Allein zu Haus - wie vorbereiten

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  • Meine Tochter ist zwar schon 19, wohnt jetzt aber nach 6 Jahren wieder fest zu Hause. Nun fahre ich 2 Wochen alleine weg, sie muss aus verschiedenen Gründen (Probe arbeiten etc.) zu Hause bleiben. Will auch nicht mit. Nun überlege ich, wie man sowas vorbereitet. Sie raucht viel und ist schon verschwenderisch. Wenn ich ihr jetzt für 2 Wochen Geld da lasse, kann es sein, dass sie an den ersten Tagen alles ausgibt. Dann wäre die Option den Einkauf für 2 Wochen zu tätigen und nur ein Taschengeld da zu lassen. Wie macht Ihr das so?

    Sei einfach Du selbst, alle anderen gibt es schon

  • Ein bestimmter Tagessatz, von dem Tochterkind das Essen bestreiten muss. Aufs Konto überwiesen bei längerer Abwesenheit. Bar auf die Kralle bei "langen Wochenenden" u.ä. Der kommt oben auf das von uns gezahlte Taschengeld, mit dem sie sowieso schon alles bis aufs Essen selbst finanziert.


    So bei allen Kids gelaufen. Natürlich geht das irgendwann mal bei jedem schief, weil es auch eine Erfahrung ist, über die Verhältnisse zu leben. In der Praxis ist dann aber oft ein gewisser Grundnahrungsmittelvorrat vorhanden: Mehl, Wasser, Öl Nutella für die süßen Pfannkuchen, mit ner Dose Fisch halt eher deftig. Nudeln, Tomatenmark, Zwiebeln sind dann auch das preisewerte Essen gegen Hungergefühl. - Und da müssen die Kids dann durch ...


    Am Anfang habe ich an versteckter Stelle einen "Not-Niotgroschen" deponiert (Umschlag mit zwanzig Euro oder so), falls was richtig schief geht. Den Standort habe ich aber nie verraten müssen.


    Ich habe auch mal überlegt, die Zusatzüberweisung auf Kindkonto aufzusplitten und die zweite Hälfte tatsächlich von der Bank erst zur zweiten Hälfte der Abwesenheit überweisen zu lassen. Kann man bei den Banken ja terminieren ...

    Liebe Grüße



    Bap



    Wir können unser Leben nicht neu formatieren, ein anderes Betriebssystem aufspielen und alles wieder neu beginnen. Erst wenn man sich den Fehlern der Vergangenheit stellt, kann man positiv in die Zukunft blicken.

  • Verfügt sie sonst über kein eigenes Geld?


    Ich habe immer den Kühlschrank gefüllt und 50 € für den Notfall dagelassen. Mein Großer, der alles verwaltet hat, war aber nie so verschwenderisch, dass davon nix mehr da war.


    Volleys Idee mit dem versteckten Notgroschen finde ich für dich sehr praktikabel.

    I am a bear of very little brain, and long words bother me. (Winnie-the-Pooh)


    Ein Leben ohne Bücher ist nicht lebenswert. (Erasmus von Rotterdam)

  • Bei uns haben sich die 3 "Kinder" zusammengesetzt und einen Essensplan gemacht. Daraus eine Liste, was alles an Haltbarem schon vorher eingekauft werden kann. Das haben wir dann noch gemeinsam gemacht. Wasser und Tiefkühlpizza inklusive ;-)


    FÜr alles frische, Sonderwünsche und Unvorhersehbares haben sie dann entsprechend für die Zeit noch Geld bekommen. Hätte es nicht gereicht, dann hätten sie es von ihrem eigenen erstmal auslegen müssen. Hat aber bisher immer gut geklappt (meist hab ich sogar noch ein paar Euro zurückbekommen)

  • Für die ersten Tage undgewisse Grundnahrungsmittel kaufe ich mit dem Burschen Nr1 immer vorher ein.
    Dann bekommt er einen bestimmten Tagessatz.
    Wenn er meint er müsse das in Süsskramo.a. investieren, nicht mein Problem.


    Einen Notgroschen verstecke ich immer.



    Liebe Grüße


    Ute

  • Eigentlich sollte man mit 19 allein klar kommen und auch über ein eigenes Bankkonto verfügen? Ich hatte schon mit 16 ein Bankkonto und eigentlich auch jeder, den ich kannte.


    Sorry, wenn das jetzt etwas altklug daherkommt, aber so eine Frage bei einer 19-jährigen Erwachsenen ..


    Hier ist Osten war unsere Elterngeneration mit 19 oft schon verheiratet und hatte das erste Kind.


    Auch wenn der Beitrag jetzt nicht hilfreich war, aber das musste raus, sonst hätte es mich zerrissen :rolleyes2:


  • Nicht nur im Osten. Mein Mann und ich waren allerdings immerhin schon wahnsinnige 21. :D


    Ich würde - wenn überhaupt - dem Rat von Ratte folgen. Damit meine ich den Notgroschen. Eher würde ich aber davon ausgehen, dass man mit 19 zwei Wochen lang haushalten kann und wenn nicht, dann eben Pech gehabt und nix zu essen da. Kann vielleicht ganz lehrreich sein.

  • Nunja, sie ist 19 Jahre alt und sollte eigentlich auch darauf vorbereitet sein, eine zeitlang alleine klarzukommen.
    Hat sie eigenes Geld? Dann lass sie einfach machen, in 14 Tagen kann nicht so furchtbar viel schief gehen. Den Kühlschrank und Vorratsschrank mit haltbaren Lebensmitteln füllen und gut ist.
    Hat sie kein eigenes Geld, ihr das Budget pro Woche überweisen, geht per Terminüberweisung sehr gut.
    Meine Eltern haben mich mit 16 Jahren für nen Wochenende alleine gelassen, dann mit 18 Jahren nochmal für 14 Tage. Ich habe es überlebt, ohne groß unterzugehen.
    Vor 3 Jahren waren Junior und ich das letzte Mal Housekeeper mit sämtlichen Rechten und Pflichten für den "Familiensitz".


    Lass das Mädel einfach mal machen und wenn es nicht klappt auch gut. Dann hat sie hoffentlich etwas dabei gelernt. Wobei ich mich ehrlich frage, warum sie es nicht schon längstens geübt hat mit Geld umzugehen. Aber DAS würde in einer Grundsatzdiskussion enden und den Thread hier echt sprengen.

  • Och Leute... manchmal ist es halt so, dass die Kinder auch mit 19 noch nicht so weit sind - warum auch immer. Das ist doch gar nicht Gegenstand der Diskussion! Knoten in die Finger mach und auf die Hände drauf setz, sonst gibt es gleich eine Monsterdiskussion und damit ist Micha nicht geholfen.


    Ich hätte kein wirklich gutes Gefühl dabei, meine Tochter, so, wie du es beschreibst, alleine und ohne jegliche Vorbereitung daheim zu lassen. Deswegen kann ich deine Frage gut verstehen. Hast du irgendwelche Freunde / Bekannte, die ab und zu mal reinschauen oder die als Ansprechpartner fungieren könnten? Dann würde ich diese Leutchen bitten, ab und zu ein Auge aufs Haus und auf das "Kind" (auch wenn es "schon" 19 ist) zu haben.


    Ich schätze, ich würde den Kühlschrank füllen und ein Taschengeld da lassen. Und eventuell sogar das Taschengeld splitten und entweder nach und nach überweisen, die Verwandten / Bekannten involvieren oder halt die Notgroschen "verstecken"...


    Aber "einfach so" würde ich das wohl eher nicht machen.

  • Ab 18 würde ich versuchen, etwas Selbstständigkeit zu fordern. Vorzeigen, klar, aber nicht "betreuen" lassen.


    Die beiden Grossen haben seit 18 ihr eigenes Konto, eine Geldkarte und Erspartes, so wie einen Führerschein. Auto steht vor der Türe, Schlüssel hängt in der Küche. Wenn ich verreise, bevorrate ich. Reicht das nicht, zahlen sie erst mal drauf. Wenn sie der Ansicht sind, dass es nicht fair ist, weil ich quantitativ oder qualitativ schlecht bevorratet habe, müssen sie das begründen und ich überweise noch aus der Ferne einen Ausgleich. Überzeugen sie mich aber nicht davon, dass 3 Bierkasten (mit Kumples verzehrt) zur Standard-Bevorratung gehören, bleibt das auf deren Kappe hängen.


    Schadensexpertisen erfolgen nach meiner Rückreise.

  • Meine Tochter ist zwar schon 19, wohnt jetzt aber nach 6 Jahren wieder fest zu Hause.


    Einkauf für 2 Wochen und Taschengeld hört sich doch gut an.


    Im Übrigen dachte ich im ersten Moment auch, warum so ein Theater um eine 19-jährige (mein Sohn musste mit 16 Jahren in der Prüfungsvorbereitungszeit für 5 Wochen klarkommen, weil ich zu dem Zeitpunkt auf eine Reha musste, die ich nicht verschieben durfte) - aber dann fiel mir der Satz oben auf und ich hab mir mal vorige Beiträge durchgelesen und kann es jetzt durchaus nachvollziehen.