Antrag GdB - Austausch

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  • Hallo Ihr Lieben,



    hat jemand von Euch schon einmal - gerne auch per pn - einen Antrag
    auf GdB (Grad der Behinderung) gestellt...?


    Welche Erfahrungen habt Ihr machen müssen / durftet Ihr machen?


    Wie seid Ihr ggf. mit einem Widerspruch umgegangen...?


    Ich weiß, es wird im Internet viel geschrieben, seriöse Websiten schreiben auch hier und da
    an Tips.. aber oft sieht es ja in der Realität etwas anders aus... bzw., die Mühlen mahlen ja auch langsam...


    Wie sind Eure persönlichen Erfahrungen bzw. die Erfahrungen aus Eurem Umfeld....?


    Viele liebe Grüße und lieben DAnk fürs Lesen :engel


    *Viele Grüße Susayk*



    _____



    *Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen*


    *Träume sind wichtig, sie gestalten Dein Leben u. Dein Handeln*


  • Ich bin gerade mittendrin - für Sohn!!
    Widerspruch mit Forderung nach Akteneinsicht ist raus...Gebühren überweise ich diese Woche und dann mal sehen wie es weitergeht :frag


    Bin total genervt davon..nutz aber nix :thumbdown:


    ca. 2 -3 Monate hat es bis zum Bescheid gedauert.
    Sichherheitshalber sind wir jetzt im VDK und ich werde das bis zum Sozialgericht durchziehen.... :bldgt:


    lg duechesse :strahlen


    Bekommen hat er wie fast alle, die ich kenne und die einen Antrag gestellt haben 30%

  • Hallo susayk!


    Um wen geht es denn bzgl. GdB-Antrag?


    Es kommt darauf an, was man alles an gesundheitlichen Problemen oder Behinderungen hat.
    Bei mir ist es so, dass ich aufgrund meiner an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit und noch wegen paar weiterer gesundheitlicher Sachen
    100% bekommen habe und ich es bis jetzt habe.


    Liebe Grüße Sonnenschein12 :wink

    "Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag" (Charlie Chaplin)

  • Ich habe für mich vor drei Jahren einen Antrag gestellt.
    Erst bekam ich GdB 30, nach Widerspruch dann GdB 40 und dann hab ich einen Verschlechterungsantrag gestellt (mit neuen ärztlichen Attesten) und jetzt sind es GdB 60 (unbefristet).


    Mir kommt es so vor als ob es auf Anhieb nie "läuft", sondern man immer schlechter eingestuft wird (außer es sind richtig messbare Werte, dann gibt es ja keinen Spielraum).


    Wichtig ist v.a. nicht nur die Krankheiten aufzulisten, sondern zusätzlich zu den ärztlichen Attesten so genau wie möglich die Einschränkungen im Alltag aufzuführen (auch jede noch so kleine Kleinigkeit, auch wenn man sie für unwichtig hält). Ich hab mir damals über eine Woche eine Liste gemacht, immer wenn mir im Alltag etwas aufgefallen ist.... und daraus dann eine Auführung verfasst.


    Viele schwören auf die Hilfe vom VdK und sind der Meinung, dass man mit der Unterstützung eher zum Erfolg kommt. Bei mir hat es ausch so geklappt.
    Auch muss man mit dem Mitarbeiter dort Glück haben, denn es gibt auch viele, die nicht wirklich Ahnung haben (v.a. hier in München....ich hab auch beruflich damit zu tun und bin manchmal echt entsetzt, was da kommt).


    Bei weiteren Fragen kannst Du Dich gerne auch direkt mit mir in Verbindung setzen.

  • ... bei Anmida unterschreib....


    hatte damals beim Kleinen wohl unheimlich Glück, wird aber nun gerade überprüft....
    Beim Großen müßte ich eigentlich Verschlechterungsantrag stellen, mir grauts aber davor, was da vielleicht (blöd, wenn das H nächstes Jahr wegfallen würde) rauskommt - ist leider wohl auch immer Glückssache, welcher Sachbearbeiter und wie der die Diagnose/Auswirkung einschätzt.....


    Ich hatte damals eigentlich gar nichts eingereicht, nur das Antragsformular und die Liste mit den Ärzten und Schweigepflichtentbindungen......

  • Ich hatte damals eigentlich gar nichts eingereicht, nur das Antragsformular und die Liste mit den Ärzten und Schweigepflichtentbindungen......


    Das ist genau der Punkt, den ich meinte.... je nach Art der Behinderung kann das ausreichend sein oder aber auch ein "Eigentor", denn es zählt nicht die Behinderung, sondern die Einschränkungen dadurch. Also lieber die Arbeit machen und sich hinsetzen und ordentlich was formulieren.

  • Ich hab das regelmässig bei Sohni und mir-


    meine Erfahrung sagt, was man als Kind bekommt und behalten möchte ist einfacher, als ein Neuantrag-


    hier steht schon eine ganze Menge -
    relativ einfach ist es auch, wenn die Erkrankung definitiv in der "Anlage zu § 2 der Versorgungsmedizin-Verordnung" gelistet ist-
    und der Arzt das auch möglichst wörtlich so forumuliert
    alles andere ist schon so eine Sache, die es schwieriger macht....


    hier kommt mEn. meist "nur" ein "gleichgestellt" raus :frag

    Lieber Gruss


    Luchsie


    Dein Denken kann aus der Hölle einen Himmel und aus dem Himmel eine Hölle machen.


    Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug. (Epikur)

  • Durch meine Diagnose ging der Antrag im letzten Jahr problemlos durch, ich habe 50% bekommen. Toitoitoi und starke Nerven für dich!

    Am Ende stellt sich die Frage: Was hast du aus deinem Leben gemacht? Was du dann wünscht getan zu haben, das tue jetzt. - Erascus von Rotterdam

  • Vielen lieben Dank für die pns und die Antworten auch hier schon mal :blume


    Sonnenschein,
    Der Antrag ist für mich.



    Dann werd ich mir den VdK doch mal im Hinterkopf behalten..
    Bin ja nun aus der Medizin aber eben auch nicht in allem *firm*..
    Antrag ist von mir eingereicht mit allen von mir vorhandenen Unterlagen und Einschränkungen im Alltag/Beruf, Hausärztin weiß auch schon Bescheid..


    Dann warte ich ab was zurück kommt...


    Vielen Dank auf jeden Fall schon mal :thanks:
    :knuddel


    *Viele Grüße Susayk*



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  • Da bei meinem Burschen der Antrag ausreichte ,er sogar von Seiten des Versorgungsamtes zwischenzeitlich höher Eingestuft wurde.Kann ich Dir keine Tipps geben.


    Doch will ich Dir wenigstens die Daumen drücken


    Liebe Grüße


    Ute

  • Hallo Susa,
    ich gehöre selbst auch dazu.
    Wichtig erschien mir, sich wirklich vorher gut mit dem behandelnden Arzt, der das Gutachten schreiben muss und die Einschränkungen bestätigen muss, abzusprechen.


    Mein erster Antrag noch vor dem Referendariat brachte 30%, auf Widerspruch bin ich damals Mitte/Ende 20 gar nicht gekommen, daher habe ich mich gleichstellen lassen, was mir damals schon viel geholfen hat, weil ich so mit meiner Erkrankung (Morbus Crohn) am Standort der Uni-Klinik einen Ref-Platz bekommen habe.
    Ich erinnere mich nicht mehr wirklich so gut an die Zeit, aber so richtig GUT kannte ich den Arzt nämlich nicht, der mir die 30% verschafft hat, vermutlich wäre mehr drin gewesen, da ich schon sehr angeschlagen war.
    Später, als meine Krankheit total eskaliert ist mit vielen OPs, Anus praeter usw., bin mit ich mit einem Verschlimmerungsantrag und mit einem Arzt, der wirklich alles mitbekommen hat, auf stolze 80% gekommen. Das war damals als Junglehrerin Gold wert, weil ich gar nicht so viel leisten konnte wie ein Normalo.
    Später wurde ich wieder zurückgestuft, erst 50%, dann 30%, ich habe mich aber nicht mehr gleichstellen lassen, weil es mir sehr gut geht.


    Viel Erfolg!

  • ..... aus aktuellem Anlass....


    Wie läuft es bei Verschlechterung.... Was muss man beachten.. Was wenn ich in der aktuellen Phase

    der Verschlechterung den Arzt wechseln muss/musste....


    Gleichstellungsantrag wurde noch nicht gestellt..Da aktuell seit eigentlich schon 3-5 mon.

    eine Verschlechterung eingetreten ist würde ich bzgl. Gleichstellungsantrag noch abwarten...:wacko::frag:batsch


    GdB Angabe bei Jobwechsel? Bewerbung? Habt Ihr das angegeben (ich weiß, dass man nicht muss),

    wenn nicht explizit drauf hingewiesen wurde..? - Wie sind Eure Erfahrungen


    *Viele Grüße Susayk*



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  • Wie hoch ist denn der GdB, susayk? Wenn er entsprechend hoch ist, würde ich ihn dem neuen Arbeitgeber schon angeben.

    Es kommt auf die Behinderung darauf an bzw. Einschränkungen, würde ich jetzt mal so sagen.

    Bei Verschlechterung kann es auch passieren, dass es eher negativ für einen selbst ausfällt, muss aber nicht.
    Ich selber habe auch gerade eine Überprüfung, aber so wie es derzeit aussieht, bleibt alles beim Alten bei mir.

    "Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag" (Charlie Chaplin)

  • Wie hoch ist denn der GdB, susayk?

    derzeit "nur" 30... fast nicht erwähnenswert.. nur wenn ich Antrag stelle, sofern der dann durchgeht...

    im Augenblick ist es halt nicht ganz sooo toll alles....und nicht soo einfach... ich habe 2-3 verschiedene Meinungen und mit Cortison läuft es halbwegs ganz gut.. aber ist halt nicht Sinn der Sache.... Deines ist ja auch alles nicht so easy.... bei mir sind es halt die Knochen :rotwerd:saint: beides sch***:lach


    *Viele Grüße Susayk*



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  • Liebe susa,


    Ich bin beim Integrationsfachamt vorstellig gewesen. Bei uns ist das der LwL.

    Dort habe ich eine Reihe an Hilfen, Infos und Tipps bekommen. Gerade im Bezug auf Arbeit und Hilfen.

    Sicher gibt es was ähnliches bei euch. Also, dass würde ich auf jeden Fall mitnehmen. Das war sehr nützlich.

  • derzeit "nur" 30... fast nicht erwähnenswert.. nur wenn ich Antrag stelle, sofern der dann durchgeht...

    im Augenblick ist es halt nicht ganz sooo toll alles....und nicht soo einfach... ich habe 2-3 verschiedene Meinungen und mit Cortison läuft es halbwegs ganz gut.. aber ist halt nicht Sinn der Sache.... Deines ist ja auch alles nicht so easy.... bei mir sind es halt die Knochen :rotwerd:saint: beides sch***:lach

    Ok, verstehe. Ja, ein GdB von 30 ist wirklich nicht viel.
    Ich kann dich aber gut verstehen! Jupp, unser beider Beeinträchtigungen sind nicht grad das Wahre... :lach:ohnmacht::knuddel

    "Ein Tag ohne Lächeln ist ein verlorener Tag" (Charlie Chaplin)


  • Hier in Hessen heißt es momentan überall: Bloß keine Verschlechterungsanträge stellen! Es gibt (angeblich, nachprüfen kann ich das schließlich nicht) momentan kaum Verschlechterungsanträge, die durchgehen, schlimmer noch, sie enden oft sogar darin, dass der bisherige GdB nach unten korrigiert wird.


    Ob das bei Euch auch so ist, weiß ich nicht, kann man aber bei den Integrationsfachdiensten (wenn es die bei Euch gibt) erfahren oder bei Beratungsstellen, die bei Anträgen helfen. Der VdK sollte sowas auch wissen. Mir hat das letztens unsere Schwerbehindertenvertreterin erzählt, die sollten auch Kontakte haben, von denen sie solche Tendenzen erfahren.


    Die Gleichstellung kannst Du doch trotzdem schon mal beantragen, die sind in der Regel unproblematisch und schnell durch. Wenn Du dann eine Verschlechterung durchbekommst, gibst Du das einfach an, die betreffenden Stellen wissen ja auch, dass Verschlechterungsanträge auch mal länger dauern und verstehen dann auch, dass man erst mal die Gleichstellung wollte.


    Tja, einen GdB bei Jobwechsel angeben ist sicher ein zweischneidiges Wert. Auch, wenn die Ausschreibungen ja meistens versprechen "Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt" - so recht glaube ich nicht daran. Leider sehen Arbeitgeber eben doch oft die - aus ihrer Sicht jedenfalls - Nachteile. 5 Tage mehr Urlaub, Kündigungsschutz, vermeintlich mehr Krankentage, angeblich geringere Leistung. Ich habe meine Schwerbehinderung beim letzten Jobwechsel vorher nicht angegeben, obwohl es öffentlicher Dienst ist, der eine starke Schwerbehindertenvertreterin hatte. Ich habe erst nach Vertragsunterzeichnung meinen Schwerbehindertenausweis abgegeben. Man hatte aber Verständnis dafür und war auch nicht verärgert. Denn es ist ja auch so: man will ja auch nicht wegen der Schwerbehinderung bevorzugt werden, sondern wegen seiner Leistung eingestellt werden oder der Quoten-Behinderte sein, damit der Betrieb seine Behindertenquote erfüllt.

    Zufriedenheit ist der Stein der Weisen, der alles in Gold verwandelt, das er berührt.

    Benjamin Franklin