Umgang beim psychisch kranken Vater?

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  • Hier sind ganz grosse Defizite beim Vater

    Mag ja sein, nur hilft das m. E. wenig weiter, wenn es darum geht, eine gute Lösung für die Tochter zu finden. Sie wird ja, wenn sie in Kontakt mit ihm ist, mit den Eigenheiten ihres Vaters leben müssen. Mit 16 Jahren dürfte sie alt genug sein, um den Kontakt mit ihrem Vater eigenverantwortlich zu gestalten. Die Wünsche der Tochter haben m. E. auf jeden Fall Vorrang vor den Bedürfnissen des Vaters.


    Ich würde meiner Tochter den Rücken stärken und mich ansonsten raushalten.

  • Ein ziemlicher Akt der Hilflosigkeit. Da werden Verbündete gesucht, um die eigene Meinung zu untermauern.

    Und so durchschaubar. Irgendwann gehen aber die Verbündeten aus, so meine Erfahrungen, weil diese verstehen, dass dabei nicht das im Vordergrund steht, was für das Kind gut und richtig ist, sondern eben die eigene Meinung. Und solche Mauern, um beim Bild zu bleiben, bröckeln schnell.

    Er möchte Umgang? Gut, er möge sich äussern, wie das aussehen könnte und Tochter entscheidet dann, ob sie es sich vorstellen könnte.

    Erstens ob, und zweitens wie. Aber das ist der einzig gangbare, weil konstruktive Weg. Den Vorschlag kann er ja durchaus an Dich schicken, Ihr redet dann darüber und sie macht dann etwas mit ihrem Vater aus. Möglicherweise wirst Du Dir den Vorwurf gefallen lassen müssen, Du habest die Tochter entsprechend "abgerichtet", aber solche Sachen perlen inzwischen an mir ab.


    Wünsche Dir dazu ein gutes Rückgrat.

  • Mit 16 Jahren dürfte sie alt genug sein, um den Kontakt mit ihrem Vater eigenverantwortlich zu gestalten. Die Wünsche der Tochter haben m. E. auf jeden Fall Vorrang vor den Bedürfnissen des Vaters.


    Das möchte ich so nicht mal sagen....ob jetzt der Wunsch des einen höher gewichtig ist, denke ich gar nicht. Wenn sich zwei Leute verabreden, wollen sie sich sehen. Wenn einer keine Lust dazu hat, findet das Treffen nicht statt.

    Das ist ja nicht so wie bei einem 10-jährigen.

    Grüsse Tani :wink



    Du bist nicht das was Du sagst, sondern das was Du tust!

    Einmal editiert, zuletzt von tanimami73 ()

  • Das möchte ich so nicht mal sagen....ob jetzt der Wunsch des einen höher gewichtig ist, denke ich gar nicht. Wenn sich zwei Leute verabreden, wollen sie sich sehen. Wenn einer keine Lust dazu hat, findet das Treffen nicht statt.

    Grundsätzlich gebe ich Dir recht. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich eben, dass bei psychisch Kranken der eigene Wille oft wichtiger ist als das, was die Umwelt (also auch die eigenen Kinder) möchte, und wenn es eine Diskrepanz gibt zwischen eigenem und fremdem Willen, dann wird nicht nach einer konstruktiven Lösung gesucht, sondern eskaliert. In dieser Hinsicht ist eben eine solche Krankheit anders als Diabetes oder anderen chronischen Erkrankungen. Für die betroffenen Kinder ist es oft ganz schwer, damit umzugehen.


    (Natürlich gibt's so etwas bei Normalos auch, aber hoffentlich nicht so häufig).

  • Ich würde gar nicht mit zu vielen Leuten in Kommunikation gehen. Du hörst 10 Meinungen, das verwirrt zusehends.


    Du kennst doch dein Kind. Meinem 16jährigen könnte ich jederzeit so ein Schreiben zeigen. Der würde schnell in Aktion verfallen und seinen Vater anrufen. Der mag gar nicht seine Dinge von mir geregelt zu bekommen. Dadurch ist er allerdings schon ziemlich erwachsen und reifer als der ältere Bruder.


    Red mit deiner Tochter.

    Es ist besser,
    ein eckiges Etwas zu sein,
    als ein rundes Nichts.

  • In dem Denken ist der Vater aber noch verfangen. Dass Tochter ein fast erwachsener Teenager ist, ist ihm nicht so richtig deutlich. Er denkt, Beistandschaft und Mutter könnten den Umgang organisieren. Oder wenn er der Tochter Druck macht und ein schlechtes Gewissen. Das mag ansatzweise bei einer Vorpubertierenden funktionieren ...

    Alles ein Zeichen, wie sehr weit weg er von der Tochter ist, wie wenig er erlebt (hat), dass sie erwachsen geworden ist.

    (Das ist vielleicht die grössere Problematik als seine psychische Konstellation. Wobei letztere vielleicht Ursache für ersteres ist ...)

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Aber aus eigener Erfahrung weiß ich eben, dass bei psychisch Kranken der eigene Wille oft wichtiger ist als das, was die Umwelt (also auch die eigenen Kinder) möchte, und wenn es eine Diskrepanz gibt zwischen eigenem und fremdem Willen, dann wird nicht nach einer konstruktiven Lösung gesucht, sondern eskaliert.

    Ja klar. An der Stelle muss man sich dann wieder abgrenzen und denken - nicht meine Baustelle.

    Mit 16 funktioniert das, vor allem dann, wenn es ohnehin keinen Kontakt gibt, zumindest keinen erwähnenswerten.


    Alles ein Zeichen, wie sehr weit weg er von der Tochter ist, wie wenig er erlebt (hat), dass sie erwachsen geworden ist.

    Sehe ich auch so. Aber auch nicht Mutters und Tochters Baustelle.


    Und so durchschaubar. Irgendwann gehen aber die Verbündeten aus, so meine Erfahrungen, weil diese verstehen, dass dabei nicht das im Vordergrund steht, was für das Kind gut und richtig ist, sondern eben die eigene Meinung.


    Musica, das ist ein weit verbreitetes Phänomen. Habe ich schon an mehreren Stellen erleben dürfen. Und auch von beiden Seiten - also auch als "Verbündeter". Gut, wenn man vorher schon direkt Beteiligter war, da kann man sowas eigentlich ganz gut durchschauen und einschätzen. Das Blöde ist eigentlich dann die Hartnäckigkeit der Manipulierungsversuche. Erschreckend, wie weit manche da gehen. Und welche Methoden da angewendet werden. Einem "Normalo" wäre das denke ich schon zu doof.

    Da kommts echt drauf an, dass man weiß, wo man steht und was man will.

    Etwas OT, aber gerade aktuell bei mir :)

    Grüsse Tani :wink



    Du bist nicht das was Du sagst, sondern das was Du tust!

  • Danke für euern Rat. Ich habe ihm nun vorgeschlagen, dass er sich überlegt, wie lange wo und wie ein Umgang stattfinden kann und dann mit Tochter zu besprechen was sie davon hält. Vater und Tochter haben nun einen Umgang für die Sommerferien vereinbart, da sie in den viel kürzeren Osterferien noch anderes vorhat und er schrieb mir es sei für ihn in Ordnung so.

    Glaube an Wunder, Liebe und Glück. Schau nach vorn und nicht zurück. Tu was du willst, und steh dazu, denn dein Leben lebst nur Du.
    (altes Sprichwort)


    Es ist viel dunkler, wenn ein Stern erlischt als es sein würde, wenn er nie erstrahlt hätte (In Trauer und in Erinnerung an meinen Kater Otto)

  • Das hört sich doch gut an!

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Ja das finde ich auch. Offenbar musste ich ihm erst eine Brücke bauen wie er handeln kann.

    Glaube an Wunder, Liebe und Glück. Schau nach vorn und nicht zurück. Tu was du willst, und steh dazu, denn dein Leben lebst nur Du.
    (altes Sprichwort)


    Es ist viel dunkler, wenn ein Stern erlischt als es sein würde, wenn er nie erstrahlt hätte (In Trauer und in Erinnerung an meinen Kater Otto)