Geschenke von der Stieffamilie

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  • Hallo liebe Foris,


    ich hab mal wieder ein Patchwork-Problemchen, das auch ein wenig in die Kategorie "Partnerschaft" fällt, aber irgendwo musste ich es ja hinpacken.


    Zu Weihnachten hat der Vater meines LG mir ein Kuvert in die Hand gedrückt, mit den Worten "Hier für Euch und die Kinder". Ich hab mich bedankt und ihn gebeten, den Umschlag meinem LG (seinem Sohn) zu geben. Nicht, weil ich der Meinung war, das nicht annehmen zu können, sondern weil ich grad dabei war, meine Schuhe anzuziehen. Ansonsten hab ich das schon als "unser" Geschenk betrachtet.


    Von meinen Eltern bekamen wir auch ein Kuvert mit der Aufschrift "Dade und LG". Die Kinder bekamen ihre Kuverts persönlich.


    Ich persönlich mag diese Geldschenkerei ja eigentlich nicht, aber man nimmt was man kriegt und bei der älteren Generation ist es wohl so, die schenken halt Geld.


    So, jetzt ist es so, dass mein LG der Meinung ist, das Kuvert von seinem Pa ist seins und das Kuvert von meinen Eltern ist meins. Was ich auch akzeptieren könnte, wenn sein Pa nicht eindeutig gesagt hätte "für die Kinder". Ich bin nicht gierig und möchte, dass die Kinder das Geld unbedingt bekommen sollen, obwohl ich es nicht korrekt finde, dass er es ihnen vorenthält. Ich schäme mich nur irgendwie, dass meine Kinder sich nicht beim Opa bedanken werden, weil sie ja nix davon wissen.


    Ich kann ja schlecht zu ihnen sagen, ihr bekommt es zwar nicht, weil LG das nicht will, aber bitte bedankt euch beim LG-Opa fürs Weihnachtsgeld. Ich möchte ihnen auch nicht vorlügen und behaupten, dass wir das Geld fürs Weihnachtsessen ausgegeben haben, weil das halt nicht stimmt. LG benutzt es ganz für sich.


    Korrekt ist das nicht.


    Ich möchte ihn auch darauf ansprechen. Ich hätte gerne, dass er entweder Geschenke korrekt weitergibt oder seinem Vater sagt, dass er für die Kinder nichts mehr ins Kuvert legen braucht, weil er es ihnen eh nicht gibt. Ich möchte nicht, dass meine Kinder dastehen, als ob sie keine Manieren hätten.


    Warum er ihnen das Geld nicht gibt, weiß ich nicht. Er hat da seine eigenen Ansichten... Irgendwie ist es ja auch so, nur eines der Kinder fährt immer mit zum Opa, die anderen besuchen ihn das ganze Jahr über nicht... Ich wär ja schon dafür, dass nur der was bekommt, der es sich übers Jahr auch "verdient", zumindest in diesem Fall, aber das müsste halt abgesprochen sein.


    Ich weiß nicht, wie ich mit der Situation umgehen soll. Soll ich mit LG reden, mit den Kindern, mit dem Opa?


    Oder soll ich einfach die Klappe halten, es hinnehmen und mir sagen, egal, die sehen sich ja eh nie, soll halt der Opa meinen, die sind undankbar...


    Bitte Gedankenanstöße, Danke :)

    Finde Dein Licht und finde Deine Schatten. Erst dann wirst Du zu Deiner Mitte finden.

  • Mit deinem Lebensgefährte solltest du tatsächlich reden, er muss doch Gründe für seine Reaktion haben. Eine Möglichkeit wäre, aus mein Geld und dein Geld UNSER Geld zu machen und entweder unter allen gleichmäßig aufteilen oder für etwas Gemeinsames nutzen.






    Irgendwie ist es ja auch so, nur eines der Kinder fährt immer mit zum Opa, die anderen besuchen ihn das ganze Jahr über nicht... Ich wär ja schon dafür, dass nur der was bekommt, der es sich übers Jahr auch "verdient", zumindest in diesem Fall, aber das müsste halt abgesprochen sein.


    Seit mir jetzt bitte für den harten Ausdruck nicht böse, aber so erzieht man "Erbschleicher". Wer mich besucht, der bekommt was, die anderen nicht, das finde ich nicht in Ordnung, denn das kann später u. U. zu großen Spannungen unter den Geschwistern führen.

    Einmal editiert, zuletzt von si_lence ()

  • Öhm. dann sagst Du dem LG er möge sich bei seinem Vater bedanken, da DU es schließlich ansprechen müßtest, dass die Kinder sich nicht bedanken werden. Und ich wäre sauer und würde vermutlich einen ziemlichen Krach vom Zaun brechen. Da geht es ja um Deine Kinder und beim Junior werde ich ganz komisch.


    Gruß

  • Für mich scheint die Prolematik in der unterschiedlichen Definition von Geschenken zu liegen, die nicht genau adressiert sind. Dein LG und Du, Ihr habt eine unterscheidliche Auffassung, wer das Geschenk bekommt, welches nicht spezifisch zugeordnet werden kann (wobei die Aussage des Opas eigentlich eindeutig war, es ist nur als solches nicht auf dem Umschlag vermerkt worden).


    Von daher denke ich, dass Du, wenn Du das Ganze ansprechen möchtest, das mit Deinem LG direkt klären solltest. Ob man in dem Gespräch auf einen gemeinsamen Nenner kommt, wird sich dann zeigen.


    Für mich persönlich würden Geschenke, die nicht genau adressiert sind, immer automatisch für alle gelten, aber das kann man ja durchaus auch anders sehen.

  • Ich verstehe, was Du meinst @si lence. Das war halt so mein erster Gedanke. Der LG möchte ihnen das Geld aus mehrerlei Gründen nicht geben, unter anderem aber halt auch, weils hier einfach das ganze Jahr über keinen Kontakt gibt. Andererseits denk ich zwar, das soll der Opa selber entscheiden, aber in der Hand hat das (Geld) nun mal LG.


    Es nicht als Dein und Meins sondern Gemeinsames anzusehen, war mein erster Impuls, zusammen mit dem ganzen Weihnachtsgeld von meinen Eltern, allerdings hat LG deutlich gemacht, dass er hier unterscheidet und Ende.


    Dass LG sich im Namen der Kinder bedankt, finde ich auch keine gute Idee, denn wie sieht das denn aus? Die sind beide (fast) erwachsen und können sich nicht mal selber bedanken? Auch das erscheint undankbar...

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  • Für mich scheint die Prolematik in der unterschiedlichen Definition von Geschenken zu liegen, die nicht genau adressiert sind. Dein LG und Du, Ihr habt eine unterscheidliche Auffassung, wer das Geschenk bekommt, welches nicht spezifisch zugeordnet werden kann (wobei die Aussage des Opas eigentlich eindeutig war, es ist nur als solches nicht auf dem Umschlag vermerkt worden).


    Von daher denke ich, dass Du, wenn Du das Ganze ansprechen möchtest, das mit Deinem LG direkt klären solltest. Ob man in dem Gespräch auf einen gemeinsamen Nenner kommt, wird sich dann zeigen.


    Für mich persönlich würden Geschenke, die nicht genau adressiert sind, immer automatisch für alle gelten, aber das kann man ja durchaus auch anders sehen.


    Dochdoch... es stand auf dem Kuvert von meinen Eltern "Dade und LG" und auf dem Kuvert von seinem Pa stand "Name LG + Dade und Kinder"...

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  • Dochdoch... es stand auf dem Kuvert von meinen Eltern "Dade und LG" und auf dem Kuvert von seinem Pa stand "Name LG + Dade und Kinder"...


    Dann kann ich nicht verstehen, dass Dein LG das Geld nicht verteilt oder als gemeinsames Geld ansieht. :frag


    Ich meine, deutlicher kann man es doch nicht schreiben.

  • Ich finde das Verhalten von LG unmöglich. Er mag ja der Meinung sein, dass die Kinder das Geld nicht verdient haben, wenn sie den Opa nicht besuchen, aber der Opa hat geschenkt und das ist ja seine Entscheidung. Und das Geschenk war für ALLE und nicht nur für seinen Sohn.


    Da Dein LG absolut stur ist, würde ich ihm sagen, dass Du das beim Opa ansprichst, da Du nicht möchtest, dass Deine Kinder als unhöflich dastehen und würde das auch machen und zwar mit der Bitte, künftig die Geschenke nach Personen aufzuteilen so wie Deine Eltern das machen.


    Mal schauen, ob er es so toll findet, ihn vor seinem Vater auflaufen zu lassen!


    Sorry, aber das geht ja garnicht, dass sich jemand an seinen/Deinen Kindern "bereichert"!!!

  • Sorry, aber ich finde das unmöglich von deinem LG.
    Er enthält nicht nur den Kindern ihr Geschenk vor (man
    könnte es auch als Diebstahl bezeichnen), er ignoriert auch
    den Wunsch des Schenkers. Sein Vater hat entschieden, den
    Kindern etwas zu schenken, obwohl sie ihn nicht besuchen.
    Das ist doch ok. Seit wann erwartet man für Geschenke eine
    Gegenleistung?
    Dein LG verhält sich egoistisch und respektlos. Es ist nicht sein Recht,
    das Geld einzubehalten.
    Und genau das würde ich ihm auch sagen.


    Edit: anmida war schneller. ..

    Erziehung besteht aus 2 Dingen: Vorbild sein und Liebe. (Montessori)


    Es gibt kein problematisches Kind, es gibt nur problematische Eltern. (A.S. Neill)


    Erziehe dich selbst, bevor du Kinder zu erziehen trachtest. (J. Korczak)

    Einmal editiert, zuletzt von frascita ()

  • Ihr solltet miteinander reden und je nach Summe eine Möglichkeit finden das Geld mit einer gemeinsamen Aktion zusammen ausgeben. LG +Dade+Kinder sollten sich nach der Aussprache von Dade und LG an den Tisch setzen und überlegen was sie gemeinsam machen wollen. Je nach Budget kann ein Essen, shoppen, Kletterhalle, Kart fahren, oder ein Kurztrip rauskommen. Damit muss LG deinen Kindern kein Geld in die Hand drücken und die Großeltern bekommen ein große Dankeschön.

  • Ja, das sehe ich auch so.


    Ich möchte das aber nicht eskalieren lassen. Es muss doch einen Mittelweg gehen, zwischen "Meine Kinder sind der Depp" und "Eskalation" :frag Im Grunde bin ich der Richter zwischen zwei Parteien, so kommt es mir halt vor. Einerseits meine Kids, die von all dem ja nix wissen, unbewusst einen schlechten Eindruck hinterlassen, was ihnen aber nicht von Nachteil ist, weil sie ja eh keinen Kontakt pflegen. Andererseits mein LG, der klare Ansichten vertritt, gerne eigenmächtig handelt und sehr stur ist.


    Dazwischen stehe ich. Ich möchte nun mal nicht, dass meine Kinder (welche Fehler sie auch haben mögen) als undankbar oder ungezogen dastehen, auch wenn sie das nicht berührt, weil sie aufgrund mangelndem Kontakts gar nichts davon bemerken werden. Außerdem möchte ich nicht, dass das Thema zwischen mir und LG eskaliert...






    So... hab grad mit ihm telefoniert :D Ich brauch hier immer Mutmacher :D Also, wir verteilen heut Abend das Geld, bzw. er gibt es mir und ich kann selbst entscheiden, was ich damit tu :rolleyes2: Auf jeden Fall ist er tatsächlich nicht verärgert deswegen... War ein erstaunlich einfaches Gespräch :schiel


    Danke Euch für den Tritt in die richtige Richtung :thanks:



    Traumtaenzerin: Deinen Beitrag hab ich nicht gesehen, der kam wohl, während ich telefonierte. Ich finde das aber eine sehr gute Idee und werde das anregen! Vielen Dank :daumen

    Finde Dein Licht und finde Deine Schatten. Erst dann wirst Du zu Deiner Mitte finden.

    Einmal editiert, zuletzt von Dadefana ()

  • Das hört sich doch jetzt gut an!


    Dann berichte doch mal, für was Ihr Euch entschieden habt.


    Vielleicht läßt sich damit ja wirklich gemeinsam was Schönes unternehmen (je nach Betrag).

  • Guten Morgen!


    Stillschweigend hinnehmen würde ich es definitiv nicht! Ich bin da Arsch, aber lege so etwas offen.
    Da ich ähnliche Situationen hinter mir habe, kann ich Dir sagen, dass ich das als erstes beim LG ansprechen würde, im nächsten Schritt würde ich meinen Schwiegervater informieren und ihm sagen, warum sich meine Kinder nicht bedanken (müssen). Diese Ehrlichkeit finde ich persönlich wichtig - auch im Schwiegerelterverhältnis und auf die Gefahr hin, gefühlt Deinen LG in die Pfanne zu hauen (hat er sich selber).
    Es ist die Entscheidung Deines Schwiegervaters, wem und wieviel Geld er gibt. Vollkommen losgelöst von den Werten und Denken Deines LGs.


    Ich würde auch nicht darauf bestehen, dass das Geld aufgeteilt wird. Trotzdem diese Art von Werten, die ihr immer wieder in eurer Beziehung habt, trennt...euch und die Familie. Patchwork hin oder her...ihr habt euch für eine gemeinsame Zukunft, Haus und Familie entschieden.


    Behalt Dein Geld Deiner Eltern und sorg für Transparenz!
    lg,
    cola


    PS:
    Super! Drück euch die Daumen!!!

    Glaube an Wunder, Liebe und Glück.
    Schaue nach vorne und niemals zurück.
    Tu, was Du willst und stehe dazu.
    Denn dieses Leben lebst nur Du!


    Lebe lieber ungewöhnlich

    Einmal editiert, zuletzt von die cola ()

  • Abgesehen von der Thematik - mein/dein Geld -


    ein Briefumschlag mit Geld der "für euch" ist - da würden bei mir die Kids keinen festen Betrag bekommen - ich würde das Geld für eine Gemeinschaftsanschaffung wie einen neuen TV, Garten-Pool - Urlaub nutzen...

  • Also, wir verteilen heut Abend das Geld, bzw. er gibt es mir und ich kann selbst entscheiden, was ich damit tu :rolleyes2: Auf jeden Fall ist er tatsächlich nicht verärgert deswegen... War ein erstaunlich einfaches Gespräch :schiel

    Naja so kann man sich seiner Verantwortung oder dem gemeinsamen Handeln/Entscheiden ja fein entziehen.
    Ich würde mir den Schuh nicht anziehen und von meinem LG verlangen das man die Sache gemeinsam entscheidet- Familie halt.


    Liebe Grüße


    Ute

  • also wir lösen dieses Luxusproblem so,
    dass wir gemeinsam geschenktes Geld für alle gemeinsam ausgeben :brille


    (auch, wenn LG bei uns nicht LG, sondern "nur" Partner mit eigenem Hausstand ist :tuedelue )-


    also, wenn mein Vater, oder seine Mutter uns (und den Kindern) etwas einzeln schenken, behält das jeder Einzeln.....
    Bei einem "für Euch" Geschenk überlegen wir zu viert, was wir vier damit machen-


    das zu trennen fänden wir auch doof, weil das irgendwie Wertigkeiten ausdrückt, die ich auch nicht festlegen möchte, und die der Schenker eben auch nicht wollte-


    Ihr lebt doch alle gemeinsam in einem Haus? da wird sich doch etwas finden, was ihr alle gemeinsam braucht?


    ein neuer Baum? Toller Briefkasten? neue Telefonanlage? neuer Fernseher? neue Einfahrt? Hundehütte?


    irgend so was halt- etwas, bei dem das Aussuchen gemeinsam Spass macht, und bindet :)

    Lieber Gruss


    Luchsie


    Dein Denken kann aus der Hölle einen Himmel und aus dem Himmel eine Hölle machen.


    Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug. (Epikur)