Umfrage zu den Auswirkungen des Mindestlohns bei Alleinerziehenden

Die Registrierung ist wieder eröffnet! Wir begrüßen euch recht herzlich bei uns im Forum!
  • Liebes Forum,


    Hallo ich heiße Assif, bin 24 Jahre alt und studiere in München.

    im Rahmen einer Projektarbeit für die Uni, betreibe ich qualitative Forschung in Form einer Online-Befragung.

    Ziel ist es die Auswirkungen des Mindestlohns bei Alleinerziehenden ein bisschen mehr zu verstehen.

    Jede/Jeder der mitmacht ist mir eine große Hilfe und ich wäre sehr dankbar und dabei dauert es nicht mal 5 Minuten.

    Hier wäre der Link: https://www.surveymonkey.de/r/MPPKNPM


    Liebe Grüße

    Assif

  • Ziel ist es die Auswirkungen des Mindestlohns bei Alleinerziehenden ein bisschen mehr zu verstehen.

    Das Problem von AEs ist nicht unbedingt der Mindestlohn. Entsprechend werden die wenigen Fragen nicht der Problematik der Alleinerziehenden gerecht. AEs sind zwar statistisch eine der größten armutsgefährdeten Gruppen. Das liegt aber nicht daran, dass AEs regelmäßig und überduchschnittlich im Bereich Mindestlohn arbeiten.

    AE-Problem ist fehlender Unterhalt, die fehlende Betreuung der Kinder, deren Kosten, die Variabilität, die dadurch ggfls. bedingte Teilzeitarbeit, die hohe Steuerbelastung und damit am Ende ein Familieneinkommen, das sich häufig nicht vom Hartz-Satz abhebt. Da lohnt/rechnet sich Arbeit nicht, vor allem nicht zum Mindestlohn, oft aber auch nicht nur stundenweise zum höheren Lohn.


    Eine wesentliche Verbesserung der AE-Situation hat die Verlängerung des Unterhaltsvorschusses bis zur Volljährigkeit gebracht und sich langsam erhöhende steuerliche Kinderfreibeträge.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Hallo Assif, warum sollte das Thema Mindestlohn gerade bei Alleinerziehenden ein Thema sein?

    Wie Bap bereits auch angemerkt hat, befinden sich verhältnismäßig viele AEs in Beschäftigungen mit Mindestlohn.

    Da sollte dann grundlegend beobachtet werden ob er den Leuten geholfen hat oder eher nicht.

  • Das Problem von AEs ist nicht unbedingt der Mindestlohn. Entsprechend werden die wenigen Fragen nicht der Problematik der Alleinerziehenden gerecht. AEs sind zwar statistisch eine der größten armutsgefährdeten Gruppen. Das liegt aber nicht daran, dass AEs regelmäßig und überduchschnittlich im Bereich Mindestlohn arbeiten.

    AE-Problem ist fehlender Unterhalt, die fehlende Betreuung der Kinder, deren Kosten, die Variabilität, die dadurch ggfls. bedingte Teilzeitarbeit, die hohe Steuerbelastung und damit am Ende ein Familieneinkommen, das sich häufig nicht vom Hartz-Satz abhebt. Da lohnt/rechnet sich Arbeit nicht, vor allem nicht zum Mindestlohn, oft aber auch nicht nur stundenweise zum höheren Lohn.


    Eine wesentliche Verbesserung der AE-Situation hat die Verlängerung des Unterhaltsvorschusses bis zur Volljährigkeit gebracht und sich langsam erhöhende steuerliche Kinderfreibeträge.

    Vielen Dank Bap! Du hast mir einen guten Einblick über die Probleme der AEs gegeben. Ich werde versuchen, dass in meine Arbeit zu integrieren.

  • Gut ist, dass der Fragebogen schnell geht.

    Jetzt mal der Blick der Sozialwissenschaftlerin: das ist hoffentlich keine Abschlußarbeit. Sonst noch mal einen Schritt zurück und mit der*dem Betreuer*in Rücksprache halten zum Instrument halten.

    Du machst damit auch keine qualitative sondern eine quantitative Befragung;).


    Zum Inhaltlichen hat Bab schon viel gesagt... Mein Tipp: Ist die Aufgabe das Thema, dann schreib eine theorische Arbeit. Ist die Aufgabe die Methode zu lernen, halte Rücksprache mit deiner Lehrperson.

    LG Campusmami



    Sonne muss von Innen scheinen :sonne


    Das Leben findet draußen statt :rainbow: .

  • Woher hast du die Annahme, dass Alleinerziehende eher im mindeslohnbereich arbeiten? Bab sprich sich auch dagegen aus, das hast du missverstanden.

    Du fragst in Deinem Fragebogen auch keinen Stundenlohn ab, so dass Du dieses Missverständnis durch deine Forschung nicht be- oder widerlegen kannst.

    LG Campusmami



    Sonne muss von Innen scheinen :sonne


    Das Leben findet draußen statt :rainbow: .

  • Um zu wissen bzw. herzuleiten, dass AEs, die Mindestlohn bekommen, keine Chance haben, vernünftige Altersvorsorge zu betreiben und im Endeffekt in der Altersarmut landen, obwohl sie einen erheblichen Beitrag für die Gesellschaft leisten, brauche ich keine Umfrage. Dafür brauchen die meisten noch nichtmal Abitur, geschweige denn ein Hochschulstudium.


    Meine Frage wäre ist: Was wird die Auswertung und deine Forschung für uns AEs zum Positiven verändern?

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Gut ist, dass der Fragebogen schnell geht.

    Jetzt mal der Blick der Sozialwissenschaftlerin: das ist hoffentlich keine Abschlußarbeit. Sonst noch mal einen Schritt zurück und mit der*dem Betreuer*in Rücksprache halten zum Instrument halten.

    Du machst damit auch keine qualitative sondern eine quantitative Befragung;).


    Zum Inhaltlichen hat Bab schon viel gesagt... Mein Tipp: Ist die Aufgabe das Thema, dann schreib eine theorische Arbeit. Ist die Aufgabe die Methode zu lernen, halte Rücksprache mit deiner Lehrperson.

    Ne zum Glück nicht ^^. Hätte vielleicht noch dazu sagen sollen, dass die Projektarbeit für den Erstsemesterkurs Wissenschaftliches Arbeiten geschrieben werden muss.

  • Um zu wissen bzw. herzuleiten, dass AEs, die Mindestlohn bekommen, keine Chance haben, vernünftige Altersvorsorge zu betreiben und im Endeffekt in der Altersarmut landen, obwohl sie einen erheblichen Beitrag für die Gesellschaft leisten, brauche ich keine Umfrage. Dafür brauchen die meisten noch nichtmal Abitur, geschweige denn ein Hochschulstudium.


    Meine Frage wäre ist: Was wird die Auswertung und deine Forschung für uns AEs zum Positiven verändern?

    Ja das ist wohl wahr. Mir hilft dies dennoch bei der Arbeit. Mir fälllt es so leichter Verhalte zu analysieren und dann darzustellen.
    Ziel ist es durch Forschung und Erkenntnisgewinne, Handlungsempfehlungen für die Praxis zu erarbeiten.

  • Woher hast du die Annahme, dass Alleinerziehende eher im mindeslohnbereich arbeiten? Bab sprich sich auch dagegen aus, das hast du missverstanden.

    Du fragst in Deinem Fragebogen auch keinen Stundenlohn ab, so dass Du dieses Missverständnis durch deine Forschung nicht be- oder widerlegen kannst.

    Da ich nur eine kostenlose Lizenz für surveymonkey besitze muss ich auf grundlegende Funktionen ausweichen und das leider obendrauf mit einer Begrenzung an stellbaren Fragen.
    Hatte gehofft durch das freie Textfeld zur Frage über den Mindestlohn (F8) etwas breitere Antworten zu erhalten aber ja bin noch am lernen und danke für die ganzen Bemerkungen und Hilfen.

  • Erstsemesterkurs wissenschaftliches Arbeiten... Bist du dir sicher, dass du da eine Befragung machen solltest, oder vergallopierst du dich da nicht vielleicht?


    Dein Fragebogen produziert Daten, die dir nicht helfen, deine Annahme zu klären.


    Wenn du wissenschaftlich arbeiten möchtest, musst du erstmal anfangen zu lesen und etwas finden, dass den Zusammenhang von Mindestenslohn und alleinerziehend zu sein vermuten/belegen lässt. Und das dann ordentlich zitieren.


    Dann musst du anfangen zu definieren:

    - Wer ist denn für dich Alleinerziehend?

    - Wann deckt Einkommen den Bedarf (du fragst ein subjektives Gefühl ab... ähnlich wie bei der Fragestellung, ob man genug Zeit für seine Kinder habe)

    - die offene Frage nach dem Mindestenslohn ist skurril... Vor allem weiß du ja aus den Daten nicht, ob die Person, die sie beantwortet, zum Mindeslohn arbeitet oder nicht.

    LG Campusmami



    Sonne muss von Innen scheinen :sonne


    Das Leben findet draußen statt :rainbow: .

  • Ja schon. Fürs Exposé war es nicht gefordert aber jetzt für die Projektarbeit sollen wir Primärforschung betreiben.

    Danke für die Tipps, wobei ich noch eine Definition für 'Alleinerziehend' zu den Begriffserklärungen integrieren kann.

    Beim nächsten Mal weiß ich eher in welche Richtung meine Fragen gehen sollten. Vielen Dank.

  • An der Software sollte es nicht scheitern... Jede Uni hat Campuslizenzen für Software damit man Daten gescheit erheben und vorallem vernünftig auswerten kann.

    Wenn es wirklich ne Befragung werden soll (ich kann es mir wirklich nicht vorstellen), dann musst du dich an deine lehrperson wenden, dein Instrument besprechen und dir Zugang zu einer gescheiten Software geben lassen. Dann machst du einen Pretest und danach veröffentlichst du den Fragebogen (natürlich nicht ohne dir Gedanken zu machen, wen du auf dem Veröffentlichungsweg erreichst und welche Rückschlüsse du von der Gruppe der erreichten auf die Gesamtheit der Alleinerziehenden in Deutschland ziehen kannst)

    Lass die Befragung sein.

    LG Campusmami



    Sonne muss von Innen scheinen :sonne


    Das Leben findet draußen statt :rainbow: .

  • Hängst du am Thema? Wenn ja an welchem Teil? Alleinerziehende oder Mindestlohn?

    Die Kombi macht keinen Sinn... Es sei denn du willst ausrechnen, wie hoch der Mindestlohn sein müsste, damit AEs mit unterschiedlichen Mengen und Alterszusammensetzungen von Kindern mehr verdienen, als sie durch das Existenzminimum (definiert durch ALG2) bekommen würden. Das wäre dann aber kein wissenschaftliches Arbeiten.


    Meine These wäre, dass der aktuelle Mindestlohn Alleinerziehenden nicht nützt, weil schon bei einem Kind das Einkommen ohne Unterhalt nicht ausreichen würde, um das Existenzminimum zu decken. Deshalb würde ich vermuten, dass AEs keinen Anreiz haben Vollzeit zum Mindestlohn zu arbeiten und man deshalb in der Gruppe der AEs eher wenige Personen findet, die das tun. Du scheinst das Gegenteil zu vermuten, warum?

    LG Campusmami



    Sonne muss von Innen scheinen :sonne


    Das Leben findet draußen statt :rainbow: .

    Einmal editiert, zuletzt von campusmami ()

  • Oh, Campusmami, lach ... lass ihn leben ...


    Assif, eine Menge der Daten, die Du mutmaßlich suchst, wirst Du recht aktuell beim Statistischen Bundesamt finden. Deine Uni, so sie in Deutschland ihren Sitz hat, hat den Zugriff auch auf die Daten hinter der "Bezahlschranke". Ich habe gerade geguckt. Mit ein bisschen Dreisatzrechnungen kannst du in Erfahrung bringen, ob und wie AEs am Mindestlohn hängen.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Was bitte ist ein Mindestenslohn? Oder ein Mindeslohn?

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Mutmaßlich eine Autokorrektur ...

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.