Kinder sprechen über Umgangswoche(nende)

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  • Liebe Forumsmitglieder,


    die Situation zwischen KV und mir hat sich mittlerweile entspannt.


    Es werden stetig neue Fragen bei mir aufgeworfen. Zum Beispiel folgendes:

    Die Kids (diesmal beide) waren knapp eine Woche bei KV von der Kleinen. Es gab natürlich auch Weihnachtsgeschenke. Die Mädels erzählten mir hinterher, dass es nicht ganz so friedlich war (ist ja bei jedem Mal so, dass es Stunk gibt) Die Kleine war wohl nicht zufrieden mit ihrem Geschenk (was sie auch bei dem ein oder anderen Geschenk zu Hause angemerkt hatte, was für mich natürlich nicht schlimm ist, man bekommt ja nicht immer alles genau wie auf dem Wunschzettel) jedenfalls muss sie wohl das Geschenk von Tisch gefegt haben. Das hat dem Vater ziemlich missfallen und er tat es ihr gleich, fegte die Sachen vom Tisch, und drohte, dass er die die Kids in den Zug nach Hause setzen könne. Die Mädels hatten wohl beide Angst vor dieser Aussage.


    Nun meine Frage hierzu: Soll ich so etwas mit KV besprechen? Wie handhabt ihr das? Er hat den Mädels wohl Angst gemacht mit der Aussage (Mal abgesehen von seiner völlig unangemessenen Reaktion), allerdings wüsste ich auch nicht davon, hätten sie es nicht erzählt.


    Ich kenne ihn, und weiß, dass er auf stressige Situationen sehr kindisch reagieren kann. Aber was bei ihm passiert, habe ich eh nicht in der Hand. Aber den Kids Angst machen?


    Wie handhabt ihr es, wenn Kind von einer angsteinflößenden Situation spricht? Sprecht ihr es aktiv an oder geht ihr passiv an die Sache, in dem ihr dem Kind Mut zusprecht, dass es keine Angst zu haben braucht?


    GLG

    Celin91

  • Hallo,


    nein, ich würde sowas nicht ansprechen und dann schon wieder eine Baustelle aufmachen, kaum dass es halbwegs läuft. Es ist seine Sache. Du sagst ihm bestimmt auch nicht, wenn sich die Kinder bei Dir unangemessen verhalten und Du reagierst. Über die Art und Weise der Reaktion kann man sicherlich unterschiedlicher Ansicht sein, sie wird aber nicht wegzudiskutieren sein. Jeder macht es so wie er kann und will. Und er kann scheinbar nicht anders, Du kennst ihn ja.


    Inwiefern hat er ihnen Angst gemacht? Dass er sie in den Zug setzen will? Davor braucht man sicherlich keine Angst haben, ist im Grunde nichts Schlimmes, da passiert nichts, außer dass sie nach Hause kommen. So würde ich auf meine Kinder einwirken. Und auch dazusagen, dass man Geschenke, die man bekommt, nicht einfach so vom Tisch fegt. Das ist unverschämt. Also ich hätte da auch nicht pädagogisch wertvoll reagiert, wenn meiner ein Geschenk von mir so wertschätzt. Würde ich mir das nächste Mal überlegen, wie das nächste Geschenk ausfällt. Der Papa hat natürlich auch nicht glanzvoll reagiert, keine Frage.


    Und ob das immer alles so wortwörtlich dann übermittelt wird, ist die nächste Frage.

    Grüsse Tani :wink



    Du bist nicht das was Du sagst, sondern das was Du tust!

  • nein, ich würde sowas nicht ansprechen und dann schon wieder eine Baustelle aufmachen, kaum dass es halbwegs läuft.

    Würde ich auch nicht. Bei uns gibt es des Öfteren Konflikte zwischen meiner Tochter und ihrer Mutter, sie ist eben oft nicht mehr ganz so pflegeleicht wie früher, aber das gehört zur Entwicklung dazu. Die KM hat mich letztens versucht, in ein Gespräch darüber zu verwickeln. Ganz ehrlich? Wenn ich nicht dabei war, kann ich auch nichts dazu sagen. Der Tochter wird dann regelmäßig gedroht. Klar finde ich das nicht schön, aber ganz ehrlich? Ist - zumindest was die KM angeht - nicht meine Baustelle. Wenn die KM sich überfordert fühlt oder Hilfen zur Erziehung in Anspruch nehmen möchte, kann sie das jederzeit tun.


    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es umso besser läuft, je weniger Reibungspunkte es mit dem anderen Elternteil gibt. Alles, was angesprochen wird, ist bei uns zumindest ein potenzieller Reibungspunkt. Und ich mute meinen Kindern zu, dass sie die KM genauso ertragen, wie sie mich ertragen müssen.


    Und natürlich bin ich für meine Kinder da, wenn sie Kummer haben, egal weswegen. Das wissen sie aber auch.

  • Ich könnte mir vorstellen, dass das "die Sachen ebenfalls vom Tisch fegen" den Kindern Angst gemacht hat, weil hier der Vater ähnlich wie deine Tochter unkontrolliert agiert hat und im Zweifelsfalle ziemlich sauer war (letzteres ist jetzt meine Interpretation!). Nun wird von Erwachsenen erwartet, dass sie einigermaßen reflektiert und kontrolliert agieren. Von daher könnte ich mir vorstellen, dass dieses Verhalten deine Töchter verunsichert und ihnen damit gewisserweise auch Angst gemacht hat. Aber wie gesagt: das ist meine Interpretation, ich kann da auch vollkommen falsch liegen!


    Nichtsdestotrotz würde ich dies beim KV nicht ansprechen. Ich würde aber sehr wohl mit den Kindern reden und ihnen erklären, dass auch Erwachsene Gefühle haben und verletzlich sind. Möglicherweise hat es den Vater ziemlich getroffen, dass Geschenke vom Tisch gefegt wurden (das macht man ja auch nun wirklich nicht!!!) - warum auch immer. Und da sind die Gefühle mit ihm dann vermutlich auch "durchgegangen". Das ist nicht schön, das ist auch nicht wirklich "richtig", aber es kann halt auch mal passieren, dass ein Erwachsener sauer wird. In diese Richtung würde das bei mir gehen... wobei die Grundvoraussetzung bei mir dafür wäre, dass ich keine Angst hätte, dass der Vater den Kindern gegenüber aggressiv wird.

  • Ok danke für eure Meinungen. Ich habe mit ihm nicht darüber gesprochen. Das er ausfallend reagiert, hatte ich schonmal selbst miterlebt (hat einen Rutschreifen meiner großen Tochterhinterhergeworfen, weil er sich aufgeregt hatte, er hat sie zum Glück nicht getroffen, sie hat es nicht gemerkt, da sie mit dem Rücken zu ihm stand, ein anderer Vater aber hat ihn Kurz zurechtgewiesen, denn er hätte fast seinen Sohn getroffe, daraufhin habe ich den Umgangstage beendet...) deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass es schon recht angsteinflößend gewesen sein muss. Aber solange die Kids nicht jedes Mal von solchen Dingen erzählen, leben und leben lassen.


    Ich habe im Moment eher das Problem, dass die Kleine ganz oft sagt, sie will nicht zu ihm. Sie mag die Zugfahrt nicht. Ihm ist das egal, sie muss ja, und ich muss sie dazu bewegen dass sie geht. Ich sage ihr, sie muss da mit ihm sprechen. Ich kann das nicht einfach bestimmen. Letztendlich geht sie doch, mit wenig Motzerei und es ist okay. Leider hat er heute Mal wieder unsere Vereinbarung über den Haufen geworfen, er kommt einfach Mal 2 Stunden später zum Treffpunkt... :kopf das hilft der Kleinen auch nicht viel weiter, wenn sie soweiso schon keine Lust hat und sie immer später abends bei ihm ankommt.... Aber wie sagte ich eben: Leben und leben lassen.(manchmal echt schwierig :schwitz)

  • Okay, bei solchen "Ausfällen" würde ich dann auch was sagen... ziemlich deutlich sogar. Sowas kann er sich sparen, das kann er knicken. Ich hatte die ersten Posts etwas anders verstanden, das tut mir leid. Aber auf die Art braucht niemand seinen persönlichen Frust an den Kindern auslassen!!!


    Zugfahrt... okay, da muss sie an sich nun mal "durch", auch wenn es doof ist... Aber auch was die Verspätungen angeht: geht nicht! Nun kann man immer mal mit dem Auto im Stau stehen oder die liebe Bahn gönnt sich ihre Verspätungen - das ist meines Erachtens okay, kann vorkommen und da kann er ja nichts für. ABER "einfach so" - auch da wäre bei mir ein ruhiges, aber deutliches Gespräch fällig.

  • ... hab jetzt nicht alles gelesen... sry... hier tut es mal mehr und mal weniger weh... also uns allen....


    Es wird alle 14 Tage immer wieder bewusst, dass sich jeder Mama und Papa oft noch mal zusammen wünscht... auch wenn es durchaus viel positives hat... so wie es jetzt ist.

  • Jannne

    Er hat auch sehr spät gesagt, dass er überhaupt kommt. Ich möchte eigentlich immer eine kurze Rückmeldung am Donnerstag ob es Freitag klappt. Am Freitag gegen 13 Uhr teilte er mit, er kommt, aber etwas später... Ich sagte ihm, dass er bitte früher bescheid sagen soll, wann er denn kommt, ich kann Freitags nicht abrufbar sein, da ich freitags öfters in der Hochschule sitze und das ein oder andere Mal auch eine Klausur schreibe. Das nimmt zum Glück die nächste Zeit ersteinmal ab.


    Die Sommerferien werden das Nächste sein, worüber wir uns abstimmen müssen. Ich muss zugeben, ich kann mir nicht vorstellen, dass die Kleine 3 Wochen am Stück bei ihm sein wird. Im Prinzip wäre es gar nicht so schlecht, da der Nachwuchs dann da ist, aber 3 Wochen bei ihm, der so gut wie kein Geld hat, was will er ihr bieten? In Urlaub wird er sicherlich nicht fahren (kein Geld). Wir wollen nur ein paar Tage weg, gegen Ende der Ferien. Eventuell fährt meine Mutter mit den Kids eine Woche weg und ansonsten werden wir zu Hause sein und den ein oder anderen Ausflug starten. Ich traue es ihm einfach nicht zu :frag wir werden sehen wie wir das geschickt aufteilen können...

  • also, wir hatte auch viele Ferien, wo wir den Kindern nix bieten konnten. Und das ist auch gut so, denn das Leben behält so manches Mal eine Zeit bereit,wo der Gürtel wahnsinnig eng geschnallt werden muss! Und noch besser ist, das dein Kind den Alltag dort kennenlernt, ohne Ablenkung und Schnörkelei.

    Und was er ihr bieten kann, ist sein Leben, so wie er es gerade führt...völlig wertungsfrei!


    Gib ihm die Chance, unabhängig von deinen Gedanken, sich als Vater präsentieren zu können...und deinem Kind die Chance, das ganz für sich erleben zu dürfen...und dann eine eigene Meinung dazu zu entwickeln!

  • Mir fehlt jetzt ein vernünftiges Nachdenk-Smily ;).


    Ich kann deine Sorge schon verstehen. 3 Wochen am Stück können sehr lang werden. Was das "etwas bieten können" angeht - das sehe ich entspannter. Ich konnte jahrelang mit den Kindern nicht in Urlaub fahren. Okay, ich hatte die Prioritäten anders gesetzt, wir haben in einer Doppelhaushälfte zur Miete gewohnt. Der Preis, im Haus bleiben zu können, ging halt auf Kosten von Urlaub und der einen oder anderen "Annehmlichkeit". Aber man kann auch aus wenig ganz viel machen - wenn man Ideen hat und "will". Die Frage ist eher, ob der KV "will" und Ideen hat - und vor allem Ausdauer, Geduld und "Fairness". Wenn ihr miteinander "reden" könnt, redet. Vielleicht kann man ja die 3 Wochen irgendwie noch aufteilen - hast du das nicht auch angedeutet?

  • Ja genau, ein aufteilen wäre für mich ok. Wie gesagt, viel geplant haben wir nicht. Eine Lösung wird sich finden.


    Ich Frage mich aber echt, wie er drumherum kommt nicht arbeiten zu müssen. Deshalb gehe ich davon aus, dass er nichts bieten kann - wenig Geld und ich Stelle es mir so vor als hätte er wenig zum Essen... und dann muss sie 3 Wochen in seiner Wohnung sein, in der er raucht? Sorry, davor graut es mir einfach :kopf verbieten oder so will ich nichts. Aber ich habe so meine Bedenken