so Hilfe, ich weiß nicht mehr weiter

Die Registrierung ist wieder eröffnet! Wir begrüßen euch recht herzlich bei uns im Forum!
  • hatte meine Versicherung angerufen und gefragt, Sie meinte alles einreichen aber kann passieren das es nicht übernommen wird da er über 6Jahre ist und er es bewusst gemacht hat und die Haftpflicht sowas nicht übernimmt. Nun habe ich natürlich angst das es passiert. Dann kann ich gleich privat Insolvenz anmelden weil es echt teuer wird


    Haftbar bist Du nur dann, wenn nachgewiesen wird, dass Du Deine Aufsichtspflicht verletzt hast-
    und das vermute ich mal nicht!

    Lieber Gruss


    Luchsie


    Dein Denken kann aus der Hölle einen Himmel und aus dem Himmel eine Hölle machen.


    Wem genug zu wenig ist, dem ist nichts genug. (Epikur)

  • Ich habe mit der Lehrerin von meinem Sohn guten Kontakt. Wir haben jetzt aller zwei Wochen ein Gespräch.


    - Das ist Gold wert. Lehrer wollen sich oft engagieren, wollen aber nicht das Gefühle haben, allein mit Problemen dazustehen.


    - Ohne eure Situation zu kennen. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass, wenn möglich, Probleme eher dort gelöst werden sollten, wo sie auftreten. D.h., wenn es in der Schule tragbar ist, dann würde ich zögern ihn herauszunehmen für Tagesklinik/stationäre Einstellung. Manche haben damit aber auch gute Erfahrungen gemacht.


    Das mit der Aufmerksamkeit im Unterricht könnte unter Medikation besser werden. Dazu kommen Absprachen wie Sitzplatz (vorne, oft am besten allein ohne Sitznachbarn), klare Arbeitsanweisungen von Seiten der Lehrer, oft mit Extraanschub u.a..


    Dann ist die Frage, ob er in einzelnen Fächern er vielleicht auch inhaltlich keinen Anschluss mehr hat. Ist er denn mal getestet worden auf LRS, Rechenschwäche, Intelligenz etc.? Das wäre wichtig, um mittelfristig zu überlegen, wo man Kraft hineinsteckt.


    Wichtig: Macht er regelmäßig Sport in einem Sportverein? Unbedingt zu empfehlen.


    - Zur Haftpflicht: Wie Luchsie schreibt: Es kann schon sein, dass das über die Schule abgesichert ist, die die Aufsichtspflicht hat. Wenn die Autos auf dem Schulhof standen, dann haben die Halter vielleicht eine Teilschuld. Auf dem Schulhof muss man mit Kratzern rechnen.

  • Ja nun nochmal zurück auf seine taten die er begannen hat die letzten Tage. Ich hatte meine Versicherung angerufen und gefragt, Sie meinte alles einreichen aber kann passieren das es nicht übernommen wird da er über 6Jahre ist und er es bewusst gemacht hat und die Haftpflicht sowas nicht übernimmt. Nun habe ich natürlich angst das es passiert. Dann kann ich gleich privat Insolvenz anmelden weil es echt teuer wird.

    Ich weiß nicht, warum Du glaubst, dass Du den Schaden zahlen musst. Entweder ist es ein Haftpflicht-Fall, dann zahlt die Versicherung. Zahlt diese nicht, musst Du nicht einspringen, dann kann der Geschädigte maximal noch Deinen Sohn verklagen und hoffen, dass dieser irgendwann den Schaden zahlen muss. Das ist blöd für den Geschädigten, aber warum sich freiwillig in den Ruin stürzen?

    Im Forum gängige Abkürzungen:
    ABR: Aufenthaltsbestimmungsrecht (kann sich auf das alleinige ABR beziehen) / ASR: Alleiniges Sorgerecht / GSR: Gemeinsames Sorgerecht / SR: Sorgerecht
    BU: Begleiteter Umgang oder Betreuungsunterhalt / KU: Kindesunterhalt / UHV: Unterhaltsvorschuss / WM: Wechselmodell / BET: Betreuungselternteil / UET: Umgangselternteil
    TE bzw. TS: Threadersteller bzw. Themenstarter / JA: Jugendamt
    KV: Kindsvater / KM: Kindsmutter / ET: Elternteil / GE: Großeltern

  • Ich weiß nicht, warum Du glaubst, dass Du den Schaden zahlen musst. Entweder ist es ein Haftpflicht-Fall, dann zahlt die Versicherung. Zahlt diese nicht, musst Du nicht einspringen, dann kann der Geschädigte maximal noch Deinen Sohn verklagen und hoffen, dass dieser irgendwann den Schaden zahlen muss. Das ist blöd für den Geschädigten, aber warum sich freiwillig in den Ruin stürzen?


    Nein, das Kiind kann nicht verklagt werden, es ist noch nicht strafmündig und grundsätzlich haften die Eltern für ihre Kinder, jedenfalls dann, wenn die Aufsichtspflicht verletzt wurde. Ist das nicht der Fall, zahlt die Haftpflicht.

  • Oh je, Oh je. Also muss ich den schaden zahlen da es nach der Schule passiert ist. Einer hat ihn auch angezeigt. Mein Sohn muss dann zur aussage.


    Im Unterricht saß er schon fast überall, die Lehrerin hat schon vieles probiert. Nun geht er erstmal in eine parallel Klasse und die Einstellung wird bestimmt auch bald sein.
    Montag gehen wir hin.


    Einzelfallhelfer werde ich auch versuchen zu bekommen der ihm im Unterricht bei steht. Ich hoffe es geht alles wirklich schnell voran.


    Das mit der lernschwäche ist auch eine gute Idee aber testen die das nicht mit? Also wo sie sie das ADHS raus bekommen haben musste er Ja auch schreiben rechnen usw. Und ganz ehrlich, er kann lesen zwar nicht fließend und perfekt habe ich habe schon schlimmere gehört und das noch eine klasse höher und Mathematik kann er auch (zuhause) in der schule irgendwie nicht :( wissen über Tiere hat er auch. Da staune ich sogar richtig.


    Jetzt zum Sport. Will ihm beim boxen anmelden, der Lehrer ist ein ausgebildeter Sozialpädagoge und hat Jahre lang als street walker gearbeitet. Da lernt er Respekt und kann sich auspowern.


    Und ja...... Eltern mit ADHS Kindern haben es nicht einfach. Ich habe es lange schleifen lassen und meine Gesundheit hat mir die Augen geöffnet. Es gab so viel Streit zwischen uns und haben uns dadurch immer weiter auseinander gelebt. Jetzt gehen wir langsam aber sicher wieder aufeinander zu.


    Er hat schon mit gelitten wo ich geweint habe. Ich hoffe nur das es endlich besser wird. Ich arbeite mit ihm zusammen daran und vielleicht sollte ich auch mit zum boxen :)

  • Oh je, Oh je. Also muss ich den schaden zahlen da es nach der Schule passiert ist. Einer hat ihn auch angezeigt. Mein Sohn muss dann zur aussage.


    Das ist doch noch nicht sicher. Mit neun muß man ein Kind nicht mehr rund um die Uhr beaufsichtigen, das kann niemand verlangen.

  • Jetzt heißt es abwarten und Tee trinken. Werde Montag auch gleich die Psychologin fragen. Brauche es auch schriftlich das er ADHS hat.


    Sagt mal, machen oder haben eure Kinder auch so viele Sachen kaputt gemacht? Also Kleidung, Schuhe und Radio usw.? :Hm:


  • Haftbar bist Du nur dann, wenn nachgewiesen wird, dass Du Deine Aufsichtspflicht verletzt hast-
    und das vermute ich mal nicht!


    Das ist soo nicht der Fall wenn es vorher schon "auffällig " war . Aber das sollte zur Not ein Anwalt klären.
    Seine Lehrerin scheint großartig zu sein aber wenn er sich seit Jahren durch die Schule "quält" macht vielleicht
    ein Schulwechsel Sinn. Noch mal als einen Neustart für ihn.


    Da sind für einen 8 jährigen jetzt schon so viele Hemmschwellen durchbrochen das ich
    wirklich zu drastischeren Methoden greifen würde.
    Sei es Integrationsschule, Erziehungsberater, Jugendamt, große Brüder Programm etc.


    Denn wenn er ernsthaften Schaden anrichten sollte ( wie Reifen durchstechen zBsp.) muss er schließlich auch damit Leben (ein Leben lang)
    vielleicht einen tödlichen Unfall verursacht zu haben.


    Wie es bis jetzt gelaufen ist,war es definitiv NICHT gut für dieses Kind.


    Niemand der Beitragsschreiber hier ist real dabei um zu sehen wie es wirklich läuft.Aber das sieht nicht gut aus und ich finde auch nicht
    das 8 jährige die mit einer Schere auf fremde Autos rangehen etwas harmloses ist.


    Ich selber habe einen Kontakt zu einer Mutter abgebrochen wo das Kind auch nicht zu bändigen war.
    In dem Fall hatte ich Angst um die Sicherheit meines Kindes und da lag (nicht das ich dies in diesem Fall voraussetze-aber ich sehe parallelen) die Schuld bei der Mutter.
    Egal was L. angestellt hatte (ein Baby mit Sand abgefüttert, anderes Kind vom Klettergerüst geschubst,Bruder auf Str. laufen lassen etc. ) Diese Mutter stand hinter ihrem Kind.
    Die hat nicht gemeckert oder Stop gesagt sondern die Kleine noch verteidigt.

    Uralt Song
    ob es nun so oder so oder anders kommt , so wie es kommt so ist es Recht…..trala lalala
    - egal ! einfach weitertanzen !

    Einmal editiert, zuletzt von Antje77 ()

  • Hose: Loch im Knie nach spätestens einer Woche.


    Füller: Wir haben bestimmt schon den 15.


    Stifte in der Schule: Alle plötzlich durchgebrochen


    Sportsachen, Schwimmtaschen: Gehen grundstäzlich verloren


    Kopfhörer: Völlig in Gedanken das Kabel es eigenen Kopfhörers mit einer Schere durchgeschnitten. Hinterher bittere Tränen.



    ...

  • Hinterher bittere Tränen.



    ...


    Ein ganz wichtiges Merkmal bei Kindern mit ADHS. Sie spüren ihre Unzulänglichkeit und leiden entsetzlich darunter, fühlen sich schnell als Versager.


    Das aber jetzt nur mal am Rande, weil es mir gerade wieder eingefallen ist.

  • Ich habe auch schon oft an ein schulewechsel gedacht aber weiß man ob ich mich da mit der Lehrerin verstehe? Oder ob er damit zurecht kommt? Die Psychologin hat erstmal von abgeraten und meinte schauen wie es mit Tabletten ist. Aber durch sein verhalten diese 4Jahre an der Schule, hat er Ja schon sein ruf weg. Er hatte eine ganz tolle Freundin. Allerdings hat die Mutter ihr verboten mit ihm zu spielen. Er war so traurig darüber :(


    Bei meinem Sohn ist es mit den Sachen genau so. Pullover müssen ausgenuddelt werden und angefressen, Hosen alle kaputt und wenn ein kleines Loch drin ist gleich noch größer reißen. Füller, FederTaschen usw..... habe gar nicht so viel Geld um immer wieder etwas neues zu kaufen, das ist schon langsam richtig peinlich :(


    Bei uns gibt es zum Glück Strickte regeln. Ich wo ist da die Verantwortung von der Mutter bitte? Würde mein Sohn seine Schwester auf die Straße laufen lassen gäbe es ein Donner Wetter. Er passt gut auf seine Schwester auf außer sie sind beide nicht ausgelassen. Er brauch auch zeit für sich und das ist immer schwer für die kleine aber sie versteht es auch schon zum teil. Wir haben auch eine Std am Wochenende wo jeder mal leise und allein im zimmer spielt (in dieser zeit lerne ich)
    Bin der Meinung auch das sollten sie können und das klappt super.


    Nur langsam vermute ich bei meiner Tochter auch ADHS aber irgendwie auch nicht. Sie will sehr viel wissen, Quatscht immer dazwischen und ist sofort eingeschnappt wenn sie nicht darf. Wir sind gut dabei das warten zu lernen aber wenn man nur mal kurz Luft holt und nicht redet, redet sie dazwischen obwohl wir noch gar nicht fertig waren und dann kommt nur "ich war aber jetzt dran mit reden" sie guckt sich auch sehr viel von ihrem Bruder ab. Da bin ich froh das er zu hause ein super Vorbild ist. Hilft wo er kann und zappelt nicht am Tisch. Alles wo man sagen kann... bei meiner Tochter ist es umgekehrt... zappeln, reden, bocken, rennen toben..... ich brauch ein Haus mit Garten :pfeif

  • Klingt vernünftig, nicht alles auf einmal ändern. Erst Mal Medikation einstellen und bewerten.


    Unter Kindern ändert sich ein Ruf auch wieder. Die sind schneller bereit als Eltern, Veränderungen zu merken und zu akzeptieren. Ein Schulwechsel steht vermutlich ohnehin nach der 4. Klasse an. Da würde ich einen Wechsel jetzt vermeiden.

  • Bei uns steht noch kein Schulwechsel an. Erst nach der 6.Klasse. allerdings ist er erst dritte weil er in der 1. Sitzen geblieben ist. Meiner Meinung nach und laut Arzt und seiner ehemaligen Kita war es zu früh für ihn. Er wurde mit 5.Jahren eingeschult, ist allerdings ein Monat später 6 geworden aber man hat gemerkt das er noch zu sehr Kind ist und man hat ihn ein Jahr Kind sein gestohlen :(


    Ich hoffe nur das dieses Jahr alles gut geht und er weiter kommt. Bis jetzt steht er überall 4

  • Zum Thema Haftung hier was Interessantes: http://www.juramama.de/2013/12…ften-fur-ihre-kinder.html


    Da ihr Sohn über 7 Jahre alt ist, ist das mit dem Haftpflicht nicht unbedingt selbstverständlich.


    Zitat

    Die Versicherung zahlt in der Regel nicht, wenn ein deliktfähiges Kind (über7) einen Schaden vorsätzlich herbeiführt oder hätte erkennen können, dass sein Handeln die geschehenen Folgen hat. Dann haften die Eltern zwar für ihr Kind, kriegen den Schaden aber nicht von der Versicherung ersetzt = Schlecht!

    Strittig ist in dem Fall, inwieweit er wirklich vorsätzlich gehandelt hat und/oder er die Folgen für sein Handeln absehen konnte.

    2 Mal editiert, zuletzt von Kailynn ()

  • Noch ein Problemchen :(
    Mein Sohn kommt nachts heimlich in die Stube um zu schauen wo unsere Handys sind. Er nimmt sich immer das von meinem Freund. Eine zeit lang hat er es nicht mehr gemacht, diese Nacht allerdings wieder. Er legt es nachdem er gespielt hat heimlich zurück, natürlich bemerken wir das. Dann hat mein Freund mit mir abgesprochen das er heute dafür fern.verbot bekommt, natürlich habe ich dem zugestimmt. Wo er das dann meinem Sohn erzählt hat meinte er nur ganz dreist mit einem grinsen "und was ist wenn nicht"


    Ich weiß einfach nicht was das beste ist und wie man darauf reagieren soll. Mein Freund muss sich ganz schön zusammen reißen weil er so etwas respektloses nicht kennt :(


    Vielleicht kann uns Ja hier jemand einen Rat geben.
    Hatten sonst immer die Handys versteckt.

  • Meiner war auch Mitläufer, der sich aber immer erwischen lies.
    Alle anderen waren weg und er stand dann da.


    Schulwechsel von Realschule auf Hauptschule.
    Betreute Nachmittage durch JA Einrichtung.


    Alles immer kaputt und das "zufällig"
    Wollte nie irgendwelche Regeln akzeptieren.
    Konnte in der Schule nicht mitkommen, da total abgelenkt.


    In unserer Position als Eltern dachten wir, wir versagen, zum Glück gab es drei andere, die das Problem nicht hatten.
    Ähnliche Erziehungsansätze bei den Kinder hatten keine Wirkung.
    Stellenweise aggressives Verhalten gegenüber fast allem.


    Geholfen hat :


    Sport, auspowern, viel Bewegung unter Anleitung von Sportlehrern, die so etwas kennen.
    Mannschaftssport hat sehr geholfen. Er saß zwar oft auf der Bank, aber er gehörte zur Mannschaft.
    Und bei uns auch Ritalin. Enorm!


    Die Schule klappte auf einmal und das allgemeine Verhalten wurde deutlich angemessener.


    Und sehr klare Regeln und einen wirklich engen Rahmen in der Betreuung.
    Kaum eine Stunde unbetreut und das ging wirklich nur mit entsprechenden professionellen Betreuungseinrichtungen.


    Es war eine sehr anstrengende Zeit.


    Bei einer Einweisung fühlt sich das Kind abgeschoben und dadurch noch schlechter.
    Es handelt ja dummerweise nicht bewußt so. Und das zu akzeptieren war der schwerste Schritt. Danach ging es auch für uns (Eltern und Geschwister) besser.



    Ich wünsche Dir die Kraft und das Durchhaltevermögen.
    Es lohnt sich.
    Er ist heute sehr hilfsbereit und verständig, nur manchmal aufbrausend, nicht drogenabhängig und steht mit beiden Beinen fest im Leben.

    Und wenn es nicht so kommt wie du denkst, kommt es doch so wie es besser ist für Dich !

  • Es ist so, das zu ADHS meistens noch "andere" Auffälligkeiten dazufallen, für mich Klingt das leicht soziopathisch. Man kann dagegen was tun, nämlich eine Verhaltenstherapie, und das sollte man UNBEDINGT machen, unsere KJP verordent keien Medikation ohne Therapie.

  • Man kann dagegen was tun, nämlich eine Verhaltenstherapie, und das sollte man UNBEDINGT machen, unsere KJP verordent keien Medikation ohne Therapie.

    Das halte ich auch für extrem wichtig. Der Sohn meines LG hat auch ADHS und war zum Schluss ziemlich extrem. Mutter angegriffen und geprügelt, anderen Kinder bei nichtigsten geprügelt, Sachen absichtlich zerstört, etc... und kaum 5 Minuten später stand er da und heulte, weil er sich selbst nicht erklären konnte, warum er das getan hatte. Er hatte einen enormen Leidensdruck. "Ich wünschte, dass ich tot wäre." oder "Es wäre besser, wenn ich tot wäre, dann wäre ich nicht immer so böse." waren Sachen, die mein LG regelmäßig zu hören bekam.


    Er ist dann für fast 5 Monate in einer kinderpsychiatischen Tagesklinik gewesen. Die haben zum einen eine medikamentöse Therapie (Ritalin) angefangen und sich um eine richtige Einstellung gekümmert und zum anderen aber auch eine Verhaltenstherapie mit ihm gemacht, damit er lernt, seine Impulse zu verstehen und zu kontrollieren. Und das zusammen hat ihm enorm geholfen. Es ist nicht alles perfekt und er ist immer noch ein bisweilen wildes, chaotisches und schwieriges Kind und es ist noch viel Arbeit, aber es doch eine deutliche Besserung erkenntbar. Und auch wenn sein Selbstbewusstsein (denn das haben viele ADHSler quasi gar nicht - auch wenn es oft anders aussieht) noch viel Aufbauarbeit braucht, geht es auch ihm heute besser.


    Wir versuchen es jetzt gerade auch mit Karatetraining. War eine Empfehlung seiner Psychologin. Sie meinte, dass würde zum einen ihn und sein Selbstbewusstsein stärken, zum anderem ihm aber auch eine gewisse Disziplin nahebringen und zeigen, dass man damit was erreichen kann.


    Was die Schule übrigens angeht: Vielleicht könnte ein Wechsel nach oder begleitend zu einer Therapie sinnvoll sein.
    Der Sohn meines LG ging nach der Klinik zunächst wieder auf die gleich Schule. Die ersten Wochen lief alles ganz gut, aber bald zeigte sich, dass es nicht funktionieren würde. Die Lehrer, auch wenn sie noch so sehr Unvoreingenommenheit versprachen, konnten sich von dem was zuvor gewesen war nicht lösen und die Kinder natürlich auch nicht. Wann immer etwas war, wurde er beschuldigt (klar, vor der Therapie war er es ja auch oft genug) und seinen Beteuerungen, dass er es nicht oder zumindest nicht alleine war, wurde kaum Glauben geschenkt. Und so stellte sich bei ihm die Einstellung ein: Wenn mich eh alle beschuldigen, dann kann ich es ja auch tun.
    Es drohte Gefahr, dass er wieder in die alten Muster rutschte (trotz Therapie und Medis) und daher haben wir dann entschieden, ihn zu uns zu holen.
    Und hier funktioniert es wesentlich besser. Er macht die Erfahrung, dass er nicht immer an allem Schuld ist. Das man ihm zuhört und auch glaubt, wenn er seine Sicht der Dinge schildert. Und das alles hilft ihm ungemein. Klar, gibt es auch hier mal Stress, bekommt er mal Strafarbeiten oder so, aber generell ist es wesentlich besser geworden.


    LG


    Mia

    Ehe du urteilst, höre.
    Ehe du redest, schweige.
    Ehe du handelst, denke.

  • Danke für die hilfreichen antworten.


    Wir wurden jetzt auf Medikinet eingestellt. Übers Wochenende sollten wir 5mg nehmen und Heute (Montag) 10mg. Nun wollte ich mein Sohn los zur Schule schicken und er fing fürchterlich an zu weinen. "Er mag nicht zur schule, er will bei mir bleiben , er kann nicht mehr aufhören zu weinen "usw.
    Was soll man in solch einer Situation tun. Habe eine Freundin und mein Papa angerufen, beide haben mir geraten ihn zuhause zu lassen. Nur kann ich das nicht jeden Tag machen. Meine Ausbildung wird ziemlich vernachlässigt. Ich möchte sie trotz allem schaffen, was mir momentan echt schwer fällt. Nun sitzt er vor mir und würde sich nicht mal bringen lassen.
    Ich lass ihn heute zu hause und werde die behandelnde Ärztin fragen was nun Richtig ist.
    Was meint ihr? Ich finde die Einstellung von heute auf Morgen viel zu schnell hoch dosiert aber die Ärztin meinte es so :(
    Mein Sohn tut mir so Leid, könnte nur noch in tränen ausbrechen aber ich muss ja stark sein.

  • - Ich würde das Kind auf jeden Fall in die Schule schicken.


    - Zur Einstellung der Dosis können wir von hier aus natürlich nichts sagen, das kann nur vor Ort die Ärztin in Absprache mit euch.


    Ich kann nur sagen, wie es bei uns war. Wir haben mit 5 mg (schnell freisetzend) testweise an Schultagen angefangen und dann langsam über 10 mg (medikinet retard) auf 15 mg gesteigert.


    Wir haben jetzt neu ausgetestet in Absprache mit der Schule, haben mit 7,5 mg angefangen und uns wieder über Monate bis auf 12,5 mg hochtitriert, dabei bleiben wir jetzt.


    Man muss in der Einstellungsphase etwas Geduld haben, Phasen auszuhalten und auszutesten, in denen vielleicht noch unterdosiert ist. Ich habe dafür in diesem Schuljahr im ersten Schulhalbjahr in Kauf genommen, dass die Schulnoten alle abgerutscht sind. Jetzt ist er aber wieder auf dem alten Notenschnitt.