Partnerschaft oder Affäre

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  • Schon irgendwie interessant und überraschend dass bei vielen mit dem Wort "Partnerschaft" auch Begriffe bzgl. zusätzlicher Arbeit (Waschen, Bügeln etc.) und Eindringen in den Lebensbereich fallen. Als wäre es in erster Linie mit zu viel Negativem behaftet :hae:


    Irgendwie bin ich froh dass ich mir, trotz aller negativen und schmerzlichen Erfahrungen, das positive Bild und Empfinden bzgl. einer Partnerschaft bewahrt habe.

  • Und Musicas Einwurf mit Vorbild vorm Kind sein - was hat denn das damit zu tun? Ist man "schlecht" wenn man eine hat und Kind es eventuell mitbekommt?


    Man will dem eigenen Kind das vorleben, von dem man selbst meint dass es das Richtige ist.


    Ob man zu einer Affaire bereit ist, hängt wohl einfach vom Typ und der Einstellung ab, und hat nichts mit verurteilen oder gut/schlecht zu tun.

  • Hi,

    Ist man "schlecht" wenn man eine hat und Kind es eventuell mitbekommt?

    :Hm schwierig, speziell wenn die Kids älter sind, denke ich. Und die Blicke einer Tochter, die einem unter 4 Augen ansieht,
    möchte mann sich zumindest ersparen :schwitz


    Zum Waschen, kochen, bügeln etc.... da macht Frau, bei mir, eh alles falsch.
    Deshalb braucht mann doch keine Frau mehr. Die macht nur Durcheinander :rolleyes3:


    Ich bin aber auch eher die Richtung ...jedem sein eigener Haushalt. Zusammenziehen könnte ich mir nicht mehr vorstellen.


    Gruß
    babbedeckel

    Die Männer, die mit den Frauen am besten auskommen, sind dieselben,
    die wissen, wie man ohne sie auskommt. (Charles Baudelaire)


    Jedes Kind bringt die Botschaft,
    dass Gott die Lust am Menschen noch nicht verloren hat.

  • Man will dem eigenen Kind das vorleben, von dem man selbst meint dass es das Richtige ist.


    So ist es. Für mich hat eine Affäre so etwas von einer Notlösung und würde bedeuten, dass ich diese nur dann pflegen kann, wenn ich Zeit dazu habe. Wechselnde Partner möchte ich meiner Tochter nicht zumuten, und bei einer Affäre wäre das ja recht wahrscheinlich. Eine Affäre hat so etwas Unverbindliches und ist schon von Vorneherein auf ein mehr oder weniger schnelles Ende angelegt. Für mich persönlich ist das nicht stimmig.


    Mich gibt es einfach grundsätzlich nicht ohne (zumindest) meine Tochter. Das ist meine persönliche Entscheidung. Dies ist übrigens kein Widerspruch dazu, dass ich durchaus die Möglichkeit schätze, auch ohne sie etwas zu unternehmen, was ich auch öfter nutze. Wahrscheinlich umso mehr, je älter sie wird.

  • hab vor kurzem festgestellt, dass ich affäre zwar "kann", aber nicht will...


    ich bin und kann so viel mehr als meine hülle, dass ich es total schlimm finde, wenn das gegenüber kein wirkliches persönliches interesse an mir hat...und das nicht mal wegen einer beziehung.


    für mich gehört kommunikation in jedem fall auch zu der begegnung 2er menschen dazu...aber wenn es einseitig bleibt, verzichte ich auch wieder dankend auf den spaß...auch, wenn diese auszeiten immer mal wieder toll sind! :brille


    und WENN beziehung, dann ist die "macht der 2 haushalte" absolut ein argument! :lach
    allerdings revidiere ich meine meinung von der fernbeziehung wieder...wenn die kostbare zeit auch noch für's fahren drauf geht, dann bleib' ich doch lieber weiter single...


    aber um auf die frage zu "antworten": hat man wirklich immer eine wahl? oder wird man erst durch versuch klug? :hae:

    "und sobald du die antwort hast, ändert das leben die frage..."


    "you will never truly understand something, until it actually happens to you!"

  • Ich finde eine Affäre nicht moralisch schräg, sondern tatsächlich nicht praktikabel. Ich will von dem Mensch, mit dem ich schlafe, wirklich was wissen. Also, er interessiert mich. Ich bin gespannt .Und mit dem Interesse entstehen Gefühle. Ich möchte hilfsbereit sein, zärtlich, verlässlich, verbindlich. Ich möchte geben. Und wenn der Mensch unverbindlich bleibt, dann beginne ich mich zu langweilen. Er gibt sich nicht rein, er bleibt eindimensional. Ein leeres Blatt. Es bleibt flach.
    Das ist wie Erdbeeren im April, Blumen ohne Duft oder die Enttäuschung die man immer spürt, wenn etwas nicht echt und nur zum Schein ist.


    Dann lieber den Schmerz der Einsamkeit..das ist dann auch ein echtes Erleben. Es gibt kein Netz und keinen doppelten Boden und man weiß nicht, ob man je wieder verliebt sein wird. Auch das ist jeden Tag richtig ernst gemeint.


    LG

  • Ich bin für ne Affaire zu uncool..... :flenn



    Ich finde eine Affäre nicht moralisch schräg, sondern tatsächlich nicht praktikabel. Ich will von dem Mensch, mit dem ich schlafe, wirklich was wissen. Also, er interessiert mich. Ich bin gespannt .Und mit dem Interesse entstehen Gefühle. Ich möchte hilfsbereit sein, zärtlich, verlässlich, verbindlich. Ich möchte geben. Und wenn der Mensch unverbindlich bleibt, dann beginne ich mich zu langweilen. Er gibt sich nicht rein, er bleibt eindimensional. Ein leeres Blatt. Es bleibt flach.
    Das ist wie Erdbeeren im April, Blumen ohne Duft oder die Enttäuschung die man immer spürt, wenn etwas nicht echt und nur zum Schein ist.


    Dann lieber den Schmerz der Einsamkeit..das ist dann auch ein echtes Erleben. Es gibt kein Netz und keinen doppelten Boden und man weiß nicht, ob man je wieder verliebt sein wird. Auch das ist jeden Tag richtig ernst gemeint.


    LG

    Das ist wirklich schön und zutreffend auf den Punkt gebracht!!! :thanks:

    Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll."


    Georg Christoph Lichtenberg

  • Interessante Thematik.


    Ich denke das hängt viel von den eigenen Erfahrungen und dem Empfinden ab.


    Allgemein betrachtet finde ich eine Beziehung schöner, intensiver, gefühlloser Sex hat manchmal einen bitteren Nachgeschmack.


    Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass die Unverbindlichkeit etwas Heilsames, wenn nicht sogar therapeutisches haben kann.


    Vor Jahren brach ich in einer Nacht - und Nebelaktion aus einer wirklich (für mich) schrecklichen Beziehung aus.
    Mit Sack & Pack und der Hilfe von Freunden floh ich.
    Angekommen, ausgebrochen, vor einem Trümmerhaufen stehend stand ich unter dem Nachthimmel, die Luft roch nach Freiheit & Unabhängigkeit.
    Ich habe so sehr gelitten, eingesperrt, nicht einmal einkaufen gehen "durfte" ich (alleine). Von rasender Eifersucht verfolgt, mit geduckter Haltung und permanenter Angst was man am jeweiligen Tag wieder falsch gemacht hat.


    Ich wusste, DAS bin nicht ich.
    Ich wollte aber ICH sein, bzw. wieder werden.
    Mit Anfang 20 sollte man nicht so leben wie ich es damals tat. Generell sollte man in jedem Alter glücklich sein, egal wie.


    Bereits am nächsten Morgen eröffnete ich (m)einen Social Media Account (wieder).
    Dies blieb nicht unbemerkt, ich bekam viel positives Feedback.
    Ich wollte mich frei fühlen...mein Handy war aus, die Sorgen ausgeblendet, Ex wusste nicht wo ich mich aufhalte.
    So recht konnte ich es nicht Glauben. Freiheit...


    Am Abend empfing ich einige Freunde die vorher nicht gern gesehen waren/zu denen mir der Kontakt untersagt wurde.
    Alle gingen, einer blieb. Wir wussten schon vorher was passiert. Es tat so gut. Das war die Freiheit wie ich sie spüren wollte.
    Was mein Hirn schon wusste kam auch im Herzen an. Freiheit.
    Nie hatte sich etwas besser angefühlt als dieses Erlebnis, die Empfindungen, die Gerüche....



    Es war der einzige Ausrutscher dieser Art, wie gesagt, ich ziehe Beziehungen vor. Aber niemals werde ich diese Erfahrung vergessen.
    Es war eine der schönsten die ich jemals mit einem Mann gemacht hab, ohne auch nur irgendwas dabei zu fühlen was mit der Person an sich zusammen hängt, einzig und allein die Leidenschaft hat diese Nacht geprägt. Es war nicht der weltbeste Akt, aber die Umstände haben ihn zur besten Nacht gemacht.


    Wir sind immernoch gute Freunde, auch wenn der Kontakt manchmal eine Weile einschläft.
    Aber etwas in dieser Art ist nie wieder geschehen.


    Ich bin der Auffassung dass so eine Affäre auf Dauer nicht funktioniert, einer leidet. Immer. Vielleicht funktioniert es. Aber eben nicht bei mir.

    Sie mag vielleicht klein sein, aber sie ist die ganz große Liebe...


    An seinen Vorfahren kann man nichts ändern, aber man kann mitbestimmen, was aus den Nachkommen wird.
    - François de La Rochefoucauld -

  • Wir wussten schon vorher was passiert. Es tat so gut. Das war die Freiheit wie ich sie spüren wollte.


    Ihr wart Euch einig, es war für beide nicht grundsätzlich eine Überraschung. Vielleicht hat es auch deshalb funktioniert, dass Ihr gute Freunde werden konntet. Das klingt erst einmal sehr positiv.


    Trotzdem: Ist auch nur einer der beiden gebunden oder verheiratet, dann bin ich der Meinung, dass damit in jedem Fall der betrogene Partner verletzt wird. Irgendwann kommt so etwas schon heraus, und wenn nicht, ist doch in jedem Fall das Vertrauen belastet.


    Außer für die Menschen, welche von vorneherein in sogenannten offenen Beziehungen leben. Soll es geben, ich glaube aber auch nicht daran, dass so etwas auf Dauer funktionieren kann.


    Aber vielleicht bin ich auch hoffnunglos altmodisch.

  • In diesem Fall wurde niemand betrogen, falls sich das so liest hab ich mich nicht gut ausgedrückt, tut mir Leid.
    Das Ende wurde mehrfach meinerseits angekündigt, ich hatte nur nie den Mut das durchzuziehen. Zumindest bis zu einem bestimmten Erlebnis.


    Ich bin vom KV mehrfach betrogen worden, in diese Gefühlslage möchte ich niemanden bewusst bringen.
    Das ist auch nichts was ich verzeihen könnte, selbst wenn ich es wollen würde.


    Offene Beziehungen...na dann brauch ich gar keine führen und schaffe mir lieber ne Putzfrau an ;-)
    Dann bin ich wohl auch altmodisch.

    Sie mag vielleicht klein sein, aber sie ist die ganz große Liebe...


    An seinen Vorfahren kann man nichts ändern, aber man kann mitbestimmen, was aus den Nachkommen wird.
    - François de La Rochefoucauld -

  • In diesem Fall wurde niemand betrogen, falls sich das so liest hab ich mich nicht gut ausgedrückt, tut mir Leid.


    Nein, das habe ich nicht hineininterpretiert, aber eine Affäre ist ja nun meistens ein Seitensprung. Ich frage mich aber: warum ist nicht mehr daraus geworden? Wäre doch vielleicht schön gewesen ...?

  • Affäre oder auch Freundschaft + heißt ja nicht, dass man vom anderen nichts weiß. Affäre ist nicht gleich wild durchs Bett poppen und dann war es das. Affäre heißt auch nicht, dass das Kind automatisch etwas davon mitbekommen muss.
    Affäre oder Freundschaft + heißt auch nicht, dass da kein Vertrauen ist ganz im Gegenteil. Wir reden hier ja nicht von einem x-beliebigen aufgegabelten ONS.

  • Ach ja und bei mir persönlich ist es so, dass ich für meine F+/Affäre oder wie auch immer man das Kind nun nennen möchte ein gewisses Maß an Gefühlen da sein muss. Ohne könnte ich mit "ihm" gar nicht in die Kiste springen. Und Gefühl kommt ja auch nicht mal so beim ersten Anblick.

  • Affäre oder Freundschaft +


    Hm. Ich stelle mir unter einer Affäre entweder einen Seitensprung vor (parallel zu einer bestehenden Beziehung / Ehe), oder einen unverbindliche körperliche Beziehung, um das mal so zu nennen. Freundschaft ist für mich etwas anderes, da ist für mich eine Intimbeziehung ausgeschlossen. Deshalb kann ich auch mit dem Begriff "Freundschaft +" nichts anfangen ...


  • Nein, das habe ich nicht hineininterpretiert, aber eine Affäre ist ja nun meistens ein Seitensprung. Ich frage mich aber: warum ist nicht mehr daraus geworden? Wäre doch vielleicht schön gewesen ...?


    Ich denke das waren falsche Voraussetzungen.
    Musste erst einmal wieder herausfinden wer ich bin, was ich möchte und von meinem Leben erwarte.
    Wäre es etwas Anderes gewesen als eine Beziehung mit diesem Mann, hätte ich ihn zwangsläufig verletzt.
    Ob er "mehr" wollte, kann ich Dir nicht sagen, das kam nie zur Sprache.


    Ich bin...ja....sehr laaaaaangsam in Bezug auf solche Dinge. Mein Partner durfte mich erst nach mehreren Monaten das erste Mal küssen.
    Vermutlich war das deshalb der einzige "Ausrutscher" den ich mir geleistet hab.
    Falls ich mich so salopp ausdrücken darf: Jemand der eine schneller Nummer sucht fliegt eher zum nächsten Blümchen als dass er so lang wartet, die Wiese ist schließlich groß.


    Ich möchte den Menschen mitsamt seiner Facetten lieber erst kennen lernen und mir sicher sein können. Der Ehrgeiz dazu hat mir damals gefehlt und ich brauche einfach eine gewisse Sicherheit für mein Wohlbefinden.

    Sie mag vielleicht klein sein, aber sie ist die ganz große Liebe...


    An seinen Vorfahren kann man nichts ändern, aber man kann mitbestimmen, was aus den Nachkommen wird.
    - François de La Rochefoucauld -

  • Also das ausschlaggebende, woran ich eine Affäre festmache, ist die Unverbindlichkeit.
    Ob das jetzt über einen längeren Zeitraum, ob mit oder ohne Gefühl, ob mit jemandem den man kennt oder jemandem den man gerade erst erblickt hat, - es steht durch die Unverbindlichkeit eben im krassen Gegensatz zur Partnerschaft.

  • Ich versteh gar nicht warum bei einigen eine Affäre so verächtlich klingt. Wenn zwei erwachsene Menschen sich dazu entschliessen und Dritte damit nicht verletzt werden ist es doch gut.


    Wenn sich Beide einig sind, ist das völlig ok. Jeder wie er will, das stimmt schon.

    Und Musicas Einwurf mit Vorbild vorm Kind sein - was hat denn das damit zu tun? :S Ist man "schlecht" wenn man eine hat und Kind es eventuell mitbekommt?


    Wenn man jedoch wie Musica hohe moralische Einstellungen hat, dann ist das "schlecht". Ich bin da genauso gestrickt. Für Andere ist mir egal, was sie tun, und ich verachte das nicht. Für mich kommt eine Affäre nicht in Frage, und ich lebe meinem Sohn auch hohe moralische Prinzipien vor.


    Für mich könnte es durchaus Liebe ohne Sex geben (wenn es denn sein müßte), aber keinen Sex ohne Liebe.


    Und auch wenn eine Beziehung Kompromissbereitschaft bedeutet, so sehe ich sowas nicht als Belastung. Wenn ich mich durch den Partner eingeschränkt oder zusätzlich belastet fühle, dann wäre es für mich nicht der richtige Partner.

  • Affäre oder auch Freundschaft + heißt ja nicht, dass man vom anderen nichts weiß. Affäre ist nicht gleich wild durchs Bett poppen und dann war es das. Affäre heißt auch nicht, dass das Kind automatisch etwas davon mitbekommen muss.
    Affäre oder Freundschaft + heißt auch nicht, dass da kein Vertrauen ist ganz im Gegenteil. Wir reden hier ja nicht von einem x-beliebigen aufgegabelten ONS.




    .. das sehe ich genauso. Es hat durchaus etwas mit Gefühlen zu tun. Der Hintergrund ist ein andererer. Man kann oder möchte keine feste Beziehung oder Partnerschaft leben. Meine Kinder würden es auch nie erfahren.

    Einmal editiert, zuletzt von Marian14 ()

  • Hi,


    ist eine Affäre nicht auch mal was, was man schon immer haben wollte...irgendwie.
    So als Single, kann man sich doch gelegentlich mal was erlauben 8)


    Auf der anderen Seite ist eine(r) sexuell anziehend, aber man/frau weiß nichts für eine Partnerschaft.
    Hat ja auch seine Vorteile, das drumherum entfällt :D


    Gruß
    babbedeckel

    Die Männer, die mit den Frauen am besten auskommen, sind dieselben,
    die wissen, wie man ohne sie auskommt. (Charles Baudelaire)


    Jedes Kind bringt die Botschaft,
    dass Gott die Lust am Menschen noch nicht verloren hat.