Leben ohne Sinn

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  • In letzter Zeit mache ich mir viele Gedanken darüber in wie weit mein Leben noch Sinn macht.
    Eigentlich war ich immer nur von dem Wunsch getrieben geliebt zu werden. Die Liebe war mein Lebenszweck.
    Ich liebe meine Kinder und sie lieben mich, aber irgendwie reicht das nicht mehr. Allein der Gedanke, dass sie davon Schaden nehmen würden, hält mich ab mein Leben zu beenden.


    Ich hatte mich eigentlich damit arangiert, dass mich keiner um meiner Selbst willen liebt und auch ganz gut damit gelebt.


    Vor etwas mehr als Jahren trat dann unerwartet ein Mann in mein Leben, der mir zum ersten mal das Gefühl gegeben hat so geliebt zu werden wie ich bin - mit allen Fehlern und ohne Bedingungen. In dieser Zeit muß ich wohl glücklich gewesen sein, auch wenn ich mich da jetzt kaum noch dran erinner.
    Er hat mich nach mehr als 2 Jahren ohne für mich ersichtlichen Grund fallen lassen. Es gab keine Erklärung und schon garkeine Aussprache. Er hat einfach für sich beschlossen, dass es besser ist wenn die Beziehung beendet ist. Immerhin war er so nett, mir das wenigsten selbst in einem sehr kurzen Telefongespräch (aus dem fahrenden Auto) zu sagen.


    Meine Welt stand plötzlich still. Der erste, dem ich wirklich geglaubt habe, dass er mich liebt hat unsere Beziehung einfach ausgeschaltet - So wie man das Licht ausschaltet. Für mich kam das völlig unvorhersehbar. Er hat sich vermutlich innerlich schon lange vorher von mir getrennt...


    Als ob das nicht reichen würde, haben sich auch alle Freundschaften die sich in der Zeit entwickelt haben in Luft aufgelöst. Vermutlich bin ich daran selbst schuld, ich war nicht grade sozialverträglich...


    Das Perfide ist, dass mein Leben sich objektiv betrachtet 2014 recht positiv entwickelt. Job läuft super, einige offene Baustellen sind fast oder ganz abgeschlossen und die Kinder entwickeln sich auch gut.


    Trozdem, meine Lust am Leben ist weg. Wenn ich mir vorstelle, dass ich nochmal 40 Jahre hinter mich bringen soll... daran mag ich ganicht denken. Nochmal 40 Jahre in denen ich micht überflüssig und ungeliebt fühle...


    Ich weiß nicht wie lange der Gedanke an meine Kinder mich noch am Leben hält...


    Die Zeit heilt ja angeblich alles Wunden - blödsinn!
    Meine Wunden werden tiefer und eitern vor sich hin...


    Ich mag nicht mehr - auch wenn ich weiß, dass ich muß


    lg moon :heul

    ...


    :crazy:wow
    Spieglein, Spieglein an der Wand - Was zur Hölle ist passiert?
    :nawarte: :amok::nawarte:

  • :knuddel:knuddel:knuddel:knuddel


    Ich drück dich mal ganz feste...

    Werden Hummeln von anderen Insekten gemobbt, weil sie dick sind?


    Ich gönne mir das Gefühl, durchgehalten zu haben.

  • Liebe moonflower, ich rate dir, dich in die Hände eines Psychologen zu begeben. Du bist nahe an einer schweren Depression. Damit meine ich nicht, du bist mal schlecht drauf, nein, du bist auf dem Weg schwer depressiv zu werden. Noch kommst du immer wieder zurück wegen deiner Kinder. Aber wer weiß, wie lange noch. Du brauchst professionelle Hilfe


    Du musst auch lernen, dich selbst zu lieben. Das Gefühl des Geliebtwerdens nicht von andere abhängig zu machen.


    :troest

  • :knuddel


    Weisst Du moonflower, bei Deiner Beschreibung lese ich nur "er liebt mich, die Kinder lieben mich, ich liebe meine Kinder, ich liebe ihn..."


    Liebst DU DICH?


    Auch wenn mir das selbst ebenso schwer fällt weiß ich doch, dass dies der einzige, richtige Weg ist, den ich gehen muss....

  • Moon hast du dir mal überlegt dir professionelle Hilfe zu holen?


    Ja, aber ich habe für mich beschlossen, dass das nicht in frage kommt.


    Nachtrag:


    Doch, ich liebe mich! Ein Grund mehr diesem Mist ein Ende zu setzen

    ...


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    Einmal editiert, zuletzt von moonflower ()

  • Warum denn nicht?
    Willst du denn nicht alles probieren das es dir besser geht?


    Ich glaube das man so am fehlen eines Partners leidet ist nicht 'normal', da steckt mehr dahinter.

  • dass das nicht in frage kommt.


    warum nicht? es gibt verschiedene möglichkeiten der hilfe von aussen...


    du solltest mit solchen gedanken nicht allein gelassen werden!

    "und sobald du die antwort hast, ändert das leben die frage..."


    "you will never truly understand something, until it actually happens to you!"

  • Ich glaube das man so am fehlen eines Partners leidet ist nicht 'normal', da steckt mehr dahinter.


    Es geht doch nicht um einen fehlenden Partner. Ich will weder den letzten zurück noch einen neuen. Ich bin es wohl nicht wert geliebt zu werden... egal von wem


    Man stellt sich ja keinen Eimer Scheiße in die Ecke, damit es gut riecht.

    ...


    :crazy:wow
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    :nawarte: :amok::nawarte:

  • Moon, jeder macht mal eine Phase durch in welcher man einfach keine Lust mehr hat, ABER es gibt immer einen Grund um morgens aufzustehen und weiterzumachen. Und das ist wichtig. Ich kann nicht beurteilen, ob es eine Depriphase ist oder ob du schon zu tief im Sumpf bist. Wichtig ist, dass du die Hoffnung und den Mut hast, dieses Tal unbeschadet zu überqueren und durchzustehen. Wenn du keine professionelle Hilfe möchtest. Wie wäre es mit einer Selbsthilfegruppe? Vielleicht hilft auch schon ein Gespräch mit einer Freundin? Wichtig vorallem für dich und deine Kinder ist, dass du nichts unüberlegtes tust, sondern dich jemanden, der aktiv in deiner Nähe ist bzw. sein könnte anvertraust.


    Ich habe auch das Gefühl, dass du dich nicht liebst. Zu streng mit dir bist und dir nur schwer vergeben kannst. Du hast Angst vor den nächsten 40 Jahren. Das haben wir alle. Wer weiß schon was kommt. Aber was sagt meine Mama immer, wenn ich nicht mehr kann. "Schau´ was du alles geschafft hast".


    Tolle Kinder, beim Job läuft es super, schöne Wohnung etc.


    Was genau fehlt dir? Vertrauen in deine Umgebung? Mehr Anerkennung? Oder brauchst du einfach mal eine Woche Urlaub mit Entspannung, Wellness, um wieder dich und deinen Körper spüren zu können?


    Vielleicht machst du einfach eine Liste, was dir im Leben fehlt und für was du persönlich selbst sorgen könntest.


    Wieso glaubst du, dass du nicht geliebt wirst? Deine Kinder und deine Familie lieben dich bedingungslos. Du hast sicher Freunde, die dich schätzen und du darfst nie vergessen, wenn du nicht mehr bist, wäre die Welt für viele Leute nicht mehr so wie sie war.


    Geb nicht auf. :troest

  • Es geht doch nicht um einen fehlenden Partner. Ich will weder den letzten zurück noch einen neuen. Ich bin es wohl nicht wert geliebt zu werden... egal von wem


    Man stellt sich ja keinen Eimer Scheiße in die Ecke, damit es gut riecht.

    Darum solltest du dir professionelle Hilfe suchen. Du bist über den Punkt hinaus, dass Sprüche von Laien "Du bist toll" usw. dich irgendwie erreichen.


    Ich bin jetzt seit über 7 Jahren Single. Es kann nicht nur um einen fehlenden Partner gehen. Ich finde mein Leben nicht so schrecklich, dass ich es beenden müsste. Natürlich hatte ich auch solche Phasen. Aber bei dir scheint es tiefer zu gehen


    Warum sträubst du dich dagegen? Ich war auch mal bei einem, mir hat es damals sehr gut getan

  • Merkst Du was moonflower? :knuddel


    Was soll ich merken?


    Das es für mich zwei möglichkeiten gibt:


    Ich bin wie ich bin und kann mir selbst in die Augen sehen und mich lieben
    oder
    Ich verbiege mich, hab selbst keine Achtung mehr vor mir, aber dafür bekomme ich evtl (falsche)Liebe von außen

    ...


    :crazy:wow
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  • Wenn Du Dich liebst, dann kommt ein Satz al la "ich bin es nicht wert geliebt zu werden" gar nicht aus Deinem Mund...


    Aber ich denke auch, dass Dir am ehesten mit professioneller Unterstützung geholfen ist.
    Was Du schreibst, und auch Deine Reaktionen klingen nicht gut und schreien förmlich nach Hilfe.
    Es ist ein Zeichen von Stärke!
    Gib Dir einen Ruck und gehe es an!

  • Nein, Moonflower. Du liegst in deiner Analyse zum Glück völlig falsch, wenn ich das einfach mal so sagen darf. Die zerbrochene Freundschaft mit jemandem, der dich "zum ersten Mal richtig geliebt hat", ist kein Zeichen dafür, dass es diese Liebe für dich nicht mehr gibt.
    Es ist umgekehrt: Es ist ein deutliches Zeichen dafür, dass diese Beziehungsmöglichkeit existiert. Sie ist da - irgendwo da draußen.


    Nun kommt Liebe nicht über einen wie ein Blitzschlag (wir existieren ja nicht in einem Rosamunde-Pilcher-Roman). Liebe und Beziehung ist auch harte Arbeit. Beziehungsarbeit. (Bei Eltern und Kindern wie zwischen Erwachsenen ...) Dabei kann Liebe zum Anderen aber nicht mein Lebenssinn und Lebenszweck sein. Warum nicht? Weil ich dann dem anderen kein gleichberechtigtes, auf Augenhöhe lebendes Gegenüber sein kann. Selbstaufgabe ist keine Liebe. Liebe ist der Bonus, der wächst, wenn zwei Menschen, die sich selbst bejahen können nun mit dem Anderen gemeinsam losgehen und sich gegenseitig tragen und stützen.


    Einen anderen lieben geht nur, wenn man sich selbst gelernt hat zu lieben. Mit den eigenen Fehlern und Unzulänglichkeiten, natürlich auch mit den eigenen Stärken. Nur wenn zu sich selbst steht, kann man dem anderen ein Partner sein.
    Ist eine Beziehung kaputt gegangen und sind wir verletzt, dann heilt die Zeit tatsächlich nur manchmal die Wunden. Nämlich bei leichteren Verletzungen. Schwärt die Wunde und eitert, wie du es beschreibst, muss man aktiv die Wunde versorgen. Man muss schauen, woher sie kommt. man muss schauen, wie groß sie ist. Man muss sie sich leider genau angucken - und dann überlegen, was zutun ist. Manchmal braucht man Hilfe - eine Wunde reinigen, einen Verband umlegen - das kann man allein nicht. Man kann nur dafür sorge, dass jemand da helfend zur hand geht. Das ist die große Aufgabe, die man hat ...


    Dann aber braucht es tatsächlich seine Zeit. Ganz sicher sogar. Und vielleicht bleiben auch Narben zurück. Auch das wäre ganz normal. Aber irgendwann hat man gelernt, aus den Erfahrungen. Und dir wird jemand begegnen, der fasziniert ist von einem Menschen, der großen Tiefgang im Leben hat, Lebenserfahrung und der eine besondere Persönlichkeit ist. Und ihr werdet miteinander reden können und die Stunden werden wie Minuten sein.


    Quatsch, sagst du vielleicht. Hätte ich vor ein paar Jahren auch gesagt. Heute weiß ich, dass man durch dieses "finstere Tal" (ist das nicht sogar ein wuchtiges biblisches Bild?) - durchwandern kann und irgendwann der Aufstieg beginnt. Nicht heute. Nicht morgen. Aber bald. Und dann beginnt bereits der Weg sinnvoll zu sein. Und irgendwann sieht man ein Ziel - und wie man es erreichen kann.


    Ich wünsche dir ganz viel Kraft für unterwegs!

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Ja, aber ich habe für mich beschlossen, dass das nicht in frage kommt.


    Warum kommt es für Dich nicht in Frage? Warum ist es nicht in Ordnung, Dir Hilfe zu holen, wenn Du selbst nicht mehr weiter kommst?

    Ich bin es wohl nicht wert geliebt zu werden... egal von wem


    Und wie kommst Du zu dieser Einschätzung? Wertvoll ist jeder Mensch, und ganz besonders Du. Schaue einmal auf Deine Vergangenheit; Familie, Freunde, Bekannte - fällt Dir jemand ein, mit dem Du Dich gut verstehst oder verstanden hast?

    Es ist ein Zeichen von Stärke!


    Absolut. Sei es von Freunden, von Psychologen, von Seelsorgern - wichtig ist, dass Du Dich jemandem anvertrauen kannst. Also: Was spricht dagegen?

  • Liebe moonflower,



    auch ich schließe mich an und empfehle Dir, professionelle Beratung und Hilfe aufzusuchen.



    Ich kenne die Anzeichen von einer Depression (durch meine Mama, schon seit ich auf der Welt bin und sogar vorher) und rate Dir dringend, Hilfe zu suchen. Meine Mama hatte ihren ersten Suizidversuch mit 16 Jahren und danach immer mal wieder und das aber nur, wenn sie sich nicht in Behandlung begeben hat, sondern versucht hat, sich selbst zu "therapieren".



    Es ist gar nicht so schlimm, wie es immer so dargestellt wird. Mit der richtigen medikamentösen Einstellung und Therapie "scheint" auch sicher bald für Dich wieder die Sonne.



    Kannst mir auch gerne eine PN schicken...



    VG


    Nicole

    Alles, was Ihr also von anderen erwartet, dass tut auch Ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten Mt 7,12

  • Ich bin seit Ende Januar krank geschrieben wegen einer schweren Depression, Panikattacken und einer Angststörung...


    Lange Zeit habe ich alle Zeichen meines Körpers und meiner Seele bewusst überhört und mir gedacht ich solle mich doch mal nicht so anstellen. Ich arbeite im medizinischen Bereich und hatte wahnsinnige Probleme diese Krankheit als solche zu akzeptieren... Ich habe mir immer gedacht "ICH soll so sein wie die Patienten die ich kenne?!?!" Hahaha ich doch nicht ich bin viel stärker, so ne Phase hat jeder Mal im Leben usw usw.


    Irgendwann Ende Januar sass ich weinend auf dem Boden in meiner Küche, um mich herum die Einkaufstüten, im Kinderzimmer mein Kind und habe das erste Mal kapiert, dass ich krank bin.


    Ich hatte meinen ersten Termin bei meiner Psychotherapeutin.... hab da gesessen und mir gedacht "was für ein Quatsch, wie soll die denn helfen, ich erzähle gar nichts..." und dann hab ich 1 Stunde lang nur geredet... alles kam raus was ich jahrelang auf der Seele sitzen hatte.... und es tat gut, ich war einerseits fertig und andererseits fühlte ich mich so befreit als ich nach Hause ging.



    Also gebe dir den Rat versuche es wenigstens einmal, du wirst sehen es wird dir helfen und du wirst wieder Spass am Leben haben. Das dauert seine Zeit aber es kommt...



    :winken: