

  • Jetzt ist es Ewigkeiten her, dass ich hier geschrieben habe.

    Mittlerweile hat sich die Joghurtherstellung beinahe verselbständigt.

    Einzig einen Sauerteig oder Öl-Auszug bzw. Hustensaft habe ich noch nicht gemacht.

    Den Frischkäse oder Quark habe ich bisher immer im Topf gemacht. Allerdings, so der Plan werde ich das doch mal in Angriff nehmen, vorallem die Reifezeit mit Wärme, vielleicht ändert sich hier dann auch die Konsistenz und der Geschmack.


    Hat hier jemand Erfahrung damit?


    Auch habe ich hier Kräuter, diverses Gemüse.


    Wie macht ihr eure Kräuter haltbar?


    Bisher hatte ich vieles eingefroren, denn trocknen ist mir dann doch zu aufwändig. Mir wurde empfohlen entweder einen Dörrautomaten zu nutzen oder über mehrere Stunden (bis zu 12 Std!!) im Backofen trocknen.


    Habt ihr schon mal eine Pilzzucht für Zuhause ausprobiert?

  • Pilze in einer Anzuchtkiste hab ich mal geschenkt bekommen. Interessanter Spaß. Waren leider erntereif als mein Sommerurlaub ran war, kann über den Geschmack also nichts sagen.


    Dörrautomat ist eine richtig gute Sache. Getrocknete eigene Äpfel sind schon toll. Und auch ein super Geschenk. Kräuter habe ich so noch nicht getrocknet. Aber das war eine gute Anschaffung. Kann ich empfehlen.

  • gutesTeam was für einen Dörrautomat hast du dir denn zugelegt? Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob sich ein solches Gerät am Ende bei mir lohnt- wir haben fast kein Obst mehr, nur Kräuter und das Obst aus Nachbars Gärten (mit Erlaubnis).

    Was kann man noch damit machen?

    Das meiste wird tatsächlich eingefroren (inkl. Gefrierbrand) oder als Marmelade verarbeitet.


    Ich habe ja leider nicht unendlich viel Platz in meinen Schränken, da ich aktuell auch nach einem brauchbaren Reiskocher (der auch als Dampfgarer funktioniert) schaue. Das sind an sich schon riesen Geräte.

  • Ich hatte einen Dörrautomaten, weil ich mich eine zeitlang mal mit Rohkost beschäftigt hatte. Das wurde aber nicht meine bevorzugte Ernährungsform. Man kann da theoretisch einiges mit machen, u.a. Gemüsechips (wirklich sehr leckere Grünkohlchips), Rohkostbrot, Kräcker... Aber das geht alles auch im Backofen auf niedriger Temperatur. Wenn einem die "Rohkostregel" egal ist, dass die Dinge nicht über 42 Grad erhitzt werden dürfen.

    Ich habe ihn nachher gar nicht mehr benutzt und zum Umzug verkauft, weil ich jetzt eh keinen Platz mehr dafür habe. In einen Schrank hätte der gar nicht gepasst.

    LG
    CoCo




    Vegan bedeutet, dass man Tierquälerei, Welthunger, Umweltzerstörung und Pandemien nicht nur zwischen den Mahlzeiten sch.eiße findet.

  • Ich habe ja leider nicht unendlich viel Platz in meinen Schränken, da ich aktuell auch nach einem brauchbaren Reiskocher (der auch als Dampfgarer funktioniert) schaue. Das sind an sich schon riesen Geräte.

    Meiner ist von Reishunger, hat um die 100,- gekostet und ist überhaupt nicht riesig. Für ein bis zwei Personen völlig ausreichend. Man kann den früh sogar füllen und programmieren und (nach)mittags ist alles fertig, wenn man heim kommt. Er braucht allerdings eh nur ca. 30 min je nach Programm.

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Siri2012 Mein Dörrautomat ist von stöckli. Ein preiswerterer tut es sicher auch. Ich habe den mit meinen Eltern angeschafft und mittlerweile ganz übernommen. Im Herbst möchte ich ihn nicht missen. Aber klar, es muss was da sein zum verwerten und Platz braucht es auch.
    Wobei, ich frage mich wozu braucht man Reiskocher? Ich nehme meinen ganz normalen Topf. Wie so oft alles eine Frage der eigenen Prioritäten.