Neues Umgangs- und Sorgerecht?

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  • Das Justizministerium bereitet angeblich eine Revision des Familienrechts im Bereich Umgangs- und Sorgerecht vor. Dazu soll ein Thesenpapier existieren, das einigen Medien vorliegt. Über die Inhalte wird unterschiedlich berichtet. Laut Hörensagen soll das Sorgerecht grundsätzlich bei beiden Elternteilen liegen, also automatisch ohne Antrag auch bei unehelichen Geburten. Ebenso soll es keinen Entzug des Sorgerechts mehr geben.

    Wir mühen uns, an die Inhalte des Papiers heranzukommen ...

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Keinen Entzug des Sorgerechts- das kann ich nicht glauben. Denn es gibt ja immer Fälle, in denen das Kind sonst VÖLLIG verkommen würde!

    Oder, wie in meinem Fall, ein Elternteil nutzt das Gericht fast für sich alleine um den anderen Elternteil zu ruinieren und zu beschäftigen. :hae:

  • Ebenso soll es keinen Entzug des Sorgerechts mehr geben.

    Kann ich mir auch nicht vorstellen. Oder aber es wird in so einem "Verwahrlosungsfall" dann aufs JA übertragen. Irgendwer muss es ja haben. Oder die machen halt so nen Zwischending - jeder ET hat zwar das SR, wird aber bei Kindeswohlgefährdung ausser Kraft gesetzt. Halt das Rad wieder neu erfunden. Schafft vielleicht wieder ein paar Sesselpupser-Arbeitsplätze.


    Da das aber gar nicht mal so das Ding ist mit dem SR, weil im Alltag eher "unauffällig", würden mich eher die wahrscheinlich revolutionären Ideen der Herrschaften in puncto Umgangsrecht interessieren....Aber da wird's auch beim Alten bleiben: wer den Umgang boykottieren will, der boykottiert.


    Ach ja, aber neugierig bin ich schon :lach

    Grüsse Tani :wink



    Du bist nicht das was Du sagst, sondern das was Du tust!

  • Alter Wein in neuen Schläuchen. Die Empfehlung einer Arbeitsgruppe ändert nichts an konfliktbehafteten Eltern und etwiggestrigen
    Schwarzkitteln. Familienrechtsrevision hatten wir schon 1977 und es immer noch nichts besser geworden.

    Es wird letztlich in konfliktbehafteten Elternhäusern immer noch bei Einzelfallentscheidungen in Bezug auf die Kinder bleiben.

    Aber Hauptsache, die jüngste Diätenerhöhung um 60 % in Berlin hat reibungslos funktioniert.

  • Alter Wein in neuen Schläuchen. Die Empfehlung einer Arbeitsgruppe ändert nichts an konfliktbehafteten Eltern und etwiggestrigen
    Schwarzkitteln. Familienrechtsrevision hatten wir schon 1977 und es immer noch nichts besser geworden.

    Es wird letztlich in konfliktbehafteten Elternhäusern immer noch bei Einzelfallentscheidungen in Bezug auf die Kinder bleiben.

    Aber Hauptsache, die jüngste Diätenerhöhung um 60 % in Berlin hat reibungslos funktioniert.

    Ach was, die Dichte an Sozialarbeitern wird aufgebaut es gibt neue Angebote zwecks Mediation und Aufarbeitung des Konflikts.

    Dann haben wir uns alle lieb und sind glücklich.....Gewaltätiger Ehemann kein Problem, Gespräche Gespräche Gespräche, der ändert sich schon.


    Ich weis auch gar nicht was du mit Berliner Diätenerhöhungen hast, gerade die Berliner haben es sich doch verdient.

    Geilen Job liefert Rot-Rot-Grün da ab. Hut ab da kann man denen auch mal ein paar Kröten mehr gönnen.

  • Beim Umgangsrecht soll wohl "alles möglich" gestellt werden, scheint der Vorschlag zu sein. Damit auch das Wechselmodell in allen Varianten. Spannend halt an den Knackpunkten wie Unterhalt oder etwaigen Sozialgeldern.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Beim Umgangsrecht soll wohl "alles möglich" gestellt werden, scheint der Vorschlag zu sein. Damit auch das Wechselmodell in allen Varianten. Spannend halt an den Knackpunkten wie Unterhalt oder etwaigen Sozialgeldern.

    Ich glaub wir hier in diesem Forum sind auch zu nah an der Realität als das wir uns in die Denkweise der Urheber dieser Gesetze hineinversetzen können.

    Die Damen und Herren die sowas ausarbeiten und beschließen haben Studiert und wissen am besten was gut für die Kinder ist.

    Aber vielleicht erledigt sich das ja bald sowieso von alleine denn wenn Kinderrrechte ins Grundgesetz aufgenommen werden hat ja der Staat effektiv die Kinder von ihren Eltern übernommen und kann besser entscheiden.

    Dann könnte sich der Staat verantwortlich fühlen, an den Eltern vorbei für die Erziehung der Kinder zu sorgen. Derzeit greifen die Jugendämter ja nur im Ausnahmefall in die Familien ein. Und nur im Extremfall dürfen sie Eltern das Kind wegnehmen. Sie dürfen entscheiden, ob das Kind gefährdet ist oder nicht, sie dürfen die Erziehung der Eltern aber niemals grundsätzlich bewerten.Nach der geplanten Grundgesetzänderung würde das nicht so bleiben. Dann könnte man Familien stärker kontrollieren. Der Staat macht seinen Bürgern ja jetzt schon immer mehr Vorschriften. Vielleicht überprüft er künftig, ob Eltern ihre Kinder politisch korrekt erziehen, also „klimagerecht“, „antirassistisch“, „antisexistisch“, „antimilitaristisch“ usw. im Sinne der Parteiprogramme. Wenn die Jugendämter nach diesen Kriterien feststellen, dass die Eltern die vorgegebenen Erziehungsziele verfehlen, könnten sie die Kinder vorübergehend einziehen. Im Namen des Kindeswohls natürlich. Das ist reine Phantasie, aber sie könnte schneller Wirklichkeit werden als uns lieb ist. Wir haben in Deutschland zwei politische Systeme hinter uns, die beide den Eltern die Kinder wegnahmen, wenn sie es für richtig hielten. Wenn ich mir die derzeitige Hysterie, Aufbau von Zensur, Bevormundung und massive Politisierung des Alltags anschaue ist das ein durchaus denkbares Szenario. In diesem Sinne ist ein möglichst schwammig formuliertes Sorge und Umgangsrecht ein großer Vorteil um entschieden zu können wie es für die korrekte Erziehung notwendig ist. Da ist man flexibel. Und übrigens: Kinder sind bereits jetzt umfassend geschützt. Sie haben alle Grundrechte.


    Wird spannend werden

    Einmal editiert, zuletzt von Agrippa ()

  • Agrippa, google mal nach dem "Europäischen Toleranzpapier" ...daran wird gefordert, dass für nicht angepasste Jugendliche Erziehungsprogramme aufgestellt werden

    Wenn ich mir das so ansehe ist sowohl das neue Umgangs und Sorgerecht als auch die Verankerung der Kinderrechte in das Grundgesetz ein Schritt in die richtige Richtung. Man muss ja auch eine rechtliche Grundlage haben um Kinder aus ideologisch fehl geleiteten Familien heraus nehmen zu können.

    Freiheitlich, tolerant, umweltbewusst und Weltoffen das braucht halt Rechtssicherheit und die wird hier geschaffen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Agrippa ()

  • Ich habe das Thesenpapier leider noch nicht in die Hände bekommen. Aber wenn man das so liest, was die WELT-Redaktion schreibt, die es ja hat und was der Pressesprecher des Justizministeriums von sich gibt, dann zieht zwar derzeit alles an einem Strang (also der das Thesenpapier verfassende Fachbeirat, die Fraktion derjenigen, die Kinderrechte ins Grundgesetz aufnehmen wollen; das FamMinisterium, die Regierungsparteien - bzw. die Koalitionsvereinbarung -), aber nicht zwingend in eine Richtung.


    Jedenfalls ist es ungewöhnlich, dass das Thesenpapier schon durchgestochen worden ist. Aufgrund dessen wird nämlich normalerweise erst der Referententwurf für ein neues Gesetz formuliert mit der entsprechenden politischen Kontrollbrille. Hier könnte also schon gerade im Hintergrund ein Richtungsstreit der Familienideologien ausgetragen werden. Mal gucken, wer als Nächster seinen Kopf hebt ...

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Hast du da mal einen Link? Ich finde nur Kommentare und das Frau Giffey festgestellt hat das das Wechselmodell mal klappt und manchmal (Überraschung) eher nicht.

  • Leider nicht. (Ich hänge beruflich an einem Newsdesk und hole mir so Infos nicht aus dem Internet.)

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Das ist jetzt avber - ganz tricki, etwas anderes. Nachdem der Tierschutz ins Grundgesetz sollte, kommt jetzt der Kinderschutz (man beachte die reighenfolge und denke sich seinen Teil). Gegen kinderschutz kann ja keiner was haben. Die sind zwar auch nur Menschen und damit stehen die Basisrechte alle schon drin, aber gut. Kinder sind halt besondere Menschen und brauchen damit auch besonders definierte Kinderrechte (dass mit jedem Satz die Menschenrechte eingeschränkt werden, weil jetzt besondere Kinderrechte gelten und damit juristisch nicht mehr zwingend alle anderen Rechte, ist dem Ministerium sicherlich nicht aufgefallen. Sind ja nur, oh, Juristen.


    Stehen die Kinderrechte im GG, dann kann man nochmals viel einfacher anfangen, diese Sonderrechte zu definieren. Und darauf kann man jetzt gespannt sein wie ein Flitzebogen, was dann kommt. Die Eltern jedenfalls werden da wohl eher weniger gefragt sein. Das sind ja diejenigen, die unbotmäßig ihre kinder unterdrücken oder nur fehlerhaft schützen. Da lassen wir dann mal die Profis ran, die richtigen ...


    By the way: Agrippa, dass du dir mal die konservativen FAZ-Leute mit in Argumentationsboot holst, ich fasse es nicht. Da sieht man mal, wie schräg drauf dieser Ideenentwurf ist und wie breit die Gegenfront schon steht ... Ich bin beein- cezweidruckt.

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.